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520 Tage in der 'Tonne': 6 Kosmonauten simulieren Marsflug

39 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mars, Simulation, Astronauten ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
SirMaunz-A-Lot Diskussionsleiter
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520 Tage in der 'Tonne': 6 Kosmonauten simulieren Marsflug

03.06.2010 um 22:43
Kein Tageslicht, kein Kontakt zur Außenwelt - 18 Monate lang stellen sich die Männer von "Mars500" den Strapazen einer simulierten Reise zum roten Planeten. Sobald die Luke geschlossen ist, bleibt der Crew auf dem Testgelände bei Moskau nur noch eines: bloß nicht Durchdrehen
Weiter geht's hier:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,697945,00.html

Ein spannendes Experiment, aber ganz schön heftig, was die Probanden für die Simulation alles auf sich nehmen müssen. Eine Kajüte misst lediglich 3 qm, 40 Kameras beobachten das Team rund um die Uhr, ein Privatleben ist somit augeschlossen. Kein Tageslicht, keine Frischluft, der Sprachkontakt zur Aussenwelt wird um 20 min verzögert, es herrscht ein strenger Diätplan etc. Ich bin gespannt, wie das Experiment verläuft, 520 tage mit den selben fünf weiteren Leuten eingesperrt zu sein, da könnte beim einen oder anderen mit der Zeit die Nerven blank liegen. Wärt Ihr geeignet für sowas? Ich bestimmt nicht. :)


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520 Tage in der 'Tonne': 6 Kosmonauten simulieren Marsflug

03.06.2010 um 22:47
@SirMaunz-A-Lot
Zitat von SirMaunz-A-LotSirMaunz-A-Lot schrieb:Wärt Ihr geeignet für sowas? Ich bestimmt nicht.
Ich bin ein kleiner Einsiedler, ich fänds wahrscheinlich geil. Aber nur, wenn ich auch den Blick ins All hätte und ausreichend... ja was ist denn da überhaupt erlaubt? Nur Bücher oder gibts auch nen kleinen Fernseher mit DVD-Player?^^

Ok, hab grad gesehen, ne fette LCD-Glotze ist vorhanden^^

Jedenfalls, ich würde sowas definitiv ohne Probleme hinkriegen, allerdings nur mit Blick ins All!


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520 Tage in der 'Tonne': 6 Kosmonauten simulieren Marsflug

03.06.2010 um 22:51
Ein Raumschiff ist doch kein Uboot, also das da keine Fenster sind ist aber arg übertrieben und 520 Tage in normaler Schwerkraft ja sowieso kein Vergleich zur Reise im Weltall! Die Schwerelosigkeit ist doch schon der größte Stressfaktor!


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520 Tage in der 'Tonne': 6 Kosmonauten simulieren Marsflug

03.06.2010 um 22:54
Boah, ich würde schon nach 5 Minuten durchdrehen, nachdem die Tür geschlossen ist. Aber auch nur weil ich wüsste, dass ich da erstmal die nächsten 18 Monate nicht mehr raus komme.

Wie sieht das denn mit der Schwerelosigkeit aus? Die wollen sich 30 Tage hinlegen? Ich denke die Schwerelosigkeit hätte noch ganz andere Auswirkungen auf die Psyche, nicht nur auf den Körper.


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SirMaunz-A-Lot Diskussionsleiter
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520 Tage in der 'Tonne': 6 Kosmonauten simulieren Marsflug

03.06.2010 um 23:00
@chilichote

Das Hauptproblem sehe ich darin, dass man die anderen nach einer Weile in- und auswendig kennt und man sich deshalb irgendwann gegenseitig gewaltig auf den Sack geht. Stell Dir vor, Du wärst 520 Tage mit Deiner Freundin/Frau eingeschlossen. Da fliegen irgendwann die Fetzen. ^^ Möglicherweise entsteht Grüppchenbildung, 'wir' gegen die 'Doofen da drüben'.
Und, ähem, gewisse menschliche Bedürfnisse dürften auch zu kurz kommen, das ist auch nicht jedermanns Sache. :)


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520 Tage in der 'Tonne': 6 Kosmonauten simulieren Marsflug

03.06.2010 um 23:03
Die Simulation hat einen Haken. Es fehlt die Schwerelosigkeit-


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520 Tage in der 'Tonne': 6 Kosmonauten simulieren Marsflug

03.06.2010 um 23:04
Früher gabs das Biosphere Experiment, das war so ähnlich aufgebaut. Es sollte getstet werden, ob eine Crew sich autark versorgen kann, mit Lebensmittel und so. Die hatten dafür extran nen Treibhaus. Ist meines Wissen aber abgebrochen worden, weil die Leute es nicht geschafft hatten sich autark zu machen.


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520 Tage in der 'Tonne': 6 Kosmonauten simulieren Marsflug

03.06.2010 um 23:07
@SirMaunz-A-Lot
Wie gesagt, ich bin von Naturell her Einsiedler, ich persönlich also würde mich dann eher zurückziehen um allein zu sein.
Genug Bücher und DVDs würde ich dann schon mitnehmen^^

Mit der Schwerkraft, behaupte ich jetzt einfach mal, hätt ich auch keine Probleme. Gibt ja Anschnallgurte.


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SirMaunz-A-Lot Diskussionsleiter
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520 Tage in der 'Tonne': 6 Kosmonauten simulieren Marsflug

03.06.2010 um 23:11
@Ayashi

Möglicherweise liegt das Hauptaugenmerk auf den psychischen Auswirkungen eines derartigen Unterfangens. (?)

@bo

Ja, daran kann ich mich noch erinnern, nach anfänglicher Euphorie ist das Experiment schlussendlich doch gescheitert. Ein funktionierendes Biosystem zu entwickeln und am laufen zu halten ist sehr schwer, wenn nur ein Parameter nicht genau passt, dann geht das ganze in die Hose.


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520 Tage in der 'Tonne': 6 Kosmonauten simulieren Marsflug

03.06.2010 um 23:12
@SirMaunz-A-Lot

siehe Beitrag von BoAlpha


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520 Tage in der 'Tonne': 6 Kosmonauten simulieren Marsflug

04.06.2010 um 07:36
Die nutzbare Fläche während der Flugzeit von 490 Tagen beträgt 204 m². Das Areal vergrößert sich für die Zeit der Mars Simulation ( 30 Tage) auf 243 m². Das hört sich erst einmal nicht viel an, aber anders gerechnet sind es für jeden der sechsköpfigen Crew bei geschickter Verteilung 34 – max. 40,5 m² „Ruhezone“. Das ist mehr Fläche als einige Einzimmerwohnungen bieten.

Andere Lösung:
Im Wechsel bleiben drei Mitglieder der Crew in ihren Kojen während die anderen drei jeweils ein Modul benutzen um sich bei ausreichendem Platzangebot in Ruhe von einander zu erholen.

Also, alles eine Sache der Absprache und Organisation untereinander. Dann kann Mensch sich sogar zu sechs Personen auf 204 m² aus dem Weg gehen.

Aber, wie auch immer.Ich persönlich bezweifle die Aussagekraft dieser „Verhaltensstudie" und das die Ergebnisse ernstzunehmende Rückschlüsse auf das Verhalten eines zukünftigen nicht simulierten Fluges mit völlig anderen Karakteren zulässt.
Auch die gesundheitlichen Probleme durch Muskel und Knochen Degeneration trotz „Bodybuilding“wird in der Realität jedes Crewmitglied anders belasten, was die insgesamte Gruppen Grundstimmung wohl auch nicht fördern wird.
Zudem denke ich wird die Stimmung so oder so mit steigender Entfernung zur Erde und wachsendem Gefühl der Entwurzelung kippen.
Tja,wie sollte auch dieses Gefühl und die damit verbundenen Handlungen schon vorab realistisch simuliert werden, welches in diesem Zusammenhang noch kein Mensch verspürt hat?

Aber ernsthaft. Um die Aussagekraft für Rückschlüsse auf das Verhalten der Crew bei zukünftigen Flügen kann es bei diesem 15 Millionen US-Dollar teuren Space Camp wirklich nicht gehen.

Denn, sonst würde ja, ein Scheitern dieser Simulation, (auf Grund von sozialen Spannungen) im Rückschluß für die ESA auch bedeuten, das ein bemannter Mars Flug , bei gleichen Bedingungen bis Dato noch nicht möglich ist.


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520 Tage in der 'Tonne': 6 Kosmonauten simulieren Marsflug

04.06.2010 um 08:12
Zitat von AyashiAyashi schrieb:Die Simulation hat einen Haken. Es fehlt die Schwerelosigkeit-
Das ist nicht das Einzige was da fehlt, aber darum geht es nicht bei diesem Experiment. Es geht einfach darum, wie sich 6 Leute verhalten, wenn sie fast 2 Jahre keinen Kontakt zur realen Welt haben und Millionen von Kilometern entfernt sind.

Big Brother für Große sozusagen.

*blubb*


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520 Tage in der 'Tonne': 6 Kosmonauten simulieren Marsflug

04.06.2010 um 08:32
Zitat von datrueffeldatrueffel schrieb:wenn sie fast 2 Jahre keinen Kontakt zur realen Welt haben und Millionen von Kilometern entfernt sind.
Das "Millionen Kilometer entfernt" fehlt ja. In diesem Experiment kann die Lebensbedrohliche Situation durch den Weltraum ja nicht simuliert werden. Es fehlt einfach das Wissen das hinter der Kabinenwand ein eiskaltes, absolut tödliches Vakuum herrscht und jeder Fehler zum Tode führen kann und das niemand irgendwie helfen kann.

Alleine das Wissen um diesen Fakt stellt eine immense Stressbelastung dar, die eben nicht simuliert werden kann.


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520 Tage in der 'Tonne': 6 Kosmonauten simulieren Marsflug

04.06.2010 um 08:32
Naja ob die Herren da nicht durchdrehen... ich würde es wohl kaum aushalten, vor allem wenns keine Frauen hat :D


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520 Tage in der 'Tonne': 6 Kosmonauten simulieren Marsflug

04.06.2010 um 08:36
@UffTaTa

Diese Entfernung kann man in kleinen Maßstäben auch simulieren. Abbrechender Funkverkehr zum Beispiel.

Es geht halt primär um das menschliche Verhalten untereinander.

Es fehlen ja noch wichtige Faktoren wie die Strahlung und was passiert, wenn etwas defekt ist? Es sind einige Sachen die nicht berücksichtigt werden, was aber daran liegt, dass es dabei einfach nicht darum geht.

*blubb*


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520 Tage in der 'Tonne': 6 Kosmonauten simulieren Marsflug

04.06.2010 um 08:48
Zitat von datrueffeldatrueffel schrieb:Diese Entfernung kann man in kleinen Maßstäben auch simulieren. Abbrechender Funkverkehr zum Beispiel.
Man kann aber die dauernd lebensbedrohliche Situation nicht simulieren. Und die hat massive Auswirkungen auf das Verhalten der Menschen.


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520 Tage in der 'Tonne': 6 Kosmonauten simulieren Marsflug

04.06.2010 um 09:36
Man sollte die Crew so zusammenstellen, das die sich perfekt aufeinander einspielen können. Wenn sich auch nur 2 von denen nicht riechen können, würde dass das gesamte Klima stören, und die müssen ja immerhin 18 Monate zusammen Leben können.


Man kann jetzt hier ja leicht behaupten, man selbst würde das Problemlos durchalten. Doch vergesst nicht, die Realität sieht immer ganz anders aus.


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520 Tage in der 'Tonne': 6 Kosmonauten simulieren Marsflug

04.06.2010 um 10:10
Mit sechs Männern 520 Tage auf einem Haufen?
Nein Danke.

Sollten schon drei Frauen und drei Männer sein.


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520 Tage in der 'Tonne': 6 Kosmonauten simulieren Marsflug

04.06.2010 um 10:28
Zitat von UffTaTaUffTaTa schrieb:Man kann aber die dauernd lebensbedrohliche Situation nicht simulieren. Und die hat massive Auswirkungen auf das Verhalten der Menschen.
aber wenn die sich jetz einfach mal ne woche lang nicht melden würden, dann würden die da drin sicher auch schon paras schieben


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520 Tage in der 'Tonne': 6 Kosmonauten simulieren Marsflug

04.06.2010 um 11:02
Die Gefahrsituationen kann man nicht simulieren, das ist schon richtig. Aber man kann für Crewmember Stresssituationen herstellen, um zu schauen, wie die Leute dann reagieren.

Gestern Nacht leif auf ZDF ne Doku über dieses Thema. Es gab im Vorfeld ein ähnliches Experiment. Dort waren 6 Leute für 90 Tage "eingesperrt". Zum Schluss konnten Leute zwar noch beurteilen, welche Tageszeit ist, aber nur nach dem Rythmus der Wache, hatte aber keine Ahnung wieviele Tage sie jetzt schon drin sind.

Außerdem war die "Bodenkontrolle" zum Anfang quasi rund um die Uhr vefügbar, später auch, allerdings mit Verzögerung von bis zu 40 min. Dh.h im Notfall muss sich Crew auf sich selbst verlassen und nicht erst auf die Bodenkontrolle warten.


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520 Tage in der 'Tonne': 6 Kosmonauten simulieren Marsflug

04.06.2010 um 17:14
Zitat von datrueffeldatrueffel schrieb:Das ist nicht das Einzige was da fehlt, aber darum geht es nicht bei diesem Experiment. Es geht einfach darum, wie sich 6 Leute verhalten, wenn sie fast 2 Jahre keinen Kontakt zur realen Welt haben und Millionen von Kilometern entfernt sind.
Ich glaube mit Internet und TV Anschluss in der Box lässt sich das nicht wirklich testen.
Viel wichtiger wäre zu erfahren ob es überhaupt technisch machbar ist. (Wasser und Nahrung, Sauerstoff etc.)


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520 Tage in der 'Tonne': 6 Kosmonauten simulieren Marsflug

05.06.2010 um 09:39
Ich wünsche den Leuten, die hier erzählen, dass ja die wirkliche Bedrohung durch das All fehlt, dass sie mal die Gelegenheit bekommen in einem richtigen Flugsimulator zu üben. Wenn die Jungs von der Hansa (oder welcher Airline auch immer) da drinnen ihren Notmanöver üben, dann ist der Stress real. Da sitzt keiner und sagt: ach, kann ja nichts passieren, bin ja auf dem Boden. Das gerät sehr schnell in Vergessenheit.

Welche Aussagekraft hat dieses Experiment? Ich denke, es ist mehr ein psychologisches. Die Psychologie, die sich abspielt, wenn man Menschen in Klausur schickt, ist bekannt. Dazu hat es schon zu viele Experimente gegeben um die nicht zu kennen. Deshalb spielt die psychologische Beurteilung möglicher Astronauten eine wesentliche Rolle. Ich denke, hier geht es hauptsächlich darum herauszubekommen, ob die Auswahlkriterien die richtigen sind/waren. Nach welchen Kriterien muss ich eine Crew zusammenstellen, dass sie auch noch nach Ablauf von x Tagen funktioniert. Und um das zu ermitteln, brauche ich kein Schwerelosigkeit. Wohl aber Menschen, die nach bekannten Kriterien ermittelt wurden und kontrollierte Bedingungen. (Und ich bin sicher, wenn sie den Jungs da drinnen nach 6 Wochen erzählen, ihr habt da ein Leck, dichtet es ab, oder ihr seid alle tot... auch der Stress wird real sein.)


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