@SprooseMoose Du solltest dir auf jeden Fall viel Zeit nehmen um deine Mitte zu finden. Wahrscheinlich ist das bei dir nicht anders als bei mir, denke ich, wenn ich deine Beiträge so lese.
Du solltest auf jeden Fall den Glauben daran nicht verlieren, einmal ein stabiles Muster zu finden, in dem du nicht mehr sehr weit aus der Mitte gerätst.
Ich mach das jetzt schon so lange und das wird noch lange gehen.
Man kann sich manchmal garnicht vorstellen wie sehr einen kurze, aber schlimme Erfahrungen einen doch ein Leben lang zeichnen kann.
Du könntest z.B. damit anfangen manche Dinge nicht zu posten, auch wenn du sie denkst. Dir sollte es jederzeit möglich sein einen Knopf zu drücken oder nicht zu drücken.
Wenn man einen längeren Text schreibt, mag er noch so ungeordnet erscheinen, kann man den vor dem Posten noch einmal lesen, und sich fragen, was bewirkt das bei anderen Lesern »und« ist der Beitrag hilfreich für das Forum - auch wenn es nur im Unterhaltungsbereich ist.
Damit würde ich anfangen.
Die geistige Kraft einen Text vor dem Posten nochmal zu lesen, ist kleiner als die Energie die es braucht um den Text zu schreiben.
Es gibt nur einen kleinen Unterschied.
Beim Schreiben selbst musst du nichts reflektieren oder hinterfragen.
Den Text ohne Überprüfung zu posten hat wahrscheinlich -und verstehe das bitte nicht als Vorwurf- die Absicht eines Hilferufes.
Mein Eindruck ist, das du gerne bei der Reflektion von dir selbst Hilfe von anderen suchst.
Andere Meinungen sind eine tolle Sache, nur finde ich, dass das Ziel jedes Problemes und seine Lösung immer darin bestehen sollte, es durch sich selbst zu verstehen, zu ordnen, daraus zu lernen, es unter Kontrolle zu bringen und dadurch stärker zu werden im Leben.
Andere Meinungen können einem Wege aufzeigen. Gehen muss man die allein.
Wenn man Gedanken hat, gibt es niemanden auf der Welt, der einen dazu zwingen kann diese auch zu sagen.
Das Gleiche bei Gefühlen.
Ich glaube wirklich, dass es -vielleicht für dich- ein guter Ansatzpunkt wäre, durchaus weiter umfangreiche Texte zu schreiben, aber dann erstmal dir viel Zeit zu nehmen, um diesen Text über einen Zeitraum von mehreren Stunden immer und immer wieder erneut zu lesen.
Vielleicht, wenn ich dir das sagen darf, dabei sich unterschiedlichste Menschen vorzustellen und dich zu fragen, was sie beim lesen deines Textes wohl empfinden könnten.
Das kannst du natürlich auch noch mit den bisherigen geposteten Texten machen.
Empathie und Sozialverhalten liegt mir nicht so besonders. An und für sich bin ich ein recht unsozialer Mensch.
Die letzte Löschung von einem Beitrag ist schon eine Weile her, und das ich gesperrt wurde sogar ein paar Jahre, merkwürdiger Weise.
Irgendwie ist das doch eine tolle Sache, dass wir in unserer Freizeit so ein Forum nutzen können. Aber wenn man selbst was schreibt, zeichnet man damit ja auch einen feinen Strich ins Gesamtbild des Forums.
Verantwortung erkennen, sie ergreifen und für was positives zu nutzen bringt Sinn und Freude im Leben.
Wenn ich dir noch was "unterstellen" darf, dann, dass du wahrscheinlich umfangreiche Erfahrungen im Leben gemacht hast, die du alle, würdest du einen festen, mittleren Fokus finden, nutzen könntest, um damit sehr sinnvolle gute, hilfreiche Beiträge zu verfassen.
Ich glaube sogar sehr intelligente Beiträge, denn deine Intelligenz lässt sich trotz des hohen Wellenganges oft erkennen
:) .
Von dem schwierigen und wohl schon lange anhaltenden ordnen deiner Gedanken und Gefühle, würde ich mich an deiner Stelle nicht aus der Ruhe bringen lassen.
Hmm..ein dummes Beispiel aber : Ein Puzzle aus 20 Teilen lässt sich recht schnell ordnen.
Ein Tausender braucht sehr viel Zeit und es ist verständlich da durch einen gelegentlichen Gefühlsausbruch der Hoffnungslosigkeit zu denken, man stünde vor einem unüberwindbaren Scherbenhaufen.
Das kann man aber sehr viel optimistischer sehen, gerade wenn man irgendwo im Leben schonmal bei irgendwas schwierigem einen Erfolg hatte.
Dieser riesige Berg an ungeordneten Einzelteilen, bestehend aus Erinnerungen, Gefühlen und unterschiedlichsten Gedanken, bieten dir aber eine wichtige Ressource, eine Quelle um daraus im Laufe der nächsten Jahre ein Fundament deiner Selbst zu errichten, aus dem heraus du wahrscheinlich in Zukunft z.B. sehr wertvolle Beiträge verfassen könntest, auch wenn das nicht unbedingt eines deiner wichtigsten Ziele sein sollte.
Das Leben findet ja dort draußen in den unendlichen Weiten des... also unter Menschen statt, und nicht hinter irgendwelchen Monitoren, Tabletts, Pc's oder Händis.
Wenn ich darüber nachdenke, welche Belastungen es in meinem Leben gab, z.B. als sich meine erste Freundin von mir getrennt hat, sehe ich doch rückblickend, dass eine sehr schwere Zeit immer dazu geführt hat ein stabileres Selbstbild von mir zu formen.
Man war traurig aber man war auch in einer Situation in der nur das Ergreifen der Selbstverantwortung dazu geführt hat, in sich selbst und nicht in, oder durch andere wieder Glück und Freude in sich zu finden.
Nach einer langen Zeit unter einer Glocke der emotionalen Dunkelheit, dann auf einem viel breiteren und stabileren Fundament als zuvor.
Man muss die Chance einer schweren Situation nutzen und darf nicht Schwierigkeiten als unnütz im Leben versuchen zu umgehen.
Die Chance vor einem Posten deiner Texte nochmal lange über diesen zu reflektieren, könnte dir deshalb von großem Nutzen sein.
Schreiben oder nicht. Posten oder nicht. So kannst du dich selbst trainieren das nach Außen zu kultivieren was du von den ganzen Dingen in dir selbst wirklich nach Außen hin sein willst.
So formst du deinen zukünftigen Charakter und Handlungsweise, auch wenn viele sagen, den Charakter könne man nicht beeinflussen.
Die Sache ist, wenn es überhaupt geht, und davon bin ich überzeugt, dann wohl logischerweise nur durch sich selbst.
Das Leben hätte wohl sehr wenig Sinn, gäbe es keine Höhen und Tiefen, also Probleme durch die man Erfahrungen sammeln kann.
Aber wie gesagt, so Wale bombardieren, also,
das könnte man ja vielleicht weg lassen.