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Tesla’s Theorie der elektromagnetischen Wellen

48 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Physik, Tesla, Wellen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Tesla’s Theorie der elektromagnetischen Wellen

28.06.2018 um 23:38
Wo findet man die Grenzwissenschaftlichen abhandlungen ? :)


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Tesla’s Theorie der elektromagnetischen Wellen

29.06.2018 um 00:09
Zitat von kieferkiefer schrieb:Wo findet man die Grenzwissenschaftlichen abhandlungen ? :)
Das würde mich auch interessieren.


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Tesla’s Theorie der elektromagnetischen Wellen

30.06.2018 um 22:43
Zitat von kieferkiefer schrieb:Wo findet man die Grenzwissenschaftlichen abhandlungen ?
ich denke, es ist sowas gemeint:
https://teslabauplan.com/
http://magnetgenerator.info/nikola-tesla-und-endlose-freie-energie/ (Archiv-Version vom 23.06.2018)



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Tesla’s Theorie der elektromagnetischen Wellen

01.07.2018 um 03:34
@geeky
Ahh ok also der alte Energie-Hut :) Danke


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Tesla’s Theorie der elektromagnetischen Wellen

13.07.2018 um 02:22
Vielleicht noch ein Nachtrag: Tesla war kein besonders guter Geschäftsmann. Er hatte Ideen, ließ es dann aber oft bei Prototypen oder Theorien. In einer Biographie war sogar beschrieben, dass er Marconi selbst Spulen verkaufte, da er an der drahtlosen Energieübertragung schon die Lust verloren hatte. Mir scheint es aber auch so, dass der Begriff "Energieübertragung" falsch interpretiert wird. In einem Patent zu einem ferngesteuerten Boot schreibt er, wenn ich mich recht erinnere, von "drahtloser Energieübertragung" zur Steuerung des Bootes. Tatsächlich war das Boot voll mit Bleiakkus und einer Steuerung für einen Elektromotor und Ruderanlage. Heute würde man das schlicht "Fernsteuerung" nennen. Auch Marconis Funkwellenübertragung über den Atlantik wurde als drahtlose Energieübertragung bezeichnet. Das ist aber heutzutage etwas anderes.


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Tesla’s Theorie der elektromagnetischen Wellen

13.07.2018 um 05:42
@sirlazarus:
Zitat von sirlazarussirlazarus schrieb:Mir scheint es aber auch so, dass der Begriff "Energieübertragung" falsch interpretiert wird.
Tesla wollte tatsächlich in grossem Maßstab drahtlos Energie übertragen. Die Idee hatte er bereits in den 1890ern, und die Experimente in Colorado Springs (1899-1900) haben ihn fälschlich davon überzeugt, die prinzipiellen Probleme gelöst zu haben. Entgegen nach seinem Tod aufgetauchten Sensationsgeschichten hat er in dieser Hinsicht jedoch -- wie in einem vorhergehenden Beitrag bereits erwähnt -- nur ziemlich bescheidene praktische Ergebnisse erzielt. In seinem bekannten Artikel "The Problem of Increasing Human Energy", der 1900 im Century Illustrated Magazine erschien, schrieb er:
The photograph shows three ordinary incandescent lamps lighted to full candle-power by currents induced in a local loop consisting of a single wire forming a square of fifty feet each side, which includes the lamps, and which is at a distance of one hundred feet from the primary circuit energized by the oscillator.
Er hat also drei Glühbirnen im Abstand von ca. 30 m vom Sender zum Leuchten gebracht. Das lässt sich problemlos im Rahmen des herkömmlichen Elektromagnetismus erklären. Tesla hat die Ergebnisse falsch interpretiert.

Zum ersten Mal ausführlich beschrieben hat Tesla seine Ideen zur drahtlosen Energieübertragung in dem Artikel "The Transmission of Electrical Energy Without Wires" (Archiv-Version vom 01.03.2017), der 1904 in der Zeitschrift "Electrical World and Engineer" erschien. Darin schrieb er von Plänen für eine drahtlose "Energie-Sendestation" mit 10.000 hp = ca. 7,5 MW:
In this first power plant, which I have been designing for a long time, I propose to distribute ten thousand horse-power under a tension of one hundred million volts, which I am now able to produce and handle with safety. This energy will be collected all over the globe preferably in small amounts, ranging from a fraction of one to a few horse-power. One its chief uses will be the illumination of isolated homes. I takes very little power to light a dwelling with vacuum tubes operated by high-frequency currents and in each instance a terminal a little above the roof will be sufficient. Another valuable application will be the driving of clocks and other such apparatus. These clocks will be exceedingly simple, will require absolutely no attention and will indicate rigorously correct time. The idea of impressing upon the earth American time is fascinating and very likely to become popular. There are innumerable devices of all kinds which are either now employed or can be supplied, and by operating them in this manner I may be able to offer a great convenience to whole world with a plant of no more than ten thousand horse-power. The introduction of this system will give opportunities for invention and manufacture such as have never presented themselves before.
Es blieb jedoch bei Versprechungen. Eine praktische Vorführung der drahtlosen Übertragung grösserer elektrischer Leistungen über grössere Entfernungen gelang Tesla nie. Es funktionierte nicht, weil er in einigen elementaren Punkten von falschen Annahmen ausging. Obwohl der wissenschaftliche Fortschritt in den Jahrzehnten nach Tesla's Zeit in Colorado Springs immer deutlicher zeigte, dass er falsch lag, war er nie bereit, seine Annahmen in Frage zu stellen. Das hat wesentlich dazu beigetragen, dass Tesla in seiner zweiten Lebenshälfte -- im drastischen Unterschied zu der Zeit davor -- nur noch ziemlich wenige praktisch nutzbare Resultate vorweisen konnte.


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Tesla’s Theorie der elektromagnetischen Wellen

16.07.2018 um 01:27
Ich möchte nochmal auf das sehr verbreitete Missverständnis zurückkommen, nach dem Tesla angeblich der Ansicht war, es gäbe neben transversalen elektromagnetischen Wellen auch longitudinale elektromagnetische Wellen (oft auch als Skalarwellen bezeichnet). Das ist, wie ich in einem vorhergehenden Beitrag bereits erläutert hatte, falsch. Tesla war der Ansicht, dass elektromagnetische Wellen grundsätzlich longitudinale Wellen sind, und er hielt das Konzept von transversalen elektromagnetischen Wellen für einen "Mythos". Sehr deutlich geht das z.B. aus dem folgenden Artikel von 1932 hervor (Tesla war zu diesem Zeitpunkt 76):
The assumption of the Maxwellian ether was thought necessary to explain the propagation of light by transverse vibrations, which can only occur in a solid. So fascinating was this theory that even at present it has many supporters, despite the manifest impossibility of a medium, perfectly mobile and tenuous to a degree inconceivable, and yet extremely rigid, like steel. As a result some illusionary ideas have been formed and various phenomena erroneously interpreted. The so-called Hertz waves are still considered a reality proving that light is electrical in its nature, and also that the ether is capable of transmitting transverse vibrations of frequencies however low. This view has become untenable since I showed that the universal medium is a gaseous body in which only longitudinal pulses can be propagated, involving alternating compressions and expansions similar to those produced by sound waves in the air. Thus, a wireless transmitter does not emit Hertz waves which are a myth, but sound waves in the ether, behaving in every respect like those in the air, except that, owing to the great elastic force and extremely small density of the medium, their speed is that of light.

(Nikola Tesla, "Pioneer Radio Engineer Gives Views On Power", "New York Herald Tribune" am 11.09.1932)
Tesla hatte diese Vorstellungen ungefähr vierzig Jahre vorher, Anfang der 1890er, entwickelt. Aber selbst zu dieser Zeit hatte Heinrich Hertz (in den 1880ern) bereits die Polarisierbarkeit von elektromagnetischen Wellen nachgewiesen, was ausschliesslich bei transversalen Wellen möglich ist. In den Jahrzehnten danach bestätigten eine Vielzahl von theoretischen (dazu gehören u.a. die brillianten Arbeiten des Autodidakten Oliver Heaviside) und praktischen Ergebnissen die Maxwell'sche Theorie von transversalen elektromagnetischen Wellen.

Tesla hatte sich mit seinen Ideen zu mehrphasigem Wechselstrom gegen zahlreiche, z.T. hochgebildete Kritiker durchgesetzt. Er war fest davon überzeugt, dass es bei seinen Vorstellungen von elektromagnetischen Wellen wieder so kommen würde. Während Tesla jedoch auf dem Gebiet des mehrphasigen Wechselstroms den allermeisten seiner Kritiker weit überlegen war, sprechen alle allgemein bekannten historischen Indizien dafür, dass er die (mathematisch ziemlich anspruchsvolle) Maxwell'sche Theorie des Elektromagnetismus nie verstanden hat. Seine Ignoranz gegenüber schwerwiegenden Argumenten für die Maxwell'sche Theorie (wie die Polarisierbarkeit von elektromagnetischen Wellen) wäre noch verständlich gewesen, wenn er auf Basis seiner abweichenden Vorstellungen überzeugende praktische Ergebnisse erzielt hätte. Genau das war aber nicht der Fall. Tesla machte in seiner zweiten Lebenshälfte zwar eine enorme Zahl grandioser Ankündigungen (wie man in Tausenden von historischen Zeitungsartikeln nachvollziehen kann), denen jedoch nur in wenigen und wenig spektakulären Fällen praktisch nutzbare Resultate folgten.


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Tesla’s Theorie der elektromagnetischen Wellen

28.07.2021 um 18:57
Nahezu alle Originalquellen zu Tesla's Vorstellungen von elektromagnetischen Wellen sind oberflächlicher, populärwissenschaftlicher Natur. Daraus lässt sich zwar bereits eindeutig schliessen, dass Tesla's Vorstellungen -- wie ich in diesem Thread umfangreich erläutert habe -- grundsätzlich falsch waren, es wäre aber trotzdem interessant, mehr über die Einzelheiten zu erfahren. Dazu könnte möglicherweise folgende Aussage Tesla's in einem Interview mit der New York Times 1934 beitragen:
"It is true," said Mr. Tesla, "that many scientific minds envisaged the theory of a gaseous ether, but it was rejected again and again because in such a medium longitudinal waves would be propagated with infinite velocity. Lord Kelvin conceived the so-called contractile ether, possessing properties which would result in a finite velocity of longitudinal waves. In 1885, however, an academic dissertation was published by Professor De Volson Wood, an American, at a Hoboken institution, which dealt with a gaseous ether in which the elasticity, density and specific heat were determined with rare academic elegance. But, so far, everything pertaining to the subject was purely theoretical."

(teslauniverse.com: New York Times am 08.04.1934)
Ich habe mich heute zum ersten Mal nach der erwähnten Arbeit von Prof. De Volson Wood umgesehen, und erfreut festgestellt, dass die Arbeit in Buchform gleich zweimal frei online zugänglicht ist.

archive.org: "The Luminiferous Æther"
hathitrust.org: "The Luminiferous Æther"

Der nächste Schritt wäre nun, die Arbeit näher zu analysieren, und mit Tesla's Vorstellungen zu vergleichen. Lieder fehlt mir -- u.a. aufgrund des Umfangs von ca. 120 Netto-Seiten -- vorerst die Zeit dafür, aber sobald ich dazu komme, werde ich mehr dazu schreiben.


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