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James Webb Teleskop

623 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Universum, Wissenschaft, Planeten ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

James Webb Teleskop

23.01.2024 um 17:29
@Peter0167
Selbst ohne Bildung in diesem extrem komplexen technischen Bereich kann ich erfassen welch unglaubliche technische Errungenschaft dieses Instrument ist. Man bedenke das die klügsten Köpfe in diesem Bereich der Wissenschaft über 10 Jahre Zeit in die Entwicklung von "Der Gerät" gesteckt haben.

Ich hatte neulich eine Diskussion mit einigen Freunden. Da kam die Frage auf wesshalb es nur "alte" Weltwunder gibt und keine aktuellen.
Für mich sind genau solche Errungenschaften der Technik Weltwunder. Da gehört das ganze JWST oder auch einzeln erwähnt MIRI dazu. Oder aus persönlichem Interesse auch ein MRT. Oder das höchste Gebäude der Welt. Ein Thread zu dem Thema wäre eigentlich ganz interessant.


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James Webb Teleskop

23.01.2024 um 17:44
Zitat von RoestiRoesti schrieb:Da kam die Frage auf wesshalb es nur "alte" Weltwunder gibt und keine aktuellen.
Für mich sind genau solche Errungenschaften der Technik Weltwunder.
Na ja, bei den Pyramiden von Gizeh, Stonehenge oder die Maya-Tempel weiß man bis heute nicht, wie das gebaut wurde. Es muss auch Wissen gegeben haben, das aber irgendwie nicht erklärbar ist, weil hunderte oder tausende Jahr her.


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James Webb Teleskop

26.01.2024 um 16:45
So, in den letzten zwei Monaten hat mir etwas die Zeit gefehlt, deshalb hier mal wieder ein Update. Ich hoffe, ich vergesse nichts, beziehungsweise hoffentlich wird es jetzt nicht doppelt. Ich gebe mir Mühe. :)

Das James Webb Teleskop hat schon Anfang Dezember auf dem Gasriesen WASP-80 b Methan gefunden. Der Exoplanet umkreist seinen Zwergstern WASP-80/Petra und ist ungefähr 162 Lichtjahre von uns entfernt. WASP-80 ist ein Stern der Spektralklasse K7V, er hat ca 58% der Sonnenmasse. Es gibt mindestens einen Exoplaneten in diesem System.
„Wir haben nicht nur ein sehr schwer fassbares Molekül gefunden, sondern können nun auch untersuchen, was diese chemische Zusammensetzung über die Entstehung, das Wachstum und die Entwicklung des Planeten aussagt.“
Quelle: https://www.fr.de/wissen/studie-nasa-exoplanet-wasp-80b-wichtiger-fund-atmosphaere-jwst-forschung-zr-92699385.html

Methan kann durch biotische Vorgänge entstehen. Ebenso muss immer genügend Methan-Nachschub kommen um es nachweisen zu können. Es gibt auf dem Gasriesen also irgendeine Methanquelle. Auch Vulkanausbrüche können für ausreichende Methanquellen sprechen. Woher das Methan auf dem Exoplanet kommt, ist bisher noch ein Rätsel.
Tatsächlich verrät das Methan der Forschung einiges: Indem man die Menge an Methan und Wasser auf dem Planeten misst, kann man auf das Verhältnis von Kohlenstoff- zu Sauerstoffatomen auf dem weit entfernten Planeten schließen. Dieses Verhältnis wiederum gibt Hinweise darauf, ob sich der Planet in der Nähe seines Sterns oder weiter entfernt gebildet hat. „Mit einer Temperatur von etwa 550 Grad Celsius ist WASP-80b das, was die Forschung einen ‚warmen Jupiter‘ nennt“, erklären die Studienleiterin Taylor Bell und ihr Co-Autor Luis Welbanks auf der Nasa-Website.
Quelle: https://www.fr.de/wissen/studie-nasa-exoplanet-wasp-80b-wichtiger-fund-atmosphaere-jwst-forschung-zr-92699385.html

Wasser wurde bisher nicht auf dem Planeten gefunden, trotzdem bringt es natürlich viele Erkentnisse und man kann Vergleiche zu unserem Sonnensystem, der Erde und unseren Planeten ziehen.
„Eine weitere Sache, die uns an dieser Entdeckung begeistert, ist die Möglichkeit, endlich Planeten außerhalb unseres Sonnensystems mit denen darin zu vergleichen“, schreiben die beiden Nasa-Mitarbeiter Taylor Bell und Luis Welbanks im Blog der Nasa. „Da wir außerdem Methan und andere Gase auf Exoplaneten finden, werden wir unser Wissen darüber, wie Chemie und Physik unter Bedingungen funktionieren, die anders sind als auf der Erde, weiter erweitern.“
Quelle: https://t3n.de/news/james-webb-entdeckung-methan-fund-auf-gasplanet-wirft-fragen-auf-1593859/





Weiter wurde eine Aufnahme des Herbig-Haro-Objekt HH 797 veröffentlicht. Das Herbig-Haro-Objekt HH 797 befindet sich in der Nähe des offenen Sternhaufens IC 348 im Sternbild Perseus.
In jungen Jahren schießen Sterne gebündelt Strahlen aus Gas, Jets genannt. Wenn diese Jets auf Materie treffen entstehen wolkenartige Gebilde die man "Herbig-Haro-Objekte" nennt.
Dieses Bild wurde mit Webbs Near-InfraRed Camera (NIRCam) aufgenommen. Infrarotaufnahmen sind vorteilhaft bei der Untersuchung neugeborener Sterne und ihrer Abströmungen, weil die jüngsten Sterne immer noch in die Gas- und Staubstrukturen eingebettet sind, in denen sie entstanden.
Astronomen dachten in der Vergangenheit, dass dies in der Rotation der Abströmung begründet ist. Auf diesem Webb-Bild mit höherer Auflösung können wir jedoch erkennen, dass die Abströmung, die ursprünglich für eine einzige gehalten wurde, in Wirklichkeit aus zwei fast parallelen Abströmungen besteht, die jeweils über ihre eigenen Schockwellen verfügen, was die Geschwindigkeitsasymmetrien erklärt.
Quelle: https://www.astropage.eu/2023/11/30/bildveroeffentlichung-jwst-das-herbig-haro-objekt-hh-797/

Bild des Objektes:
Screenshot 20240126 154949 Samsung Inter
Webb-Aufnahme des Herbig-Haro-Objekts 797 (im unteren Bereich des Bildes). (Credits: ESA / Webb, NASA & CSA, T. Ray (Dublin Institute for Advanced Studies)




Ein weiteres Bild von Cassiopeia A wurde am 11 Dezember 2023 veröffentlicht.
Cassiopeia A ist ein Supernova-Überrest ca 11.000 Lichtjahre entfernt und im Sternbild Cassiopeia zu finden und hat einen ungefähren Durchmesser von 10 Lichtjahren.
Supernovas wie diejenige, aus der Cas A entstand, sind für das Leben, wie wir es kennen, von entscheidender Bedeutung: Sie verbreiten Elemente wie Kalzium, das wir in unseren Knochen haben, sowie das Eisen in unserem Blut im Universum und bringen neue Generationen von Sternen und Planeten hervor.

Cas A ist der jüngste bekannte Überrest eines explodierenden, massereichen Sterns in unserer Galaxie. Er bietet Astronominnen und Astronomen die Möglichkeit, sogenannte stellare Forensik zu betreiben, um den Tod eines Sterns besser zu verstehen.
Quelle: https://www.watson.ch/wissen/astronomie/922373142-james-webb-teleskop-zeigt-neues-bild-der-supernova-cassiopeia-a

Schon im April gab es eine Bildveröffentlichung, beide Bilder sehen unterschiedlich aus. Das liegt daran, dass unterschiedliche Wellenlängen zum Einsatz kamen.

Bild vom April:
Screenshot 20240126 160242 Samsung InterOriginal anzeigen (0,2 MB)
NASA, ESA, CSA, Danny Milisavljevic (Purdue University), Tea Temim (Princeton University), Ilse De Looze (UGent)
Bild vom Dezember:
Screenshot 20240126 160429 Samsung InterOriginal anzeigen (0,3 MB)
bild: nasa/esa/csa



Am 13 Dezember 2023 wurde ein Bild vom Reflexionsnebel IC 348 veröffentlicht. Der Nebel befindet sich im Sternbild Perseus und ist ungefähr 1250 Lichtjahre von uns entfernt und wurde 1866 vom US-amerikanischen Astronomen Truman Henry Safford entdeckt.

Dort wurden drei freifliegende braune Zwerge entdeckt. Es sind die bisher leichtesten gefunden braune Zwerge überhaupt.
Allerdings werfen die vergleichsweise kleinen Objekte, die es anders als unsere Sonne nie zum Stern geschafft haben, Fragen auf. So ist es für die Forscher:innen derzeit nicht erklärbar, wie ein solch kleiner brauner Zwerg entstehen kann.
„Einen Riesenplaneten in einer Scheibe um einen Stern zu erschaffen, sei nach den aktuellen Modellen ziemlich einfach“, sagte Catarina Alves de Oliveira von der Esa, die federführend bei der Beobachtung der braunen Zwerge war. In dem untersuchten Cluster sei es aber unwahrscheinlich, dass sich die braunen Zwerge in einer Scheibe gebildet haben.
Diese braune Zwerge dürften so nicht existieren …
… zumindest entsprechend der bisher geltenden Definition. Laut der müsste ein brauner Zwerg mindestens 13 Mal mehr Masse als Jupiter haben. Die jetzt entdeckten braunen Zwerge dürfte es also eigentlich gar nicht geben.
Quelle:
https://t3n.de/news/james-webb-brauner-zwerg-1596664/

Da werden dann wohl noch einige Forschungen stattfinden müssen, gegebenfalls eine Anpassung der Definition von braunen Zwergen.

Infos zu braunen Zwergen:
SpoilerBraune Zwrge nehmen eine Sonderstellung ein. Sie haben weniger als 75 Jupitermassen aber mehr als 13 Jupitermassen. So ganz habe ich braune Zwerge bisher selbst noch nicht ganz verstanden. :D Weiterführend gibt es aber noch den WikiArtikel, da steht einiges drin. Wikipedia: Brauner Zwerg


Bei zwei der untersuchten braunen Zwerge hat man die Signatur eines bisher nicht identifizierten Kohlenwasserstoffs, der sowohl Wasserstoff- als auch Kohlenstoffatome enthält gefunden. Diese Signatur wurde bisher nur in der Atmosphäre des Saturns sowie auf dem Mond Titan gefunden. Außerhalb des Sonnensystems ist es erstmalig gefunden worden.
Zum ersten Mal ist dieses Molekül jetzt aber außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt worden. Laut Modellen für die Atmosphäre brauner Zwerge dürfte es sich dort gar nicht befinden. Esa-Forscherin Alves de Oliveira dazu: „Wir betrachten Objekte, die jünger und masseärmer sind als je zuvor beobachtet, und sehen dabei etwas Neues und völlig Unerwartetes.“
Quelle: https://t3n.de/news/james-webb-brauner-zwerg-1596664/

Bild IC 348:
Screenshot 20240126 163431 Samsung Inter
Foto: JWST/Nasa/Esa

Zitat von Peter0167Peter0167 schrieb am 23.01.2024:In der letzten Woche wurde ein internationales Forscherteam mit dem Group Achievement Award der Royal Astronomical Society für die Entwicklung von MIRI (Mid Infrared Instrument) ausgezeichnet, eines von 4 wissenschaftlichen Instrumenten an Bord des JWST.
Das ist ja klasse. Menschen aus verschiedenen Ländern arbeiten gemeinsam an einer Sache. So sollte es doch sein. Ein Bonbon natürlich, wenn man für so eine lange Arbeit auch noch ausgezeichnet wird.
Zitat von RoestiRoesti schrieb:Ich hatte neulich eine Diskussion mit einigen Freunden. Da kam die Frage auf wesshalb es nur "alte" Weltwunder gibt und keine aktuellen.
Wer weiß was in vielen vielen Jahren so alles als Weltwunder gilt. Wir werden es nicht mehr mitbekommen, aber das ein oder andere interessante wird schon dabei sein. Mittlerweile gibt es ja die 7 modernen Weltwunder. Da sind allerdings Gebäude, Brücken und Tunnel mit gemeint.

Ich werde mich die Tage ransetzen und weitere Updates geben, es gibt noch einiges vom James Webb Teleskop zu berichten. Ich möchte nicht noch eine längere Textwand erzeugen, das verschreckt ja mehr. :lolcry:


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James Webb Teleskop

27.01.2024 um 22:54
Hubble, Spitzer und James Webb zeigen ein kombiniertes Bild von Cassiopeia A. Veröffentlicht wurde das Bild am 08. Januar 2024.

Dabei kommt man dem Rätsel des "Grünen Monster" etwas näher. Diese faszinierenden Löcher könnten entstanden sein, als sich Knoten von Supernova-Auswürfen durch eine expandierende Wolke aus Sterngas bohrten, die der Stern zuvor ausgestoßen hatte.
Yet as the team solved one mystery, it found another. The wispy green light appears to be spattered with "remarkably round holes," Milisavljevic said. These intriguing "holes" may have formed when knots of supernova ejecta pierced through an expanding cloud of stellar gas previously shed by the star.
Quelle: https://www.space.com/james-webb-space-telescope-green-monster-supernova-remnant?utm_source=notification


Screenshot 20240127 221921 Samsung InterOriginal anzeigen (0,2 MB)
This image of the supernova remnant Cassiopeia A combines data from NASA's Chandra, James Webb, Hubble and Spitzer space telescopes. (Image credit: X-ray: NASA/CXC/SAO; Optical: NASA/ESA/STScI; IR: NASA/ESA/CSA/STScI/Milisavljevic et al., NASA/JPL/CalTech; Image Processing: NASA/CXC/SAO/J. Schmidt and K. Arcand)




Es gibt weitere Neuigkeiten zu einem braunen Zwerg mit dem Namen W1935. Dort gibt es ungewöhnliche Methan-Emissionen, diese sollen laut Forschern durch Polarwinde entstehen. Problem an der Sache, der braune Zwerg besitzt keinen Wirtsstern der die Sonnenwinde transportiert.

Die Atmosphäre des braunen Zwergs wird mit zunehmender Höhe immer wärmer, obwohl der braune Zwerg kalt ist. Ein aktiver Mond könnte für die Polarlichter verantwortlich sein.
W1935 befindet sich in einer Entfernung von etwa 47 Lichtjahren und wurde von dem Weltraumteleskop James Webb aufgenommen. Er ist der erste Polarlichtkandidat außerhalb des Sonnensystems mit der Signatur von Methanemissionen. Zudem ist er dafür auch der kälteste Kandidat außerhalb unseres Sonnensystems, mit einer effektiven Temperatur von etwa 200 Grad Celsius – damit ist er etwa 300 Grad wärmer als Jupiter.

Erst weitere Untersuchungen können zeigen, warum die Atmosphäre von W1935 mit zunehmender Höhe wärmer wird.
Quelle: https://www.google.com/amp/s/www.mdr.de/wissen/jwst-daten-zeigen-methan-emissionen-auf-braunen-zwerg-100~amp.html


Screenshot 20240127 223508 Samsung Inter
Bildquelle: https://www.flickr.com/photos/nasawebbtelescope/53454127213/in/album-72177720313923911/






Zum Abschluss gibt es noch ein atemberaubendes Bild vom Cluster N79. Dieser befindet sich in der Großen Magellanschen Wolke, einer Satellitengalaxie der Milchstraße die ungefähr 163.000 Lichtjahre von uns entfernt liegt.
Die Region des Cluster N79 gilt als Sternenentstehungsgebiet welches sich über 1630 Lichtjahre erstreckt.
N79 gilt als jüngeres Geschwisterchen eines anderen aktuellen JWST-Ziels in der Großen Magellanschen Wolke, des Tarantelnebels, der etwa 161.000 Lichtjahre von der Erde entfernt ist (wir berichteten über die Mission).

Trotz der Ähnlichkeiten gehen die Wissenschaftler davon aus, dass sich in N79 in den letzten 500.000 Jahren doppelt so viele Sterne gebildet haben wie im Tarantelnebel, der auch als 30 Doradus bekannt ist.
Die Untersuchung von Regionen mit intensiver Sternentstehung wie N79 mit dem JWST ermöglicht es den Wissenschaftlern, mehr über die Zusammensetzung von Gas- und Staubwolken zu erfahren, die in der Frühzeit des Universums, als die Sternentstehung am intensivsten war, entstanden sind.
Quelle: https://m.winfuture.de/news/1408121

Bild von N79:

Screenshot 20240127 225212 Samsung InterOriginal anzeigen (0,2 MB)
Bildquelle: https://www.flickr.com/photos/nasawebbtelescope/53482934970/in/album-72177720313923911/


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James Webb Teleskop

27.01.2024 um 23:04
@Teegarden
Danke für den Bericht.
Uns es sind mal wieder tolle Aufnahmen.


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02.02.2024 um 17:41
Zitat von NONsmokerNONsmoker schrieb am 27.01.2024:Danke für den Bericht.
Uns es sind mal wieder tolle Aufnahmen.
Immer wieder gerne. ;)

Hier wird es jetzt sehr bunt, denn es wurden 19 Aufnahmen von nahen Spiralgalaxien veröffentlicht.

Die Aufnahmen zeigen Details von Blasen und Filamenten. Ebenfalls kann man große Löcher erkennen, diese könnten durch explodierte Sterne entstanden sein.
In Blautönen erscheinen in diesen Aufnahmen Millionen von Sternen, die die Near-Infrared Camera (NIRCam) des JWST eingefangen hat. Einige davon sind in den Spiralarmen verteilt, andere liegen in Sternhaufen dicht beieinander. Weil Galaxien von innen nach außen wachsen, beginnt die Sternentstehung im Zentrum und breitet sich entlang ihrer Arme spiralförmig aus. Deshalb dominieren im Herzen dieser Galaxien ältere, blau erscheinende Sterne.
In rötlichen Farbtönen erscheinen dagegen Staub und Gas, die vom Mid-Infrared Instrument (MIRI) des Teleskops abgebildet wurden. „Diese Strukturen neigen dazu, in bestimmten Teilen der Galaxien dem gleichen Muster zu folgen“, erklärt Erik Rosolowsky vn der der University of Alberta. „Ihre Abstände sagen uns viel darüber, wie eine Galaxie ihr Gas und ihren Staub verteilt.“

Ebenfalls in orangerot werden junge Sterne sichtbar, die noch von Gas und Staub umhüllt sind. Sie ziehen noch Material an sich, um zum fertigen Stern heranzuwachsen. Diese Jungsterne erscheinen wie helle, rote Perlen an den Spitzen der staubigen Kuppen. „Hier finden wir die jüngsten, massereichsten Sterne in den Galaxien“, sagt Rosolowsky.
Quelle: https://www.scinexx.de/fotos/ins-herz-der-sternenspiralen/

Collage der 19 Galaxien:

Screenshot 20240202 142352 Samsung InterOriginal anzeigen (0,3 MB)
Diese Collage zeigt hochauflösende Aufnahmen von 19 Spiralgalaxien im nahen und mittleren Infrarot, aufgenommen vom James-Webb-Teleskop. © NASA/ESA/CSA, STScI, Janice Lee (STScI) & PHANGS-Team
Hier werde ich die Galaxien noch einzeln ganz kurz vorstellen, wann sie entdeckt wurden, ein paar kleine Zusatzinformationen und nochmals das jeweilige Bild hinzufügen einzeln hinzufügen. Wer also keine Lust zu lesen hat, kann sich auch nur die Bilder anschauen.

Galaxie NGC 4254 (auch Messier 99 genannt):

Screenshot 20240202 143022 Samsung InterOriginal anzeigen (0,2 MB)
https://www.flickr.com/photos/nasawebbtelescope/53495965723/in/album-72177720313923911/

NGC 4254 wurde am 15 März 1781 von Pierre Méchain entdeckt und befindet sich im Sternbild Haar der Berenike. Sie ist eine +9,7 mag helle Spiralgalaxie mit einer Flächenausdehnung von 5,3' × 4,6'.

NGC 4254 ist die zweite Galaxie bei der eine Spiralstruktur im Jahr 1846 entdeckt wurde. Die Galaxie liegt am nördlichen Rand des Virgo-Galaxienhaufens, ihr verrutschter Kern deutet auf einen Vorbeiflug an der Galaxie M98.

Weiterführende Informationen zu NGC 4254:
Wikipedia: Messier 99






Galaxie NGC 1672

Screenshot 20240202 144817 Samsung Inter
https://www.flickr.com/photos/nasawebbtelescope/53495942608/in/album-72177720313923911/

NGC 1672 wurde am 5. November 1826 von James Dunlop entdeckt und befindet sich im Sternbild Schwertfisch. Sie ist ungefähr 51 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt und hat einen Durchmesser von etwa 110.000 Lichtjahren.






Galaxie NGC 1385

Screenshot 20240202 145603 Samsung InterOriginal anzeigen (0,3 MB)
https://www.flickr.com/photos/nasawebbtelescope/53495965723/in/album-72177720313923911/


NGC 1385 wurde am 17. November 1784 von William Herschel entdeckt und befindet sich im Sternbild Chemischer Ofen. Sie ist ungefähr 68 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt und hat einen Durchmesser von etwa 70.000 Lichtjahren und gehört zum Eridanus-Galaxienhaufen.






Galaxie NGC 1512

Screenshot 20240202 150422 Samsung InterOriginal anzeigen (0,2 MB)
https://www.flickr.com/photos/nasawebbtelescope/53495930003/in/album-72177720313923911/

NGC 1512 wurde am 29. Oktober 1826 von James Dunlop entdeckt und befindet sich im Sternbild Pendeluhr. Die Galaxie ist ungefähr 33 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt und hat einen Durchmesser von etwa 110.000 Lichtjahren.






Galaxie NGC 2835

Screenshot 20240202 152610 Samsung InterOriginal anzeigen (0,4 MB)
https://www.flickr.com/photos/nasawebbtelescope/albums/72177720313923911/with/53495743976

Die Galaxie NGC 2835 wurde am 13. April 1884 von Ernst Wilhelm Leberecht Tempel entdeckt und befindet sich im Sternbild Hydra. Sie ist ungefähr 30 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt und hat einen Durchmesser von etwa 70.000 Lichtjahren und hat ausgedehnte Sternenentstehungsgebiete.






Galaxie NGC 1566

Screenshot 20240202 153256 Samsung InterOriginal anzeigen (0,3 MB)
https://www.flickr.com/photos/nasawebbtelescope/53496181260/in/album-72177720313923911/

NGC 1566 befindet sich im Sternbild Schwertfisch am Südsternhimmel und wurde am 28. Mai 1826 von James Dunlop entdeckt.
Sie ist ungefähr 59 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt und hat einen Durchmesser von etwa 170.000 Lichtjahren. NGC 1566 ist die zweithellste uns bekannte Seyfert-Galaxie. Sie ist außerdem das hellste Objekt der Dorado-Gruppe.






Galxie NGC 1087

Screenshot 20240202 154050 Samsung InterOriginal anzeigen (0,3 MB)
https://www.flickr.com/photos/nasawebbtelescope/53495743976/in/album-72177720313923911/

NGC 1087 ist ungefähr 68 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt und hat einen Durchmesser von etwa 70.000 Lichtjahren und befindet sich im Sternbild Walfisch, sie verfügt ebenfalls über eine hohe Sternentstehungsrate und wurde am 9. Oktober 1785 von Wilhelm Herschel entdeckt.
Eine Typ-II-Supernova SN 1995V konnte hier beobachtet werden.






Galaxie NGC 1300

Screenshot 20240202 155049 Samsung InterOriginal anzeigen (0,2 MB)
https://www.flickr.com/photos/nasawebbtelescope/53496155160/in/album-72177720313923911/

NGC 1300 befindet sich im Sternbild Eridanus am Südsternhimmel. Die Galaxie ist ungefähr 67 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt und hat einen Durchmesser von etwa 125.000 Lichtjahren. Im Zentrum der Galaxie gibt es eine interessante Spiralstruktur mit einem Durchmesser von ca. einem Kiloparsec auf. NGC 1300 wurde am 11. Dezember 1835 von John Herschel entdeckt.






Galaxie NGC 628 (auch Messier 74 genannt)

Screenshot 20240202 155843 Samsung InterOriginal anzeigen (0,3 MB)
https://www.flickr.com/photos/nasawebbtelescope/53495801363/in/album-72177720313923911/

Vergleich zwischen Webb und Hubble.

Screenshot 20240202 160426 Samsung InterOriginal anzeigen (0,2 MB)
https://www.flickr.com/photos/nasawebbtelescope/53494754132/in/album-72177720313923911/

NGC 628 ist im Sternbild Fische zu finden. Die Entfernung von NGC 628 beträgt etwa 9,77 +0,17−0,32 Mpc. Die Galaxie wurde im September 1780 von Pierre Méchain entdeckt. In NGC 628 wurden im 21. Jahrhundert drei Supernovae beobachtet.






Galaxie NGC 4303 (auch unter Messier 61 bekannt)

(Ausgeschnitten aus der Collage)

Screenshot 20240202 160716 Samsung Inter
https://www.flickr.com/photos/nasawebbtelescope/53494743002/in/album-72177720313923911/

NGC 4303 ist im Sternbild Jungfrau zu finden und ungefähr 66 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt und hat einen Durchmesser von etwa 100.000 Lichtjahren.
NGC 4303 gehört zu den größeren Spiralgalaxien des Virgo-Galaxienhaufens und wurde am 5. Mai 1779 von Barnaba Oriani entdeckt.






Galaxie NGC 5068

(Ausgeschnitten aus der Collage)

Screenshot 20240202 161434 Samsung InterOriginal anzeigen (0,2 MB)
https://www.flickr.com/photos/nasawebbtelescope/53494743002/in/album-72177720313923911/

NGC 5068 befindet sich im Sternbild Jungfrau und ist ungefähr 24 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt und hat einen Durchmesser von etwa 65.000 Lichtjahren und wurde am 10. März 1785 von William Herschel entdeckt.






Galaxie NGC 1365

(Ausgeschnitten aus der Collage)

Screenshot 20240202 162211 Samsung Inter
https://www.flickr.com/photos/nasawebbtelescope/53494743002/in/album-72177720313923911/

NGC 1365 ist etwa 68 Millionen Lichtjahre entfernt und hat einen Durchmesser von über 200.000 Lichtjahren und befindet sich im Sternbild Fornax. Sie rotiert von aus gesehen im Uhrzeigersinn und eine komplette Umdrehung dauert etwa 350 Millionen Jahre. Entdeckt wurde sie am 24. November 1826 von James Dunlop. In den Spiralarmen gibt es viele junge Sternhaufen, jeder enthält Hunderte oder Tausende junger und heller Sterne, die alle erst innerhalb der letzten zehn Millionen Jahre entstanden sind.





Galaxie NGC 4535 (Spitzname "Lost Galaxie")

(Ausgeschnitten aus der Collage)

Screenshot 20240202 163400 Samsung Inter
https://www.flickr.com/photos/nasawebbtelescope/53494743002/in/album-72177720313923911/

NGC 4535 ist ungefähr 85 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt und befindet sich im Sternbild der Jungfrau. Sie wurde am 28. Dezember 1785 von Friedrich Wilhelm Herschel entdeckt. Die Galaxie ist in kleineren Teleskopen leicht zu übersehen, dwshalb wird sie auch "Lost Galaxy" genannt.






Galaxie NGC 3351 (auch Messier 95 genannt)

(Ausgeschnitten aus der Collage)

Screenshot 20240202 164131 Samsung Inter
https://www.flickr.com/photos/nasawebbtelescope/53494743002/in/album-72177720313923911/

NGC 3351 wurde am 20. März 1781 von dem französischen Astronomen Pierre Méchain entdeckt und ist schätzungsweise 30 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt. Im Jahr 2012 konnte man die Supernova SN 2012aw in NGC 3351 beobachten.






Galaxie NGC 5332

(Ausgeschnitten aus der Collage)

Screenshot 20240202 165257 Samsung InterOriginal anzeigen (0,3 MB)
https://www.flickr.com/photos/nasawebbtelescope/albums/72177720313923911/

NGC 5332 befindet sich im Sternbild Bärenhüter. Sie ist schätzungsweise 301 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt und wurde am 23. März 1887 von Lewis A. Swift entdeckt.





Galaxie NGC 4321 (Messier 100)

(Ausgeschnitten aus der Collage)

Screenshot 20240202 165822 Samsung Inter
https://www.flickr.com/photos/nasawebbtelescope/albums/72177720313923911/

NGC 4321 ist ungefähr 68 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt und befindet sich im Sternbild der Berenike und verfügt ebenfalls über ausgedehnte Sternenentstehungsgebiete. Entdeckt wurde sie am 15. März 1781 von Pierre Méchain entdeckt. Sie gehört zum Virgo-Galaxienhaufen und es konnten 6 Supernovae in ihr beobachtet werden.





Galaxie NGC 7496

(Ausgeschnitten aus der Collage)

Screenshot 20240202 171157 Samsung Inter
https://www.flickr.com/photos/nasawebbtelescope/albums/72177720313923911/

NGC 7496 wurde am 5. September 1834 von John Herschel entdeckt. Sie ist ungrfähr 73 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt und hat einen Durchmesser von etwa 70.000 Lichtjahren und befindet sich im Sternbild des Kranich.






Galaxie NGC 1433

(Ausgeschnitten aus der Collage)

Screenshot 20240202 171756 Samsung Inter
https://www.flickr.com/photos/nasawebbtelescope/albums/72177720313923911/

NGC 1433 befindet sich im Sternbild Pendeluhr am Südsternhimmel und ist ungefähr 41 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt und hat dabei einen Durchmesser von circa 95.000 Lichtjahren. Die Galaxie wurde am 28. September 1826 von James Dunlop entdeckt.
Bei NGC 1433 handelt es sich um eine aktive Galaxie in dessen Zentrum sich ein supermassereiches Schwarzes Loch im Zentrum eine große Masse an Materie aufsammelt.





Galaxie NGC 3627 (auch Messier 66 genannt)

(Ausgeschnitten aus der Collage)

Screenshot 20240202 172731 Samsung Inter
https://www.flickr.com/photos/nasawebbtelescope/albums/72177720313923911/

NGC 3627 wurde am 1. März 1780 von dem französischen Astronomen Charles Messier entdeckt und befindet sich im Sternbild des Löwen. Sie befindet sich ungefähr 30 Lichtjahre entfernt und hat einen Durchmesser von etwa 100 000 Lichtjahre.
Die Galaxie ist schon mit einem starken Fernglas zu sehen, also auch was für Laien, die kein Teleskop besitzen.


SpoilerPuh, das war jetzt doch etwas Arbeit. :D


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James Webb Teleskop

10.02.2024 um 09:34
Ist vielleicht nicht so bekannt, was die Zukunft an Weltraumteleskopen bringen könnte.
Hier die aktuelle Planung:
Youtube: JWST • Zukunft & Bau von Orbit-Teleskopen | Matti Häberlein
JWST • Zukunft & Bau von Orbit-Teleskopen | Matti Häberlein
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Hubble Nachfolger: Nancy Grace Roman

JWST Nachfolger: Luvior, noch sehr hypothetisch, 15 m Spiegel!

Athena (Röntgen)

Lisa (Gravitationswellen)

Habex (Exoplaneten real beobachten)

Dare (Radiowellen): stationiert auf der Rückseite des Mondes


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James Webb Teleskop

15.02.2024 um 18:34
Zitat von stefan33stefan33 schrieb am 10.02.2024:Ist vielleicht nicht so bekannt, was die Zukunft an Weltraumteleskopen bringen könnte.
Hier die aktuelle Planung:
Leider müssen wir da bei allen Weltraumteleskopen noch ein paar Jährchen warten.
Zitat von stefan33stefan33 schrieb am 10.02.2024:Hubble Nachfolger: Nancy Grace Roman
Geplanter Starttermin Mai 2027. Geht noch, wie ich finde.
Zitat von stefan33stefan33 schrieb am 10.02.2024:JWST Nachfolger: Luvior, noch sehr hypothetisch, 15 m Spiegel!
Luvoir, hängt ja eh in den Seilen so wie es momentan aussieht.
Zitat von stefan33stefan33 schrieb am 10.02.2024:Athena (Röntgen)
Wurde wegen zu hoher Kosten eingestellt. Wird jetzt als "NewAthena" weiter geführt. Die Umsetzung ist in der zweiten Hälfte der 2030er Jahre geplant.
Zitat von stefan33stefan33 schrieb am 10.02.2024:Lisa (Gravitationswellen)
Voraussichtlicher Start 2037, also auch noch ein Weilchen.
Zitat von stefan33stefan33 schrieb am 10.02.2024:Habex (Exoplaneten real beobachten)
Voraussichtlicher Starttermin 2035.
Zitat von stefan33stefan33 schrieb am 10.02.2024:Dare (Radiowellen): stationiert auf der Rückseite des Mondes
Da habe ich keinen Starttermin finden können, allerdings sollte Dare wohl schon gestartet sein. Mit etwas Glück dauert es also nicht mehr lange.

Allgemein ist hier wohl "Gut Ding will Weile haben" ganz passend. Warten wir nochmal 10 bis 15 Jahre ab, mal schauen wie es dann aussieht. Hoffentlich gut, was die Weltraumteleskope betrifft. :D





Das Weltraumteleskop hat eine sogenannte Supererde gefunden. Einen Planeten der etwa anderthalbmal so groß ist wie die Erde. Er befindet sich in der habitablen Zone und ist ungefähr 137 Lichtjahre von uns entfernt. Der Planet trägt den Namen TOI-715b. Das James Webb Teleskop soll sich diesen Planeten nun genauer anschauen. Sein Heimatstern TOI-715 ist ein Roter Zwergstern.
Nun können auch die atmosphärischen Bedingungen auf TOI-175 b untersucht werden. Das Weltraumteleskop James Webb besitzt diese Fähigkeit, die hier eingesetzt werden soll.
Quelle: https://www.google.com/amp/s/www.golem.de/news/toi-715-b-supererde-in-der-bewohnbaren-zone-entdeckt-2402-181957.amp.html


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James Webb Teleskop

25.02.2024 um 13:14
Auch hier gibt es wieder Neuigkeiten.

Über mehrere Jahrzehnte rätselten die Wissenschaftler was bei der Supernova 1987A an Überresten blieb, ein Schwarzes Loch oder ein Neutronenstern. Mittlerweile verdichten sich die Anzeichen auf einen Neutronenstern.
Mehr als drei Jahrzehnte lang gingen Weltraumforscherinnen- und Forscher der Frage nach, was mit den Unmengen an Materie und Energie infolge der Sternenexplosion geschah. Der Nachweis von Neutrinos (extrem leichte Elementarteilchen) als Produkt der Supernova deutete bereits darauf hin, dass sich im Zentrum von SN 1987A ein Neutronenstern gebildet haben muss. Zahlreiche Studien fanden weitere Hinweise, dass diese Annahme wohl am naheliegendsten sein dürfte.
Quelle: https://www.fr.de/wissen/weltraumteleskop-geheimnis-legendaere-supernova-sn1987a-james-webb-neutronenstern-schwarzes-loch-92850367.html

Bei der Supernova 1987A handelt es sich um die erdnahen Supernova. Sie wurde 1987 entdeckt und fand in der Großen Magellanschen Wolke statt, welche ungefähr 157.000 Lichtjahre von uns entfernt ist.
NASA’s James Webb Space Telescope has found the best evidence yet for emission from a neutron star at the site of a recently observed supernova. The supernova, known as SN 1987A, was a core-collapse supernova, meaning the compacted remains at its core formed either a neutron star or a black hole. Evidence for such a compact object has long been sought, and while indirect evidence for the presence of a neutron star has previously been found, this is the first time that the effects of high-energy emission from the probable young neutron star have been detected.
Screenshot 20240225 130956 Samsung Inter

Quelle: https://webb.nasa.gov/

Spoiler Im unten verlinkten Post geht es ebenfalls um fie Supernova 1987A, das hatten wir schonmal als Thema hier.

Beitrag von Teegarden (Seite 28)



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James Webb Teleskop

04.03.2024 um 10:06
Eine neue "mysteriöse" Galaxie wurde gefunden. Die Galaxie ZF-UDS-7329 ist massereicher als die Milchstraße und wohl ohne Dunkle Materie entstanden, nach bisherigen Erkentnissen. Die Galaxie entstand 800 Millionen Jahre nach dem Urknall.

Die Galaxie wurde zuvor schon sieben Jahre lang verfolgt und lange Zeir mit den zwei größten erdgebunden Teleskopen beobachtet. Erst mit dem James Webb Teleskop war es möglich das Alter zu bestimmen.
Glazebrook zeigt sich erfreut über die Ergebnisse: „JWST hat immer mehr Beweise für die Entstehung massereicher Galaxien in der Frühzeit gefunden. Dieses Ergebnis stellt einen neuen Rekord für dieses Phänomen dar.“ Er betont jedoch auch: „Obwohl es sehr auffällig ist, handelt es sich nur um ein Objekt. Aber wir hoffen, noch mehr zu finden; und wenn wir das tun, wird das unsere Vorstellungen von der Galaxienentstehung wirklich auf den Kopf stellen.“
Quelle: https://www.fr.de/wissen/universum-weltall-james-webb-teleskop-entdeckt-mysterioese-super-galaxie-zr-92866714.html


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09.03.2024 um 00:13
Die 2016 entdeckte Galaxie GN-z11 wurde mit der Near-Infrared Camera des James Webb Teleskops beobachtet und Forscher gehen davon aus, dass sich in der Galaxie ein Schwarzes Loch befindet, dieses hat ungefähr zwei Millionen Sonnenmasse und befindet sich in der aktiven Phase.
Die Galaxie stößt einen sehr starken Wind aus – ein typisches Anzeichen für ein supermassereiches schwarzes Loch, das sehr schnell Masse verschlingt.
Quelle: https://www.fr.de/wissen/sterne-schwarzes-loch-jwst-galaxie-gnz11-geheimnisse-forschung-population-iii-92873782.html

Von einem weiteren Forschungsteam wurde ein Heliumklumpen entdeckt. Hierbei geht es um die Suche nach den allersten Sternen der Population III, dabei handelt es sich um hypothetische Sterne, bisher wurden noch keine gefunden. Nach bisherigen bestehen diese Sterne fast nur aus Helium sowie Wasserstoff.
Maiolino erklärt: „Die Tatsache, dass wir außer Helium nichts anderes sehen, deutet darauf hin, dass dieser Klumpen ziemlich unberührt sein muss.“
Der Forscher fährt fort: „Das ist etwas, das von der Theorie und von Simulationen in der Nähe von besonders massereichen Galaxien aus diesen Epochen erwartet wurde – dass es Taschen mit unberührtem Gas geben sollte, die kollabieren und Sternhaufen der Population III bilden könnten.“ Es scheint also möglich, dass Maiolino und sein Team Hinweise auf die allerersten Sterne im Universum gefunden haben.
Quelle: https://www.fr.de/wissen/sterne-schwarzes-loch-jwst-galaxie-gnz11-geheimnisse-forschung-population-iii-92873782.html

Das James Webb Teleskop wird nochmals die Galaxie GN-z11 untersuchen.


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Als die Galaxie GN-z11 im Jahr 2016 vom „Hubble“-Weltraumteleskop entdeckt wurde, war sie die älteste bis dato bekannte Galaxie. In ihr hat das „James Webb“-Weltraumteleskop nun das älteste bisher bekannte schwarze Loch entdeckt. (Archivbild) © NASA, ESA, and P. Oesch (Yale University)
Infos zur GN-z11 Galaxie:

GN-z11 befindet sich im Sternbild Großer Bär, ist ungefähr 13,4 Milliarden Jahre alt und besitzt nur 4% der Größe der Milchstraße. Die Galaxie ist circa 32 Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt und etwa 400 Millionen Jahre nach dem Urknall entstanden.
Wikipedia: GN-z11


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09.03.2024 um 01:38
Zitat von TeegardenTeegarden schrieb:GN-z11 befindet sich im Sternbild Großer Bär, ist ungefähr 13,4 Milliarden Jahre alt und besitzt nur 4% der Größe der Milchstraße. Die Galaxie ist circa 32 Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt und etwa 400 Millionen Jahre nach dem Urknall entstanden.
Ich frage mich ob die Zahlen sicher sind. Licht hat bekanntlich eine definierte Geschwindigkeit die nicht überschritten werden kann. Wenn die Galaxie etwa 32 Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt ist müsste das Licht auch ebenso lange brauchen um uns zu erreichen. Das Universum ist aber nur etwa halb so alt.
Nun kann es natürlich sein dass sich das Universum mit Überlichtgeschwindigkeit ausdehnt. Wenn das mit etwa doppelter Lichtgeschwindigkeit passieren würde stimmt die Rechnung wieder. Aber dann wäre die Galaxie von uns nicht (mehr) beobachtbar weol und ihr Licht nicht mehr erreicht.


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09.03.2024 um 01:38
Zitat von TeegardenTeegarden schrieb:ist ungefähr 13,4 Milliarden Jahre alt und besitzt nur 4% der Größe der Milchstraße. Die Galaxie ist circa 32 Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt
Ich bin nun etwas verwirrt.
Wenn man Tanta Guugl befragt, dann heist es unisono dass der Urknall vor etwa 13.4 Milliarden Jahren war. Soweit sogut, dann kann die Angabe der Enstehung mit 400Mio Jahren nach dem BigBäng für GN-z11 hinkommen.
Jedoch wenn das Licht 32 Milliarden Jahre benötigt um bis uns zu kommen, dann geht die Rechnung irgendwie nicht auf.
Dann wäre ja diese GN-z11 ja 18.6 Milliadrden Jahre VOR dem Urknall entstanden


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09.03.2024 um 09:24
Zitat von Lupo54Lupo54 schrieb:Nun kann es natürlich sein dass sich das Universum mit Überlichtgeschwindigkeit ausdehnt. Wenn das mit etwa doppelter Lichtgeschwindigkeit passieren würde stimmt die Rechnung wieder. Aber dann wäre die Galaxie von uns nicht (mehr) beobachtbar weol und ihr Licht nicht mehr erreicht.
Das Licht, was uns jetzt erreicht, ist schon sehr früh ausgesandt worden, das erreicht uns noch, weil das Universum früher viel kleiner war. Inzwischen bewegt sich die Galaxie mit Überlichtgeschwindigkeit von uns weg und das Licht erreicht uns nicht mehr.


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09.03.2024 um 12:49
Zitat von Lupo54Lupo54 schrieb:Wenn die Galaxie etwa 32 Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt ist müsste das Licht auch ebenso lange brauchen um uns zu erreichen. Das Universum ist aber nur etwa halb so alt.
Zitat von m.A.om.A.o schrieb:Jedoch wenn das Licht 32 Milliarden Jahre benötigt um bis uns zu kommen, dann geht die Rechnung irgendwie nicht auf.
Dann wäre ja diese GN-z11 ja 18.6 Milliadrden Jahre VOR dem Urknall entstanden
Dazu steht sogar was im Wikipedia Beitrag von GN-z11.
Die Entfernung zur Erde beträgt etwa 32 Milliarden Lichtjahre oder 9,8 Gigaparsec. Sie ist also um ein Vielfaches größer als die Lichtlaufdistanz von 13,4 Milliarden Lichtjahren. Dies ist kein Widerspruch zur speziellen Relativitätstheorie, da sich die Expansion des Universums zur Lichtlaufdistanz addiert. Die Entfernung bis zum Beobachtungshorizont, innerhalb dessen noch Objekte wahrgenommen werden können, beträgt nach dem Urknall-Standardmodell 46,6 Milliarden Lichtjahre.
Quelle: Wikipedia: GN-z11


Weiterführend gibt es dann eine Erklärung beim Beobachtungshorizont. Wobei hier die Zahlen etwas unterschiedlich ausfallen. Einmal sind 46,3 Milliarden Lichtjahre oben steht ja 46,6 Milliarden Lichtjahre.
Es ist nämlich zu berücksichtigen, dass sich das Universum weiter ausgedehnt hat, während sich das Licht vom Beobachtungshorizont zur Erde bewegte, d. h., bereits zurückgelegte Strecken sind nachträglich länger geworden.[2] Die entferntesten Objekte, deren Licht wir heute wahrnehmen können, befanden sich zu der Zeit, als sie dieses Licht aussandten, in einer Entfernung von gerade einmal 40 Millionen Lichtjahren zur Erde – kaum näher als der damalige Ereignishorizont. Heute trennen die Menschheit von diesen Objekten die besagten 46,3 Milliarden Lichtjahre.
Quelle: Wikipedia: Beobachtbares Universum

Ich hoffe, ich habe das so richtig verstanden, ganz sicher bin ich mir da selbst nicht. :lolcry: ich glaube @stefan33 konnte das dann doch sehr viel besser erklären. :D


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James Webb Teleskop

15.03.2024 um 17:13
Es gibt neue Bilder und neue Informationen.

Einmal wurde NGC 604 beobachtet. Bei NGC 604 handelt es sich um eine interstellare Wolke (Nebel) in der Galaxie Messier 33. Es handelt sich um ein Sternenentstehungsgebiet.
James Webb ist derzeit auf der Suche nach jungen Sternen. Die neuen Bilder zeigen einen Nebel mit über 200 Sternen, die laut der Schätzung der Wissenschaftler 3,5 Millionen Jahre alt sind. Das macht sie zu sehr jungen Sternen. Sie gehören - vermutlich - zu den massereichsten und heißesten Sternen, die man am Nachthimmel finden kann.
Einige dieser Sterne vom Typ B und vom Typ O haben mehr als die 100-fache Masse der Sonne. Selten findet man im Universum so große Sterne in so dichter Konzentration. NGC 604 hat einen Durch­messer von "nur" 1.300 Lichtjahren. Die Daten wurden mit den beiden JWST-Kameras - der Nahinfrarot­kamera (NIRCam) und dem Mittelinfrarot­instrument (MIRI) - aufgenommen, und sowohl als Einzelbilder als auch als bearbeitetes Gesamtbild veröffentlicht.
Quelle: https://m.winfuture.de/news/141662

Das James Webb Teleskop soll hier helfen weitere Erkentnisse zur Sternengeburt und Sternenentstehung zu erzielen. Ebenfalls soll auch die Interaktion von jungen Sternen mit ihrer Umgebung weiter im Detail erforscht werden.


Bilder von NGC 604
Screenshot 20240315 163007 Samsung InterOriginal anzeigen (0,3 MB)
NIRCam-Bild

Screenshot 20240315 163012 Samsung InterOriginal anzeigen (0,2 MB)
MIRI-Bild

Weitere Informationen zu NGC 604 und Messier 33:
Spoiler
NGC 604 befindet sich in der Galaxie Messier 33 im Sternbild Dreieck am nördlichen Fixsternhimmel und wurde am 1784 von Wilhelm Herschel entdeckt. Messier 33 befindet sich ungefähr 2,8 Millionen Lichtjahre von uns entfernt und gehört somit zur Lokalen Gruppe.

NGC 604 ist hat eine Ausdehnung von rund 1300 Lichtjahren und enthält mehr als 200 junge und sehr heiße Sterne und ist eines der größten Sternenentstehungsgebiete in unserer näheren Umgebung.

Wikipedia: NGC 604







Dann gibt es noch ein weiteres Bild von NGC 5468 durch ein Zusammenspiel von Hubble und James Webb Teleskop.

Hier konnten die Messungen zur Expansion des Weltalls wieder bestätigt werden. Ein Messfehler scheint also unwahrscheinlicher zu werden und die "Hubble-Spannung" bleibt weiterhin ein Rätsel.
Doch während „Hubble“Aufnahmen auf größere Distanzen undeutlicher wurden, arbeitet das JWST einwandfrei und kann mit seinem scharfen Infrarotblick durch sämtlichen Staub im Weltall hindurchschauen und Sterne besser auseinanderhalten. „Die Kombination von ‚Webb‘ und ‚Hubble‘ bietet uns das Beste aus beiden Welten. Wir stellen fest, dass die ‚Hubble‘-Messungen auch dann noch zuverlässig sind, wenn wir die kosmische Entfernungsleiter weiter hinaufsteigen“, sagt Riess und fährt fort: „Wir haben jetzt den gesamten Bereich, den ‚Hubble‘ beobachtet hat, abgedeckt und können einen Messfehler als Ursache der Hubble-Spannung mit großer Sicherheit ausschließen.“
Quelle: https://www.fr.de/wissen/spannung-expansion-weltall-jwst-weltraumteleskop-universum-falsch-verstanden-hubble-92886515.html


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Die Galaxie NGC 5468 ist etwa 130 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt. Sie ist die am weitesten entfernte Galaxie, in der das „Hubble“-Weltraumteleskop Cepheiden entdeckt hat, die zur Entfernungsbestimmung in der Astrophysik genutzt werden. Die Aufnahme entstand durch eine Kooperation der Weltraumteleskope „James Webb“ und „Hubble“. © NASA, ESA, CSA, STScI, Adam G. Riess (JHU, STScI)
Weiterführende Informationen zu NGC 5468:

SpoilerNGC 5468 ist ungefähr 125 Millionen Lichtjahre von uns entfernt und hat einen Durchmesser von circa 90.000 Lichtjahren.
Wikipedia: NGC 5468







Ebenfalls wurde Ethanol bei zwei Protosternen mit dem Namen IRAS 2A und IRAS 23385 gefunden.
Protosterne sind „kindliche“ Vorläufer „erwachsener“ Sonnen. „Obwohl sich noch keine Planeten um diese Sterne bilden, stellen diese und andere Moleküle, die das James-Webb-Teleskop dort entdeckt hat, Schlüsselfaktoren für die Schaffung potenziell bewohnbarer Welten dar“, schreibt die Nasa.
Quelle: https://www.welt.de/wissenschaft/article250560642/James-Webb-Teleskop-Forscher-finden-Alkohol-im-Weltall-was-das-bedeutet.html


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James Webb Teleskop

01.04.2024 um 15:48
Neue Bilder vom Neptun mit sieben (Triton, Galatea, Naiad, Thalassa, Despina, Proteus und Larissa) seiner 14 Monde wurde abgelichtet. Auch die Ringe des Neptuns sind auf den neuen Bildern erkennbar.

Das sind die besten Bilder seit über 30 Jahren. Die letzten Bilder stammen von Voyager 2 aufgenommen 1989.
Über einige der Neptunschen Monde konnte das JWST ebenfalls neue Erkenntnisse sammeln, von sieben der insgesamt 14 Trabanten schoss es Fotos. Dabei fiel besonders Triton auf, sein mit 2.707 Kilometern Durchmesser mit Abstand größter Mond. Auf vielen Bildern vom Neptun dominiert er und erscheint als heller Stern, was daran liegt, dass er 70 Prozent des Sonnenlichts, das auf ihn trifft, wieder reflektiert. Darum wirkt er auch heller als Neptun selbst, der durch das viele Methan in seiner Atmosphäre abgedunkelt wird. Triton rotiert so ungewöhnlich um seinen Planeten, dass einige Astronomen annehmen, dass er ursprünglich aus dem Kuipergürtel weit außerhalb des Neptuns stammen könnte und irgendwann von dem Planeten "eingefangen" wurde.
Welche Erkentnisse genau zu den Monden erlangt wurden, wird im Artikel nicht benannt. Ich werde aber nochmals auf die Suche gehen.


neptun-110-resimage v-variantBig24x9 w-9
Neptun mit seinen Ringen.


neptun-112-resimage v-variantBig16x9 w-9
Neptun mit 7 Trabanten.


Quelle: https://www.google.com/amp/s/www.mdr.de/wissen/naturwissenschaften-technik/james-webb-weltraumteleskop-neptun-ringe-spektakulaere-fotos-100~amp.html






Es gibt auch noch ein neues Bild von I Zwicky 18 eine irreguläre Zwerggalaxie und ungefähr 59 Millionen Lichtjahre von uns entfernt ist.

Dort gibt es nur sehr wenige schwere Elemente, deshalb lässt sich hier sehr gut beobachten wie Sterne sich unter diesen Bedingungen in der Anfangszeit des Universums entwickeln.

Die Wissenschaftler nutzen die Auflösung von NIRCam vom James Webb Teleskop im Infrarotbereich, um einzelne staubige Sterne in dieser Galaxie im Detail zu untersuchen, in der Hoffnung, den vergleichbaren Lebenszyklus von Sternen und Staub im frühen Universum aufzuklären.

Unten rechts im Bild ist eine bläuliche Begleitgalaxie zu sehen. Sie steht in Wechselwirkung mit der Zwerggalaxie und könnte die Sternentstehung ausgelöst haben. Die orangefarbenen Kleckse in der Umgebung sind das schwache Leuchten von weit entfernten Galaxien.
Vermutlich hat es in der Anfangszeit des Universum sehr viele solcher Galaxien gegeben, die dann verschmolzen sind, so dass sich größere Systeme bilden konnten. In I Zwicky 18 gibt es zwei prominente Regionen, in denen gerade mit hoher Rate Sterne entstehen.
20240328 870

https://www.astronews.com/bilddestages/2024/20240328.shtml

I Zwicky 18 ist eine junge Galaxie im Alter von 1 bis 10 Milliarden Jahren. Die Galaxie ist die meiste Zeit unproduktiv und die Bildung der Sterne begann recht spät. Bisher ist kein Grund bekannt warum das so ist.


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James Webb Teleskop

14.04.2024 um 11:21
Becky Smethurst berichtet auf ihrem YT Blog von ganz aktuellen Neuigkeiten zum Hubble-Gap = dass die Hubble Konstante nicht übereinstimmt bei unterschiedlichen Methoden.
Nun zeigen wohl neueste Auswertungen vom JW, dass es doch wieder innerhalb der Fehlergrenzen übereinstimmt.
Noch nicht publiziert, nur ein Tagungsbeitrag bisher.

siehe:
Youtube: Has JWST SOLVED the crisis in cosmology?!
Has JWST SOLVED the crisis in cosmology?!
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James Webb Teleskop

01.05.2024 um 17:01
M82 die "Zigarrengslaxie wurde vom James-Webb-Teleskop untersucht. Die Galaxie befindet sich im Sternbild "Großer Bär", hat einen ungefähren Durchmesser von 40.000 Lichtjahren und ist 12 Millionen Lichtjahre von uns entfernt.
Hier wurde der Ursprung des galaktischen Winds identifiziert.
Ein Forschungsteam, darunter Leindert Boogaard und Fabian Walter vom MPIA, nutzte die hohe Infrarot­empfind­lichkeit des Weltraumteleskops James Webb (JWST), um die Umgebung intensiver Sternentstehung im Zentrum der Starburst-Galaxie M82 zu untersuchen. Mithilfe großer organischer Moleküle kartierten sie den massereichen galaktischen Wind, der durch Sternentstehung und Supernovaexplosionen riesige Gasmengen ausstößt, in noch nie dagewesener Detailtiefe und fanden seinen Ursprung in den dichten Sternhaufen in der Scheibe der Galaxie. Die Studie ist ein großer Schritt hin zu einem besseren Verständnis der Sternentstehung in M82 und ihrem Einfluss auf die gesamte Galaxie
Quelle: https://www.mpia.de/aktuelles/wissenschaft/2024-06-jwst-m82


Screenshot 20240501 164853 Samsung InterOriginal anzeigen (0,9 MB)
Links ist die Starburst-Galaxie M82 zu sehen, die vom Hubble-Weltraumteleskop im Jahr 2006 beobachtet wurde. Der kleine Kasten im Zentrum der Galaxie entspricht dem Bereich, der von der NIRCam (Near-Infrared Camera) des JWST aufgenommen wurde. Das resultierende Bild enthält rote Filamente, die durch die Emission polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoffe (PAK) beleuchtet werden, die den Ursprung und die Form des galaktischen Windes nachzeichnen. Im Hubble-Bild ist das Licht bei 0,814 Mikrometer rot, bei 0,658 Mikrometer rot-orange, bei 0,555 Mikrometer grün und bei 0,435 Mikrometer blau gefärbt (Filter F814W, F658N, F555W bzw. F435W). Im NIRCam-Bild ist das Licht bei 3,35 Mikrometern rot, bei 2,50 Mikrometern grün und bei 1,64 Mikrometern blau gefärbt (Filter F335M, F250M bzw. F164N).
© NASA, ESA, CSA, STScI, A. Bolatto (University of Maryland)
Screenshot 20240501 165135 Samsung InterOriginal anzeigen (0,3 MB)
Dieses Bild von JWSTs NIRCam (Near-Infrared Camera) hebt die Emission von rußigen Chemikalien hervor, die als polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) bekannt sind und die die Form des galaktischen Windes von M82 nachzeichnen. Die roten Fäden der PAK-Emissionen erstrecken sich von der Zentralregion, dem Zentrum der Sternentstehungsaktivität, weg. Unerwarteterweise ähnelt die Struktur derjenigen von heißem, ionisiertem Gas, was darauf hindeutet, dass die PAK durch die fortgesetzte Ionisierung von molekularem Gas erneuert werden können. In diesem Bild ist das Licht bei 3,35 Mikrometern rot, bei 2,50 Mikrometern grün und bei 1,64 Mikrometern blau gefärbt (Filter F335M, F250M bzw. F164N).
© NASA, ESA, CSA, STScI, A. Bolatto (University of Maryland)
Screenshot 20240501 165236 Samsung InterOriginal anzeigen (0,3 MB)
Dieses Bild von JWSTs NIRCam (Near-Infrared Camera) zeigt die Starburst-Region in der Galaxie M82. Der Kern der Galaxie leuchtet hell und ist von dunkelbraunen Staubfäden durchzogen. Kleine rote Flecken kennzeichnen lokale Bereiche, in denen die Strahlung eines nahen jungen Sterns molekularen Wasserstoff beleuchtet, während grüne Flecken konzentrierte Bereiche mit Eisen markieren, von denen die meisten Supernova-Überreste sind. In diesem Bild ist das Licht bei 2,12 Mikrometern rot, bei 1,64 Mikrometern grün und bei 1,40 Mikrometern blau gefärbt (Filter F212N, 164N bzw. F140M). © NASA, ESA, CSA, STScI, A. Bolatto (University of Maryland)
Die Beobachtungen werfen neue Fragen auf, man erhofft sich mit weiteren Daten vom James-Webb-Teleskop für einige eine Erklärung finden zu können. Die Spektraldaten sollen dabei helfen ein genaueres Alter der Sternhaufen zu ermitteln.


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James Webb Teleskop

12.05.2024 um 08:21
Der ungefähr 1500 Lichtjahre entfernte Pferdekopfnebel wurde vom James-Webb-Teleskop erfasst. Dabei kam es zu tollen neuen Nahaufnahmen.


6126324850132986Original anzeigen (0,3 MB)
Das von der Webb-NIRCam aufgenommene Bild in grösserer Auflösung. Die gekrümmte Wand aus dichtem, rauchigem Gas und Staub am unteren Bildrand ist ein kleiner Teil vom oberen Rand des Pferdekopfnebels. Darüber sind verschiedene weit entfernte Sterne und Galaxien zu sehen. Bei den sechs grossen und den zwei kleineren Strahlen, die vom hellen Stern in der oberen Mitte des Bildes ausgehen, handelt es sich um die typischen Beugungsspitzen auf Aufnahmen des Webb-Teleskops.
875102155702937Original anzeigen (0,4 MB)
Detail vom oberen Rand des Pferdekopfnebels, aufgenommen vom Mid-InfraRed Instrument (MIRI) des Webb-Teleskops. Die Wolken sind hier aus der Nähe zu sehen und weisen dicke, weissliche Streifen und dunkle Hohlräume sowie strukturierte, unscharf wirkende Muster aus Staub und Gas auf. Der Rand der Wolke läuft in stacheligen Strukturen aus.
Quelle: https://www.watson.ch/wissen/astronomie/257419873-der-pferdekopfnebel-ganz-nah-neue-aufnahmen-des-james-webb-teleskops

Der Pferdekopfnebel ist ein Objekt um die Wechselwirkung zwischen Strahlung und interstellarer Materie zu untersuchen.
Durch die Miri- und Nircam-Instrumente wurden zum ersten Mal die kleinräumigen Strukturen des beleuchteten Randes des Pferdekopfs aufgedeckt. Dort gibt es ein Netz von Streifen, die sich senkrecht zur PDR-Front erstrecken und Staubpartikel und ionisiertes Gas enthalten, das von der Photoverdampfungsströmung des Nebels mitgerissen wird. Zudem hat das Forschungsteam die Auswirkungen der Staubabschwächung und -emission untersucht.
Quelle: https://www.google.com/amp/s/www.golem.de/news/james-webb-schaerfste-infrarotbilder-vom-pferdenebel-2404-184709.amp.html

In dem Video wird in den Pferdekopfnebel hereingezoomt. Dabei sind alte Aufnahmen sowie die neuen Aufnahmen des James-Webb-Teleskops zu sehen. Die Aufnahme verlangsamt sich beim Näherkommen, also nicht erschrecken, man hat genügend Zeit sich alles anzuschauen. :)

Youtube: James Webb Space Telescope delivers amazing Horsehead Nebula imagery - See in 4K
James Webb Space Telescope delivers amazing Horsehead Nebula imagery - See in 4K
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