orlets schrieb:Nun stell ich die WM Frage Mal anders. Sollten europäische Fußballvereine die WM wegen Trumps Politik gegen Grönland und Europa boykottieren? Immer mehr Politiker sind dafür und ihr ?
Die Politiker und Medien sind dafür um Stimmen zu gewinnen und für Quoten. Die Möglichkeiten sind aber, wenn man selbst regiert, auch beschränkt. Und die Fußballklub und Fußballspieler wollen Geld verdienen.
Da ist eben viel Realpolitik dabei (also das man auf Ideologie und Moral bzw. das zeigen von kulturelle Überlegenheit verzichtet und Kompromisse eingehen muss). Komischerweise wird kulturelle Überlegenheit oft von denen als Rassismus gesehen, die das am meisten praktizieren und die vergessen dabei immer das sie es selbst ständig machen.
orlets schrieb:Die WM total boykottieren oder wäre es denkbar, die Spiele in den USA zu boykottieren?
Wenn du boykottierst wird es als 0:3 gegen dich gewertet. Da bist du schnell ausgeschieden. In der KO-Runde sowieso.
Du muss auch damit rechnen, dass eben bei einem Boykott oft eine Racheaktion folgt. Z.b. in Katar war es nach dem Protest, die Aktion mit Mesut Özil.
https://www.sportbuzzer.de/fussball/nationalmannschaft/mit-mund-zu-geste-zuschauer-in-katar-zeigen-oezil-bilder-bei-deutschland-spiel-protest-gegen-dfb-626E6D3A37E462DCF532ACE75D.htmlDeswegen folgen viele einer Realpolitik. Du schaust, was du tun kannst. Das ist oft nicht viel. Von einem Boykott oder Protest überzeugst du auch nicht unbedingt die Menschen. Das kann auch schädliche Effekte haben und erreicht das Gegenteil wie in Katar, wo die Rechte für die Gruppen für die man protestierst hat nach dem Protest noch schlimmer wurden.
orlets schrieb:Oder sollte man die WM nicht boykottieren,da man sportliche und politische Angelegenheit trennen sollte, sonst wird die Politik immer mehr in den Sport eingebunden und macht den eines Tages noch ganz kaputt?
Generell bin ich dafür Sport und Politik zu trennen. Wenn man es aber einmal macht, muss man es überall machen.
Wenn du ständig politisch bist und den Sport politisierst musst du eben konsequent sein. Und Fußballklubs politisieren den Sport und müssen dann eben mit Konsequenzen rechnen wenn sie es plötzlich nicht mehr machen, wenn es ihnen von Vorteil ist.
Ist aber immer interessant die gedanklichen Verrenkungen der Fußballklub zu lesen, warum sie bei einer Sachen ständig politisch sind und bei anderen schweigen:
z.b. Uli Hoeneß mischt sich gern und laut in Politik ein. Er hatte z.b. die AfD kritisiert aber auch die Grünen, wegen unterschiedlicher Dinge. Aber zu Katar hat er eine ganz andere Meinung:
Uli Hoeneß verteidigte die umstrittene Zusammenarbeit des FC Bayern mit Katar und die WM 2022 vehement, argumentierte, die Präsenz verbessere die Arbeitsbedingungen vor Ort und kritisierte die Medien scharf für ihre einseitige Berichterstattung und Scheinheiligkeit, da viele deutsche Firmen auch mit Katar Geschäfte machen. Er betonte, dass der FC Bayern durch das Engagement die Situation positiv beeinflusse und die Arbeitsbedingungen besser seien, weil darüber diskutiert werde, was er als positive Entwicklung ansah und die Kritik als unfair empfand.
Hoeneß' zentrale Argumente und Aussagen:
Verbesserung der Arbeitsbedingungen: Hoeneß behauptete, die WM und die damit verbundene Aufmerksamkeit würden die Arbeitsbedingungen in Katar verbessern, im Gegensatz zu anderen Golfstaaten, über die nicht gesprochen werde.
Scheinheiligkeit der Kritik: Er warf Medien und Kritikern Scheinheiligkeit vor, da viele deutsche Unternehmen (z. B. VW, Deutsche Bank) ebenfalls mit Katar Geschäfte machen, ohne diese Kritik zu erfahren.
Politische Korrektheit vs. Realität: Hoeneß kritisierte den Fokus auf die WM-Diskussion und forderte, dass die Freude und Begeisterung der Menschen für den Fußball nicht durch ständige Kritik überschattet werden dürfe.
Rolle des FC Bayern: Er sah die Partnerschaft als positiv an und meinte, es gehe den Arbeitern besser, wenn der FC Bayern für sie werben würde.
Medienkritik: Er attackierte Journalisten und Medien für ihre Berichterstattung über Transfers und Sponsoring und warf ihnen Unwissenheit vor.
Hintergrund und Kontext:
Der FC Bayern hatte bis 2023 eine Partnerschaft mit Qatar Airways, die stark kritisiert wurde. Nach der WM 2022 wurde das Sponsoring beendet und durch Emirates ersetzt, was die Debatte um die Golf-Beziehungen aber nicht beendete.
Hoeneß' Äußerungen fallen oft in Zeiten intensiver öffentlicher Debatten über Menschenrechte in Katar und die Rolle des Sports darin.
Quelle: Google KI
Katar finanziert auch die Muslimbruderschaft, die in vielen Ländern (vor allem arabischen) eine Terrororganisation und in Deutschland in Teilen eine Terrororganistion ist.
Enttäuschen tuen Fußballer und Politiker bezüglich geistige Verrenkungen eigentlich nie.