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Der Fall Jens Söring

29.200 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Kino, Gefängnis ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Jens Söring

Der Fall Jens Söring

28.11.2019 um 21:36
Zitat von HenneMHenneM schrieb:Ich denke, die Blutgruppengeschichte ist ein typisches Beispiel dafür, wie beide Seiten Fakten für ihre Zwecke interpretieren. Das selbe gilt sicher auch für die DNA, Socken und 1000 andere Dinge in diesem Fall. Letztendlich gibt es keinen Beweis dafür, dass Jens am Tatort war
Es gab zahlreiche Indizien, zusätzlich schien der gefundene Sockenabdruck gut zu passen u. die gleiche Blutgruppe wie Söring sie hatte, wurde auch noch entdeckt.
Ganz nebenbei hatte er kein Alibi.

Was braucht es da noch an Beweise?
Handyaufnahmen oder sonstige von der Tat gibt es nicht.


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Der Fall Jens Söring

28.11.2019 um 21:39
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:Das Problem mit seinen Geständnissen ist, dass diese zu gut waren, sie enthalten nämlich zahlreiches Täterwissen. Ein Schelm wer Böses dabei denkt?
Mein Standpunkt ist, dass ich nicht an ihn als Täter glaube, den Grund habe ich genannt. Das führt zu dem Schluss, dass ich an seine Geschichte insgesamt glaube. Jens hat sehr detailiert begründet, wie es zu dem Täterwissen kam. Übrigens, die Geschichte, die Jens erzählte, wie es zu dem Gewaltausbruch kam, sein Geständnis, ist sowas von schwachsinnig, allein daran zu glauben fällt mir schwer. Ich sage, Jens hat mindestens 1x gelogen, entweder bei seinem Widerruf oder bei seinem Geständnis. Das bedeutet aber im Umgehrschluss, dass er mindestens 1x die Wahrheit gesagt hat. Es ist letztendlich eine reine Glaubensfrage.


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Der Fall Jens Söring

28.11.2019 um 21:41
Zitat von boraboraborabora schrieb:Was braucht es da noch an Beweise?
Dein Ernst? Ich habe auch kein Alibi für viele Abende. Habe ich deswegen alle umgebracht?


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Der Fall Jens Söring

28.11.2019 um 21:41
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:as Problem mit seinen Geständnissen ist, dass diese zu gut waren, sie enthalten nämlich zahlreiches Täterwissen. Ein Schelm wer Böses dabei denkt?
Woher weisst du das?

Schau mal hier, bei 12.53
Youtube: Jens Söring - Der lange Weg zur Freiheit
Jens Söring - Der lange Weg zur Freiheit



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Der Fall Jens Söring

28.11.2019 um 21:45
Zitat von HenneMHenneM schrieb:Jens hat sehr detailiert begründet, wie es zu dem Täterwissen kam.
Wie hat er denn begründet, dass ein Täter Blut der Blutgruppe 0 verlor, als er sich als der Täter ausgab?

Das kann er weder von EH noch von den Cops haben ...


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Der Fall Jens Söring

28.11.2019 um 21:46
@Marpelina
Alles gut in Hollywood.
Und die Rubrik : "was ich dir schon immer mal sagen wollte "...gar nicht so übel als Idee. Dazu bitte einen neuen Thread eröffnen .

By the way oder so ganz nebenher, allmy ist ja eher ne Plauderecke mit etwas bildungs Potential , wenn ein paar echte !!! Fachleute mitreden .
das wars aber auch schon. Und mal ehrlich, wer befasst sich denn bitte mit JS 24/7
Eigentlich ist er als Person so unwichtig wie ein Sack Reis in China . Viel interessanter ist doch das , was da drumherum inszeniert wird um ihn.
Ein Paradebeispiel , wie schnell sich bestimme Menschen verführen und manipulieren lassen . Ich weiß bis heute nicht , ob es ein besonderes Talent von JS ist , sich als Nerd zu inszenieren , oder ob das Teil seines Narzissmus ist. Es muss echt schlimm sein für ihn, dass man ihn jetzt so abgewatscht hat . Was mag überwiegen ? Die Freude bald ein Smartphone zu haben und auf einem " Rasen nicht mehr im Kreis joggen zu müssen "?
Oder der Ärger , seine Unschuld nun nicht mehr triumphal beweisen zu können ?
Und dazu der Kommentar zu der Entscheidung . Daran ist ja nun nichts schönes , außer dass die Tür aufgeht und man rausgeschmissen wird, durch die Gnade der verhassten US Justiz . Wenn das ein Sieg sein soll, dann weiß ich auch nicht. Sieg wäre gewesen , wenn er strahlend vor einem Richterpult ein sorry für ein Fehlurteil empfangen hätte . Aber es gibt Schlimmeres , als den Rest seines Lebens in Mitteleuropa, gut behütet zu verbringen . Im Kreise von Menschen , die einem bedingungslos für immer ergeben sind .


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Der Fall Jens Söring

28.11.2019 um 21:48
Zitat von Sector7Sector7 schrieb:Wie hat er denn begründet, dass ein Täter Blut der Blutgruppe 0 verlor, als er sich als der Täter ausgab?
An einer Quelle wäre ich sehr interessiert. Es ist ja nicht so, dass ich stur bin und mich grundsätzlich nicht überzeugen lassen will. Als erstes muss ich die Quelle kennen und dann auf Glaubwürdigkeit bewerten. Bisher ist die Quelle irgend son Dude im Forum (Du :-)


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Der Fall Jens Söring

28.11.2019 um 21:51
Zitat von HenneMHenneM schrieb:An einer Quelle wäre ich sehr interessiert. Es ist ja nicht so, dass ich stur bin und mich grundsätzlich nicht überzeugen lassen will.
Die Quelle ist sein Geständnis. Aber er hätte für EH nicht den Kopf hingehalten, wenn er vorher über eine fremde Blutgruppe am Tatort informiert worden wäre.


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Der Fall Jens Söring

28.11.2019 um 21:56
Zitat von Sector7Sector7 schrieb:Die Quelle ist sein Geständnis.
Jetzt mal ne ernst gemeinte Frage (oder 2) ohne Sarkasmus: 1. Hast du das Geständnis-Protokoll im Original gelesen? 2. Wenn ja, ist das öffentlich im Netz und wo? Ich konnte das Protokoll auf die schnelle nicht finden.


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Der Fall Jens Söring

28.11.2019 um 22:00
Zitat von HenneMHenneM schrieb:Ich habe auch kein Alibi für viele Abende. Habe ich deswegen alle umgebracht?
Hast Du eine Tat mehrmals gestanden, bist Du mit einem Angehörigen der Toten geflohen usw. usw. usw.


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Der Fall Jens Söring

28.11.2019 um 22:01
Pardon für die unnötige Spitze (wird gleich gelöscht)
Zweiter Versuch:
Zitat von HenneMHenneM schrieb:Für mich selber steht zu 95% fest, dass er es nicht gewesen ist, weil nicht der Typ für eine solche Tat ist
Das ehrt Dich, aber Argumente dieser Art liest man hier regelmäßig auf Allmystery in manchem Krimi-Thread von Freunden, Verwandten und Sympathisanten, Freundeskreisen und Bürgerinitiativen. Die Leute sind oftmals "nah dran", zu nah dran und manchmal persönlich betroffen. Da ist Objektivität nicht einfach. Eben deshalb fällt ein unabhängiges Gericht das Urteil anhand der Fakten. Und die Fakten sprechen eben deutlich gegen Söring.

Mordbriefe im Vorfeld, falsches Alibi in der Tatnacht, Flucht, mehrere Geständnisse mit Täterwissen, Belastung durch die geständige Mittäterin. Dazu Tatortspuren, die nur zu Söring, nicht aber zur Mittäterin passen.

Und als ob das nicht genug wäre, gibt es von Söring komplett weltfremde Alternativerklärungen obendrauf. Wie man auf Drogenkurierfahrt geht, ohne etwas mit Drogen zu tun zu haben. Wie man in der Mordnacht ein falsches Alibi besorgt haben will, ohne gewusst zu haben, wozu dieses Alibi gut sein soll. Ad infinitum.

Dazu ein paar komplett widerlegte Behauptungen: der verweigerte Rechtsbeistand und die "offene" Waschmachine.

Um die Story vollends rund zu machen, braucht es dann noch die große Anti-Söring-Verschwörung. Von Scotland-Yard, das Vernehmungsprotokolle fälscht "mit andersfarbiger Tinte", die bis heute noch niemand gesehen hat, bis zu Elizabeth Haysom, die aus purer Boshaftigkeit und Vernichtungswillen ein groß angelegtes Komplott schmiedet gegen den Mann, der sie vor dem elektrischen Stuhl retten will.

Ich jedenfalls tue mich arg schwer, Sörings Geschichte zu glauben.


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Der Fall Jens Söring

28.11.2019 um 22:04
Zitat von HenneMHenneM schrieb:Jetzt mal ne ernst gemeinte Frage (oder 2) ohne Sarkasmus: 1. Hast du das Geständnis-Protokoll im Original gelesen? 2. Wenn ja, ist das öffentlich im Netz und wo? Ich konnte das Protokoll auf die schnelle nicht finden.
Im Wiki findest du schon mal einen Link zu dem Geständnis im Dez 86.

Kannst du mir dann bitte die Quelle angeben, wie Söring in seinem Geständnis auf den blutenden Blutgruppe 0 Täter kam und wo er das sehr detailliert begründet hat? :)
Zitat von HenneMHenneM schrieb:Jens hat sehr detailiert begründet, wie es zu dem Täterwissen kam.



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Der Fall Jens Söring

28.11.2019 um 22:29
Zitat von Sector7Sector7 schrieb:Im Wiki findest du schon mal einen Link zu dem Geständnis im Dez 86.

Kannst du mir dann bitte die Quelle angeben, wie Söring in seinem Geständnis auf den blutenden Blutgruppe 0 Täter kam und wo er das sehr detailliert begründet hat?
Im Wiki, deutsch und englisch, sind zwar extrem viele Links, jedoch habe ich über die Suche nach 1986 und confession das Original-Protokoll nicht finden können. Ein Link wäre hilfreich. Du bist meiner 1. Frage elegant ausgewichen: Hast du das Geständnis-Protokoll im Original gelesen?

Zu deiner Frage: Wie kam Söring in seinem Geständnis auf den blutenden Blutgruppe 0 Täter.

Also nochmal: ICH habe das Geständnis NICHT gelesen, möchte es aber. Ich bezweifle, dass Jens gestanden hat, dass er "Blutgruppe 0 am Tatort hinterlassen hat". So eine Aussage macht überhaupt keinen Sinn, wer kommt den auf so etwas? WENN das allerdings stimmt dann gebe ich zu, das da etwas faul sein könnte.

WAS Jens gesagt hat, ist, dass er sich bei dem Gemetzel in den Finger geschnitten hat und als "Beweis" hat er eine Narbe gezeigt.

Mein "sehr detailiert begündet" bezog sich auf das Täterwissen, welche Jens von Elizabeth hatte. Der Plan sah vor, das Geständnis mit Täterwissen glaubhaft zu machen. Wenn jemand das Täterwissen als Beweis für Jens' Schlud anführt, dann ignoriert er, dass Jens sich den Tatort von Elizabeth hatte beschreiben lassen. Jens' Täterwissen war dann ja auch teilweise falsch, z.B. Position und Kleidung der Opfer.


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Der Fall Jens Söring

28.11.2019 um 22:36
@HenneM:
Sector_7 ist grad offline, aber gemeint ist das Geständnis vor dem deutschen Staatsanwalt König (1986/12/30): https://soeringguiltyascharged.files.wordpress.com/2018/03/soering-interview-with-german-prosecutor-30-december-1986.pdf

Söring hat angegeben, draußen seinen blutenden Finger bemerkt zu haben. Dann sei er zurück ins Badezimmer gegangen, um sich zu verarzten. Tatsächlich findet man die Blutgruppe 0 draußen an der Fliegengittertür und im Badezimmer.

Von Elizabeth Haysom kann er die Information über dieses Blut schwerlich haben, denn diese hat ihm nichts von ihren angeblichen Mittätern erzählt. Söring will noch Jahre später an ihre alleinige Täterschaft geglaubt haben.

Wie kommt es dann aber zu dieser Übereinstimmung zwischen "falschem" Geständnis und dem Tatort?


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Der Fall Jens Söring

28.11.2019 um 22:36
Zitat von HenneMHenneM schrieb:Also nochmal: ICH habe das Geständnis NICHT gelesen, möchte es aber. Ich bezweifle, dass Jens gestanden hat, dass er "Blutgruppe 0 am Tatort hinterlassen hat". So eine Aussage macht überhaupt keinen Sinn, wer kommt den auf so etwas? WENN das allerdings stimmt dann gebe ich zu, das da etwas faul sein könnte.

WAS Jens gesagt hat, ist, dass er sich bei dem Gemetzel in den Finger geschnitten hat und als "Beweis" hat er eine Narbe gezeigt.
JS hat gestanden, dass er sich im Kampf mit DH verletzt und sehr stark geblutet hat. Bemerkt habe er es erst an der Eingangstüre, später legte er sich im Bad einen Verband an (an den beiden Orten wurde Blut der Blutgruppe 0 gefunden, was nicht in der großen Blutlache verwischt wurde).

Aber JS wollte EH doch vor der Todesstrafe retten und folglich möglichst keine Fehler machen in seinem falschen Geständnis?

Wie passt das zu einem unnötig erfundenen Täter mit Blutgruppe 0 (sich selbst), von dem er genau wusste, dass es von dem keine Blutspuren am Tatort gibt? Wollte er EH mit diesem Trick ans Messer liefern oder hat er eher einfach die Wahrheit gesagt, nämlich dass er selbst am Tatort geblutet hat?

Wie gesagt, hätte er vorher gewusst, dass da noch wer (Blutgruppe 0) mit EH am Tatort war, hätte er ihr den Finger gezeigt, aber nicht für sie gestanden, ne. Und EH hat ja nach der Tat nicht geblutet, dafür gibt es sicher zahlreiche Zeugen, inkl. Söring selbst, der sowas nie erwähnte.


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Der Fall Jens Söring

28.11.2019 um 22:42
Danke für den Link des Geständnisses, sowas ist immer interessant.


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Der Fall Jens Söring

28.11.2019 um 23:05
Zitat von HenneMHenneM schrieb:Jens' Täterwissen war dann ja auch teilweise falsch, z.B. Position und Kleidung der Opfer.
Was hast du am 7. September 2018 gemacht? Was hatten die Leute da an, mit denen du zu tun hattest?

Hinzu kommt, dass Söring durch die Tat einen herben psychologischen Aussetzer hatte, was er ja in seinem "falschen" Geständnis selbst angibt.

In dem Geständnis bei dem deutschen StA gab Söring mWn. an, dass er sich quasi null an die Opfer erinnern kann bzw. nur an Ober- oder Unterteile.


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Der Fall Jens Söring

28.11.2019 um 23:08
Bitte schenkt mir 2 min eurer kostbaren Aufmerksamkeit:

Marcus Vetter und Karin Steinberger haben aus Medienperspektive einen hammergeilen Job gemacht.

Keine Ahnung, ob ich das Bild posten darf, aber ich hoffe der Moderator drückt ein Auge zu. Es geht mir rein um das geniale Werk der beiden und ich nenne sie stellvertretend für alle die am Film mitgewirkt haben. Ein paar jahre jünger und ich hätte drauf gebrannt daran mitzuwirken.

https://das-versprechen.de/der-film/ (Archiv-Version vom 28.11.2019)
a7d6cbe8c1309a53 dvOriginal anzeigen (1,0 MB)

Alleine der Style, die Musik und der Schnitt schaffen für den Betrachter einen spannenden und attraktiven Erzählungskontext.

Und natürlich lässt die junge Elithabeth Haysom in der Famehall Hollywoods viele weibliche Stars blaß zurück. Sie hat die Fähigkeit, ihre Betrachter zu faszinieren. Ihre Stimme und ihre Art zu Sprechen, hamma!

Dann Jens Söring, für den Betrachter wird er im Film positiv dargestellt. Gerade die Bilder aus der Zeit des Prozesses und wie diese in der Erzählfaden eingebunden werden, schmücken ihn mit einer geheimnisvollen geistigen Begabung. Dagegen erden die Interviews aus dem Gefängnis den Gesamteindruck des Betrachters zu Jens Söring wieder. Jens Söring ist ein tragischer Held.

Dann die Story! Klar, es geht um Mord. Es geht sogar um einen brutalen Doppelmord. Die Tochter, der Liebhaber, die Eltern, das ist Drama. Das Drama spielt sich zu einer Zeit ab, die mehr als dreißig Jahre zurück liegt. In der noch Tabus galten, die wir heute überwunden haben. Der weitaus überwiegende Teil der Betrachter blickt also auch auf einen Zeitpunkt der Morde zurück, die er nicht selbst gestaltet hat und die er aus seiner Perspektive vielleicht auch anders gestaltet hätte.

Gerade aus dieser Zeit stammen viele Fehlurteile. Fehlurteile die ein hohes Maß an Unrecht in die Welt gesetzt haben. Das Innocence Project (https://www.innocenceproject.org/) hat auf seiner Startseite die häufigen Ursachen für Fehlurteile dargestellt.

Karin Steinberger sagt in einem Interview (sinngemäß): "Viele Personen haben um diesen Fall Ihre Karriere aufgebaut." Damit hat sich immanent ein energisches Beharrungsvermögen etabliert. "Das Versprechen", erreicht einen breiten Teil der Menschen und im Kern erhebt der Film einen politischen Anspruch. Einen Anspruch uns als Geselschaft weiter zu entwickeln.

Sich den Tabus nicht zu stellen und stattdessen eine Aufarbeitung des Doppelmordes zu inszinieren, in der zuerst Elizabeth als Anstiffterin und dann Jens als Alleinmordender dargestellt wird, muss dem Betrachter aus heutiger Sicht erbärmlich vorkommen. Vorsätzlich wirkt auf den Betrachter das schamlos auf Sieg ausgerichtete Verhalten und Agieren der Handelnden. Spätestens an dieser Stelle geht es für den Betrachter auch um die Frage, ob auf diese Weise überhaupt Recht gesprochen werden kann.

Für mich haben Marcus Vetter und Karin Steinberger einen Film geschaffen, der vielleicht die Welt ein bisschen zum Besseren verändert hat.

Die Frage ob Jens Söring schuldig ist, bleibt unbeantwortet. Aber die Menschen reden darüber.


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Der Fall Jens Söring

28.11.2019 um 23:12
Zitat von erstdenkenerstdenken schrieb:12.53
Überzeugt mich nicht. Das, was er richtig wusste, wiegt für mich weitaus schwerer als diese Dinge. Bzgl. Bekleidung etwa kann man sich nach mehr als einem Jahr irren. Das sind letztlich Petitessen.

Was passt, die Sache mit dem Licht, das er löschen wollte (er fand ja den Lichtschalter nicht der tatsächlich nicht im Flur sondern - ungewöhnlicherweise - in einem Schlafzimmer war, und die Aussenbeleuchtung war beim Auffinden der Leichen tatsächlich auch an);
dann dass er in das Haus zurück gekommen sein will, dort auf Socken unterwegs war um keine Schuhabdrücke zu hinterlassen (beides ergab ja auch die Spurenlage am Tatort, die Rückkehr des Täters und der blutige Sockenabdruck).
Woher weiß er das alles wenn er nicht selbst in jener Nacht dort war?

Diese Dinge sind nicht weg zu diskutieren. Dass er dagegen die Bekleidung und Lage eines Opfers falsch wieder gab, diese Details hat er sich in seinem Blutrausch eben nicht gemerkt oder aber nach über einem Jahr falsch erinnert. Zumal als Mann. Frag mal zehn Männer was ihre Partnerinnen gestern an hatten!! Und dann zähl' mal zusammen wie viele es wussten. Da musst Du nicht bis drei zählen können ...

Außerdem werden im Video schon wieder falsche Angaben bzgl. seinem Anwalt gemacht. Der hat seine Zulassung nicht etwa wegen dem Söring-Prozess verloren und auch nicht dauerhaft. Das grenzt schon an Rufmord was das Söring-Umfeld da unaufhörlich behauptet. Zudem hatte Söring ZWEI Anwälte. Das wird auch immer unterschlagen.


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Der Fall Jens Söring

28.11.2019 um 23:38
Das Video ist auch an anderen Stellen schwach. Die Kinokarten sollten also als Alibi ggü. Haysoms Eltern gelten. Dann aber hat man sie auf die Weltreise mit genommen. Als Alibi ggü. der Polizei für den Fall einer Festnahme und Mordvorwürfen??
Mich beschleicht schon wieder der Verdacht, dass da etwas verdreht wird. Die Kinokarten sollten zu keinem Zeitpunkt ein Alibi ggü. den Eltern sein, das ist doch albern; weil es nicht beweist, dass Haysom in Washington D.C. keine Drogen genommen hat. Und als Beweis in Washington gewesen zu sein hätte wiederum auch die Hotelrechnung gereicht. Das klingt alles so konstruiert, ich glaube Herrn Söring kein Wort.

Weg von den fragwürdigen Behauptungen des Herrn Söring, hin zu den harten Fakten.

Fakt ist, dass Söring - anders als Haysom - sich weigerte Blutprobe, Finger- und Fußabdrücke bei der Polizei in Virginia abzugeben und statt dessen kurz darauf aus den USA floh. Warum das alles wenn er sich nichts zu Schulden hat kommen lassen!?

Die ganze Geschichte, dass er sie schützen wollte und deswegen gestand, hat er sich hinterher ausgedacht.


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