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Der Fall Jens Söring

17.724 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, Kino, Gefängnis, Messer, Karten, Sohn, Doppelmord, Unschuldig, Richter, Schuldig, 1985 + 24 weitere
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Jens Söring

Der Fall Jens Söring

24.03.2015 um 17:03
@Jessica- kapier doch mal, dass der Mensch REid heißt.


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Der Fall Jens Söring

24.03.2015 um 17:47
Wenn man sich auf Söringsseite so umschaut, sind viele Schuld:
- EH
- der pöse befangene Richter
- die doofe Jury
- der Staatsanwalt
- sein US Anwalt
- die Anwälte, die er in England hatte
- die, die dem Sockenabdruck geglaubt haben....
- Gardner, der auf seine Kosten Karriere gemacht hat (angeblich)
- das US Rechtssystem
- das US Gefängnissystem

Hab ich wen vergessen?

Er hat einen vergessen .... ;-). Aber der macht immer alles gut.


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menevado
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Der Fall Jens Söring

24.03.2015 um 17:52
Habe die Liste ein wenig aktualisiert.

@Ernello Liste

Was belastet JS:

1. Briefwechsel EH mit JS mit mehr oder weniger konkreten Äußerungen, dass die Eltern aus dem Leben von EH verschwinden sollten. Söring schrieb sogar, dass es in der Gegend der Eltern von EH ja in letzter Zeit mehrfach Überfälle gegeben hätte, dieses Mal könnte es ja auch die Hausherren selbst treffen.

2. Flucht aus den USA, als er Finger- und Fußabdrücke geben soll. Abbruch des Studium, Verzicht auf Stipendiatsgelder.

3. Kriminelle Karriere in Asien und Europa mit Pass- und Scheckfälschungen, dabei sogar verkleidet/mit falschem Bart

4. Kleinbetrügereien (z.B. Unfall mit Mietwagen)

5. Rechtfertigung der Tat von EH immer mit ihrer Lügenkarriere/Borderliner. Seine einschlägigen psychiatrischen Diagnosen aus GB erwähnt er selten bzw. nicht (z.B. psychische Abhängigkeit von EH, Psychose, ...).

6. Mehrfache Geständnisse in GB gegenüber GB-Polizisten und auch gegenüber Gardner/Updike aus den USA, Geständnisse auch gegenüber den Psychiatern, die ihn ärztlich untersuchten und entsprechende Diagnosen stellten

7. Wird als Täter der Tötungen in den Urteilen des Europ. Gerichtshof für Menschenrechte in 1989 genannt, obwohl EH schon 1987 verurteilt wurde, daher sein ominiöse Versprechen, sie vor dem elektr. Stuhl zu bewahren, erfüllt war. Spätestens nach ihrem Urteil hätte er widerrufen müssen, um glaubhaft zu bleiben.

8. EH hat ihn als Täter in ihrem Prozess und später auch in seinem Prozess belastet, sie hat sich nicht gegen die Auslieferung gewehrt und im Verfahren von vornherein für schuldig bekannt. "First come - first choice", damit ist sie objektiv glaubhafter. EH sitzt auch immer noch im Gefängnis, hat daher für die Aussage gegen ihn in seinem Prozess kein Agreement mit der Staatsanwaltschaft getroffen, die ihr eine frühere Entlassung ermöglichten.

9. Tatort war quasi perfekt sauber gemacht, obwohl die Polizei mit allen Möglichkeiten und sogar technischen Innovationen gearbeitet hat. In dem geführten Indizienprozess war das allerdings für ihn nicht von Vorteil, da durch sein Geständnis alles gegen ihn sprach, aber keine Indizien für seine Abwesenheit unmittelbar dafür sprachen, dass er nicht am Tatort war. Der gefundene Fingerabdruck von EH auf der Wodkaflasche kann alt sein, die Eltern tranken Gin und Scotch. Ein Fingeradruck auf dem Glas von DH kann daher kommen, dass das Glas nicht ordentlich gespült war, das Haar im Waschbecken kann von sonst wem stammen, danach waren auch etliche Leute am Tatort (Vermutung von Englade, dass Geld gestohlen wurde, bevor die Polizei verständigt wurde).

10. Präsentation des Sockenabdrucks: Soweit dieser Beweis überraschend vorgelegt wurde, geht der Punkt an die Staatsanwaltschaft durch den Überrumpelungsmoment. Jedoch ist auch im Gutachten, das JS für seine Revision anfertigen ließ, nicht von Manipulation der Folien die rede. Vielmehr erweckt es den ersten Eindruck, dass das gut passen könnte. Wenn seine Anwälte von dem Beweismittel schon früher wussten, ist auch ihm die schlechte Verhandlungsführung der Anwälte zuzurechnen - da hätte er darauf bestehen können/müssen. Sein Anwalt Neaton hat die Bedeutung des Sockenabdrucks in seinen Ausführungen nach der Sockenabdruckpräsentation und in seinem Schlussplädoyer allerdings gewürdigt bzw. dessen Beweiswert bestritten. Für ein Sachverständigengutachten fehlte ggf. Geld oder die Einsicht, dass das unbedingt gemacht werden müsste, möglicherweise wurde die Bedeutung im Prozess von Söring und seinen Anwälten nicht erkannt. Eine Anfechtung erst im Revisionsverfahren war daher von vornherein aussichtslos.

11. Schlechtes Alibi in Washington ohne Zeugen. Wenn es wenigstens noch ein Museum/Restaurant/öffentlicher Ort o.ä. gewesen wäre, es hätte auch schon gereicht, wenn er seine vorhandene Kreditkarte irgendwo für eine Anschaffung genutzt hätte, dann wäre mit dem Beleg das Alibi wasserdicht gewesen

12. Umschwenken nach der Auslieferung nach Virginia darauf, dass vsl. EH bzw. EH mit Komplizen bzw. gar nicht EH, sondern die bereits erwähnten beiden Landstreicher die Eltern getötet hätten. 2 Täter Hypothese, obwohl er in den Vernehmung doch sogar eine mögliche Notwehrsituation als Einzeltäter genannt hatte. Eltern hatten >2 Promille Alkohl, waren schon älter, daher sehr gut denkbare Möglichkeit, dass die Tat von nur 1 Täter durchgeführt wurde

13. Unzutreffendes Argument, dass die Eltern ihn nicht ins Haus gelassen hätten, er als Täter ausscheide. Dafür hatte er den Hausschlüssel von EH bekommen können, da er mit ihr bereits 2x in Abwesenheit der Eltern ein WE dort verbracht hatte

14. Äußerung gegenüber Gardner, nochmals auf Socken zum Haus zurückgekommen zu sein (kongruent mit dem gefundenen Sockenabdruck, es wurde noch ein halb verwischter Schuhabdruck gefunden). Wieso sollte der/die Täter nach der Tat ihre Schuhe ausziehen und wenn doch, warum sollten sie diese ungewöhnliche Vorgehensweise auch noch der Polizei schildern, da diese Aussage selbst bei einer später behaupteten Falschaussage ein starkes Indiz ist, dass man tatsächlich doch an der Tat beteiligt war.

15. JS hat den Außenlichtschalter im Master Bedroom bei seiner Rückkehr nicht gefunden, obwohl er das Licht ausmachen wollte (das schreibt Gardner an den Gouvernei McDonnel, Sörings Anwälte bestreiten allerdings in ihrer Antwort auf den Brief, dass Söring das damals so ausgesagt hätte, er wäre mit der Haustechnik durch den 2maligen Besuch vertraut gewesen).

16. Bisher Verweigerung eines Lügendetektortests.

@MissMarry Listen-Ergaenzung

17. Absolut ungewöhnliche Reaktion auf der angebliche Geständnis der Freundin - er informiert nicht die Strafverfolgungsbehörde, er deckt sie einfach und lebt völlig unberüht seinen Alltag weiter. Wie viele "normale" 18 Jährige schaffen das?

18. Absolut unglaubwürdige "Cover story" - wie er in Washington bleibt und angeblich drei Filme anschaut. Allein die Tatsache, dass der letzte Film um Mitternacht beginnt (bei einer "normalen" Kurierfahrt wäre EH zu der Zeit schon wieder dagewesen) = all das macht keinen Sinn.

19. Weglügen des Motivs. Während er sich als "neuen Schwiegersohn" präsentiert, war er bei den Haysoms ja nicht gerade populär.

20. Die Kilometerzahl auf dem Mietwagen, die ja irgendwer drauf gefahren haben muss. Jemand, der einen Autoschlüssel zu dem Wagen hatte.

21. Das Fehlen von Wut & Verzweiflung ... wenn du wirklich unschuldig einsitzt, dann bist du doch wesentlich emotionaler, v.a., wenn du seit 29 Jahren dort bist. Dein ganzes Leben rauscht da vorbei ...

22. Das konstante Vertuschen der Fakten. Er behauptet Dinge, die nicht stimmen (z.B. dass es nach der 21 Tage Regel gelungen war, den Kinokartenverkäufer zu finden). Wenn du doch jemand hast, der nach deiner Verurteilung als absoluter Entlastungszeuge für dich dient, dann redest du doch nicht so um den heißen Brei herum. Buchanan wird doch auch immer wieder namentlich genannt.

23. Die ganzen "Red Herrings" - z.B. die Buchanan Geschichte, die ist so unglaubwürdig. Dann die Landstreicher ...


24.Hier habe ich noch einen interessanten Link gefunden - zu der Zeit, als Buchanan EH gesehen haben will, war diese bereits auf der Flucht.

http://www.wsls.com/story/20830002/investigator-former-judge-dispute-mans-claims-in-soering-case

@Venice2009

25. Es wird immer wieder behauptet, das jS kein Motiv fuer die Tat hatte, er Elizabeth nicht lange genug kannte um einen Mord fuer sie zu begehen. Aber anscheinend reichte es dafür, den doppelmord auf sich zu nehmen. Sein leben und das seiner Familie zu zerstoeren, obwohl sie sich nur ein paar Monate kannten. Das ist auch wieder so ein Widerspruch in sich.


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menevado
ehemaliges Mitglied

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Der Fall Jens Söring

24.03.2015 um 17:55
@missmary
Da fehlen noch die boesen Politiker.


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Der Fall Jens Söring

24.03.2015 um 22:24
Danke für die Liste. 😉 Stimmt, die pösen Politiker habe ich vergessen....


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Der Fall Jens Söring

29.03.2015 um 18:02
menevado schrieb am 24.03.2015:Die ganzen "Red Herrings" - z.B. die Buchanan Geschichte
Wie ist denn die Suche und Überprüfung des Werkstatt-Begleiters ausgegangen?

Im Verdacht stand ja der frühere Drogendealer von EH. Laut "mortal thoughts" war er ja Mitstipendiat, da kann das Auffinden doch nicht schwer sein.


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Der Fall Jens Söring

02.04.2015 um 16:06
JS ist schuldig. Letztlich überzeugt doch keine der Indizien (von JS und seinen Fanboys/girls gerne "Beweise" gennant), die angeblich die Unschuld von JS beweisen sollen, wirklich.
Witzig finde ich, dass (teils frei erfundene) Behauptungen von JS von seinem Fanclub immer wieder als Tatsachen dargestellt werden. Alleine der Umgang dieses Vereins mit kritischen Stimmen: Peinlich. Wer auf FB mal ein kritisches Wort äußert wird entweder ankeift oder gleich gesperrt (man kann dann nichts mehr posten).

Mal was ganz anderes:
Was soll das mit diesem neuen Film?
Die alte (Independent) Doku war ja schon recht peinlich. Für alle die sie nicht gesehen haben: Lohnt nicht. JS Helferlein geben im wesentlich auf Zuruf nur das wieder was JS ihnen in die Feder diktiert hat, alles schon mal in den ZDF Dokus gesehen und gehört. Auch mal wieder total unreflektiert.


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Der Fall Jens Söring

02.04.2015 um 17:20
ElvisP schrieb:Was soll das mit diesem neuen Film? Die alte (Independent) Doku war ja schon recht peinlich. Für alle die sie nicht gesehen haben: Lohnt nicht. JS Helferlein geben im wesentlich auf Zuruf nur das wieder was JS ihnen in die Feder diktiert hat, alles schon mal in den ZDF Dokus gesehen und gehört. Auch mal wieder total unreflektiert.
Was mich an dem Film extrem stört ist der fehlende Opferschutz - man sollte nicht vergessen, dass zumindest NH noch lebende Geschwister hat. Beide Haysoms hatten noch vier Kinder, Howard Haysom (der ja nicht der leibliche Sohn von DH war) fühlte sich mit ihm dennoch so verbunden, dass er seinen ältesten Sohn nach ihm benannt hat.

Nach all diesen Jahren muss es doch grausam sein, wenn diese Geschichte wieder aufgewärmt wird und ...für Effekthascherei ... die gesamten grausamen und blutigen Tatortfotos nochmals über die Leinwand flimmern. Gerade das Bild des Toten DH ... das ist für mich ehrlich Störung der Totenruhe und Leichenfledderei.


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Der Fall Jens Söring

02.04.2015 um 17:29
Misuteri schrieb am 29.03.2015: Wie ist denn die Suche und Überprüfung des Werkstatt-Begleiters ausgegangen? Im Verdacht stand ja der frühere Drogendealer von EH. Laut "mortal thoughts" war er ja Mitstipendiat, da kann das Auffinden doch nicht schwer sein.
Ich habe (meine subjektive Meinung) das Gefühl, dass die Geschichte "EH und die Drogen" über jede Proportion aufgeblasen ist. Wäre das Mädchen derart unter Drogeneinfluss gestanden - hätte sie es wirklich noch geschafft, ein Stipendium für die Universität zu ergattern und dort völlig normal zu agieren (also Vorlesungen besuchen, Prüfungen schreiben, etc.). Sicher wurde dort Marihuana geraucht und Hasch konsumiert. Aber das, was JS darstellt, geht ja schon in Richtung "Beschaffungskriminalität".

Auch diese Drogenkurierfahrt. Sie fährt mit ihm nach Washington. Lässt ihn zurück und holt irgendwo in einer dunklen Ecke unspezifisch Drogen ab. Alleine wenn ich ein Dealer wäre (und müsste marktwirtschaftlich denken!) wäre mir dieser Part "zu heiß". Du hast eine hübsche junge Frau, die mit ihrem Freund da weilt. Da stimmt JS Charakterisierung von sich selbst - er passt nicht in die Drogenwelt. Als Dealer hättest du doch irre Angst, dass JS in den Deal eingreift und du hochgehst?

Dann die Sache mit Samstagnacht alleine im Auto unterwegs. Meine US Freunde werden ständig wegen allem möglichen auf den Seitenstreifen gebeten (und das sind keine Junkies, sondern meist ganz normale Hausfrauen, etc.). Was, wenn eine Kontrolle gekommen wäre (auch in D Samstagabends keine Seltenheit?).

Zur Buchanangeschichte:
(1) Er kann sich genau an die Frau, aber nicht mehr ans Auto erinnern? (für einen Automechaniker eher ungewöhnlich)
(2) EH bezahlt mit Kreditkarte, aber es gibt keine Kartenbewegungsunterlagen mehr?
(3) Wer soll den der große Unbekannte gewesen sein (mit Schuhgröße 42 und zufällig auch Blutgruppe 0) den EH zuhause abholt bzw. in seinen Wagen umsteigt, er kutschiert sie bereitwillig zu ihr nach Hause, bringt mit ihr die Eltern um, lässt sein Auto für Wochen "untertauchen" - was aber niemandem auffällt.
(4) Ist dann völlig unbekümmert was Reinigung vor Blut und Beseitigung der Tatwaffe angeht ... nein, fährt mit all diesen offensichtlichen Beweisen in die Werkstatt
(5) EH reiste den gesamten Sommer mit JS durch Europa, kam im Oktober erst wieder und dann war die Flucht. Wann soll das denn passiert sein?


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02.04.2015 um 17:46
missmary schrieb:ur Buchanangeschichte:
(1) Er kann sich genau an die Frau, aber nicht mehr ans Auto erinnern? (für einen Automechaniker eher ungewöhnlich)
(2) EH bezahlt mit Kreditkarte, aber es gibt keine Kartenbewegungsunterlagen mehr?
(3) Wer soll den der große Unbekannte gewesen sein (mit Schuhgröße 42 und zufällig auch Blutgruppe 0) den EH zuhause abholt bzw. in seinen Wagen umsteigt, er kutschiert sie bereitwillig zu ihr nach Hause, bringt mit ihr die Eltern um, lässt sein Auto für Wochen "untertauchen" - was aber niemandem auffällt.
(4) Ist dann völlig unbekümmert was Reinigung vor Blut und Beseitigung der Tatwaffe angeht ... nein, fährt mit all diesen offensichtlichen Beweisen in die Werkstatt
(5) EH reiste den gesamten Sommer mit JS durch Europa, kam im Oktober erst wieder und dann war die Flucht. Wann soll das denn passiert sein?
Da verstehe ich wieder nicht, warum man mit der Aufklärung nicht den ehemaligen Kommissar und jetzigen Privatermittler Watson beauftragt hat (der hat doch den Fall sowieso nochmals komplett recherchiert). Diesen Drogendealer / Mitstudenten / Familienbekannten herauszufinden dürfte eigentlich nicht so schwer sein.

Und dieser Unbekannte müsste natürlich auch ein Mordmotiv gehabt haben.


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Der Fall Jens Söring

02.04.2015 um 17:52
Misuteri schrieb: Und dieser Unbekannte müsste natürlich auch ein Mordmotiv gehabt haben.
und genau da hakt es doch. Ich wette, die meisten Morde fallen in folgende Kategorien:

(a) Habgier
(b) Beziehungstat
(c) "Mordlust"
(d) Sexualdelikt

Nichts triff hier meiner Meinung nach für "Mister X" zu. Du wartest doch nicht, bis dich samstagabends EH zuhause abholt, die aber eigentlich mit ihrem Lover, mit dem sie seit September jede freie Minute verbracht hat, in Washington weilt, um ihre Eltern umzubringen?

Höchststrafe: Todesstrafe. Was ist für dich drin? Nix.


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Der Fall Jens Söring

02.04.2015 um 17:55
Ich habe nochmal nachgelesen und Reportagen geschaut: Kann es wirklich sein, dass der einzige verfügbare Nachweis, dass jemand in Washington zurückgeblieben war, die Kinokarten waren?

D.h. nur der Besitz einer Kinokarte von der Vorstellung um 22.30 beweist, dass jemand in zur Tatzeit Washington war??


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Der Fall Jens Söring

02.04.2015 um 18:09
Misuteri schrieb: Ich habe nochmal nachgelesen und Reportagen geschaut: Kann es wirklich sein, dass der einzige verfügbare Nachweis, dass jemand in Washington zurückgeblieben war, die Kinokarten waren?


Es gibt einen Scheck über 50$, der irgendwann mal an dem Tag im Hotel eingelöst wurde (man kann es nicht mehr näher nachvollziehen).

Und der Zimmerservice wurde aufs Zimmer gerufen mit Essen für zwei ... wann der bestellt wurde und wer das Essen entgegen nahm (oder ob es einfach so abgestellt wurde) ... konnte man auch nciht mehr nachvollziehen.


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02.04.2015 um 18:13
missmary schrieb:Es gibt einen Scheck über 50$, der irgendwann mal an dem Tag im Hotel eingelöst wurde (man kann es nicht mehr näher nachvollziehen).

Und der Zimmerservice wurde aufs Zimmer gerufen mit Essen für zwei ... wann der bestellt wurde und wer das Essen entgegen nahm (oder ob es einfach so abgestellt wurde) ... konnte man auch nciht mehr nachvollziehen.
Das mit dem Scheck habe ich auch so gelesen, d.h. keine zeitliche Zuordnung.

Gibt es für den Zimmerservice einen Beleg bzw. einen Zeugen?

Ich habe gelesen, dass die Hotelbelege für 1985 im Prozessjahr 1990 bereits routinemässig vernichtet waren. Haben JS oder EH ihre eigenen Quittungen im Prozess vorgelegt?


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Der Fall Jens Söring

02.04.2015 um 21:07
@Mitsuri. Ich kann mich leider nicht mehr daran erinnern. Ich weiß noch, dass es den Scheck noch gab, aber es gab eben keine Einlösezeit, nur ein Datum. Nach 10 Monaten konnte sich in dem Hotel niemand mehr an den Vorgang erinnern.

Ich glaube (aber ich weiß nicht, ob das stimmt, wurde immer von Jessica behauptet), dass es wohl eine Quittung für den Zimmerservice gab. Ob das wirklich so ist ... keine Ahnung ...


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Der Fall Jens Söring

02.04.2015 um 22:10
Hier (S.73) steht, dass es wohl eine Rechnung gab. Ist aber vermutlich eines dieser schlecht recherierten True Crime Bücher ....
https://books.google.de/books?id=i7PXQtt0_kgC&pg=PA73&lpg=PA73&dq=jens+s%C3%B6ring+room+service&source=bl&ots=Cqjuo_5lug...


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03.04.2015 um 01:12
@missmary
Danke für den Link, sehr interessant!

Auf der Hotelrechnung steht das Abendessen drauf. Das ist aber auch wieder so wenig aussagekräftig.

Auch interessant, wie der Autor den Sockenabdruck bewertet. Jeder hat scheinbar seinen eigenen Eindruck von der Übereinstimmung von JS' Fussabdruck und Folie, der Autor geht von Übereinstimmung aus, meint aber auch der Abdruck von EH würde übereinstimmen, also im Ergebnis mehr oder weniger unentschieden.


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Der Fall Jens Söring

03.04.2015 um 08:57
Das Problem mit dieser Hotelsache ist ja schon, dass das keinen Sinn macht in der Version von JS.

(1) EH Eltern wissen ja gar nicht, dass die beiden gemeinsam in Washington D.C. sind und würden es vermutlich auch nicht gut heißen.

(2) Das "Alibi" wir dafür gebraucht, falls jemand EH mit ihrem Drogendealer sieht. Dieser ist in Charottesville. DIE Haysoms sind eine Fahrstunde entfernt in Bedford Country. Wie groß ist das Risiko.

(3) Der Dealer studiert auch an der Uni. Wozu dann ein Alibi für einen Abend, wenn man sich täglich über den Weg läuft. So ein Drogendeal braucht ja nur wenige Minuten. Völlig sinnlos.

(4) Wenn JS diese Drogengeschichte wirklich geglaubt hätte, wäre er weder um 22.00 noch um 24.00 ins Kino gegangen. Er selbst sagt, EH wäre um 2 Uhr nachts gekommen.... Nun rechnen wir mal 2 Stunden Fahrtzeit zwischen Charlottesville und Bedford und zwei Stunden für den Mord... Sie hätte um 22 Uhr wieder dasein müssen.... Also zu der Zeit, in der er noch weitere vier Stunden im Kino saß (angeblich). Macht keinen Sinn.

(4) Welcher Student ordert ein Taxi und fährt ins Hotel für Zimmerservice? Da geht man in ein Café und ordert zwei Tassen Tee und zwei Sandwiches... Oder nimmt die Rechnung des Nebentisches mit.

Die Gesamtdarstellung des angeblichen Wahingtontages ist sehr unglaubwürdig...


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Der Fall Jens Söring

03.04.2015 um 15:12
Die Geschichte mit Watson ist tatsächlich extrem unglaubwürdig.
Es ist doch so: wenn JS glaubhaft machen will, dass er unschuldig ist, geht dass nur über die Identifizierung des "wahren" Täters. Warum verfasst dieser private Ermittler also einen inhaltsleeren Bericht? Warum Jagd er nicht den mutmaßlichen Partner von EH?
Und ja, korrekt erkannt. Welcher klar denkende Mensch geht mit einer Frau auf Weltreise, die mal eben mit ihrem Dealer/ Lover no. 2 ihre Eltern abgestochen hat?
Ach ja, ein leicht ververwirrter Jüngling. Ja ne, ist klar....


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Der Fall Jens Söring

04.04.2015 um 11:23
@ElvisP Ich glaube, dass sich JS so in seine Geschichte verrannt hat, dass er sie selbst glaubt. Er macht ja seit 29 Jahren nichts anderes, als sich um sich selbst zu drehen. Seine Schuld kann er sich nicht eingestehen (er kommt ja auch immer narzistisch rüber, das würde passen), er findet sie überall in seinem Umfeld, aber nicht bei sich ...

Er kannte ja alle Fakten und hat sich eine Story zusammengesponnen, die er für glaubhaft hält. Taucht wieder ein neues Indiz aus (nach der Zeit ja ungewöhnlich), dann ändert er seine Geschichte dementsprechend.


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