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Tesla’s Theorie der elektromagnetischen Wellen

104 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Physik, Tesla, Wellen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Tesla’s Theorie der elektromagnetischen Wellen

28.03.2018 um 22:14
Ich halte Nikola Tesla durch aus für einen seriösen Wissenschaftler, schließlich wurde die magnetische Flussdichte nach ihm benannt.


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Tesla’s Theorie der elektromagnetischen Wellen

28.03.2018 um 22:16
Zitat von mark07mark07 schrieb:Ich halte Nikola Tesla durch aus für einen seriösen Wissenschaftler, schließlich wurde die magnetische Flussdichte nach ihm benannt.
War er auch, und warum sollte seine wiederlegten Hypothesen dann auf einmal Wahr sein?

Er hat ein paar Treffer gehabt neben vielen Hypothesen oder Vermutungen die sich als Falsch herausgestellt haben.


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Tesla’s Theorie der elektromagnetischen Wellen

28.03.2018 um 22:24
Aber um Nikola Tesla’s Patente 100 % zu verstehen, bräuchte man wahrscheinlich ein abgeschlossenes Studium der Elektrotechnik.

Liste der Tesla Patente

Und dann könnte man einige Apparate nachbauen.


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apart ehemaliges Mitglied

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Tesla’s Theorie der elektromagnetischen Wellen

28.03.2018 um 22:26
oops
Ich hab den fred gerade erst gechecked ^^

aber mir liegt trz auf der Zunge: gibt's nen Zusammenhang zu dieser "Wellen ausm all empfangen" und dem Hauptziel vom tesla Bauer, der ja sein eigenes raumfahrtprojekt plant? Oder is das nur ne Anekdote der die passt?

sorry für Spam ich wusst nich wo ich sonst noch Fragen sollt ^^


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Tesla’s Theorie der elektromagnetischen Wellen

28.03.2018 um 22:27
Zitat von mark07mark07 schrieb:Aber um Nikola Tesla’s Patente 100 % zu verstehen, bräuchte man wahrscheinlich ein abgeschlossenes Studium der Elektrotechnik.
Mhh, stell dir vor, in den letzten 100 Jahren gibt es so einige davon, sogar noch einige die Mehr können. Und die haben alle diese Fantastischen Sachen nicht gefunden trotz besserer Messtechnik Gerätschaften etc, während Tessla im Pionierzeiten arbeitete, und wo man noch viele Hypothesen überprüfen musste, Messtechnik und Verfahren noch am Anfang standen.

DAs ist ja in vielen Bereichen am Anfang so. Nur muss man eben auch jetzt den Stand 100 Jahre später bedenken.


mmh und dann hast du Maschinen die nix bewirken.


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Tesla’s Theorie der elektromagnetischen Wellen

28.03.2018 um 22:28
Zitat von apartapart schrieb:aber mir liegt trz auf der Zunge: gibt's nen Zusammenhang zu dieser "Wellen ausm all empfangen" und dem Hauptziel vom tesla Bauer, der ja sein eigenes raumfahrtprojekt plant? Oder is das nur ne Anekdote der die passt?
nein, eigentlich nicht, weil bis auf die Namenswahl für ein Elektroauto auch sonst kein Zusammenhang besteht.


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Tesla’s Theorie der elektromagnetischen Wellen

28.03.2018 um 22:39
Ich zitiere aus dem Wikipedia Artikel Wardenclyffe Tower:
Die von Tesla projektierte sehr große Spule hätte nicht funktioniert. Denn während man jahrelang davon ausging, dass auch eine kilometerlange Sekundärspule noch funktionieren würde, sofern sie mechanisch stabil konstruiert werden könnte, gäbe es bei dieser Baugröße elektrische Probleme, weil die Frequenz des durch die Resonanz erzeugten Wechselstroms mit zunehmender Spulenlänge der Sekundärspule immer niedriger ausfällt.
Quelle:
Der Wardenclyffe Tower

Also haben sich doch Experten mit dieser Erfindung zur drahtlosen Energieübertragung befasst, aber sie haben die Funktion nicht,im Experiment wieder legt.


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Tesla’s Theorie der elektromagnetischen Wellen

29.03.2018 um 09:34
Zitat von mark07mark07 schrieb:so haben sich doch Experten mit dieser Erfindung zur drahtlosen Energieübertragung befasst, aber sie haben die Funktion nicht,im Experiment wieder legt.
ja wow, wie erwähnt im Pionierzeitalter verfolgt man alles mögliche, je mehr man weiß desto mehr wird ausgesiebt.

Und die Funktion muss belegt werden, nicht wiederlegt.

Und da ging es um einen Funksener, Tessla war auch manchmal etwas blind zb bzgl Wechselstrom und Gleichstrom.


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Tesla’s Theorie der elektromagnetischen Wellen

29.03.2018 um 10:31
@mark07:
Zitat von mark07mark07 schrieb:Gemäß Tesla sind bestimmte elektromagnetische Wellen keine transversalen Wellen, sondern ähnlich wie Schallwellen,longitudinale Wellen.
Tesla war sogar fälschlich der Ansicht, dass elektromagnetische Wellen grundsätzlich longitudinale Wellen sind. Das geht u.a. aus seinem bekannten Artikel "The True Wireless" hervor, der 1919 in der Zeitschrift "Electrical Experimenter" erschien. Tesla hat seine Vorstellungen von elektromagnetischen Wellen Anfang der 1890er entwickelt, als weltweit nur eine Handvoll von Leuten die (mathematisch ziemlich anspruchsvollen) Maxwell'schen Gleichungen verstanden hatte, die die transversale Struktur von elektromagnetischen Wellen beschreiben und die Grundlage des heutigen Verständnisses des klassischen Elektromagnetismus sind.

Alle allgemein bekannten historischen Indizien sprechen dafür, dass Tesla die Maxwell'schen Gleichungen nie verstanden hat, und sich anstelle dessen an seine wesentlich einfachere Vorstellung von longitudinalen Wellen klammerte. Deshalb verlief ein Treffen mit Heinrich Hertz 1892 in Bonn wohl für beide Seiten ziemlich frustrierend. Hertz hatte mit seinen bahnbrechenden Arbeiten zu elektromagnetischen Wellen in den 1880ern u.a. die Polarisierbarkeit der von ihm erzeugten Wellen nachgewiesen, was bei longitudinalen Wellen nicht möglich gewesen wäre.

Longitudinale elektromagnetische Wellen in dem Sinne, wie Tesla sie sich vorgestellt hat (Plasmawellen sind ein anderes Thema), gibt es nicht. Zu entsprechenden Crackpot-Theorien gibt es umfangreiche seriöse Widerlegungen, u.a. hier und hier.
Zitat von mark07mark07 schrieb:Tesla nutzte diese Art elektromagnetischer Wellen in Colorado Springs zur drahtlosen Übertragung von Energie.
Tesla selbst hat nur von relativ bescheidenen Ergebnissen in dieser Hinsicht berichtet. In seinem bekannten Artikel "The Problem of Increasing Human Energy", der 1900 im Century Illustrated Magazine erschien, schreibt er:
The photograph shows three ordinary incandescent lamps lighted to full candle-power by currents induced in a local loop consisting of a single wire forming a square of fifty feet each side, which includes the lamps, and which is at a distance of one hundred feet from the primary circuit energized by the oscillator.
Er hat also drei Glühbirnen im Abstand von ca. 30 m vom Sender zum Leuchten gebracht. Das lässt sich problemlos im Rahmen des herkömmlichen Elektromagnetismus erklären.

Erst nach Tesla's Tod 1943 tauchten fragwürdige Geschichten über die Übertragung von erheblich grösseren Leistungen über erheblich grössere Entfernungen auf, für die es jedoch keine seriöse Grundlage gibt.
Zitat von mark07mark07 schrieb:Es wird auch berichtet,dass Tesla diese Art von Wellen aus dem All empfing.
Tesla hat irgendwelche Signale empfangen. Da es damals (ausser einigen sehr wenigen Experimentatoren) keine irdischen Sender gab, vermutete er, die Signale kämen aus dem All. Sehr viel wahrscheinlicher ist jedoch, dass er schlicht Signale eines anderen Experimentators, z.B. Marconi, aufgefangen hat.
Zitat von mark07mark07 schrieb:Aber um Nikola Tesla’s Patente 100 % zu verstehen, bräuchte man wahrscheinlich ein abgeschlossenes Studium der Elektrotechnik.

Liste der Tesla Patente

Und dann könnte man einige Apparate nachbauen.
Tausende von z.T. sehr qualifizierten Leuten haben sich mit Tesla's Ideen auseinandergesetzt und entsprechende Experimente durchgeführt. Niemand hat dabei seriös irgendwelche Effekte nachgewiesen, die sich nicht im Rahmen der etablierten Physik erklären lassen.
Zitat von mark07mark07 schrieb:Der Wardenclyffe Tower
Leider taugt der deutsche Wikipedia-Artikel zum Wardenclyffe-Tower nicht viel. Ich bin kein Wikipedia-Basher, viele Artikel sind durchaus brauchbar, dieser gehört jedoch nicht dazu. Der von Dir zitierte Abschnitt ist im Gesamtzusammenhang völlig irrelevant.

Die geplante Funktionsweise des Wardenclyffe-Towers geht aus Tesla's Schriften klar hervor, und sie beruht nicht auf elektromagnetischen Wellen (unabhängig von der Unterscheidung transversal / longitudinal). Der Wardenclyffe-Tower sollte Wechselstrom durch die Erde (oder alternativ höhere Atmosphärenschichten) übertragen.

Das "Geheimnis" des Wardenclyffe-Towers geht m.E. am deutlichsten aus der folgenden Formel aus Tesla's Wardenclyffe-Notes (pdf) hervor: cP = Cp. c steht dabei für die Kapazität der Kuppel des Towers, und P für die elektrische Spannung, auf die diese aufgeladen wird (Tesla verwendete oft den Buchstaben P abgeleitet von "Pressure" für elektrische Spannung, da er sich Elektrizität als eine Art inkompressibler Flüssigkeit vorstellte). C steht für die Kapazität der Erdkugel, und p für die elektrische Spannung, auf die diese aufgeladen werden sollte, wenn die elektrische Ladung der Tower-Kuppel in die Erkugel "gepumpt" wird. Tesla wollte durch "Hin- und Herpumpen" der Ladung zwischen Tower-Kuppel und Erdkugel die gesamte Erdkugel (!) in elektrische Resonanz versetzen. Tatsächlich wäre die Ladung jedoch einfach "versickert".

Die Wardenclyffe-Anlage wurde zwar nie völllig fertiggestellt, war aber ab Mitte 1903 zumindest teilweise einsatzbereit. Das geht zum einen aus verschiedenen Zeitungsberichten aus dieser Zeit hervor, und zum anderen aus den Protokollen späterer Gerichtsverhandlungen im Zusammenhang mit dem Abriss des Towers. Der Umstand, dass Tesla in den folgenden Jahren keine relevanten Ergebnisse vorweisen konnte, spricht sehr deutlich dafür, dass das Ganze nicht so funktioniert hat, wie er sich das vorgestellt hatte.

Abschliessend noch ein allgemeiner Punkt: Über kaum eine historische Persönlichkeit ist soviel Unsinn im Umlauf wie über Tesla. Ich möchte jedem, der sich ernsthaft für das Thema interessiert, sehr dringend empfehlen, zuallererst mindestens zwei der seriösen Tesla-Biographien (z.B. O'Neill, Cheney, Seifer, Carlson -- die englischen Versionen von O'Neill und Carlson sind bei archive.org frei verfügbar) zu lesen. Mindestens zwei, weil auch jede Biographie ihre Schwächen hat. Die historische Persönlichkeit Nikola Tesla hat nur sehr wenig mit der mythischen Gestalt gleichen Namens zu tun, die im Internet herumgeistert.


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Tesla’s Theorie der elektromagnetischen Wellen

29.03.2018 um 10:52
@uatu

oh danke, na da haben wir doch schon eine der gebildeten Menschen die sich zu Tesslas und seinen Thesen äußern können.

super Antwort

ich vermute allerdings das es hier auch nur ein Thread bzgl Schwurbeltessla gehen sollte.


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Tesla’s Theorie der elektromagnetischen Wellen

29.03.2018 um 12:56
Und manch einer sollte erstmal widerlegt richtig schreiben, nach zig Jahren ist dies zu erwarten.

@mark07
Habe im Forum lange nach einem aktiven Thread gesucht, vielleicht kann hier seine mystifizierte Person etwas beleuchtet werden.

Ganz spanned für mich war der Niedergang seiner Arbeit. Trotz vieler Patente werden seine Bemühungen bis heute ad acta gelegt.

Es wäre großartig wenn einige Denkanstöße mit eingebracht werden. Unter anderem vermute ich das du aktuell besser recherchiert hast als ich im Moment vorlegen kann.


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Tesla’s Theorie der elektromagnetischen Wellen

29.03.2018 um 13:10
Zitat von mark07mark07 schrieb:Tesla nutzte diese Art elektromagnetischer Wellen in Colorado Springs zur drahtlosen Übertragung von Energie.

Die Stärke dieser Wellen nimmt nicht mit der Entfernung ab.(bei den Transversalen Wellen ist dies,durch die Freiraumdämpfung der Fall)
Besonders erfolgreich war Tesla damit nicht. Der Energieverlust über die Entfernung war einfach zu hoch (also nimmt die Stärke der Wellen doch mit der Entfernung ab) ...
... und von den beiden Russen, die die Tesla-Türme nachgebaut haben, hört man auch nichts mehr. Die können damit ein paar Drohnen in der Nähe mit Energie versorgen, aber das war es dann schon ... Energie-Übertragung über weite Entfernungen ist nicht ...


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Tesla’s Theorie der elektromagnetischen Wellen

29.03.2018 um 14:22
Zitat von EiskaltEiskalt schrieb:Und manch einer sollte erstmal widerlegt richtig schreiben, nach zig Jahren ist dies zu erwarten.
Ah mein Freund, noch was zum Thema, bist du jetzt auch unter die Alternative Realität Schwurbler gegangen.

nun Vorsicht, hier ist der Bereich Wissenschaft, da muss schon was kommen.
Zitat von EiskaltEiskalt schrieb:Ganz spanned für mich war der Niedergang seiner Arbeit. Trotz vieler Patente werden seine Bemühungen bis heute ad acta gelegt.
Was nützen Patente die keinen Anwendung oder sinnvolle Anwendung erlauben.


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Tesla’s Theorie der elektromagnetischen Wellen

29.03.2018 um 15:04
Tesla war wohl auch eher ein Techniker der bekanntes Wissen in die technische Umsetzung brachte als ein Wissenschaftler der Grundlegende Erkenntnisse lieferte, sein Arbeit bei der Durchsetzung des Wechselstrom war aber enorm.


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Tesla’s Theorie der elektromagnetischen Wellen

29.03.2018 um 15:16
Zitat von EiskaltEiskalt schrieb:Und manch einer sollte erstmal widerlegt richtig schreiben, nach zig Jahren ist dies zu erwarten.
nicht unbedingt, ausserdem handelt es sich dabei um keine mir bekannte Methode der Widerlegung:
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Nachweis? Nein wiederlegt
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Beleg? Nein wiederlegt
Vielleicht klärt dich @Fedaykin noch über seine "Wiederlegungstheorie" auf,
weil hier ist der Bereich Wissenschaft, da muss schon was kommen :D


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Tesla’s Theorie der elektromagnetischen Wellen

29.03.2018 um 16:10
Zitat von cortanocortano schrieb:elleicht klärt dich @Fedaykin noch über seine "Wiederlegungstheorie" auf,
weil hier ist der Bereich Wissenschaft, da muss schon was kommen :D
Ganz einfach, das es keine Belege von dem aufgezählten Wellen, Wirkungsweisen etc von Tessla gibt, sind sie kein Fakt, sondern Hypothesen die keinerlei Bestätigung erfahren haben.
Zitat von tarentaren schrieb:Tesla war wohl auch eher ein Techniker der bekanntes Wissen in die technische Umsetzung brachte als ein Wissenschaftler der Grundlegende Erkenntnisse lieferte, sein Arbeit bei der Durchsetzung des Wechselstrom war aber enorm.
Ja, aber das wirklich Wichtige wissen die Schwurbler und Esoteriker von Tessla nicht.


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Tesla’s Theorie der elektromagnetischen Wellen

29.03.2018 um 18:45
Trotzdem, alle von mir genannten Informationen, stammen aus dem Buch,welches ich oben erwähnte. Tesla machte die Aussagen persönlich.

Ich halte Tesla keinesfalls für einen Dummkopf, denn andere Erfindungen, wie der Wechselstrommotor und die Wechselstromübertragung selber, funktionieren auch sehr gut.

@Eiskalt
Soweit ich weiß sollte der Wardenclyffe Tower,Teil eines weltweit funktionierenden Rundfunksystems werden, so sollten Nachrichten und Börseninformationen um die Welt geschickt werden.
Tesla intended to transmit messages, telephony and even facsimile images across the Atlantic to England and to ships at sea based on his theories of using the Earth to conduct the signals.
Quelle
Wikipedia Wardenclyffe Tower eng.

Der Finanzier JP Morgan strich Tesla alle Fördergelder und als Folge,musste der Turm abgerissen werden. Somit wurde nichts, aus dem Traum eines weltweiten Rundfunksystems. Tesla nahm bis zum Rest seines Lebens,keine größeren Projekte mehr in Angriff.

@Fedaykin

Unter Esoterik verstehe ich etwas völlig anderes und vom Geschwurbel,ganz zu schweigen.


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Tesla’s Theorie der elektromagnetischen Wellen

30.03.2018 um 06:42
@mark07:
Zitat von mark07mark07 schrieb:Trotzdem, alle von mir genannten Informationen, stammen aus dem Buch,welches ich oben erwähnte. Tesla machte die Aussagen persönlich.
Es ist allgemein bekannt, dass Tesla einen Teil der in Deinem Eingangsbeitrag genannten Aussagen tatsächlich gemacht hat. Problematisch ist allerdings, dass Du seine Aussagen mit Deinen eigenen Ideen vermischt hast. Es wäre z.B. neu, dass Tesla nur bestimmte (d.h. nicht alle) elektromagnetischen Wellen als longitudinale Wellen betrachtet hat. Im Zweifelsfall ist es besser, den Originaltext zu zitieren, und die Originalquelle zu nennen (die bei den Einzeltexten in dem von Dir genannten Buch hoffentlich jeweils angegeben ist). Fast alle Originaltexte von Tesla sind inzwischen frei online verfügbar, was die Diskussion u.U. erheblich erleichtern kann.
Zitat von mark07mark07 schrieb:Ich halte Tesla keinesfalls für einen Dummkopf, denn andere Erfindungen, wie der Wechselstrommotor und die Wechselstromübertragung selber, funktionieren auch sehr gut.
Niemand hier hat behauptet, dass Tesla ein Dummkopf war. Er war allerdings auch nicht das Über-Genie, als das ihn viele dritt- und viertklassige Quellen darstellen, siehe dazu u.a. den folgenden Artikel: Tesla Debunked. Höhere Mathematik findet sich in Tesla's Schriften äusserst selten, was sehr dafür spricht, dass ihm fortgeschrittene Kenntnisse in dieser Hinsicht fehlten, die notwendig gewesen wären, um u.a. die Werke von Maxwell und Hertz zu verstehen. Bei einer Reihe von wichtigen Themen lag er klar und eindeutig falsch, wie z.B. bei dieser Aussage:
The idea of atomic energy is illusionary, but it has taken so powerful a hold on the minds that, although I have preached against it for twentyfive years, there still are some who believe it to be realizable.

I have disintegrated atoms in my experiments with a high potential vacuum tube I brought out in 1896 [...].

But as to atomic energy, my experimental observations have shown that the process of disintegration is not accompanied by a liberation of such energy as might be expected from the present theories.

(Tesla im Juli 1931)
Es geht mir übrigens, wie ich auch schon an anderer Stelle geschrieben habe, in keiner Weise darum, Tesla ungerechtfertigt herabzusetzen. Mir geht nur der unsägliche Unsinn auf die Nerven, der in einer Vielzahl von Büchern, Websites, Videos, etc. fälschlich über Tesla verbreitet wird. Die Realität wirkt auf viele Leute nur deshalb so irritierend, weil sie völlig abwegige Darstellungen von Tesla aus unbrauchbaren Quellen gewohnt sind.
Zitat von mark07mark07 schrieb:Der Finanzier JP Morgan strich Tesla alle Fördergelder und als Folge,musste der Turm abgerissen werden.
Das ist die BILD-Zeitungs-Version für die Dummen. Tatsächlich verlief die Geschichte deutlich anders, wie man u.a. in den diversen seriösen Tesla-Biographien nachlesen kann:

Nach seiner Rückkehr von Colorado Springs Anfang 1900 suchte Tesla Geldgeber für seine Ideen zur drahtlosen Nachrichten- und Energieübertragung. Dabei trat allerdings das Problem auf, dass der Ruf als Superstar, den er sich aufgrund seiner Arbeiten im Wechselstrom-Bereich in der ersten Hälfte der 1890er erworben hatte, zu dieser Zeit aufgrund ausbleibender Resultate bereits deutlich gelitten hatte. Schliesslich kam er Ende 1900 mit dem Unternehmer und Bankier J.P. Morgan (1837-1913) in Kontakt.

Nach einigen persönlichen Zusammentreffen schlug Tesla in einem Brief an Morgan am 26. November 1900 den Bau eines Systems zur drahtlosen Nachrichtenübertragung über den Atlantik mit Baukosten von 100.000 US$ und einer Bauzeit von 6-8 Monaten, und eines Systems zur drahtlosen Nachrichtenübertragung über den Pazifik mit Baukosten von 250.000 US$ und einer Bauzeit von einem Jahr vor.

Morgan hielt es für sinnvoller, sich zunächst auf eine Strecke zu beschränken, und sagte Tesla 150.000 US$ zu. Er machte allerdings von vornherein klar, dass er kein weiteres Geld investieren würde. Im Gegenzug erhielt Morgan 51% des gemeinsamen Unternehmens und der Patentrechte. Tesla hatte im Laufe der Gespräche selbst vorgeschlagen, dass Morgan die Mehrheit erhält: "The control is yours, the larger part is yours". Als groben Anhaltspunkt für den heutigen Wert dieser 150.000 US$ kann man über den US Consumer Price Index einen Betrag von ca. 4,5 Millionen US$ ermitteln (gemäss https://www.measuringworth.com/calculators/uscompare/result.php?year_source=1900&amount=150000&year_result=2018). Da die Löhne in diesem Zeitraum erheblich höher als der Consumer Price Index gestiegen sind, und das Wardenclyffe-Projekt einen erheblichen Lohnanteil enthielt, dürfte der tatsächlich vergleichbare Betrag eher noch deutlich höher liegen. Diesen Betrag hat Morgan vollständig (in mehreren Raten) an Tesla gezahlt. Es kam dabei teilweise zu Verzögerungen von einigen Monaten, vermutlich weil Morgan selbst Liquiditätsprobleme hatte.

Im Juni 1901 geschah jedoch etwas, das die Situation für Tesla völlig veränderte. Er las einen Artikel seines Rivalen Marconi in der Zeitschrift "Electrical Experimenter", und schloss aus der Erwähnung einer "Tesla-Spule" fälschlich, dass Marconi sein Konzept der drahtlosen Nachrichtenübertragung kopieren würde. Tesla befürchtete, dass Marconi ihm mit wesentlichen Erfolgen zuvorkommen würde, und beschloss, dass ihm das mit Morgan vereinbarte, relativ schlichte Konzept eines Systems zur drahtlosen Nachrichtenübertragung über den Atlantik nicht mehr genügte. Er begann ein erheblich grandioseres -- und damit erheblich teureres -- System zu planen. Als er im Juli 1901 Morgan über seine neuen Pläne und die erheblich höheren Kosten informierte, war dieser verärgert, und lehnte rundweg ab, zusätzliches Geld zu investieren. Tesla versuchte trotzdem, soweit es möglich war, mit seinen grandiosen Plänen fortzufahren, und hoffte, Morgan später zu weiteren Investitionen bewegen zu können. Das Timing war jedoch ausserordentlich ungünstig, da die zweite Jahreshälfte 1901 für Morgan selbst eine der schwierigsten Phasen seines Lebens war.

Im Dezember 1901 kam der nächste Tiefschlag für Tesla: Seinem Rivalen Marconi war die erste drahtlose Nachrichtenübertragung über den Atlantik gelungen. In der Öffentlichkeit und auch bei potenziellen Investoren entstand zunehmend der Eindruck: Tesla macht Versprechungen, und Marconi liefert Resultate. Spätestens zu diesem Zeitpunkt verlor Morgan jedes weitere Interesse an Tesla's Aktivitäten. Tesla konnte sich damit allerdings nicht abfinden, und hat in den nächsten Jahren -- erfolglos -- noch über 50 (!) Briefe an Morgan geschickt, in denen er zusätzliche Geldmittel abwechselnd erbat oder forderte.

Mit Morgan's ursprünglichem Geld und zusammengekratzten weiteren finanziellen Mitteln gelang es Tesla, die Wardenclyffe-Anlage bis Mitte 1903 weitgehend (allerdings nicht vollständig) fertigzustellen. Bis 1906 unterhielt Tesla dort einen weitgehend regulären Geschäftsbetrieb, allerdings ohne wesentliche Resultate zu erzielen. 1906 nahmen Tesla's finanzielle und persönliche Probleme derart zu, dass der reguläre Geschäftsbetrieb eingestellt wurde, und Tesla die Anlage nur noch gelegentlich aufsuchte.

Tesla lebte ab 1899 ca. 20 Jahre lang luxuriös im damals wahrscheinlich angesehensten Hotel der Welt, dem Waldorf-Astoria in New York. Da er aufgrund seiner finanziellen Probleme ab 1904 nicht mehr für die Kosten aufkommen konnte, verpfändete er die Wardenclyffe-Immobilie an den Eigentümer des Hotels. Nachdem sich Tesla's finanzielle Situation in den folgenden 10 Jahren nicht wesentlich verbesserte, und 1915 nicht absehbar war, dass er die erheblichen aufgelaufenen Schulden jemals begleichen können würde, beantragte der Eigentümer des Hotels 1915 die Zwangsversteigerung der Wardenclyffe-Immobilie, die daraufhin in seinen Besitz überging. 1917 liess er den (weitgehend aus Holz bestehenden) Tower abreissen, der allerdings zu diesem Zeitpunkt, wie aus dem Protokoll einer späteren Gerichtsverhandlung hervorgeht, sowieso schon stark verrottet war.
Zitat von mark07mark07 schrieb:Somit wurde nichts, aus dem Traum eines weltweiten Rundfunksystems.
Tesla hat es in den ca. 43 Jahren nach seiner Zeit in Colorado Springs nicht geschafft, einen einzigen seriösen Nachweis dafür zu erbringen, dass seine Ideen zur drahtlosen Nachrichten- und Energieübertragung tatsächlich funktionieren, obwohl ihm u.a. die weitgehend fertiggestellte Wardenclyffe-Anlage für mehr als 10 Jahre zur Verfügung stand. Genauso wenig hat es irgendjemand anders anhand der umfangreichen vorhandenen technischen Unterlagen geschafft. Es funktioniert nicht, weil Tesla von falschen Grundannahmen ausgegangen ist, was er sich den Rest seines Lebens nicht eingestehen wollte.


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Tesla’s Theorie der elektromagnetischen Wellen

30.03.2018 um 10:39
Zitat von uatuuatu schrieb:Es funktioniert nicht, weil Tesla von falschen Grundannahmen ausgegangen ist, was er sich den Rest seines Lebens nicht eingestehen wollte.
Sturer Serbe, typisch :) Aber es ist kein Zufall, dass sich Musk gerade Tesla als Name für sein Auto ausgesucht hat. In einem Interview hat er den visionären, mystischen Beiklang, den Tesla als Name immer noch hat, betont. Tesla weckt Emotionen, ala visionäres, exzentrisches Genie und Pionier. Passt doch ganz gut ins Marketing, gut gemacht.


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Tesla’s Theorie der elektromagnetischen Wellen

30.03.2018 um 16:36
Zitat von mark07mark07 schrieb:Trotzdem, alle von mir genannten Informationen, stammen aus dem Buch,welches ich oben erwähnte. Tesla machte die Aussagen persönlich.
ja und? Deswegen sind sie doch nicht zwingend wahr. Vor allem weil er selber da viele Hypothesen aufstellt. Es wurde doch schon geklärt wie das Feld damals aufgestellt war.

Ich finde ja 100 Jahre später weiß man so einiges.
Zitat von mark07mark07 schrieb:Unter Esoterik verstehe ich etwas völlig anderes und vom Geschwurbel,ganz zu schweigen.
Ach wenn du mal die Grenzwissenschaftsabhandlungen zu Tessla liest weiß du was ich meine.


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