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Wozu dienten Erdställe?

227 Beiträge, Schlüsselwörter: Mittelalter, Erdställe, Erdstall

Wozu dienten Erdställe?

28.01.2018 um 21:44
Und was ist mit den Schrazllöchern im bayrischen Wald? Was sollen die Kelten da abgebaut haben?

Du checkst die einfachsten Dinge nicht.
Wann haben die Kelten in Bayern gelebt? Die Löcher sind im Mittelalter entstanden!
Du behauptest, die Menschen hätten in Zelten gelebt, wo und wann soll das gewesen sein? Belege?

Der Spielvogel behauptet auch, er habe Atlantis bei den Azoren gefunden.
Und die Clique um ihn, einschliesslich seiner Frau macht einfach Geld mit ihren angeblichen Forschungsergebnissen.


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Wozu dienten Erdställe?

28.01.2018 um 22:32
So viel ich weiss waren die Boier überall in tschechien und bayern ansässig und bergwerke vor 1600 gabs in der oberpfalz und dem bayerischen wald, der ja vor dem 2. weltkrieg noch böhmerwald hiess genug
https://books.google.de/books?id=hNJWAAAAcAAJ&pg=RA1-PA722&lpg=RA1-PA722&dq=Silber+Bergbau+vor+1600&source=bl&ots=WamvNK...
z. B. Seite 120 Tanzplatz, Pfaffenreuth, Nabburg


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28.01.2018 um 22:47
Lies doch bitte mal ein Geschichtsbuch, dann geht dir auch auf, dass im 18. Jhd. keine Kelten mehr in Bayern siedelten und das auch kein Mittelalter ist.

Auf S 120 wird über den Harz geschrieben, was willst du mit dem Link denn eigentlich verdeutlichen? Oder hast du ihn nicht mal gelesen.

Wo ist die keltische Besiedlung im bayrischen Wald?


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28.01.2018 um 22:58
https://books.google.de/books?id=hNJWAAAAcAAJ&pg=RA1-PA722&lpg=RA1-PA722&dq=Silber+Bergbau+vor+1600&source=bl&ots=WamvNK...

ok mein link war nicht vollständig, hier Seite 120 die Oberpfalz , X. ist das Deutsche Reich und mit Tab kann man suchen (Seute vor Pfeilspitzen

Hier steht was zu den Boiern im Böhmerwald und Bayerischen Wald:
http://www.naturparkwelten.de/siedlungsspuren-im-nortwald.html
"Um 500 v. Chr. machten sich in den Randgebieten Südböhmen und Oberösterreich die Kelten bemerkbar. Der keltische Stamm der Boier zog von Bayern her über die Cham-Further Senke und gab Böhmen (Boiohaemum Celticum) den Namen. Eine Reihe von Wallburgen und Hügelgräbern beweisen die Existenz einer keltisierten Altbevölkerung in der Oberpfalz, dem Bayerischen Wald, dem Mühlviertel und Böhmen. Die Kelten gewannen und verarbeiteten Silber, Gold, Eisen und Graphit im Waldgebirge. Das bezeugen Gefäßscherbenfunde aus Graphitton. Ein Kranz keltischer Höhenbefestigungen, sog. "Oppida" umgab das Mittelgebirge. Auf böhmischer Seite waren solche Festungen in der Nähe von Bergreichenstein, Winterberg und Krummau zu finden."


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28.01.2018 um 23:25
500 v. Chr. ist aber ein Unterschied zu 1000 n. Chr. Oder ist das so schwer zu rechnen? Wo sind deine Belege, dass die Erdställe älter also keltisch sind? Noch dazu, wo die Kelten um 100 v. Chr. aus den Gebieten nördlich der Donau verschwanden.

Und ganz sicher war die Besiedelung nicht flächendeckend, sonst wäre keine zweite Rodungsperiode von Nöten gewesen.

Die Kelten haben in Zelten gelebt? Oder waren das die Siedler um 1000 n. Chr.? Woher hast du den Schmarrn?

In Nabburg hat man seit dem 19. Jhd Flussspat abgebaut, zuvor, ca. 1450 bis 1550 Silber und Blei. Keine Kelten in Sicht und das Mittelalter war auch schon rum. Nur weil in einer gar nicht kleinen Region zwei verschiedene Dinge stattfanden, heißt das nicht, dass das zur gleichen Zeit war.

Vom Bayrischen Wald spricht man im Übrigen bereits seit ca. 1830, seit das Gebiet nicht mehr österreichisch war.


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29.01.2018 um 00:51
Etwas sicheres findet man wirklich nicht:
Wikipedia: Boier
"Die an ihrem böhmischen Sitz verbliebene Gruppe der Boier breitete sich nach Noricum, Pannonien und vereinzelt nach Gallien aus. Aus ihrem Stammesgebiet wurden die Boier im 1. Jahrhundert v. Chr. von Markomannen und Dakern zum Teil verdrängt. Die verbleibenden Stammesangehörigen gingen in den Markomannen und Dakern auf."
Aber bei uns sind viele Namen mit Endung -ich und -ach keltischen Ursprungs, Im Münchner Raum z. B. Poing, Ismaning usw.
Die Kelten sind wahrscheinlich überall in Deutschland in die deutsche Bevölkerung aufgegangen.

Und hier die Wahrheit:
https://www.deutsche-schutzgebiete.de/deutsche-staemme.htm
"Nach neuesten DNA-Analysen müssen offensichtlich althergebrachte Geschichtsbilder revidiert werden! Demnach sind selbst heute noch 45 % der Deutschen (ohne heutige Einwanderer), insbesondere in Süddeutschland, keltischer Herkunft, nur 25 % germanischer Herkunft und väterlicherseits sogar nur 6 % eines germanischen Ursprungs. 30 % der Deutschen stammen von Osteuropäern (20 % Slawen und 10 % Andere) ab. Interessanterweise haben die Bevölkerungen in Polen (60 % Germanen und 32 % Slawen) und der Tschechischen Republik (50 % Germanen und 42 % Slawen) einen deutlich höheren."

Und auch wichtigste deutschen Wörter stammen aus dem Altkeltischen:
z. B. viltus wild
bed danken
mlicton milch
melg melken
land = land
gab = geben, nehmen

die Germanen und Slawen waren zwar Herrschende und nahmen sich die keltischen Frauen, was mit den keltischen Männern (nur 25% überlebten) geschah, kann man sich ja denken, aber das deutsche Volk war mit 45% eher keltisch

Das Germanisch- Völkische der Nazis ist ein glattes Märchen


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29.01.2018 um 00:57
Ich hab es falsch gedeutet, weils schon spät ist, es gibt 25% germanischen Ursprungs und davon nur 6% germanische Männer. Blonde germanische Frauen waren wohl bei Ehen begehrter als blonde germanische Männer ?


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29.01.2018 um 12:22
Ob Kelten in Zelten leben und ihre Sklaven in Erdgruben, ist keine Frage der Gene, sondern der Kultur. Wenn die Boier in den Bajuvaren aufgehen, dann sind da zwar noch soundsoviel Prozent der Gene keltisch, aber die Kultur ist bajuvarisch.

Entsprechend hast Du mit Deinem...
Zeitmaschine78 schrieb:hier die Wahrheit:
...rein gar nichts erreicht. Dein "Kelten zelten" und "Sklaven buddeln" wird durch "mir ha'm Keltengene" nicht plausibler für die Anlegung mittelalterlicher Erdställe.

Apropos "Kelten zelten"...
Spoilersemh67qh


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29.01.2018 um 12:55
@perttivalkonen


Was für ein Spoiler, I break together :D :D :D


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29.01.2018 um 13:16
Zeitmaschine78 schrieb:"Nach neuesten DNA-Analysen müssen offensichtlich althergebrachte Geschichtsbilder revidiert werden! Demnach sind selbst heute noch 45 % der Deutschen (ohne heutige Einwanderer), insbesondere in Süddeutschland, keltischer Herkunft, nur 25 % germanischer Herkunft und väterlicherseits sogar nur 6 % eines germanischen Ursprungs. 30 % der Deutschen stammen von Osteuropäern (20 % Slawen und 10 % Andere) ab.
Die Quelle von der du das hast, darf ich hier nicht nennen, aber mal etwas dazu. Die "keltische DNA" R1b ist weit älter als die Kelten (Stichwort: Einwanderung der Glockenbecherkultur und Zusammentreffen mit den Schnurkeramikern) und ja, R1b ist in Deutschland am häufigsten vertreten, aber auch in Frankreich und Spanien. Aber auch ein großer Teil der Türken hat diese DNA, wegen der keltischen Stämme die dorthin wanderten. Und die meisten Südamerikaner haben diese, da die Spanier sich da ordendlich durchgepimpert haben seit ihrer Ankunft.
Und die englischen Gefangenen in Australien, waren da auch nicht ganz keusch.
Haplogroups europe

5166c8f3-38c2-4251-89f6-c49441e51d9c


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29.01.2018 um 19:36
Die Kelten hatten kaum eigene schriftlichen Aufzeichnungen, aber an Hand der kulturellen
Entwicklung lassen sich Rückschlüsse ziehen. Die Kelten waren im Bergbau, Metallverarbeitung,
aber auch Steinbearbeitung und Holzhandwerk und vor allem in der Landwirtschaft anderen
Völkern weit voraus, nur im Kampf gegen Slawen, Hunnen und Germanen offensichtlich unterlegen. Aber meiner Ansicht nach, könnten die Erdställe durchaus das Werk der Boier und ihrer vermischten Folgegruppen sein.


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29.01.2018 um 20:17
Nochmals, wie erklärst du die 15 Jahrhunderte Zeitunterschied?


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29.01.2018 um 21:18
"Die Erdställe wurden während der Rodungs- und Besiedlungsperiode im Hochmittelalter errichtet. Sie sind etwa 800 bis 1000 Jahre alt. Anhand von Funden lässt sich bestimmen, wann die Erdställe errichtet und genutzt wurden." Wikipedia: Erdstall
wenn dies so ist, fällt natürlich die sklaverei weg. es sei denn die erdställe sind doch älter und sie wurden im mittelalter nur anders genutzt, so dass die gefundenen spuren aufs mittelalter deuten.
aber diese schlüpfe zwischendrin ergeben für eine mittelalterliche nutzung auch keinen sinn.


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29.01.2018 um 22:26
Was an...
Zeitmaschine78 schrieb:Anhand von Funden lässt sich bestimmen, wann die Erdställe errichtet und genutzt wurden.
... verstehst Du nicht, daß Du von ner früheren Entstehung faselst?

Hunderte (wohl über 1000) Erdställe, über mehrere Bundesländer, ja Länder verteilt, aber aus der Zeit der Errichtung und ursprünglichen Nutzung all dieser Stollensysteme stammt nicht eine Hinterlassenschaft? Das geht schlichtweg nicht, höchstens in völlig kruden Gehirnen! Wenn es Bauwerke und Nutzung gibt, gibt es auch Beifunde. Und wir reden hier nicht von einem singulären Bauwerk, sondern von zahlreichen, miteinander vergleichbaren in praktisch ganz Mitteleuropa. Da kannste aber sowas voneinendrauf lassen, daß die Beifunde ziemlich genau die Nutzungszeit ab Errichtung abdecken.

Immer dieses gedankenlose "könnte ja doch sein, daß" - nee, kann nicht!


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30.01.2018 um 11:24
Über Schratzl, Zwerge, Heinzelmännchen, "Kleines Volk", die den Menschen unentgeltlich oder gegen Lebensmittel (vor allem Milch) bei der Haus- und Hofarbeit halfen und vergrätzt reagierten, wenn sie Kleidung geschenkt bekamen, gibt es in verschiedenen europäischen Ländern jede Menge Sagen, die "wilden" Exemplare draußen im Wald wurden z. B. als "Moosmännchen" bzw. "Moosweiberl" bezeichnet. Wohin, wann und warum sie verschwanden ist auch bekannt, aus dem Mittelalter stammt nämlich eine Geschichte von einem Fährmann an einem Fluß (Elbe, Oder, Donau? Weil nicht mehr, irgendwas Richtung Osten), der von so einem Kleinen Mann um eine Überfahrt gebeten wurde. Sobald sie sich über den Fährpreis einig waren, merkte der Schiffer, daß sein Kahn schwerer und schwerer wurde obwohl er nichts sah, ganz so als ob viele Leute aufs Schiff gekommen wären, bis ihm fast das Wasser über die Bordwand lief. Nach der Überfahrt wurde das Schiff wieder leichter, wieder ohne daß er außer dem einen kleinen Kerl was gesehen hätte, und später hörte er, daß in dieser Nacht das gesamte "Kleine Volk" ausgezogen und Richtung Osten ausgewandert war, hinein in vom Menschen noch unberührte Gebiete, wo vor allem keine Kirchenglocken läuten, denn auf deren Klang reagierten die Zwerge allergisch. Seit dieser Überfahrt wurde nie wieder irgendwo ein Zwerg gesehen, ihre Arbeit blieb ungetan liegen und die Menschen mußten die Arbeit selber leisten.


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30.01.2018 um 11:34
Ich war mal im Dat ole Huus
Heidemuseum in Wisede Niedersachsen
"...Ausstellungsschafstall auf dem Emhoff zu dem Museum. Die Ausstellung informiert über die historische Landbewirtschaftungsform der Heidebauernzeit um 1850. Sie zeigt das typische Hausinventar und die Gerätschaften eines Heidehofes."
In diesem Stall stand ein Schrank, in den das Gesinde zum Schlafen gestellt wurde.
Und im Schaubergwerk Leogang in Österrreich wurde erzählt wie dort Kinder ständig unter Tage
arbeiten mussten, für den Gottesdienst wurde dazu unterirdisch extra etwas eingerichtet, damit sie nicht erst ans Tageslicht mussten, wer Quecksilber fördern sollte, hatte höchstens noch ein Jahr zu leben. Das Bergwerk wurde vom Erzbischof betrieben. Und wenn man bedenkt, dass erst nach der Besetzung Napoleons in Deutschlands die Leibeigenschaft abgeschafft wurde und noch bis vor dem 2. Weltkrieg in Mecklenburg vereinzelt noch das Recht der ersten Nacht galt, kann man phantasieren, was das im Mittelalter für kleines Volk in den Schrazellöchern war ?


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30.01.2018 um 11:40
Selbst im Mittelalter hat keiner, der seinen Verstand beisammen hatte und nicht ganz pervers war, Kinder in ein finsteres Erdloch gesteckt. Die wurden schließlich für die Alltagsarbeit gebraucht. Für Lagerräume waren die Schratzllöcher zu eng (wenn zwei Kohlköpfe den ganzen Durchgang versperren können, wie jemand treffend schrieb), und als Fluchträume taugten sie auch nicht, da von außen kaum zu tarnen, ohne zweiten Ausgang, und wenn ein Feind das darüberstehende Haus abgefackelt hätte, wären Leute in dem Loch an den Rauchgasen erstickt. Bleibt also nur ein bäuerlicher Kult übrig, der vor Kirche und Obrigkeit verheimlicht wurde. Überreste eines Erdmutterkultes, oder eine gebliebene Erinnerung an unterirdisch gefeierte Religionen wie den Mithras-Kult, der bei den alten Römern weit verbreitet war.


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30.01.2018 um 11:56
Ja das könnte der Wahrheit am nächsten kommen, "Aeracura - Keltische und germanische Erdmutter, Korn- und Vegetationsgöttin" (http://www.artedea.net/aeracura-beschutzerin-der-ubergange/) könnte verehrt worden sein. Die Ernte war ja damals überlebenswichtig.


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31.01.2018 um 18:27
Zeitmaschine78 schrieb:Die Kelten waren im Bergbau, Metallverarbeitung,
aber auch Steinbearbeitung und Holzhandwerk und vor allem in der Landwirtschaft anderen
Völkern weit voraus
Ja und vielen Völkern in der Nachbarschaft unterlegen. Was ist das eigentlich für eine Aussage? Wenn du sie mit den Nachbarvölkern vergleichst waren sie nicht anders entwickelt als zb die Germanen oder die Etrusker. Wenn du sie mit den Griechen und Römern vergleichst, waren sie quasi Stümperhaft. Wenn du sie mit den Völkern in Skandinavien vergleichst, waren sie natürlich weiter, die waren ja teilweise noch in der Steinzeit. Irgendwie ist diese Aussage ziemlicher Müll.


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31.01.2018 um 19:32
Es muss doch unbedingt bewiesen werden, dass die Kelten die Löcher gegraben haben.
Weil ja noch niemals nicht irgendjemand auf die Idee kam, die Erdställe zu erforschen oder Funde zu sichern.

Und nun hat die Zeitmaschine sowohl Kelten als auch die Schrazllöcher entdeckt (zumindest das erste Mal was davon gelesen), ist nicht willens oder in der Lage, sich bereits vorhandene Ergebnisse von kompetenten Fachleuten anzusehen und glaubt, bahnbrechende Ideen zu den Themen zu haben.


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