abberline schrieb:Es verwundert nicht und man kann den Groll und Vertrauensverlust verstehen. Ob links oder rechts es besser machen, glaub ich nicht. Aber die Ablehnung von CDU und Co kann ich nachvollziehen.
Ich bin für mich mittlerweile zu dem Schluss gekommen, dass Politik in weiten Teilen ein ziemlich stabiles Grundsystem, strukturell bleibt vieles erstaunlich konstant, weil echte Veränderungen in Koalitionssystemen fast immer über Kompromisse laufen müssen, die Reformen wieder abschwächen oder verwässern.
Viel der heutigen Stabilität basiert glücklicherweise noch auf den Grundlagen, die in der Nachkriegszeit geschaffen wurden. Dieses System war bewusst so gebaut, dass es nicht bei jeder politischen Fehlentscheidung sofort kippt. Das ist eine Stärke aber keine Garantie für Ewigkeit, deswegen ist es interessant nach Sachsen-Anhalt zu schauen.
Ich stelle mir das manchmal wie das Spiel mit den Turm voller Bauklötzchen vor. Die Grundstruktur steht stabil, aber nach und nach werden einzelne Bausteine herausgezogen oder verändert. Solange das vorsichtig geschieht, bleibt alles stehen. Gleichzeitig wirken von außen immer wieder unterschiedliche Kräfte auf den Tisch in der Analogie wären das dann der gesellschaftlicher Druck, Krisen, Stimmungen usw. Der Turm steht eine Weile, aber man weiß dass es irgendwann kippt. Ich persönlich denke wir sind aber noch einige Wahljahre davon entfernt.
abberline schrieb:Was RLP angeht - hier punktet die AfD in klassischen Arbeitergegenden von Ludwigshafen, Mannheim (ja ist BaWü, aber hängt trotzdem mit LU quasi zusammen)etc, die vorher klassische SPD Viertel waren.
Guter Ansatz. Aber wahrscheinlich sind das in RL auch wieder nur ein paar Verblendedete/Rassisten/Höcke-Versteher usw. und der Rest sind, dass sind halt die die zugewanderten Ossis und deren Kinder
:D
emanon schrieb:Bei dir kann man mit Textblöcken arbeiten. Das langweilt doch erheblich.
Aber gerne kannst du all deine Möglichkeiten mal in die Waagschale schmeißen und erklären, was es rechtfertigt, Rechtsextreme zu unterstützen.
Naja die Textblöcke sind ja nichts wirklich neues, weil du offenbar denkst dass es besonders gesehen werden muss. Die Anbahnungen im Verlauf dann User irgendwann zum Thema zu machen auch nicht. natürlich immer so seicht verpackt, dass es nicht meldewürdig ist. Ja auch das langweilt erheblich.
Inhaltlich kommt halt auch nichts wirklich außer unbelegte pauschale Aussagen zu Schlaganfällen ohne Sachsen-Anhalt Bezug.
mchomer schrieb:Die AfD ist kein Ost-Phänomen, sondern ein Symptom für eine gescheiterte Politik, die den Menschen das Gefühl gibt: Egal, was ihr tut – es wird nicht besser.
Danke. Diesen Satz hätte es damals zur Thüringen Wahl viel häufiger gebraucht.