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Der Fall Jens Söring

17.724 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, Kino, Gefängnis, Messer, Karten, Sohn, Doppelmord, Unschuldig, Richter, Schuldig, Briefe + 24 weitere
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Jens Söring

Der Fall Jens Söring

14.03.2015 um 07:14
@Venice2009

Ah, danke, dass Du das noch einmal klarstellst, das hat mich hier auch schon lange gestört. EH wird hier im thread gerne als kaputter junkie von Bahnhof Zoo dargestellt, was ich bisher in den seriösen Quellen nirgends belegt gefunden habe.

Wie Du richtig sagst: hätte sie dann erfolgreich studieren können, und vor allem: hätte sich ein extrem arroganter Schnösel, der sich schlauer hielt als jeden anderen Menschen, in einen junkie verliebt?

Ein von Drogen nur so zugedröhnter Mensch soll aber dann das fast perfekte Verbrechen begangen haben und erfolgreich mit dem armen unschuldigen Freund in England untergetaucht sein?

Nein, das Bild passt nicht einmal in die gleichnamige Zeitung.


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Der Fall Jens Söring

14.03.2015 um 07:45
@Rick_Blaine
Js laesst nichts unversucht, andere schlecht darzustellen um selber als der wahre, ehrbare Held dazustehen. Irgendwie schon tragisch aber insbesondere unglaubwuerdig.


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14.03.2015 um 07:54
@Venice2009

Das ist das Tragische an JS. Er ist so abgehoben, dass er gar nicht begreift, wie sein Verhalten auf "normale" Menschen wirkt (siehe sein Verhalten im Zeugenstand). Er schadet sich am Ende damit immer wieder ohne es zu bemerken.

So auch bei der Story um EHs angebliche Drogensucht. Einmal stellt er ja alles so dar, als sei er komplett verliebt und vernarrt gewesen und würde alles tun, um diese Traumfrau, die er nun endlich gefunden hat, zu gewinnen, zu behalten und zu befriedigen.

Nun, das ist durchaus glaubhaft. Aber nun stellt er sie als kaputten junkie dar. Wie aber sollen wir uns dann Obiges vorstellen? Liegt dann nicht der Schluss nahe, dass er, wenigstens um ihr zu gefallen, dann auch Drogen konsumiert hat? Wenn er so von ihr vereinnahmt war, kann man sich dann vorstellen, dass er oberlehrerhaft jeden Tag gesagt hat: "Ts ts ts, Elizabeth, du weisst aber doch, dass Drogen nicht gut für dich sind!" Oder ist dann nicht eher zu vermuten, dass er gesagt hat: "Hey Elizabeth, du bist ja so cool, meine Prinzessin, ich will das auch mal probieren, ich will dass wir auf einer Stufe stehen und gleich cool sind."

Gell?

Ich sage nicht, dass er das getan hat, dass er Drogen genommen hat. Aber wenn man seine Geschichte von Elizabeths Drogensucht so glauben soll, dann liegt nahe, anzunehmen, er hat auch welche konsumiert. Und dann wiederum könnte man sagen: na ja, im Drogenrausch ist auch ihm ein Mord zuzutrauen.

Und schon hat er ein Eigentor geschossen. Tragisch.


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Der Fall Jens Söring

14.03.2015 um 08:47
@Rick_Blaine
Die Gedanken, dass er selber durch sie Drogen komsumiert haben koennte, ist mir auch schon durch den Kopf gegangen.
Wobei ich ihn so einschaetzten wuerde, dass er das nicht unerwaehnt gelassen und sich in irgendeiner Form als Opfer dargestellt haette, das zu Drogen verfuehrt worden waere.


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Jessica-
ehemaliges Mitglied

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Der Fall Jens Söring

14.03.2015 um 09:30
@FPF

...ich kann dir nur einen Tipp geben, laß dich auf die wilden Spekulationen der user hier nicht ein, das geht hier schon - sehr grenzwertig - in den Bereich "Fanatismus" (!!!) und Hexenjagd, was hier gegen JS betrieben wird, der ja hier weder sich, noch seine Persönlichkeitsrechte selber verteidigen kann.

Es ist vergebene Liebesmüh sich hier weiter einzubringen, ich kann dir also nur ernsthaft davon abraten.

Ein seriöses Diskussionsforum mit seriösen usern war das hier nur die ersten Seiten dieses threads.

Zu dem neuesten "Spekulatius" (hmmm lecker, ich mochte "Spekulatius" immer schon gerne)

Aber logisch, wie konnte man das nur wieder übersehen, JS war in Wahrheit derjenige, der Drogen konsumiert hat und er war in Wahrheit auch derjenige, der Borderlinegestört war und von Nancy Haysom auch als Kind sexuell mißbraucht wurde....

Mann, Mann, Mann wie konnte ich das nur wieder übersehen....


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Der Fall Jens Söring

14.03.2015 um 09:36
@Jessica-

Ach Jessica, wenn alle hier doch so fanatisch sind, nur du ja nicht, und so blöd, warum bist du dann doch immer noch hier? Das ist doch dann schon recht irrational, oder?


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Der Fall Jens Söring

14.03.2015 um 09:39
@Jessica- da du ja heute Zeit zu haben scheinst ... würdest du bitte freundlicherweise auf meine Liste eingegehen. Da fehlte dir ja in den vergangenen Tagen die Zeit. Danke. ;-)


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menevado
ehemaliges Mitglied

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14.03.2015 um 09:55
@jessica
Jessica- schrieb:...ich kann dir nur einen Tipp geben, laß dich auf die wilden Spekulationen der user hier nicht ein, das geht hier schon - sehr grenzwertig - in den Bereich "Fanatismus" (!!!) und Hexenjagd, was hier gegen JS betrieben wird, der ja hier weder sich, noch seine Persönlichkeitsrechte selber verteidigen kann.

Es ist vergebene Liebesmüh sich hier weiter einzubringen, ich kann dir also nur ernsthaft davon abraten.
Schoen dass Du hier fuer andere User versuchst zu denken. Meine Frage an dich, wieso bist DU dann noch hier? Wieso "bringst" du dich dann immer noch ein, wenn es doch ach so sinnlos ist?

Fanatismus, Hexenjagd .....? ist dir eigentlich bewusst WO du dich zur Zeit befindest?
Muessen deine Kommentare, nur weil du keine Argumente hast, immer gleich auf so eine schaebige Art und Weise entarten?


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Der Fall Jens Söring

14.03.2015 um 10:16
@FPF Danke für deinen Beitrag. Er war sehr interessant zu lesen, wirft dennoch einige Fragen auf. Vielleicht kannst du weiterhelfen.
FPF schrieb: 2. Er hatte wirklich überhaupt kein Motiv. Die Beziehung mit Elizabeth Haysom begann erst im Herbst 1984 und wirklich zusammen waren sie erst seit Dezember 1984. Dann fuhr Elizabeth mit ihren Eltern zum Skiurlaub nach Europa über Weihnachten und Neujahr und kam erst Mitte Januar 1985 zurück. Die Haysoms wurden am 30. März 1985 ermordet. Jens hat die Eltern wohl nur 1 x in seinem Leben gesehen, bei einem Kennenlernen in einem Restaurant Anfang 1985. Da er und Elizabeth in einem Studentenwohnheim an der Uni und die Eltern mehr als 1 Std. Fahrt entfernt wohnten, ist es sehr unwahrscheinlich, daß er größeren Kontakt mit ihnen hätte gehabt haben können. Damals gab es auch noch keine Handys oder Internet. Also von Januar bis März kann man gar nicht solch einen Beziehungshaß aufbauen, der ausreichend gewesen wäre, durchzudrehen und die Eltern zu ermorden!
Die Briefe, in denen EH ihren Eltern den Tod wünscht, stammen aus den Weihnachtsferien 1984. Meine Meinung: Wäre JS nicht da schon emotional involviert gewesen, hätte er in den Briefen anders reagiert bzw. hätte sich von EH abgewendet.

Von Januar - März baute sich aber auch so eine Beziehung zwischen EH und JS auf, dass er nicht mit der Polizei kooperierte, und, als sich die Lage dramatisch zuzuspitzen drohte, er einfach seinen Studienplatz und sein Jefferson Stipendium, für das er ja hart gearbeitete hatte, ja, sein gesamtes bürgerliches Leben hinter sich ließ, um auf eine Flucht durch Europa zu gehen - und diese Flucht wurde durch weitere Straftaten finanziert. Wie erklärst du dir das? Wo ist das Motiv? Das hat ja überhaupt nichts mit rationalem Handeln zu tun und vermutlich auch nichts mit dem JS, der heute im Gefängnis einsitzt und sich vermutlich über sich selbst schwarz ärgert.
FPF schrieb: Obendrein war sie eine drogensüchtige Chaotin und hatte vor Jens nur Junkies und Drogendealer als 'Boyfriends'; die Eltern dürften also mehr als begeistert gewesen sein, endlich einen Musterknaben wie Jens als Freund ihrer Tochter zu haben!
. Hier meine persönliche Meinung (zunächst) und dann ein paar Fragen an dich. EH wurde bereits sehr früh von ihrem Elternhaus in verschiedene private europäische Bildungsinstitutionen geschickt. Zunächst in die Schweiz, die Secondary School besuchte sie dann in Wycombe Abbey. Diese Schule ist eine der führenden Mädcheninternate in ganz England, kostet über 20.000 Pfund im Jahr - allein dieser Fakt sorgt schon für eine "Positivauswahl", das ist nichts, was sich der Normalsterbliche so unbedingt für seine Kinder leisten kann. Auf dem Campus gibt es keine Jungs. EH erzielte in der Schule (abgesehen von dem Jahr, als ihre Eltern ihre Fächerzusammenstellung änderten) so gute Leistungen, dass sie ein Stipendium für Cambridge bekam. Ich sehe ehrlich nicht, wo bis zu diesem Zeitpunkt Platz für Jungen oder Drogen gewesen wäre.

Dann kommt ein Bruch - Elizabeth flüchtet mit einer Freundin und reist durch Europa. Über diese Flucht erfahren wir nur Details von JS. Sie wird gefunden und ihre Eltern bringen sie zurück in die USA. Was auch immer in dem Jahr in Europa passiert ist, EH ist in der Lage, ein Studium an der Universität in Charlottesville aufzunehmen - soweit ich weiß, sogar mit einem Stipendium.

Als "Junkie" würde ich jemand bezeichnen, der psychisch und körperlich von Drogen gezeichnet ist, seinem Alltag nur noch dahingehend nachgehen kann, dass er sich mit den Drogen versorgen kann und der im "normalen, bürgerlichen" Leben nicht mehr funktionieren kann. Das trifft auf EH nicht zu.

Ich kann aber (was ich über ihre Biografie weiß) nicht sehen, wo in ihrem Leben Platz für "Junkie" und "Drogendealer" "Boyfriends" war - das Internat war abgeschirmt. An der Universität traf sie in den ersten Tagen JS. Das ist in JS Buch selbst so nachzulesen. Bleibt also das Zwischenjahr. Es wird aber nirgends davon berichtet, dass sie aus Europa zurückkam und einen Drogenentzug oder so brauchte. Die Reha eines Drogenabhängigen ist ja nichts, was mal an einem Wochenende passiert - es ist ein sehr, sehr langwieriger Prozess. Dazu passt nicht, dass sie so problemlos ihr Studium wieder aufnehmen konnte. Hast du dazu irgendwelche Informationen.
FPF schrieb: Und noch ein entscheidendes Detail: Der Vater war Südafrikaner und eingebürgerter Kanadier, also auch ein „Kosmopolitan“. Er dürfte sich mit Jens blendend verstanden haben! Die Mutter war eine Nachfahrin der prominenten Astor-Familie in Virginia. Johann Jacob Astor, der Stammvater und einstmals reichster Mann Amerikas, kam aus Deutschland! Wer Amerikaner kennt, weiß, daß ihnen die Abstammung unerhört wichtig ist, also auch die Mutter dürfte Jens nur geliebt haben, und auch umgekehrt. Die Geschichte mit der angeblichen Opposition zur Beziehung als Tatmotiv ist daher mit Sicherheit total erfunden und erlogen.
Wir haben hierzu als verlässliche Quelle nur den Halbbruder Howard, der aussagte, dass seine Eltern JS nicht mochten. Der Vater diente gegen Deutschland im Krieg, und zwar in der britischen Armee im "Middle East" findet man immer als Angabe. Korrigiere mich, wenn ich falsch liege. Da kann ich nichts finden, dass er nun Deutschland besonders toll fand.

Auch wenn der Stammvater der Astors Deutsch ist - da war ein Krieg "darübergegangen" und wir erinnern uns an eine gewisse deutschstämmige Familie in Großbritannien, die nach dem Krieg mal schnell ihren Namen von Battenberg in Mountbattan änderte. Für mich imitiert die Mutter die Erziehung der britischen Upper Class. Wenn du dir Diana Spencer anschaust, ist die Erziehung nicht unähnlich. Auch die Namensgebung der Kinder von NH "Howard", "Richard" und "Elizabeth" weisen für mich klar in die Richtung, dass die Frau sehr stolz auf ihr britisches Erbe war, jedoch nicht auf das Deutsche.
FPF schrieb:Jens hat nicht die Persönlichkeit eines Mörders. Ich habe viele Mörder kennen gelernt und auch betreut, es waren in der Regel Affekttäter, die tatsächlich aufgrund von unerträglichen Situationen einmal durchgedreht sind, einige wenige waren Psychopathen und Auftragsmörder, aber allen gleich ist, daß es eine bestimmte Art von Persönlichkeit erfordert, um einen anderen Menschen überhaupt umbringen zu können. Das ist eine Grenze, die nur sehr wenige überschreiten können
Du hast einen rationalen, gereiften JS kennen gelernt, dieser Mann würde heute mit Sicherheit nicht mehr so handeln. Du weist aber auch, dass er zum Zeitpunkt seiner Festnahme mit der Diagnose "folie a deux" diagnostiziert wurde, und zwar von zwei voneinander unabhängigen Gerichtspsychiatern. Daher glaube ich nicht, dass man vom heutigen JS und seiner Denkweise auf den damaligen, ungefestigten JS schließen kann, der ja noch andere irrationale Handlungen vollzog (wie beispielsweise seinen sicheren, bezahlten, kostenfreien Studienplatz zu verlassen - um auf einem anderen Kontinent als Kleinkrimineller seinen Alltag zu fristen oder einen Mord trotz drohender Todesstrafe zu gestehen).
FPF schrieb: Fast alle Psychopathen sind unerhört freundlich und erklären auch ihre Taten (fast) plausibel, aber wenn man genau hin schaut, sieht man irgendwann den „Haifischblick“ in ihren Augen. Sie haben einem anderen Menschen das Leben genommen, das kann man nie ablegen. Anders kann ich es nicht erklären
Das halte ich für eine sehr gewagte These, die man mit zig Beispielen widerlegen kann. Denk mal an Fred West, den Serienmörder aus England. Der lebte in einem typischen kleinen englischen Reihenhäuschen, sein Garten war von allen Nachbarn einsehbar (also von mindestens fünf weiteren Häusern), alles in der Cromwellstreet war sehr beengt und er schaffte es, drei Leichen vor den Augen seines Nachbarn zu vergraben. Denk an Jack Unterweger. Denk an Ted Bundy. Denke an Scott Peterson. All diese Leute funktionierten in ihrem Alltag. Denk an den Fall Sigrid Paulus, wo der Mann nicht nur ihre Leiche im Keller einbetonierte, sondern auch mit seiner zweiten Frau in dem Haus ein normales Familienleben führte. Der Mörder von Mirko, der selbst ein bürgerliches Familienleben führte.
FPF schrieb: Jens hat das aber nicht, im Gegenteil. Er ist auch kein Psychopath, denn wenn er es wäre, und das müßt Ihr mir glauben, in fast 30 Jahren Knast hätte er das niemals verbergen können! Mitgefangene und Wärter zugleich haben unglaubliche Fähigkeiten, solche Eigenschaften bzw. Schwächen zu orten und dann gezielt zu provozieren. Jens wäre also mit Sicherheit mehrmals im Knast ausgerastet und es wäre registriert worden. Tatsächlich aber ist sein „prison record“ 100% unauffällig. Es ist schlichtweg unmöglich, irgendwelche persönliche Störungen in einer Gefängnissituation auf Dauer und schon gar nicht über Jahrzehnte verbergen zu können.
Und wenn du dir das Krankheitsbild eines von "folie de deux" betroffenen Menschen anschaust, dann siehst du, dass er in den Normalzustand zurück"schnappt", wenn der Grund, also in dem Fall EH, aus seinem Leben verschwindet. Und EH verschwand ja nicht nur, sie sagte nach allem noch gegen ihn aus. Von daher ist das meiner Meinung nach kein schlüssiges Argument. Es schließt nicht aus, dass du einen anderen JS kennen gelernt hast. Es schließt aber auch nicht aus, dass er einfach eine zweite Seite (die ja diagnostiziert ist) hatte.

Auch EH (Boderlinerin) scheint es nach dem wenigen, was man so hört, gut zu schaffen, sich in den Gefängnisalltag zu integrieren.


Wäre spannend, nochmals was von dir zu hören.


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Der Fall Jens Söring

14.03.2015 um 10:27
Jessica- schrieb: Fanatismus" (!!!) und Hexenjagd, was hier gegen JS betrieben wird, der ja hier weder sich, noch seine Persönlichkeitsrechte selber verteidigen kann.
JS verzichtet dahingehend auf seine Persönlichkeitsrechte, dass er seinen Fall nicht nur über mehrere Kanäle sehr publik macht. Er nimmt auch keine Rücksicht beispielsweise auf die Persönlichkeitsrechte seiner alkoholkranken Mutter, auf Ricky Gardners Persönlichkeitsrechte, auf die von EH, die aufs letzte diffamiert wird. Da wir uns nicht in einer Diktatur befinden und nicht nur die von ihm gewünschten und zensierten Fakten zu Rate ziehen, sondern auch andere auffindbare Quellen, muss er damit leben, dass es Menschen gibt, die seine Geschichte kritisch hinterfragen.

Ich persönlich kann hier keinen Fanatismus sehen. Ich sehe eine Gruppe, die sich mit den ihnen zur Verfügung stehenden Fakten auseinandersetzt und in der Mehrzahl anhand dieser Fakten klar zum Schluss kommt, dass es wahrscheinlicher ist, dass JS schuldig ist, als, dass er unschuldig ist. Von einer "Hexenjagd" kann ich nicht sehen. Zu unserem Schluss kam auch eine 12 köpfige Jury, der, im Gegensatz zu uns, das gesamte Material zur Verfügung steht. Der Mann ist rechtskräftig verurteilt. Alle zur Verfügung stehenden Instanzen haben über das Urteil entschieden. Es blieb dabei. Also, wo ist die Hexenjagd?

Du bist nun mal wieder an dem Punkt, und an dem warst du schon öfter, wo dir die Sachargumente ausgehen und die mal wieder auf die moralische Argumentation "ihr seid alles so schlechte Menschen" verfällst. Damit hattest du schon die letzten Male keinen Erfolg. Deine beleidigenden Posts wurden kommentarlos gelöscht. Irgendwann sollte auch bei dir mal ein Lerneffekt einsetzen. Aber vielleicht dauert es einfach noch etwas länger.

Hier gibtst du ein echt schlechtes Bild der JS Supporter ab. Du wirst persönlich beleidigend, überliest kritische Nachfragen einfach und solltest an deiner Diskussionskultur arbeiten ;-). So schadest du deinem Ziel, JS zu unterstützen, ehrlich mehr. Da sind Beiträge wie der von FPF deutlich konstruktiver.

Wenn du heute noch Zeit zu schreiben hast, kümmere dich doch bitte mal um die Liste, die du aus Zeitmangel nicht abarbeiten kannst. Da du alles auf der Liste so problemlos widerlegen kannst, könntest du JS einen großen Gefallen tun. Er selbst kann das nämlich nicht. Du könntest also einen echten konstruktiven Beitrag im Bereich "Freiheit für JS" leisten, die "Hexenjagd" beenden und du bekommst dann eine persönliche Entschuldigung von uns, dass wir so fanatisch waren. Versprochen ;-). Ich lehne mich gespannt zurück.


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Der Fall Jens Söring

14.03.2015 um 10:54
missmary schrieb:Ich persönlich kann hier keinen Fanatismus sehen. Ich sehe eine Gruppe, die sich mit den ihnen zur Verfügung stehenden Fakten auseinandersetzt und in der Mehrzahl anhand dieser Fakten klar zum Schluss kommt, dass es wahrscheinlicher ist, dass JS schuldig ist, als, dass er unschuldig ist. Von einer "Hexenjagd" kann ich nicht sehen. Zu unserem Schluss kam auch eine 12 köpfige Jury, der, im Gegensatz zu uns, das gesamte Material zur Verfügung steht. Der Mann ist rechtskräftig verurteilt. Alle zur Verfügung stehenden Instanzen haben über das Urteil entschieden. Es blieb dabei. Also, wo ist die Hexenjagd?
Um einen Fanatismus aufzubauen ist mir persönlich der Herr S. gar nicht wichtig genug! Ich finde den Fall spannend und habe für mich, nach anfänglichem Zweifel an seiner Schuld meine Meinung revidieren können. Das wäre mir nicht möglich gewesen, wenn ich mich auf Quellen innerhalb des JS Universums beschränkt hätte.

@FPF
Vielen Dank für den ausführlichen und interessanten Post. Vielleicht könntest du etwas Licht ins Dunkel bringen, was die Veröffentlichung der Briefe/Geständnisse angeht? ich weiß nicht, ob JS eine Veröffentlichung zustimmen muß, kann, darf, soll, allerdings verwundert es mich sehr, dass diese Dokumente der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind obwohl sie wie @Roidecologne schon schrieb ja durchaus be-/bzw. entlastend (zumindest in der breiten Öffentlichkeit) wirken könnten. Hat das was mit Persönlichkeitsrechten zu tun? Wie von mir vermutet?


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Jessica-
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Der Fall Jens Söring

14.03.2015 um 11:04
@missmary

...ich lese die Beiträge hier übrigens nicht mehr, sondern überfliege die - vom Tenor her - immer gleichen Statements nur noch.

Sobald jemand was pro Jens schreibt, kommen deine - im Tenor - immer gleichen ellenlangen Beiträge, die an "Copy und Paste" erinnern, so als wenn du Pro-Jens Beiträge schon immer gleich sofort mit den "schnell von dir dahingekleisterten" im Tenor immer gleichen, eeellenlangen Beiträgen, in Copy und Paste-Manier "beeindrucken oder gar einschüchtern möchtest" - und DAS ist schon - sehr grenzwertig - Fanatismus.

Du mußt schon genau lesen, was ich geschrieben habe, ich habe genau geschrieben, daß hier - sehr grenzwertig - Fanatismus vorliegt und teilweise wegen des oftmals unter der Gürtellinie liegenden Inhalts der Beiträge hier, auch sehr grenzwertig Verletzung von Persönlichkeitsrechten einer Person, die sich hier nicht selber verteidigen kann.

Das Wort "sehr grenzwertig" bitte nicht weglassen, gelle !!!

Also nicht immer sofort mit den immer gleichen ellenlangen Beiträgen in die Tasten hauen, sondern vorher erstmal nachdenken, und dann in die Tasten hauen.

Dieses ohne Nachdenken, immer sofort "in die Tasten hauen" teilst du im übrigen mit deiner "Kollegin" Venice2009.


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menevado
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14.03.2015 um 11:15
@Jessica-
Jessica- schrieb:...ich kann dir nur einen Tipp geben, laß dich auf die wilden Spekulationen der user hier nicht ein, das geht hier schon - sehr grenzwertig - in den Bereich "Fanatismus" (!!!) und Hexenjagd,
Du mußt schon genau lesen, was ich geschrieben habe, ich habe genau geschrieben, daß hier - sehr grenzwertig - Fanatismus vorliegt und teilweise auch sehr grenzwertig Verletzung von Persönlichkeitsrechten einer Person, die sich hier nicht selber verteidigen kann.

Das Wort "sehr grenzwertig" bitte nicht weglassen, gelle !!!
Warum setzt du dann nach dem Wort Fanatismus 3 AUSRUFEZEICHEN?
Fuer mich ein klarer Widerspruch!!!!
Jessica- schrieb:Also nicht immer sofort mit den immer gleichen ellenlangen Beiträgen in die Tasten hauen, sondern vorher erstmal nachdenken, und dann in die Tasten hauen.
Hier solltest du dir deine eigenen Beitraege mal zu Herzen nehmen. Ich finde die Beitraege von MissMary sehr informativ und danke ihr, dass sich sich soviel Muehe macht, damit auch du konstruktiv in die Diskusion einsteigen kannst.


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Der Fall Jens Söring

14.03.2015 um 11:18
@Jessica-
Jessica- schrieb: Also nicht immer sofort mit den immer gleichen ellenlangen Beiträgen in die Tasten hauen, sondern vorher erstmal nachdenken, und dann in die Tasten hauen.
Zeige mir bitte mal, wo das Tippen langer Beiträge verboten ist? Und mach dir keine Sorgen ... ich denke nach ;-). Ziemlich gründlich sogar. Oder möchtest du künftig um Erlaubnis gefragt werden? Überfordert dich das Lesen langer Beiträge etwa?
Jessica- schrieb:...ich lese die Beiträge hier übrigens nicht mehr, sondern überfliege die - vom Tenor her - immer gleichen Statements nur noch.
Das merkt man ehrlich gesagt, sehr deutlich. Du liest auch sehr selektiv. Kritische Rückfragen werden zu 100% ignoriert. So ein Zufall ;-) Vielleicht solltest du mal wider genauer lesen und zielgerichtet antworten. Das wäre für die stattfindende Diskussion unheimlich förderlich und würde die Qualität deiner Beiträge auch wesentlich verbessern. Dann könnte man dich als Diskussionspartner auch wieder ernst nehmen.
Jessica- schrieb: gleichen, eeellenlangen Beiträgen, in Copy und Paste-Manier "beeindrucken oder gar einschüchtern möchtest" - und DAS ist schon - sehr grenzwertig - Fanatismus.
Ich nutze Copy und Paste für die Zitate, damit man weiß, worauf man sich bezieht. Stell dir vor, ich tippe tatsächlich jeden meiner Beiträge neu :D. Du darfst natürlich deine eigene Meinung haben. Wenn du mich für grenzwertig fanatisch hältst ... dann tu das bitte :D.

Worum geht es dir nun hier? Um meine Diskussionskultur? Du möchtest dich offensichtlich nicht mehr sachlich mit dem Thema auseinandersetzen. Zumindest schreibst du, dass du nicht mehr genau liest. Zielgerichtet geantwortet hast du schon sehr lange nicht mehr.

Fühlst du dich eingeschüchert? Warum? Ich versuche wirklich, sachlich zu bleiben. Ich vertrete nur nicht deine Meinung, sondern meine eigene. Meine Argumente versuche ich so gut ich kann zu begründen. Dass dich das Lesen langer Texte erschöpft tut mir Leid ;-).

Ich frage mich nur, warum du deine Fähigkeiten, meine schöne Liste (die ich, um deine Nerven zu schonen, nun nicht mehr mit Copy und Paste einfüge) und die du so problemlos widerlegen kanns nicht konstruktuv für JS einsetzt. Das darf ich mich doch fragen? Du hast mit Zeitmangel argumentiert. Den hast du offensichtlich ja nicht, sonst könntest du hier nicht andere Dinge posten. Also, dann mal los.

Bin gespannt auf die Indiziendefinition. Die entlastenden Argumente. Ich warte gespannt, liebe Jessica.


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Der Fall Jens Söring

14.03.2015 um 16:59
Vielen Dank für die interessanten Kommentare. Ich bin natürlich nicht Jens' Anwalt, um ihn hier zu verteidigen oder um den Fall zu lösen, denn dabei war ich auch nicht und wer letzten Endes der oder die Mörder waren, ist nach wie vor nicht klar! Aber, ich kenne ihn persönlich, deswegen dachte ich auch, daß ich hier etwas beitragen könnte. Ich habe nun schon seit 35 Jahren mit Kriminellen und Strafgefangenen zu tun, mich selber eingeschlossen. Dennoch, es ist trotzdem möglich, daß Jens der Mörder gewesen sein könnte und mich und viele andere an der Nase herumgeführt hat. Aber vielleicht kommen wir hier der Sache doch ein Stück näher.

Noch ein paar Dinge möchte ich bemerken:

Ob die Eltern Haysom und JS sich sympathisch oder unsympathisch fanden, kann ich natürlich nicht beurteilen, nur vermuten. Die Konstellation spricht m.E. dafür, daß sie sich eher sympathisch gefunden hätten, auch wegen der Vorgeschichte der Tochter. Die Aussage des Halbbruders (der soweit ich weiß, weit weg in Kanada lebte) dürfte nicht viel wert sein, es wurde da sehr viel von der Familie gelogen und manipuliert, bis zur Gerichtsverhandlung und zum heutigen Tag. Auf jeden Fall war der Zeitraum, in dem sich die 3 Personen kannten, viel zu kurz um derartige Haßgefühle aufbauen zu können. Gerade mal 3, 4 Monate und 100 km räumlich voneinander entfernt, das muß man sich vor Augen halten. Es gab auch keinen Grund, daß sie mehr miteinander zu tun gehabt hätten.

Wenn JS die Morde begangen hätte, dann würde er, auch wiederum nur meiner Meinung nach, mit seiner Persönlichkeitsstruktur und Intelligenz eine andere Methode gewählt haben. Z.B. die Eltern beim Essen zu vergiften (sie waren ja sehr schwer betrunken zum Todeszeitpunkt, da hätte man leicht etwas ins Glas schütten können, oder er hätte eine präparierte Flasche mitgebracht, etc.). Oder eine Pistole mit Schalldämpfer. Aber mit Sicherheit nicht wie ein Verrückter dutzende Male auf die Leute einzustechen und zu säbeln, bis sie endlich tot waren. Dies war die Tat eines Psychopathen, soviel ist sicher! Die Leute in Va. dachten damals sogar, es wäre eine Satanssekte oder so etwas (à la Charles Manson) gewesen, die da einen Ritualmord begangen hätte. Die Photos vom Tatort sind auch echt gruselig. Wie gesagt, wenn JS trotzdem dazu fähig gewesen wäre, weil er irgendwo ein Rad abhatte, dann wäre das aber in 30 Jahren Knast irgendwann einmal wieder bei ihm hochgekommen, bzw. die Mitgefangenen hätten es dahingehend provoziert. Im Knast kann man nichts derartiges verstecken, das ist wie in einem Dampfkochtopf und man ist ständig mit anderen Personen konfrontiert, die nichts besseres zu tun haben, als alles über einen herauszufinden und dann auf die psychischen Knöpfe zu drücken, um zu sehen, wie man wohl reagiert.

Zur Drogensucht von EH gibt es ein 400 Seiten dickes Buch, welches seinerzeit ein Kriminal-Journalist geschrieben hat, nachdem er den ganzen Fall recherchiert hatte. Das Buch handelt zum Großteil von ihr und da stehen noch mehr Details drin, sie war z.B. 1 Jahr oder noch mehr nach Europa abgehauen und tingelte in verschiedenen Städten in der Drogenszene herum und verdingte sich ihre Sucht und Lebensunterhalt u.a. mit Prostitution auf der untersten Stufe. Die Eltern haben schließlich einen Ex-Polizisten engagiert, der sie dann in Italien meine ich aufgestöbert und wieder in die USA zurückgebracht hat. So genau habe ich die Details nicht mehr im Kopf, aber das Buch heißt „Beyond Reason“ von Ken Englade. Ich habe nichts davon gehört, daß die Familie oder sonst jemand diese Dinge bestritten hätte.

Das amerikanische Justizsystem ist eines der schlimmsten und korruptesten der Welt. Kein Land hat mehr Leute hinter Gittern wie die USA, es sind über 2,3 Millionen dort in den verschiedenen Knästen eingesperrt, plus noch mal 4-5 Millionen auf Bewährung. Es ist monströs. Dahinter steht ein Gerichtswesen, wo die Staatsanwälte und Richter sehr daran interessiert sind, mit ihrer eigenen Karriere weiterzukommen, in die Politik zu kommen, etc. Der Richter in diesem Fall war persönlicher Schulfreund von Frau Haysom, und ihr Bruder, der bis heute noch massiv Druck auf die Politik und Presse in Va. ausübt, hat mit Sicherheit im Hintergrund dafür gesorgt, daß der Fall mit möglichst wenig Schande für die Familie ausging. Elizabeth war ja auch an der Tat beteiligt, aber sie als Elternmörderin zu verurteilen, wäre für die Südstaatenmentalität ein Unding gewesen, noch dazu, wo man ja einen zweiten, oder gar Haupttäter in der Person eines arroganten und auch noch deutschen Schnösels hatte. Jens' Rechtsanwalt war unfähig, aber das war eher sein eigener Strategiefehler, er hätte ja einen anderen Anwalt nehmen können.

Der einzige „Beweis“ war in der Tat der blutige Sockenabdruck, der aber erst später von einem wirklichen FBI-Mordexperten analysiert wurde. Der stellte dann auch fest, daß die Fußgröße viel kleiner als von JS war. Der angebliche Experte vor Gericht war nur ein Gutachter für Reifenspuren. Meiner Ansicht nach würde dies den Fall schon so gut wie aufklären, wenn man den Sockenabdruck mit heutigen Crimelab-Methoden einmal richtig und offiziell analysieren würde um dann zu einem abschließenden Ergebnis zu kommen.

Als der Fall dann in Berufung ging, war unglaublicherweise (aus unserer Sicht, in den USA ist das durchaus möglich bzw. kann so manipuliert werden), derselbe befangene Richter wieder Vorsitzender in der nächsthöheren und letzten Instanz. Und natürlich hat er die Berufung sofort abgeschmettert.

Ich habe auch einige Male mit einer von Jens' späteren Rechtsanwältinnen, Frau Gail Marshall, gesprochen, eine ehemalige Vize-Justizministerin von Virginia, und sie hat tatsächlich die ganzen Gerichtsakten und alle Beweismittel studiert und teilte mir klar mit, daß es keinerlei stichhaltige Anhaltspunkte dafür gäbe, daß JS die Tat begangen habe. Ich würde ihre juristische Meinung doch als sehr kompetent einstufen, sie arbeitet auch ehrenamtlich an dem Fall und hat ihre Karriere schon lange hinter sich (ich meine, sie ist bereits über 70).


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Der Fall Jens Söring

14.03.2015 um 17:12
Quelle
http://jenssoering.de/blog/view/957/b36___meine_beziehung_zu_elizabeth_haysom
Im Rückblick, in den Jahren nach meiner Verhaftung, erkannte ich, dass die Morde an Elizabeths Eltern eine ungeplante Tat waren. Das sieht man natürlich schon an der „Wahl“ der Tatwaffe: ein Steakmesser, das wohl auf dem Esszimmertisch lag, an welchem der Angriff begann! (Das Steakmesser wurde nach der Tat abgewaschen und in eine Schublade des Esszimmertisches zurück gelegt, aber sog. Luminol-Tests deckten Blutreste am Messer auf.)


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Der Fall Jens Söring

14.03.2015 um 17:58
@FPF
FPF schrieb:Ich habe auch einige Male mit einer von Jens' späteren Rechtsanwältinnen, Frau Gail Marshall, gesprochen, eine ehemalige Vize-Justizministerin von Virginia, und sie hat tatsächlich die ganzen Gerichtsakten und alle Beweismittel studiert und teilte mir klar mit, daß es keinerlei stichhaltige Anhaltspunkte dafür gäbe, daß JS die Tat begangen habe. Ich würde ihre juristische Meinung doch als sehr kompetent einstufen, sie arbeitet auch ehrenamtlich an dem Fall und hat ihre Karriere schon lange hinter sich (ich meine, sie ist bereits über 70).
Ob sie tatsaechlich ehrenamtlich fuer ihn arbeitet weiss ich nicht, ich las dass sie eine geringeren Gebuehr bei ihm berechnet. Was ihre Kompetenz angeht, kann ich keine Aussage taetigen. Auf mich macht sie einen kompetenten und integeren Eindruck. Da ich NULL AHNUNG von Rechtsverdreherei habe, kann ich auch hier nichts beisteuern. Ich denke Anwaelte betrachten diesen Fall mit ganz anderen Augen, als so ein Laie wie ich. Deshalb wird er vermutlich evtl. von Anwaelten fuer unschuldig gehalten. Hier durften die 5 Gestaendnisse nicht ins Urteil einfliessen etc..

Nach all dem gesichteten oeffentlichen Material - nicht nur das uebliche Pro-Soering Material-, halte ich ihn definitiv fuer schuldig, allerdings nicht wegen einem Sockenabdruck!


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menevado
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Der Fall Jens Söring

14.03.2015 um 18:20
http://media.mgnetwork.com/sls/extras/Ricky_Gardner_Letter_McDonnell.pdf
Hier wird nochmal deutlich, wie kooperativ E.H. war..


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Der Fall Jens Söring

14.03.2015 um 18:34
@FPF
Du hattest geschrieben, dass du der meinung bist, dass js kein motiv gehabt hat, weil er die eltern von eh nicht lange genug kannte. Wie erklaerst du dir, dass er den doppelmord auf sich nahm? Da muessen die gefuehle fuer eh sehr stark gewesen sein, ansonsten kann man sich das nicht erklaeren.


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Der Fall Jens Söring

14.03.2015 um 18:51
@FPF Danke für dein ausführliches Post.
FPF schrieb: Aber, ich kenne ihn persönlich, deswegen dachte ich auch, daß ich hier etwas beitragen könnte.
... finde ich gut, dass du schreibst. Ich antworte dir nun einfach mal, warum es mir so schwer fällt, seine Darstellung der Dinge zu glauben.
FPF schrieb: Auf jeden Fall war der Zeitraum, in dem sich die 3 Personen kannten, viel zu kurz um derartige Haßgefühle aufbauen zu können. Gerade mal 3, 4 Monate und 100 km räumlich voneinander entfernt, das muß man sich vor Augen halten. Es gab auch keinen Grund, daß sie mehr miteinander zu tun gehabt hätten.


Da hast du natürlich Recht. Allerdings war JS ja völlig in EH verliebt und die hasste ihre Eltern, aus welchen Gründen auch immer. Dieser Hass nahm ja einen prominenten Platz in der Weihnachtskorrespondenz ein ... das Paar war ja gerade frisch zusammengekommen, so finde ich das ein eher ungewöhnliches Thema. JS scheint EH in den Briefen ja nicht davon abzuhalten, ihren Eltern den Tod zu wünschen (spekulativ von meiner Seite, da wir den Inhalt dieser Briefe nicht kennen). Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass dieser Hass auf ihn überschwappte. Weißt du, was ich meine? Sollte seine Version der Dinge stimmen: Warum hat er, der so stringend und geradlinig denkt, nicht die Polizei gerufen? Wenn nicht im ersten Schock, dann danach? Warum deckt er einen solchen Mord, wenn er nicht involviert ist?

Ich finde, die folgenden Ereignisse zeigen sehr deutlich, wie involviert er war: Er verlässt seinen vollständig bezahlten Studienplatz, um mit EH durch Europa zu tingeln und sich als Kleinkrimineller über Wasser zu halten. Das macht doch niemand, der "nur verliebt" ist. Die waren ja bei ihrer Festnahme über ein Jahr zusammen. Da kommt doch der Moment, wo man sich selbst und sein Tun reflektiert. Gerade, wenn du wieder und wieder straffällig wirst (Scheckbetrug) und eigentlich weißt, dass du immer einen Fuß weit vom Gefängnis stehst. Da hast du doch keine Lebensqualität.
FPF schrieb: Wenn JS die Morde begangen hätte, dann würde er, auch wiederum nur meiner Meinung nach, mit seiner Persönlichkeitsstruktur und Intelligenz eine andere Methode gewählt haben. Z.B. die Eltern beim Essen zu vergiften (sie waren ja sehr schwer betrunken zum Todeszeitpunkt, da hätte man leicht etwas ins Glas schütten können, oder er hätte eine präparierte Flasche mitgebracht, etc.). Oder eine Pistole mit Schalldämpfer. Aber mit Sicherheit nicht wie ein Verrückter dutzende Male auf die Leute einzustechen und zu säbeln, bis sie endlich tot waren.


Ich stimme dir bei der Einschätzung zu. Die Frage ist, ob er die Wahl hatte. An Gift, das so giftig ist, dass es Leute sofort umbringt, muss man erst einmal kommen. Dann hat Gift oft einen unangenehmen Eigengeschmack, den man ziemlich gekonnt verdecken muss.

Dann gibt es Giftarten, die bringen dich zwar um, aber nicht sofort. Da lebt das Opfer noch lange genug, um eine Aussage zu machen. Giftmorde klappen eigentlich nur gut, wenn der Patient schon eine Disposition hat, dass man dann von einem natürlichen Ableben ausgeht. In dem Fall wollte der Mörder ja unerkannt entkommen. Also wäre Gift auch kein wirklich praktiables Mittel, da du in dem Fall sicherstellen musst, dass beide Personen eine lethale Dosis einnehmen und so schnell versterben, dass du dich wieder aus dem Staub machen kannst.

Zum Thema Pistole. Die muss man ja erst kaufen und sich auch vermutlich im Waffenland USA registrien lassen. Dann ist es ohne Übung gar nicht so einfach, jemanden totzuschießen. Dann hinterlässt die Pistole ja eindeutige Spuren auf den Patronen, die wiederrum die Pistole identifizierbar machen. Würde ich noch für wahrscheinlicher halten als das Gift, aber eben auch mit Problemen verbunden.

Daher erscheint mir das Messer als Waffe gar nicht so unlogisch. Man konnte ja auch nicht ahnen, dass es dann derart blutig wird und dass sich DH so massiv zur Wehr setzt. Für mich ist das kein Gemetzel aus Lust, wie es ein Psychopath machen würde, sondern ein Messermord, der länger dauerte als geplant.

Auch denkbar ist, da EH ja das Thema Raub und Vodoo anschneidet, dass man versuchte, es so aussehen zu lassen, als sei es die Tat eines Irren. Das man ziemlich gekonnt versuchte, dem Mord eine andere Handschrift zu geben, um von sich abzulenken. Für den Fall, dass EH mit im Haus war, ist das Messer auf einmal gar keine so unlogische Waffe mehr. Sie ist leicht zu besorgen. Leicht zu entsorgen. Eventuell im Haushalt sogar vorhanden. Und gut für einen emotionalen Mord geeignet, wenn du praktisch aus Vergeltung wirklich selbst Hand anlegen willst. Du willst praktisch den Menschen in deiner Hand sterben spüren.

Wie gesagt, ich war natürlich auch nicht dabei, aber das sind so meine Gedanken zum Thema.
FPF schrieb: Wie gesagt, wenn JS trotzdem dazu fähig gewesen wäre, weil er irgendwo ein Rad abhatte, dann wäre das aber in 30 Jahren Knast irgendwann einmal wieder bei ihm hochgekommen, bzw. die Mitgefangenen hätten es dahingehend provoziert.


Es ist durchaus möglich, dass er die Tat verdrängt hat. Es ist keine Tat, die in sein Persönlichkeitssschema passt. Die Flucht danach ist nichts, was zu ihm passt. So gesehen ist schon die Partnerwahl mit EH nichts, was so wirklich zu ihm passt. Die gesamte EH Episode passt nicht zu ihm. Ich kann mir gut vorstellen, dass ihm dieses Kapitel in seinem Leben nun so fremd ist, dass er es einfach verdrängt. "Folie de deux" ist hier das Stichwort - er hat für ein Jahr nicht mehr eigenständig gedacht, sondern befand sich in einer gedanklichen Symbiose mit EH. Diese endete in der Festnahme bzw. mit dem Brief, als sie die Beziehung beendet.
FPF schrieb: Das amerikanische Justizsystem ist eines der schlimmsten und korruptesten der Welt. Kein Land hat mehr Leute hinter Gittern wie die USA, es sind über 2,3 Millionen dort in den verschiedenen Knästen eingesperrt, plus noch mal 4-5 Millionen auf Bewährung. Es ist monströs. Dahinter steht ein Gerichtswesen, wo die Staatsanwälte und Richter sehr daran interessiert sind, mit ihrer eigenen Karriere weiterzukommen, in die Politik zu kommen, etc.


Ja, aber JS wäre vermutlich in jedem Justizsystem der Welt verurteilt worden. Er war bei seiner Verhaftung mehrfach straffällig geworden (Scheckbetrug). Er hatte einen Doppelmord gestanden. Nur das Strafmaß und das etwas absurde Parole System schaden ihm nun immens.
FPF schrieb: Der Richter in diesem Fall war persönlicher Schulfreund von Frau Haysom, und ihr Bruder, der bis heute noch massiv Druck auf die Politik und Presse in Va. ausübt, hat mit Sicherheit im Hintergrund dafür gesorgt, daß der Fall mit möglichst wenig Schande für die Familie ausging.


Gut, aber für schuldig befunden wurde er ja von der Jury, nicht von dem Richter. Und das ziemlich flott, die Urteilsfindung dauerte nur vier Stunden. Warum wurde denn damals kein Befangenheitsantrag gestellt? Das ist auch in den USA sicher möglich. Der Richter war übrigens ein Schulfreund von NHs Bruder, nicht von ihr selbst. Es ist aber auch die Frage, wie eng er mit NH befreundet war, da diese ja wiederrum gar nicht ihre gesamte Kindheit und Jugend in den USA verbrachte. Aber ich gebe dir prinzipiell in dem Punkt recht, dass es natürlich eine sehr unglückliche Konstellation ist.
FPF schrieb: Elizabeth war ja auch an der Tat beteiligt, aber sie als Elternmörderin zu verurteilen, wäre für die Südstaatenmentalität ein Unding gewesen, noch dazu, wo man ja einen zweiten, oder gar Haupttäter in der Person eines arroganten und auch noch deutschen Schnösels hatte. Jens' Rechtsanwalt war unfähig, aber das war eher sein eigener Strategiefehler, er hätte ja einen anderen Anwalt nehmen können.


Ich stimme dir zu, dass EH vermutlich viel zu gut weggekommen ist. Ich schätze ihre Tatbeteiligung auch höher ein. Sie wollte vermutlich der Todesstrafe entgehen. Ich glaube auch, dass ihr Lügen imProzess dadurch zu erklären ist. Sie musste ja gestehen, um Hafterleichterung bzw. Straferleichterung zu bekommen. Da denke ich, sie hat einige absurde Geschichten erzählt, damit sie sich nicht selbst verrät. Ansonsten ist das gar nicht wirklich zu erklären, zumal sie nicht auf Unzurechnungsfähigkeit plädiert hat.
FPF schrieb: Der einzige „Beweis“ war in der Tat der blutige Sockenabdruck, der aber erst später von einem wirklichen FBI-Mordexperten analysiert wurde. Der stellte dann auch fest, daß die Fußgröße viel kleiner als von JS war. Der angebliche Experte vor Gericht war nur ein Gutachter für Reifenspuren


Das ist so nicht korrekt. Er wurde auch aufgrund seiner detaillierten Geständnisse, die sieben massive Fehler, aber auch Täterwissen enthalten, aufgrund der Blutspuren der passenden Gruppe 0, dem fehlenden Alibi, den Briefen und Dokumenten und seinem Verhalten nach der Tat (Weigerung der Kooperation mit der Polizei, Weigerung, Abdrücke abzugeben, Verweigerung eines Lügendetektortestes, Flucht).

Das mit den Reifenspuren wurde erst die Tage ausführlich diskutiert. Es stimmt nicht, dass es ein Experte für Reifenspuren ist. Der Mann ist Forensiker. Es gibt sehr kontroverse Meinungen über den Fußabdruck. Ich verstehe nicht ganz, warum man nicht einen von beiden ausschließen kann. Soweit wir hier wissen, hatte EH Schuhgröße 39, JS aber 42. Dazwischen liegen 2cm Unterschied. Daher kann es meiner Meinung nach nicht sein, dass der Abdruck beiden zugeordnet ist. In der Fernsehsendung Autopsie zeigt ein Forensiker, dass der Abdruck sehr gut auf Sörings Fuß passt - er ist nicht zu klein.
FPF schrieb: Ich habe auch einige Male mit einer von Jens' späteren Rechtsanwältinnen, Frau Gail Marshall, gesprochen, eine ehemalige Vize-Justizministerin von Virginia, und sie hat tatsächlich die ganzen Gerichtsakten und alle Beweismittel studiert und teilte mir klar mit, daß es keinerlei stichhaltige Anhaltspunkte dafür gäbe, daß JS die Tat begangen habe. Ich würde ihre juristische Meinung doch als sehr kompetent einstufen, sie arbeitet auch ehrenamtlich an dem Fall und hat ihre Karriere schon lange hinter sich (ich meine, sie ist bereits über 70).
Mich würde sehr interessieren, warum sie ihn für unschuldig hält.


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