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Arbeitsalltag als Wissenschaftler

65 Beiträge, Schlüsselwörter: Wissenschaft, Arbeiten, Wissenschaftler
blue_
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Arbeitsalltag als Wissenschaftler

01.07.2012 um 19:56
@sirlazarus

Da hast du glaube ich den falschen geättet. :D
bigbadwolf schrieb:Schwurbeln makes the world go round...
Stimmt. Andernfalls wäre die Kreisbahn der Erde eine Ellipse.


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Arbeitsalltag als Wissenschaftler

01.07.2012 um 19:57
Niederbayern88 schrieb:Vieleicht kann man hier ja diskutieren, wie IHR selbst als Wissenschaftler Arbeiten würdet und auch ob ihr einen speziellen Bereich bevorzugt
Also ich habe vor, später als Neurowissenschaftler zu arbeiten. Doch der Weg dahin ist seehr weit und alles andere als einfach - so wie in jeder Wissenschaft.

Am liebsten würde ich an allem forschen, aber das ist leider nicht möglich; zuviel Faszination für bestimmte Bereiche ist wohl auch an dieser Stelle verhängnisvoll. :D


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Arbeitsalltag als Wissenschaftler

01.07.2012 um 20:14
@Niederbayern88
Um dich in diese Bereiche der Physik einzuarbeiten musst du natürlich erst das Fundament beherrschen. Wenn du dich in der Physik nicht auskennst wird es auch mit der Stringtheorie nichts. Daher würde ich dir vorschlagen fange mit den Fundamenten an und arbeite dich langsam hoch. Wenn man Turmspringer sein will und bei Wettbewerben mitmachen will muss man auch erst mal schwimmen lernen.


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Arbeitsalltag als Wissenschaftler

01.07.2012 um 21:20
@Spöckenkieke

Die meisten wissen nur von der Stringtheorie von Big Bang Theory :|
Die denken die sind jetzt alle Fachmänner auf dem Gebiet


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Arbeitsalltag als Wissenschaftler

01.07.2012 um 22:11
@Niederbayern88
So wie ich das kennen gelernt habe, sah das in etwa so aus:
Morgens zwischen acht und zehn ins Labor kommen und bis mindestens acht seine Versuche machen. Unterbrochen wird das an mindestens zwei Tagen in der Woche, bei denen man ein bis zwei Stunden zwischen drin bei Vorträgen sein muss. Kann aber auch öfters die Woche sein. Wenn die Versuche Phasen haben, wo sie alleine laufen, dann wertet man schon gemachte Versuche aus, organisiert und plant die Versuche der kommenden Tage oder ließt Fachartikel, um auf dem Laufenden zu bleiben.
Frühstens gegen acht Abends kommt man dann aus dem Labor raus und ließt dann Zuhause ein bis zwei Stündchen Fachartikel, bzw. schreibt und übt seine Vorträge.

Wie das mit dem Geld aussieht wurde Dir ja schon geschrieben. In der Bio gab's für uns Doktoranden aber nur etwa 1.100 Euro Brutto.

Mit sich mal in den Garten setzen und denken war da nicht viel.


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Arbeitsalltag als Wissenschaftler

02.07.2012 um 00:23
Pan_narrans schrieb:Wie das mit dem Geld aussieht wurde Dir ja schon geschrieben. In der Bio gab's für uns Doktoranden aber nur etwa 1.100 Euro Brutto.
Dazu muss man allerdings auch sagen, dass, wenn man dann doch nach dem Doktor in die freie Wirtschaft geht, sich das gehörig aufs Gehalt auswirkt. Ich hab mich schon gewundert, als ich die Uni verlassen hatte, was das ausmacht (Informatik).

Allerdings ist man dann kein Wissenschaftler mehr, lohnen tut es sich aber schon ;)


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Arbeitsalltag als Wissenschaftler

02.07.2012 um 00:31
@Quimbo
Ja, es ist nur halt, wie Du schon andeutest, eine Frage davon, was man dann gerne machen möchte.

Wenn man in der Grundlagenforschung arbeiten möchte, bleiben einen dann nur Stellen in öffentlichen Institutionen. In der freien Wirtschaft arbeitet man, als Biologe dann in der Medikamentenentwicklung, oder, was wahrscheinlicher ist, als Pharmavertreter. Da verdient man zwar nicht schlecht, ist aber halt reines Klinkenputzen bei Ärzten und Laboren.


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Warhead
Mitglied ausgeschlossen
-> Begründung

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Arbeitsalltag als Wissenschaftler

02.07.2012 um 00:44
@Niederbayern88
Praktisches arbeiten oder doch Theorie,Grundlagenforschung oder Lehre,als Tutor,Dozent oder Lehrstuhlinhaber...hast du da konkretere Fragen??


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Arbeitsalltag als Wissenschaftler

02.07.2012 um 00:47
xD So schaut die Arbeit aus:



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Dr.Shrimp
ehemaliges Mitglied

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Arbeitsalltag als Wissenschaftler

02.07.2012 um 01:28
@Pan_narrans hat den Arbeitsalltag als Biowissenschaftler adäquat dargestellt.

Wer Lust hat, dauernd unbezahlte Überstunden zu schieben, stets die gleichen Experimente immer wieder zu wiederholen, damit man seinen kleinen Erkenntnisgewinn eventuell irgenwann publizieren kann. Wen dabei nicht stört, dass man stets den Lauf an der Schläfe hat, dass es pro Jahr mehrere Veröffentlichungen in Fachmagazinen sein müssen, wenn man universitär irgendwas reißen will, der kann gern diesen Weg einschlagen. Auch bei der Grundlagenforschung gammelt man die ganze Zeit mit demselben Zeug ab. Man ist ein etwas besser bezahlter Labortechnischer Assistent.

Oder man arbeitet wie gesagt als Vertreter irgendwelcher Pharmafirmen oder Firmen, die Laborbedarf herstellen, und darf Ahnungslosen und Ahnungsfesten irgendwelches Zeug andrehen.

Der Grund, warum man sich weder in den Garten zum Nachdenken setzen kann, noch braucht, ist ganz einfach der, dass in Forschungsarbeiten heute sehr spezialisierte Untersuchungen durchgeführt werden. Da ergründet keiner ein grundlegend neues Prinzip und erfindet die Welt neu. Mit Glück hat man mal wieder ne neue Kristallstruktur eines großen Proteinkomplexes, wenn man sich für die Strukturanalytik entschieden hat. Und dann können die Firmen mit Virtual-Screenings und Docking-Versuchen wieder nach potentiellen Inhibitoren suchen, die man als Medikament verkaufen könnte. Bis dann die nächste Struktur aufgeschlüsselt wird und dann gehts wieder von vorn los.

Oder ihr macht ein GFP-Fusionsprotein und habt dann monatelang Spaß dieses zu exprimieren und mikroskopische Aufnahmen davon zu machen, um dann nach einem Jahr publizieren zu können, dass Protein K32Dh324H2 von Virus D32J34H2423H35235 bei der Expression in Vero-Zellen mit einer bestimmten Helix transmembranär am Golgi sitzt. Not sure, sounds like fun to me. :troll:

Ich kann jedem nur anraten, sich mit dem Berufsbild der Life Sciences/Biowissenschaften vorher genau auseinanderzusetzen und zu überprüfen, ob das wirklich etwas für euch ist.


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Arbeitsalltag als Wissenschaftler

02.07.2012 um 01:39
@blue_
"geätted" nehme ich in meinen Wortschatz auf.


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Arbeitsalltag als Wissenschaftler

02.07.2012 um 01:46
@Niederbayern88

Willst du etwas bewegen, oder möchtest du nur auf dem laufenden bleiben?
Will man Naturwissenschaft richtig betreiben, so dass das was man herausfindet auch in der Wissenschaftswelt anerkannt werden soll, dann führt kein Weg am Studium vorbei. Man muss erst einmal die Werkzeuge (z.B. Mathe) beherrschen. Nur so "nachdenken", ohne den aktuellen Stand zu verstehen, dürfte nicht viel bringen. Woher willst du wissen, ob deine Überlegungen nicht ein jahrzehnte alter Hut sind oder überhaupt einen Sinn ergeben?


Würdest du denken, du könntest ein großer Konzertpianist werden, wenn du weder die Noten lesen könntest, noch ein Klavier hättest und nur Musik hören würdest?

Klar gibts Ausnahmen, aber davon nur wenige pro Jahrhundert.

Naturwissenschaftler zu werden ist mit sehr viel Streß verbunden und Wissenschaftler ist zumindest kein Titel. Es kommt auf die Berufsbezeichnung an: z.B. Diplom-Chemiker. So darf man sich nicht ohne Uni-Abschluss einfach nennen.

@blue_
Danke.


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Arbeitsalltag als Wissenschaftler

02.07.2012 um 01:51
Quimbo schrieb:Dazu muss man allerdings auch sagen, dass, wenn man dann doch nach dem Doktor in die freie Wirtschaft geht, sich das gehörig aufs Gehalt auswirkt. Ich hab mich schon gewundert, als ich die Uni verlassen hatte, was das ausmacht (Informatik).
Na ja. +500 Euro. Zumindest, wenn man in einem Bereich arbeitet, der mit dem Promotionsfach nichts zu tun hat.


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Arbeitsalltag als Wissenschaftler

02.07.2012 um 03:25
sirlazarus schrieb:Na ja. +500 Euro. Zumindest, wenn man in einem Bereich arbeitet, der mit dem Promotionsfach nichts zu tun hat.
Vielleicht hab ich in der Informatik Glück, dass da das Promotionsfach nicht so von Belang ist, aber mit den +500€ mehr liegst du in meinem Fall weit daneben und ich mach jetzt was ganz anderes. Der Doktor wird sich da schon bald wieder rentiert haben (bin erst seit Kurzem in der Wirtschaft).

Es lohnt sich schon finanziell, ist allerdings auch mehr Verantwortung und Druck :(


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Shakky
ehemaliges Mitglied

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Arbeitsalltag als Wissenschaftler

02.07.2012 um 03:40
@Niederbayern88
Du musst nicht zwingend in der Wissenschaft arbeiten um die Wissenschaft voran zu treiben. Vorallem in der Astrophysik gibt es einige Möglichkeiten das sogar ohne Studium hinzukriegen...


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BlackFlame
ehemaliges Mitglied

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Arbeitsalltag als Wissenschaftler

02.07.2012 um 03:49
@Niederbayern88
Ein näherer Verwandter von mir ist nun schon seit vielen Jahren als Dr. Prof. in diversen Unis gewesen und ist an sich von der Arbeit nicht besonders begeistert.

Erst einmal Bedarf es vielerlei Schleimerei schon während des Studiums, damit dich irgendein Prof. als Assistent mal mit auf eine Verstaltung nimmt, wo man dann erste Kontakte zu den großen Tieren des jeweiligen Fachbereichs knüpfen kann.
Dann musst direkt nach dem Studium damit leben als Doktorant noch einige Jahre schlechtbezahlt weiterhin ohne großes Gehalt zu leben im Gegensatz zu deinen ehemaligen Mitstudenten, die dann schon eine feste Arbeitsstelle haben.
Bevor dich überhaupt jemand als Forscher ernst nimmt heißt es dann irgendwie Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. In der Regel heißt das dann Publizieren bis der Schädel platzt, ganz egal was für einen Mist man dort veröffentlicht, hauptsache man kann irgendjemanden erzählen man hätte mehr publiziert als alle anderen.
Anschließend braucht man einfach Glück, dass sich irgendeine Uni für einen interessiert. Je nach Fachbereich ist es wohl eher die Ausnahme wenn man vor dem 40.-45. Lebensjahr zum Prof. ernannt wird.
Als Professor scheint man vor allem im Büro zu sitzen, wo sich der bürokratische Kram innerhalb der Uni bis unter die Decke stapelt. Zusätzlich muss man sich dann noch zu einem sehr geringen Teil um die Lehre der Studenten kümmern.
Bei besagten Verwandten ist es wohl nun so, dass er als Fakultätsleiter jedes Jahr zusammenaddiert etwa 3-4 Monate im Ausland verbringt, um in der Regel Vorträge über seine Forschungen bzw. ihre Erkenntnisse zu halten. Familienplanung sollte also überlegt sein bzw. sollte man sich vorher klar machen, dass die Frau dann sehr oft allein mit dem Nachwuchs ist.
Ebenso sind die beiden von denen ich rede wohl in den letzten 10 Jahren schon 3mal quer durch Deutschland gezogen. Heißt also auch für die Kinder, dass sie gelegentlich die Schule, manchmal sogar das Land wechseln müssen.
Er verdient zwar gutes Geld durch diese Arbeit, ist dafür aber auch so gut wie jeden Tag 10-12 Stunden unterwegs.

Ich persönlich habe Gedanken einen Professortitel anzustreben mittlerweile vollkommen verworfen. Und wie @Shakky schon erwähnte kann man zumindest in manchen Gebieten sicher auch etwas revolutionäres Erschaffen, wenn man nicht direkt in der Forschung tätig ist.

Ich weis zwar immer noch nicht wer den Klopapierrollenhalter erfunden hat, aber ich vermute ganz stark, dass er in keinem Labor entwickelt wurde. ;)


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Arbeitsalltag als Wissenschaftler

02.07.2012 um 07:09
Ich füge noch einen anderen Wissenschaftler hinzu.

Also bei mir sah das so aus. Morgens Arbeitsklamotten anziehen, Gummistiefel in den Kofferraum und sein Hotelzimmer verlassen in einer alten Fernfahrerkneipe. Dann rauf auf den Berg fahren, da die Gummistiefel anziehen, weil der Boden echt der volle Mok ist und dann nochmal die Pläne checken Hacke und Schaufel rausholen und graben, graben, graben. Ganz alleine im Wald. Irgendwann fängt man an mit sich selber zu reden und der einzige Spass den man in der Zeit hat ist abends mit Tigerpfotenplüschpantoffeln die Anwohner im Ort zu Schocken wenn sie in die Kneipe am Ortsrand gepilgert kommen um mal einen echten Archäologen zu sehen. Das ganze für 2000DM und einem ranzigen Hotel und widerlichem Essen. Hab ich nicht länger als ein Jahr ausgehalten.


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Arbeitsalltag als Wissenschaftler

02.07.2012 um 07:12
@Spöckenkieke

Klingt doch gut. Ein bekannter (kein Archäologe sondern Geologe) buddelt für 800€ mit Hobbyarchäologen an Bahntrassen rum :D


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Arbeitsalltag als Wissenschaftler

02.07.2012 um 07:14
@Prof.nixblick
Dann aber als Hilfskraft.


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02.07.2012 um 07:16
Ferraristo schrieb:bei AStronomen:
auf nen Bildschirm starren und Kafee drinken :D
kommt mir bekannt vor :vv:


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