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Entdeckungsschwindel?

22 Beiträge, Schlüsselwörter: Amerika, Forscher, Kolumbus, Entdecker, Santa Maria
dragonmike
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Entdeckungsschwindel?

23.05.2004 um 01:07
Jeder kennt ihn: Kolumbus, Entdecker Amerikas.
Schonmal fragten sich die Menschen, ob er wirklich diesen Titel tragen dürfe, denn nicht er hatte als erster Amerika entdeckt, sondern die Wikinger. Doch geschichtlich blieb er der Entdecker Amerikas.

Aber da frage ich mich doch, Entdecker? Warum wird er Entdecker genannt?

Frage: Was fand Kolumbus vor, als er an Land ging auf dem neuen Kontinent?
Antwort: Indianer!

Tja, da sagt jetzt jeder, 'Ist ja logisch', aber ist das wirklich so logisch? Wie kann Kolumbus einen neuen Kontinent entdeckt haben, der aber bereits von Indianern entdeckt wurde? Somit hatten Kolumbus im Grunde nur bereits anderen bekanntes Land entdeckt.

Das gleiche bei den Wikingern. Sie fanden ebenfalls indianische Stämme vor.

Würde das nicht bedeuten, Amerika wurde nie entdeckt, sondern war schon immer die Heimat der Indianer? Waren die Indianer Entdecker Amerikas?



Adiós.

PS: Ist nur ein so ein Gedankenspiel.

PPS: Niemand entdeckte Asien, bzw. niemand bekanntes in der Welt. Genauso Europa.


Wir lernen nicht für die Gegenwart, sondern für die Zukunft.

26050920.091920.07051204.01121915.091920.080511200911.0118132120..


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Entdeckungsschwindel?

23.05.2004 um 01:14
Soweit ich noch weiß heißen die Indianer Indianer, weil Kolumbus dachte das er in Indien wäre. Und er gab der Urbevölkerung denn Namen Indianer halt im zusammenhang mit Indien.

Kann mich aber auch irren ! :)

ChH


Vielleicht ist das Universum nicht nur eigenartiger, als wir es uns vorstellen, sondern möglicherweise eigenartiger, als wir zu denken vermögen. (J.B.S. Haldane)


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dragonmike
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Entdeckungsschwindel?

23.05.2004 um 01:16
@cHaos
Stimm vollkommen. Kolumbus segelte ja nur raus in die Pampa um Indien zu entdecken. naja, geographische Kenntnise waren im Mittelalter halt wenig verbreitet ;)

Tja, wie nennen wir sie dann? Amerikaner? :|



Adiós.


Wir lernen nicht für die Gegenwart, sondern für die Zukunft.

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Sidhe
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Entdeckungsschwindel?

23.05.2004 um 01:17
@cHaos: Ne, da hast du schon Recht, der gute Columbus dachte tatsächlich, in Indien gelandet zu sein... :)

Wer im Kopf nur Stroh hat, sollte sich vor dem Funken der Wahrheit in Acht nehmen.


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Entdeckungsschwindel?

23.05.2004 um 01:24
Dann bin ich ja beruhigt, ist ja schon so lange her wo ich das gelesen/gehört habe. ;)

ChH


Vielleicht ist das Universum nicht nur eigenartiger, als wir es uns vorstellen, sondern möglicherweise eigenartiger, als wir zu denken vermögen. (J.B.S. Haldane)


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Entdeckungsschwindel?

23.05.2004 um 02:13
Wieso habe ich eigentlich bisher nie über die Geschichte der Wikinger gehört im bezug auf die endeckung Amerikas, kann es sein das man keine genauen informationen darüber hat ?.

Denn es war bei mir immer so das wir in der Schule immer gelernt haben das Kolumbus der Endecker Amerikas war.

Also ich weiß jetzt nicht genau, ich habe mal so etwas gehört, nämlich das die Indianer irgendwie vom Norden/Nordpol an Amerika gekommen sind, weiß einer was darüber ?.

Meiner Meinung nach war Kolumbus nicht der "Endecker" Amerikas sondern der "Eroberer" Amerikas, denn Amerika haben ja die Wikinger endeckt, und die Europär haben es dann besiedelt, zuerst friedlich, dann wollten sie immer mehr Land und haben sie alles mit erobert. Kolumbus war also der erste "Eroberer" Amerikas.

______________________________
Jene, die alles im Reich der Materie suchen, haben ihre Intelligenz in die Augen gelegt. Und in den Dingen des Geistes ist das Auge blind. (Said Nursi)

Der Islam ist eine Lehre. Wenn jemand diese Lehre falsch auslegt, dann ist nicht der Islam dafür verantwortlich.


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jever
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Entdeckungsschwindel?

23.05.2004 um 02:52
@Lightstorm: Der Sohn erik des Roten war der erste Europäer in Amerika. Google mit Wikinger Amerika hilft weiter.

Die sind über die damals noch trockene Beringstrasse gekommen.

Der Eroberer war ein Anderer, oder besser eine Menge Anderer. Diese kamen, als Kolumbus die Entdeckung des Weges in Hispanien öffentlich machte.

MfG jever

Verwirrt mich nicht mit Tatsachen!


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kafu
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Entdeckungsschwindel?

23.05.2004 um 09:36
es wurde nur angenommen, dass die Wikkinger zuerst dort waren. Durch Funde. Aber im Prinzip ist es egal, weil sie sich dort nicht angesiedelt haben, bzw. wollten. Nicht jeder will neue wehrlose Länder besetzten ;)


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a.weisshaupt
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Entdeckungsschwindel?

23.05.2004 um 11:45
Ich hab darüber mal ein Referat geschrieben:
Bevor die Weissen nach Amerika kamen, lebten dort ausschließlich Indianer. Das weiß jedes Kind. Wann und wie aber hatten die ersten Menschen den Kontinent besiedelt? Das wissen nicht einmal die Forscher - trotz aufschlussreicher Funde und plausibler Theorien.

Als Christoph Kolumbus 1492 die ersten Eingeborenen auf der Insel Hispaniola sah, konnte er fast nicht glauben, dasß diese fremdartig aussehenden Wesen Menschen waren. Erst Papst Julius II. erklärte die Indianer der Neuen Welt zwanzig Jahre später für Nachkommen Adams und Evas.
Doch damit war für die Europäer ein Problem entstanden: wie kamen diese Menschen in die Neue Welt, wenn sie als Nachkommen des ersten Menschenpaares eigentlich aus der Alten stammten? Verschiedene Lösungsvorschläge wurden gemacht: sie konnten Verirrte sein, die sich einst am Bau des bilblischen Turms zu Babel beteiligt hatten; sie waren Israeliten, Ägypter, Karthager, Trojaner, Griechen, Etrusker, Chinesen - oder einfach nur Seeleute, die weit vom Kurs abgekommen waren.
Im fortschrittlichen 19. Jahrhundert begegnete der berühmte Naturforscher Charles Darwin an der Südspitze Argentiniens den Feuerländern. Und reagierte mit beinahe der gleichen Voreingenommenheit wie einst Kolumbus: die Indianer beherrschten nach seiner Ansicht nur unvollkommen eine menschliche Sprache, und jede Religion sei ihnen fremd.
Der italienische Paläontologe Florentino Amaghino meinte sogar, die Ureinwohner Amerikas seien durch eine eigene Schöpfung unabhängig von den Menschen der Alten Welt entstanden. Andere Forscher vermuteten, die Indianer könnten Überlebende des versunkenen Kontinents Atlantis sein.
Erst in unserem Jahrhundert haben Wissenschaftler Methoden entwickelt, die einen realistischeren Blick auf die Geschichte der Indianer erlauben. Dennoch bleibt manches im Unklaren. Als Kolumbus 1492 in der Neuen Welt den Anker auswarf, lebten schätzungsweise 12 Millionen Menschen in Nord- und Südamerika, vielleicht sogar erheblich mehr. Sie redeten etwa 2200 unterschiedliche Sprachen, allein in Nordamerika mehr als 500, die Ureinwohner lebten in ebenso vielen Stämmen. Wie sollte man alle Verbindungen und Unterschiede erkennen? Denn gerade das versuchten die Forscher.
Die gängigste Theorie lautet seit einigen Jahrzehnten: Die Vorfahren der Indianer wanderten vor rund 12.000 bis 15.000 Jahren aus Asien in das heutige Alaska ein. Dies sei möglich gewesen, weil damals Riesengletscher große Teile von Kanada und die nördlichen Vereinigten Staaten bedeckten. Weil es auf dem Land so viel Eis gab, lag der Meeresspiegel im Vergleich zu heute etwa 100 Meter tiefer. Die Beringstrasse, der Wasserweg zwischen Sibirien und Alaska, war Festland geworden. Tiere und ihre Jäger wanderten von Asien aus nach Osten und gerieten so auf den anderen Kontinent. Dort gab es viel zu essen und viel Platz in einem menschenleeren Land. Später zogen die Einwanderer allmählich bis zur Südspitze von Südamerika.
Die Bestätigung für dieses Szenarium lieferte 1932 ein Fund unweit der Stadt Clovis im Bundesstaat New Mexico. Dort entdeckten Archäologen bei einer altertümlichen Feuerstelle mehrere Speerspitzen aus Feuerstein - alle von einer beeindruckenden Ähnlichkeit, herzförmig und gerillt, als kämen sie aus der gleichen Manufaktur. In den folgenden Jahren fanden sie immer wieder solche Spitzen, in unterschiedlichsten Gegenden Nordamerikas. Mit Hilfe der C-14-Datierung, einer Methode der Altersbestimmung, stellte sich heraus, die ersten Menschen dieser "Clovis-Kultur" lebten vor rund 11.000 Jahren.
Sie waren Jäger und verfolgten Mammuts, Langhornbüffel und die später ausgerotteten amerikanischen Pferde - Archäologen fanden Speerspitzen zwischen den Rippen erlegter Tiere. Vor rund 9.000 Jahren starb das Wild aus, und die Clovis-Kultur ging zugrunde. Den Menschen fehlte die Nahrung.
Soweit die gängigste Theorie. Vieles Spricht dafür, daß sie stimmt. Zumal sie auch durch biologische Erkenntnisse unterstützt wird - die ersten Amerikaner besaßen auffallende Gemeinsamkeiten mit den Menschen aus Asien. Zum Beispiel einen stämmigen Körperbau mit relativ kurzen Beinen, langen Armen, kleinen Füßen und Händen; hervortretende Wangenknochen; eine ausgeprägte Nase; einen breiten Mund; glatte und dichte schwarze Haare. Und schließlich den sogenannten Mongolenfleck - eine vorübergehende Pigmentansammlung, die bei Mongolen, Japanern und vielen Indianern in der Kindheit am Rücken zu sehen ist. Fast alle Indianer besitzen die Blutgruppe Null und A; die Gruppe B kommt bei ihnen kaum vor. Das hat zu der weiteren Annahme geführt, daß die Ureinwohner Amerikas aus einem relativ eng umgrenzten Gebiet Asiens stammten.
Dennoch entstand aus dieser Einheit eine Vielfalt an Kulturen und Sprachen. Wissenschaftler haben ausgerechnet, daß sich der Grundwortschatz einer Sprache alle tausend Jahre um durchschnittlich 19 Prozent verändert. Wenn also eine Sprachgemeinschaft getrennte Wege gegangen ist, dann sind nach 5.00o Jahren nur noch ein paar Gemeinsamkeiten übrig geblieben.
Wo aber solche sprachlichen Übereinstimmungen heute noch bestehen, kann man die einstige Marschroute der Stämme nachvollziehen. Zum Beispiel bei den Azteken. Ihre Sprache ist mit denen der Shoshonen, Ute und Paiute verwandt. Angehörige dieser Indianerstämme zogen einst aus dem Norden Amerikas nach Süden. In Mexico stießen sie auf die Hochkultur der Tolteken, mit denen sie sich vermischten. Ihre Sprache blieb zwar noch mit der ihrer Verwandten im Norden verknüpft, aber ihre Kultur war eine andere geworden.
Nach neueren Erkenntnissen nehmen die Sprachforscher an, daß die Indianer den amerikanischen Kontinent nicht in einem großen Zug erreichten. Mindestens drei Einwanderungswellen lassen sich nachweisen:
- die erste der Clovis-Kultur, aus der fast sämtliche nachfolgenden Indianersprachen hervorgingen.
- die zweite der Athapasken-Indianer. Sie lebten (und leben) im nördlichen Kanada. Ein Zweig dieser Familie wanderte nach Süden weiter. Das waren die Vorfahren der Navajos und der Apachen.
- die dritte einwanderungswelle der Eskimos, die sich im hohen Norden von Sibirien bis Grönland ausbreiteten. Bis heute ähneln sich die Sprachen ihrer Stämme erheblich.
Soweit scheint die Theorie vom Ursprung der Indianer zu stimmen. Doch es gibt neuere Tatsachen , die sie ins Wanken bringt. Zum Beispiel Funde, die französische Forscher in Brasilien machten. In dem Ort Pedra Furada (Bundesstaat Piaui) entdeckten sie eine 17.000 Jahre alte Höhlenmalerei. Und in der Erde fanden sie Kulturgegenstände, die vielleicht sogar 33.000 Jhare alt sind.
Auch in Monte Verde in Chile stießen Archäologen auf Funde, die offenbar mehrere tausend Jahre älter sind als die Clovis-Kultur. Forscher wie der Amerikaner Tom Dillehay glauben sogar, Fragmente von uralten Behausungen oder Siedlungen gefunden zu haben.
Sind die Vorfahren der Indianer also doch nicht von Asien über Nordamerika nach Südamerika gezogen? Haben wir es vielleicht mit zwei ganz verschiedenen Kulturen zu tun, einer nördlichen und einer südlichen? Aufschluß könnte ein Blick auf die Religionen der Indianer in beiden Teilen Amerikas geben: Der Glaube im Norden ähnelt dem uralten Jägerkult in Nordasien, vor allem dem in Sibirien. In beiden Hemisphären spielt der Schamane, der Medizinmann, eine große Rolle. Er ist das Verbindungsglied zwischen dem Diesseits und dem Jenseits. Eine weitere Gemeinsamkeit der frühen Nordamerikaner und der Nordasiaten ist die Verehrung des Bären und des Adlers. Der sogenannte Donnervogel kursiert in den Mythen der Völker von Lappland bis Kanada.
Ganz anders dagegen der Glaube der südamerikanischen Indianer aus. Im Mittelpunkt ihrer Ackerbau-Religionen standen verschiedene Fruchtbarkeitskulte, meist auch ein als Hohepriester verehrter König.
Eine Spekulation lautet deshalb: Die Südamerikaner seien gar nicht mit den Nordamerikanern verwandt. Vielmehr erreichten sie den südlichen Kontinent per Schiff von Polynesien aus, wo ähnliche religiöse Vorstellungen herrschten. Wegen der Eiszeit lag der Meeresspiegel einst so niedrig, daß die Südseemenschen mit einfachen Booten von Insel zu Insel "hüpfen" konnten.
Weitere Theorien werden aufgestellt, die sich ebensowenig beweisen lassen. Unumstritten ist nur: Es gab dieClovis-Kultur, deren Mitglieder von der Jagd auf Großwild lebten - und das Ende dieser Zivilisation bedeutete den Beginn nachfolgender Indianerkulturen. Die bekanntesten: Folsom, Plano, Adena, Hopewell und Cochise. Sie gelten als Vorfahren der verschiedenen historischen Stämme und hatten alle eines gemeinsam: da die Wildtiere der Clovis-Kultur ausgestorben waren, mußten sie zum Überleben eine neue Strategie entwickeln.
Die Cochise zum Beispiel befanden sich nach dem Verschwinden des Großwilds im Südwestem Amerikas. Die Wüste, die sie bewohnten, wurde zunehmend ungünstig für die Jagd. Deshalb wendeten sie sich vor 7.000 oder 8.000 Jahren der Landwirtschaft zu. Vor allem Mais und Kürbisse bauten sie an. Nebenbei jagten sie Rehe, Antilopen und Hasen.
Was den Untergang der Cochise verursachte, ist nicht mher zu rekonstruieren. Sie hatten aber direkte Nachkommen, die Mogollon-Indianer. Sie jagten mit Pfeil und Bogen, lebten in Hütten oder unterirdischen Behausungen, und sie bauten riesige Bewässerungskanäle (im heutigen US-Bundesstaat Arizona). Doch auch diese Kultur verlor ihre Eigenständigkeit. Um 800 v. Chr. vermischte sie sich so sehr mit anderen Stämmen, z.B. mexikanischer Herkunft, daß sie nach Ansicht der Forscher untergegangen ist. Ihre Menschen lebten in anderen Indianerstämmen weiter.
Je mehr Zeit verging, desto unterschiedlicher enhtwickelten sich die Indianer Nordamerikas. Die einen wurden zu fischenden Küstenbewohnern, die anderen bauten in der Prärie eßbare Pflanzen an, und die Bewohner der Wälder gingen auf die Jagd. Indianer lebten in Tipis oder in Wigwams, in Pueblos oder Langhäusern.
Übersichtskarte der Stämme und Sprachfamilien
Einige Stämme entwickelten einen ausgeprägten Ahnenkult, zum Beispiel die Adena-Kultur, die vor rund 3.000 Jahren den Südosten Nordamerikas beherrschte. Die Hopewell-Indianer im Osten und Mittelwesten bauten ihren Toten vor rund 2.300 Jahren Hunderte von Bestattungshügel. Manche dieser bis zu 20 Meter hohen "Mounds" hatten die Form von Tieren.
Sogar Städte gab es in der Frühzeit Amerikas. Cahokia, am Ohiofluß gelegen, hatte um 700 n. Chr. mindestens 30.000 Einwohner - mehr Menschen als in irgendeiner damaligen Stadt Europas. Cahokia erstreckte sich über zehn Kilometer und verfügte über 85 künstliche Erdhügel. Der größte ragte 30 Meter empor. Die Menschen wohnten in Hütten zu Füßen der Anhebungen.
Zu den ältesten der heute noch lebenden Indianerstämme gehören die Pima- und Papago-Indianer sowie die Hopi. Sie siedeln noch immer im Bundesstaat Arizona. Die Vorgeschichte vieler anderer Stämme läßt sich dagegen nicht mehr rekonstruieren - die Forscher haben zu wenige Anhaltspunkte. Die Archäologie ist nur begrenzt ergiebig, und die Indianer selbst hinterließen keine schriftlichen Zeugnisse.
Über die Irokesen ist nur bekannt, daß sie irgendwann aus dem Südosten kamen und dann in den Wäldern Neuenglands lebten. Die Sioux hatten ihren Ursprung ebenfalls im Osten, wo sie wahrscheinlich Ackerbau betrieben. Dann zogen sie aus unbekannten Gründen in Richtung Mississippi, wo sie weiterhin die Felder bewirtschafteten. Erst später wurden sie zu einem Jägervolk - als die Weißen sie aus ihren angestammten Gebieten vertrieben.
Es ist schwer zu beurteilen, wie sich Amerika entwickelt hätte, wenn es 1492 von Kolumbus nicht wiederentdeckt worden wäre. Die Mayas hatten damals schon eine Schriftsprache, und die Azteken waren auf dem besten Weg dahin. Dennoch war Amerika die arme Kusine Europas, das zu dieser Zeit schon den Buchdruck kannte.
Amerika entwickelte sich langsamer als die Alte Welt. Gründe dafür gab es viele. Es mangelte an Großwild (Ausnahme: Bison), an domestizierbaren Herdentieren (Ausnahme: Lamas), an Getreidesorten (Ausnahme: Mais). Zwar verfügten auch die Uramerikaner über Erfindungsgeist und schufen trotz aller Widrigkeiten eine Hochkultur. Doch sie entstand relativ spät. Und nie erreichte sie das Format einer griechischen oder chinesischen Kultur.
Genaugenommen waren die Indianer Amerikas aber Verwandte, die man nur aus den Augen verloren hatte. Das Abschiednehmen lag viele tausend Jahre zurück. So lange, daß Kolumbus seine Vettern und Kusinen gar nicht mehr erkannte.


Piss die Wand an denn,
Nichts ist so,wie es scheint

WWW.GERDMILBERT.DE


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tan
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Entdeckungsschwindel?

23.05.2004 um 11:57
Oha, da mach ich mich gleich mal ans lesen... :)

Gefühle lassen uns irren, der Verstand aber betrügt uns.


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Entdeckungsschwindel?

23.05.2004 um 14:21
@a.weisshaupt
Echt schöner Vortrag.
Doch ich habe davon gehört, dass vor den echten Indianern bereitz "australische Indiener" den Kontinent bewohnten.
So eine Dokumentation darüber gab es glaube ich mal im ZDF.
Vieleicht find ich schpäter noch was im Internet.......

Aber fragt mich bitte nicht, wie die von Australien nach Amerika kamen!!
Ist den Wissenschaftlern nähmlich auch ein Rätzel...

Eine bessere Realität ist nur einen Gedanken entfernt!


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unicorngirl
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Entdeckungsschwindel?

23.05.2004 um 14:59
tja, das mit dem entdecken ist immer so ne sache. wenn sich einer in ein ungewisses abenteuer stuerzt und dabei auf fuer ihn unbekanntes trifft, hat er es entdeckt in dem sinne...
auch kinder muessen erst auf entdeckungstour gehen um zu begreifen was z.b. grashalme oder schnecken sind... das hat jeder von uns schon durchgemacht. man geht dann froehlich zur mama und zeigt was man gefunden hat und die mama sagt: "das ist ein grashalm". und wir speichern dies.

bei kolumbus wars so, dass er sozusagen keine mama hatte der er zeigen konnte was er gefunden hatte, also niemanden den er fragen konnte welcher kontinent das war auf dem er gelandet ist. fuer ihn wars indien und die bewohner waren die indianer. er at sich selbst zur "mama" gamacht sozusagen.

es stimmt, dass die wikinger zuerst amerika "entdeckt" haben, aber was ich nicht so ganz verstehe ist warum man von entdeckung redet obwohl dort schon menschen gelebt haben....


ich denke also bin ich (dagegen).


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zyanose
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Entdeckungsschwindel?

23.05.2004 um 15:11
die eigentlichen entdecker amerikas waren irgentein volk in der eiszeit die über das eis nach amerika gewandert sind da kam heute morgne noch eine reportage drüber, auf n24.


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Entdeckungsschwindel?

23.05.2004 um 15:18
@zyanose
Nee es waren Australier..... :|

Eine bessere Realität ist nur einen Gedanken entfernt!


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unicorngirl
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Entdeckungsschwindel?

23.05.2004 um 15:24
diese volk sind die vorfahren der sog. indianer ^^ find ich irgendwie interessant

ich denke also bin ich (dagegen).


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Obrien
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Entdeckungsschwindel?

23.05.2004 um 15:33
@a.weishaupt

Ein guter Beitrag.(gibt ne positive Wertung;))

@drachenmeister,Zyanose

Nach obigen Vortrag,könnte beides richtig sein...die Südamerikaner stammen aus Ozeanien(also Australien und die Pazifischen Inseln).Während die Nordamerikaner aus den Steppen Asiens kamen.

Sei vergnügt solange du am Leben bist...

Ptahotep (2400 v.Chr.)


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knolle
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Entdeckungsschwindel?

23.05.2004 um 19:17
und das ganze heisst amerika wegen amerigo vespucci, der angeblich diesen kontinent das erste mal auf einer seekarte vermerkt hat.


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mindala
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23.05.2004 um 21:34
entrdecker wird er ja eigentlich nur genannt weil er einen neuen seeweg gefunden hat, auch wen es nicht der war an den er gedacht hat. aber das war doch egal einen neuen seeweg gefunden hat er und darum der titel.

die menschen werden nur durch ihre erwartungen enttäuscht und unzufrieden


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buddha
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Entdeckungsschwindel?

24.05.2004 um 08:35
@a.weisshaupt
Schon dein erster Satz ist Quatsch mit den Indianern vor den Weißen. Indianer lebten erst bei Entdeckung von Kolumbus in Amerika. Sie selbst nannten sich nicht Indianer.
Wir Europäer müssten kulturhistorisch auch für Nordafrikaner und Asiaten als Eingeborene gelten. Tun wir Europäer das?


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Entdeckungsschwindel?

24.05.2004 um 18:49
Mittel und Südamerika wurden schon viel früher besucht !

Die Phönizier trieben einen Regen Handel mit Amerika !

Wikipedia: Ph%F6nizien

http://private.addcom.de/plattgaarn/parahyba.htm

Interessant sind auch die Kokainfunde in den 3000 Jahre alten Mumien !
Kokain gibt es ausschließlich nur in Mittel und Südamerika !

http://www.atlantisforschung.de/content/spuren/forensik-koks.htm



Niemals aufgeben !


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Obrien
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Entdeckungsschwindel?

24.05.2004 um 19:23
@cruiser

Interessant!! Das die Pharaos gekokst hatten war mir noch gar nicht bekannt!!

Sei vergnügt solange du am Leben bist...

Ptahotep (2400 v.Chr.)


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