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Jetzt ist sowieso alles egal?

42 Beiträge, Schlüsselwörter: Euro, Euro-krise

Jetzt ist sowieso alles egal?

02.08.2012 um 01:36
Ich mache hier jetzt eine Prophezeihung für 2012 !

Der Krieg mit dem Iran wird beginnen!

Und ende 2012 wird der Euro entweder schon nciht mehr sein oder innerhalb weniger Moante abgesetzt.

Mfg


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GrandOldParty
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02.08.2012 um 09:39
@kulam @univerzal

Nein, Deutschland hat keine Niedriglohnpolitik betrieben, die Löhne in den Südländern sind bloß aufgrund des Euros explodiert. Es war eine Blase, keine reale Steigerung. Und man muss außerdem scharf trennen zwischen unseren Exporten in die EU und denen in die Eurozone. Die in die Eurozone fallen seit der Einführung des Euros, die außerhalb der Eurozone steigen hingegen.

Außerdem darf man ja mal fragen, was "Exporte" so toll machen soll? Sie sind doch nur eine Seite der Wirtschaft, die andere ist die Binnennachfrage. Die kombiniert macht das Wirtschaftswachstum aus und DAS ist die Zahl, die wichtig ist. Wenn wir die nehmen, sehen wir, dass wir durch die Einführung des Euros eben nicht profitiert haben.

Und wo wir schon bei "Exporten" sind: Wieso sollen Exporte in die Euroländer gut sein, wenn diesen dann noch das Geld hinterher schicken müssen, damit sie unsere Waren auch kaufen? Dass ist doch absurd.


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02.08.2012 um 11:47
Die NATO frisst auch sooooo viel Geld... :troll: :|


Naja, dass in Deutschland Arbeit so "billig" ist, war ja von der Regierung so gewünscht, immerhin muss sich Arbeit ja lohnen - allerdings nicht für den Arbeiter an sich, sondern für den, der ihn einstellt...
GrandOldParty schrieb:Hartz IV erhöhen, Kindergeld erhöhen, Bafög erhöhen, Steuersätze senken, Renteneintrittsalter senken usw.
Da wär ich im Groben und Ganzen dafür.
Obwohl die bloße Erhöhung von Hartz IV nichts bringt, den Betroffenen müssen klare Perspektiven aufgezeigt werden, Arbeitsplätze vermittelt werden, die gut genug sind um ohne Hartz klar zu kommen.
Dass das mit dem erhöhten Rentenalter dämlich ist, dürfte ja bekannt sein. Der Trick ist doch nur, dass der Staat Geld spart, denn wer früher als "erlaubt" in Rente geht, bekommt von selbiger weniger und der Staat kassiert den Rest. Ein Unding, denn der Arbeitnehmer hat ja schließlich dafür einbezahlt...


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02.08.2012 um 11:54
GrandOldParty schrieb:Nein, Deutschland hat keine Niedriglohnpolitik betrieben
Gar nicht bemerkt, selten solch einen Unsinn gelesen. :(

Was hat Deutschland deines Wissens nach dann betrieben? In anderen Ländern wird Deutschland schon als "China Europas" verschrieen wegen seiner Lohnpolitik.


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02.08.2012 um 12:05
@GrandOldParty
Zum Zusammenhang bzgl. Niedriglohnpolitik und Eurokrise wendest du dich bitte an kulam, ich bezog auf die jahrelange Verramscherei der dt. Arbeitskraft, die unbestreitbar ist.


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GrandOldParty
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02.08.2012 um 12:06
Und du glaubst, nur weil wir in Pleiteländern, die wir auch noch finanzieren (!!!), als "China Europas" verschrien werden, das auch stimmt? China und Deutschland haben tatsächlich vieles gemein: Beides starke Länder, beide orientiert auf den Export, beide mit Bevölkerungen, die hart arbeiten usw.

Was wir aber nicht mit China gemein haben, sind die Löhne. Sicher sind die deutschen Löhne in den letzten 10 Jahren weniger stark gestiegen als beim Rest Europas, vor allem der Südländer. Aber, wie schon gesagt, die Lohnsteigerungen in den Südländern waren eine Blase, mehr nicht.

Insgesamt gesehen hat Deutschland immer noch mit die teuersten Arbeitskosten Europas.
2011 zahlten Arbeitgeber durchschnittlich 30,10 Euro für eine geleistete Stunde. Nur in sechs der 27 Länder der Europäischen Union waren es noch mehr: Platz eins belegt Belgien mit 39,30 Euro, gefolgt von Schweden (39,10 Euro) und Dänemark (38,90 Euro).
http://www.welt.de/wirtschaft/article106218862/Deutsche-Arbeit-deutlich-teurer-als-EU-Schnitt.html


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02.08.2012 um 12:06
@AthleticBilbao


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Wolfshaag
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02.08.2012 um 12:13
@GrandOldParty
Wie immer zeigt sich, dass Du von der realen Situation keinen Schimmer hast.
Natürlich hat Deutschland eine Niedriglohnpolitik betrieben, oder wozu war Schröders Agenda 2010 sonst da? Und wie erklärst Du Dir, dass es diverse Berufe gab/gibt, welche so gering entlohnt wurden, dass die Berufstätigen dieser Sparten, trotz 40 Stunden Woche noch Hartz IV beantragen mussten, während sich ewig gegen den Mindestlohn gesträubt wurde?

Und Deinen statistischen Wert, kannst Du in der Pfeife rauchen, weil es eben nur ein Mittelwert ist, der zeigt, dass es Berufsgruppen gibt, welche überdurchschnittlich bezahlt wurden, während andere Gehaltskürzungen hinnehmen mussten. Von den Millionen Leiharbeitern ganz zu schweigen, deren Gehalt nicht komplett bei ihnen ankommt, sondern erst einmal den Profit, der wie Pilze aus dem Boden schießenden, Leiharbeitsfirmen ankurbelte.


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GrandOldParty
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02.08.2012 um 12:18
Hartz IV war gut und richtig. Wieso sollte es zwei soziale Leistungen geben, die steuerfinanziert sind? Außerdem vergisst du, dass wir die Tarifautonomie haben und die Gewerkschaften auch Schuld an den niedrigen Löhnen haben.

Nichtsdestotrotz hast du schon ein wenig Recht. Ich denke, die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte. Deutschland hat keine Niedriglohnpolitik betrieben, hätte die Löhne aber schneller stark steigen lassen. Die Lohnsteigerungen in den Südländern sind aber trotzdem eine Blase gewesen und daher hinkt auch der Vergleich mit diesen.

@Wolfshaag


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Wolfshaag
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02.08.2012 um 12:31
@GrandOldParty
Es gibt mit dem ALG I und Hartz IV nach wie vor zwei steuerfinanzierte Leistungen. Nur konnte man durch deren Entkoppelung soziale Leistungen weiter zurückfahren und der Staat sich noch weiter von seinen hoheitlichen Pflichten drücken, was IMMER zu Lasten der Arbeitnehmerschaft geht, während es der Grossindustrie hilft, welche ja in Eintracht mit den Bankern das Land in Wahrheit regiert.

Was deutsche Gewerkschaften und Tarifautonomie betrifft, ist das doch wohl einfach nur lächerlich, wenn man bedenkt, wo Gewerkschaftsfunktionäre überall in den Aufsichtsräten sitzen. Da waren die Prozesse gegen Peter Hartz und die Skandale von VW-Betriebsräten lediglich eine kleine Spitze des korrupten Eisberges. Das derartig geschwächte und korrumpierte Gewerkschaften nichts wirklich Großes leisten, sollte da wohl nicht verwundern, es ist lediglich Verarschung, sonst nichts.

Und in der Realität sieht es doch so aus, dass viele Berufstätige im Niedriglohnsektor zur Scheinselbstständigkeit gezwungen wurden und werden, um den "Job" nicht ganz zu verlieren, oder woher kommen all die "selbstständigen" Friseusen, Floristeninnen, etc., ohne eigenen Laden?
Nur tauchen sie eben nicht in Deinem statistischen Wert auf, weil sie ja offiziell nicht angestellt sind.


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GrandOldParty
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02.08.2012 um 12:33
Also ich bin für einen Mindestlohn. Und nein, ALG I ist eine Versicherungsleistung. @Wolfshaag


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Wolfshaag
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02.08.2012 um 12:36
@GrandOldParty
Seit wann wird denn das ALG von einer Versicherung gezahlt und nicht mehr vom Steuerzahler? :D


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02.08.2012 um 12:37
@GrandOldParty

Die Nominalloehne sind zwar gestiegen aber nicht im selben Tempo der Inflation, dementsprechend hat der deutsche Arbeitnehmer eine Reallohnkuerzung empfunden. Zur Erinnerung: die Eurozone hat ein gemeinsames Inflationsziel von etwa 2%, darum muessen die Lohnstueckkosten in allen Eurolaendern gleichmaessig ansteigen. Fuer Deutschland muss das eine Steigerung der Lohnstueckkosten bedeuten und fuer die Suedlaender selbstverstaendlich ein Rueckgang, das will ich nicht bestreiten aber doch nicht mit der brachialen Gewalt der Austeritaet die gerade durh Suedeuropa geht. Das trifft nur die Falschen - Haften sollen die Profiteure der Eurokrise, nicht der deutsche Steuerzahler, genausowenig wie der griechische oder der spanische.


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02.08.2012 um 12:41
@kulam Löhne sind Ausdruck von Leistung, von Produktivität. Wie gesagt, die Lohnsteigerungen im Süden waren eine Blase. Übrigens wurde die von Deutschland finanziert.

@Wolfshaag ALG I ist nach Gesetz eine Versicherungsleistung, ALG II wird aus Steuern finanziert.


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Wolfshaag
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02.08.2012 um 12:44
@GrandOldParty
Das wird ALG auch, völlig egal, wie Du es nennst, schließlich zahlt der Steuerzahler doch seine Versicherungsabgaben, ohne das Recht sie nicht zahlen zu wollen, was somit einer Steuer gleichkommt.


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02.08.2012 um 12:45
@GrandOldParty
GrandOldParty schrieb:Löhne sind Ausdruck von Leistung, von Produktivität.
Dann sollte man doch im Rahmen des deutschen Exportbooms den Arbeitnehmer und dessen Produktivitaet nicht durch Dumpingloehne abstrafen.

Lesenswert ist in dem Zusammenhang auch der folgende Artikel:
Laut Eurostat sind die deutschen Löhne zwischen 1995 und 2006 um gerade einmal 9,5% gestiegen – dies ist weniger als die Inflation und entspricht einer Reallohnkürzung. Im Vergleichszeitraum stiegen die Löhne in Frankreich um 49%, in Spanien um 103% und in Großbritannien gar um 128%. Natürlich hat diese Niedriglohnpolitik auch die deutsche Wirtschaft wettbewerbsfähiger gemacht. Seit Einführung des Euro sind die Lohnstückkosten in Deutschland um 14% gesunken, während sie in Griechenland stabil blieben, in Portugal um 5% , in Spanien um 28% und in Italien gar um 46% gestiegen sind.

Mit den Löhnen steigt natürlich auch die Nachfrage nach Gütern – so konsumierten die Franzosen im Jahre 2006 29% mehr Güter und Dienstleistungen als zehn Jahre zuvor. Die Briten leisteten sich 43%, die Spanier sogar 61% mehr als vor einem Jahrzehnt. Während halb Europa sich mehr leisten kann, muss Deutschland knausern – die Niedriglohnpolitik hat dazu geführt, dass Deutschland in der letzten Dekade gerade einmal 9% mehr Waren und Dienstleistungen konsumierte. Deutschland produziert demnach von Jahr zu Jahr billiger, exportiert von Jahr zu Jahr mehr und konsumiert von Jahr zu Jahr weniger als seine Nachbarn. Funktionieren kann dieses eigenwillige "Erfolgsmodell" jedoch nur, weil die Europäer nicht allesamt "Deutsche" sind.

Zwei Drittel aller deutschen Exporte gehen nämlich in die EU, fast jeder zweite Euro, den Deutschland mit dem Export verdient, stammt aus den Ländern der Eurozone. Der "Sündenbock" Griechenland importiert pro Jahr Waren im Wert von rund 8,3 Milliarden Euro aus Deutschland, exportiert aber lediglich Waren im Wert von rund 1,9 Milliarden Euro nach Deutschland. Der deutsche Handelsbilanzüberschuss mit den sechs Eurozonenländern Belgien, Griechenland, Frankreich, Italien, Portugal und Spanien betrug allein im letzen Jahr 367 Milliarden Euro. Hätten diese Staaten die deutsche Niedriglohnpolitik kopiert, würde der deutsche Export nicht derart florieren. Die Menschen in den betreffenden Ländern wären ärmer und würden allgemein weniger Güter nachfragen und aufgrund ihrer geringeren Löhne auch günstiger produzieren. Der deutsche Export boomt, weil andere Staaten eine nachfrageorientierte Politik betreiben.

[...]

Die Geburt des Eurosystems krankt an den strukturellen Ungleichgewichten der ungleichen Partner. Es ist jedoch falsch, den Schwarzen Peter an die Defizitsünder weiterzugeben. Der relative Nachteil des einen Staates ist in einer Währungsunion immer auch der relative Vorteil eines anderen Staates.

Will man innerhalb einer Währungsunion ausgeglichene Bilanzen oder gar die Annährung der Lebensverhältnisse, so muss der defizitäre Teil der Union schneller wachsen als der produktivere. Nur wenn die PIIGS-Staaten auf lange Zeit höhere Produktivitätszuwächse als Deutschland haben und sich so die Lücke schließt, kann man von einer gesunden Zukunft des Eurosystems sprechen. Deutschland kann nicht ewig ein gigantisches schwarzes Loch im Eurosystem sein, das Kapital seiner Nachbarn aufsaugt und es ihnen dann zum Ausgleich der Bilanzdefizite wieder leiht. Langfristig führt eine solche Entwicklung nur dazu, dass sich die defizitären Staaten immer höher bei den produktiveren Staaten verschulden.

[...]

Der Ökonom Heiner Flassbeck schätzt, dass bis 2025 bei einer jährlichen Inflation von 2% Lohnsteigerungen im Rahmen von 5% nötig wären, um die Lücke zu schließen. Gewinner einer solchen Aufgabe der Niedriglohnpolitik wären natürlich vor allem die Deutschen selbst. Von nackten Zahlen, wie der Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts oder der Steigerung der Exporte hat der Mann auf der Straße nämlich erst einmal gar nichts. Erst wenn diese wirtschaftlichen Kennzahlen sich auch auf sein Realeinkommen auswirken, kann man davon sprechen, dass "Deutschland" von der wirtschaftlichen Entwicklung profitiert.

In den letzten zwei Jahrzehnten wuchs die deutsche Wirtschaft exorbitant, der Mann auf der Straße hat davon abseits der Nachrichten jedoch nicht sonderlich viel mitbekommen. Wenn Wirtschaftswachstum wieder mehr als ein Selbstzweck, basierend auf realitätsfernen Zahlen, wäre, so wäre dies schon einmal ein Fortschritt.
http://www.heise.de/tp/artikel/32/32266/1.html


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02.08.2012 um 12:46
Die offizielle Definition ist eine andere. @Wolfshaag

Frag dich mal, warum die Löhne nicht gestiegen sind..... @kulam


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02.08.2012 um 12:47
@GrandOldParty

Offenbar weil der Deutsche Arbeitnehmer alles mit sich machen laesst.


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Wolfshaag
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02.08.2012 um 12:55
@GrandOldParty
Offizielle Definition werden von denen, denen es nützt herausgegeben und definiert, nicht zwangsläufig von der unübersehbaren Wahrheit und Realität. ;)

@kulam
kulam schrieb: Offenbar weil der Deutsche Arbeitnehmer alles mit sich machen laesst.
Das der "Deutsche" sich durch eine tief verwurzelte Obrigkeitshörigkeit auszeichnet, ist ja nun wirklich keine neue Erkenntnis. :D


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Wolfshaag
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02.08.2012 um 13:28
@GrandOldParty
Hier mal ein wenig "Futter" von wegen keine Niedriglohnpolitik und Realität. ;)

Youtube: Doku - Undercover als Paketsklave

http://www.youtube.com/watch?v=Z3jw22qO4d4&feature=related


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