martenot schrieb am 09.03.2026:Dafür wurde man bespitzelt
Auch uns wurde mal auf Schritt und Tritt verfolgt und bespitzelt. Auf dem Weg vom Bahnhof Köpenick mit der Straßenbahn zu ihr nach Hause, haben wir über bestimmte Themen unterhalten und meine Tante sagte, wir sollen nicht soviel und so laut unterhalten, "die" sitzen auch im Wagen. In der Einreise in der DDR in Berlin Friedrischstraße musste man immer angeben, wo und wie lange (von wann bis wann) und zu wem man in der DDR (oder Ostberlin) einreist und besucht, dann musste man die volle Anschrift angeben. Meine Tante war immer etwas Staatstreu gewesen,darum war das Verhältnis zwischen meine Mutter und ihre Schwester (meine Tante) nicht immer gut gewesen. Meine Mutter ist in Schwäbisch Gmünd geboren und zog dann nach Berlin. Kurz vor dem Mauerbau zog sie wieder zurück. Sie wollte in Berlin Krankenschwester werden, durfte es aber nicht, weil sie nicht in die FDJ (Freie Deutsche Jugend) wollte und nicht in die SED war. Sie musste dann vom Staat aus in einer Wäscherei arbeiten. Meine Tante blieb in Berlin,da sie einen Mann kennengelernt hatte. Heute gibt es keinen Kontakt mehr zu meine Verwandtschaft (Cousinen,...) aus der ehemaligen DDR (Köpenick),auch da war das Verhältnis zwischen uns nicht so gut gewesen. Auch hatte ich viele Freunde und sogar eine "Freundin" dort, die ein paar Häuser von meiner Tante entfernt wohnte. In jedem Urlaub trafen wir uns, haben Briefe geschrieben,hab mich schon informieren lassen, ob eine Ausreise ihrerseits möglich wäre,falls es sich weiter entwickelte etc. Doch als die Mauer gefallen ist, wollte sie plötzlich nichts mehr von mir wissen,war ihr nicht mehr Recht genug.
Ich war ihr daher nur Recht gewesen, weil ich aus dem Westen kam und ihr Geschenke brachte.
SpoilerKat(h)rin, falls du hier auch angemeldet bist und das lesen solltest,dann weisst du,über wem ich schreibe,kannst mir gern dann eine PN schreiben