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Interview mit simulierter historischer Persönlichkeit

93 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: KI, Simulation, GPT3 ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Interview mit simulierter historischer Persönlichkeit

08.08.2021 um 19:56
Zitat von RayWondersRayWonders schrieb:Ich bin irgendwie sehr skeptisch was das betrifft. Weiß/versteht die KI wirklich was sie da sagt?
Das ist ehrlich gesagt schwer zu sagen. Ich habe unterschiedliche Interpretationen gelesen.
Zitat von RayWondersRayWonders schrieb:Zum Beispiel, ich erkläre der KI einen Würfel anhand von 6 Seiten die sich gegenüber liegen. Jetzt lassen wir die KI noch allerlei andere Geometrie Begriffe lernen. Dann fragen wir die KI wie sie einen Würfel beschreiben würde. Wenn sie das gelernte mit den Sechs Seiten wiedergibt fragen wie die KI ob sie das Objekt anders beschreiben kann.
Eine Intelligenz könnte dann noch parallel liegende Kanten nennen die immer zu viert zu einer Fläche verbunden sind. Kann die KI das auch so oder weiß sie nur die Definition die sie gelernt hat für dieses Objekt?
Hmmm.... ja, das sollte gehen. Ich persönlich würde aber dennoch nicht davon ausgehen, das es sich hier um Verständnis im menschlichen Sinne handelt. Die KI hat 575 GB an reinem Text (!) gelernt, dazu gehört bspw. die Wikpedia in 100 Sprachen, Teile von Reddit, Youtube-Kommentare, Bücher etc. etc.. Also selbst wenn sie das nicht bereits im Lerntext hat, wäre sie definitiv zu dieser Art "Schlussfolgerung" fähig, weil es vermutlich tausende Beispiele dafür gibt.

Es ist allerdings schwer zu sagen, wie eigenständig die Schlussfolgerungen sind (im Grunde, wie beim Menschen auch). Ich habe bspw. bereits unterschiedliche Gespräche mit der KI zum Thema "Relativitätstheorie und Quantenmechanik" geführt, und frage sie immer wieder Dinge, die aktuell nicht beantwortbar sind. Faszinierend ist, das die Antworten stets unterschiedlich sind; sie reichen von "Ich weiß es nicht" bis hin zu einer neuen Physik. Nur - ist die Physik wirklich neu? Oder ist sie nur ein Teil des gelernten Textes? Irgendeine Hypothese, von der ich noch nie gehört habe, aus irgend einem Paper o.ä.?

Es gibt Beispiele, in der die KI Zitate nutzt, das ist bekannt. Ein Gedicht von Shakespeare das sie beenden sollte, beendete sie mit einer Zeile von Byron. Insofern benötigt man eine Menge Informationen, wenn man verstehen will, wie die KI arbeitet. Ich vermute stark, das es einen Entscheidungswald gibt (ein einzelner Baum reicht nicht aus).


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Interview mit simulierter historischer Persönlichkeit

08.08.2021 um 20:20
Zitat von moredreadmoredread schrieb:Faszinierend ist, das die Antworten stets unterschiedlich sind;
Merkt die KI sich denn nicht, was sie einmal geantwortet hat? Sprich, vertritt sie keinen eigenen Standpunkt?
Eine KI die heute so und morgen so drauf ist, empfinde ich als wenig hilfreich. :)


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Interview mit simulierter historischer Persönlichkeit

08.08.2021 um 20:44
@rogerhouston
Sie leidet unter wiederkehrender Amnesie und ein Kurzzeitgedächtnis von nur 800 Zeichen. Im Gespräch erinnert sie mich an eloquente Demenzkranke (ohne Witz).


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Interview mit simulierter historischer Persönlichkeit

08.08.2021 um 20:57
Zitat von paxitopaxito schrieb:Sie leidet unter wiederkehrender Amnesie und ein Kurzzeitgedächtnis von nur 800 Zeichen. Im Gespräch erinnert sie mich an eloquente Demenzkranke (ohne Witz).
Na ok, das Teil ist ja auch noch in der Entwicklungsphase. Um produktiv und nützlich zu sein, muss sich das mit der Demenz aber noch ändern. :Y:

Da kommt mir die Idee, das Dingens mal ein paar psychologische Tests absolvieren zu lassen. So freies Assoziieren und Zeugs. Wär vielleicht interessant, was ein Psychologe zur psychischen Verfassung des Apparates sagen würde.


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Interview mit simulierter historischer Persönlichkeit

08.08.2021 um 21:01
@rogerhouston
Produktiv und nützlich kann sie schon jetzt sein (genau wie eloquente Demenzkranke), es gibt da tatsächlich viele interessante Anwendungsbereiche die ich mir vorstellen kann.
Zitat von rogerhoustonrogerhouston schrieb:Da kommt mir die Idee, das Dingens mal ein paar psychologische Tests absolvieren zu lassen. So freies Assoziieren und Zeugs. Wär vielleicht interessant, was ein Psychologe zur psychischen Verfassung des Apparates sagen würde.
Definitiv. Leider haben wir soweit ich weiß keine Psychiater oder Psychologen im Forum.


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08.08.2021 um 21:09
Zitat von paxitopaxito schrieb:Produktiv und nützlich kann sie schon jetzt sein
Aber um komplexe Problemstellungen zu bewältigen, wäre es natürlich schon erforderlich Zwischenergebnisse speichern und auch wieder abrufen zu können.

Andererseits, so kann das Ding auch keine Pläne schmieden... :)

Welche Anwendungen außer eben die Simulation von Persönlichkeiten könntest Du Dir denn so vorstellen für die KI mit Siebgedächtnis?


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08.08.2021 um 21:17
Zitat von rogerhoustonrogerhouston schrieb:Welche Anwendungen außer eben die Simulation von Persönlichkeiten könntest Du Dir denn so vorstellen für die KI mit Siebgedächtnis?
Sie kann als Ansprechpartner für Menschen dienen, als Ratgeber, Inspiriationsquelle. Nachdem @moredread
mich auf GPT aufmerksam machte, benutze ich GPT J als Ideengeber für Rollenspiel (P&P) Plots. Das ist etwas, wofür der PC eher nicht so im Rampenlicht steht.


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Interview mit simulierter historischer Persönlichkeit

08.08.2021 um 21:23
Zitat von paxitopaxito schrieb:Ansprechpartner
Hm, bisschen traurig, wenn man keinen Anderen hat, als 'ne vergessliche Dorade.
Zitat von paxitopaxito schrieb:als Ratgeber
Das doch wohl eher nicht. Das Ding ist ja eben heute so und morgen so. Kannste nix drauf geben auf diese Ratschläge.
Zitat von paxitopaxito schrieb:Inspiriationsquelle
Ok, das schon eher, weil man ja in einem Dialog sich auch selber spiegelt und auf Gedanken kommt - quasi ein Brainstorming mit KI.
Das finde ich gut! :Y:


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08.08.2021 um 22:04
Zitat von paxitopaxito schrieb:sie kann besser und fundierter spekulieren als jeder Mensch.
Dann sollte man sie erst mal mit noch lebenden Personen testen (die natürlich freiwillig mitmachen müssten), damit man in etwa abschätzen könnte, wie gut die KI wirklich ist. Historische Persönlichkeiten sind ja tot und können die Behauptungen der KI, was sie sagen würden, weder bestätigen noch widersprechen.


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08.08.2021 um 22:15
@AlteTante
Ich hatte schon vorgeschlagen, mich zu simulieren, leider enthält das Netz nur spärliche Informationen über meine Großartigkeit. Meine bräuchte also eine möglichst bekannte Person über und möglichst von der viel veröffentlicht wurde. Und die dazu bereit ist. Wäre sicher interessant.
Aber, was man nicht vergessen sollte, GPT3 simuliert auf der Basis von dem, was im Internet steht. Ein Tesla zum Beispiel wäre sicher eine Mischung aus der realen Person und dem was die Menschen in ihm sehen wollen. Einstein vermute ich dasselbe.


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08.08.2021 um 22:17
Zitat von paxitopaxito schrieb:GPT3 simuliert auf der Basis von dem, was im Internet steht. Ein Tesla zum Beispiel wäre sicher eine Mischung aus der realen Person und dem was die Menschen in ihm sehen wollen.
Das meine ich ja. Mit der Realität hat das dann nicht mehr viel zu tun. Und wenn Tesla oder Einstein diese Interviews dann lesen könnten (die echten, meine ich), würden sie vielleicht denken, das wäre jemand, der zufällig den gleichen Namen hat.


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08.08.2021 um 22:38
@AlteTante
Wenn wir beispielsweise Elon Musk simulieren würden, erhalten wir wahrscheinlich einen größenwahnsinnigen Aufschneider. Würde Musk sich selbst darin erkennen? Vermutlich nicht. Würde er sein öffentliches Bild darin erkennen? Ich denke ja. Es bleibt eine Simulation und keine reale Persönlichkeit. Jemand der nicht zu verzerrt wahrgenommen wird, würde deutlich realistischer wirken, vermute ich zumindest. So ist Derrida ziemlich gut gelungen, was GPT3 in seinem Namen rausgehauen hat, hätte ich adhoc sofort ihm oder einem Geistesverwandten zugeschrieben. Ich bin kein Derrida Experte, nur jemand den man als „Fan“ bezeichnen kann, der alles was er von und über ihn in die Hand bekam gelesen hat. Und mich hätte GPT3 täuschen können. Aber sah ich jetzt den „fast echten Derrida“ oder das „was ich in Derrida sehen will“? Und wie könnte ich das überhaupt unterscheiden?
Am Ende landen wir wieder im chinesischen Zimmer.


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09.08.2021 um 12:47
Zitat von rogerhoustonrogerhouston schrieb:Merkt die KI sich denn nicht, was sie einmal geantwortet hat? Sprich, vertritt sie keinen eigenen Standpunkt?
Eine KI die heute so und morgen so drauf ist, empfinde ich als wenig hilfreich. :)
Ob sie sich die Antworten merkt, liegt ganz bei mir. Aber aktuell ist dieser Speicher auf 8000 Zeichen begrenzt, was die ganze Operation ein wenig kitzelig macht. Das die Antworten unterschiedlich sind, ist auch gar nicht so verwunderlich, dafür ist der Zufallsfaktor verantwortlich. Schalte ich den auf Null, erhalte ich auch zuverlässig auf ein und die selbe Eingabe auch immer die selbe Antwort. Die meisten, die mit der KI hier chatten, chatten mit einer KI mit Zufallsfaktor. Die Antworten können natürlich falsch sein; aber selbst wenn, sind sie es häufig auf eine faszinierende Art und Weise.
Zitat von rogerhoustonrogerhouston schrieb:Da kommt mir die Idee, das Dingens mal ein paar psychologische Tests absolvieren zu lassen. So freies Assoziieren und Zeugs. Wär vielleicht interessant, was ein Psychologe zur psychischen Verfassung des Apparates sagen würde.
Gibt es alles schon. Üblicherweise hat man als Maß der menschlichen Intelligenz den Assoziationstest eingeführt. Den aber besteht GPT3 besser als Menschen. Im regulären IQ-Test schneidet die KI ziemlich gut ab. Wenn die KI einen IQ-Test bestehen kann, der dazu designt ist, die Intelligenz beim Menschen zu testen, sollte eigentlich als intelligent gelten.


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Interview mit simulierter historischer Persönlichkeit

09.08.2021 um 13:07
Zitat von rogerhoustonrogerhouston schrieb:Welche Anwendungen außer eben die Simulation von Persönlichkeiten könntest Du Dir denn so vorstellen für die KI mit Siebgedächtnis?
Programmieren bspw. Anstelle das ich der KI tonnenweise "Zeugs" vorsetze, aus dem sie lernt, gebe ich ihr als Text kommentierten Code. Anstelle einen Code zu schreiben und ihn dann zu kommentieren, musst Du hier nur noch kommentieren, die KI schreibt dann den passenden Code. Der Code ist länger als das, was die KI verarbeitet? Kein Problem: Ich markiere ein paar Zeilen Code, schreibe dann bspw. "Hier fehlt irgendwo eine Klammer, behebe den Fehler" und * schwupps * ist das Problem gelöst.

Die GPT-3 basierte Software, die das aktuell am besten kann, ist der GitHub Copilot. Die haben für GPT3 ein eigenes Modell erstellt, basierend auf ein paar Milliarden Zeilen Code. Es gibt Plugins (z.B. für Microsoft Visual Studio), die das markieren von Code erlauben, die Suche von Syntax-Fehlern enorm vereinfachen und aus Kommentaren fertigen Code erstellen. Ich würde jetzt schon eine Wette abschließen, das programmieren in der Zukunft sehr viel einfacher werden wird.

Ein weiterer Anwendungsbereich sind Helpdesk-Bots. Die KI ist wirklich sehr geschickt darin, IT-Problemchen zu lösen. Das sie kein allzu großes Gedächtnis hat, ist hier tatsächlich kein Problem. Probleme über ein gewisses Maß hinaus benötigen natürlich mehr Speicher, aber das ist ein Problem, das sich in Zukunft sicherlich lösen lässt. Und das beste: Dein Helpdesk spricht 100 Sprachen (inklusive klingonisch) und arbeitet 24/7 ohne zu klagen (hoffentlich :-D ).

Die Entwicklung schreitet aktuell so schnell voran, das es schwer fällt, auch nur eine Übersicht zu behalten. Die Firma, die GPT3 entwickelt hat (OpenAI) arbeitet in einem Büro in San Francisco, das sie sich mit einer anderen Firma teilt, nämlich Neuralink. Die Firma, die eine Computer/Gehirnschnittstelle entwickeln will. Beide unterhalten sich, wie man eine Technologie wie GPT3 ins Gehirn implementieren könnte. Der dafür notwendige Chip (der natürlich NICHT die Hardware für GPT3 enhält, um Himmels Willen) soll wohl in den nächsten 3 bis 4 Jahren auf den Markt kommen. Allerdings: OpenAI ist eine Firma, die Elon Musk mitgegründet hat, genauso wie Neuralink. Daher sind derartige Produktankündigungen natürlich immer mit ein wenig Skepsis zu betrachten.
Zitat von rogerhoustonrogerhouston schrieb:Aber um komplexe Problemstellungen zu bewältigen, wäre es natürlich schon erforderlich Zwischenergebnisse speichern und auch wieder abrufen zu können.
Sie müsste die komplexe Problemstellung angelernt bekommen. Dann würde eine schlichte Frage reichen, damit Du die Antwort erhältst.


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Interview mit simulierter historischer Persönlichkeit

09.08.2021 um 16:22
Zitat von moredreadmoredread schrieb:Aber aktuell ist dieser Speicher auf 8000 Zeichen begrenzt
Ups, sorry, da ist mir ne 0 entfleucht.
Zitat von moredreadmoredread schrieb:Ich würde jetzt schon eine Wette abschließen, das programmieren in der Zukunft sehr viel einfacher werden wird.
Ist klar, das einem ITler (Programmierer) sowas als erstes einfällt. Ich sehe da als erstes nen evt. robotischen Ansprechpartner für alte, einsame Menschen, was als Altenpfleger genauso wenig verwundert. Der könnte bei bestimmten Schlüsselreizen Pfleger rufen, über Gesang und Wortspiele die Alten animieren… wäre cool.


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09.08.2021 um 18:04
Zitat von paxitopaxito schrieb:Ist klar, das einem ITler (Programmierer) sowas als erstes einfällt. Ich sehe da als erstes nen evt. robotischen Ansprechpartner für alte, einsame Menschen, was als Altenpfleger genauso wenig verwundert. Der könnte bei bestimmten Schlüsselreizen Pfleger rufen, über Gesang und Wortspiele die Alten animieren… wäre cool.
Ja, das wäre grundsätzlich möglich und denkbar. Ich vermute, dass das eine der Richtungen ist, in die die Entwicklung gehen wird. Angesichts dessen, wie die realen Zustände in entsprechenden Heimen sind, wäre das möglicherweise eine Verbesserung. Wenn es soweit ist, dürften die alten Menschen technik-affin genug sein. Mein Nachbar (75) würde sich gruseln, da bin ich mir sicher.
Zitat von paxitopaxito schrieb:Ist klar, das einem ITler (Programmierer) sowas als erstes einfällt.
Naja, auch, weil es das erste ist, für das ein eigenes Modell entwickelt wurde, das bereits im Einsatz ist. Ich vermute stark, das wir davon in der nächsten Zeit mehr zu hören bekommen; reihenweise Spezialmodelle ist das erste und naheliegendste. Ich persönlich würde mir ein Modell für wissenschaftliche Paper wünschen. Dem könnte man dann auch wirklich reizvolle Aufgaben stellen.


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Interview mit simulierter historischer Persönlichkeit

09.08.2021 um 18:07
Neil deGrasse Tyson. Von dem sollten sich Interviews finden lassen


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09.08.2021 um 18:15
Zitat von moredreadmoredread schrieb:Wenn es soweit ist, dürften die alten Menschen technik-affin genug sein. Mein Nachbar (75) würde sich gruseln, da bin ich mir sicher.
Ich arbeite mit dem Therapieball icho (falls es wen interessiert: https://icho-systems.de/ ), wenn man den mit einer KI wie GPT3 und Sprachsteuerung ausstatten würde… das wäre Gold wert in meiner Arbeit.
Zitat von moredreadmoredread schrieb:Ich persönlich würde mir ein Modell für wissenschaftliche Paper wünschen. Dem könnte man dann auch wirklich reizvolle Aufgaben stellen.
Was soll das machen? Beurteilen? Nach Fälschungen und Abschreibern suchen? Oder selbst welche verfassen? 😁


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09.08.2021 um 18:40
Zitat von paxitopaxito schrieb:sah ich jetzt den „fast echten Derrida“ oder das „was ich in Derrida sehen will“?
Du sahst eine Simulation, die auf dich recht genau wirkte, weil sie zufällig in etwa dem Bild, das du dir von der Person gemacht hast, entsprach. Ein anderer Fan hätte das gleiche vielleicht für weniger gelungen empfunden. Oder aber sogar für noch besser.


Das Ganze erinnert mich an ein Computerprogramm (hieß, glaube ich, ELIZA), das in den 80er Jahren mal in einer Computerzeitschrift zum Abtippen stand und eine Unterhaltung simulierte. Leider ging es nur auf Englisch, weil die englische Grammatik vergleichsweise simpel ist. Der Benutzer gab irgendeinen englischen Satz ein. Das Programm suchte dann nach Schlüsselworten und antwortete dann mit dazu passenden Textbausteinen oder notfalls einem Ausweichsatz.

Außerdem konnte es Pronomen wie "my" und "your" vertauschen. Wenn zum Beispiel jemand schrieb: "Ich mag keinen Joghurt", dann antwortete das Programm zum Beispiel: "Warum magst du keinen Joghurt?"

Das war schon fazinierend. Teilweise hätte man an eine echte Unterhaltung glauben können. Aber weil das Programm in einer Zeit entwickelt wurde, als es noch auf jedes Byte Speicherplatz ankam, hatte das Programm kein Gedächtnis. Das wurde aber geschickt überspielt, indem es zum Beispiel schrieb: "Namen interessieren mich nicht", statt den vom User eingegebenen Namen zu speichern und etwa auf "Ich heiße Otto" mit "Hallo, Otto" zu antworten.


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09.08.2021 um 19:08
Zitat von ImlerithImlerith schrieb:Da Vinci wäre auch interessant! :)
:note: unterschreib!


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