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Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?

3.155 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Natur, WAL, Buckelwal ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?

gestern um 19:06
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Aus dem Augen, und dann denken wir uns noch eine schöne Geschichte dazu - und schon haben wir es uns sehr einfach gemacht.
Aber den Gefallen hat Timmy uns nun nicht getan - zum Glück:
Das "in Ruhe und Würde sterben lassen" ist auch nichts weiter als eine schöne Geschichte.

Man hätte den Wal direkt oder spätestens nachdem deutlich wurde, dass er nicht binnen weniger Tage verendete (wie bei stark geschwächten gestrandeten Walen üblich), näher untersuchen müssen, um seinen Zustand halbwegs einschätzen zu können. Wenn dann klar gewesen wäre, es geht nichts mehr, hätte man mMn tatsächlich aktive Sterbehilfe vor Ort leisten müssen. "in Ruhe und Würde sterben" war für das Tier da im Schlick nicht möglich. By the way: Auch da hatte der Wal Schmerzen, Hunger (der mit fortschreitender Zeit immer stärker geworden wäre), Verletzungen (u.a. von Möwen) etc.pp. Es war kein Hospiz, in dem er regelmäßig umgelagert und medikamentös versorgt worden wäre. Er hat dort zum Teil in der Sonne gebrutzelt, konnte sich nicht rühren, um Körperpartien zu entlasten o.Ä. Und das hätte sich sehr wahrscheinlich noch über Wochen hingezogen. Für dieses Tier gab es nur die Wahl zwischen Pest und Cholera. Jetzt so zu tun, als sei das wochen- oder monatelange Verenden im Schlick eine Wohltat für das Tier gewesen, ist mMn sowohl albern als auch realitätsfern.


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Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?

gestern um 19:15
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:hätte man mMn tatsächlich aktive Sterbehilfe vor Ort leisten müssen.
Das hätte ich auch bevorzugt.

Ich denke, dass man dies in Australien auch versucht hätte. (aber wer will schon einen gesprengten Wal am Urlaubsstrand haben - und dazu noch dafür verantwortlich sein...)
Aber die Alternative dazu ist: palliative Versorgung und ansonsten liegen lassen und ausharren.
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Wenn dann klar gewesen wäre, es geht nichts mehr,
Die Fachwelt war einhellig der Meinung, dass da nichts mehr geht...wg. dem Netz, den mehrfachen Strandungen, etc.
Und, ja, man arbeitet mit dem Wissen, dass man aus anderen Walstrandungen aufgebaut hat und arbeitet mit Wahrscheinlichkeiten.

Und das diese richtig waren, hat Timmy uns ja nun bestätigt: er konnte sich weder orientieren und in die richtige Richtung schwimmen, noch war er länger als ein paar Tage überlebensfähing.
Die Wildtiermedizin handelt jedoch weder instinktgesteuert noch nach rein optischen Gesichtspunkten. Sie stützt sich auf Wahrscheinlichkeiten, Tierschutzbewertungen und die Erkenntnis, dass ein Eingriff nicht immer zum Wohle des Tieres ist.

Im Fall von Timmy gelangten Experten des Deutschen Meeresmuseums und des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung sowie internationaler Organisationen zu dem übereinstimmenden Schluss, dass ein Überleben des Wals unwahrscheinlich sei.

Nach wiederholten, erfolglosen Rettungsversuchen kam der Umweltminister des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern zu der Einschätzung, dass weitere Eingriffe den Zustand des Wals voraussichtlich noch verschlimmern würden. Zu diesem Zeitpunkt zeigte Timmy bereits deutliche Anzeichen von Traumatisierung und Erschöpfung.

Diese Entscheidung wurde nicht im Alleingang getroffen. Anfang April stellten sich die Experten für Strandungsfälle der Internationalen Walfangkommission öffentlich hinter die deutschen Behörden. Sie legten dar, dass weitere Rettungsversuche das Leiden des Tieres voraussichtlich nur noch vergrößern würden, ohne dessen Überlebenschancen zu verbessern.
Wildlife medicine, however, does not operate on instinct or optics. It relies on probabilities, welfare assessments and the recognition that intervention is not always beneficial.

In Timmy’s case, experts from the German Oceanographic Museum and the Institute for Terrestrial and Aquatic Wildlife Research, as well as international organisations, reached a consistent conclusion that the whale was unlikely to survive.

After repeated failed rescues, the environment minister for Germany’s state of Mecklenburg-Western Pomerania determined that continued intervention would likely worsen the whale’s condition. By then, Timmy was showing clear signs of trauma and exhaustion.

The decision was not made in isolation. In early April, the International Whaling Commission’s stranding expert panel publicly supported the German authorities. It outlined that further rescue attempts would likely increase suffering without improving survival chances.
Quelle (deutsch: google translator):https://theconversation.com/whale-strandings-draw-emotional-responses-but-repeated-rescues-can-cause-more-harm-281137
Zitat von RomanTischRomanTisch schrieb:
Zitat von OptimistOptimist schrieb:So hatte er wenigstens noch ein paar schöne Tage . Hope könnte also auch noch 1-3 Tage im Skagerrak verbracht haben
Anbetracht dessen, wie es dem Wal schon Freitag, den 01 Mai vormittags erging, halte ich dies für sehr realitätsfern.
Beitrag von Justsaying (Seite 157)


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Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?

gestern um 19:23
Kann sich zufällig noch jemand von euch erinnern, woher man (Backhaus hatte das ja so betont) die Gewissheit hatte, dass timmy ein Bulle ist? Wurde das im DNA test festgestellt oder nur durch äußerliche Begutachtung und gibt's dazu noch eine Quelle bzw erinnert sich jemand genauer? Jetzt heißt es ja von mehreren Experten wiederum, dass der tote Wal weiblich ist.


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gestern um 19:24
Zitat von RayWondersRayWonders schrieb:wenn ein erstes Gutachten widerlegt wurde muss man doch ein neues anlegen oder nicht? und das dann natürlich auch veröffentlichen?
Es gibt die öffentliche Stellungnahme von Stranded No More, die meines Wissens die Grundlage für ein Überdenken der Allgemeingültigkeit des sogenannten Gutachtens bildete und auch bei der Vereinbarung zwischen dem Ministerium und der Initiative eine Rolle gespielt hat.

Ich glaube, dass das auch bei Gericht eingereicht wurde. Ich kann es nicht belegen, aber es hieß seinerzeit, dass Gericht habe Herrn Backhaus nahegelegt, sich zu einigen, da es andernfalls die Klage (oder welchen Rechtsweg auch immer die beschritten hatten) der Initiative zulassen werde. Dem Gericht scheint diese Gegendarstellung ausgereicht zu haben (vielleicht gab es auch noch mehr, da bin ich überfragt) und die Super-Experten hatten wohl auch immer noch nicht mehr vorzuweisen als Vermutungen. Wenn denen so sehr am Wal und dessen "in Ruhe sterben" gelegen hätte, hätte es ihnen freigestanden, entsprechende Befunde zu beschaffen und vorzulegen. Ist aber nicht passiert. Sich dann hinterher hinstellen und das große Lamentieren anfangen, wirkt auf mich eher peinlich für die Super-Experten.

Ob die Initiative zum Erstellen eines zweiten Gutachtens verpflichtet war, vermag ich nicht zu beurteilen, glaube ich aber nicht. Ich glaube, weil das alles unter dem Titel Duldung lief, konnte das Ministerium keine verpflichtenden Forderungen stellen. Zur Veröffentlichung war zumindest die Initiative nicht verpflichtet und mMn schulden die der Öffentlichkeit auch tatsächlich gar nichts (aber ich weiß, dass die meisten Leute das anders sehen).

Ich bleib dabei, wenn man wirklich unbedingt Daten haben will, kann man sich ans Ministerium wenden. Das unterliegt doch einer Auskunftspflicht. Dass die keine Trackerdaten haben, glaube ich denen. Aber zu allem, was noch an Land passiert ist, müssten die Infos haben.


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gestern um 19:30
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Aus dem Augen, und dann denken wir uns noch eine schöne Geschichte dazu - und schon haben wir es uns sehr einfach gemacht.
Aber den Gefallen hat Timmy uns nun nicht getan - zum Glück:
Das "in Ruhe und Würde sterben lassen" ist auch nichts weiter als eine schöne Geschichte.
Ein Sterbeprozess verlangt auch denen, die mitfühlen, einiges ab.
Hier kann man oft nur hilflos zusehen, aber nicht wirklich helfend eingreifen.

Und weggucken bzw. einen sterbenden Timmy ausser Sichtweite schaffen und verkünden, dass man Signale habe, die zeigen, wie Timmy schwimmt und taucht (so tief taucht, dass er best auch frisst - hallo Herr Backhaus )...das ist doch Augenwischerei.
Märchenstunde.

Da ist ein geschundenes Tier ins Meer gezerrt worden....

Ich hatte mich eh gefragt, warum die Barge nach dieser schweren See am Freitag nach ihrer Umkehr nochmal drehte und man dann versuchte, Timmy auszubringen. Da war doch schon ersichtlich, dass Timmy arg strapaziert geworden ist:
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb am 01.05.2026:Ich fände es absurd, Timmy jetzt ins Meer zu kippen. Oder glaubt noch jemand, dass Timmy überleben wird, wenn er in den nächsten Stunden aufs Meer ausgebracht wird?
Aber gut, die Aternative wäre gewesen, mit einem arg strapazierten Wal in einen Hafen einzulaufen.
Und das Scheitern des Rettungsversuches einzugestehen.

Nochmal: Jeff und Co hatten am Freitag, 01 Mai, vormittags schon Zweifel, ob Timmy noch die nächste Nacht auf der Barge überleben würde.
Und dann so ein geschwächtes Tier auszubringen? ??? Was will man dann erwarten...realistischerweise das, was passiert ist. Wal tot.


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gestern um 19:32
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:ruhige Umgebung, palliative Versorgung.
All das war nachweislich nicht gegeben. Verklär das jetzt nicht.

Zäune wurde aufgestellt, um die schaulustigen Horden zurückzuhalten. Selfie Sticks am Wal, Influencer und Pack, was da überhaupt nichts verloren hat.

Bis auf das von der Barge bekommen, war die wie auch immer "Rettung" pro Wal gedacht und wenn er ein paar Tage, selbst wenn es nur ein einziger Tag in Freiheit war und die Natur dort ihren Lauf genommen hat, ist das immer noch würdevoller als das, was du als palliativ bezeichnest. In beiden Fällen wäre er am Ende tot. Das ist er jetzt.


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gestern um 19:35
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Die Fachwelt war einhellig der Meinung, dass da nichts mehr geht...wg. dem Netz, den mehrfachen Strandungen, etc.
Und, ja, man arbeitet mit dem Wissen, dass man aus anderen Walstrandungen aufgebaut hat und arbeitet mit Wahrscheinlichkeiten.
Und Walstrandungen an Küsten mit ganz anderern Begebenheiten als Grundlage zu nehmen und daraus Wahrscheinlichkeiten abzuleiten, kann ich für die erste Woche quasi noch nachvollziehen. Aber dann wurde eigentlich immer klarer, dass dieses Tier möglicherweise nicht sterbenskrank ist. Spätestens da hätte man mal genauer hinschauen müssen und von Wissenschaftlern hätte ich da auch mehr wissenschaftlichen Eifer und mehr Neugier erwartet, statt eine dröges "das haben wir immer schon so gemacht". Das war ein weltweit einzigartiger Fall, da hätte man sich als Super-Experte doch auch mal hinterklemmen können. Aber die haben nicht mal die Atmung längerfristig beobachtet. Ich finde das für Experten echt peinlich.

Und ganz so einhellig war sich die Fachwelt eben nicht richtig. Die Fachwelt, die sich zwar mit Meeresbiologie, aber weniger mit Rettungen (und wenn dann nur theoretisch) befasst, war sich vielleicht einig, aber auch da gab es Abweichler. Die Fachwelt, die sich mit Meeresbiologie und auch aktiv mit Rettungen befasst, war in großen Teilen eher der Meinung, dass so ein junges Tier eine Chance verdient hat. Paul Watson war da zum Beispiel auch sehr deutlich.

Ich glaube es gibt die Walexperten, die sich eher mit der Art als solche (nicht mit einzelnen Tieren), Forschung an Proben von verstorbenen Tieren etc. befassen und eben auf ihre Zahlen und Wahrscheinlichkeiten schauen und dann gibt es die Walexperten, die eher bei Rettungen einzelner Tiere am Start sind und eher auf das einzelne Individuum und dessen Leben schauen. Zu Wort kamen und kommen leider vor allem die der ersten Kategorie.


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gestern um 19:35
Zitat von InterestedInterested schrieb:und wenn er ein paar Tage, selbst wenn es nur ein einziger Tag in Freiheit war und die Natur dort ihren Lauf genommen hat, ist das immer noch würdevoller als das,
Du hast gelesen, was Jeff zum Zustand des Wales bereits einen Tag vor der Ausbringung geschrieben hat?

Wenn ja, dann haben wir echt sehr verschiedene Auffassungen, was würdevoll bedeutet.....
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Aber dann wurde eigentlich immer klarer, dass dieses Tier möglicherweise nicht sterbenskrank ist.
Und wie hätte man Timmy einigermassen unbeschädigt in geeignetes Gewässer ausbringen können?

Mit der Barge ja wohl nicht (und ich verweise nochmals auf Jeffs Bericht zu den letzten beiden Tagen).
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:die Walexperten, die eher bei Rettungen einzelner Tiere am Start sind und eher auf das einzelne Individuum und dessen Leben schauen.
Man hat es hat noch nie geschafft, einen Großwal Richtung Atlantik zu transportieren - als Lebendbergung. So, dass ein überlebensfähiger Wal wieder freigesetzt wird.

Und es gibt auch keine Wafauffangstation für Großwale, in die man Timmy zum Aufpäppeln hätte bringen können. Alles Märchen der Retterinitiative und Backhaus.


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gestern um 19:39
@Justsaying

Ich hab mittlerweile so viel gelesen, so viele unterschiedliche Aussagen und Darstellungen. Fakt ist, der Wal ist tot. Er wäre auch dort im Schlick verendet. Die Schuldzuweisungen bringen jetzt gar nichts mehr. Wenn Jeff sagt, was Jeff sagt, warum haben die Geldgeber da nicht drauf gehört? Warum versenkt man 2 Millionen im Meer, wenn man nicht an eine Rettung glaubt?

Es ist mir auch ehrlich gesagt zu müßig. Ich hab dir nur höflicherweise antworten wollen. Der Wal ist tot. Die Story ist zuende. Ich bin hier raus.


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gestern um 19:46
Zitat von InterestedInterested schrieb:Wenn Jeff sagt, was Jeff sagt, warum haben die Geldgeber da nicht drauf gehört?
ok, Du hast Dir nicht angeschaut, was Jeff zu den letzten beiden Tagen, die Timmy auf der Barge verbrachte, geschrieben hat.

Dann: behalte Dir Dein Bild, es ist dtl schöner als die Realität.
Zitat von InterestedInterested schrieb:Der Wal ist tot. Die Story ist zuende.
Nee. zum Glück wird es eine Obduktion geben.
Meeresmuseum fordert unabhängige Obduktion wegen „Manipulationen“ am Wal
Der Wal wurde mit Gurten gezogen, mit Zinksalbe behandelt und von Menschenhand gefüttert: Das Meeresmuseum fordert darum eine Untersuchung.
Quelle:
https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/tiere/toter-buckelwal-meeresmuseum-fordert-unabhaengige-obduktion-wegen-manipulationen-200851086.html

Arg. Schlimmer geht immer - Backhaus hat wohl auch nicht gelesen, was Jeff auf seinem Blog veröffentlicht hat....arrhg.
(Wie verblendet kann man sein....unglaublich)
Backhaus zu Wal-Rettungsversuch: „Haben jetzt ein System“
Der letztlich gescheiterte Rettungsversuch für den in der Ostsee gestrandeten Buckelwal ist aus Sicht von Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus nicht umsonst gewesen. „Wir haben bewiesen, was möglich ist, wir haben jetzt ein System“, sagte der SPD-Politiker in einem Interview des „Nordkurier“.
Eine private Initiative hatte den rund zwölf Meter langen und zwölf Tonnen schweren Meeressäuger Ende April vor der Insel Poel nahe Wismar in einen gefluteten Lastkahn, eine Barge, bugsiert. Ein Schlepper zog die Barge dann durch das Kattegat bis an den Beginn der Nordsee. Rund 70 Kilometer nördlich von Skagen wurde der Wal am 2. Mai ins Meer entlassen.
Backhaus sagte in dem Interview weiter: „Hätten wir diese Methoden schon am Anfang in Niendorf gehabt, hätten wir nicht mit einer Chance von 0,1 Prozent gearbeitet, sondern vielleicht mit 60 bis 70 Prozent Sicherheit, ihn heil herauszubekommen.“
Quelle: https://www.abendblatt.de/mecklenburg-vorpommern/article411532336/daenen-lassen-toten-buckelwal-timmy-am-strand-moewen-fressen-sich-satt-122.html


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gestern um 19:51
Er wurde nicht gefüttert. Das ist schon mal Bullshit.
Buckelwale sind Filterfresser. Sie nehmen Unmengen von Wasser mit auf, was sie wieder rauspumpen. Das was das Museum da angibt, hat nicht stattgefunden, weil anatomisch nicht möglich. Soviel mal dazu.


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Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?

gestern um 19:53
Wenigstens wird Dtl nun ein einheitliches Protokoll zu Walstrandungen erarbeiten - mal sehen, ob da ein Transport von Großwalen vorgesehen sein wird.....mich würde es wundern, gerade auch nach der Erfahrung von Timmy auf der (nicht hochseetauglichen) Barge.
Backhaus sagte in dem Interview weiter: „Hätten wir diese Methoden schon am Anfang in Niendorf gehabt, hätten wir nicht mit einer Chance von 0,1 Prozent gearbeitet, sondern vielleicht mit 60 bis 70 Prozent Sicherheit, ihn heil herauszubekommen.
Quelle: https://www.abendblatt.de/mecklenburg-vorpommern/article411532336/daenen-lassen-toten-buckelwal-timmy-am-strand-moewen-fressen-sich-satt-122.html

Folgendes hat das DMM bereits kurz nach EInbringung von Timmy in die Barge veröffentlicht:
Der Buckelwal in der Kirchsee vor Poel wurde am 28.04.2026 von zahlreichen Helfer*innen in eine sogenannte Barge bewegt. Das passive Verhalten des Wales lässt – im Vergleich zum Verhalten eines gesunden Buckelwals – vermuten, dass er sich in einem sehr schlechten Gesundheitszustand befindet.

Neben der Frage nach den Überlebenschancen in der Nordsee oder im Nordatlantik stellt sich daher außerdem die Frage, welche physischen und psychischen Schäden die geduldete Lebendbergung bei dem bereits fünfmal gestrandeten Tier hervorruft und was hinsichtlich des Tierwohles und -schutzes gebilligt werden kann.
Das Deutsche Meeresmuseum betont, dass es bei der Bewertung der Situation des Buckelwales nicht um die technische Machbarkeit eines Transportes ging, sondern um das Wohl des Tieres und die Vermeidung jeglichen weiteren Leidens. Der Gesundheitszustand war bereits vor Wochen als besorgniserregend zu bewerten. Der nun begonnene mehrtägige Transport des Wals per Barge wird sehr wahrscheinlich zu weiterem Stress und eventuellen Verletzungen führen.

Die auf Akustik spezialisierten Wissenschaftler*innen des Deutschen Meeresmuseums gehen davon aus, dass insbesondere der durch Schiffsmotoren entstehende Lärm in die Barge geleitet wird. Diese wirkt als Resonanzkörper, innerhalb dessen die Schallreflexionen eine konstant sehr hohe Lärmbelastung für das Tier verursachen. Auch Motorlärm von Begleitschiffen und selbst Wellenschlag tragen zu einem konstant hohen Schallpegel innerhalb des Metallkörpers bei. Messungen des Schallpegels und der Frequenz innerhalb der Barge bei voller Fahrt und ein Abgleich mit dem Audiogramm (frequenzabhängige Hörempfindlichkeit) von Buckelwalen werden nach Kenntnis des Deutschen Meeresmuseums nicht durchgeführt. Eine temporäre oder gar dauerhafte Schädigung des Hörvermögens kann somit nicht ausgeschlossen werden.

Das Abladen des Tieres ins offene Meer birgt die Gefahr, dass es ertrinkt. Es ist sehr geschwächt und findet im offenen Meer keine Möglichkeit, sich abzulegen. Von einer Rettung des Wales kann erst dann gesprochen werden, wenn er sich als Einzelindividuum selbstständig und dauerhaft auf seiner gewöhnlichen Route im Nordatlantik bewegt, wenn er selbstständig frisst und sich sein Gesundheitszustand verbessert.
Quelle:https://www.deutsches-meeresmuseum.de/presse/meldungen/post/statement-des-deutschen-meeresmuseums-nach-der-verbringung-des-buckelwals-in-eine-barge


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Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?

gestern um 19:56
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Nochmal: Jeff und Co hatten am Freitag, 01 Mai, vormittags schon Zweifel, ob Timmy noch die nächste Nacht auf der Barge überleben würde.
Und dann so ein geschwächtes Tier auszubringen? ??? Was will man dann erwarten...realistischerweise das, was passiert ist. Wal tot.
Aber die Frage, ob er noch eine Nach in der Barge schafft, wurde doch vor allem vor dem Hintergrund geäußert, dass es wegen des Wetters in der Barge problematisch für den Wal werden wird. Da geht es doch eher darum, ob er es schafft, sich noch eine Nacht bei rauer See bzw. zu erwartender noch rauerer See in der Barge zu halten, ohne noch größeren Blessuren zu erleiden, nicht darum, dass sie damit rechneten, dass er in der Nacht ohnehin verenden würde, weil er zu krank oder schwach war. Bei den Anmerkungen zum körperlichen Zustand bezog er sich eindeutig auf die Verletzungen, die er sich durch den rauen Seegang auf der Barge zugezogen hatte und nicht darauf, dass der Wal ohnehin keine Überlebenschance hätte.

Und ja, ich kann einen englischen Text verstehen.


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Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?

gestern um 20:06
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Sich dann hinterher hinstellen und das große Lamentieren anfangen, wirkt auf mich eher peinlich für die Super-Experten.
Eine Obduktion wurde Anfang April angeordnet , obwohl noch kein Gutachten vorlag ?

Na , sowas und dies sogar schon nach der Sichtung im März vor Wismar ??
Ursprünglich wollte das Meeresmuseum selbst eine Obduktion des Tieres vornehmen, unter Beteiligung externer unabhängiger Fachleute. Eine entsprechende Genehmigung lag vor. Das gab das Meeresmuseum Anfang April bekannt. Damals lag der Wal noch lebend in der Bucht von Wismar,
Quelle: https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/tiere/toter-buckelwal-meeresmuseum-fordert-unabhaengige-obduktion-wegen-manipulationen-200851086.html

Aha , zu dieser Zeit gingen die Experten schon davon aus , das Hope das nicht überlebt. Hope , der Buckelwal wurde schon damals vom DMM als Finnwal ausgegeben.
Auch wenn im Gutachten nicht explizit von 21 Tagen als das Maximum angegeben wurde , sollte doch jeder wissen , was es damit auf sich hatte.

Peinlich , peinlich , würde ich mal sagen.


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Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?

gestern um 20:06
Zitat von InterestedInterested schrieb:Er wurde nicht gefüttert. Das ist schon mal Bullshit.
Buckelwale sind Filterfresser. Sie nehmen Unmengen von Wasser mit auf, was sie wieder rauspumpen. Das was das Museum da angibt, hat nicht stattgefunden, weil anatomisch nicht möglich. Soviel mal dazu.
Ich halte ja nicht viel von dem Museum, aber hier muss ich wohl mal für das Museum in die Bresche springen. Man hatte dem Wal tatsächlich etwas Fisch (ich weiß nicht mehr welcher, vielleicht war es Hering) angeboten, aber wohl eher, um zu schauen, ob er darauf reagiert und ggf. das Maul öffnet. Dieser musste übrigens noch vorher im Labor untersucht werden.

Und ich glaube, Buckelwale fressen auch Heringe. Man geht ja auch davon aus, dass dieser Wal durch die Verfolgung von Heringsschwärmen in die Ostsee gelangt ist.
https://scilogs.spektrum.de/meertext/bubblenet-feeding-die-blasennetze-der-buckelwale/


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Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?

gestern um 20:13
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Und ja, ich kann einen englischen Text verstehen.
Schön.
Da steht, dass der Zustand des Wales am Freitag bereits derart grottig war, dass die 3 amerikanischen Experten und Ärztin Anne Bedenken hatten (und wie es sich liest: bereits am Freitag vormittag um 1o Uhr), dass Timmy noch eine weitere Nacht auf der Barge überstehen würde.
Insbesondere angesichts des angekündigten Wetters - was man sich nicht aussuchen kann, wenn man mit einem Schiff unterwegs ist - nur in Science Fiction Filmen kann man sich in ruhigere Gefilde beamen. Mitten auf der See hilf da nichts mehr - die nächste Nacht kommt, und den Freitag über hat man Timmy nicht von der Barge bekommen - nicht durch die Fahrt mit abgesenkter Barge ohne Netz und auch nicht durch die abendlichen Versuche bei denen dieses kleine gelbe Schlauchboot zum Einsatz kam.... und dann waren die Abendstunden da und man musste die Ausbringungsversuche abbrechen. Und dank News5 haben wir doch gesehen, in welchem Zustand Timmy war...

Mich würde hier noch interessieren, warum die Fortuna zunächst Richtung Land zurückfuhr, aber dann wieder die Richtung wechselte und wieder Richtung Norden fuhr....trotz Wetter, trotz Timmys Zustand...
Based on these observations, Jeff, Mike, Kyra and Anne expressed serious concern regarding the whale’s physical condition and ability to withstand another night aboard the barge, particularly given forecasts indicating worsening sea conditions as the vessel continued northward.
Quelle: https://whalesanctuaryproject.org/summary-of-events-surrounding-release-of-timmy-the-whale/
Zitat von RomanTischRomanTisch schrieb:Aha , zu dieser Zeit gingen die Experten schon davon aus , das Hope das nicht überlebt. Hope , der Buckelwal wurde schon damals vom DMM als Finnwal ausgegeben.
Auch wenn im Gutachten nicht explizit von 21 Tagen als das Maximum angegeben wurde , sollte doch jeder wissen , was es damit auf sich hatte.

Peinlich , peinlich , würde ich mal sagen.
Bitte? Bevor Du Dich blamierst, schaue dich mal in die Pressemitteilung.
Der Wal war von etlichen Stellen aufgegeben und entsprechend wurde für die Obduktion des Wales geplant. Ist ja nichts, was man regelmässig auf dem Tisch hätte....was daran soll verwerflich oder 'peinlich' sein?
02.04.2026
Nachdem das Umweltministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern, das Deutsche Meeresmuseum, das ITAW sowie die Umweltorganisationen Greenpeace und Sea Shepherd mitteilten, dass weitere Rettungsversuche für den Buckelwal vor der Insel Poel nicht erfolgversprechend sind, laufen derzeit vorsorglich die Planungen der Behörden und des Deutschen Meeresmuseums für die wissenschaftliche Obduktion.
Quelle: https://www.deutsches-meeresmuseum.de/presse/meldungen/post/wissenschaftliche-obduktion-des-buckelwales-wird-vorbereitet

Und ich bin auch froh, dass sich die Dänen inzwischen zu einer Obduktion durchgerungen haben.


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Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?

gestern um 20:26
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Bitte? Bevor Du Dich blamierst, schaue dich mal in die Pressemitteilung.
Soll ich nun lachen oder weinen . Ich mich blamieren? Blamieren sollten sich eher die Experten vom DMM . Warum du dich da miteinreihst , kann ich nun beim besten Willen nicht nachvollziehen.

Zur Entschuldigungen kann man dem DMM noch zu Gute halten . Von ihrer Fehleinschätzung , das es ein Finnwal war , wurde dieser Fehler korrigiert in Buckelwal.


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Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?

gestern um 20:33
Zitat von RomanTischRomanTisch schrieb:Von ihrer Fehleinschätzung , das es ein Finnwal war , wurde dieser Fehler korrigiert in Buckelwal.
Wann war das denn? Hast Du dazu eine Quelle? Wann und wer genau?

Ah - das war am 03 März.
Finnwal in der Ostsee: Tier in Lübecker Bucht aufgetaucht
Stand: 11.03.2026 11:44 Uhr
Quelle:https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/finnwal-in-der-ostsee-tier-in-luebecker-bucht-aufgetaucht,finnwal-112.html
20.03.2026 15:57 Uhr
Experten und Tierschützer waren zunächst davon ausgegangen, dass es sich bei dem Tier um einen Finnwal handelt. Mittlerweile geht Sea Shepherd davon aus, dass es ein Buckelwal ist, daher haben wir diesen Artikel angepasst.
Quelle:https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/luebeck_herzogtum-lauenburg_ostholstein/buckelwal-vor-travemuende-gesichtet,regionluebecknews-1666.html


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Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?

gestern um 21:17
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Wann war das denn? Hast Du dazu eine Quelle? Wann und wer genau?
Meldung vom 04.03.2026
Am 3. März erreichte uns die Meldung, dass sich ein Wal im Hafen von Wismar aufhält. Vor Ort bestätigte sich die außergewöhnliche Sichtung. Es handelt sich um einen Finnwal.
Update vom 10.03.2026: Artbestimmung noch nicht eindeutig möglich
Am 3. März wurde im Hafen von Wismar ein Wal gesichtet.
Zunächst gingen Wissenschaftler:innen des Deutschen Meeresmuseums davon aus, dass es sich um einen Finnwal handelte.
Nach aktueller Bewertung der wissenschaftlichen Mitarbeiter:innen des ITAW vor Ort handelt es sich um einen Buckelwal. Dieser Einschätzung schließen wir uns nun an.
Quelle: https://www.deutsches-meeresmuseum.de/presse/meldungen/post/wal-in-der-ostsee

Aber eine Obduktion anzuordnen oder in Aussicht zu stellen , wenn der Wal noch im Hafen von Wismar , im März wohlgemerkt , herumschwimmt , ist einfach nicht zu akzeptieren , Punkt. Noch dazu lange vorm Gutachten , das erst am 11. April ( 7.April?) vorgelegt wurde.


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Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?

gestern um 21:32
Zitat von RomanTischRomanTisch schrieb:Aber eine Obduktion anzuordnen oder in Aussicht zu stellen
Es ging um die Planung einer Obduktion...und jetzt gammelt der tote Timmy vor sich hin, und mit jedem weiteren Tag der Planung ist abzusehen, dass das Obduktionsergebnis weniger aussagekräftig sein wird....

Und zur Erinnerung: Auch stranded no more hat sich für eine Obduktion ausgesprochen.


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