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CoA 2013 - R2 D02 M01 - Weltmacht USA - bald abgelöst oder nicht?

21 Beiträge, Schlüsselwörter: USA, 2013, Allmystery Clash, Weltmacht, Interpreter, Befen, Fortbestehen, Ablösung
Diese Diskussion wurde von NoSilence geschlossen.
Begründung: beendet

CoA 2013 - R2 D02 M01 - Weltmacht USA - bald abgelöst oder nicht?

28.03.2013 um 14:01
a16ab1 R2 D2 M1
292173 GegnerR2D2M1

THEMA

Werden die Vereinigten Staaten als Weltmacht Nummer 1 bald abgelöst oder bleiben sie bestehen?

<table border="0" cellpadding="7" cellspacing="10"><tr><td>Beginn:</td><td>29.03.2013 / 20:00 Uhr</td></tr><tr><td>Ende:</td><td>30.03.2013 / 20:00 Uhr</td></tr><tr><td>Dauer:</td><td>24 Stunden</td></tr><tr><td>Anzahl der Beiträge:</td><td>max. 10 pro Teilnehmer</td></tr><tr><td>Anzahl der Worte:</td><td>max. 1000 pro Beitrag</td></tr><tr><td>Links pro Beitrag:</td><td>max. 3</td></tr></table>
Jury:
NagaSadow / cassiopeia88 / Makrophage / chen / rageinstinct

Regeln:
Allmystery-Wiki: Clash of Allmystery 2013


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CoA 2013 - R2 D02 M01 - Weltmacht USA - bald abgelöst oder nicht?

29.03.2013 um 20:01
Vorab zur Information:

- Befen hat angekündigt, dass er es nicht pünktlich zum Beginn schaffen wird
- Interpreter beginnt daher den Clash mit seinem ersten Beitrag.

Viel Erfolg.


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CoA 2013 - R2 D02 M01 - Weltmacht USA - bald abgelöst oder nicht?

29.03.2013 um 20:27
Eine Kerzenflamme zittert und erlischt in einem Sturm.
Ein alter Mann stirbt nach einem langen und erfülltem Leben im Kreise seiner Familie.
Ein Imperium überschreitet seinen Zenit und schrumpft, tritt hinter neueren hungrigeren Konkurrenten zurück.
"In the long run we are all dead"
-John Meynard Keynes
Alles einfach alles wird irgendwann verblassen und vergehen selbst der Stern um den unser kleiner blauer Planet kreist.

Doch das Gleichnis führt zu weit. Die Vormacht der USA ist nicht so stabil und dauerhaft wie Planeten, Sterne oder auch nur die Imperien vergangener Zeit.
Tatsächlich gibt es tausende Varianten, Möglichkeiten, Wahrscheinlichkeiten, die zum Ende dieser Vormacht führen können.
Einige werde ich hier vorstellen. Systematiken die unaufhörlich auf das Ende dieses Imperiums hinarbeiten, das seinen Zenit längst überschritten hat.

Selbst aber wenn man all diese Systematiken ablehnt kann das Ende der USA schneller kommen als man es sich sich vorstellen mag, durch die Macht des Zufalls. Wird sie dabei in der Bedeutungslosigkeit verschwinden? Die Wahrscheinlichkeit dafür ist gering.
Aber die Wahrscheinlichkeit das sie in nicht all zu langer Zeit als Nummer 1 abgelöst wird die ist hoch. Tatsächlich spricht einiges dafür das sie diese Vormachtstellung Heute schon nicht mehr hat.

Im Laufe dieser Diskussion werde ich substantielle Zweifel an dieser Vormacht beziehungsweise ihrer Dauerhaftigkeit wecken und das Ende einer Ära besingen ( metaphorisch :D ). Dabei wünsche ich den Lesern viel Spaß.


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CoA 2013 - R2 D02 M01 - Weltmacht USA - bald abgelöst oder nicht?

29.03.2013 um 21:02
Die Situation

Manche werden vielleicht den Clash im letzten Jahr verfolgt haben. Damals habe ich vetreten das die Asiaten die Welt nicht dominieren werden.
Manche werden einen Widerspruch wittern, mich mit meinen eigenen Argumenten konfrontiert sehen.
Tatsächlich könnte nichts der Wahrheit ferner liegen.
Es geht hier nicht um Asiaten die die Welt dominieren. Es geht hier um die USA gegen den Rest der Welt. Im Grunde kann es also für den Sinn der Sache jeder sein, der diesen Platz einnimmt. Um diesen Platz einzunehmen kann ein Land alleine nach dieser Position greifen oder eine Gruppe von Ländern zusammenarbeiten. Auf wirtschaftlichem, sozialem oder politischem Weg.
Asiaten, Europäer, Afrikaner, Amerikaner (vom restlichem Kontinent) selbst die Bürger der USA selber können das Ende ihrer Vormachtstellung einleiten.

Kommen wir also direkt zur ersten Variante

Demokratie, Macht und effektives Regieren.

Vor kurzem lief die USA auf das sogenannte "Fiscal Cliff" zu. Darüber gab es breite Berichte in den Medien.

Wikipedia: Fiscal_cliff

Über die Parteien hinweg war man sich in Amerika einig, das dieses Ereignis unbedingt zu verhindern war. Dennoch zögerte sich ein hart erkämpfter Kompromiss heraus bis es fast zu spät war. Amerika befindet sich im Würgegriff zweier Parteien die sich gegenseitig immer stärker ideologisieren und Schritt für Schritt verlernen notwendige Kompromisse einzugehen selbst bei Themen über die man sich einig ist. Viele Entscheidungen sind von parteipolitischem und wahltaktischem Kalkül geprägt.
Schwere unbequeme kontroverse und wirksame Entscheidungen kann diese Regierung kaum noch treffen. Das verringert die Macht dieses Landes so sehr das man sie als viel geringer annehmen kann als sie vielleicht den Zahlen nach sein mag.

Vorteil China

China ist eine Autokratie und so negativ das auch für die Menschen in diesem Land sein mag, machtpolitisch ist es ein klarer Vorteil. China kann wirksamere und unbequemere Entscheidungen treffen ohne das die Machthaber Angst haben müssen das sie bei der nächsten Wahl aus dem Amt verschwinden. Eine nennenswerte Opposition mit der man Kompromisse finden müsste gibt es nicht. Auch dafür gibt es ein Beispiel:

Wikipedia: Drei-Schluchten-Talsperre

für den Bau dieses Dammes mussten alleine 2 Millionen Menschen umgesiedelt werden. Eine innenpolitische Entscheidung dieser Tragweite ist für Amerika völlig undenkbar.

Was bringt einem Macht, wenn man sie nicht anwenden kann?
Nichts.
Kann Amerika die Entscheidungen treffen die nötig wären um seine Macht zu erhalten, China in seine Schranken zu weisen?
Wahrscheinlich nicht.


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CoA 2013 - R2 D02 M01 - Weltmacht USA - bald abgelöst oder nicht?

29.03.2013 um 21:57
Eine Kerzenflamme zittert und erlischt in einem Sturm. / Wäre der ölgetränkte Docht nicht Leuchtmittel in einer Sturmlaterne.

Ein alter Mann stirbt nach einem langen und erfülltem Leben im Kreise seiner Familie. / So hofft es seine Familie um über dem Erbe sich gegenseitig die Haut abzuziehen, sich zu zerfetzen und auf links zu drehen.

Ein Imperium überschreitet seinen Zenit und schrumpft, tritt hinter neueren hungrigeren Konkurrenten zurück./ Würden diese Konkurrenten bulimistisches Verhalten an den Tag legen und das eigene Volk dazu treiben, sich semihurend auf den Straßen und Müllkippen zu verdingen.
Wie riecht das Wachstum? Wie schmeckt das größte Wirtchaftswunder aller Zeiten?
So beginnt ein Spiegel-Artikel in Heft Nr.10 aus diesem Jahr. China ist krank, lungenkrank, steht auf der Schwelle ein weltumspannendes Krebsgeschwür zu bilden und verschluckt sich jährlich an 750 000 Toten durch Luftverschmutzung. Der Preis für Wirtschaftswunderzahlen, welche ihrerseits der Preis und die Bedingung für die Legitimation der Partei in der Bevölkerung sind.

Weiter im Artikel:
...in Zhejiang brannte eine Möbelfabrik ab, weil die Wachleute nichts merkten. Der Rauch war nicht von der Umgebungsluft zu unterscheiden...viele Flüsse des Landes sind so vergiftet, dass die Behörden es nicht erlauben, das Wasser auch nur zu berühren, geschweige denn damit Felder zu bewässern.
All diese Dinge brachten die neue Führung in Beijing in diesem Jahr in arge Nöte, erstmals bekam das Fundament der Macht nicht bloß Kratzer im Lack sondern Risse und Dellen. Um beruhigende Wachstumszahlen zu präsentieren pumpte man die Immobilienblase erneut auf ein bedenklichen Wert auf und diese Blase ist toxisch für das Riesen-Reich. Für einen Quadratmeter müsste ein Arbeiter der Mittelschicht Chinas ein knappes Jahreseinkommen bezahlen. Ich schreibe das um deutlich werden zu lassen, dass niemand diesen Preis für Häuser und Wohnungen bezahlen wird. Die Folgen sind konzipierte Millionenstädte in denen die Bevölkerungszahl nicht jene, deutscher Kleinstädte überschreitet. Die Folgen der hohen Immobilienpreise sind auch, dass Kredite platzen und es schließlich nicht mehr möglich ist, die Luft aus dem Ballon zu lassen ohne dass er platzt.

In den folgenden Beiträgen werde ich darauf eingehen, dass die Amerikaner darüber informiert sind, dass sie Erfahrung mit Systemen haben, die dem Wirtschafts-System der Sowjetunion unter Chruschtschow nicht unähnlich sind, ich werde die Strategie der Amerikaner beschreiben und besprechen und werde deutlich machen, dass es China - welches neben den USA tatsächlich der einzige Kandidat für eine Weltmacht Nummer 1 wären - es an eben dieser Strategie, erfolgversprechenden Strategie mangelt.

Die Yankees werden nicht länger als nötig die Ordnungsmacht im Nahen Osten bleiben, sie werden nicht länger als nötig chinesische Öl-Lieferungen auf deren Routen, durch die Präsenz der Fünften amerikanischen Flotte garantieren, sie werden nicht länger als nötig astronomische Summen auf militärische Zwecke verwenden und sie werden nicht länger als nötig der eigenen Bevölkerung harte Sparmaßnahmen abverlangen müssen.


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CoA 2013 - R2 D02 M01 - Weltmacht USA - bald abgelöst oder nicht?

29.03.2013 um 22:35
Befen schrieb:So beginnt ein Spiegel-Artikel in Heft Nr.10 aus diesem Jahr. China ist krank, lungenkrank, steht auf der Schwelle ein weltumspannendes Krebsgeschwür zu bilden und verschluckt sich jährlich an 750 000 Toten durch Luftverschmutzung.
Ja. Du scheinst zu vergessen das es hier nicht darum geht, zu debattieren ob China gut oder böse ist, gut oder schlecht mit seiner Bevölkerung umgeht. Tatsächlich ist doch wenn wir es mal realistisch betrachten, der Umstand das die Daten für Chinas Bevölkerung so schlecht sein können und die kommunistische Partei dennoch an der Macht bleibt ein Zeichen dafür das sie wirkliche Macht hat. Die Macht hunderte und tausende seiner Bürger zu opfern um auf die nächste Schwelle zu schreiten.
Und das müssen sie nichtmal tun. Ein paar Maßnahmen gegen die Luftverschmutzung, ein paar Filter bremsen das Wachstum auch nicht wesentlich.
Hast du übrigens ne Quelle für die 750.000?

Du scheinst anzunehmen, das China auf dem jetzigen Stand stillstehen wird, wärend die USA in der Zukunft alle möglichen Pläne hat die auch noch alle erfolgreich sein werden. Ich bezweifele beides.
Du scheinst anzunehmen das es reicht, China als Reich des Bösen zu zeichnen das seine Bevölkerung knechtet. Ich gebe dir in der Hinsicht recht, dass die Bevölkerung leidet und betrachte es, bei allem Mitgefühl, als für die Diskussion irrelevant. Hier geht es nicht um Güte und Freundlichkeit sondern um Macht.
Befen schrieb: In den folgenden Beiträgen werde ich darauf eingehen, dass die Amerikaner darüber informiert sind, dass sie Erfahrung mit Systemen haben, die dem Wirtschafts-System der Sowjetunion unter Chruschtschow nicht unähnlich sind, ich werde die Strategie der Amerikaner beschreiben und besprechen und werde deutlich machen, dass es China - welches neben den USA tatsächlich der einzige Kandidat für eine Weltmacht Nummer 1 wären - es an eben dieser Strategie, erfolgversprechenden Strategie mangelt.
Eine langfristige Strategie seitens der USA würde erfordern, das die nötigen Mehrheiten für die nötigen Gesetze entstehen um diese Strategie durchzusetzen. Die scheint es aber nicht einmal bei kurzfristigen und drängenden Problemen zu geben. China kann langfristige Pläne umsetzen. Die USA scheint zur Zeit ganz glücklich darüber zu sein, dass sie überhaupt eine begrenzte Handlungsfähigkeit hat.
Befen schrieb:Die Yankees werden nicht länger als nötig die Ordnungsmacht im Nahen Osten bleiben, sie werden nicht länger als nötig chinesische Öl-Lieferungen auf deren Routen, durch die Präsenz der Fünften amerikanischen Flotte garantieren, sie werden nicht länger als nötig astronomische Summen auf militärische Zwecke verwenden und sie werden nicht länger als nötig der eigenen Bevölkerung harte Sparmaßnahmen abverlangen müssen.
Werden sie? Warum machen sie es eigentlich jetzt, wenn sie das Konzept längst aufgegeben haben? Was ist die Notwendigkeit die sie zwingt?

Ökonomie

Die Wirtschaft der USA ist dem BIP nach immernoch weltweit führend. Aber das BIP ist nicht die einzige Zahl die die Wirtschaft bestimmt. Das Land ist belastet von erdrückenden Schulden die immer weiter ansteigen. Das Wirtschaftswachstum ist im Gegensatz zu den direkten Konkurenten gering.

Vorteil China

Die USA hat bei China Schulden von über einer Billion Dollar. Viele Amerikanische Firmen sind in chinesischen Besitz übergegangen und der chinesische Staatsfond kauft weiter als wenn es kein Morgen gäbe. Vom simplen immitieren ist die chinesische Wirtschaft längst weg. Ehemals war China die Fabrik der Welt. Jetzt wird es zunehmend auch Chefetage.
Wenn wir also die Rahmendaten vergleichen, haben wir in den USA ein BIP ( nach Kaufkraft ) von 15.6 Billionen $ in China eins von 12,387 .
Chinas Wachstumrate bei diesem Wert war im letzten Jahr 9,62%, die der USA 3,42.
Die Schuldenquote der vereinigten Staaten liegt bei über 98 % des BIP
Die von China bei etwa 30%.
China ist Weltmarktführer bei Getreide, Fleisch, Eisen, Zement, Zink, Zinn, Dünger, Steinkohle, seltenen Erden und vielen Anderen.
Vorallem aber bei der wichtigsten Ressource von Allen. Arbeitskräften. Nirgendwo gibt es mehr davon als in China.
Es hat außerdem gewaltige Potenziale für Entwicklung all dieser Dinge, die in den Staaten fast erschöpft sind.
Vorsichtig geschätzt lässt sich erwarten, das China die USA bezüglich des BIPs nach Kaufkraft in spätestens 10 Jahren überholt und nach weiteren 5 auch den nominalen Wert erreicht.

Wirtschaftliche Macht ausüben kann Amerika in diesem Zusammenhang schon lange nicht mehr. Ihre Wirtschaft ist praktisch von China als Liferanten abhängig. Tatsächlich gingen die letzten Ansätze wirtschaftliche Macht auszuüben eher von China aus. Man betrachte nur die Debatten um die Metalle der seltenen Erden.


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29.03.2013 um 22:47
Die große Herausforderung der zweiten Amtszeit Barack Obamas wird sein, wie Präsident und Kongress den Haushalts-Streit beilegen und die innerpolitische Malaise beenden können. Im Augenblick scheint noch Luft zum Atmen vorhanden, auch wenn der Norden unter erheblichen finanziellen Engpässen und fehlenden, dringend benötigten Investitionen, würgt und ächzt. Das Desaster ist hausgemacht, die Schwindsucht des Dollar heilbar.

Einig ist man sich in der geopolitischen und energiepolitischen Neuausrichtung der Vereinigten Staaten. Man richtet sich auf eine multipolare Welt ein, leitet allerdings nicht den Verlust an Einfluss ein, wie man denken könnte wenn man sich die Strategie betrachtet, sondern wird diesen sogar noch stärken. Denn die Frage ob man Erster unter Gleichen bleibt, ist keine, die sich ausschließlich auf Präsenz und stärkste Volkswirtschaft beschränkt. Hier geht es auch um Schlagkraft, Ansehen und neuen Handelspartnern außerhalb von China.

Und da kommen alte Bekannte ins Spiel, das ist kein Blick in die Glaskugel, das ist Realität, wird derzeit vorbereitet und kann sehr zeitnah verhandelt werden. Der Schulterschluss mit Europa wird einer der beiden großen Stützen der Amerikaner sein. Die transatlantische Hanse oder anders gesagt, die nordatlantische Freihandelszone wird, neben dem Smog der asiatischen Metropolen, den Chinesen die Tränen in die Augen treiben und das Wirtschaftswachstum auf beiden Seiten des Atlantiks nach oben.

Die zweite Stütze wird die Unabhängigkeit von Öl und Gas im Nahen Osten sein. Allen ökologischen Einwänden zum Trotz werden die Amerikaner ihren Energieschatz heben und die Re-Industrialisierung im Land voran treiben. Das hat bereits begonnen und der Preis für Energie in Nordamerika ist auf einem historischen Tief, dort wird er nicht bleiben können, keine Frage, aber um den Motor anzuwerfen ist es eine prächtige Situation, in der sie sich befinden.

Die USA haben kein Interesse daran, dass die Aparatschiks aus der Kommunistischen Partei, Ihnen und ihren Partnern die künftigen Regeln und Fakten diktieren. Nein, die Amerikaner und Europa werden alles dafür tun, dass die Vereinigten Staaten der Tycoon auf dem Planeten bleiben. Und wenn man sich die Meldungen aus den vergangenen Wochen und Monaten betrachtet, dann kann man die Entwicklung erkennen und sieht, dass die Amerikaner ernst machen und die Chinesen zunehmend in Schwierigkeiten kommen.

Wer glaubt, die Schulden würden die USA zu Fall bringen, in eine Pleite rutschen lassen der irrt. Die USA verschulden sich ausschließlich in der eigenen Währung, ein Umstand der viel zu selten in öffentlichen Debatten stattfindet, die Chinesen haben bereits begonnen auf diese einmalige Situation zu reagieren und dampften einen Teil der US-Papiere ein, wie man der Welt-Presse entnehmen konnte.


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29.03.2013 um 23:07
Befen schrieb: Und wenn man sich die Meldungen aus den vergangenen Wochen und Monaten betrachtet, dann kann man die Entwicklung erkennen und sieht, dass die Amerikaner ernst machen und die Chinesen zunehmend in Schwierigkeiten kommen.
Welche denn?
Befen schrieb:Nein, die Amerikaner und Europa werden alles dafür tun, dass die Vereinigten Staaten der Tycoon auf dem Planeten bleiben. Und wenn man sich die Meldungen aus den vergangenen Wochen und Monaten betrachtet, dann kann man die Entwicklung erkennen und sieht, dass die Amerikaner ernst machen und die Chinesen zunehmend in Schwierigkeiten kommen.
Europa ist vorallem an sich selber interessiert. Außerdem nehme ich dein Eingeständnis das die USA Europa braucht um die "angebliche" Vormacht zu halten, als Eingeständnis, das es mit Selbiger nicht weit her ist. Europa ist kein Verbündeter der Vereinigten Staaten auf diesem Weg sondern ein weiterer Konkurrent. Europa wird sich nicht opfern um ein schwächelndes Amerika über Wasser zu halten sondern Bedingungen stellen, Möglichkeiten ausloten, seine eigene Macht voran treiben.

Hier geht es nicht um Ost gegen West, nicht einmal ansatzweise. Alle gegen Alle ist die Devise beim Spiel um die Macht.


Globalisierung, der Große Gleichmacher

Viele schimpfen darüber das die Firmen einer globalisierten Welt von Land zu Land ziehen. Die Leute ausbeuten, immer dahin ziehen wo der größte Gewinn und die günstigsten Arbeitskräfte zu finden sind.
Dabei wir eine Umstand oft übersehen.
Die Firmen steigern die Kaufkraft der jeweiligen Länder, die Länder rücken näher zusammen.
Das führt uns zu einer Schlussfolgerung: Generell und Langfristig wird es allen Bürgern in allen Ländern der Welt gleich gut oder schlecht gehen. Die Ressourcen werden überall auf der Welt gleich erschöpft sein.

Vorteil Indien
Es wird vorausgesagt, dass die die Bevölkerung der indischen Demokratie in nicht allzu langer Zeit die von China überholen wird. Indien hat keine verfehlte "Ein-Kind-Politik". Die Bevölkerungspyramide hat diesen Namen tatsächlich verdient. Indien hat eine teils hervorragend ausgebildete Bevölkerung vor allem im immer wichtiger werdenden IT-Bereich. Es wird in einem späteren aber absehbaren Zeitraum auf diese Weise einen beträchtlichen Anteil des weltweiten Einflusses erreichen.

Überhaupt wird die Globalisierung dazu führen, das es in Machtfragen bald nur noch um die Bevölkerung geht. Ausbildung und Arbeitskraft sind die Ressourcen der Zukunft, in der die Technologie überall auf der Welt fast gleich ist.

Neben Indien geht dieser Vorteil auch an China als dann bezüglich der Bevölkerung zweit reichstem Land. Die USA folgt dann auf Platz 3 bis sie weiter nach Unten durchgereicht wird.


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30.03.2013 um 00:26
Befen schrieb:Die USA verschulden sich ausschließlich in der eigenen Währung, ein Umstand der viel zu selten in öffentlichen Debatten stattfindet, die Chinesen haben bereits begonnen auf diese einmalige Situation zu reagieren und dampften einen Teil der US-Papiere ein, wie man der Welt-Presse entnehmen konnte.
Staaten verschulden sich größtenteils grundsätzlich in der eigenen Währung. Das Konzept nennt man Staatsanleihen. Es ist üblich und ändert überhaupt nichts an dem Problem der Schulden. Den schließlich bezahlt Amerika alles in seiner eigenen Währung. Seine Wirtschaft beruht auf der eigenen Währung.
Das kann man auch gerne debattieren.

Glaubt wirklich irgendjemand das Amerika seine Schulden abstreifen wird indem es Schindluder mit dem Dollar treibt? Die Druckerpresse anschmeißt? Inflationspolitik betreibt?
Das würde den Dollar seine Position als bestimmende Währung kosten. Eine Karte also die man höchstens einmal spielen kann. Und überhaupt, was soll das ganze? Amerika schmeißt die Druckpressen an-> der Dollar wertet ab -> Die Rohstoffpreise explodieren -> und das BIP sinkt ebenso wie die Wirtschaft auf ein Niveau unter dem der direkten Konkurrenten.
Das Amerika in seiner eigenen Währung Schulden macht bedeutet also nichts. Spielereien mit dem Dollar zerstören dieses Machtinstrument selber und wahrscheinlich auch die amerikanische Wirtschaft.


Beschäftigen wir uns mit einem anderen möglichen Faktor in der künftigen Weltpolitik.

Gemeinschaft, Diversität und Zusammenarbeit

Wie schon erwähnt können nicht nur einzelne Länder sondern auch Gruppen nach Macht greifen. Zusammenarbeit war schon immer eine Möglichkeit stärkere Gegner zu bezwingen. Zusammenarbeit liegt in der menschlichen Natur. Nun steht nicht zu erwarten, dass eine solche Gruppe die USA töten, wie die Steinzeitmenschen das Mamut. Aber es geht ja auch nicht um das Vernichten des Gegners. Wer auch immer den Platz an der Spitze einnimmt kann gut mit einem Amerika auf dem zweiten Platz leben, das seine Vormacht im Sinne dieser Diskussion dennoch Eingebüßt hat.

Vorteil Europa

Eurpa wächst zusammen. Natürlich hat es gewaltige Probleme. Natürlich wird es noch viel Arbeit haben bis es eine echte Konvergenz erreicht. Natürlich kann der europäische Gedanke scheitern.
Aber ebenso kann er wieder eine beeindruckende Dynamik entwickeln. Wegweisende Entscheidungen hervorbringen. Beispiel sein für eine Neue Welt in der Zusammenarbeit mehr zählt als Konkurrenz.
Ein einiges Europa ist ein hervorragender Kandidat für eine Position an der Weltspitze. Es hat die Infrastruktur, Industrie, Technologie. Die Innovationskraft und eine hervorragend ausgebildete Bevölkerung.
Das BIP der EU als Ganzes liegt über dem der USA. Die EU als Ganzes ist wahrscheinlich auch ein wichtigerer Handelspartner als die USA.
Die EU ist nach Indien und China ein weiterer Kandidat. Ein Spieler der noch auf der Ersatzbank sitzt und mit sich selber beschäftigt ist, dennoch eine gewaltige Spielstärke auf Abruf bereitstellen kann.

Vorteil SOZ

Ein alter Bekannter aus dem alten Clash ist die Wikipedia: Shanghaier_Organisation_für_Zusammenarbeit

Ein Zusammenschluss von diversen ehemaliger Sowjetrepubliken mit China. Mit Indien und weitere Asiatische Staaten als potenzielle Mitglieder könnte die globale Zentrale der Macht von der Nato auf dieses Bündnis übergehen. Er beginnt bereits ökonomisch zusammenzuarbeiten und mit dem ganzen asiatischem Kontinent als potenziellen Mitglieder, würde dieses Bündnis mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung vertreten. Ein bisschen mehr Zusammenarbeit und die USA hätte auf globaler Ebene kaum noch was zu melden.


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30.03.2013 um 01:21
Die Konnexität von Independenz und Marktwirtschaft ist für eine langfristig erfolgreiche Volkswirtschaft unabdingbar, sie stehen, in Interdependenz zueinander. Hingegen, dass Konkavität erzeugende kommunistisch, zentralistische System im Reich der Mitte, wird der KP früher als ihr lieb ist die Revolution ins Haus bestellen, Bauernaufstäde haben eine lange Tradition in China und sie brachten ganze Dynastien zu Fall und in den letzten Jahren häufen sich Bauern-Revolten in den Provinzen abseits der Metropolen bereits.

Warum ist das so?

Die Schere zwischen Arm und Reich, die wir bei uns beklagen, ist nicht groß genug um zu verdeutlichen, wie tief der Graben in China und auch in Indien ist. Vergleichen wir die ländlichen Regionen beider Giganten erkennen wir den Unterschied sehr rasch.

Wenn Bauer Hu, den Ochsen vor das Fuhrwerk spannt, ihm die Flanke schlägt damit das störrische Biest sich in Bewegung setzt und ums Karree auf die Äcker brettert, dann steht sein Sohn mit einer Gabel auf der Ladefläche, schmeißt "Guano" in die Furchen und erkennt seine harte und karge Zukunft. Immerhin eine Zukunft als Bauer und keine als Einbeiniger, der um ein paar Reiskörner betteln muss.

Greene County / Missouri (USA). Die Tochter des Farmers hat die Schule und das College besucht, die Famile Geld für sie zurückgelegt. Sie setzt sich in den alten Ford Mustang, eine Geschäftsidee und die elterliche Zusage im Reise-Gepäck, jederzeit zurückkommen zu dürfen wenn sie muss, also sie setzt sich in den Mustang, aufgetankt, kachelt hoch nach Michigan und wird für 5000 Dollar stolze Hausbesitzerin in Detroit, einer Stadt die schwer geschlagen grad aus der Talsohle gestolpert kommt.

Das ist etwas, des man nicht aus den Augen verlieren darf, der Wohlstand, klarer Punkt für die westlichen Industrienationen.
Wie hoch sind eigentlich die Zahlen von Analphabeten in Staaten wie China und Indien? Die Ergebnisse empfehle ich allen Lesern mal zu googlen, sie fördern Erstaunliches zu Tage. Zur "Einkind-Politik" der Inder möchte ich auch noch rasch etwas sagen. Die gebildete Frau in Indien, zieht nach Mumbai, nimmt die Pille und bekommt in etwa so viele Kinder wie Frauen in Europa oder den USA.

Ich schrieb bereits, dass die Strategie der Amerikaner auf eine Multipolare Welt ausgerichtet ist in der sie Erster unter Gleichen sein werden. Die Zusammenarbeit mit den Europäern zu verleugnen gehört ins Reich der Märchen und Legenden, die Dinge liegen auf dem Tisch, darüber wurde berichtet und die Industrie im nordatlantischen Bündniss wird es mit großer Freude zur Kenntnis genommen haben.
interpreter schrieb:Hast du übrigens ne Quelle für die 750.000?
Die Quelle ist ebenfalls der Spiegel-Artigel in dem obengenannten Heft, ich zitiere daraus:
Etwa 750 000 Menschen sterben in China jährlich an den Folgen der Luftverschmutzung.
Das ist doch mal eine Marke. In einer Demokratie nicht denkbar, in China kein Problem, oder doch?
Das Kohlenmonster / Mit den Abfällen ihrer boomenden Wirtschaft vergiften die Chinesen sich selbst und den Rest der Welt. Der Schutz der geschundenen Umwelt ist für die neue Führung eine Frage des Machterhalts geworden
...so die Artikel-Überschrift

Nicht unerwähnt lassen möchte ich, die Beschwerden seitens der Chinesen, Opfer us-amerikanischer Hacker-Attacken geworden zu sein, die ihrerseits zuvor westliche Industrienationen ausspionerten, was sie verdrängt zu haben scheinen. Das alles zeigt die große Nervosität beim derzeit einzigen Schwergewicht neben den USA. Es zeigt den Einfluss, den die Amerikaner haben und im nächsten Beitrag werde ich einen Blick in die Zukunft wagen und an der amerikanischen Strategie deutlich werden lassen, dass ihr derzeitiger und künftiger Einfluss noch viel größer ist, als viele ahnen.


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30.03.2013 um 02:14
Das makellose funktionieren amerikanischer Strategien zeigt sich in den letzen großen Kriegen die das Land geführt hat. Gescheiterte Demokratisierungsversuche, Machtspielchen ums Öl. Der Krieg gegen den Terror der ganze Landstriche in Flammen setzt.
Erkennen kann man hier Absichten und Hintergedanken kaum das funktionieren ausgeklügelter Pläne die Sicherheit für Jahrzehnte und Jahrhunderte bedeuten. Amerika macht Fehler wie jeder andere Staat. Große Fehler. Fehler die über die Zukunft entscheiden können. Die Geschichte das es einen ausgefeilten Masterplan gibt der alle Widrigkeiten überwindet, die amerikanischen Parlamente im Sturm nimmt, diese Geschichte kaufe ich einfach nicht.
Die Demokraten und Republikaner in Amerika sind sich spinnefeind. Große, kontroverse und wichtige Außenpolitische Entscheidungen die das Land problemlos gegen alle Widerstände durchsetzt sind als Gedanke so absurd, das man es kaum sagen mag.
Befen schrieb:Ich schrieb bereits, dass die Strategie der Amerikaner auf eine Multipolare Welt ausgerichtet ist in der sie Erster unter Gleichen sein werden. Die Zusammenarbeit mit den Europäern zu verleugnen gehört ins Reich der Märchen und Legenden, die Dinge liegen auf dem Tisch, darüber wurde berichtet und die Industrie im nordatlantischen Bündniss wird es mit großer Freude zur Kenntnis genommen haben.
Niemand sagt das sie nicht zusammenarbeiten. Sie machen das aber nicht, damit die USA obsiegt sondern zu gegenseitigem Vorteil. Wenn eine Entscheidung Europa zum Nachteil gereicht wird Europa sie nicht mittragen. Wenn Europa die Möglichkeit hat, den Platz der USA einzunehmen, wird es das tun.

Ich zweifele nicht daran das die Strategen einen großen Plan dafür haben, wie Amerika mal aussehen soll.
Ich zweifele an den strategischen, finanziellen und politischen Mitteln, diese Pläne so umzusetzen wie Amerika sich das vorstellt und sehe mich bestätigt in den außenpolitischen Eskapaden der letzten Zeit.
Ich zweifele an der langfristigen Stabilität dieser Pläne in einem Amerika das regelmäßig seine politische Ausrichtung ändert, einem Amerika in dem es mächtige Stimmen gibt die dafür sind, sich außenpolitisch weitestgehend zurück zu halten.

Und ja, China hat Probleme aber anzunehmen, das es an dieser Lösung grandios scheitern wird mit Aufständen und Allem, früh genug, um zu verhindern, das der Wind sich dreht, ist genau so illusorisch, wie anzunehmen das die USA in all ihren Plänen Erfolg haben wird.

Auch mit dem Amerikanischem Wohlstand ist es nicht so weit her und ob es John Miller, der mit seinen 3 Mini-Jobs kaum seine Familie ernähren kann, soviel besser geht als dem chinesischen Bauer ist eine Frage der Perspektive. Bildung wird in den Vereinigten Staaten immer mehr zu einem Privileg der reichen. Auch Amerika hat zentnerschwere soziale Probleme.

Übrigens ist die Realität natürlich bei weitem nicht so extrem, wie sie von dir dargestellt wird.
Der Gini-Koeffizient der die Ungleichverteilung in einem Land misst zeigt das die Länder sehr ähnliche Werte in dieser Hinsicht haben.

USA 46,6
China 47,4

Indien schneidet im Vergleich hervorragend ab mit
36,8

Übrigens:
Deutschland hat einen Koeffizient von 28,3
und Dänemark hat einen Bestwert mit 24,7

Wikipedia: Liste_der_Länder_nach_Einkommensverteilung

was die Gleichverteilung der Vermögen gehört China übrigens zu den weltweiten Spitzenreitern:

Wikipedia: Liste_der_Länder_nach_Vermögensverteilung

Die USA ist weit abgeschlagen.


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30.03.2013 um 13:38
Wir können in dem Fall aber nicht bloß auf nüchterne Zahlen blicken sondern müssen uns die jeweiligen Situationen in den Ländern betrachten, was es bedeutet in den USA arm zu sein, und was es bedeutet in China oder Indien arm zu sein. Wobei dieses Eigenschaftswort zu kurz greift um die Tatsachen in den beiden asiatischen Staaten zu erfassen. Verelendung in einem Ausmaß, das wir uns nur schwer vorstellen können trifft es genauer. Niemand wird ernsthaft abstreiten, dass der indische, wie der chinesische Planet, was dieses Thema betrifft, sich in einer völlig anderen Galaxie befinden.

Doch wie versprochen, möchte ich die amerikanische Strategie kurz ausführen und anreißen, weshalb der politische Einfluss auf andere Nationen trotzdem zunimmt und an welchen Faktoren man dies heute bereits sehen kann.

Die neue Öl und Gasschwemme im eigenen Daheim (Sie werden bis ca 2020 der größte Öl- und Gasförderer der Welt), erlaubt es den Amerikanern ihre Präsenz im hochsensiblen Teil der Welt auf ein Maß zurückzudrehen, das Ihnen durchaus erlaubt, den Ölpreis auf dem Weltmarkt mit zu bestimmen, und gleichzeitig Staaten wie dem Iran notfalls in die Parade zu fahren, falls diese meinen, sich Israel vor die Brust nehmen zu müssen. In dieser Region wird man verstärkt seine NATO-Partner in die Pflicht nehmen. Hier ist vor allen anderen die aufstrebende Regionalmacht zu nennen, die niemand so richtig auf dem Schirm hat….die Türkei!

http://www.welt.de/politik/ausland/article112852474/Oel-Schwemme-der-USA-wird-Nahen-Osten-veraendern.html
ANNÄHERUNG TÜRKEI-ISRAEL / Ende der Eiszeit
...so titelte die TAZ vergangene Woche


Durch die Lücke, die man dort hinterlässt, zwingt man China in eine Rolle, welche die Führung in Pekinger, aus nachvollziehbaren Gründen, bisher abgelehnt hat. In die des Hegemon in diesem Teil der Erde, das Problem für die Chinesen ist aber, dass das ein offener Wettbewerb zu werden scheint. Saudi Arabien, Indien, Pakistan und Gazprom ;) werden beim Hauen und Stechen dabei sein, sich auf die Partie einladen und nicht lumpen lassen. Die Chinesen wissen das und beginnen ihr Militär zu modernisieren und für diese Herausforderungen zu rüsten, während die Fünfte amerikanische Flotte nach und nach in den Heimathäfen einläuft oder man sie im Pazifik kreuzen lässt. Der Präsident im Weißen Haus wird Amerikanern nicht erklären, dass man unabhängig von Öl im Nahen Osten ist, mit Brasilien und Kanada in Fragen der Energie zusammenarbeitet, sich junge GIs aber trotzdem eine Kugel einfangen, weil es für China so, der bequemere und günstige Weg ist. Denn der Hunger der Asiaten nach dem schwarzen Gold wird wachsen, die finanziellen Aufwendungen dafür astronomische Werte erreichen.
China rüstet auf
...so titelte der Tagesspiegel in diesem Monat

Liest man die Headlines aus den vergangenen Wochen und Monaten so wird deutlich, dass die Amerikaner ihre Ankündigungen in die Tat umzusetzen beginnen. Sie nehmen es hin und haben es hingenommen, dass man ihnen hier oder da in die Suppe spuckt, doch aufs Buffet scheißen, lassen sie sich nicht.

In meiner nächsten Runde werde ich auf die strategische Freihandelspartnerschaft mit der EU eingehen, werde noch einmal auf China und Indien zu sprechen kommen und Russland nicht aus den Augen verlieren. ;)


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30.03.2013 um 13:56
Jetzt mal ehrlich...

Der amerikanische Präsident wird dies machen, er wird das machen... die werden das nicht mehr tun, werden dies nicht mehr tun??

Für mich sieht das alles aus wie Hirngespinste, Wünsche und Fantasien. Was auch immer die alles machen wollen, niemand sagt das sie darin erfolgreich sind.

Lustig finde ich hier auch, das du eine (globale) Vormachtstellung mit einer inländischen Ressource erklären willst, die es Amerika erlaubt sich mehr mit seinen eigenen Problemen zu beschäftigen. Das ist nämlich ironischerweise genau das was ich von der Zukunft erwarte. Ein Amerika was viel mehr auf seine Bündnisse setzt, sich mit sich selber beschäftigt und global kein bestimmender mehr sondern ein wichtiger Spieler von vielen wichtigen Spielern wird. Auf einer Höhe mit Europa, auf einer Höhe mit China, Indien später, zumindest für die nächsten ein bis zwei Jahrzehnte, bis die schiere Macht der Globalisierung einsetzt und die Arbeitskraft von China und Indien ihre Wirkung tut.

All deine Argumentation läuft doch auch genau darauf hinaus und am eigentlichen Ziel vorbei. Das Amerika aus deinen Geschichten ist ganz offensichtlich kein globaler Vorreiter sondern ein wichtiger Spieler unter vielen. In feste Bündnisverpflichtungen eingebunden, ohne echte Möglichkeiten großer Außenpolitischer Gestaltung.

Wenn es das ist, worauf du aus bist, können wir an dieser Stelle einen Kompromiss finden, auf dem Standpunkt eines wichtigen Amerikas, das kein globaler Anführer und Vorreiter ist sondern ein Spieler unter vielen. Ein Spieler der wie alle anderen auf sein Team angewiesen ist, aus Europäern, Israelis, Japanern, Südkoreanern, Türken, Ein Spieler auf einem der alleine nichts erreicht, der in seinen Ergebnissen in jeder Hinsicht von seinem Team abhängig ist, schlecht spielt und verliert, wenn sein Team es tut.


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30.03.2013 um 15:12
Das Interesse zu führen

Seine Vormachtstellung in der Welt ist für Amerika ganz klar ein Überbleibsel aus dem kalten Krieg. Zu dieser Zeit haben sich die Raumfahrtprogramme gebildet, die Innovative Kraft der USA war auf ihrem Höhepunkt, all die Geheimdienste haben mit Milliardenbudgets um sich geworfen während aber die nominalen Daten Amerikas immer schlechter wurden.
Der kalte Krieg hat sowohl die UDSSR als auch die USA erschöpft, notwendige Investitionen in Infrastruktur, soziales und Bildung blieben aus, die Rahmendaten des Landes verschlechterten sich. Die USA hat das ganze überlebt, während die UDSSR zusammengebrochen sind.

Um einen ideologischen Krieg wie damals geht es aber schon lange nicht mehr. Die USA legt sich nicht mit China an, weil sie deren System ideologisch verwerflich findet oder ähnliches, beide Staaten sind nur Spieler auf einer globalen Bühne, auf der es um Vorteile und Entscheidungen geht.

Der oftmals instrumentalisierte und ideologisierte Kampf Ost gegen West ( der offensichtlich auch in der Argumentation meines Gegners eine Rolle spielt), den gibt es nicht mehr.
Die Länder konkurieren oder arbeiten zusammen und es geht ihnen nicht um eine ideologische Weltmeisterposition die sich eh schwer quantifizieren lässt.

Die Zukunft der Welt teilt sich nichtmehr in solch simple Gleichungen in denen einer die Nummer 1 ist und die restlichen folgen. Es wird in der zukünftigen Welt viele mehr oder weniger ausgeglichene Partner geben die auf mehr oder weniger Augenhöhe um die Ressourcen und Möglichkeiten dieser Welt konkurieren werden.

Das konventionell und atomare Wetrüsten mit den UDSSR hat der USA langfristig keinen echten Gewinn gebracht und nach sowas suchen sie auch nicht mehr. Die USA wird wie schon erwähnt in der Zukunft zu einem Akteur von vielen werden, danach suchen alle Deals und Ereignisse soweit wie möglich zu ihrem Vorteil zu beeinflussen.

Wir reden hier nicht von irgendeiner Führerschaft, denn diese Führerschaft bringt alleine nichts. Sie verpflichtet zu Handlungen und Konsequenzen und ist eigentlich mehr eine Bürde als ein Gewinn.
Amerika will sie nicht mehr. All die Prozesse in denen die starken Bündnisse vorangetrieben werden, wo versucht wird die Europäer und Andere in die Pflicht zu nehmen sprechen dafür, das Amerika längst dabei ist, sich aus dieser Führungsposition zu verabschieden.

Das machen sie völlig freiwillig.


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30.03.2013 um 17:17
Der Plan die strategische NATO-Partnerschaft zwischen der USA und Europa um eine transatlantische Handelspartnerschaft, eine moderne Hanse, zu erweitern, liegt auf dem Tisch. Bei Amerikanern wie Europäern. Der Zankapfel in diesem Punkt ist der Handel mit Agrargütern, wo sich beide Seiten auf einen Kompromiss einigen müssen und auch werden. Dann fallen die Schranken und es tritt das ein, was ich bereits beschrieb. Ein sprunghafter Anstieg des Wirtschaftswachstums an beiden Enden des Atlantiks.
Europa als eine Nation, nach Vorbild USA wird es nicht geben. Uns fehlt der Gründungsmythos, uns fehlt der flexible Arbeitsmarkt, eine funktionierende Währung, eine gemeinsame Politik. Derzeit platzt Europa auf, und es ist eilige Hilfe geboten um dieses Abszess zu heilen. Eine nordatlantische Freihandelszone, Salbe auf geschundene Haut.
Das geplante Handelsabkommen zwischen der EU und den USA lässt Transatlantiker jubeln.
...titelte der Spiegel in diesem Monat

http://www.swp-berlin.org/de/publikationen/kurz-gesagt/ein-transatlantisches-handelsabkommen-ist-ueberfaellig.html

China spürt den politischen Druck der Amerikaner aber auch den Druck der eigenen Bevölkerung. Die Phalanx der Partei kann nur mit viel Mühe und gefährlichem Spiel (Immobilienblase) aufrechterhalten werden. In den kommenden 15 Jahren drängen 300 Millionen Chinesen, in etwa die Bevölkerung der USA, in die Metropolen. Chinas Inneres krankt an der nötigen Infrastruktur um diesen Menschen-Tsunami abfedern zu können und hier sieht man dass die schiere Masse an Menschen eher ein Fluch denn ein Segen ist, ein Brocken der das Land scher husten lässt.

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Das ist kein Nebel. Peking in diesem Winter.

Die Parabel zweistelliger Wirtschaftswachstumszahlen hat den Scheitelpunk bereits überschritten. Die KP weiß, dass sie das Land umbauen muss, weg von einer Produktionsgesellschaft hin zu einer Dienstleistungsgesellschaft. Sie muss über ihren Schatten springen und sich Partnern zuwenden die sie bisher ablehnte. Südkorea stiehlt sich hier aufs Blatt und plötzlich ist der Druck so hoch, dass man Amerikanern nachgeben musste und das Stiefkind Nordkorea erstmals fallen ließ. Es wird spannend zu sehen sein, wie sich eine, an die Macht klammernde Führung, diesen Herausforderungen, die ungleich höher sind als die amerikanischen, stellt.

Indien hat ein völlig anderes Problem. Neben der, vielerorts nicht vorhandenen Schulbildung, ist es die Nähe zu China und vor allem ein ewig schwelender Grenzkonflikt um Kashmir mit Pakistan, der Indien an der kurzen Leine hält. Ich sprach bereits an, dass gebildete Frauen ähnlich wenige Kinder bekommen wie in den westlichen Industrienationen, hinzukommt die ständige Abwanderung Hochgebildeter in die USA oder nach Europa.

Wenn wir uns Russland betrachten sehen wir ein wahres Trauerspiel. Eine Bevölkerung die abseits der Metropolen wie Moskau oder St Petersburg oft ohne Strom auskommen muss, ihr Wasser aus Brunnen schöpft und die Abwanderung der jungen Bevölkerung beklagt, denen es in den Vorstädten häufig nicht viel besser ergeht und die sich ein lohnenderes Dasein erhofft haben als jenes, dass sie führen. Korruption an allen Ecken und Enden, demografischer Wandel, die hohe Sterblichkeit und Alkoholismus ringen Putins Reich zu Boden. Das Fehlen echter Privatwirtschaft gibt ihr übriges hinzu.
Wo ist das russische Amazon, wo das chinesische Google. Wo ist die Freiheit des Einzelnen in diesen beiden Staaten, die es ermöglicht Geschichten zu schreiben wie die eines Steve Jobs oder Mark Zuckerberg (Yeahhh…leckt mich am Arsch…That’s the American Way…the American Dream Baby!). Wo ist das russische Silicon Valley, wo das chinesische, wo ist nachhaltige Innovation die zu allererst im Kopf eines Menschen quellt, und um zu blühen, die freie Marktwirtschaft benötigt und nicht das Diktat?

Wir diskutieren doch nicht, wer wird Einzige Weltmacht. Ich schriebs bereits mehrfach, die USA werden Erster unter Gleichen sein, sie werden weiterhin das Non­plus­ul­t­ra bleiben, was militärische Schlagkraft, was Avant­gar­de betrifft. Europa wäre, um ein Beispiel zu geben, allein nie in der Lage einen Krieg zu führen, die USA schon. Das unterstreicht wie wichtig die Partnerschaft beider Kontinente vor allem für Europa ist. Und dass Amerika sich hervorragen für die Zukunft rüstet, ist ebenfalls im Interesse Europas. Der Rückzug der Amerikaner aus dem Nahen Osten gibt ihnen die nötige Handlungsfreiheit, politischen Druck auf etwaige Schurkenstaaten auszuüben. Sei es durch das Verhängen von Embargos oder im Äußersten Notfall durch einen Militärschlag. An Letzterem wird sich nichts ändern auch wenn sie dort nicht mehr vor den Küsten kreuzen.
Die Yankees dekorieren grad den Atlas um damit sie ihren Führungsanspruch halten und was am Ende dabei rauskommen wird, ist New Yorker Haute Couture und keine Spitze aus Shanghai.


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30.03.2013 um 18:18
Befen schrieb: Wo ist das russische Silicon Valley, wo das chinesische, wo ist nachhaltige Innovation die zu allererst im Kopf eines Menschen quellt, und um zu blühen, die freie Marktwirtschaft benötigt und nicht das Diktat?
Ich hab mit Freund Googles Hilfe das chinesische Silicon Valley gefunden:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/zhongguancun-ist-chinas-silicon-valley-a-815727.html
Befen schrieb:Ich schriebs bereits mehrfach, die USA werden Erster unter Gleichen sein, sie werden weiterhin das Non­plus­ul­t­ra bleiben, was militärische Schlagkraft, was Avant­gar­de betrifft.
Ja, du hast mehrfach geschrieben, über das unglaubliche Potenzial und die Strategien die Amerika hat um diese Herausforderungen zu meistern.

Es waren Behauptungen, nicht mehr. Ich habe keine einzige Möglichkeit und Strategie gesehen die die amerikanische Vormacht sichern könnte. Was genau ist es, wovon hier die Rede ist? Sollen die Bündnisse mit der Türkei und Europa wirklich alles sein was du diesbezüglich in Petto hast?
Ein Amerika das die Herausforderungen der Welt nicht mehr alleine anpacken kann sondern die Hilfe und Unterstützung seiner Partner braucht um zu gestalten? Auf deren Zustimmung und Mitwirkung angewiesen ist?
Befen schrieb: Europa wäre, um ein Beispiel zu geben, allein nie in der Lage einen Krieg zu führen, die USA schon
Jo, das letzte mal als sie das gemacht haben, im Irak, haben sie damit das Trauma von Vietnam wieder wachgerufen und fast die Wirtschaft stranguliert. Um die Kriegsbereitschaft aufrecht zu erhalten musste man junge Leute durch Richtlinien quasi dazu zwingen über Jahrzehnte zu dienen:

Wikipedia: Stop_Loss_(Richtlinie)
I, being of legal age, of my own free will, after having been duly advised and warned of the meaning and consequences of this oath, enroll in the Federal Service for not less than two years and as much longer as may be required by the needs of the Federation.
-Starship Troopers Federation Oath
Dauerhafte Macht, vorallem die viel beschworene militärische Macht der USA erfordert eine dauerhafte rationale kohärente Außenpolitik die ständig auf dieses Ziel hinarbeitet. Aber die USA ist eine Demokratie. Strategische Ziele haben eine Dauerhaftigkeit von 4-8 Jahren bis sie eventuell wieder verworfen werden. Das hat man sehr gut bei der letzten Präsidentenwahl gemerkt. Da fand ein knapper Kampf statt und gewonnen hat der Kerl, der das Militärbudget senken wollte, über den, der es erhöht hätte. Man ist sich nicht einmal über die notwendige Stärke einig, die die Armee in der Zukunft haben soll und wieviel Geld dafür nötig ist, aber man soll sich bezüglich einer auf Führung ausgerichteten langfristigen und wirksamen Außenpolitik einig sein, von der du nur behauptest das sie existiert, die wir aber nie gesehen haben.

Ich kaufs einfach nicht.

Was vorallem soll das hier jetzt für eine Argumentation sein, wo soll sie hinführen?
Du führst Jobs und Zuckerberg an,ich könnte noch die Jungs von Google anführen. Das sind Beispiele des Individualismus und der Globalisierung, nicht des amerikanischen Traums. Diese Leute kämpfen nicht für ein Amerika das obsiegt sondern für ihren persönlichen Vorteil und das äußert sich indem Apple in China Ausbeuterfabriken betreibt und Google für China seine Suchergebnisse filtert. Sie sind halt am Vorwärtskommen ihrer eignen Firmen interessiert nicht am Sieg des amerikanischen Gedanken oder der USA.

Was ist die Motivation der USA selber? Welches Ziel strebt die Regierung an? Sicher nicht auf imaginären Listen an der Top-Position zu stehen. Solche Bestrebungen sind verdammt teuer und haben keine relevante Auswirkung. Nein, die USA vertritt spezifische Einzelinteressen sobald sie relevant werden. Andere Interessen gibt sie auf, verwirft sie, evaluiert sie neu. Die ganze Rhetorik in der die Politiker "tough on China" werden ist eben hauptsächlich das, Rhetorik. Da steckt keine Realpolitik hinter. In der Realität sind die zwei Staaten die jeweils größten Handelspartner füreinander. Die Chinesen besitze viele der Firmen in denen die kläglichen Überreste des amerikanischen Traums gepflegt werden. Es entsteht zwischen den Beiden kein Duell und sie schießen nicht aufeinander. Sie arrangieren sich miteinander. Ihre Handelsbeziehungen und Einzelvorteile schlagen bezüglich der Relevanz alle Rhetorik, alle virtuellen Listen, alle Führungsphantasien.


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30.03.2013 um 19:49
Wir alle wissen wie der Wahlkampf funktioniert, vor allem der in den Staaten. Theaterdonner. Einige schluckens andere nicht. Die USA sind eine Demokratie, richtig, ich frage mich wie es eine Demokratie fertig bringen konnte, den Kommunismus in der Sowjetunion zu überleben, in die Lücke zu stoßen bis neue Kokurrenten auf die Bühne treten. Alles was du bisher präsentierst sind also die Fakten? Na fein, dann wissen wir spätestens jetzt, dass die offenbar in chinesischer Propaganda ihren Ursprung haben und nichts taugen. Es ist Irrsinn anzunehmen, Amerika zieht sich ins Schneckenhaus zurück, überlässt die Welt dem Kohlenmonster, und alle anderen, letztlich auch die USA, müssen sich damit abfinden.

Ich hab gezeigt in welche Rolle die Chinesen im Nahen Osten gezwungen werden und nicht etwa weil sie es wollen sondern weil sie keine andere Wahl haben. Viel Spaß dort unten.

Das chinesische Silicon Valley? Hast du schon mal was von Akademgorodok gehört? Ein Stadtteil aus dem Boden von Nowosibirsk gefräst. In Chruschtschow Sowjetunion eine Zuchtstadt für die Intelligenzija. Auch sonst ist diese Ära der ehemaligen Sowjetunion sehr gut mit dem heutigen China zu vergleichen. Das Zentralkomitee versuchte marktwirtschaftliche Schnittmengen ins kommunistische System zu pflanzen. Es scheiterte grandios, war mit der unabkömmlich Macht der Partei nicht in Interdependenz zu bringen.

Du sagst, die amerikanischen Firmen sind auf ihr eigenes Wohl bedacht. Das ist Privatwirtschaft, das ist Individualismus, das Zulassen von Freiheit, kein knechten von Menschen, ihnen die Wahl zu lassen, das ist der Motor der Amerika zwingt der Beste unter den Großen zu sein. Gleichmacherei? Das hatten wir oft genug und oft genug hat diese Art, die Welt vor den Abgrund gebracht. Jeder der meint die USA verfolgen ausschließlich die eigenen Interessen, dem empfehle ich mal darüber nachzudenken, welche Interessen die anderen eigentlich verfolgen. Schlachtfelder in Europa hatten wir genug, die brauchen wir nicht mehr. Die USA leben ebenso in einer globalen Welt, man muss nicht meinen dort sitzen nur Schwachköpfe und Rodeo Clowns, die haben sehr wohl Interesse an der Partnerschaft mit Europa, sogar ein verdammt großes. Ich habe dazu auch ein paar Links in früheren Runden des Clashs aufgeführt, die man sich gern durchlesen und in sie einlesen kann, wenn es sich um längere Dossiers handelt. http://www.swp-berlin.org/


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30.03.2013 um 19:58
Befen schrieb:Du sagst, die amerikanischen Firmen sind auf ihr eigenes Wohl bedacht. Das ist Privatwirtschaft, das ist Individualismus, das Zulassen von Freiheit, kein knechten von Menschen, ihnen die Wahl zu lassen, das ist der Motor der Amerika zwingt der Beste unter den Großen zu sein. Gleichmacherei? Das hatten wir oft genug und oft genug hat diese Art, die Welt vor den Abgrund gebracht. Jeder der meint die USA verfolgen ausschließlich die eigenen Interessen, dem empfehle ich mal darüber nachzudenken, welche Interessen die anderen eigentlich verfolgen.
Was soll der Unsinn? Diese nutzlosen Moralkeulen? Niemand sagt das ein triumpfierendes Asien etwas ist, was man sich wünschen kann. Ich wünsche es mir nich und ich kenne niemanden der es tut.
Worüber wir hier aber reden sind keine Wünsche und Träume die wir hätten. Hier geht es nicht darum wie wir und wünschen das die Welt sich in der Zukunft entwickelt, hier geht es darum, was passiert.
Erpar mir das Lamentieren über die unterdrückerischen Chinesen, da das wirklich nichts zur Diskussion bei trägt.

Es geht hier um eiskalte und glasklare Machtpolitik.

Werden die Menschen irgendwann alle Brüder sein und sich in eine bessere Welt aufmachen? Vielleicht.
Wünschen wir uns das? Sicher.
Geht es in dieser Diskussion darum? Nein


Auch in diesem Beitrag sehe ich also keine konkreten Beispiele für Strategien die Amerika anwendet oder anwenden könnte um eine dominante Position zu erhalten und komme daher ohne Informationen dazu zu meinem


Fazit

Im Fazit reden wir über Wahrscheinlichkeit.
Ich möchte euch bitten in Gedanken mitzurechnen, wie wahrscheinlich all diese Dinge sind über die wir reden werden. Dazu hatte ich geplant Schätzwerte anzugeben aber mich entschieden im Endeffekt darauf zu verzichten. Ihr könnt selber abschätzen wie wahrscheinlich all diese Dinge sind.

1. China wird von den Ökonomen hochgejubelt. Viele sind der unisonen Überzeugung das es in kurze Zeit die wirtschaftlich dominierende Macht des Planeten wird. Mein Kontrahent wehrt sich mit Umweltverschmutzung und Unterdrückung aber das sind Probleme die China so und ähnlich schon vorher hatte. Seit 2007 sterben jährlich hunderttausende an der Luftverschmutzung und bisher hat sich nichts getan. Wir alle haben von den Studentenaufständen gehört aber Chinas Führung bleibt stabil. Egal wie sehr man dagegen ankämpfen will, die Wahrscheinlichkeit das China den Platz an der Spitze irgendwann erreicht ist hoch. Für den Ausgang mit Amerika an der Spitze darf das nicht passieren. China muss praktisch kolabieren und fallen. Die realen Ökonomischen Vorteile müssen auf magische Weise völlig wertlos werden.

2. Die Globalisierung wird irgendwann alle Länder fast gleich gemacht haben. In den Industrieländern veräussert man Arbeiterrechte um konkurrenzfähig zu bleiben, die Schwellenländer sind auf dem Vormarsch, selbst alte Entwicklungsländer entwickeln sich (wirtschaftlich) hervorragend. All das muss auf magische Weise aufhören, damit Amerika an der Spitze bleibt und nicht hinter den bevölkerungsreicheren Staaten zurückfällt. Die Globalisierung muss stoppen, das konvergieren der Wirtschaften aufeinander zu und die Verschmelzung zu einem großen Ganzen muss in Rauch aufgehen.

3. Es gibt Viele die von einem vereinigtem Europa träumen. Einem föderalem Konzept ähnlich der Bundesrepublik. Dieser Traum muss zumindest in begrenztem Maße aufhören und scheitern um zu verhindern das die EU die USA wirtschaftlich überholt.

4. In Asien formiert sich ein antiamerikanische Bündniss namens SOZ. Dieses Bündniss muss scheitern damit die USA irgendwelche Führung ausüben kann

5. Es darf keine zu großen Katastrophen in der USA geben wie Hurricanes, Tsunamis, schwere Erdbeben etc.

6. Die USA muss über Jahre und Jahrzente eine einheitliche und konsequente Politik verfolgen die ständig auf dieses Ziel ausgerichtet ist, das würde dem jetzigem Verhalten der USA völlig widersprechen. Zu fast allen Außenpolitischen Entscheidungen gibt es stark geteilte Positionen über die Parteigrenzen. Es steht anzunehmen das die Außenpolitik ebenso wie die Innenpolitik der Tagespolitik unterworfen ist und sich quasi mit jeder neuen Wahl verändert. Nicht immer auf extreme Weise aber merklich und deutlich genug um Einheitlichkeit als Beschreibung achtlos zu verwerfen.
Das muss für die Vormachtstellung der USA aufhören.

7. Die USA muss das alles wollen. Die heutige USA verfolgt kaum noch ideologische Ziele. Sie fügt sich in Bündnisse und geht Kompromisse ein, das ist der neue Weg und einer indem man die Führungsrolle an vielen Punkten abgeben muss. Ein Konzept was dem Konzept "Weltmacht" völlig widerspricht. Die Weltmächte in der neuen Welt sind rational betrachtet keine Staaten sondern Bündnisse.

8. Die amerikanische Militärdoktrin entwickelt sich weg von konventionellen Kriegen, hin zur Führung asymetrischer Konflikte. Auf diese Weise kann Amerika keine Macht gegen die großen Konkurenten ausüben sondern höchstens "Schurkenstaaten" drangsalieren. Diese Entwicklung müsste aufhören.

Wie hoch sind die Wahrscheinlichkeiten? Einige hoch andere nicht so hoch.

Welche Anderen könnte es noch geben?

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit das all diese Ereignisse gemeinsam eintreten?


Die ist sehr sehr sehr gering. Aber genau das müsste passieren damit die USA auf ihrer Position bleibt.

Damit rechnet die USA meines Erachtens nicht mehr. Sie arbeiten mit einem neuen Paradigma das auf Bündnisse ausgerichtet ist. Kompromisse sind ein unabdingbarer Teil solcher Bündnisse. In solchen Bündnissen gibt es mächtigere und weniger mächtige Spieler aber keine Weltmächte mehr. Niemanden mehr der den Anderen kompromisslos seine Bedingungen diktieren kann. Niemanden der "Erster unter Gleichen" ist oder "more equal" wie die Schweine auf George Orwells Animal Farm. Ein absurdes Konzept übrigens... ich frag mich welcher kreativer Stratege sich diese unnütze Metapher ausgedacht hat.


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CoA 2013 - R2 D02 M01 - Weltmacht USA - bald abgelöst oder nicht?

30.03.2013 um 19:59
Um die Frage zu klären, ob die USA die Avantgarde unter den Giganten bleiben werden, hab ich es mir zur Aufgabe gemacht, durch ein Zeitfenster von ca20 Jahren in die Zukunft zu blicken. Ich habe dabei die Neuausrichtung der Strategie von Amerika gefunden und hier angerissen. Ich habe gleichzeitig die Strategien der anderen Großen betrachtet und fand als einziges Schwergewicht neben den USA China. Ich habe versucht deutlich zu machen, in welche Zwänge das Reich der Mitte in der Zukunft gerät und dass es unabdingbar für die Führung in Peking ist, ihre Macht mit dem Volk zu teilen. Und an dieser Stelle sehe ich Punkt, an dem das Projekt Weltmacht Nummer 1 für die Chinesen scheitern wird. Solche Umwälzungen gehen niemals spurlos an Volkswirtschaften vorüber wie uns die Geschichte lehrt

Der Führungsanspruch der USA ist ungebrochen, das beweist die Strategie mit einem Zeitfenster von ca 20 Jahren. Man ist in der Lage, Arbeitsplätze aus den Produktionsländern zurück nach Amerika zu holen, ich erwähnte die niedrigen Energiepreise. Auch dazu wird man sehr rasch im Internet, im Übrigen eine sehr nachhaltige amerikanische Pflanze die im reich der Mitte leider nicht so frei genutzt werden darf wie manch einer gern möchte, Presseberichte finden. Nur macht es ökonomisch keinen Sinn globale Unternehmen an einen Standort zu binden. Man zeigt Präsenz. ;)

Ein Militär-Schlag der USA ist jeder Zeit und an jedem Ort der Welt möglich, stellt sich die Frage ob es Sinn macht dazu eine ganze Armada in See stechen zu lassen. Die Drohnen-Politik gibt hier reichlich Antwort. Ich trete nicht an um Amerika als die neue Rita Hayworth zu verkaufen, damit alle Welt sie furchtbar furchtbar lieb hat. Ich versuche deutlich werden zu lassen welche Absichten Amerika hegt, dass für sie der Zweite der erste Verlierer ist.

Die Amerikaner sind nicht der Herr über die Welt, das waren sie nie und werden es nie sein. Sie schützen ihre Interessen und die, ihrer engsten Verbündeten (die Nato klang bereits mehrmals an). Die Chinesen sind aber auch kein Meister des Weltalls. Und jaja…natürlich…doch. Die Rennen um die Vormachtsstellung wurden auch schon so entschieden…es wird Buck Rogers sein und nicht der Taikonaut der als nächstesr zum Mond fährt. Es wird eine unter amerikanischer Führung, bemannte Mission sein, die als erste auf dem Roten Planeten landet. Es wird ein Rock'n'Roll sein, dessen Echo sich an den scharfen Kanten des Canyon der Valles Marineris bricht und mit Zeitverzögerung uns an den Bildschirmen und Screens Sitzenden auf der Erde erreicht. Es wird...ach genug gequatscht, genug in die Zukunft und nun sogar in die Sterne geblickt.

Bleibt mir zwei Empfehlungen zu geben die sehr gut unterhalten und verdeutlichen was ich hier bereits versucht habe klar werden zu lassen. Die Titel sind ebenfalls ein bisschen hinters Licht führend so wie die Strategie der Amerikaner für die Zukunft.

http://www.amazon.de/Rote-Zukunft-Francis-Spufford/dp/3499257513

http://www.amazon.de/Pulphead-Ende-Amerikas-Jeremiah-Sullivan/dp/3518068903/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1364669934&sr...

Ich bedanke mich bei Inter für eine klasse Diskussion. ;)


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30.03.2013 um 20:04
"AUS!AUS!AUS! Das Spiel ist aus. Deutschland ist Weltmeister" - Herbert Zimmermann, 4.Juli 1954
Das Ergebnis wird nach Abgabe aller Jurywertungen und dem Ende der User-Umfrage (also frühestens am 01.04.2013 / 20:00 Uhr an dieser Stelle bekannt gegeben.

Danke an den Teilnehmer!

@NagaSadow
@cassiopeia88
@Makrophage
@chen
@RageInstinct

Schickt bitte bis spät. Montag, 01.04.2013, 20:00 Uhr Eure Wertungen an @Plan_B



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