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Der Fall Jens Söring

17.724 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, Kino, Gefängnis, Messer, Karten, Sohn, Doppelmord, Unschuldig, Richter, Schuldig, Briefe + 24 weitere
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Jens Söring

Der Fall Jens Söring

28.05.2014 um 13:47
tikilestrange schrieb:Tja was soll man sagen... Selber schuld.
Man bedenke bitte, dass Jens Söring zum Zeitpunkt des Verbrechens 18 Jahre alt war.

Davon ausgehend, dass er wirklich unschuldig ist, für diese Dummheit die Todesstrafe zu erhalten, jetzt aber seit 28 Jahren im Gefängnis zu sitzen ist schon ziemlich derbe und kaltschnäuzig da von "selber schuld" zu sprechen.


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Der Fall Jens Söring

28.05.2014 um 14:12
@Nanush
So oder so. Schuldig oder nicht... Dennoch selber schuld.


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KlaraFall
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Der Fall Jens Söring

01.06.2014 um 13:45
Man kann hier auf Facebook Newsletter von Jens Söring lesen, die er in der Regel einmal im Monat schreibt.

https://www.facebook.com/Soering.Jens?fref=ts

Sein letzter war vom 20.April 2014
20. April 2014

Liebe Freundinnen und Freunde,

ich hoffe, es geht Euch allen gut. Von den Facebook-Ausdrucken usw., die mir jede Woche
zugeschickt werden, weiß ich, dass einige von Euch um mich besorgt sind. Bitte verzeiht mir,
dass ich Euch Kummer bereitet habe, das war nicht meine Absicht. Ich kann Euch vielleicht
insoweit beruhigen, dass es keine aktuelle Krise oder ähnliches gibt. Es ist einfach so: Steter
Tropfen höhlt den Stein. Leider auch im Negativen. In 10 Tagen, am 30. April, werden es 28
Jahre seit meiner Verhaftung sein.
So etwas hat Folgen. Vor kurzem sah ich im amerikanischen öffentlich-rechtlichen
Fernsehen PBS eine Natursendung über artenbedrohte Frösche, die im Labor gezüchtet und
dann wieder in der Wildnis ausgesetzt wurden. Man zeigte also einen Biologen, der einen
Plastiksack mit Kaulquappen zu einem Bächlein brachte und die kleinen Tierchen ins
Wasser goss – in die Freiheit. Das hat bei mir beinahe einen Weinkrampf ausgelöst! Hört
sich seltsam, beinahe verrückt an, oder? Aber als ich diesen Zwischenfall mit anderen
Gefangenen besprach, die so lange wie ich oder noch länger einsitzen, stieß ich sofort auf
Verständnis: Ähnliches passiert ihnen auch andauernd.
Dass Langzeithäftlinge eine Art PTBS (post-traumatische Belastungsstörung) haben, ist
wissenschaftlich längst anerkannt: siehe Craig Haney, „Reforming Punishment“, American
Psychological Association, 2005. Nur hilft die Diagnose weder mir noch den anderen
Insassen weiter. Ich erwähne das hier nur, um Euch zu vermitteln, dass die schwierige
Phase, die ich gerade durchmache, nicht irgendwie ungewöhnlich ist. Vor allem nicht nach
28 Jahren, was selbst unter amerikanischen Verhältnissen doch ziemlich viel ist.
Besonders wenn man – verzeiht mir – die Tat nicht begangen hat. Aber dann trotzdem
immer wieder sogar in deutschen Zeitungen lesen muss, dass man es ja doch gewesen sein
könnte.
In letzter Zeit kommt außerdem noch dazu, dass sich die Haftbedingungen in „meiner“
Strafvollzugsanstalt verschlechtert haben. Vor sechs Monaten übernahm ein neuer
Gefängnisdirektor die Leitung, seitdem geht’s hier stetig abwärts: immer weniger Freigang
auf dem Sportplatz, immer weniger Zugang zur Leihbibliothek, noch weniger und noch
schlechteres Essen (was eigentlich kaum fassbar ist), noch mehr Probleme mit der
medizinischen Versorgung, und so weiter. All dies erhöht natürlich den gefühlten Druck auf
alle Häftlinge – 1.100 Mann in einer Anstalt, die für knapp 600 ausgelegt wurde.
Deshalb gab es seit meinem letzten Brief an Euch (vor einem Monat, am 20. März) zwei
Messerstechereien und einen ziemlich blutigen Suizidversuch, sowie immer mehr und mehr
Schlägereien (jüngst sogar eine in „meinem“ Opa-Abteil). Das führt dann zu Strafaktionen,
wobei alle Gefangenen eine Woche lang in die Zellen eingeschlossen werden – zwei Mann
in einer kleinen Zelle, die für einen Insassen ausgelegt war. So etwas erhöht den gefühlten
Druck noch mehr, sodass der nächste Zwischenfall praktisch vorprogrammiert ist.
Dank der großzügigen Geldüberweisungen meiner Unterstützer kann ich mir Essen im
Knastladen „Keefe“ kaufen und Bücher per Postversand bestellen. Aber dass wir immer
weniger Möglichkeiten zum Stressabbau auf dem Sportplatz haben, macht einem
Fitnessfanatiker wie mir schon schwer zu schaffen. Vor allem emotional. Nun ja, auch das werde ich überleben, ganz einfach weil ich es überleben muss. Das ist ja
das Schöne am Knastleben – man hat gar keine Wahl. Leben oder sterben, fressen oder
gefressen werden, dazwischen gibt’s nichts.
Im Mai besteht außerdem die Möglichkeit, dass etwas Bewegung in meinen Fall kommen
könnte: Bundeskanzlerin Frau Dr. Merkel reist nach Washington, um US-Präsident Obama
zu besuchen. Im vergangenen Sommer hat Frau Merkel meinen Fall während Barack
Obamas Besuch in Berlin bereits thematisiert, wofür ich ihr natürlich sehr dankbar bin. Es
wäre also sehr schön, wenn mein Fall im Mai während des Staatsbesuchs von
Bundeskanzlerin Merkel in Washington wieder erwähnt werden könnte. Aber das wäre unter
den heutigen Bedingungen sehr schwer: Ukraine, Syrien, NSA, Freihandelsabkommen…
Lasst uns trotzdem hoffen!
Im November kommt dann das große Medienereignis, von dem ich Euch in meinem letzten
Rundbrief kurz schrieb. Darauf freue ich mich wirklich ganz ungeheuerlich! So lange kann ich
bestimmt noch aushalten, das schaffe ich.
Macht Euch also bitte keine Sorgen um mich. Ich werde Euch weiterhin einmal im Monat so
ein Lebenszeichen wie diesen Brief schreiben, denn ich will Euch wirklich keinen Kummer
bereiten. Ich danke Euch sehr für Eure Anteilnahme.
Mit herzlichen Grüßen,
Euer Jens

PS: Kurz nachdem dieser Rundbrief geschrieben war, gerieten vier Gang-Mitglieder in einen
Kampf auf dem Sportplatz, drei gegen einen. Obwohl kein Messer benutzt wurde, ordnete
der Gefängnisdirektor wiederum für das ganze Gefängnis einen Lockdown an, d.h. alle
Häftlinge bleiben in den Zellen eingeschlossen. Diesmal wird dies wahrscheinlich länger
andauern.
PPS: Nachtrag vom 23. April 2014: Aufgrund der vielen Kämpfe und Zwischenfälle hat der
Gefängnisdirektor nun als permanente Maßnahme verfügt, dass die Zeit des Freigangs auf
dem Sportplatz um 50% gekürzt wird. Die Wächter halten das für eine großartige Idee

http://q.b5z.net/i/u/7000525/f/Newsletter/Nachricht_vom_20.4.2014.pdf
Hier noch eine ziemlich umfassende Reportage.



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KlaraFall
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Der Fall Jens Söring

01.06.2014 um 13:59
@minu16
minu16 schrieb am 28.02.2014:Was meint ihr,ist er unschuldig?
Ich denke,das dieser Fall ähnlich ist wie Debra Milke
Das ist auch meine Meinung. Beide Fälle halte ich für skandalös.

Jens begründet das selbst so:
Jens Söring: Soll ich es noch einmal - die Beweislage im Haysom Doppelmord - durchbeten?
Bitteschön:


1.
Augenzeugen: Keine

2.
Fingerabdrücke: Keine von mir. Aber man fand mehrere von Elizabeth Haysom, meiner
damaligen Freundin.

3.
DNA: Keine von mir. Doch man fand 11 Blutspuren von einer Person, die nicht
identifiziert werden konnte (jedoch definitiv nicht ich war)

4.
Haar: Keines von mir. In einem blutverschmierten Waschbecken wurde ein
menschliches Haar gefunden, was definitiv nicht mir oder den beiden Opfern gehörte,
sondern von einer unbekannten Person stammte. Mit Elizabeth Haysoms Haar wurde
dieses Haar seltsamerweise nie abgeglichen.

5.
Schuhabdruck LR 2: Laut dem Polizeibericht des Sheriff’s Deputy C. L. Baker gehörte
der Schuhabdruck „einer Frau oder einem kleinen Mann oder Jungen“.
http://www.jenssoering.de Seite 5 von 10

6.
Sockenabdruck LR 3: Laut dem Experten Russell Johnson passt der Sockenabdruck der Länge nach nur auf Elizabeth, nicht auf mich. Der führende Ermittler des Sherriff’s Department, Ricky Gardner, gab 2011 in einem Interview mit dem ZDF zu, der Sockenabdruck sei „hogwash“, amerikanisch für Quatsch und Unsinn – also als Beweismittel wertlos.

(siehe „ TV - Berichte “ auf meiner Webseite)

7.
FBI - Täterprofil: Dieses Täterprofil wurde 1985 angefertigt und bis 2012 vom Sheriff’s
Department verheimlicht, weil es mich entlastet. Der FBI - Experte stellte fest, dass der
Doppelmord von einer Frau verübt wurde, die in enger Beziehung zu den Opfern stand.
Diese Beschreibung passt auf meine damalige Freundin Elizabeth Haysom, die Tochter
der Opfer. Sie behauptete, sexuell misshandelt worden zu sein.
Auf mich trifft das FBI - Täterprofil nicht zu: Ich bin ein Mann und hatte die Opfer nur einmal etwa 20 Minuten lang getroffen, rund zwei Monate vor der Tat meiner Freundin.

.8.
Geständnis: Ich belog die Polizei, um meine Freundin Elizabeth Haysom vor der
Hinrichtung auf dem elektrischen Stuhl zu bewahren, in dem fälschlichen Glauben, dass ich
teilweise diplomatische Immunität besaß. Mein sogenanntes Geständnis enthielt
mehrere Fehler, die der wahre Mörder nicht gemacht haben würde: Ich beschrieb u. a.
die Tatwaffe, die Kleidung und die Position der Opfer falsch. Außerdem behauptete ich,
am Tatort mich selbst an der Hand verletzt und geblutet zu haben. Aber die oben
erwähnten DNA - Tests widerlegen genau das: Die 11 Blutspuren am Tatort stammen
definitiv nicht von mir, sondern von einer unbekannten Person. Mein sogenanntes
Geständnis ist also beweisbar unwahr. Ganz nebenbei: Meine Freundin gestand die Tat
ebenfalls – am 8. Juni 1986 sagte sie der Polizei:

„Ich habe es selbst getan, es hat mich sexuell erregt.“
– zog aber ihr Geständnis sofort zurück.


Die obige Beweislage wurde von der ehemaligen Stellvertretenden Generalstaatsanwältin Gail
Starling Marshall und dem ehemaligen Präsidenten der „Virginia Homicide Investigators
Association“ , David Watson, ausgewertet. Frau Marshall kam zu dem Schluss, dass ich
unschuldig bin; Herr Watson, dass ich nicht schuldig bin (siehe meine Webseite unter „
Information - > Parole 2012 “ ).

Ich habe diese Übersicht der Beweislage im Haysom - Doppelmordfall hier noch einmal aufgeführt, um Euch daran zu erinnern, dass meine Unschuldsbehauptung nicht verrückt ist.

Jeder vernünftige Mensch kann erkennen, dass mein Fall ein eklatanter Justizirrtum ist.

http://q.b5z.net/i/u/7000525/f/Newsletter/Jens_Soering_-_NL44.pdf
Leider funzen die links nicht mehr, der Text dürfte dürfte aber auf seiner Homepage, bzw. den Newslettern zu finden sein.


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Twinni
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Der Fall Jens Söring

01.06.2014 um 23:00
Hab mir das Video angesehn. Da wird JS als hochintelligent beschrieben und so kommt er auch im Interview rüber. Dann müsste ihm aber damals auch bewusst gewesen sein, dass der Diplomatenstatus nicht zutreffen kann und mit den Amis in solchen Angelegenheiten sowieso nicht zu spaßen ist. Sein Auftreten beim Prozess war sicher auch nicht hilfreich. Und der Brief an seine Eltern vor dem Geständnis - den schreibt er auf englisch? Auch seltsam.

Wie auch immer: ich bin froh, dass ich hier nicht entscheiden muss, befürchte aber, dass er nie wieder rauskommen wird....
Bin ja generell eher für Rehabilitation als lebenslängliches wegsperren.


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KlaraFall
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Der Fall Jens Söring

02.06.2014 um 08:42
@Twinni

Intelligenz schützt vor Dummheiten nicht.

Da er in keinem der obigen Punkte belastet wird, gilt wohl "im Zweifel für den Angeklagten".

Es gab ja ausserdem neue Zeugen, deren Aussage man nicht würdigen wollten. ( Mechaniker bei dem Elizabeth Haysom mit einem anderen Freund auftauchte. )
Corydalis schrieb am 27.05.2014:2011 meldete sich ein neuer Zeuge, ein Mechaniker, der kurz nach dem Mord ein innen blutverschmiertes Auto repariert haben will. Die Rechnung sei von einer Frau bezahlt worden. Auf Fotos erkenne er Elizabeth Haysom als die Kundin.

Der Mann in ihrer Begleitung sei nicht Söring gewesen. Er habe vermutet, das Blut käme von einem illegal geschossenen Reh, sagte der Mechaniker. Medienberichten zufolge haben mehrere Ermittler Zweifel an der Aussage.
Nach dieser Beweislage würde heute eine Jury anders entscheiden.
Die Jury überzeugte am Ende vor allem ein blutiger Sockenabdruck im Haus der Haysoms, der vor Gericht Söring zugeordnet wurde. Erst Jahre später bewies eine wissenschaftliche Studie, dass der blutige Abdruck am Tatort zu klein für den Fuß des Verurteilten war. Zu spät. Längst war Jens Söring rechtskräftig verurteilt worden. Vor allem die amerikanische Öffentlichkeit sieht es so: Einmal rechtskräftig verurteilt, immer schuldig. Es gibt eigentlich keinen denkbaren Grund, das Verfahren noch einmal aufzurollen. Außer diesem: 2005 wurden drei irrtümlich wegen Vergewaltigung verurteilte Männer nach erneuten DNA-Tests frei gelassen. Danach überprüfte die amerikanische Justiz weitere 534.000 Akten aus den Jahren 1973 bis 1988. Das Ergebnis: In etwa 800 Fällen wurde tatsächlich die DNA der Verurteilten gefunden. 68 Akten aber geben seitdem Rätsel auf. Die vorhandene DNA von den Tatorten stimmt nicht mit der der vermeintlich Schuldigen überein. Darunter ist auch die Akte von Jens Söring. Von 42 Blutspuren in Jens Sörings Akte konnte keine einzige ihm zugeordnet werden.
Der ganze Artikel: http://www.cicero.de/weltbuehne/fuer-immer-haft-moerder-ohne-schuld/41760


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Kitz_Bambi
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Der Fall Jens Söring

13.06.2014 um 23:35
Für einen hochintelligenten Menschen (das ist er ganz bestimmt) hat er sich merkwürdig verhalten,
denn diese Menschen sind Kopfmenschen und gehen nicht so sehr nach Gefühlen. Genau diesen Eindruck habe ich von ihm. Ich denke, dass er mit der Tat nichts zu tun hat. Allerdings finde ich es seltsam, dass die Tat kurz nach dem Kennenlernen der beiden passiert. Das kann Zufall sein, aber ist eher unwahrscheinlich. Ich glaube, dass J.S. noch nicht alles gesagt hat. Außerdem soll die Ex-
Freundin verlauten lassen haben, dass sie es in die Welt schreien würde, wenn Jens unschuldig wäre.
Auf jeden Fall ist hier noch etwas, was im Dunkeln liegt.


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Der Fall Jens Söring

14.06.2014 um 15:50
@Kitz_Bambi


JS war zum Zeitpunkt des Mordes ein Jugendlicher, der verliebt war. Es ist doch verständlich, dass er seiner Freundin imponieren und den Held spielen wollte. Ich glaube, dass er unschuldig ist.

Seine damalige Freundin Elizabeth Haysom ist an einer „Borderline-Schizophrenie“ erkrankt. Die Stimmung und das Denken sind gestört und wirken schizophren mit paranoiden Ideen und Denk- und Wahrnehmungsstörungen. Man kann davon ausgehen, dass sie bereits in jungen Jahren diese Persönlichkeitsstörung herausgebildet hat.

Daher würde ich ihren Aussagen nicht allzu große Bedeutung zumessen.


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Der Fall Jens Söring

14.06.2014 um 23:42
Ich habe mich mehrere Stunden mit dem Fall Jens Söring auseinander gesetzt.

Ich bin fast sicher, dass er unschuldig ist. Leider hat er mehrfach dumm agiert. Beim Prozess wirkte er auf den mir bekannten Ausschnitten arrogant und belehrend. Das kam bei einer Geschworenenjury sicher nicht gut an.

Mittlerweile entscheidet der Wählerwillen in den USA das weitere Schicksal von Söring. Ein Politiker, der Söring begnadigen würde, müsste bei der nächsten Wahl Stimmeneinbußen befürchten.


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Der Fall Jens Söring

15.06.2014 um 10:04
Ja, Jens Söring war jung, verliebt und dumm. Als Diplomaten Sohn, war er dermaßen von sich überzeugt, überzeugt mit seinem Status davon zu kommen, was dann einen arroganten Eindruck hinterlässt.
Es ist viele Jahre her, inzwischen ist er erwachsen geworden.... Erwachsen geworden im Gefängnis. Wo er mMn zu Unrecht sitzt.
Ich verstehe nicht warum neue Beweise überhaupt nicht gewürdigt werden (neuer Zeuge, DNA test).
Wer war noch am Tatort und später mit in der Werkstatt? In diese Richtung wird überhaupt nicht mehr ermittelt. Irgendwo kann dieser Mensch ein normales Leben führen, während Söring vermutlich unschuldig im Gefängnis sitzt.


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KlaraFall
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Der Fall Jens Söring

15.06.2014 um 23:52
@Infinitas
Infinitas schrieb:Ich verstehe nicht warum neue Beweise überhaupt nicht gewürdigt werden (neuer Zeuge, DNA test).
Wer war noch am Tatort und später mit in der Werkstatt? In diese Richtung wird überhaupt nicht mehr ermittelt.
Genau das verstehe ich auch nicht.
Ist es weil man sich nicht eingestehen kann, sich geirrt zu haben?

Doch nun flammt wieder etwas Hoffnung auf:
Häftling 179212

(von Susanne Zolke, Die Welt, 15. Juni 2014, Link)

Seit Jahrzehnten sitzt Jens Söring in den USA in Haft, weil er einen Doppelmord begangen haben soll. Er beteuert seine Unschuld. Nun sehen seine Unterstützer die Chance einer Begnadigung.

http://www.jenssoering.de/haftling_179212


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Der Fall Jens Söring

16.06.2014 um 08:48
@KlaraFall
KlaraFall schrieb:Ist es weil man sich nicht eingestehen kann, sich geirrt zu haben?


Ich glaube das Problem liegt in der 21 Tage Regelung.
Aus deinem Link
Alle Beweise, die später als drei Wochen nach Urteilsverkündung vorgelegt werden, sind nutzlos, solange sie die Unschuld des Verurteilten nicht eindeutig belegen.
Eindeutig die Unschuld belegen....
Es reicht nicht aus, das am Tatort DNA Spuren einer bisher unbekannten Person gefunden wurden, um das Verfahren wieder aufzunehmen.
Diese Spuren lassen erhebliche Zweifel an dem Urteil und der Schuld Sörings aufkommen, sind aber nicht eindeutig genug, weil diese Person erstmal "nur" ein wichtiger Zeuge wäre.
Eindeutige Beweise für die Unschuld, bekommt man diesem Fall wahrscheinlich nur mit einem Geständnis.
Diese Regelung gehört mMn abgeschafft.


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KlaraFall
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Der Fall Jens Söring

17.06.2014 um 02:20
@Infinitas
Infinitas schrieb:Diese Regelung gehört mMn abgeschafft.
Der Meinung schliesse ich mich natürlich an.


Telefoninterview mit Jens Söring:
Ich würde es noch einmal tun, ich schicke niemanden zum Henker

(Telefoninterview von Susanne Zolke, 29. April 2014)


http://www.jenssoering.de/ich_wurde_es_noch_einmal_tun__ich_schicke_niemanden_zum_henker


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Jessica-
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Der Fall Jens Söring

16.01.2015 um 16:29
Über Jens Söring soll dieses Frühjahr oder spätestens bis zum Herbst 2015 eine neue Dokumentation in die deutschen Kinos kkommen mit dem Titel "das Versprechen" (the promise)

Hierzu gibt es bereits einen Trailer von ca. 5 Minuten, wo man auch sehen kann, wie stark Jens im Knast gealtert ist, wenn man sein jetziges Aussehen mit dem Aussehen aus den ZDF Dokus von 2007 vergleicht.

In diesem Trailer werden auch erstmals in Nahaufnahme die Leichen der damaligen Opfer gezeigt, wegen denen er ja seit über 28 Jahren in Virginia im Gefängnis sitzt.

Auch der Vater von Jens Söring wird in dem Trailer gezeigt.

Jens`Fall wird ja auch oft mit dem Fall von Debra Milke und anderen in den USA zu lebenslanger Haft unschuldig Inhaftierten verglichen.

http://vimeo.com/79882803


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Jessica-
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Der Fall Jens Söring

16.01.2015 um 16:52
Nachtrag:

Hier noch eine Ergänzung zu dem o.g. Trailer, wo auch der chronologische Ablauf des ganzes Falles auf Englisch dargestellt wird, von 1984 bis zum Jahre 2012.

Mit der mouse runterscrollen, bis die Titelzeile "The Story" kommt, dann wird der chronologische Ablauf von 1984 bis heute gezeigt.

http://eineneueerde.de/en/the-promise


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Der Fall Jens Söring

16.01.2015 um 17:02
@Jessica- Klasse Dankeschön!!!

Ein schrecklich interessanter Fall. Ich persönlich halte Jens für unschuldig. Man muss sich das mal geben - mit 18 Jahren verurteilt lebenslänglich für eine Tat die man niemals ausgeführt hat. Horror!

Ich hab die ältere Doku schon ein paar mal gesehen. Er dachte ja irgendwie als Sohn eines Diplomaten kann ihm nicht viel passieren. Ich denke sein Auftreten beim Prozeß hat ihn ganz schön reingeritten. Dieser arrogante Deutsche - der muss es doch gewesen sein. Unfassbare Geschichte.

In den Film werde ich auf jeden Fall gehen.


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Jessica-
ehemaliges Mitglied

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Der Fall Jens Söring

16.01.2015 um 17:22
@xyfan72

...gern geschehen.

Der Kinofilm über seinen Fall sollte ja eigentlich schon Anfang diesen Jahres in die Kinos kommen, jetzt hat sich wohl die Produktion verzögert.

Aber auf der Website von Jens Söring kannst du seinen neuesten Newsletter, den er ja monatlich veröffentlicht, lesen, dort schreibt er wann der Film voraussichtlich in die Kinos kommen wird.

LG, Jessica

P.S.

...habe gerade nochmal in seinem letzten Newsletter nachgelesen, der Film soll wohl im Spätherbst 2015 in den Kinos zu sehen sein.


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Der Fall Jens Söring

16.01.2015 um 17:29
@Jessica- Ich kauf die Karten Du das Popcorn. :D


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Jessica-
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Der Fall Jens Söring

16.01.2015 um 17:31
@xyfan72

Ja, gute Idee... aber am wichtigsten ist, daß er vielleicht irgendetwas positives in seiner Sache damit bezwecken kann, da dieser Film ja eine Deutsch/Amerikanische Produktion wird, also er will damit die Deutsche und die US-Öffentlichkeit erreichen und daß vielleicht doch noch Bewegung in seinen Fall kommt.

Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

In dem oben von mir verlinkten Trailer kommt auch am Anfang ein US-amerikaner zu Wort und ich weiß nicht, ob das damals ein Anwalt oder ein Bekannter seines Vaters war, der in dem Trailer fast am Weinen war....


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Der Fall Jens Söring

16.01.2015 um 17:36
Ja die Szene war sehr berührend.

Genau das denke ich auch...das der Film eine große Öffentlichkeit herstellen soll und nach all den Jahren die Politiker umdenken und dem ganzen ein Ende setzen und Jens frei lassen. Wenn er unschuldig ist dann sollte der liebe Gott jetzt alle Hebel in Bewegung setzen.


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