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Hört ihr Rechtsrock?

94 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Rechtsrock, Ernst Zu Nehmen Sinn Bei Rechtsrock Texten, Nazi Vs Punk Musik ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Hört ihr Rechtsrock?

23.03.2026 um 00:04
@orlETs
Zitat von orlETsorlETs schrieb:Was war da? Musst nicht unbedingt antworten, wenn dir das Thema zu sehr auf dem S... geht.
Nein, geht mir nicht zu sehr auf den Sender... alles gut^^

Nun ja, es war ein sehr geschmackloses Konzert von Linksextremen für Linksextreme, und das auch noch staatlich gefördert... Letztendlich war es der sprichwörtliche Tropfen, der das Fass für mich zum Überlaufen brachte, dass die ausgerechnet da dann auch noch mit von der Partie waren...
Witzig find ich nur, ihre Äußerungen gegen die Onkelz. Auf einem alten Ärzte Poster haben sie wahrscheinlich nicht mitbekommen, dass sie ungewollt "Werbung" für sie gemacht haben, man sieht an einer Wand "böhse Onkelz" stehen :D
Oah, die alten Poster... und noch mit Sahnie... und die Frisuren... oh mann, ich vermiss die 80er und auch Die Ärzte von damals... Die Musik meiner Jugend... - schrecklich diese innere Dissonanz...
Zitat von orlETsorlETs schrieb:Die Hosen find ich genauso daneben, wie die Ärzte. Campino hat sich mit Stephan Weidner von den Onkelz ausgesprochen, haben sich getroffen und sind sogar hin und wieder im Kontakt, lassen sich aber nicht geben, mit den Ärzten live zusammen "Schrei nach Liebe" zu spielen.
Live zusammen Schrei nach Liebe spielen - das wär was^^


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Hört ihr Rechtsrock?

23.03.2026 um 00:13
Zitat von x-ray-2x-ray-2 schrieb:Konzert von Linksextremen für Linksextreme,
Wow, 65.000 Besucher und alle waren linksextrem...schöne Bezeichnung für ein
Solidaritätskonzert gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit.


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Hört ihr Rechtsrock?

23.03.2026 um 00:30
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:65.000 Besucher und alle waren linksextrem


Hab ich nicht behauptet. Ich habe verallgemeinert, und mich nicht auf einzelne Individuen bezogen. Und selbst wenn, wenn man von den Bands, und ihrer Zielgruppe auf das auf staatskosten hingekarrte Publikum schliesst - zu welchem Ergebnis soll man denn kommen...?
schöne Bezeichnung für ein
Solidaritätskonzert gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit.
Ja nun, was soll man da versuchen irgendwas schönzureden... Da doch lieber es als das Bezeichnen, was es nun mal war...


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Hört ihr Rechtsrock?

23.03.2026 um 06:10
Zitat von x-ray-2x-ray-2 schrieb:Oah, die alten Poster... und noch mit Sahnie... und die Frisuren... oh mann, ich vermiss die 80er und auch Die Ärzte von damals
Die Ärzte mit Sahnie von damals, gefallen mir auch am besten und zu dieser Zeit war ich noch ein Fan von ihnen. Heute sind die Ärzte nicht mehr das, wie und was sie eigentlich waren. Die alten Lieder sind immer noch die besten und Sahnie passte als Bandmitglied noch am Besten dazu. Für mich spielen sie jedoch nur deutsch Poprock, "Funpunk" oder Punkrock waren sie für mich noch nie. Punkrock ist für mich Slime,Ausbruch oder Schleimkeim... auch die Hosen waren für mich nie wirklich Punks.Hier bei uns im Radiosender "die neue 107,7" sagten immer, dass die Hosen den Punk nach Deutschland brachten. Nachdem ich denen Mal eine Mail geschrieben, habe,dass dies nicht so ist,da Slime sich 1979 gegründet haben und die Hosen erst 1982, sagen die das nicht mehr.


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Hört ihr Rechtsrock?

23.03.2026 um 08:01
Zitat von x-ray-2x-ray-2 schrieb:Mein Appell an alle, egal welche Musik ihr hört, oder wie ihr politisch gesinnt seid: Hasst eure Heimat nicht, und hasst auch nicht jene, die ihre Heimat lieben...
Und hasst auch nicht die anderen und hasst auch nicht andere Regionen und Länder.

Was genau definierst Du eigentlich konkret als deine Heimat? Deinen Ort, deinen Landkreis, dein Bundesland, Deutschland, Europa? Ich persönlich kann das immer gar nicht so gut konkret abgrenzen, da meine "Heimatgefühle" in graduellen Abstufungen sich an vielen Orten und in vielen Regionen spüren lassen. Und gerade meine ursprüngliche Herkunftsregion fühlt sich für mich weniger heimatlich an als die Stadt, in der ich lebe (aber auch andere Orte und Städte in Deutschland und Österreich und auch ggf. anderswo).


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Hört ihr Rechtsrock?

23.03.2026 um 14:43
Zitat von x-ray-2x-ray-2 schrieb:Ich denke mal, du meinst "hoher" Appell, denn sonst würde es keinen Sinn ergeben
Ich habe HOHL gemeint, und es ergibt 100% Sinn.

Du hast dich ja nun in mehreren Freds als mindestens rechtsradikal geoutet, inkl. angedeuteter Holocaust-Leugnung.

Da wundert einen so etwas
Zitat von x-ray-2x-ray-2 schrieb:Das ewige "gegen Rechts", und "Nazis" hier, "Nazis" da ging mir schon lange auf die Nerven, aber der letzte Knackpunkt war ihr Mitwirken beim "Wir sind mehr"-Konzert in Chemnitz im Jahre 2018. Das hat mir den Rest gegeben..
wirklich nicht mehr.
Zitat von orlETsorlETs schrieb:lassen sich aber nicht geben, mit den Ärzten live zusammen "Schrei nach Liebe" zu spielen.
Sie lassen es sich nicht nehmen.
Ich dachte, die deutsche Sprache liegt euch so am Herzen?

Was ist übrigens gleich wieder so furchtbar schlimm an "Schrei nach Liebe"?
Das es sich gegen Faschisten positioniert?

Das sagt mehr über dich aus als über Ärzte oder Hosen.
Zitat von x-ray-2x-ray-2 schrieb:das auf staatskosten hingekarrte Publikum
Bitte belegen!
Zitat von orlETsorlETs schrieb:Heute sind die Ärzte nicht mehr das, wie und was sie eigentlich waren
Das ist keine Band nach so langer Zeit.
Wäre auch schrecklich.


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Hört ihr Rechtsrock?

23.03.2026 um 15:05
Zitat von StirnsängerStirnsänger schrieb:Das sagt mehr über dich aus als über Ärzte oder Hosen.
Was sagt das über mich aus?
Zitat von StirnsängerStirnsänger schrieb:Was ist übrigens gleich wieder so furchtbar schlimm an "Schrei nach Liebe"?
Das es sich gegen Faschisten positioniert?
Ist nicht furchtbar. Ich habe den Zusammenhang bereits geschrieben, wenn du das nicht begreifst,dann kann ich nichts dafür. Ich jedenfalls hab kein Bock, für dich das nochmal zu erklären. Die deutsche Sprache ist ja so einfach für dich,dann müsstest du das eigentlich kapieren.
Zitat von StirnsängerStirnsänger schrieb:Ich dachte, die deutsche Sprache liegt euch so am Herzen?
Wer behauptet das und wo behaupte ich das,du Besserwisser.


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Hört ihr Rechtsrock?

23.03.2026 um 17:11
Politik in der Musik find ich in den meisten Fällen arg anstrengend, vor allem, wenn missioniert werden soll. Ein allgemeines "Peace sells - but who's buying"/Megadeth - ist ok, auch gut gemachter, bissiger Sarkasmus (Laibach oder auch Jello Biafra von den Dead Kennedys als Beispiel). Auch mal provokant was vor den Latz knallen (Throbbing Gristle, Boyd Rice, Type O Negative, Mayhem...) ist ok, wenn es gut gemacht ist.
Aber eigentlich sollte Musik für mich Eskapismus sein oder zumindest eigene Interpretation möglich machen.
Aber für oder gegen dies oder das, ist meist anstrengend. Rechts, links, untendurch...
Auch Punk darf gerne ambivalent sein - am Anfang war das ja auch so - auch in Deutschland - da ging von Slime über OHL, von Daily Terror bis ganz frühe Onkels (mit s), Cotzbrocken, Middle Class Fantasies, DAF und Fehlfarben auch alles.


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23.03.2026 um 23:06
Zitat von StirnsängerStirnsänger schrieb:angedeuteter Holocaust-Leugnung.
Holocaustleugnung ist in Deutschland strafbar, wenn sowas gepostet wird ist es deine Pflicht zu melden ohne wenn und aber


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Hört ihr Rechtsrock?

25.03.2026 um 00:51
@orlETs
Zitat von orlETsorlETs schrieb:Die alten Lieder sind immer noch die besten und Sahnie passte als Bandmitglied noch am Besten dazu.
Yeah! Rod mag technisch versierter sein, und sich besser mit Musiktheorie auskennen, aber Sahnie hatte sooo coole Basslines, und ja, er passte auch am besten dazu...
Zitat von orlETsorlETs schrieb:Hier bei uns im Radiosender "die neue 107,7" sagten immer, dass die Hosen den Punk nach Deutschland brachten. Nachdem ich denen Mal eine Mail geschrieben, habe,dass dies nicht so ist,da Slime sich 1979 gegründet haben und die Hosen erst 1982, sagen die das nicht mehr.
Ja, wo du Recht hast... Bands wie Slime, oder auch Normahl u.a. waren ja deutlich früher da, als die Hosen es waren...

@martenot
Zitat von martenotmartenot schrieb:Was genau definierst Du eigentlich konkret als deine Heimat?
Bin mir nicht sicher, was du meinst... Heimat ist da, wo man herkommt - so würde ich das definieren... Natürlich gibt es auch noch den Begriff "Wahlheimat", wo man sich einen Ort, zur permanenten Niederlassung auswählt...
Und gerade meine ursprüngliche Herkunftsregion fühlt sich für mich weniger heimatlich an als die Stadt, in der ich lebe (aber auch andere Orte und Städte in Deutschland und Österreich und auch ggf. anderswo).
Demnach gibt es, neben der Tatsächlichen, auch noch die "gefühlte" Heimat... Bei mir persönlich allerdings ist die tatsächliche Heimat, und die Gefühlte das Gleiche...

@Stirnsänger
Zitat von StirnsängerStirnsänger schrieb:Ich habe HOHL gemeint, und es ergibt 100% Sinn.
Na schön, wollen mal sehen...
Unglaublich hohler Appell, wenn du Rechtsrock hörst.
Ich versuchs mal: "Hohl" soll wohl dumm bedeuten... Also, ein Appell, der dazu aufruft die Heimat nicht zu hassen, und mit dem politischen Gegner den Diskurs zu pflegen, ist dumm - aber nur wenn der Appellierende Rechtsrock hört...

Oder ist "hohl" wie in "hohle Phrasen", oder "hohle Worte" gemeint...?

Wie auch immer, ich kann es nicht mit Sicherheit sagen...
Zitat von StirnsängerStirnsänger schrieb:Du hast dich ja nun in mehreren Freds als mindestens rechtsradikal geoutet, inkl. angedeuteter Holocaust-Leugnung.
Ja, ich hab zwar nicht den Begriff "rechtsradikal" benutzt, aber rechts passt wohl, im Grossen und Ganzen zumindest... "Geoutet" - das klingt, als hätte ich etwas kundgetan, dass man normalerweise lieber geheimhält... Ist das soweit schon gekommen, dass man Mut dafür braucht, zu sagen, dass man rechts ist...? Loide, Loide...

Und Holocaust geleugnet hab ich nicht, weder angedeutet, noch sonst irgendwie... Allerdings muss ich gestehen, dass ich mich klarer, und weniger missverständlich hätte ausdrücken müssen, und mit kompletten, vollständigen Sätzen fährt man, in der Regel, auch immer besser...

Gemeint war tatsächlich, dass ich mich, in einem so linken Forum wie allmy, schwer davor hüten werde, mich auf eine Diskussion über den Holocaust einzulassen, ganz egal, ob ich ihn tatsächlich leugne (was nicht in meiner Absicht lag), oder auch nicht... Es würde mich nicht wundern, wenn eine eigentlich neutrale Aussage, wie zB 'ich weiss es nicht, ich war damals nicht dabei', oder etwas in der Art, schon als Holocaust-Leugnung interpretiert werden würde... Daher meide ich das Thema gerne, und nebenbei bemerkt, nervt mich das Thema 3. Reich (in den Medien) mittlerweile sogar ein wenig... Was tatsächliche Holocaustleugner angeht, so kenn ich nicht einmal deren Argumente... war nie mein Interessensgebiet...

Ja, man sollte mit dem Thema sehr vorsichtig sein, im übrigen auch damit, andere als Holocaust-Leugner zu bezeichnen, auch wenn diese sich vielleicht etwas unglücklich ausgedrückt haben mögen...
Da wundert einen so etwas

x-ray-2 schrieb:
Das ewige "gegen Rechts", und "Nazis" hier, "Nazis" da ging mir schon lange auf die Nerven, aber der letzte Knackpunkt war ihr Mitwirken beim "Wir sind mehr"-Konzert in Chemnitz im Jahre 2018. Das hat mir den Rest gegeben..

wirklich nicht mehr.
Was sollte einen denn da wundern...? Dass es sogar noch Leute gibt, die keinen Bock auf Buntheit, und Wokeness haben, und meinen, dass es vielleicht mal an der Zeit wäre, die Grenzen dicht zu machen...?

Aber der Reihe nach: "Rechts" ist eine völlig legitime Position im demokratischen Spektrum, wie "links" auch. Daraus folgt, dass "gegen Rechts" zu sein, undemokratisch ist...

"Nazis" - Ersteinmal gibt es keine "Nazis" mehr, wenn überhaupt, dann "Neo-Nazis"... Aber, ob mit "neo", oder ohne, "Nazi" ist ein eng definierter Begriff, wie dieser aber heutzutage verwendet wird, ist nur noch inflationär... Und das kritisiere ich... Nebenbei bagatellisiert man so auch noch die Verbrechen der tatsächlichen Nazis...
Zitat von StirnsängerStirnsänger schrieb:Bitte belegen!
CONGRATULATIONS! Du hast mich echt erwischt... Entweder bin ich damals Fakenews aufgesessen, verwechsel etwas, oder hab es geträumt... keine Ahnung...

Wie auch immer, ich kann es nicht belegen, weil es offenbar nicht stimmt, dass Anfahrten vom Staat bezahlt wurden...

Ich sollte mir dringend angewöhnen, nicht immer so impulsiv ins Keyboard zu hauen... Zum Glück hast du darauf aufmerksam gemacht...
Zitat von abberlineabberline schrieb:Politik in der Musik find ich in den meisten Fällen arg anstrengend, vor allem, wenn missioniert werden soll.
Ich eigentlich auch, meistens jedenfalls... Als grosser Fan von Bands wie The Ventures, oder The Shadows hab ich kein Problem damit, wenn es sogar überhaupt keine Texte gibt... Und wenn schon politisch, dann aber von authentischen Emotionen getragen, was man sowohl bei linken, wie auch bei rechten Bands gleichermassen finden kann...
Zitat von abberlineabberline schrieb:Jello Biafra von den Dead Kennedys
Yeah^^ Definitiv links-grün, aber der Mann hat Format... und echt gute Songs mit geistreichen Texten...
Auch Punk darf gerne ambivalent sein - am Anfang war das ja auch so - auch in Deutschland - da ging von Slime über OHL, von Daily Terror bis ganz frühe Onkels (mit s), Cotzbrocken, Middle Class Fantasies, DAF und Fehlfarben auch alles.
Noch mal yeah^^ Anfang der 80er war ich zwar noch zu jung, um schon selber mitzumischen, aber ich erinnere mich gut an die Zeit, und weiss noch, dass Punks, und Skins damals noch nicht so verfeindet waren... Ich erinnere mich zB auch an eine alte Folge SOKO 5113 (damals noch mit Diether Krebs), in der rechte Punks vorkamen, die es auf einen türkischen Mitschüler abgesehen hatten...

OHL, Daily Terror - das waren in der Tat solch "ambivalente" Bands... Und ich glaube sogar, wenn Slime damals sangen Nazis raus, dann meinten sie damit gar nicht in erster Linie die Skins, sondern bestimmte Teile des "Establishments", die Justiz, die Bullen, vielleicht sogar die eigenen Eltern... Dass es speziell um Skins ging, kam später... Und heute ist ja quasi jeder "Nazi", der nicht links ist...

In gewisser Weise finde ich sogar, dass sich die damals ziemlich unpolitischen Hosen, und Ärzte sogar in recht erfrischender Weise von den ganzen Politbands abgehoben haben... Debil, Opel-Gang, Damenwahl waren super Alben, und ich hab sie echt geliebt - bis heute verbunden mit Kindheits- und Jugenderinnerungen... Ich hatte die Haare im "Ärzte früher"-Style und bunte Klamotten, die null zusammenpassten wie damals die Toten Hosen... Das waren Zeiten...

So, genug in Erinnerungen geschwelgt... Zumindest für heute^^


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Hört ihr Rechtsrock?

25.03.2026 um 01:48
Erstmal sorry für den Doppelpost, aber ich muss die Verwirrung um die kostenlose Anreise zum Wir sind mehr-Konzert noch mal weiter befeuern:

Zufällig stiess ich auf You Tube auf dem Bild-Kanal auf einen Kommentar von dem User "karmapemadolma8748" zu dem Video "BILD Live: Konzert in Chemnitz: Musiker setzen Zeichen gegen Rechts": "Obwohl alles gratis ist, sogar die Anreise, sieht es doch ziemlich leer aus".

Anreise gratis...?

Ich will damit nicht sagen, dass ich jetzt doch Recht habe, jener User könnte ja der selben Falschinformation aufgesessen sein, wie ich damals... Der Kommentar ist übrigens 7 Jahre alt...

Falls jemand was zur Aufklärung beitragen kann - lasst es mich gerne wissen...:)


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Hört ihr Rechtsrock?

25.03.2026 um 07:57
Zitat von x-ray-2x-ray-2 schrieb:Bin mir nicht sicher, was du meinst... Heimat ist da, wo man herkommt -
Ja, aber auch das kann man unterschiedlich definieren und eingrenzen (auf den eigenen Ort, den eigenen Landkreis, das eigene Bundesland, das eigene Land, den eigenen Kontinent). Dazu kommt, dass das bei vielen Menschen gar nicht so eindeutig zu sagen sein dürfte: vielleicht ist man schon früh mit der Familie umgezogen, oder die Familie stammt aus unterschiedlichen Regionen oder Städten, oder man hat selbst seine Jugend an verschiedenen Orten verbracht, etc.

Jedenfalls finde ich persönlich den Begriff Heimat nicht so einfach zu fassen, obwohl ich ihn für mein eigenes Leben wahrscheinlich am ehesten auf mein Bundesland beziehen würde. Aber trotzdem fühle ich mich auch an anderen Orten heimisch - je nachdem, wo es ist, wie es dort ist, wie oft ich schon da gewesen war, und so weiter.


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25.03.2026 um 14:00
Zitat von x-ray-2x-ray-2 schrieb:wenn eine eigentlich neutrale Aussage, wie zB 'ich weiss es nicht, ich war damals nicht dabei', oder etwas in der Art, schon als Holocaust-Leugnung interpretiert werden würde
Diese Aussage ist alles andere als neutral und im Grunde einfach Holocaust-Leugnung im nicht justiziablen Bereich.


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Hört ihr Rechtsrock?

25.03.2026 um 14:35
Zitat von StirnsängerStirnsänger schrieb:Das sagt mehr über dich aus als über Ärzte oder Hosen.
Auf diese Äußerung von dir warte ich immer noch auf eine Stellungnahme.


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Hört ihr Rechtsrock?

25.03.2026 um 18:10
Zitat von x-ray-2x-ray-2 schrieb:OHL, Daily Terror - das waren in der Tat solch "ambivalente" Bands... Und ich glaube sogar, wenn Slime damals sangen Nazis raus, dann meinten sie damit gar nicht in erster Linie die Skins, sondern bestimmte Teile des "Establishments", die Justiz, die Bullen, vielleicht sogar die eigenen Eltern... Dass es speziell um Skins ging, kam später... Und heute ist ja quasi jeder "Nazi", der nicht links ist...
Ach Slime haben da schon die richtigen Nazis gemeint, wohlgemerkt war das Anfang der 80er, Filbinger und Co waren noch nicht lange her.
Auch "Deutschland muss sterben" war weit weniger platt, als viele heute gröhlen - es ging um ein Denkmal in Hamburg, nur weiss das heute kaum noch jemand.
"Iran" ("Koran - Bibel der Faschisten") oder "Linke Spießer" nicht zu vergessen.
Die Hosen? Würden für "Ülüsü" heute vermutlich aus allen Radioprogrammen fliegen
"Eva Braun" von den Ärzten ging locker als Satire durch - bei dem Hosen Song wird das schwieriger
Bei Middle Class Fantasies wär heute auch mächtig Alarm. "Kebabträume" von DAF etc?
Damals war vieles auch einfach nihilistisch - da gab es nebeneinander Lieder gegen Nazis, Hippies, Staat, Linke, Langhaarige, Kurzhaarige, DDR, BRD, USA, Russland, Türkei - jeder bekam seins ab.
Wirklich tiefgründig war da nicht viel.
Oder - um ein ganz heikles Thema zu nennen - eine der berüchtigtsten englischen Nazi (aber so richtig)Bands überhaupt, startete als Off Beat Punk, spielte live mit The Police und waren Labelkollegen von Motörhead, The Damned etc - lösten sich nach zwei Alben auf und einer der Herren gründete die Band später als Naziband neu.
Die alten Sachen werden dafür bis heute gern totgeschwiegen.
Zitat von x-ray-2x-ray-2 schrieb:wenn eine eigentlich neutrale Aussage, wie zB 'ich weiss es nicht, ich war damals nicht dabei', oder etwas in der Art, schon als Holocaust-Leugnung interpretiert werden würde
Nee, das wär keine neutrale Aussage, wenn jemand älter ist als 12.
Bis dahin sollte man es wissen. Da fällt mir der Film "Nichts als die Wahrheit" mit Götz George ein, in dem er Mengele spielt und vor Gericht ganz stolz alles bestätigt (quasi "das alles und noch viel meeehr.. "), während den Holocaust Leugnern im Gerichtssaal die Kinnlade runterklappt.
Also nein - keine neutrale Aussage, sondern das wäre einfach wahlweise Provokation desjenigen - oder ein Grund, sich andere Quellen zu suchen.
Ob eine solche Äusserung schon Leugnung wäre, weiss ich nicht. Aber so eine Aussage trifft niemand aus Naivität. Nirgends auf der Welt. Das ist Absicht und damit soll etwas bewirkt werden.

Aber um zum Thema zurückzukommen - Musik ist mir meist zu nervig, wenn es zu politisch wird. Ich will nicht beim Musik hören oder Filme schauen mit Alltagssorgen und Nachrichten bombardiert werden.
Dann lieber eskapistisch lyrisch in den herbstlichen Wald, zu Naturimpressionen, nach Mittelerde oder in ein Utopia, das es nie gab und auch wohl nie geben wird. Gern auch mal melancholisch verträumt - aber Hass geht nur bei Slayer und beim Sport machen.


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Hört ihr Rechtsrock?

26.03.2026 um 08:01
@Stirnsänger
Zitat von StirnsängerStirnsänger schrieb:Diese Aussage ist alles andere als neutral und im Grunde einfach Holocaust-Leugnung im nicht justiziablen Bereich.
Ja... stimmt schon. Neutral wäre es wohl nur, wenn es niemand so genau wissen würde, was damals passiert ist, aber das ist ja nicht der Fall...

@abberline
Ach Slime haben da schon die richtigen Nazis gemeint, wohlgemerkt war das Anfang der 80er, Filbinger und Co waren noch nicht lange her.
Auch "Deutschland muss sterben" war weit weniger platt, als viele heute gröhlen - es ging um ein Denkmal in Hamburg, nur weiss das heute kaum noch jemand.
Ich muss mir "Nazis raus" von Slime noch mal anhören, bin mir aber relativ sicher, dass mit "Nazis" nicht speziell Skins gemeint waren, eher sogenannte "Alt-Nazis", die es Anfang der 80er ja noch gegeben haben muss... Ich meine, der Song war sogar eine Coverversion von einer Band namens Betontod...

Denkmal in Hamburg - wusste ich auch nicht... Muss ich mal nachforschen, klingt interessant...
Zitat von abberlineabberline schrieb:"Iran" ("Koran - Bibel der Faschisten") oder "Linke Spießer" nicht zu vergessen.

Iran - ein islamkritischer Song? Von Slime...? Kenn ich gar nicht... Linke Spießer - yeah sehr interessanter Song, echter Deutschpunk vom Feinsten...
Die Hosen? Würden für "Ülüsü" heute vermutlich aus allen Radioprogrammen fliegen
"Eva Braun" von den Ärzten ging locker als Satire durch - bei dem Hosen Song wird das schwieriger
Ja, Ülüsü is hart:D Das ist praktisch Rechtsrock...^^

Aber ich gebe zu, ich mag ein böser, schlechter Mensch sein, und in der Hölle landen, aber ich liebe die Opel-Gang von vorne bis hinten, inklusive Ülüsü...

Irgendwie schafft es das Lied sogar, die Art, wie es gesungen ist, dass mir die arme Ülüsü sogar tatsächlich leid tut...:D Ohne scheiss, ich seh sie dann einsam, und allein an der Pommesbude stehen... und es wird immer später, und später, und niemand kommt... Und selbst der namenlose, männliche Protagonist, der ja anscheinend wirklich verliebt war, macht, zumindest ein wenig, den Eindruck, dass wenn er von seiner Familie, oder "den Leuten" allgemein, weniger Ablehnung erwarten würde, er selbst vielleicht dann auch gar nicht so ein riesen Problem mit Ülüsü hätte... So hat der Song sogar irgendwie eine Art tragische Subebene, wie ich finde... Aber vielleicht interpretiere ich auch zuviel hinein...

Eva Braun - ja das is ein typischer frühe Ärzte Farin Urlaub Song, und ganz ohne "Subebene"...
Zitat von abberlineabberline schrieb:Bei Middle Class Fantasies wär heute auch mächtig Alarm. "Kebabträume" von DAF etc?
Muss ich mal anhören - kenn ich gar nicht...
Zitat von abberlineabberline schrieb:Damals war vieles auch einfach nihilistisch - da gab es nebeneinander Lieder gegen Nazis, Hippies, Staat, Linke, Langhaarige, Kurzhaarige, DDR, BRD, USA, Russland, Türkei - jeder bekam seins ab.
Ja, wohl wahr... Ich erinnere zB an den Normahl-Song "Müslibrei" - hätte eins zu eins auch von einer rechten Band sein können... Damals waren der erklärte Feind, der Punks tatsächlich noch eher die Hippies, als die Skins...

Mein Eindruck, und da regen sich bestimmt wieder viele auf, waren die Punkbands damals nicht so "gutmenschig", wie heute - nicht so weichgespült, und bloss keinen diskriminieren, und Gefühlis verletzen... Da spielen die Ärzte nicht mal mehr Elke... mann, mann...

Und war die Deutschlandkritik der Punkbands noch nicht so sehr von ungesundem Selbsthass geprägt, wie heute...? Wurde Wut irgendwann zu Hass, und Kritik an Deutschland zu Deutschlandfeindlichkeit...? Ich stell das jetzt mal einfach so in den Raum, ohne selbst definitive Antworten dazu zu haben...
Zitat von abberlineabberline schrieb:Oder - um ein ganz heikles Thema zu nennen - eine der berüchtigtsten englischen Nazi (aber so richtig)Bands überhaupt, startete als Off Beat Punk, spielte live mit The Police und waren Labelkollegen von Motörhead, The Damned etc - lösten sich nach zwei Alben auf und einer der Herren gründete die Band später als Naziband neu.
Skrewdriver, Ian Stuart...? Live mit The Police - krass^^ The Police haben übrigens auch einen Song, der heute nicht mehr PC wäre - On any other Day heisst der, und beinhaltet eine Zeile, in der sich der Protagonist über die Homosexualität seines Sohnes beklagt...^^ Einer der wenigen Police Songs, die nicht von Sting gesungen werden, sondern von Steward Copeland, dem Drummer...
Zitat von abberlineabberline schrieb:Die alten Sachen werden dafür bis heute gern totgeschwiegen.
Die alten Sachen, die noch nicht Nazi waren, werden totgeschwiegen...? Ich hab ein Skrewdriver Album, ich meine von 1977 - All skrewed up heisst das... ist das so ein "totgeschwiegenes" Album?
x-ray-2 schrieb:
wenn eine eigentlich neutrale Aussage, wie zB 'ich weiss es nicht, ich war damals nicht dabei', oder etwas in der Art, schon als Holocaust-Leugnung interpretiert werden würde

Nee, das wär keine neutrale Aussage, wenn jemand älter ist als 12.
Bis dahin sollte man es wissen. Da fällt mir der Film "Nichts als die Wahrheit" mit Götz George ein, in dem er Mengele spielt und vor Gericht ganz stolz alles bestätigt (quasi "das alles und noch viel meeehr.. "), während den Holocaust Leugnern im Gerichtssaal die Kinnlade runterklappt.
Also nein - keine neutrale Aussage, sondern das wäre einfach wahlweise Provokation desjenigen - oder ein Grund, sich andere Quellen zu suchen.
Ob eine solche Äusserung schon Leugnung wäre, weiss ich nicht. Aber so eine Aussage trifft niemand aus Naivität. Nirgends auf der Welt. Das ist Absicht und damit soll etwas bewirkt werden.
Das war auch n scheiss Beispiel - keine Frage...

Götz George als Mengele...? Das klingt nach guter Unterhaltung...^^

Und ja, die Naivität eines Kindes könnte so eine Aussage hervorbringen, aber als Erwachsener könnte man das schlecht bringen - stimmt 100pro...
Zitat von abberlineabberline schrieb:Aber um zum Thema zurückzukommen - Musik ist mir meist zu nervig, wenn es zu politisch wird. Ich will nicht beim Musik hören oder Filme schauen mit Alltagssorgen und Nachrichten bombardiert werden.
Geht mir meistens auch so, wie schon gesagt, ich hör viel Instrumentalmusik, und hab auch, als ich gesundheitlich noch dazu in der Lage war, hobbymäßig Surfrock gespielt - instrumental natürlich... heute gehts leider nicht mehr, hab August 2024 schwere Polyneuropathie bekommen, da ist mit Gitarrespielen ende... Aber das nur ganz am Rande...
Zitat von abberlineabberline schrieb:Dann lieber eskapistisch lyrisch in den herbstlichen Wald, zu Naturimpressionen, nach Mittelerde oder in ein Utopia, das es nie gab und auch wohl nie geben wird. Gern auch mal melancholisch verträumt - aber Hass geht nur bei Slayer und beim Sport machen.
Nur immer mit Politik beschäftigen - nein, da braucht es Auszeiten, sonst nimmt man Ende noch seelischen Schaden, und das soll ja auch nich sein...

@martenot
Ja, aber auch das kann man unterschiedlich definieren und eingrenzen (auf den eigenen Ort, den eigenen Landkreis, das eigene Bundesland, das eigene Land, den eigenen Kontinent). Dazu kommt, dass das bei vielen Menschen gar nicht so eindeutig zu sagen sein dürfte: vielleicht ist man schon früh mit der Familie umgezogen, oder die Familie stammt aus unterschiedlichen Regionen oder Städten, oder man hat selbst seine Jugend an verschiedenen Orten verbracht, etc.

Jedenfalls finde ich persönlich den Begriff Heimat nicht so einfach zu fassen, obwohl ich ihn für mein eigenes Leben wahrscheinlich am ehesten auf mein Bundesland beziehen würde. Aber trotzdem fühle ich mich auch an anderen Orten heimisch - je nachdem, wo es ist, wie es dort ist, wie oft ich schon da gewesen war, und so weiter.
Ja, der Begriff Heimat hat nicht nur mit dem Ort zu tun, wo man geboren wurde, oder lebt, er muss mit einem bestimmten Gefühl verbunden sein, und das entwickelt sich dann mit der Zeit...

Allerdings denke ich, dass Heimat auch bedeutet, dass man quasi unter seines Gleichen ist, was Sprache, Bräuche und Kultur angeht... Heimatgefühl bedeutet also eine tiefe Verbundenheit mit einem Ort... Ort im weiteren Sinne...

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Nochmal zu der Sache Wir sind mehr und kostenlose Anreisen: Diese gab es tatsächlich, aber nicht staatlich finanziert, wie ich fälschlicher Weise behauptete, sondern von einem Busunternehmen, das kostenlos seine Fahrzeuge zur Verfügung stellte...

https://www.sueddeutsche.de/jetzt/politik/unter-dem-hashtag-wirsindmehr-planen-menschen-die-anreise-nach-chemnitz-jzt.cjlhr9t2300680kvrakdjzie9


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Hört ihr Rechtsrock?

26.03.2026 um 09:05
Zitat von x-ray-2x-ray-2 schrieb:ich liebe die Opel-Gang von vorne bis hinten, inklusive Ülüsü...
Damals waren die Hosen noch gut gewesen, wie auch :"Disco in Moskau"...
Auch:"Hier kommt Alex" ist noch sehr gut. Alle anderen neueren Songs kannst meiner Meinung vergessen.

Auch was Campino heutzutage los lässt, ist fragwürdig.

In einem Interview sagte er,dass er 1983 den Kriegsdienst verweigert hatte und würde er heute noch einberufen, würde er das angeblich wegen des Ukraine Kriegs heutzutage wahrscheinlich nicht mehr machen.

Youtube: Campino & Krieg | Eine Schockierende Wahrheit | Marcknar Sagt Das | Folge 10
Campino & Krieg | Eine Schockierende Wahrheit | Marcknar Sagt Das | Folge 10
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https://www.berliner-zeitung.de/news/kriegsdienst-campino-wuerde-heute-nicht-mehr-verweigern-li.227923

Da teile ich die Meinung des YouTubers.


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Hört ihr Rechtsrock?

26.03.2026 um 10:08
Damals waren die Hosen noch gut gewesen, wie auch :"Disco in Moskau"...
Auch:"Hier kommt Alex" ist noch sehr gut. Alle anderen neueren Songs kannst meiner Meinung vergessen.
"Disco in Moskau", ja hammer - Eigentlich ist das ganze "Damenwahl" Album ziemlich gut, und Wölli war der beste Hosen Drummer imho...

Hier kommt Alex, ja auch sehr schön - A Clockwork Orange Kultfilm der Jugend, das Buch hab ich gelesen, als ich 14 war...

Damals in den 80ern waren die Hosen, und die Ärzte definitiv zugänglicher - man musste nicht selbst krass links sein, um sich von der Musik angesprochen zu fühlen... Ich kannte Rechte, die Hosen, und Ärzte gehört haben... Aber das war eben alles in den 80ern...

Ich weiss noch damals, als "Auf dem Kreuzzug ins Glück" rauskam, da war dieser Song "Fünf vor zwölf" - ich kannte einen, der hat den Song immer übersprungen, wenn wir das Album angehört haben...:D

Auch sehr schlecht gealtert "Willkommen in Deutschland", was auch beim Wir sind mehr Konzert gespielt wurde...

Heutzutage muss ich aufpassen, keine Aggressionen zu kriegen, wenn ich den Campino seh, wenn er da so schlau, und moralisch daherkommt, wie so n Pseudo-Punk-Möchtegern Philosoph und ach wie rechtschaffen und tolerant er doch ist... - von seiner Familie will ich gar nicht anfangen, denn das wäre noch mal ein rabbit hole für sich, in das selbst ich mich bisher noch nicht allzu tief hineingewagt hab...
Auch was Campino heutzutage los lässt, ist fragwürdig.

In einem Interview sagte er,dass er 1983 den Kriegsdienst verweigert hatte und würde er heute noch einberufen, würde er das angeblich wegen des Ukraine Kriegs heutzutage wahrscheinlich nicht mehr machen.
aaaarrrggghhh... Eine sehr punkrockige Einstellung... Schön, dass er daran denkt, dass es auch deutsche Interessen gibt, die man vielleicht mal berücksichtigen sollte... Diese Kriegsgeilheit, die im Moment um sich greift, finde ich höchst bedenklich... Und wenn es von solchen kommt, die früher eine komplett andere Position vertreten haben - man denke nur an die Grünen - auch noch höchst suspekt obendrein...


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Hört ihr Rechtsrock?

26.03.2026 um 15:22
Zitat von x-ray-2x-ray-2 schrieb:Eigentlich ist das ganze "Damenwahl" Album ziemlich gut, und Wölli war der beste Hosen Drummer imho...
Das stimmt, obwohl auf diesem Album auch ein paar kitschige Lieder drauf sind (Schwarzwaldklinik...). Aber Wölli war schon super, ihr Nachfolger Vom Ritchi passt irgendwie nie richtig zu der Band, meiner Meinung nach.
Von den ganzen deutschen Rockbands Ärzte, Hosen und Onkelz sind die Frankfurter diejenigen, die ihre Musik mir am meisten was bedeuten, da kommen die Berliner und die Düsseldorfer nie wirklich anseitsweise ran.

Ich höre auch die estnische "Black Metal" Band Loits,die ebenfalls umstritten sind.
Die lyrischen Themen in ihren Liedern handeln von Stolz der Ahnen, Patriotismus, Zweiter Weltkrieg,die Befreiung Estlands von Russland.
Auch wenn einige denken, dass Loits eine NSBM-Band (Nationalsozialistischer Black Metal),ist eine Bezeichnung für neonazistische Strömungen innerhalb der Black-Metal-Subkultur) sind,
versicherte Lembetu, der Sänger,in einem Interview für Estonian Metal,
dass sie sich nicht zu dieser Ideologie hingezogen fühlen, auch wenn in ihrem Bandlogo auffällige Symbole vorhanden sind. Manche Leute reagieren auf das Wort Patriotismus schon ziemlich empfindlich, besonders in Deutschland und verbindet damit gleich Faschismus,was natürlich völliger Unsinn ist und nur weil eine Band wie Loits stolz auf ihre Geschichte sind,sind man schon lange noch keine Faschos.

In Portugal gibt es auch eine Punkrock Band,die sich Xutos & Pontapés nennt und auf Live-Konzerten eine portugiesische Flagge hängen lassen und die sind alles andere als Rechts. Nicht auszudenken, was hier los wäre,wenn das die Onkelz machen würden.

Mir wird hier ja,so wie es scheint von jemandem, der in seinem Bild ein bunten Staubwedel über die Stirn trägt und vielleicht denkt, ein "Punk" zu sein, indirekt vorgeworfen, dass ich etwas rechts eingestuft wäre. Kann mich zwar täuschen, aber es kommt mir so vor.


Apropos Loits, RIP Kaire Nurk , ehemalige Keyboarderin der Band, ist bereits am 8. März 2025 mit 45 Jahren gestorben ist, bin traurig,als ich das gestern erst gehört habe.

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Fotos: Facebook


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Hört ihr Rechtsrock?

26.03.2026 um 19:21
Zitat von x-ray-2x-ray-2 schrieb:Aber ich gebe zu, ich mag ein böser, schlechter Mensch sein, und in der Hölle landen, aber ich liebe die Opel-Gang von vorne bis hinten, inklusive Ülüsü...
Die Hosen bis 87 fand und finde ich auch gut. Ülüsü als Satire zu bezeichnen, fällt mir auch schwer. Dafür ist es nicht überspitzt genug - grenzwertig ist das Ding auf jeden Fall, wenn man es in der heutigen Zeit spielen würde.
Zitat von x-ray-2x-ray-2 schrieb:Live mit The Police - krass^^
Die haben sich sogar mal die Instrumente geliehen, wenn ich es richtig in Erinnerung hab. Aber - das war halt noch eine ganz andere Band mit anderer Besetzung und Einstellung.
Zitat von x-ray-2x-ray-2 schrieb:Muss ich mal anhören - kenn ich gar nicht...
Kebabträume wurde 1980 unter dem Namen von DAF veröffentlicht - von Fehlfarben als "Milutürk" auch um den Dreh - von Mittagspause gibt es eine Version von 1979 und OHL haben das Ding auch mal gespielt. Ist halt so ein früher Klassiker des deutschen Punk - muss aber aus der Zeit des kalten Krieges, der Berliner Teilung und der Situation damals in Kreuzberg betrachtet werden.

Middle Class Fantasies sind ein gutes Beispiel für die Ambivalenz im frühen Deutschpunk - gegrübdet 1979, spielten regelnäßig live mit den frühen Böhse Onkelz (mit s), tourten mit Slime, waren (neben Slime, Böhse Onkels, Normahl etc) auf den Soundtracks zum Untergang Compilations verteten usw
Das erste Mal live spielte man im Gallustheater und anschließend regelmäßig im JUZ Bockenheim, unter anderem mit den damals noch unbekannten Böhsen Onkelz. Erste eigene Stücke entstanden, darunter Helden und das provokante Party in der Gaskammer, das inhaltlich Sprüche der älteren Generation gegen Punks und Linke wie „Euch hätte man damals vergast“ aufgriff. Eine Demoaufnahme sandte die Band zu Karl-Ulrich Walterbach von Aggressive Rockproduktionen, der die Band auch nach Berlin holte, wo sie im legendären Punkclub SO36 zusammen mit Daily Terror auftrat. Eine Zeitlang lebte die Band sogar in Berlin.[1]

Walterbach veröffentlichte die Stücke Helden und Publikum auf seinem ersten Soundtracks zum Untergang-Sampler, später war Helden zusammen mit Polizei SA-SS von Slime die Indizierungsgrundlage für den Sampler. Die zweite Veröffentlichung von Aggressive Rockproduktionen war dann die EP Tradition mit drei Liedern, produziert von Harris Johns. Das Debüt wurde in der Punkszene national und international positiv aufgenommen.[1]

Anschließend ging die Band auf die „Tournee zum Untergang“ und trat mit Aheads, Beton Combo und Slime auf. Middle Class Fantasies wurden immer größer, doch fühlten sie sich in der zerstrittenen Punkszene mittlerweile weniger wohl
Quelle: Wikipedia: Middle Class Fantasies
Zitat von orlETsorlETs schrieb:Auch wenn einige denken, dass Loits eine NSBM-Band (Nationalsozialistischer Black Metal),ist eine Bezeichnung für neonazistische Strömungen innerhalb der Black-Metal-Subkultur)
Da bekomm ich als Black Metaller der späten 80er und frühen 90er immer die Krise. Politik hat im Black Metal nichts verloren. Denn dann ist es kein Black Metal. Punkt. BM darf finster, hasserfüllt, verträumt, märchenhaft, räudig, misantrophisch, orthodox oder experimentell klingen - aber niemals politisch.
Was Osteuropa angeht, haben die aber fast alle einen gewissen Patriotismus mit drin, der sich oft in der Vertonung lokaler Märchen und Mythen äussert, was auch absolut in Ordnung ist. Nazi Bands mein ich damit nicht, die hör ich nicht.
Der Nationalstolz ist in Ländern wie Estland, Ukraine, Litauen etc aber auch im Hinblick auf die Bedrohung durch Russland zu verstehen.
In Weißrussland zb ist die BM Szene oft sehr solidarisch mit der ukrainischen Szene, was es für die weißrussischen Musiker mitunter nicht ungefährlich macht. Da mussten schon einige fliehen.


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