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Warum sind so viele Menschen psychisch krank?

48 Beiträge, Schlüsselwörter: Menschen, Leben, Psyche, Krankheit

Warum sind so viele Menschen psychisch krank?

29.03.2019 um 16:12
Ich weiss nicht. Ich nehme mich aber oft schon wie gelähmt wahr. Ich bin dann voll träumerisch und voll langsam, körperlich wie geschwächt. Hab keine Ahnung was das ist. Immer wenn ich morgens aufstehe, dann quäle ich mich förmlich aus dem Bett. Ich hab dann oft mit extremer Müdigkeit zu kämpfen.


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Warum sind so viele Menschen psychisch krank?

29.03.2019 um 16:17
@Archibald
Gibt es dafür einen tieferen Grund, dass das Absicht ist?
Weder, noch, sondern es gibt Ursachen. So wie nicht alle körperlich gleich gesund und fit sind, sind sie es eben auch geistig oder psychisch nicht.
Würden die Menschen sich mehr nach ihrer inneren und natürlichen Uhr richten, werden sie fest stellen, dass das Leben viel angenehmer ist als dem Rausch der Zeit hinter her zu jagen und dauernd nur Kopf- oder Bauchschmerzen zu haben..
Ich fürchte, Du einst mit "innerer Uhr" nur die Deinige, und übersiehst dabei, dass nicht jeder so tickt wie Du. Alles, was Menschen tun, geht nach irgend jemandes und nach vielen irgend jemandes "innerer Uhr", wobei die meisten damit gut klar kommen.

Das, was Du als "Rausch der Zeit" empfindest ist für jemand anderen eine lustige Achterbahnfahrt, Deine Kopf- und Bauchschmerzen kennt auch nicht jeder.
Wer gesellschaftliche Zustände betrachtet, sollte dabei nie davon ausgehen, der einzige valide Maßstab zu sein. Kein Einzelner ist das. Nur weil Dir etwas keinen Spaß macht, heißt nicht, dass andere es nicht mögen würden. Nur weil Du Probleme mit dem Rhythmus der Zeit hast, bedeutet nicht, dass der Rhythmus problematisch wäre, sondern in erster Linie, dass Du Probleme damit hast.

Von daher liegt persönliches Seelenheil nicht darin, zu einen, man müsse die anderen irgendwie "glücklich machen", in dem man ihnen die eigene Lebensphilosophie überstülpt. Es geht vielmehr darum, auszuloten, was einem gut tut und was nicht, und sein Leben danach einzurichten.
Aber der Lebenssinn kann doch nicht das Arbeiten sein..
Arbeit IST Leben. Ohne Arbeit könntest Du gar nicht leben, da es kein Schlaraffenland gibt, in dem Dir die gebratenen Tauben in den Mund fliegen.
Dass heute nicht nur Reiche (die eine eigenes Kapitel darstellen) auch ohne bezahlte Arbeit leben können (Rentner, Arbeitslose, Kranke), verdanken sie nur der Tatsache dass andere arbeiten, sogar etwas mehr, als sie arbeiten müssten,, wen sich jeder nur selbst versorgt.
D.h. wer nicht funktioniert wie er soll ist psychisch krank?
Brutal gesagt, ja. Psychisch gesunden Leuten macht Arbeiten nämlich Spaß. Es kann durchaus sein, dass ihnen ein bestimmter Job nicht gefällt, aber dafür krabbeln sie dann gerne im Garten oder basteln in der Werkstatt.
Es ist auch richtig, dass schlechte Jobbedingungen Menschen krank machen, vor allem, wenn es sich um Jobs handelt, die kein besonders Können verlangen. Es ist aber nicht das Arbeiten als solches, sondern es sind die Bedingungen, die Arbeitsverhältnisse, fiese Mitarbeiter oder Chefs oder die Nichtanerkennung der eigenen Leistung, die Gesunde krank machen können. Nette und schlaue Chefs sorgen daher dafür, dass sich ihre Mitarbeiter wohl fühlen. Probleme gibt es überall, aber im Großen und Ganzen habe ich meinen Beruf gerne gemacht. Auch hier machten die jeweiligen Chefs sehr, sehr viel aus. Beinahe hätte ich die Stelle wegen so einer dumm-widerlichen Chefin gewechselt. Zum Glück kam der neue noch rechtzeitig.
Ich kenne auch genügend Leute, die Freude an ihren Jobs haben. Ich kenn sogar jemanden, der erlitt einen physischen Zusammenbruch, weil er vor lauter Begeisterung nicht mehr mit der Arbeit aufhören wollte.

Sollte es aber so sein, dass jemanden so gar keine Arbeit Spaß macht, dann liegt das Problem bei demjenigen selbst. Und es ist ein echtes Problem, denn Arbeit kann ja nicht nur, sie sollte eigentlich Freude machen. Wer Arbeit als seinen Feind betrachtet, nimmt sich einen Gutteil Lebensfreude. Vom Verdienst mal ganz zu schweigen. Und kommt vor lauter Jammern und "der Gesellschaft" Schuld zuzuschieben nicht dazu, seine Probleme zu erkennen und in den Griff zu kriegen.



@Rao
Psychische Krankheiten gab es in früheren Zeiten genauso, nur machte man damals kein Gewese drum, wer schwer krank war, schizophren, Epileptiker mit ständigen Anfällen oder was anderes, der landete wahlweise in irgendeiner Anstalt, Arbeitshaus, Gefängnis oder als verachteter Bettler in der Gosse oder wurde als "von Dämonen besessen" zwecks "Heilung" gefoltert, und wenn das nichts half, hingerichtet, gesteinigt, verbrannt oder sonstwas, je nachdem was in der betreffenden Kultur gerade üblich war.
Oder in anderen Gesellschaften und anderen Zeiten einfach so akzeptiert, wie er eben war. Das war dann entweder der Wille der Götter und Kranke wurde sogar als „göttlich“ angesehen, oder man bemerkte einfach empathievoll, dass so jemand arm dran war und half und versorgte ihn eben, so gut es ging.


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Warum sind so viele Menschen psychisch krank?

29.03.2019 um 16:28
off-peak schrieb:Oder in anderen Gesellschaften und anderen Zeiten einfach so akzeptiert, wie er eben war. Das war dann entweder der Wille der Götter und Kranke wurde sogar als „göttlich“ angesehen, oder man bemerkte einfach empathievoll, dass so jemand arm dran war und half und versorgte ihn eben, so gut es ging.
Das war wohl eher der Ausnahmefall, und kam nur in sehr stabilen Gesellschaften vor, die nicht ständig im Ausnahmezustand (Krieg, schlechte Ernten, Naturkatastrophen) lebten. Im europäischen Mittelalter also eher nicht.


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Warum sind so viele Menschen psychisch krank?

29.03.2019 um 16:52
@Archibald
Gibt es dafür einen tieferen Grund, dass das Absicht ist?
Oder ist das die natürliche Weise des Menschen, andere krank zu machen?
Naja fragen wir uns einfach einmal, was für Jobs wegfallen würden, wenn alle gesund wären:)
Ich versuche mich seit dem ich weiß dass ich wohl psychisch krank bin, so locker und
freundlich wie es geht mich selbst zu behandeln. Sei dir selbst dein bester Freund.
Und da ich gerne eines Tages wieder voll umfänglich leben möchte muss man sich selbst
ein gesunde Mischung zwischen Ernst und Lockerheit finden
Ich finde deinen Weg sehr gut.
Erst muss man sich vollumfänglich selbst helfen, dann kann man auch anderen helfen.


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Warum sind so viele Menschen psychisch krank?

29.03.2019 um 17:11
@Koman ich habe jetzt 6 Jahre Einrichtung hinter mir. Das hat mir gar nicht gut getan, dort zu leben.
Jetzt fühle ich mich eindeutig wohler im Leben. Ich lebe seit Anfang Januar in einer eigenen Wohnung.
Was mir aber nicht gefällt, ist die Bezeichnung Hartz 4 Empfänger der ich wohl zur Zeit bin.
Meine Prognose vom Arbeitsamt war, dass ich wohl nur 3-4 Stunden täglich arbeiten schaffen würde.
Wegen meinen Diagnosen. Das hat ein Arzt mal zu mir gesagt.

Daher weiß ich nicht, wo ich ansetzen soll, wenn arbeiten wegen Krankheit schon flach gelegt werden soll,
um mich aus dieser Enge in eine Selbstbestimmung zu manövrieren.

Ich habe jetzt angefangen, für mich selbst zu kochen in der Küche. Und gehe auch dafür selbst einkaufen.
Nur weiß ich nicht, wie ich den Bruch schaffen soll von geschütztem Arbeitsmarkt hin zum 1. Markt.

Eigentlich würde ich ja gerne ein eigenes Business aufbauen. Um dann alles selbstständig regeln und
managen zu können. Aber mir fehlt noch die Grundidee dafür....

In jedem Fall ist das Leben ein großer Unterschied im Vergleich zur Einrichtung.

Mfg
Archibald


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Warum sind so viele Menschen psychisch krank?

29.03.2019 um 17:29
@Archibald
Was mir aber nicht gefällt, ist die Bezeichnung Hartz 4 Empfänger der ich wohl zur Zeit bin.
Völlig scheißegal.
Von mir wirst du dafür nicht verurteilt, denn ich sehe lediglich in dir (außen) einen Menschen und innen ein Kind.
Und jeder Mensch hat das gleiche Recht darauf, hier zu leben.

Ich verurteile Menschen, die Andere aus Spaß oder Überzeugung töten, Frauen/Männer und Kinder vergewaltigen, schlagen, unterdrücken.
Der wahre Abschaum dieser Welt, sind jene, die von all dem aufgezählten leben.

Was ist denn besser?
Jemand der Frau und Kind schlägt und unterdrückt, aber dafür brav arbeiten geht?
Oder ein Arbeitsloser, der niemanden etwas zu leide tut?

Wenn du ein liebevolles und empathisches Herz hast, dann bist du ein guter Mensch vor Gott.
Wenn du ein Verbrecher bist, der andere Menschen absichtlich quält, dann kannst du noch so viel arbeiten und verdienen, trotzdem wärst du das Letzte auf dieser Welt.

Natürlich immer nur in den Augen der frommen Menschen.
Denn die schlechten Menschen/Satane, leben ja alle von dem Übel das sie erzeugen.
Meine Prognose vom Arbeitsamt war, dass ich wohl nur 3-4 Stunden täglich arbeiten schaffen würde.
Wegen meinen Diagnosen. Das hat ein Arzt mal zu mir gesagt.

Daher weiß ich nicht, wo ich ansetzen soll, wenn arbeiten wegen Krankheit schon flach gelegt werden soll,
um mich aus dieser Enge in eine Selbstbestimmung zu manövrieren.

Ich habe jetzt angefangen, für mich selbst zu kochen in der Küche. Und gehe auch dafür selbst einkaufen.
Nur weiß ich nicht, wie ich den Bruch schaffen soll von geschütztem Arbeitsmarkt hin zum 1. Markt.
Trau dich einfach, du zählst, dein leben zählt.
Was vorher war und was nachher kommt, weiß von uns niemand.
Aber was ich weiß, ist, du bist JETZT hier und hast JETZT die Chance alles tun zu können, was du tun möchtest.

Wusstest du, dass 75-80% der Menschen am Sterbebett bereuen, nicht das gemacht zu haben, was sie eigentlich immer machen wollten?
Das war eine Erkenntnis für mich, die mir gezeigt hat, dass ich JETZT machen sollte, was ich machen will und nicht auf den Tod warte.
"Es schmerzt ab und zu, wer weiß es besser als du"
Gib dich nicht auf:
Youtube: Xavier Naidoo - Gib Dich nicht auf - 27.3.2010 Live, Haus im Ennstal


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29.03.2019 um 17:33
@Koman danke für die freundlichen Worte.


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29.03.2019 um 19:57
Rao schrieb:Psychische Krankheiten gab es in früheren Zeiten genauso, nur machte man damals kein Gewese drum, wer schwer krank war, schizophren, Epileptiker mit ständigen Anfällen oder was anderes, der landete wahlweise in irgendeiner Anstalt, Arbeitshaus, Gefängnis oder als verachteter Bettler in der Gosse oder wurde als "von Dämonen besessen" zwecks "Heilung" gefoltert, und wenn das nichts half, hingerichtet, gesteinigt, verbrannt oder sonstwas, je nachdem was in der betreffenden Kultur gerade üblich war.
Die leichten Fälle mußten sich zusammenreißen, wenn ihnen nicht das gleiche zustoßen wollte, aber wenn sich jemand wegen psychischer Probleme zu Tode gesoffen hat, "ins Wasser ging" (beliebt bei Frauen), sich aufgehängt oder erschossen hat, hat auch kein Hahn lange danach gekräht.
Burnout, Depression und so weiter waren früher, denken wir länger als 100 Jahre retour, völlig unbekannte Begriffe, damals nannte man das vielleicht "Schwermut", "nervöse Störung", aber meistens auch nur bei den gesellschaftlich höhergestellten Personen, die nicht Tag und Nacht schuften mußten, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, alle anderen konnten nur entweder die Zähne zusammenbeißen oder als verachtetes Nichts auf der Straße landen, denn auch Hartz und Sozialhilfe waren damals unbekannt.
Ja da ist schon was dran, man hatte buchstäblich nicht die Zeit psychisch krank zu werden oder so..
Es waren raue Zeiten damals.. Es kann tatsächlich sein dass es heute aufgrund der höheren Akzeptanz und des verbesserten Allgemeinwissens eben so ist dass man nicht mehr wie ein Besessener behandelt wird usw.. Obwohl ich zB bei einem Ex Bekannten gemerkt habe, dass Leute ihn mieden als ob er eine Infektion hätte, weil er mittelgradige bis schwere Depressionen hat.. das ist dann schon immer krass, da denkt man sich wie wenig gewisse Menschen doch eigentlich Wissen.. *fremdschämen*
Zum einen ist zu sagen dass aber die Energien in der Aura respektive dem Umfeld von schwer depressiven sehr stark gespürt werden kann.. auch sind bei besonders schweren Fällen manchmal Wesenheiten, oder Gedankenformen beteiligt die der Betrofene oft selber erschafft dann.. habe da einigess gesehen, weil ich relativ viel Kontakt mit psychisch geschwächten Menschen hatte..

und @Rao schön dich zu hören, wie immer sehr pragmatisch ;)
Rao schrieb:Wer sich "ausbeuten lassen muß" hat wohl die falsche Berufsrichtung gewählt. Seine Leistung kann jeder selber gestalten wie er will - ob er dafür dann aber bezahlt wird, ist eine andere Frage. Wer Geld für nix haben will, muß zum Fernsehen gehen und sich dort zum Affen machen.
Im Grunde stimme ich dir da volllkommen zu, weil letztendlich sind es nur Glaubenssätze und andere psychologische Faktoren die uns daran hindern etwas anderes aus unserem Leben zu machen..
off-peak schrieb:Ich kenne auch genügend Leute, die Freude an ihren Jobs haben. Ich kenn sogar jemanden, der erlitt einen physischen Zusammenbruch, weil er vor lauter Begeisterung nicht mehr mit der Arbeit aufhören wollte.
^^ in der Tat kenne ich auch so jemanden in unserem Dorf, der immer auch wenn er frei hatte (sie hatten ihn gezwungen Urlaub zu nehmen weil er dies schon seit mehrerern Jahren nicht gemacht hatte und dann halt gehen musste letztendlich) dann in die Firma gegangen ist sich eingeschlichen hat um zu arbeiten.. ja es gibt nichts was es nicht gibt....
Koman schrieb:Ich habe jetzt angefangen, für mich selbst zu kochen in der Küche. Und gehe auch dafür selbst einkaufen.
Nur weiß ich nicht, wie ich den Bruch schaffen soll von geschütztem Arbeitsmarkt hin zum 1. Markt.
Hier kann ich nur den Tipp geben: Schritt für Schritt.. immer kleine Ziele setzen zuerst, aber dennoch solche die ein wenig Herausfordernd sind, aber dennoch nicht zu viel.. kein mensch kann innerhalb zwei wochen ein Firmenimperium hervorstampfen zB.. ein schritt nach dem anderen ist eine sehr wichtige Formel, wie ich immer wieder sehe..
Koman schrieb:Denn die schlechten Menschen/Satane, leben ja alle von dem Übel das sie erzeugen.
Trotzdem entfernen sich sich immer weiter von sich selbst und des Einsseins..
Koman schrieb:Wusstest du, dass 75-80% der Menschen am Sterbebett bereuen, nicht das gemacht zu haben, was sie eigentlich immer machen wollten?
Das war eine Erkenntnis für mich, die mir gezeigt hat, dass ich JETZT machen sollte, was ich machen will und nicht auf den Tod warte.
"Es schmerzt ab und zu, wer weiß es besser als du"
Sehr schön gesagt..


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Warum sind so viele Menschen psychisch krank?

29.03.2019 um 21:10
Archibald schrieb:Aber der Lebenssinn kann doch nicht das Arbeiten sein..
Doch, das ist der Sinn des Lebens. Arbeiten und die Nachkommen aufziehen.
Koman schrieb:Wusstest du, dass 75-80% der Menschen am Sterbebett bereuen, nicht das gemacht zu haben, was sie eigentlich immer machen wollten?
Wie diese Statistik zustandegekommen ist, das würde mich mal interessieren.


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Warum sind so viele Menschen psychisch krank?

29.03.2019 um 21:19
@Koman
Wusstest du, dass 75-80% der Menschen am Sterbebett bereuen, nicht das gemacht zu haben, was sie eigentlich immer machen wollten?
Das kann alles Mögliche sein. Muss sich jetzt nicht in diesem Ausmaß nur auf die Arbeit beziehen.


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Warum sind so viele Menschen psychisch krank?

29.03.2019 um 21:57
@off-peak
Das kann alles Mögliche sein. Muss sich jetzt nicht in diesem Ausmaß nur auf die Arbeit beziehen.
Na klar geht es UM alles Mögliche:)


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Warum sind so viele Menschen psychisch krank?

29.03.2019 um 22:00
@emz
Doch, das ist der Sinn des Lebens. Arbeiten und die Nachkommen aufziehen.
Vielleicht "dein Sinn" für "dein Leben"


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Warum sind so viele Menschen psychisch krank?

29.03.2019 um 22:21
@Koman

Es geht nicht um meinen Sinn des Lebens, auch nicht um deinen Sinn des Lebens, sondern um den eigentlichen Sinn des Lebens.
Letztendlich geht es um die Arterhaltung und die funktioniert halt nicht ohne Arbeit.


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Warum sind so viele Menschen psychisch krank?

29.03.2019 um 22:42
Archibald schrieb:Ich habe jetzt angefangen, für mich selbst zu kochen in der Küche. Und gehe auch dafür selbst einkaufen.
Nur weiß ich nicht, wie ich den Bruch schaffen soll von geschütztem Arbeitsmarkt hin zum 1. Markt.

Eigentlich würde ich ja gerne ein eigenes Business aufbauen. Um dann alles selbstständig regeln und
managen zu können. Aber mir fehlt noch die Grundidee dafür....
Ich verstehe, dass du gern selbstständig sein möchtest, aber meinst du nicht, gleich ein eigener Betrieb geht etwas zu weit? Geh das mal langsam an. Die wenigsten kommen in ihrem Leben so weit (bin mir auch nicht so ganz sicher, ob es erstrebenswert ist, um ehrlich zu sein), aber leben trotzdem ein selbstständiges Leben. Warum nicht erstmal im geschützen Rahmen aufsteigen, dann vielleicht in den ersten Arbeitsmarkt wechseln und da mal langsam etwas eigenständiger werden und mal sehen, wie es dann so läuft? Muss ja nicht gleich alles auf einmal sein.

Topic:
Archibald schrieb:Hierbei geht es darum, warum so viele Menschen psychisch krank sind.
Gibt es dafür einen tieferen Grund, dass das Absicht ist?
Oder ist das die natürliche Weise des Menschen, andere krank zu machen?
Ich bezweifle, dass es dafür einen tieferen Grund gibt, welcher sollte das sein? Manche mögen sagen, das ist eine von einer höheren Macht auferlegte Prüfung oder was auch immer - na ja, soll jeder glauben was er möchte, meins ist das nicht. Ich glaube, es hat viel mit der Gesellschaft zu tun, in der wir leben, aber auch mit persönlichen Lebensweisen und evtl. erblichen Veranlagungen ... Zahlreiche Gründe können psychische Erkrankungen auslösen, absichtlich herbeigeführt wird sicherlich keine oder die wenigsten.


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Warum sind so viele Menschen psychisch krank?

31.03.2019 um 23:54
Ui, mein Lieblingsthema.

Ich bringe mal kurz einen Aspekt ins Spiel, der noch nicht besprochen wurde und zwar findet heutzutage auch ein Schöpfung von Krankheiten statt.

Es gibt Anpassungsstörungen.
Es gibt Essstörungen.
Es gibt KINDER die unter sozial erbärmlichen Verhältnissen aufwachsen und dann in die Förderschule müssen

Man wird einfach auch unheimlich schnell heutzutage pathologisiert
Es wird auch viel zu viel analysiert und normiert.

Da gibt es zahlreiche, weitere Gründe neben denen, die hier schon aufgeführt wurden, warum es heutzutage so viele psychisch kranke "gibt".

Der persönliche Leidensdruck ist immer maßgeblich für die Entscheidung, ob jemand als psychisch krank klassifiziert wird. Daneben gibt es noch ein paar Fälle von Menschen, die sehr krank sind, aber nicht leiden, weil jemand anderes das für sie tun kann.

Ach, da gibt es so viele Aspekte.


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Warum sind so viele Menschen psychisch krank?

01.04.2019 um 14:14
@Archibald

Dass nun "der Fortschritt", der böse, schuld sei an psychischen Leiden, wäre ein These. Waren die Menschen früher geistig gesünder? Die Geschichte der Medizin kennt aus früheren Zeiten andere psychische Probleme, die heute nahezu ausgestorben oder aber auch erschreckend modern erscheinen, von der dämonischen Bessesenheit, religiösen Wahnvorstellungen, Essstörungen und Hysterie bis hin zu so seltsamen Dingen wie Klaviersucht, Roman- oder Fahrradsucht.

Depressionen, Angstneurosen und Suchtverhalten sind aus vergangenen Jahrhunderten, fast Jahrtausenden, immer wieder in Dokumenten erwähnt worden, sind also nicht neu und durch den Zeitgeist bedingt. Neu ist vielleicht nur, dass Angehörige der Mittelschicht in westlichen Dienstleistungsnationen mehr Zeit haben und weniger materielle existentielle Sorgen. Sie können ihre individuellen Wehwehchen individell analysieren, wenn nicht anders, dann mit Hilfe meterweiser Ratgeber-Regale in der Buchhandlung, vulgärpsychologischer Abhandlungen in der "Bäckerblume" oder Foren wie diesen.

Wo ein Bedarf zu sein scheint, wächst auch das "rettende" Angebot derer, die damit Geld verdienen wollen, was im entwickelten Kapitalismus natürlich auch ganz legitim ist. Ging man früher zum Schamanen oder zur Weisen Frau, so geht man heute eben zum Psychotherapeuten, zur Selbsthilfegruppe oder eben wieder zum Schamanen, um sich mit allerlei modischen Therapieformen (Nonverbale Gesprächstherapie) wieder ins seelische Gleichgewicht rücken zu lassen. Früher ging man halt zum Pfarrer und betete 'ne Runde oder wurde von ihm auf den Scheiterhaufen gestellt. Dann war alles wieder gut. Heute zahlt die Krankenversicherung.

Was die psychischen Erkrankungen angeht, so muss ich allerdings aus Sicht eines Menschen, der sich beruflich Jahrzehnte lang mit der publizistischen Vermarktung wissenschaftlicher Erkenntnisse beschäftigt hat, hinzufügen: Psychotherapie ist ein boomender Markt, neben kosmetischer Chirurgie der einzige Bereich, in dem sich noch grosses Umsatzpotenzial bietet. Psychische Gesundheit bzw. Krankheit unterliegt diagnostischen Möglichkeiten und vor allem den Gesetzen des Marktes, ist somit auch durchaus "Modewellen" unterworfen.


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Warum sind so viele Menschen psychisch krank?

01.04.2019 um 14:35
Rao schrieb:Archibald schrieb:
D.h. wer nicht funktioniert wie er soll ist psychisch krank? Aber der Lebenssinn kann doch nicht das Arbeiten sein..
Ohne Arbeit funktioniert keine Gemeinschaft. Keine. Selbst wenn Du allein auf einer einsamen Insel bist, kommst Du ohne Arbeit nicht aus, denn dann mußt Du erst recht alles selber machen. Arbeit mag nicht der Sinn des Lebens sein, aber ein Teil des Lebens ist sie immer.
Das passt sehr gut zu der Kategorie , geh doch "einfach mal nicht mehr auf Arbeit, um gegen das und das zu protestieren"
Das ist im doppelten Sinne schon völliger Quatsch, da meistens bei Demos unter 10 000 Leuten, eh nicht viel bei rum kommt und dann ist es dem Chef auch ziemlich egal, ob ich da bin, oder jemand x-beliebig anderes, wenn man die Arbeit kann, dann macht sie eben jemand anderes. Und von was soll man dann seine Rechnungen zahlen...?


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01.04.2019 um 14:42
Auch für die Psyche gilt: Wer sich gesund fühlt, ist nur nicht gründlich genug untersucht worden.


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01.04.2019 um 14:45
Doors schrieb:Auch für die Psyche gilt: Wer sich gesund fühlt, ist nur nicht gründlich genug untersucht worden.
Nach dem Motto: Wie gehts dir? "Na es muss ja"
Gar nichts muss, wenn der Körper oder Geist nicht mehr kann.


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Warum sind so viele Menschen psychisch krank?

01.04.2019 um 18:13
Doors schrieb:Was die psychischen Erkrankungen angeht, so muss ich allerdings aus Sicht eines Menschen, der sich beruflich Jahrzehnte lang mit der publizistischen Vermarktung wissenschaftlicher Erkenntnisse beschäftigt hat, hinzufügen: Psychotherapie ist ein boomender Markt, neben kosmetischer Chirurgie der einzige Bereich, in dem sich noch grosses Umsatzpotenzial bietet. Psychische Gesundheit bzw. Krankheit unterliegt diagnostischen Möglichkeiten und vor allem den Gesetzen des Marktes, ist somit auch durchaus "Modewellen" unterworfen.
Das ist auch ein wichtiger Hinweis, stimmt.
Seh ich auch so.

Hier spielt das Problem des Problembewusstseins eine große Rolle.
Wenn man in dem Bereich arbeitest oder selbst psychisch krank bist, läuft man Gefahr auch normale Aspekte des Krankseins mit in die Krankheit einzubeziehen.
Das ist das tragische an diesem Markt: hier glaube ich daran, ist den meisten nicht bewusst, was sie mit ihrem Problembewusstsein wirklich erschaffen.
Gut gemeint aber ahnungslos, obwohl oder weil man vom Fach ist und daher zu tief in das Problem involviert ist.


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