Nun soll es ein neues Spezialistenteam für den Wal geben?
Der Wal hat mehrere Verletzungen, sie man bisher nicht gesehen hat. Er lebt und atmet laut Umweltminister relativ ruhig und entspannt und liegt 50 cm im Schlick (nicht Sandbank, das ist eine Bucht mit niedrigem Wasserstand und Schlickboden).
Der Umweltminister erwägt auch noch etwaige Maßnahmen für eine Lebendrettung?
Das Meeresmuseum Stralsund macht da aber nicht mit. Ach was!
4. April, 13.50 Uhr: Neues Spezialisten-Team soll zusammengestellt werden
Die Sprinkleranlage der Feuerwehr ist nun umgesetzt worden, da sich die Windverhältnisse geändert haben. Die Situation schaute sich Umweltminister Till Backhaus (67, SPD) vor Ort an.
"Er atmet alle vier bis fünf Minuten. Das ist ein Signal dafür, dass er relativ ruhig und gelassen ist", erklärt der Politiker im Gespräch mit NEWS5. So würde er unter Stress, beispielsweise wenn sich Boote mit lauten Geräuschen nähern, schneller atmen.
Den Wal weiter mit Wasser durch die Sprinkleranlage zu benetzen halte der Politiker aufgrund der Sonneneinstrahlung weiterhin für sinnvoll. Jetzt solle nochmal geprüft werden, ob die Befeuchtung dem Tier tatsächlich guttue. Außerdem werde geprüft, ob eine Drohne mit Wärmebild eingesetzt werden soll, um die Temperatur des Wals zu messen.
"Wir werden jetzt nochmal ein Team zusammenstellen aus Veterinären, Meeresbiologen und Walspezialisten, die uns den Zustand des Tieres bewerten", erklärt der Politiker das weitere Vorhaben. "Was dieser Wal hier in der Ostsee durchgemacht hat, ist eine reine Qual", nimmt Backhaus Bezug auf die Auswirkungen der mehrfachen Strandungen. "Deshalb müssen wir immer noch mit dem Schlimmsten rechnen." Wiederholt stellt er jedoch klar: "Wir lassen diesen Wal nicht im Stich."
4. April, 15.30 Uhr: Buckelwal durch Schiffsschraube verletzt?
Gegen 15.30 Uhr hat Umweltminister Backhaus neue Erkenntnisse zum Zustand des Wals bekannt gegeben. Das Tier sei weiterhin am Leben, die Aktivitäten würden jedoch weniger.
Eine weitere Begutachtung habe ergeben, dass der Wal verschiedene Verletzungen habe - womöglich verursacht durch eine Schiffsschraube, wie der Politiker gegenüber NEWS5 erklärte. Es solle nun noch einmal ein tierärztliches Gutachten erstellt werden.
Mittlerweile sei der Wal durch sein Eigengewicht etwa 50 Zentimeter in den Boden eingesackt. "Wir begleiten ihn bis zum Schluss und hoffen immer noch auf ein Wunder", betonte Backhaus.
Immerhin: An den Stellen, an denen das Tier durch die Sprinkleranlage mit Wasser benetzt werde, sei die Temperatur deutlich geringer. Dies habe eine Wärmebildkamera gezeigt.
4. April, 16.14 Uhr: Meeresmuseum lehnt Lebendrettung des Wals ab
Auch wenn alles danach aussieht, dass der Buckelwal seine letzten Tage vor der Insel Poel verbringen wird, würden laut Umweltminister Backhaus weiter alle Ideen und Konzepte für seine Rettung geprüft.
Das Deutsche Meeresmuseum teilte am Ostersamstag allerdings mit, nicht an derartigen Planungen beteiligt zu sein und etwaige Maßnahmen für eine Lebendrettung aufgrund enormer Risiken für das Tier abzulehnen.
Quelle:
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