@orlETs
orlETs schrieb:Die alten Lieder sind immer noch die besten und Sahnie passte als Bandmitglied noch am Besten dazu.
Yeah! Rod mag technisch versierter sein, und sich besser mit Musiktheorie auskennen, aber Sahnie hatte sooo coole Basslines, und ja, er passte auch am besten dazu...
orlETs schrieb:Hier bei uns im Radiosender "die neue 107,7" sagten immer, dass die Hosen den Punk nach Deutschland brachten. Nachdem ich denen Mal eine Mail geschrieben, habe,dass dies nicht so ist,da Slime sich 1979 gegründet haben und die Hosen erst 1982, sagen die das nicht mehr.
Ja, wo du Recht hast... Bands wie Slime, oder auch Normahl u.a. waren ja deutlich früher da, als die Hosen es waren...
@martenot
martenot schrieb:Was genau definierst Du eigentlich konkret als deine Heimat?
Bin mir nicht sicher, was du meinst... Heimat ist da, wo man herkommt - so würde ich das definieren... Natürlich gibt es auch noch den Begriff "Wahlheimat", wo man sich einen Ort, zur permanenten Niederlassung auswählt...
Und gerade meine ursprüngliche Herkunftsregion fühlt sich für mich weniger heimatlich an als die Stadt, in der ich lebe (aber auch andere Orte und Städte in Deutschland und Österreich und auch ggf. anderswo).
Demnach gibt es, neben der Tatsächlichen, auch noch die "gefühlte" Heimat... Bei mir persönlich allerdings ist die tatsächliche Heimat, und die Gefühlte das Gleiche...
@Stirnsänger
Stirnsänger schrieb:Ich habe HOHL gemeint, und es ergibt 100% Sinn.
Na schön, wollen mal sehen...
Unglaublich hohler Appell, wenn du Rechtsrock hörst.
Ich versuchs mal: "Hohl" soll wohl dumm bedeuten... Also, ein Appell, der dazu aufruft die Heimat nicht zu hassen, und mit dem politischen Gegner den Diskurs zu pflegen, ist dumm - aber
nur wenn der Appellierende Rechtsrock hört...
Oder ist "hohl" wie in "hohle Phrasen", oder "hohle Worte" gemeint...?
Wie auch immer, ich kann es nicht mit Sicherheit sagen...
Stirnsänger schrieb:Du hast dich ja nun in mehreren Freds als mindestens rechtsradikal geoutet, inkl. angedeuteter Holocaust-Leugnung.
Ja, ich hab zwar nicht den Begriff "rechtsradikal" benutzt, aber rechts passt wohl, im Grossen und Ganzen zumindest... "Geoutet" - das klingt, als hätte ich etwas kundgetan, dass man normalerweise lieber geheimhält... Ist das soweit schon gekommen, dass man Mut dafür braucht, zu sagen, dass man rechts ist...? Loide, Loide...
Und Holocaust geleugnet hab ich nicht, weder angedeutet, noch sonst irgendwie... Allerdings muss ich gestehen, dass ich mich klarer, und weniger missverständlich hätte ausdrücken müssen, und mit kompletten, vollständigen Sätzen fährt man, in der Regel, auch immer besser...
Gemeint war tatsächlich, dass ich mich, in einem so linken Forum wie allmy, schwer davor hüten werde, mich auf eine Diskussion über den Holocaust einzulassen, ganz egal, ob ich ihn tatsächlich leugne (was nicht in meiner Absicht lag), oder auch nicht... Es würde mich nicht wundern, wenn eine eigentlich neutrale Aussage, wie zB 'ich weiss es nicht, ich war damals nicht dabei', oder etwas in der Art, schon als Holocaust-Leugnung interpretiert werden würde... Daher meide ich das Thema gerne, und nebenbei bemerkt, nervt mich das Thema 3. Reich (in den Medien) mittlerweile sogar ein wenig... Was tatsächliche Holocaustleugner angeht, so kenn ich nicht einmal deren Argumente... war nie mein Interessensgebiet...
Ja, man sollte mit dem Thema sehr vorsichtig sein, im übrigen auch damit, andere als Holocaust-Leugner zu bezeichnen, auch wenn diese sich vielleicht etwas unglücklich ausgedrückt haben mögen...
Da wundert einen so etwas
x-ray-2 schrieb:
Das ewige "gegen Rechts", und "Nazis" hier, "Nazis" da ging mir schon lange auf die Nerven, aber der letzte Knackpunkt war ihr Mitwirken beim "Wir sind mehr"-Konzert in Chemnitz im Jahre 2018. Das hat mir den Rest gegeben..
wirklich nicht mehr.
Was sollte einen denn da wundern...? Dass es sogar noch Leute gibt, die keinen Bock auf Buntheit, und Wokeness haben, und meinen, dass es vielleicht mal an der Zeit wäre, die Grenzen dicht zu machen...?
Aber der Reihe nach: "Rechts" ist eine völlig legitime Position im demokratischen Spektrum, wie "links" auch. Daraus folgt, dass "gegen Rechts" zu sein, undemokratisch ist...
"Nazis" - Ersteinmal gibt es keine "Nazis" mehr, wenn überhaupt, dann "Neo-Nazis"... Aber, ob mit "neo", oder ohne, "Nazi" ist ein eng definierter Begriff, wie dieser aber heutzutage verwendet wird, ist nur noch inflationär... Und das kritisiere ich... Nebenbei bagatellisiert man so auch noch die Verbrechen der tatsächlichen Nazis...
Stirnsänger schrieb:Bitte belegen!
CONGRATULATIONS! Du hast mich echt erwischt... Entweder bin ich damals Fakenews aufgesessen, verwechsel etwas, oder hab es geträumt... keine Ahnung...
Wie auch immer, ich kann es
nicht belegen, weil es offenbar nicht stimmt, dass Anfahrten vom Staat bezahlt wurden...
Ich sollte mir dringend angewöhnen, nicht immer so impulsiv ins Keyboard zu hauen... Zum Glück hast du darauf aufmerksam gemacht...
abberline schrieb:Politik in der Musik find ich in den meisten Fällen arg anstrengend, vor allem, wenn missioniert werden soll.
Ich eigentlich auch, meistens jedenfalls... Als grosser Fan von Bands wie The Ventures, oder The Shadows hab ich kein Problem damit, wenn es sogar überhaupt keine Texte gibt... Und wenn schon politisch, dann aber von authentischen Emotionen getragen, was man sowohl bei linken, wie auch bei rechten Bands gleichermassen finden kann...
abberline schrieb:Jello Biafra von den Dead Kennedys
Yeah^^ Definitiv links-grün, aber der Mann hat Format... und echt gute Songs mit geistreichen Texten...
Auch Punk darf gerne ambivalent sein - am Anfang war das ja auch so - auch in Deutschland - da ging von Slime über OHL, von Daily Terror bis ganz frühe Onkels (mit s), Cotzbrocken, Middle Class Fantasies, DAF und Fehlfarben auch alles.
Noch mal yeah^^ Anfang der 80er war ich zwar noch zu jung, um schon selber mitzumischen, aber ich erinnere mich gut an die Zeit, und weiss noch, dass Punks, und Skins damals noch nicht so verfeindet waren... Ich erinnere mich zB auch an eine alte Folge SOKO 5113 (damals noch mit Diether Krebs), in der rechte Punks vorkamen, die es auf einen türkischen Mitschüler abgesehen hatten...
OHL, Daily Terror - das waren in der Tat solch "ambivalente" Bands... Und ich glaube sogar, wenn Slime damals sangen Nazis raus, dann meinten sie damit gar nicht in erster Linie die Skins, sondern bestimmte Teile des "Establishments", die Justiz, die Bullen, vielleicht sogar die eigenen Eltern... Dass es speziell um Skins ging, kam später... Und heute ist ja quasi jeder "Nazi", der nicht links ist...
In gewisser Weise finde ich sogar, dass sich die damals ziemlich unpolitischen Hosen, und Ärzte sogar in recht erfrischender Weise von den ganzen Politbands abgehoben haben... Debil, Opel-Gang, Damenwahl waren super Alben, und ich hab sie echt geliebt - bis heute verbunden mit Kindheits- und Jugenderinnerungen... Ich hatte die Haare im "Ärzte früher"-Style und bunte Klamotten, die null zusammenpassten wie damals die Toten Hosen... Das waren Zeiten...
So, genug in Erinnerungen geschwelgt... Zumindest für heute^^