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Autarke Weltraumkuppel

73 Beiträge, Schlüsselwörter: Mond, Mars, Weltraum, Astronaut, Basis, Autark, Kuppel

Autarke Weltraumkuppel

13.06.2014 um 20:52
@TheMentor
Die ISS muss auch immer wieder gewartet und sachen repariert werden - auf der Erde haben wir eine schützende Atompspähre - wenn mikrometeor von der Gravitation zum Mond gezogen werden bremst die keine Atmospähre

@JoshuaP01
Tiere würde das ökosystem vermutlich überlasten bzw. aus dem gleichgewicht jagen. Theoretisch kann die bestäubung auch über den menschen abgefertig werden


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Autarke Weltraumkuppel

13.06.2014 um 20:55
Das ist auch richtig


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Autarke Weltraumkuppel

13.06.2014 um 20:58
@RobbyRobbe

Aber das sind ja Probleme die in jede Sparte der Raumfahrt auftreten können, ausserdem denke ich sollte es in ferner Zukunft eine solche Anlage geben würde diese bestimmt Sicherheitsmasnamen wie Bunker/Sicherheitsbereiche mit Sauerstofftanks etc. beinhalten. Ausserdem denke ich würde diese Station (ähnlich wie die ISS) mit wiederkehrenden Transporten versorgt was natürlich infrage stellt ob sie 100% autark ist, jedoch währe es verdammt nah drann.


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Autarke Weltraumkuppel

13.06.2014 um 21:00
@RobbyRobbe
Am schlauesten wäre es, einen Kreislauf wie in dem Priestley Experiment herzustellen, aber welche Regierung würde das Sponsoren? Ich bin überzeugt, dass sich die Kosten auf die Milliarden addieren werden.


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Autarke Weltraumkuppel

13.06.2014 um 21:03
@JoshuaP01

nunja Weltraumtransporte werden schon in naher zukunft nicht annähernd das kosten was sie zurzeit verschlingen. Ausserdem müsste so ein Projekt ja nicht unbeding nur Staatlich finaniziert werden (ähnlich wie Mars One)


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Autarke Weltraumkuppel

13.06.2014 um 21:06
Apropos Mars One, das transportieren von einem Liter Wasser muss extremste Kosten verschlingen.


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Autarke Weltraumkuppel

13.06.2014 um 21:09
Bin auch mal gespannt ob das alles so klappen wird wie geplant , vorallem wird das ja ein nicht allzu kurzes Projekt , frage mich manchmal ob ein Rückflug nicht günstiger wäre, statt einer Lebenslangen versorgen (wobei: wer weis wie lange die da oben Leben)


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Autarke Weltraumkuppel

13.06.2014 um 21:27
@TheMentor

Weltraumkolonisation ist ja bei Raumfahrt- und Science-Fiction-Interessierten immer wieder mal ein Thema und natürlich auch sehr spannend. Du bringst da auch ein paar Konzepte, auf die auch schon andere gekommen sind. Es ist also gar nicht mal so unrealistisch.
TheMentor schrieb:Am effizientesten scheint mir bei solch einem Projekt eine art Autarke, sprich sich selbst versorgende Kuppel, die auf keine Mittel der Erde angewiesen ist.
Ja, dass ist auch die logischste Wahl. Jedesmal von der Erde Versorgungsgüter zu bringen ist definitiv zu energieaufwenidig. Eine Kuppel die sich sowohl selbst mit Energie als auch mit Nahrung, Wasser und Luft versorgt, ist im Prinzip die einzige Alternative. Auch um Engpässe bei einer eventuellen Versorgung zu umgehen, die hier auf der Erde in Form von Kriegen, Nöten oder Naturkatastrophen auftreten können, die dann ja eine Belieferung der Basis unmöglich machen

Das Konzept ist dabei gar nicht mal so aufwendig (natürlich im richtigen Verhältnis gesehen). Man müsste dazu eine Basis an einem Ort aufbauen, an dem sowohl Energie als auch Wasser vorhanden ist. Auf dem Mond wären das die Polregionen. in den dortigen Kratern werden recht große Mengen an Wassereis vermeutet, da aufgrund des Winkels die Sonnenstrahlen niemals in die Krater eindringen können und sich deswegen das Eis bei weniger als -150°C halten konnte. Gleichzeitig sind die Gipfel der Kraterränder so hoch, dass dort immer die Sonne scheint - es wird niemals Nacht. Die Wahl einer Solaranlage ist daher mehr als naheliegend. Außerdem besitzt der Mond keine Atmosphäre, was wiederum bedeutet, dass die Energieausbeute fast doppelt so hoch ist wie hier auf der Erde.

Fernab der Polregionen müsste man man sowohl Wasser als auch Energiequellen für eine Mondbasis hochtransportieren. Denn aufgrund der gebundenen Rotation des Mondes ist außerhalb der Gipfel der Polregionen knapp 2 Wochen Tag und anschließend 2 Wochen Nacht. Und in der Zeit kühlt der Mond auf empfindlichee -170°C ab. eine sonnenunabhängige Energieversorgung ist an einem solchen Standort absolut lebensnotwendig. Jedoch könnten sich auch solche Regionen als Standort eignen, da auf dem Mond an bestimmten Plätzen Mineralien entdeckt wurden, die große Mengen an Rohstoffen sowohl für die Erde als auch für den Ausbau einer solchen Siedlung enthalten.

Viel wahrscheinlicher ist jedoch der Aufbau an den Polregionen mit einer anschließenden Verbindung zu den Rohstoffquellen, die allerdings erst viel später folgt. Was die Nahrungsmittelversorgung angeht, hast du aber völlig falsche Vorstellungen. Dies ist nicht weiter verwunderlich, denn hier auf der Erde ist man es gewohnt, dass man einen Acker mit den Nutzpflanzen drauf hat. Dieser Weg ist aber hochgradig ineffiezient, und störanfällig.

Hydrokultur ist hier der Weg der Wahl. Die Gründe dafür sind überzeugend:

- genaue Dosierung des Düngers (Effizienz)

- genaue Diesierung des Wassers (Effizienz)

- Rasche Aufbereitung des Wassers (Effizienz)

- Bereits auf dem Mond vorhandenes Wasser (kein Transport von Erde notwendig)

- keine Gefahr von Bodenschädlingen (Störanfälligkeit)

- Steigerung der Gesamtproduktion im Vergleich zum Ackerbau um den Faktor 4 - 30 erhöht, je nach Nutzpflanze (Effizienz).

- leicht zu pflegende Infrastruktur (Söranfälligkeit)

Womit klar wäre, dass eine Basis auf dem Mond eigentlich keine Alternative zur Hydrokultur besitzt.

Sauerstoff kann man entweder mit anliefern oder aus dem Wasser gewinnen. Notfalls ist auch eine Gewinnung aus dem Gestein möglich, aber sehr energieaufwendig. Letzten Endes wäre dies aber ohnehin nötig, da man aus dem Gestein ja ohnehin Rohstoffe gewinnen will, wobei Sauerstoff dann als Nebenprodukt anfällt.

Du schreibst weiterhin, dass man ein Karussel bauen könnte um die nötige Schwerkraft zu erzeugen. Das wäre zwar tatsächlich möglich , aber wenig sinnvoll. je nachdem wie man es aufbaut, liegend oder stehend, hätte man entweder immer einen zusätzlichen Drall zur einer der Seiten (wenn es liegt) oder aber in einer stehenden Konstruktion würde man oben leichter sein, dafür am unteren Ende schwerer.

Auf dem Mond würde man also wohl ohne künstliche Schwerkraft auskommen. Dennoch ist das Konzept nicht so abwegig. Es gibt schon eine Reihen Konzepte, einen solchen sich drehenden Torus (so nennt man das, was du Karussel nennst) in Form einer Raumstation zu bauen. So was ist aber im Moment noch Utopie, dazu müssten wir erstmal den Kapitalismus überwinden.

Ups also ich hab jetzt weitergelesen und will nicht nochmal neu schreiben. Wie ich sehe meintest du, eine Zentrifuge innerhalb der Anlage. Könnte man natürlich auch machen. Nur ist das Problem dabei, dass man bei solch kleinen Zentrifugen enorme Drehzahlen braucht, was denn Körper natürlich durch die unterschiedlich starken Kräfte am Kopf- und Fußende belasten würde. Da müsste man abwägen, was auf Dauer besser ist, Mikrogravitation des Mondes oder Blutstau in den Füßen, trololo.

@kleinundgrün

Prestige und Profit, was sonst. Außerdem die menschliche Neugier.
kleinundgrün schrieb:Wir haben keinen Mangel an Land. Von der Landmenge her können locker 20 Mrd. Menschen auf der Erde wandeln. Wahrscheinlich auch 50 Mrd.
Das ist einfach nur grotest falsch. Rumlaufen auf diesem Planeten könnten sicherlich auch mehr als eine Billion Menschen. Was unser Wachstum jedoch sind unsere Produktionskapazitäten der Nahrungsproduktion. Und da ist bei rund 14 MIa Shcihct im Schacht, wenn wir die Ökologie dieses Planeten nicht vollständig ruinieren wollen. Es sei denn, wir würden das Hydrokulturkonzept hier auf der Erde einführen. Dazu müssten wir aber erstmal die nötige Infrastruktur aufbauen.

@Gute_Luise
@kleinundgrün


Dennoch hat kleinundgrün insofern Recht, als dass uns Überbevölkerung nicht in den Weltraum treiben wird. Wir können nicht mal eben 5+ Milliarden Menschen auf andere Himmelkörper umsiedeln, nur um den Planeten wieder ins ökologische Gleichgewicht zu bringen.

Was Biosphäre 2 angeht, so war das deshalb ein Fehlschlag, weil man versucht hat, fast das gesamte Ökosystem der Erde nachzubilden, was aus offensichtlichen Gründen gar nicht funkionieren kann. In einer autarken Kolonie muss man Effizienz vor Vielfalt stellen. Die Pflanzen, die als Nahrung dienen, Sauerstoff herstellen und Wasser reinigen müssen extrem schnellwachsend und energiereich sein. Also um es kurz zu fassen: Algen, Wasserlinsen, Zwiebeln. Natürlich nicht nur, aber als Gedankenhilfe, worauf es ankommt. So ein Unsinn wie Tropenwälder unter einer Kuppel oder gar Wüstengebiete sind in einer autarken Kolonie offensichtlicher Dummfug.

@RobbyRobbe

Natürlich kann man auf dem Mond Metalle und Kunststoff gewinnen, genauso wie Sauerstoff, Wasser und Energie. Radioaktive Elemente gibt es ebenfalls und falls wir dass mit der Kernfusion in Zukunft hinbekommen gibt es auf dem Mond sogar mehr Helium-3 als hier auf der Erde. Kunststoffe, weil dir dies offensichtlich sehr mysteriös erscheint gewinnt man, indem man aus Kohlenstoff aus entsprechend kohlenstoffhaltigem Gestein gewinnt und dann mit Wasserstoff den Kunststoff synthetisiert. Und @TheMentor ja, Kunststoff und Metall sind natürlich überlebensnotwendig.

@JoshuaP01
@TheMentor

Was Mars One angeht, falls die wirklich jemals zum Mars fliegen, wird das Wasser ebenfalls dort gewonnen, und nicht dorthin transportiert. Wall of Text. Sorry.


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Autarke Weltraumkuppel

13.06.2014 um 21:41
@Gim

Wow danke für die Informationsflut. Als ich den Thread eröffnet hab, dacht ich eher an eine kleine Anzahl von menschen die in einer Kuppel haust die gerade so das nötigste abwirft :D Aber mit deinen Ansätzen, hab ich das Gefühl, lässt sich eine kleine Kolonialisierung planen
(Natürlich nur sobald wir dazu Technisch in der Lage sind)

Was die Überbevölkerung angeht, denke ich auch das wir das in naher Zukunft nicht durch Raumfahrt bzw. Kolonialisierung anderer Monde/Planeten ausgleichen können. Ich denke aber spätestens wenn es auf der Erde wirklich eng wird, wird wohl Weltweit eine Kindheitsploitik à la China, wenn nicht sogar härter nötig.


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stanmarsh
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Autarke Weltraumkuppel

13.06.2014 um 21:54
So lange wir Material und Rohstoffe mit Raketen in den Himmel schießen müssen, lohnt sich eine Besiedlung des Mondes aufgrund von Überbevölkerung nicht.

Zumindest nicht, bis auch das Meer komplett besiedelt ist. Eine schwimmende oder tauchende "Biosphere" ist immer noch tausendmal günstiger zu realisieren als jedes Kilo für ca. 100.000€ auf den Mond zu bringen.


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Autarke Weltraumkuppel

13.06.2014 um 22:03
@TheMentor

Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wie ein Verschwörungstheoretiker anhöre, aber wir sind dazu technisch in der Lage. Das Problem das wir haben ist, dass wir uns lieber gegenseitig abschlachten und ausbeuten statt gemeinsam in die Zukunft zu gehen. Lies dir doch einfach mal die Artikel durch:

Wikipedia: O

Wikipedia: Stanford-Torus

Wikipedia: Verteidigungsetat

Hätten die Länder dieser Welt seit dem Jahr 200 keinen Krieg geführt, hätten wir im günstigsten Falle heute nicht nur unsere Mondbasis mit Massebeschleuniger, sondern eine kilometergroße künstliche Stadt im Weltraum haben können.


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Schrotty
ehemaliges Mitglied

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Autarke Weltraumkuppel

13.06.2014 um 22:04
@TheMentor
@stanmarsh
@Gim
@JoshuaP01
@RobbyRobbe
@kleinundgrün
@Gute_Luise

Da muß ich mal kurz was fragen.

In einer Reportage über Space Tourismus, arbeitete man doch an Wohnsystemen, die sich Aufblasen, bzw. entfalten. Die müßten doch im eigentlichem sinne total dicht sein.

Weiterhin arbeitet man doich an Systemen, aus Gesteinen, das eingeschlossene Wasser und Sauerstoff zu gewinnen.

Ich weis nicht, wie alt diese Reportage war, deswegen interessiert mich, was daraus wurde.


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Autarke Weltraumkuppel

13.06.2014 um 22:08
@Gim

Okay danke werd mich mal einlesen:D

@Schrotty

kenne die Reportage leider nicht aber wenn du mal nen link oder sowas postet kann ich ja mal reinschauen 👍


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stanmarsh
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Autarke Weltraumkuppel

13.06.2014 um 22:08
@Gim
Gim schrieb:Hätten die Länder dieser Welt seit dem Jahr 200 keinen Krieg geführt, hätten wir im günstigsten Falle heute nicht nur unsere Mondbasis mit Massebeschleuniger, sondern eine kilometergroße künstliche Stadt im Weltraum haben können.
Oder wir würden noch in "Höhlen" sitzen und "Beeren" futtern.


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Autarke Weltraumkuppel

13.06.2014 um 22:10
@stanmarsh

Inwiefern haben die Kriege der letzten 200 Jahre unsere Entwicklung vom Höhlenmenschen beeinflusst ?


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Autarke Weltraumkuppel

13.06.2014 um 22:11
*sorry natürlich "seit dem Jahr 200"


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Autarke Weltraumkuppel

13.06.2014 um 22:13
@TheMentor
@stanmarsh


ich hatte mich verschrieben. Gemeint war das Jahr 2000, nicht 200. Die Wirtschaftsleistung dieses Planeten vor dem jahr 1800 kann mann heute ohnehin vergessen.


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ErhardVobel
ehemaliges Mitglied

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Autarke Weltraumkuppel

13.06.2014 um 22:14
. Soweit ich weiß war Biosphäre2 ein ökologisches Desaster.
Noch sind autarke Habitate im All Science Fiction!


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Autarke Weltraumkuppel

13.06.2014 um 22:16
@ErhardVobel

Wie aber auch vorher erwähnt wurde wollte man bei dem Projekt das gesamte Ökosystem nachgestellt werden was ja auf dem Mond kaum Sinn machen würde.


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stanmarsh
ehemaliges Mitglied

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Autarke Weltraumkuppel

13.06.2014 um 22:17
@Gim

Hast Du Dir die Wikiartikel mal durchgelesen?
Das ist eine nette Theorie, hat aber mit der Wirklichkeit nichts zu tun. Es sein denn, wir erfinden morgen das beamen.

Alleine die Luft der O’Neill-Kolonie wiegt 1,2 Milliarden Tonnen, beim Transportpreis von 10.000-80.000€/kg

Für das Geld kann die USA noch ein paar Millionen Jahre ihre Kriege führen

Edit: es sind nur etwa 100.000 Jahre, bei einem Etat von 600Mrd. pro Jahr.


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