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Die Gifte der Tiere, Pflanzen und Pilze

38 Beiträge, Schlüsselwörter: Tiere, Pflanzen, Gift, Ld50
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Die Gifte der Tiere, Pflanzen und Pilze

30.08.2017 um 16:06
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Sehr interessant finde ich, dass das Gift unsere einheimische Kreizotter, zwei bis dreimal giftiger als der einer Diamant-Klapperschlange ist. Allerdings hat sie nur einen geringen Giftvorrat, das will die Schlange nicht verschwenden und so gibt sie bei Verteidigungsbisse nur sehr wenig, oder gar kein Gift ab.
Der LD50-Wert des Giftes liegt für eine subkutane Injektion bei etwa 6,45 Milligramm pro Kilogramm Körpermasse und bei einer Injektion in ein Blutgefäß bei rund 0,55 Milligramm pro Kilogramm Körpermasse. Für einen Menschen von 75 Kilogramm Körpermasse bedeutet dies also, dass er eine tödliche Dosis bei der Injektion von 483,75 mg respektive 41,25 mg des Giftes erreichen würde, was dem durchschnittlichen Biss von mehr als fünf Kreuzottern entspräche. Daher sind Todesfälle allein aufgrund von Kreuzotterbissen unwahrscheinlich        
Es gab Fälle,dass nach einem Giftbiss Symptome aufgetreten sind,wie etwa Lähmungen,Atemnot und Herzproblemen, doch wiederum auch welche,wo der Betroffene keinerlei Beschwerden hatte.

Trotzdem ist vorsicht geboten:
So mussten zwischen 2003 und 2009 allein auf der Insel Hiddensee 23 Personen nach einem Kreuzotterbiss jeweils mehrere Tage im Krankenhaus behandelt werden, in zwei Fällen sogar auf der Intensivstation[11]
Quelle: Wikipedia: Kreuzotter


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08.10.2017 um 14:24
Unter den Mollusken ist die Familie der Kegelschnecken auch für den Menschen gefährlich.
Einen giftigen Kalkpfeil kann eine solche Schnecke bis zu 8 cm weit schießen. Ein einziger Stich kann einen Erwachsenen töten.

´Conus geographus´ ist die für den Menschen giftigste Art. Sie kommt im Indopazifischen Ozean vor.
Mit Sicherheit nachgewiesen sind fünf Todesfälle.


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22.07.2018 um 22:08
Diese Schlange tötet einzigartig
Die Blaue Bauchdrüsenotter jagt eine spezielle und gefährliche Beute: andere Giftschlangen. Dafür verwendet sie ein unter Schlangen einzigartiges und hochwirksames Toxin.

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Schlangenbisse, die innerhalb von Sekunden töten, gibt es nur in Hollywoodfilmen. Selbst bei den giftigsten Arten dauert es normalerweise mehrere Stunden, bis ihr Toxin letal wirkt – genug Zeit also, um ein Gegenmittel zu verabreichen, sofern dieses vorhanden und in Reichweite ist. Das gilt wahrscheinlich auch für die Blaue Bauchdrüsenotter (Calliophis bivirgata) aus Südostasien, mit der bislang nur sehr wenige menschliche Todesfälle in Verbindung stehen. Dabei besitzt die Art nicht nur eine der größten Giftdrüsen unter den Schlangen, sondern ebenso ein unter ihresgleichen einzigartiges Toxin, das die bevorzugte Beute sehr schnell kampfunfähig macht und tötet. "Die Blaue Bauchdrüsenotter ist der Killer der Killer", so Bryan Fry von der University of Queensland, der mit seinem Team das Gift der Tiere untersucht hat: Die Ottern jagen andere Giftschlangen wie Kobras und müssen deshalb ständig lebensgefährliche Gegenattacken ihrer Opfer fürchten.
Um diesen zu entgehen, bauen sie nicht nur auf eine große Giftproduktion – ihre Drüsen nehmen ein Viertel der gesamten Körperlänge ein. Sie injizieren ihrer Beute auch ein Toxin, das aggressiv das Nervensystem beeinflusst: Es sorgt dafür, dass sich die Natriumkanäle der Nervenzellen nicht mehr schließen können. Alle Neurone werden gleichzeitig aktiviert und feuern ununterbrochen. Dadurch verkrampft der Körper der Angegriffenen völlig, und die Beute wird bewegungsunfähig, selbst wenn sie noch nicht tot ist. "Mit einem ähnlichen Gift erledigen Kegelschnecken Fische, die sie erbeuten wollen. Diese werden gelähmt und können nicht mehr fliehen, so dass die relativ unbewegliche Schnecke sie an Ort und Stelle fressen kann. Wir zeigen erstmals, dass eine Schlange auf die gleiche Weise tötet", erklärt Fry die Entdeckung. Da bekanntlich die Dosis das Gift macht, könnte diese Arbeit bald möglicherweise medizinischen Nutzen haben, erklärt der Forscher. Das Gift beeinflusst spezifische Natriumkanäle; deshalb ließe sich daraus eventuell ein neuer Behandlungsansatz für Menschen mit chronischen Schmerzen entwickeln, hofft Fry.
https://www.spektrum.de/news/diese-schlange-toetet-einzigartig/1429402


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03.11.2018 um 23:31
Ich habe für dieses Thema extra ein Ordner mit Bilder, Steckbriefe zu den Arten, Zusammenfasung über Allgemeines etc. Sogar mit Bücher, poster, eine Viper aus Holz.

Bei Interesse zeige ich euch gerne meine gesammelten Unterlagen.


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Die Gifte der Tiere, Pflanzen und Pilze

04.11.2018 um 09:27
Natsuki schrieb:Bei Interesse zeige ich euch gerne meine gesammelten Unterlagen.
Das wäre sehr interessant :)


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04.11.2018 um 19:46
Was möchtet ihr Sehen?


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04.11.2018 um 21:27
Natsuki schrieb:Was möchtet ihr Sehen?
Na,etwas von deinen gesammelten Unterlagen :D
Keine Ahnung,was du uns zu bieten hast ^^


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05.11.2018 um 07:17
Okey


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Die Gifte der Tiere, Pflanzen und Pilze

18.11.2018 um 20:08
@Natsuki

Könntest du uns was zeigen, bitte ? :)


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Die Gifte der Tiere, Pflanzen und Pilze

20.11.2018 um 18:18
Hallo,

sollte es nicht nur um Tiere und Pflanzen gehen würde ich gerne die Fungi mit einwerfen:

Uns allen bekannt Amanita Phalloides, der Grüne Knollenblätterpilz.
Behandelt liegt meines Wissens nach die Letalität bei ca. 20%.
Unbehandelt steigt das auf über 90% an.
Für Kinder sind Kleinstmengen Tödlich.

Ich bin der Meinung das Pilze die Größte Gefahr an Vergiftungen in unserer Zone darstellen.

Liebe Grüße

Zitat aus Wikipedia:
Die tödliche Dosis von Amanitin liegt beim Menschen bei 0,1 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht, für eine 70 Kilogramm schwere Person also bei etwa 7 Milligramm. Diese Substanzmenge ist bereits in weniger als 35 Gramm Frischpilz enthalten. Da ein ausgewachsener Fruchtkörper durchaus 50 Gramm oder mehr wiegen kann, führt daher schon ein einzelner verspeister Pilz möglicherweise zum Tod.

Die ersten Symptome des durch das Amanitin ausgelösten Amatoxin-Syndroms – choleraartige 6 bis 9 Stunden anhaltende Brechdurchfälle mit unter Umständen bedrohlichen Flüssigkeits- und Salzverlust – treten in der Regel erst 8 bis 12 Stunden nach dem Verzehr auf – zu spät, um noch durch Magenauspumpen wirksam eingreifen zu können. Seltener erscheinen Symptome schon nach 6 oder erst nach 12 bis 24 Stunden. Nach einer kurzzeitigen Verbesserung des Allgemeinzustands beginnt etwa 24 bis 48 Stunden nach dem Verzehr die Phase der Leberschädigung mit einem Anstieg der Leberwerte mit Höchstwerten am zweiten bis vierten Tag; bei stärkerer Vergiftung einhergehend mit einer Blutgerinnungsstörung. Bei schweren Vergiftungen beginnt am dritten bis vierten Tag nach dem Verzehr der Leberzerfall mit schwersten Blutgerinnungsstörungen und Verwirrtheit. Der Tod im Leberkoma tritt meist zwischen etwa sechs bis zehn Tagen nach dem Verzehr ein. Die einzige mögliche Rettung ist im späten Stadium und bei schwerer Vergiftung eine Lebertransplantation.[2] Der Grüne Knollenblätterpilz enthält auch ein Gegengift, Antanamid, allerdings in zu geringen Mengen, um die Giftwirkung auszugleichen.

Der Grüne Knollenblätterpilz ist für rund 90 Prozent (ca. 5 Tote jährlich) der Pilzvergiftungen mit Todesfolge verantwortlich. Zu Anfang des 20. Jahrhunderts führte noch fast jede Vergiftung mit dem Pilz zum Tod. Bis zu Beginn des 21. Jahrhunderts konnte der Anteil der tödlich verlaufenden Vergiftungen dank Früherkennung und Intensivtherapie auf etwa 10 bis 15 Prozent gesenkt werden.[3] Aus der Vergangenheit sind zudem mehrere Massenvergiftungen dokumentiert, wie etwa im Jahr 1946 in Berlin mit 50 Toten oder auch im Jahr 1918, als bei einer Ferienfreizeit bei Posen 31 Jungen zu Tode kamen.[4]


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24.02.2019 um 12:30
Zu den giftigsten Spinnen gehören die großen Kammspinnen der Phoneutria Arten aus Südamerika. Die sehr nervösen und aggressiven Tiere,die bei kleinste Störungen sofort die Drohhaltung einnehmen,zögern auch nicht davor ab, rasch zuzubeißen.
Das Gift ist eine Mischung aus vielen verschiedenen Stoffen und es wirkt neurotoxisch. Phoneutria fera,sie gilt als die giftigste Spinne überhaupt, infiziert pro Biss etwa nur 8 mg Gift , doch reicht diese aus um 1330 Mäuse zu töten.
Viele Phoneutria Bisse treten beim Menschen jedoch nur selten der Tod ein.
Trotz allem ist Vorsicht bei diesen Spinnen geboten, da jeder anders auf Gifte reagiert. Für mich unvorstellbar,dass selbst diese giftigen Spinnen auch im Internet Onlinehandel angeboten werden.

Die Atrax -Trichternetzspinnen aus Australien zählen auf diesem Kontinent zu den giftigsten Spinnentieren.

Interessant ist, dass das Gift von Atrax Spinnen eine starke Wirkung auf Menschen hat, jedoch sind Hunde,Katzen und Nagetiere immun dagegen.
Das sehr viel schwächere Gift von Vogelspinnen dagegen,welches für den Menschen im Normalfall nur wie ein Wespenstich auswirkt,ist für Hunde tödlich.


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28.02.2019 um 19:49
Cyclocosmia schrieb am 24.02.2019:Das sehr viel schwächere Gift von Vogelspinnen dagegen,welches für den Menschen im Normalfall nur wie ein Wespenstich auswirkt,ist für Hunde tödlich.
😮 das ist ja mal interessant. danke für die info.


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28.02.2019 um 19:53
@cassiopeia1977

Bitte, gerne :)


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24.08.2019 um 23:24
Manchinelbaum, mit dem ist auch nicht zu spaßen. Wenn du ihn verbrennst, ist sogar der Rauch giftig!
Wikipedia: Manchinelbaum


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24.08.2019 um 23:49
@Alibert

Danke für deinen Beitrag. Von diesem Baum hab ich noch nie etwas gehört, aber der hat es wirklich in sich :
Ein Verbrennen des Baumes kann eine vorübergehende Blindheit verursachen, wenn der Rauch in die Augen kommt. Die Früchte können bei Verzehr tödlich sein.
Der Geschmack der Früchte ist zuerst süß und dann sehr schnell brennend scharf.
Das sagen die Überlebenden, die noch Glück hatten...
Der Baum enthält 12-Deoxy-5-hydroxyphorbol-6-gamma-7-alpha-oxid, Hippomanin, Mancinellin, Phorbol, die Blätter das Sapogenin Phloracetophenon-2,4-dimethylether, sowie verschiedene Polyphenole, während die Früchte Physostigmin enthalten.[7] Der Latex enthält Diterpenester.[8]
Wikipedia: Manchinelbaum


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25.08.2019 um 23:50
Auch schön, Rizin, das Gift aus den Samen der Rizinuspflanze
Wikipedia: Rizin


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30.08.2019 um 00:36
@Cyclocosmia
Wenn dich das Thema noch interessiert, hätte ich noch Mutterkorn (ein Pilz)
Wikipedia: Mutterkorn
und Botulinumtoxin (Bakterien)
Wikipedia: Botulinumtoxin im Angebot


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Die Gifte der Tiere, Pflanzen und Pilze

25.09.2019 um 15:01
Und weiter gehts, mit Tierchen mit denen man nicht kuscheln sollte:
Die Seewespe, ein Quallenart
Wikipedia: Chironex_fleckeri
und die Baumsteigerfrösche
Wikipedia: Baumsteigerfrösche


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