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Europa im Aufruhr: Zwischen Massenprotesten und Straßenschlachten

561 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Politik, Europa, Unruhen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
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Europa im Aufruhr: Zwischen Massenprotesten und Straßenschlachten

18.10.2026 um 09:21
In mehreren europäischen Ländern gehen derzeit Tausende, teilweise Hunderttausende Menschen auf die Straße. Sie protestieren gegen steigende Lebenshaltungskosten, soziale Ungleichheit und politische Entscheidungen. Vielerorts kommt es dabei auch zu schweren Ausschreitungen mit Verletzten, Festnahmen, Plünderungen und Brandstiftungen.

Besonders in Frankreich, Italien und Albanien hat sich die Lage zuletzt zugespitzt. Aber auch in Belgien und Portugal wird demonstriert. Die konkreten Auslöser unterscheiden sich, dennoch lassen sich Gemeinsamkeiten erkennen.

Ein kurzer Überblick (Stand: 18. Oktober 2026):

Frankreich: Am 17. Oktober beteiligten sich nach Regierungsangaben rund 550.000 Menschen an landesweiten Protesten, Gewerkschaften sprechen von 800.000. Gefordert werden höhere Löhne, bezahlbare Lebenshaltungskosten und bessere öffentliche Dienstleistungen, insbesondere im Bildungswesen. In Paris, Marseille und Lyon kam es zu schweren Ausschreitungen mit zahlreichen Verletzten und Festnahmen. Auch das Vorgehen der Polizei steht in der Kritik.

Italien: In mehreren Städten demonstrierten Menschen gegen hohe Lebenshaltungskosten, steigende Energiepreise und unzureichende Löhne. Besonders in Mailand, Bologna und Turin kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstrierenden und Polizei, Plünderungen und erheblichen Sachschäden.

Albanien: Seit mehreren Tagen protestieren insbesondere Schüler und Studierende gegen hohe Ausbildungskosten, mangelnde Zukunftsperspektiven und Korruption. Die Protestbewegung fordert inzwischen auch den Rücktritt von Ministerpräsident Edi Rama. In Tirana und weiteren Städten kam es zu schweren Ausschreitungen. Die Polizei setzte unter anderem Tränengas, Wasserwerfer und Gummigeschosse ein.

Belgien: In Brüssel und Lüttich demonstrieren vor allem junge Menschen gegen steigende Bildungskosten und geplante Hochschulreformen. In Brüssel kam es zu gewaltsamen Zusammenstößen mit der Polizei.

Portugal: Hier stehen die hohen Wohn- und Lebenshaltungskosten im Mittelpunkt. Gewerkschaften und Wohnungsinitiativen fordern bezahlbaren Wohnraum, höhere Einkommen und bessere öffentliche Dienstleistungen. Unter anderem in Lissabon und Porto fanden größere Demonstrationen statt.

Was steckt hinter den Protesten?

Obwohl die Bewegungen unterschiedliche Forderungen verfolgen, zeigen sich ähnliche Konfliktlinien: steigende Preise, Wohnungsnot, Probleme im Bildungswesen und eine zunehmende Unzufriedenheit mit politischen Entscheidungen.

Auffällig ist insbesondere die Beteiligung vieler junger Menschen. Offenbar geht es nicht nur um die unmittelbaren wirtschaftlichen Verhältnisse, sondern auch um Zukunftsperspektiven und das Vertrauen in politische Institutionen.

Gleichzeitig muss zwischen friedlichen Protesten und gewalttätigen Ausschreitungen unterschieden werden. Angriffe auf Menschen, Plünderungen und Brandstiftungen sind ebenso kritisch zu betrachten wie ein möglicherweise unverhältnismäßiges Vorgehen der Sicherheitskräfte.

Was bedeutet das für Europa und Deutschland?

Mir fallen spontan vor allem folgende Fragen und Themen ein, worüber man diskutieren könnte:

  • Erleben wir gerade eine europaweite Protestwelle oder lediglich mehrere zeitgleiche nationale Konflikte? Warum ausgerechnet jetzt?

  • Warum eskalieren manche Demonstrationen derart stark? Radikalisieren sich Teile der Protestbewegungen oder werden friedliche Demonstrationen von gewaltbereiten Gruppen vereinnahmt?

  • Wie sollten die Regierungen reagieren? Sind die Forderungen angesichts angespannter öffentlicher Haushalte umsetzbar?

  • Könnte es auch in Deutschland zu vergleichbaren Protesten und Ausschreitungen kommen? Schließlich sind steigende Lebenshaltungskosten, Wohnungsmangel und soziale Ungleichheit auch hier gesellschaftliche Streitpunkte.

  • Welche langfristigen politischen Folgen könnten die Proteste haben? Drohen eine zunehmende gesellschaftliche Polarisierung, ein Vertrauensverlust in politische Institutionen oder eine Stärkung politischer Randparteien?


Wie schätzt ihr die Entwicklungen ein? Freue mich auf eure Perspektiven.

Quellen und weiterführende Berichte

- Associated Press, 17.10.2026: Massenproteste und Ausschreitungen in Frankreich (Beteiligung, Forderungen und Gewalt bei Demonstrationen)
- ANSA, 17.10.2026: Gewaltsame Proteste in Italien (Ausschreitungen in Mailand, Turin und Bologna)
- Reuters, 17.10.2026: Proteste in Albanien (Korruptionsvorwürfe, soziale Forderungen und Rücktrittsforderungen)
- Reuters, 17.10.2026: Proteste in Belgien (Studentendemonstrationen und Zusammenstöße mit der Polizei)
- Euronews, 17.10.2026: Proteste in Portugal (Demonstrationen gegen steigende Lebenshaltungskosten und die Wohnungskrise)

mein erster Thread ... seid gnädig :freibier:


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Europa im Aufruhr: Zwischen Massenprotesten und Straßenschlachten

18.10.2026 um 09:40
Zitat von VespasianVespasian schrieb:Warum eskalieren manche Demonstrationen derart stark? Radikalisieren sich Teile der Protestbewegungen oder werden friedliche Demonstrationen von gewaltbereiten Gruppen vereinnahmt?
möglicherweise liegt es in Frankreich u. a. daran, dass LInksextreme die Proteste zu ihren eigenen Zwecken missbrauchen und sie dadurch noch weiter eskalieren lassen?
Wie extreme Linke und Terrorsympathisanten die Schülerproteste in Frankreich unterwandern
Die Linkspopulisten von Jean-Luc Mélenchon setzen bei den Präsidentschaftswahlen auf junge Wähler. Dafür sind sie bereit, Gewalt zu legitimieren. Profitieren könnte am Ende die extreme Rechte.
Quelle: https://www.nzz.ch/feuilleton/wie-extreme-linke-und-terrorsympathisanten-die-schuelerproteste-in-frankreich-unterwandern-ld.10026882


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Europa im Aufruhr: Zwischen Massenprotesten und Straßenschlachten

18.10.2026 um 09:58
Ich bin zwar keineswegs eitel, aber ich habe es ja schon vorhergesagt:
Dein Beitrag in dem Thema DIE LINKE wurde von mchomer gelöscht.
Begründung: Off-Topic

Gelöschter Beitrag:
Habt ihr die Bilder aus der französischen Kleinstadt gesehen, bei dem sich ein linker Bürgermeister schützend vor protestierenden Schulkinder - u.a. für bezahlbaren Wohnraum - stellt, die von Robocop-Cops attackiert werden.

Wtf ...

Bleibt abzuwarten, wie die "konservativen" Medien nun diesmal, ausgerechnet gegen einen Schwarzen Linken, Stimmung erzeugen werden.
Erster Beitrag wird sofort von unseren Allmystery Schlagzeilen-Bots genutzt, um Linke zu diskreditieren. Gratulation ans Forum.

Punk, bin ich gut *Haar zurückwirft*


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Europa im Aufruhr: Zwischen Massenprotesten und Straßenschlachten

18.10.2026 um 10:00
Ja, alles durch den Ruck nach Rechts verursacht - da müssen wir unsere Demokratie stärken und gemeinsam mit Linken Kräften dagegen halten.
Eigentlich ist die aktuelle Politik die Beste die wir jemals hatten, die Bürger lassen sich nur durch TikTok und Russo Bots aufhetzen.


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Europa im Aufruhr: Zwischen Massenprotesten und Straßenschlachten

18.10.2026 um 10:06
@Vespasian
Zitat von VespasianVespasian schrieb:Wie schätzt ihr die Entwicklungen ein? Freue mich auf eure Perspektiven.
Volle Solidartät mit der jungen Generation.

Wenn du deine Zukunft den Bach untergehen siehst, wenn für die Reiche & Mächtigen keine Gesetze mehr gelten, wenn das Klima uns langsam aussterben lässt, wenn normales Leben oder Wohnraum zum Luxus wird, wenn Neonazis überall ungeniert Stimmung ausleben dürfen ... dann bleibt einen keider nix anderes über als rohe Gewalt, um sich Gehör/Respekt zu verschaffen.


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Europa im Aufruhr: Zwischen Massenprotesten und Straßenschlachten

18.10.2026 um 10:12
Zitat von BetonschweinBetonschwein schrieb:dann bleibt einen keider nix anderes über als rohe Gewalt, um sich Gehör/Respekt zu verschaffen.
@Betonschwein

In welcher Art brennende Rathäuser und Geschäfte bei der Lösung realer Probleme helfen sollen kannst Du gerne als Dein Geheimnis behalten.

Auch die CO2 Bilanz solcher Taten hilft 'der Jugend' eher nicht.

An legitime Proteste haben sich leider islamogauchistische Berufsrandalierer drangehängt, die hoffentlich dauerhaft weggesperrt werden. Mit den berechtigten Interessen von Schülern hat das gar nichts mehr zu tun.


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Europa im Aufruhr: Zwischen Massenprotesten und Straßenschlachten

18.10.2026 um 10:32
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:An legitime Proteste haben sich leider islamogauchistische Berufsrandalierer drangehängt, die hoffentlich dauerhaft weggesperrt werden.
Ich glaube das liegt eher daran, dass sich an die Proteste die Gelbwesten gehängt haben, die Vorgehensweise passt zu denen und natürlich interessieren die Anliegen der Schüler die nicht.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und die Regierung stehen unter großem Druck. Die horrende Staatsverschuldung trieb die Zinskosten in die Höhe. Gleichzeitig demonstrieren Schülerinnen und Schüler seit Wochen für bessere Lern- und Studienbedingungen. Am Samstag sollen die Proteste einen neuen Höhepunkt erreichen, denn eine Protestbewegung, die Macron schon vor acht Jahren das Leben schwergemacht hatte, kündigte ihr Comeback an: die „Gelbwesten“.
Quelle:https://orf.at/stories/3445085/
Die politische Ausrichtung ihrer Anhänger ist uneinheitlich und reicht von extremen Nationalisten bis zu anarchistischen Aktivisten; die Bewegung verfügte weder über ein Programm noch gibt es Ansprechpartner oder offizielle Sprecher.[3] Die Proteste waren wiederholt von gewalttätigen Krawallen (inklusive Brandstiftungen) begleitet und einer Radikalisierung einiger Demonstranten über die Monate.
Quelle:Wikipedia: Gelbwestenbewegung


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Europa im Aufruhr: Zwischen Massenprotesten und Straßenschlachten

18.10.2026 um 11:00
Zitat von BetonschweinBetonschwein schrieb:dann bleibt einen keider nix anderes über als rohe Gewalt, um sich Gehör/Respekt zu verschaffen.
:( das macht mir Sorge. Es könnte sich alternativ doch auch gewaltfrei gestalten. Für diese Entwicklung bräuchte es einen starken öffentlichen Diskurs über Werte, und einer Politik, welche z.B. die Inhalte des Global justice Report aufgreift.
Wissenschaftler wie Thomas Piketty haben eine möglichen, wirklich interessanten Weg bis 2100 für die Beseitigung der Ungleichheit in der Welt erarbeitet. Gleichzeitig geht man damit das Klimaproblem an.
Der Kernbefund lasse sich einfach zusammenfassen, so die Autorinnen und Autoren: Schnelle Dekarbonisierung allein reiche nicht. Es brauche gleichzeitig einen massiven Wandel hin zu weniger Konsum und kürzeren Arbeitszeiten sowie eine drastische Reduktion von Einkommens- und Vermögensungleichheit – sowohl zwischen Ländern als auch innerhalb von ihnen. Nur die Kombination dieser drei Säulen mache eine bewohnbare Erde mit hohem Lebensstandard für alle möglich.

Die jährlichen Arbeitsstunden pro beschäftigter Person sollen in etwa halbiert werden.
Die Diagnose des Berichts ist nüchtern. Heute liegt den Forschenden zufolge das monatliche Pro-Kopf-Bruttonationaleinkommen in Subsahara-Afrika bei 290 Euro, in Nordamerika und Ozeanien bei 4.590 Euro – dem 16-fachen. Bis 2100 sollen alle Länder auf 5.000 Euro konvergieren.
Das erfordere in den ärmsten Regionen Wachstumsraten von drei bis vier Prozent jährlich, was mit dem Durchschnitt Ostasiens der vergangenen 75 Jahre vergleichbar sei. In den reichen Ländern hingegen würde das Wachstum gegen null gehen. Das bedeute aber nicht, dass dort die Lebensbedingungen stagnieren: Durch Umverteilung innerhalb der Länder und den Wert von mehr Freizeit würden auch in diesen Staaten die meisten Menschen besser gestellt sein als heute.

Parallel dazu sollen die jährlichen Arbeitsstunden pro beschäftigter Person von rund 2.100 heute auf etwa 1.000 im Jahr 2100 sinken und damit in etwa halbiert werden. Das sei mit historischen Trends vereinbar: Zwischen 1860 und 1980 sei die Arbeitszeit ähnlich stark gesunken, getragen durch starke kollektive Mobilisierung und Gesetzgebung. Ein weiteres Ziel sei vollständige Geschlechtergleichheit mit denselben Erwerbsarbeits- und Hausarbeitszeiten und gleicher Bezahlung.
https://www.wort.lu/panorama/keine-milliardaere-mehr-forschende-legen-globalen-masterplan-bis-zum-jahr-2100-vor/156158849.html

Ich liebe die Vorstellung, dass dieser Masterplan tatsächlich umsetzbar sein könnte :lv:


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Europa im Aufruhr: Zwischen Massenprotesten und Straßenschlachten

18.10.2026 um 11:17
@Vespasian

Danke für die Zusammenfassung. Bleibt für mich die Frage, wer hat/wo ist all das Geld?
Zitat von BetonschweinBetonschwein schrieb:Wenn du deine Zukunft den Bach untergehen siehst, wenn für die Reiche & Mächtigen keine Gesetze mehr gelten
Die Reichensteuer bringt zu wenig und vertreibt das Kapital. Was ich im Forum hier auch lernen durfte, ist dass die Kosten für massenhafte Armuts- und Asylzuwanderung aus fremden Kulturkreise ohne Arbeitsaufnahme absolut zu vernachlässigen und sowieso unvermeidbar sind und diese Menschen ohnehin unsere Demografie retten. Damit wären die beiden Lieblingsfeinde ja schon mal offiziell freigesprochen. Aber was bleibt dann noch übrig? Ich würde sagen Zinslast un Rentensystem. Nur traut sich da keiner ran, weil man dort weder Superreiche noch Migranten als parteipolitischen Sündenbock hat, sondern die eigenen Wähler.
Das Problem verschiebt sich also immer mehr bis es immer mehr knallt so wie jetzt. Irgendwann wird sich wohl eine verlorene Generation finden müssen die bereit ist für die echten Reformen den Preis zu zahlen, damit es diejenigen nach Ihnen besser haben.


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Europa im Aufruhr: Zwischen Massenprotesten und Straßenschlachten

18.10.2026 um 11:37
Bei dem sozialen Kahlschlag, der gesellschaftlichen Verrohung, dem langsamen Abtragen essentieller Arbeiter- wie Bürgerrechte, der Steuer- wie kommenden Arbeitsüberlastung, den Klima- und Versorgungskrisen, Miet- wie Lebensmittelpreiswucher, und so vielen anderen schönen Dingen, die da noch kommen mögen, werden diese Zustände gewiss nicht mehr abnehmen. Sie werden sich vermutlich sogar noch wesentlich ausweiten. All die elitären Bonzen im Staate, die jetzt über das "Stadtbild" jammern, werden sich noch dumm umgucken, was für ein Elend ihre Kleptokratie über ihr ach so herrliches Deutschland bringen wird.
Zitat von VoussoirVoussoir schrieb:und vertreibt das Kapital
Ich bitte darum :fuyeah:


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Europa im Aufruhr: Zwischen Massenprotesten und Straßenschlachten

18.10.2026 um 11:48
Frankreich, Salut.

Es ist faszinierend wie bis heute noch Medien von Schülerprotesten reden. Da kann man nur noch, zurücklehnen und genießen.

Franzosen sind aber keine Südkoreaner, leider.

Youtube: Koreanische Ladenbesitzer verteidigen ihre Geschäfte während der Unruhen in Los Angeles 1992.
Koreanische Ladenbesitzer verteidigen ihre Geschäfte während der Unruhen in Los Angeles 1992.
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Europa im Aufruhr: Zwischen Massenprotesten und Straßenschlachten

18.10.2026 um 12:30
Ok, das scheint hier Straßenschlachten-Thread mit dazugehörigen Clips und Bildern zu werden. Wie ineffektiv.

Barrikaden und Straßenschlachten haben das System in den letzten 50 Jahren doch kein Stück ins Wanken gebracht. Sie liefern dem Staat nur die Steilvorlage für mehr Polizei, härtere Gesetze und mehr Überwachung. Am End schadet Gewalt doch genau den Menschen, die für Veränderung kämpfen.

Wer den mächtigen Konzernen (Milliardären) wirklich die Macht entziehen will, entzieht ihnen besser dauerhaft die Geschäftsgrundlage. Pikettys Report ist nicht harmlos, sondern radikaler als Tonnen von Pflastersteinen.

- Er fordert eine 90-prozentige Steuer auf die absolute Einkommensspitze
- Er fordert, die Milliardärs-Klasse weltweit um das Hundertfache zu reduzieren (von 6,4 % auf 0,05 % Weltvermögen)

Das ist der konkrete, rechtssichere Entzug von globalem Kapital und Macht. Das wirkt bei den oberen 1% viel mehr als ein paar kaputte Scheiben. Warum sich also mit Randale aufhalten, wenn man über die wirksamere Entmachtung dieser Elite nachdenken könnte? Das frei werdende Geld aus deren (schon lange fälligen) Steuern dient der Umverteilung - der Verringerung der Ungleichheit - unter Berücksichtigung der Klimaaspekte.

Aber vllt. muß ja erst mal der "Zerstörung-Modus" ausgelebt werden, dunno. So oder so

TAX THE SUPERRICH 💰


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18.10.2026 um 12:32
Zitat von VespasianVespasian schrieb:Warum eskalieren manche Demonstrationen derart stark?
Weil es viele Leute gibt, die unbedingt Randale machen wollen. Die warten praktisch nur auf die nächste Großdemonstration, weil sie dann eine Ausrede haben. Angeblich sind sie dann eben nur von den Zuständen erschüttert, gegen die demonstriert wird. Und wenn es viele Leute (wie anscheinend auch hier im Forum) gibt, die derartige Gewalt als legitim ansehen, wird sich das wohl kaum bessern. Wer Verständnis für Gewalt hat oder sie gar billigt, fördert sie.


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18.10.2026 um 12:32
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Auch die CO2 Bilanz solcher Taten hilft 'der Jugend' eher nicht.
wobei wenn das mit dem Klima noch weiter aus dem Ruder läuft die Lebensmittelpreise um einiges steigen werden?


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Europa im Aufruhr: Zwischen Massenprotesten und Straßenschlachten

18.10.2026 um 12:36
Der wahre politische Feind sitzt in den EU/ Länder Parlamente - ich kenne keine dermaßen betriebene Mißwirtschaft und Verschwendung aus der Geschichte. Die Schulden von heute sind die Steuern von morgen.
...dass irgendwelche Spinner wieder die Reichen als Feind sehen...na ja...low IQ Epidemie.


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Europa im Aufruhr: Zwischen Massenprotesten und Straßenschlachten

18.10.2026 um 12:54
Wer behauptet, die Schulden von heute seien die Steuern von morgen, ist ein armer Realitätsverweigerer. Genau weil die Staatsverschuldung drückt und die Mittelschicht keine höheren Steuern mehr tragen kann, ist die Besteuerung von leistungslosen Mega-Vermögen der einzig logische, marktwirtschaftliche Ausweg.

Und zu sagen, der Feind sitze nur in den Parlamenten, ist doch schon wieder extrem kurz gedacht. Die Politik setzt nur den Rahmen. Wenn aber die reichsten 1 % über ihr Kapital die fossile Industrie am Leben halten und die Schäden der Allgemeinheit aufbürden, ist das die Definition von Misswirtschaft.

Milliardäre nicht als Teil des Problems zu sehen, sondern sie blind zu verteidigen, während sie die Infrastruktur nutzen, die wir alle bezahlen, das ist schon ein Rätsel. Wer Ressourcen verbraucht, muss auch für die Kosten aufkommen, genau wie wir anderen.

Aber gut. Auch hier gilt jedem Seins. Dann halt dem einen seine Backsteine, dem anderen seine Milliarden. Und dem Realitätsverweigerer iwelche TicToc-Weisheiten. Alles soll beim alten bleiben, bitte sehr.

Für mich gilt dennoch

TAX THE SUPERRICH 💰


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Europa im Aufruhr: Zwischen Massenprotesten und Straßenschlachten

18.10.2026 um 13:31
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb::( das macht mir Sorge. Es könnte sich alternativ doch auch gewaltfrei gestalten. Für diese Entwicklung bräuchte es einen starken öffentlichen Diskurs über Werte, und einer Politik, welche z.B. die Inhalte des Global justice Report aufgreift.
Wissenschaftler wie Thomas Piketty haben eine möglichen, wirklich interessanten Weg bis 2100 für die Beseitigung der Ungleichheit in der Welt erarbeitet. Gleichzeitig geht man damit das Klimaproblem an.
Kann die Sorge verstehen - solche Bilder können Angst machen; nur, was haben die Auftritte von bsp Greta Thunberg die Jahre über erreicht, außer das der Wut/Spießbürger sich über ihr Gerede belustigt hat, während in der westlichen Welt die Kids zusammen protestiert haben?

Was hat es gebracht, außer das die Gesellschaften sich gegenseitig fertigmachen, während Kleptokraten sich allen untereinander aufteilen?

Der Kleinbürger zieht es lieber vor nach unten zu treten, während Rassisten auf die Ausländer zeigen!

Wir befinden uns seit Jahrzehnten im Klassenkampf -> Oben vs Unten - nur sind untereinander die Differenzen so groß, dass wir auf keinen gemeinsamen Nenner kommen; Die letzte sozialkritische Partei wird unterdessen mit abstrusen Anschuldigungen delegitimiert

Somit ist bald parlamentarisch hier nix mehr zu erreichen - wie es momentan in Frankreich aussieht, weiß ich spontan nicht Oo
Zitat von BlasphemerBlasphemer schrieb:Bei dem sozialen Kahlschlag, der gesellschaftlichen Verrohung, dem langsamen Abtragen essentieller Arbeiter- wie Bürgerrechte, der Steuer- wie kommenden Arbeitsüberlastung, den Klima- und Versorgungskrisen, Miet- wie Lebensmittelpreiswucher, und so vielen anderen schönen Dingen, die da noch kommen mögen, werden diese Zustände gewiss nicht mehr abnehmen. Sie werden sich vermutlich sogar noch wesentlich ausweiten. All die elitären Bonzen im Staate, die jetzt über das "Stadtbild" jammern, werden sich noch dumm umgucken, was für ein Elend ihre Kleptokratie über ihr ach so herrliches Deutschland bringen wird.
Ein Genosse o7
Zitat von BlasphemerBlasphemer schrieb:Ich bitte darum :fuyeah:
Uns bleibt am Ende nix mehr übrig als Zynismus & Galgenhumor^^


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Europa im Aufruhr: Zwischen Massenprotesten und Straßenschlachten

18.10.2026 um 14:06
@Betonschwein

Deinen Frust und Deine Desillusionierung kann ich nachvollziehen. Die Ungleichheit ist auch extrem, besonders hier in Deutschland. Und ja, Du hast recht: der Klassenkampf läuft seit Jahrzehnten, und "teile und herrsche" funktioniert leider prächtig. Die Menschen "unten" bekämpfen sich gegenseitig (für politische Überzeugungen, Neid, what ever), es wird "nach unten" getreten, während oben die Champagnerkorken knallen.
Und dass friedliche Demos wie von Greta Thunberg vom System einfach weggelächelt wurden, ist bitter und wahr. (Btw. ich finde sie hat dennoch etwas wirklich Bemerkenswertes erreicht: sie hat ihre Generation auf die Klimafolgen aufmerksam gemacht. Da wachsen Menschen mit einem anderen Bewusstsein für diese Themen heran. Von daher - mal unabhängig von anderen Gretathemen - well done, Greta!)

Und so glaube ich auch, dass die Auseinandersetzung mit Pikettys Masterplan echt weiterbringen kann. Das ist Revolution in Reinkulur :D und kein netter Reformvorschlag, für den man ambitioniert in den heutigen Parlamenten betteln geht. Der "Global Justice Report" ist im Grunde die Blaupause für eine strukturelle, globale Revolution. Das Modell fordert ja gerade den radikalen Bruch mit der heutigen Geld-Elite (Musk, Zuckerberg, Bezos & Co.). Und es schlägt vor, die internationalen Finanzinstitutionen zu entmachten, und die Eliten durch eine 90-prozentige Spitzensteuer systematisch finanziell zu entwaffnen. (Btw. wirklich arm wird auch keiner von ihnen dabei.) Das Geld fliesst in zwei Weltfonds, von wo aus es umverteilt wird.

Wenn du sagst, über den aktuellen Parlamentarismus ist kaum noch etwas zu erreichen, bin ich nicht meilenweit weg von dir. Es braucht einen massiven, organisierten Druck vom Volk ausgehend, eine globale Bürgerbewegung. Aber das Ziel dieses Drucks sollte mMn. kein zielloser Straßenkampf sein, der am Ende nur den Rechten und dem Überwachungsstaat die perfekte Steilvorlage für noch mehr Repression liefert. Das Ziel sollte sein, genau solche knallharten, strukturellen Gesetze wie die Vermögensabgabe zu erzwingen. Der rechtssichere Entzug des Kapitals würde die Macht der Elite ("oberes" 1-2 %) dauerhaft brechen.


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18.10.2026 um 18:30
Kann es sein dass bei dem Vandalismus bis jetzt noch keine Moschee beschädigt wurde. Gott sei Dank.


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18.10.2026 um 21:26
In Frankreich bricht sich der Frust von all denen Bahn, der sich über Jahre angestaut hat. Frankreich hat es versäumt, seine wichtigsten Probleme rechtzeitig anzugehen, das rächt sich jetzt. Diskriminierende Lebensumstände sind selbst schon eine Form der Gewalt.


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