Wollt ihr die DDR zurück ?
10.03.2026 um 21:51Logisch weil die auch soviel DDR kanntenabberline schrieb am 07.03.2026:im Osten wurden überrannt. Bemerkbar macht sich das bis heute - gerade bei jungen Leuten
Logisch weil die auch soviel DDR kanntenabberline schrieb am 07.03.2026:im Osten wurden überrannt. Bemerkbar macht sich das bis heute - gerade bei jungen Leuten
Auch uns wurde mal auf Schritt und Tritt verfolgt und bespitzelt. Auf dem Weg vom Bahnhof Köpenick mit der Straßenbahn zu ihr nach Hause, haben wir über bestimmte Themen unterhalten und meine Tante sagte, wir sollen nicht soviel und so laut unterhalten, "die" sitzen auch im Wagen. In der Einreise in der DDR in Berlin Friedrischstraße musste man immer angeben, wo und wie lange (von wann bis wann) und zu wem man in der DDR (oder Ostberlin) einreist und besucht, dann musste man die volle Anschrift angeben. Meine Tante war immer etwas Staatstreu gewesen,darum war das Verhältnis zwischen meine Mutter und ihre Schwester (meine Tante) nicht immer gut gewesen. Meine Mutter ist in Schwäbisch Gmünd geboren und zog dann nach Berlin. Kurz vor dem Mauerbau zog sie wieder zurück. Sie wollte in Berlin Krankenschwester werden, durfte es aber nicht, weil sie nicht in die FDJ (Freie Deutsche Jugend) wollte und nicht in die SED war. Sie musste dann vom Staat aus in einer Wäscherei arbeiten. Meine Tante blieb in Berlin,da sie einen Mann kennengelernt hatte. Heute gibt es keinen Kontakt mehr zu meine Verwandtschaft (Cousinen,...) aus der ehemaligen DDR (Köpenick),auch da war das Verhältnis zwischen uns nicht so gut gewesen. Auch hatte ich viele Freunde und sogar eine "Freundin" dort, die ein paar Häuser von meiner Tante entfernt wohnte. In jedem Urlaub trafen wir uns, haben Briefe geschrieben,hab mich schon informieren lassen, ob eine Ausreise ihrerseits möglich wäre,falls es sich weiter entwickelte etc. Doch als die Mauer gefallen ist, wollte sie plötzlich nichts mehr von mir wissen,war ihr nicht mehr Recht genug.martenot schrieb am 09.03.2026:Dafür wurde man bespitzelt
Das ist tatsächlich etwas, was ich nie gemocht hatte bzw. hätte und mir auch in Zukunft nicht wünschen würde. Das Problem ist ja, dass es heutzutage wesentlich einfacher ist, die Menschen zu überwachen, auch ohne aufwändige Stasistrukturen. In einer DDR 2.0 würden wahrscheinlich ganz andere Maßnahmen entstehen als damals (umfassender, lückenloser). Weiß nicht, ob ich mir das als Einwohner wünschen würde.ORLeTS schrieb:Auch uns wurde mal auf Schritt und Tritt verfolgt und bespitzelt.
Das spielt keine Rolle, weil @sooma einfach recht hat:rainlove schrieb am 10.03.2026:Hast du in der DDR auf dem Land in einer Gemeinschaft gelebt?
Nee, eben nicht, von dir kam das:rainlove schrieb:Du übertreibst ich sagte nur weniger
Und das ist nunmal Quatsch.rainlove schrieb am 08.03.2026:Kriminali5ät gab's hier fast garnicht wenn dann nur schlägerein wegen Suff.
Mein Eindruck ist, dass eine Art rückwärtsorientierter Nostalgie entstanden ist, bei der man sich überwiegend an die "gemütlichen" Seiten der DDR erinnert. Die Unrechts- und diktatorischen Aspekte spielen da eher keine Rolle, bzw. höchstens bei Aspekten, die man sich wünscht (keine Ausländer, strenge Strafverfolgung bei "Unruhestiftern", etc.)RogerHouston schrieb:Die DDR war ein diktatorischer Unrechts-Staat. Wie kann man sich sowas zurück wünschen?
Ja, genau wie bei Adolf - "war ja nicht alles schlecht (Autobahnen) und bei Adolf hät's das nicht gegeben."martenot schrieb:höchstens bei Aspekten, die man sich wünscht
"Verbindung mit AfD abstoßend": Simson-Erben wehren sichQuelle: https://www.tagesschau.de/inland/regional/thueringen/mdr-verbindung-mit-afd-abstossend-simson-erben-wehren-sich-102.html
In der Sowjetunion gab's ja auch keine Kriminalität, nur beim bösen Klassenfeind. Kapitalismus und so, im Sozialismus natürlich nicht, da es ja auch keine soziale Ungleichheit gab, aufgrund derer viele Verbrechen geschehen. ;)Stirnsänger schrieb:Dieses ganze "Es gab keine Kriminalität - Ding" ist natürlich nichts weiter als Verklärung der Realität.
Doch, das muss man immer wieder betonen, auch, dass die DDR selber ein Unrechtsstaat war!Photographer73 schrieb:Man könnte jetzt natürlich argumentieren, dass das in der DDR ebenfalls aus ideologischen, politischen und propagandistischen Gründen verschwiegen wurde, aber das bringt eh nix.
Eigentlich sollte das jeder wissen, aber du hast recht. Anders kann man der Verklärung wahrscheinlich nicht entgegentreten.superuschi schrieb:Doch, das muss man immer wieder betonen, auch, dass die DDR selber ein Unrechtsstaat war!
Da habe ich früher von DDR-Anhängern schon gehört, dass das ja gar nicht so schlimm gewesen wäre, weil man ohnehin nicht hätte weg wollen.Neustarter schrieb:Das Schlimmste war ja, dass man eingesperrt war und den SED-Ideologen sowie den "Staatsorganen" dadurch ausgeliefert war.
Es gab in der DDR genauso viel Kriminalität wie in der BRD,in Großstädten wie in kleinen Dörfern,nur wurde das so gut es geht, nicht öffentlich gemacht, weder in der DDR Tageszeitung:"neues Deutschland" und andere, wie auch in der "AK - aktuelle Kamera", TV Nachrichten ala Tagesschau. Alles war staatlich gelenkt und bestand primär aus der SED Führung. Die wollten ihren Bürgern klar machen,dass solche Sachen in ihrem sozialistischen Staat nicht vorkommen und besser sei,als das "Feindesland" gegenüber. Kriminalität? Gab es nicht unter Honeckers Führung.rainlove schrieb am 08.03.2026:Kriminali5ät gab's hier fast garnicht wenn dann nur schlägerein wegen Suff.
Kommt mir nicht sehr glaubwürdig vor. Die Reiseproblematik war DAS Thema in der Wendezeit, was sich dann am 9. November entladen hat, als die Grenzübergangsstellen gestürmt wurden. Mancher hat vielleicht eine Knastneurose entwickelt und sich mit der Situation auch innerlich arrangiert, aber in der Masse war das Thema durchaus virulent.martenot schrieb:Da habe ich früher von DDR-Anhängern schon gehört, dass das ja gar nicht so schlimm gewesen wäre, weil man ohnehin nicht hätte weg wollen.
Wahrscheinlich nicht. Die Situation ist dann doch sehr bedrückend, zumal das Territorium der ehemaligen DDR ja nun doch sehr überschaubar gewesen ist.martenot schrieb:Die Frage wäre, ob man eine in beiden Richtungen geschlossene Grenze akzeptieren und gut finden würde.
Na ja, das betrifft dann wohl eher jene mit Migrationshintergrund, die man dann gerne loswerden oder gar nicht erst hereinlassen will. Die "Bio-Deutschen" dürfen gerne bleiben oder je nach Wunsch ein- und ausreisen, wobei die Stammwählerschaft ohnehin in ihren Schrebergärten ihren Urlaub verbringen dürfte ... ;)martenot schrieb:AfD-Regime
Das mit den "Biodeutschen" habe ich verstanden, allerdings dürften auch von denen nicht alle bedingungslos weiterhin willkommen sein. Ich denke, neben der "Bio-Abstammung" dürfte es auch nicht unwesentlich für die Duldung im Land sein, dass man der AfD herzlich zugeneigt (oder zumindest nicht kritisch gegenüber) steht. Und auch als Biodeutscher kann man sich unbeliebt machen (siehe LGBT, falsche politische Einstellung, falsche Religion, freundlich zu Menschen mit Migrationshintergrund, etc.).Neustarter schrieb:Die "Bio-Deutschen" dürfen gerne bleiben oder je nach Wunsch ein- und ausreisen