Politik
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

145 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Global Justice Report, Milliardäre besteuern, Thomas Piketty ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

19.10.2026 um 10:22
Mitten im dauernden Krisenmodus hat das World Inequality Lab - ein großes Team von Wirtschaftswissenschaftlern um den Ökonomen Thomas Piketty - den neuen Global justice Report vorgelegt. Anders als klassische Klimaberichte trennt der Report die Fragen von Erderwärmung, sozialer Ungleichheit und Wirtschaftswachstum nicht länger voneinander, sondern rechnet sie erstmals als Gesamtsystem durch.

Die Kernidee klingt extrem ambitioniert, oder je nach Sichtweise utopisch bzw. provokant:

die Ungleichheit zwischen Arm und Reich, sowohl innerhalb von Ländern als auch global, und das Überschreiten planetarer Grenzen bedingen sich gegenseitig. (Mit "planetaren Grenzen" ist ein wissenschaftliches Konzept gemeint, das zeigt, wie viel Belastung unsere Erde verträgt, bevor die Lebensgrundlagen der Menschheit unwiederbringlich zerstört werden.) Der Plan bis 2100: der Report entwirft ein durchgerechnetes Szenario, bei dem die Erderwärmung bei ca. 1,8 °C gedeckelt wird und sich die Lebensstandards weltweit annähern. Ziel u.a. ist ein Durchschnittseinkommen von rund 5.000 Euro monatlich für alle Weltregionen bei gleichzeitiger Verkürzung der Arbeitszeit. Der Report schlägt dafür ein extrem progressives, globales Steuersystem vor, das zwei Hebel ansetzt und ausschließlich auf die absoluten Höchstverdiener und Superreichen (das oberste 1%) abzielt:

Für die absoluten Spitzenverdiener weltweit schlägt das Team um Piketty eine globale Einkommensteuer mit einem Höchstsatz von bis zu 90 % vor.
Auf das gesamte Vermögen der reichsten Milliardäre soll eine globale Vermögensteuer von bis zu 20 % an der Spitze erhoben werden.

Das Ziel dahinter ist nicht nur, Geld einzunehmen, sondern die extreme Vermögenskonzentration an der Weltspitze aktiv abzuschmelzen. Die Einnahmen kommen dann in den sog. "Global Justice Fund". Das Geld wird verwendet, um direkt Klimaschäden im globalen Süden auszugleichen und Infrastruktur aufzubauen.
Ein weiterer wichtiger Effekt: Einzelne können nicht mehr zu viel Macht durch ihre gigantischen Vermögen erlangen bzw. halten, was weitere Wahlkampffinanzierungen, extremen Lobbyismus in politischen Bereichen, Übernahmen von Medien vermindern/verhindern würde -> Schutz der Demokratie :)

Der Global Justice Report verbindet vier zentrale Dimensionen miteinander:

- Umverteilung auf Weltebene: Abbau nationaler und globaler Ungleichheit durch diesen Global Justice Fund, um den Anteil des globalen Vermögens der ärmeren Hälfte der Menschheit deutlich zu steigern

- Reform der internationalen Finanz- und Wirtschaftsordnung: eine grundlegende Neugestaltung globaler Wirtschaftsstrukturen, Handels- und Finanzregeln, um Entwicklungs- un Schwellenländer faire Teilhabe und Ressourcen zu sichern.

- Radikale Transformation der Energiesysteme: schneller Ausstieg aus fossilen Energieträgern und Umbau der weltweiten Energieerzeugung, um die Erderwärmung bis 2100 auf rund 1,8°C zu begrenzen.

- Veränderung von Konsummustern (Suffizienz): der Übergang zu einer Wirtschaft des guten Lebens mit reduzierten Ressourcen- und Energieverbrauch etwa durch kürzere Arbeitszeiten (z.B. Halbierung der Jahresarbeitszeit bis 2100), Verlagerung des Konsums hin zu emissionsarmen Bereichen sowie Investitionen in öffentliche Fürsorge, Bildung & Gesundheit. Ein weiteres Ziel sei vollständige Geschlechtergleichheit mit denselben Erwerbsarbeits- und Hausarbeitszeiten sowie gleicher Bezahlung :Y:


Befürworter des Reports sprechen von einem mathematisch schlüssigen und überfälligen "Masterplan für das Überleben".

Und ja, die Grundidee ist schon ziemlich radikal, aber ich finde sie auch extrem spannend. Denn was ist denn die Alternative: noch mehr Ungleichheit, noch mehr ziellose Straßenkämpfe, noch mehr Zerstörung auf allen Ebenen?

Hier noch ein Filmbeitrag, in dem T. Piketty die Inhalte kurz selbst beschreibt:

https://www.ardmediathek.de/video/ttt-titel-thesen-temperamente/ideen-fuer-eine-gerechtere-welt-der-global-justice-report/hr/MjlhMjZhZDEtOGJlZi00OWZmLWIzZTItY2U4OTY4ZjA3ZTBl

Es braucht gesellschaftlichen Diskurs über Werte. Wohin soll es mit der Welt gehen, und auf welchem Weg im Sinne des Planeten und der nachfolgenden Generationen? Piketty & Co. liefern auf diese Fragestellungen mEn. einen hochinteressanten Beitrag zum Austausch.


3x zitiertmelden

GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

19.10.2026 um 13:24
naja rechnerisch kommt das nicht ganz hin denke ich..

Laut Google erhöht sich das Vermögen von z.b. Elon Musk jeden Monat um 4,35 Milliarden. Wenn man im jetzt ein maximales 'Gehalt' oder Vermügenszuwachs von 50 Millionen pro Monat zugesteht den sind 4,3 Milliarden verfügbar zum verteilen. Selbst wenn man wirklich komplett das Geld an Arme gibt im denen ein monatliches Gehalt von 5000 Euro zu ermöglichen, dann kann man nur 860.000 Personen versorgen. auf der Erde leben aber 1,2 Milliarden Arme Menschen. dann bräuchte man dafür 1400 Menschen die genauso viel verdienen wie Musk.

selbst ein Durchschnittlicher Milliardär von den ca. 3400 der Welt verdient aber nicht annähernd so viel wie Musk.

und selbst wenn es reichen würde, würde das Geld dann nicht verfügbar sein für die restlichen die nicht unter den Terminus 'arm' zählen aber immer noch unter 5000 verdienen und die Projekte für Klimaschutz und Infrastruktur kommen auch noch dazu..

also Fazit. selbst das immense besteuern der Reichsten reicht nich für diesen Plan meiner Ansicht nach..

was nicht heißt dass ich dagegen bin die Reichen stärker zu besteuern. aber die Verteilung zu organisieren erscheint mir unmöglich gerecht zu ermöglichen. 100 Milliarden in einem Fond, wo gibt man wo gibt man nicht, wer hat Vorrechte? so viel Streit vorprogrammiert..

EDIT: und wie viel kostet ein Brötchen wenn der Verkäufer 5000 Euro verdient pro Monat ohne Zuschüsse von Milliardären?


1x zitiertmelden

GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

19.10.2026 um 13:39
fraglich ist auch ob es gut ist fürs Klima wenn die ganze Welt ein Monatsgehalt von 5000 Euro hat. Wollen dann nicht alle ständig reisen?


1x zitiertmelden

GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

19.10.2026 um 13:50
@mitH2CO3

Es wird keine politischen Veränderungen, schon gar keine als Staatengemeinschaft. Leider.

Ich würde nicht behaupten die Klimakrise im gewissen Rahmen aufhalten bzw. verlangsamen zu können. Doch dafür braucht es konsequente, staatsübergreifende Maßnahmen. Überhaupt, müssten Indien, China in die selbe Kerbe haun.

Einziger Trost: der Kapitalismus wird sich auf länger Sicht von innen heraus selbst zerstören.
Die Gier ist zwar unendlich, die Rohstoffe nicht.

Spätestens wenn die Menschen in ihrer Not heraus von Süden herpilgern, weil wir ihre Umwelt geschändet & ihre Rohstoffe geplündert haben, und ihnen nix mehr zur eigenen Existenz mehr bleiben wird, rafft es auch Hans-Georg in seinen Sachsensorf - nur ist es dann längst zu spät.

Ich werd mir deine Links nachher mal durchlesen, danke dafür^^
-

Was man aber durchsetzen könnte, um die Bürger vom wörtlichen rechten Weg zurückzuführen.
Antifaschistische Wirtschaftspolitik ist eine Wirtschaftspolitik, die zum Ziel hat, ärmere Teile der Bevölkerung vor Folgen von Inflation zu schützen. So soll verhindert werden, dass ebendiese aufgrund ihrer Unzufriedenheit mit steigenden Lebenshaltungskosten vermehrt rechte Parteien oder Personen wählen.
Wikipedia: Antifaschistische Wirtschaftspolitik


1x zitiertmelden

GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

19.10.2026 um 15:05
@Betonschwein
Piketty spricht von einem globalen Durchschnittseinkommen, nicht von einem bedingungslosem Grundeinkommen. Die Idee ist da also nicht das Geld einzunehmen und Löhne so zu subventionieren das alle 5000€ im Monat verdienen. So überhaupt nicht.


melden

GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

19.10.2026 um 15:28
@RayWonders
Zitat von RayWondersRayWonders schrieb:Laut Google erhöht sich das Vermögen von z.b. Elon Musk jeden Monat um 4,35 Milliarden. Wenn man im jetzt ein maximales 'Gehalt' oder Vermügenszuwachs von 50 Millionen pro Monat zugesteht den sind 4,3 Milliarden verfügbar zum verteilen. Selbst wenn man wirklich komplett das Geld an Arme gibt im denen ein monatliches Gehalt von 5000 Euro zu ermöglichen, dann kann man nur 860.000 Personen versorgen. auf der Erde leben aber 1,2 Milliarden Arme Menschen. dann bräuchte man dafür 1400 Menschen die genauso viel verdienen wie Musk.
Vorneweg: ich bin jetzt nicht die Nullen-Fachfrau :D Je mehr Nullen vorkommen, desto abstrakter wird die zu erwartende konkrete Geldmenge für mich, um die es hierbei gehen wird.

Aber es soll nach meinem Verständnis um das Gesamtvermögen, nicht nur um den monatlichen Zuwachs, gehen.
Du hast in deiner Rechnung den monatlichen Zuwachs (Einkommen) von Musk genommen. Pikettys Hebel ist aber auch die globale Vermögensteuer von bis zu 20 % an der Spitze. Es wird also nicht nur das bestuert, was neu dazu kommt, sondern die bestehende Substanz wird auch mit zugrunde gelegt. Wenn man bei den weltweit rund 3.400 Milliardären jedes Jahr bis zu 20 % des Gesamtvermögens einzieht, reden wir von gigantischen Summen, die den Global Justice Fund füllen würden. Die beiden angedachten Steuern beziehen sich nicht nur auf die 3.400 Milliardären. Der Report fokussiert die reichsten 1% der Weltbevölkerung. Bei über 8 Milliarden Menschen sind das etwa 80 Millionen Menschen weltweit, die zu dieser extrem vermögenden Gruppe gehören. Wenn diese 80 Millionen Menschen progressiv (nach Reichtum ansteigend) besteuert würden, kommen Summen zustande, die ein einzelner Musk dann auch nicht mehr leisten kann.

Die 5.000 Euro Durchschnittseinkommen sollen nicht morgen bar auf die Kralle ausgezahlt werden. Der Report beschreibt ein Szenario mit Ziel für das Jahr 2100. Bis dahin verändert sich durch den technologischen Wandel (u.a. durch Automatisierung und KI) die Produktivität drastisch. Das Ziel soll sein, dass im Jahr 2100 die weltweite Wirtschaftsleistung so verteilt ist, dass die Kaufkraft in allen Regionen diesem Niveau entspricht, während gleichzeitig die Arbeitszeit massiv verkürzt wird.

Hierzu hatte mir persönlich dieses Beispiel zu einem etwas besseren Nachvollziehbarkeit verholfen:
Parallel dazu sollen die jährlichen Arbeitsstunden pro beschäftigter Person von rund 2.100 heute auf etwa 1.000 im Jahr 2100 sinken und damit in etwa halbiert werden. Das sei mit historischen Trends vereinbar: Zwischen 1860 und 1980 sei die Arbeitszeit ähnlich stark gesunken, getragen durch starke kollektive Mobilisierung und Gesetzgebung.
https://www.wort.lu/panorama/keine-milliardaere-mehr-forschende-legen-globalen-masterplan-bis-zum-jahr-2100-vor/156158849.html

Zu diesem Fonds schlägt der Report eine völlig neue, demokratisch kontrollierte Weltinstitution vor, damit eben nicht Tech-Milliardäre willkürlich "Almosen" verteilen, sondern die Staaatengemeinschaft nach ganz klar definierten demokratischen Kriterien entscheidet (bspw. nach Vermeidung von nachweisbaren Klimaschäden). Dass das nicht einfach umzusetzen sein wird, steht außer Frage. Aber je mehr der Druck in diesem Prozess von allen Seiten steigt, desto höher könnte schlußendlich die Bereitschaft doch auch werden ...
Zitat von RayWondersRayWonders schrieb:fraglich ist auch ob es gut ist fürs Klima wenn die ganze Welt ein Monatsgehalt von 5000 Euro hat. Wollen dann nicht alle ständig reisen?
Der Wohlstand im Jahr 2100 soll nicht mehr aus Sachen wie Konsumgütern, Flügen, Luxusautos bestehen, sondern aus Lebensqualität. Die 5.000 Euro Kaufkraft spiegeln sich vor allem in einer extremen Verkürzung der Arbeitszeit (z.B. Halbtagsarbeit bei vollem Lohnausgleich), einer optimalen und kostenlosen Gesundheitsversorgung, Bildung und Kultur wieder. Hoher Lebensstandard bedeutet im Report nach meinem Dafürhalten: mehr Zeit, mehr Gesundheit, mehr Gemeinschaft ... ohne CO2.

Der Report beschreibt, dass die verbleibenden CO-2-intensiven Aktivitäten (wie z.B. Langstreckenflüge) durch die Kopplung an Klimaziele stark reguliert oder derart teuer werden, dass sie zur absoluten Ausnahme würden, während der Alltag (regionale Ernährung, emissionsfreie Mobilität, grüner Strom) für alle bezahlbar ist.


2x zitiertmelden

GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

19.10.2026 um 15:32
Vllt. interessiert diese arte-Doku "Tax wars" an der Stelle ja auch, in dem ICRIT (Unabhängige Kommission für die Reform der internationalen Konzernbesteuerung) vorgestellt wird, bei der Thomas Piketty auch mitwirkt.

https://www.arte.tv/de/videos/106711-000-A/tax-wars-krieg-der-steuern/


melden

GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

19.10.2026 um 15:50
Geht nicht.
Alleine beim Gehalt - warum sollte man mehr als die 5000 arbeiten wenn es am Ende nur 5000 werden...die die heute den Karren aus dem Dreck ziehen, korrigieren die Leistung nach unten und der Karren bleibt stecken. System tot.


1x zitiertmelden

GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

19.10.2026 um 15:52
@Betonschwein
Zitat von BetonschweinBetonschwein schrieb:Es wird keine politischen Veränderungen, schon gar keine als Staatengemeinschaft. Leider.
Ich hoffe nicht. Und bekanntlich stirbt die Hoffnung zuletzt. Und genau darum geht's doch auch. Neue Vision, eine neue Hoffnung, die eben dieser Report verbreitet. Es gibt reale Möglichkeiten, wenn nur genug Druck aus der Bevölkerung kommt, Ungleichheit zu minimieren/abzubauen.

Einfach ein genialer move, die Fragen der Erderwärmung, der sozialen Ungleichheit und des Wirtschaftswachstums nicht länger voneinander zu trennen.
Zitat von BetonschweinBetonschwein schrieb:Spätestens wenn die Menschen in ihrer Not heraus von Süden herpilgern, weil wir ihre Umwelt geschändet & ihre Rohstoffe geplündert haben, und ihnen nix mehr zur eigenen Existenz mehr bleiben wird, rafft es auch Hans-Georg in seinen Sachsensorf - nur ist es dann längst zu spät.
Du hast so recht. Und genau deshalb müssen zu aller erst diese Länder massivst unterstützt werden.Sie leiden am allermeisten unter den klimatischen Veränderungen. Und uns Westlern wird es ne Weile mit Nullwachstum auch nicht allzu schlecht gehen. Es wird hier sogar vielen erst mal viel besser gehen, wenn sie auch die 5.000 € erhalten. Kürzer kommen zunächst halt diejenigen, die zuvor schon mehr hatten. Aber ich finde das sollte man für's Ganze in Kauf nehmen :) Es geht immerhin um etwas: nämlich um eine gute Zukunft für alle auf diesem Planeten.
Zitat von BetonschweinBetonschwein schrieb:Was man aber durchsetzen könnte, um die Bürger vom wörtlichen rechten Weg zurückzuführen.
Ich meine den Namen Isabella Weber auch schon bei Leuten, die sich mit Ungleichheit beschäftigen, gelesen zu haben. Weiss nur nicht mehr bei wem/wo.


melden

GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

19.10.2026 um 16:00
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Geht nicht.
Gibts nicht.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Alleine beim Gehalt - warum sollte man mehr als die 5000 arbeiten wenn es am Ende nur 5000 werden...die die heute den Karren aus dem Dreck ziehen, korrigieren die Leistung nach unten und der Karren bleibt stecken. System tot.
Wer den Karren zieht, sind Fachkräfte, Ingenieure, Pflegende, Menschen im Bildungswesen (Verlagerung zum immateriellen Bereich). Die reichsten 0,1 % leben von ihren Dividenden und Erbschaften. Du verwechselst den Mittelwert für das Jahr 2100 mit einem sozialistischen Einheitslohn. Mehrleistung lohnt sich also weiterhin. Im Jahr 2100 zieht ohnehin die KI den Karren, es geht nur darum, wer die Rendite einsackt.


1x zitiertmelden

GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

19.10.2026 um 16:33
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Du verwechselst den Mittelwert für das Jahr 2100 mit einem sozialistischen Einheitslohn. Mehrleistung lohnt sich also weiterhin.
Achso, im alles Gleich System wo Leute auch daheim 5000€ bekommen lohnt sich Mehrleistung trotzdem. 7-8 Stelliges Vermögen bilden ist aus der Sicht des deutschen Staates auch Mehrleistung und die will der Pinketty mit bis zu 90% Steuer belohnen.
Danke für den Gaul, ich habe trotzdem die Zähne geprüft, nope.


3x zitiertmelden

GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

19.10.2026 um 16:39
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Achso, im alles Gleich System wo Leute auch daheim 5000€ bekommen lohnt sich Mehrleistung trotzdem
Durchschnittlich 5000. Nicht jeder 5000. Nicht mindestens 5000.


melden

GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

19.10.2026 um 16:43
@Cachalot
Schon verstanden, diese Neokommunisten wollen bis zu 90% globale Einkommenssteuer...die zahlt man auf dem Betrag nach Abzug der nationalen Steuern...quasi auf das nationale Netto.
Ja, das hat gefehlt, eine Steuer auf das Netto.


melden

GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

19.10.2026 um 16:45
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Achso, im alles Gleich System wo Leute auch daheim 5000€ bekommen lohnt sich Mehrleistung trotzdem. 7-8 Stelliges Vermögen bilden ist aus der Sicht des deutschen Staates auch Mehrleistung und die will der Pinketty mit bis zu 90% Steuer belohnen.
Vermögen ≠ Einkommen :)

Die 90 % sind eine Einkommensteuer auf astronomische Jahresgehälter, keine Steuer auf Vermögenssubstanz (-> 20%). Auf Millionen mit (7-8 Stellen) fällt im Report überhaupt kein Höchstsatz an, der greift erst bei Milliardären. Und geschenkt bekommt daheim auch niemand was. Der Wohlstandsgewinn im Jahr 2100 fließt in kostenlose Bildung und Medizin
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Danke für den Gaul, ich habe trotzdem die Zähne geprüft, nope.
Prüf' das nächste Mal halt beim richtigen Gaul die Zähne.


2x zitiertmelden

GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

19.10.2026 um 16:48
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Vermögen ≠ Einkommen :)
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Vermögen bilden ist aus der Sicht des deutschen Staates auch Mehrleistung
Konzentriere Dich.


melden

GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

19.10.2026 um 16:55
@ApexOne

ich bin voll konzentriert 🤓 Du verwechselst nur leider immer noch den deutschen Mittelstand mit der globalen Oligarchie. Im Report geht es um die reichsten 0,1 % weltweit, also um Milliardenerben und Megakonzerne, die ihr Vermögen durch Nichtstun als Kapitalrenditen vermehren. Wenn Du das mit der "Mehrleistung" eines normalen deutschen Handwerkers oder Unternehmers gleichsetzt, schützt Du die Falschen. Pikettys Hebel entlastet genau den Mittelstand, den du hier vorschiebst.


1x zitiertmelden

GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

19.10.2026 um 16:58
@mitH2CO3
Dieses System ist quasi ein Enteignungssystem (20% auf Vermögen zum Beispiel) und es ist so aufgebaut dass es sich selbst die Grundlage entzieht - Leistung wird massiv umverteilt aber lohnt sich.
Ok, man kann sich so was einfallen lassen wenn man vom Steuergeld lebt, einen Bezug zur Realität muss es aber nicht haben.

Ich habe die Erfahrung gemacht und mache sie gerade in Deutschland, wenn das Geld alle ist, werden die Leistungsträger richtig ausgenommen.


melden

GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

19.10.2026 um 17:05
@ApexOne

in Deutschland werden die echten Leistungsträger (die arbeitende Mitte) tatsächlich belastet, weil Arbeit hoch besteuert wird, während Multimillionäre und Erben hierzulande quasi steuerfrei durchrutschen.

Pikettys globaler Ansatz will genau das Gegenteil von dem, was Du schon wieder befürchtest: er will die arbeitende Bevölkerung und den produktiven Mittelstand massiv entlasten. Und ja, eine jährliche Steuer von bis zu 20 % an der absoluten Weltspitze (wir reden von Multi-Milliardären, nicht von Deiner Alm oder Deinem Pferdehof) ist ein gezieltes Abschmelzen von konzentrierter Übermacht. Das ist kein "Systemtod", sondern die Rettung der Marktwirtschaft vor der totalen Oligarchie. So schaut's aus.


melden

GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

19.10.2026 um 17:51
@mitH2CO3

Gut - was im Bericht fehlt ist die Motivation (wie immer bei den Kommunisten, die wird vorausgesetzt).

Nehmen wir an die Diskussion nimmt fahrt auf und es gibt Signale aus paar Ländern dies einführen zu wollen.
Es wird ziemlich schnell drei Lager geben:
- Ja Länder
- Nein Länder
- Weiss nicht Länder, diese nennt man für gewöhnlich "Beobachter Länder"

Ja Länder hätten auch zwei Unterkategorien:
- überzeugte Geberländer
- überzeugte Empfängerländer

Nein Länder
- überzeugt Nichtgeberländer obwohl sie es könnten
- Länder die weder Geber noch Empfänger werden wollen

Beobachter Länder
- Länder die aus oben genannten Gründen abwarten

Motivationsproblem:
- wie kann man mehr potentielle Geberländer motivieren beizutreten ? Was passiert in diesen Ländern wenn nur deswegen rechtsextrem gewählt wird?
- wie kann man Länder motivieren keine Steueroasen zu werden, es gibt bestimmt Konstellationen wo die Milliardäre dort weniger bezahlen und das Land trotzdem mehr hat als aus dem Weltfonds...das kann so richtig problematisch werden.
- was macht man mit Ländern die erklärte Gegner des System sind oder beitreten um es ausnutzen?

Bis so was nicht geklärt ist, braucht man nicht anfangen. (Und Repressalien gegen diese Länder fände ich kontroproduktiv)


1x zitiertmelden

GLOBAL JUSTICE REPORT 2026 (T. Piketty et al.)

19.10.2026 um 17:52
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Vorneweg: ich bin jetzt nicht die Nullen-Fachfrau :D Je mehr Nullen vorkommen, desto abstrakter wird die zu erwartende konkrete Geldmenge für mich, um die es hierbei gehen wird.
Vermutlich ist diese konkrete Geldmenge gar nicht vorhanden auf dem gesamten Planeten nicht @mitH2CO3 Also redet man eh nur von Zahlen, die irgendwie etwas wert sein sollen. Aber findest du das mit dem durchschnittlichen Einkommen von 5.000 Euro nicht ein bisschen überspitzt?
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Die 5.000 Euro Durchschnittseinkommen sollen nicht morgen bar auf die Kralle ausgezahlt werden. Der Report beschreibt ein Szenario mit Ziel für das Jahr 2100. Bis dahin verändert sich durch den technologischen Wandel (u.a. durch Automatisierung und KI) die Produktivität drastisch. Das Ziel soll sein, dass im Jahr 2100 die weltweite Wirtschaftsleistung so verteilt ist, dass die Kaufkraft in allen Regionen diesem Niveau entspricht, während gleichzeitig die Arbeitszeit massiv verkürzt wird.

Hierzu hatte mir persönlich dieses Beispiel zu einem etwas besseren Nachvollziehbarkeit verholfen:
Parallel dazu sollen die jährlichen Arbeitsstunden pro beschäftigter Person von rund 2.100 heute auf etwa 1.000 im Jahr 2100 sinken und damit in etwa halbiert werden. Das sei mit historischen Trends vereinbar: Zwischen 1860 und 1980 sei die Arbeitszeit ähnlich stark gesunken, getragen durch starke kollektive Mobilisierung und Gesetzgebung.
Also kämen noch mehr wertlose Zahlen in Umlauf - sorry, aber: Was passierte, wenn alle ihr Einkommen bar auf die Hand bekommen sollten (so wie es ca. zwischen 1860 und 1980 auch gewesen sein wird)? Richtig - das ist nicht möglich, weil das Geld nicht vorhanden ist.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Der Wohlstand im Jahr 2100 soll nicht mehr aus Sachen wie Konsumgütern, Flügen, Luxusautos bestehen, sondern aus Lebensqualität. Die 5.000 Euro Kaufkraft spiegeln sich vor allem in einer extremen Verkürzung der Arbeitszeit (z.B. Halbtagsarbeit bei vollem Lohnausgleich), einer optimalen und kostenlosen Gesundheitsversorgung, Bildung und Kultur wieder. Hoher Lebensstandard bedeutet im Report nach meinem Dafürhalten: mehr Zeit, mehr Gesundheit, mehr Gemeinschaft ... ohne CO2.

Der Report beschreibt, dass die verbleibenden CO-2-intensiven Aktivitäten (wie z.B. Langstreckenflüge) durch die Kopplung an Klimaziele stark reguliert oder derart teuer werden, dass sie zur absoluten Ausnahme würden, während der Alltag (regionale Ernährung, emissionsfreie Mobilität, grüner Strom) für alle bezahlbar ist.
Also hat man dann Wohlstand, aber auch keinen, sondern nur Lebensqualität, was als Lebensqualität verkauft wird.


1x zitiertmelden