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Der Fall Jens Söring

17.723 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, Kino, Gefängnis, Messer, Karten, Sohn, Doppelmord, Unschuldig, Richter, Schuldig, 1985 + 24 weitere
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Jens Söring

Der Fall Jens Söring

22.06.2015 um 09:24
@Gristar
inwieweit der Verteidiger geisteskrank war, kann man wohl kaum beurteilen, oder weißt du, wie schwerwiegend seine Erkrankung damals schon gewesen ist? Psychisch krank heisst ja nicht grundsätzlich, dass man nicht mehr in der Lage ist, seinen Job vernünftig auszuüben. Dass es Jahre später so kam, spricht für mich, dass die Erkrankung erst später sehr akut wurde. Bis dato war er übrigens ein erfolgreicher Verteidiger gewesen, als er den Fall von JS übernahm.

Wenn du 5 Geständnisse, seine gefundene Blutgruppe 0 am Tatort, den Sockenabdruck, der übrigens weder verwischt noch sonst was war und 100%ig über den gefunden Sockenabdruck am Tatort passt, die erfolgte Flucht, als die Polizei seine Finger- und Fußabdrücke nehmen wollte als nichts betitelst, kann ich dem so überhaupt nicht zustimmen.

Es gibt in diesem Fall nur 2 mögliche Täter und da würde ich, auch wenn es nicht DEN 100 % igen Beweis gibt davon sprechen, dass rein gar nichts dafür spricht, JS mit der Tat in Verbindung zu bringen.


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Der Fall Jens Söring

22.06.2015 um 10:18
Vorweg: Ich habe keine Ahnung, ob Jens Söring der Täter ist oder nicht.

Jedoch finde ich, dass dieser Fall neu verhandelt gehört. Der Richter hat die Opfer gekannt, ich wusste gar nicht, dass ein Richter in so einem Fall überhaupt verhandeln darf.

Die Geständnisse wurden widerrufen, das hat es schon oft gegeben und die Widerrufung hat sich schon oft als wahr herausgestellt. Kann also auch hier zutreffen. Eine Blutgruppe ist wirklich sehr vage und aus meiner Sicht kein Beweis. Zum Sockenabdruck konnte man sehen, wie leicht ein Fuß zu 100% auf einen Sockenabdruck passt, ist also auch sehr vage. Die Flucht ist klar, schließlich meinte er, dass seine Freundin die Täterin war. Und aus meiner Sicht gibt es mehr als 2 mögliche Täter, auch könnte die Freundin mit noch jemanden zusammengearbeitet haben.

Leider werden in diesem Fall die Beweismittel laut einem Fernsehbericht sehr unsachgemäß aufbewahrt, sodass damit wahrscheinlich keine guten Analysen mehr möglich sind. Trotzdem, ein Versuch wäre es wert. Alle bisher vorgelegten Beweismittel sind für mich nicht genug, jemanden der Tat zu überführen. Deshalb könnte eine neuerliche Verhandlung etwas bringen.

Im Zweifel ist eine angeklagte Person freizusprechen, denn der Zweifel bedeutet, dass die angeklagte Person auch wirklich unschuldig sein könnte!


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22.06.2015 um 10:36
@Allgemeines
er hat 5 mal bei 5 verschiedenen Gelegenheiten gestanden, ich denke, das ist kaum vergleichbar mit EINEM falschen Geständnis.

Der Richter kannte die Haysoms nicht, sondern sie waren auf einer Party zusammen gewesen. Da kann man noch lange nicht von kennen sprechen. Bedford ist ein kleines Kaff. Die Haysoms waren dort nicht alteingesessen gewesen, sondern haben an verschiedenen Orten zuvor gelebt.

Wenn JS unschuldig war, wieso ist er geflohen, als er seine Hand- und Fußabdrücke abgeben sollte? EH hatte sie bereitwillig abgegeben.

Es ist doch nicht nur eine Sache, die ihn verdächtig macht, sondern viele Teile bilden zusammen ein Puzzle.

Da passt dann auch die Blutgruppe 0, der Sockenabdruck der 100 %ig passt. Was möchte man denn da noch? Ich finde den Fall mehr als klar. Man kann es drehen und wenden wie man will, es deutet immer wieder auf JS als Täter hin.


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22.06.2015 um 10:47
@Venice2009
Ich bin ganz bei dir, es gibt Dinge, die Jens Söring verdächtig machen. Aber es gibt meiner Meinung nach nichts, was wirklich beweist, dass er schuldig ist. Blutgruppen und Sockenabdrücke sind offensichtlich etwas, was auf viele Menschen passen. Ich persönlich weiß nicht, wie gut der Richter und die Opfer sich kannten. Ich habe an mehreren Stellen gelesen, dass sie sich kannten, und wenn schon nicht persönlich, so waren zumindest die Familien befreundet. Grund genug, einen anderen Richter zu nehmen, muss ja nicht ausgerechnet dann dieser sein.

Das gab es schon oft, dass falsche Geständnisse wiederholt wurden. Wenn jemand gesteht, wird er immer wieder einvernommen und er wiederholt sein Geständnis. Und irgendwann beschließt er dann ab einem bestimmten Zeitpunkt, sein Geständnis zu widerrufen. Es ist nicht so, dass falsche Geständnisse immer nur einmal gemacht werden, vor allem dann nicht, wenn man die Schuld absichtlich auf sich nehmen möchte, um jemanden anderen zu schützen. Wie es hier der Fall sein könnte.

Wie gesagt, es gibt aus meiner Sicht keine wirklichen Beweise, deshalb bin ich dafür, dass der Fall noch einmal verhandelt wird und die Beweisstücke noch einmal gründlich untersucht werden. Mit einem unbefangenen Richter. Verdächtigungen reichen für ein Urteil nicht aus, Gott sei Dank.


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22.06.2015 um 10:55
@Allgemeines
und was ist mit den Briefen. Wenn dir der Fall bekannt ist, wurden die beiden wegen Scheckbetrugs verhaftet. Die englische Polizei fand die Briefe und schaltete die amerikanische Ermittlungsbehörde erst dann ein.
Auch die Briefe müssen also belastend gewesen sein, oder warum hätte die englische Polizei ansonsten in Virginia angerufen und sich nach dem Wohlbefinden der Haysoms erkundigt?

Hier gibt es einen Filmbeitrag in dem einige Auszüge der Briefe zu sehen sind. Auf den Wunsch von EH ihre Eltern tot zu sehen, erwidert JS es wäre möglich.

Woher konnte er z. B. wissen, dass der Täter sich die Schuhe ausgezogen hatte, damit er in den Blutlachen keine Fußabdrücke hinterlässt, wenn er nicht am Tatort gewesen ist? Ist sowas nicht Täterwissen? Da wiegt so ein Geständnis doch schon wieder ganz anders, wenn man solche detallierten Angaben machen kann.


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22.06.2015 um 11:18
@Venice2009
Venice2009 schrieb:Woher konnte er z. B. wissen, dass der Täter sich die Schuhe ausgezogen hatte, damit er in den Blutlachen keine Fußabdrücke hinterlässt, wenn er nicht am Tatort gewesen ist? Ist sowas nicht Täterwissen?
Das denke ich auch, zumal er ja (wenn ich das richtig in Erinnerung habe) im Interview mit Kerner gesagt hat, dass er sich mit EH nie genauer über den Tathergang unterhalten hat.


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Der Fall Jens Söring

22.06.2015 um 11:22
@Venice2009
Die Briefe beweisen doch keinen Mord, erstens sind sie vor dem Mord geschrieben worden und zweitens kennen wir allenfalls wenige Auszüge, man müsste alles lesen, um beurteilen zu können, ob da etwas dahinter ist.

In zwei Berichten habe ich gesehen, dass die Geschworenen ich glaube nur zu 6:6 an seine Schuld geglaubt haben. Bis der Sockenabdruck präsentiert wurde. Es wurde aber im Prozess nicht gezeigt, dass auch andere Füße gleich gut zu diesem Sockenabdruck passen, was wirklich einseitig ist. Meines Wissens haben erst Medien das später gezeigt. Das heißt, dass die anderen Beweisstücke auch den Geschworenen als zu schwach gegolten haben.

Ich sage überhaupt nicht, dass Jens Söring unschuldig ist, weil ich das nicht weiß. Ich sage nur, der Fall gehört neu und fair verhandelt, damit man überhaupt herausfinden kann, ob er schuldig oder unschuldig ist. Mit eben gegebenenfalls neuen Untersuchungsergebnissen der Beweisstücke. Es zweifeln auch offizielle Personen der Justiz in den USA an seiner Schuld, und diese Personen kennen die Beweismittel viel besser als wir. Auch das ist Grund genug, den Prozess neu aufzurollen.


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22.06.2015 um 11:28
@Allgemeines
hier im Thread gibt es ein Foto, wo die Fußabdrücke von JS, EH und der Sockenabdruck zu sehen sind. Ohne Experte zu sein, sieht man schon augenscheinlich, dass der Abdruck von JS darauf passt. Ich glaube daher nicht, dass auch der von EH, wie immer wieder behauptet wird, passen würde.

Findes du nicht, dass es zuviele Zufälle gibt die gegen JS sprechen? Die Briefe, die Flucht, das Mietauto, der Sockenabdruck, die Blutgruppe? Was muss es deiner Meinung nach noch geben um JS mit dem bestialischen Doppelmord in Verbindung zu bringen.

Man kann alles hinterfragen. Aber all diese Dinge sind nicht von der Hand zu weisen. Natürlich sind die Briefe vor dem Doppelmord geschrieben worden... denn es wurde ja bekanntlich ein Doppelmord an den Eltern von EH geplant.

Wenn JS so korrekt war, wie er sich immer wieder gibt (Mord auf sich genommen um sie vor dem elektrischen Stuhl zu bewahren), warum hat er EH dann nicht von dieser fixen Idee abgebracht? Er stellt sich immer als der Saubermann schlechthin dar. Warum hat ihn überhaupt nicht abgeschreckt, angeekelt, dass seine Freundin solche Mordgelüste ihren Eltern gegenüber hegt, wenn wir davon ausgehen, dass JS ein ganz normal psychisch gesunder junger Mann gewesen ist?


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22.06.2015 um 11:34
@Allgemeines
zu den Geschworenen, soweit ich weiß, war nur ein Geschworener unsicher gewesen. Das mit den 6:6 Geschworenen liest man so nur auf der HP von JS.

Die Geschworenen brauchten nicht lange um ein Urteil zu fällen. Also kann es nicht so viele Zweifler unter ihnen gegeben haben.

Manchmal benötigen Geschworene Tage um ein Urteil zu fällen, bei JS waren es Stunden gewesen. Also deutet das alleine schon darauf hin, dass sie nicht an seiner Schuld gezweifelt haben.


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Der Fall Jens Söring

22.06.2015 um 11:38
@Venice2009
Zufälle sind aber keine Beweise, auch keine Blutgruppen, Sockenabdrücke, Mordfantasien, Dinge die jemanden in Verbindung mit einem Mord bringen.

Nur um das geht es mir, ich bin nicht von der Unschuld von Jens Söring überzeugt, aber eben leider auch nicht von seiner Schuld. Und dieser Fall rechtfertigt meiner Meinung nach einen neuerlichen Prozess.

Aber ich lass das jetzt hier, denn jeder kann sich aufgrund der vorliegenden Fakten und Indizien sein eigenes Bild machen, da bringt es absolut nichts, sich gegenseitig hin- und herzuschreiben, welche Meinung man hat :-).


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Der Fall Jens Söring

22.06.2015 um 11:40
@Allgemeines
das sind aber Indizien. Viele Indizien die auf einen Täter hinweisen, sprechen doch auch für sich.

Nicht bei jeder Tat findet man den Täter mit einer Mordwaffe in der Hand über das Opfer gebeugt vor. Oder seine DNA. Gerade zu der damaligen Zeit.


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Der Fall Jens Söring

22.06.2015 um 11:43
@Allgemeines
Leider bleibt bei Indizienprozessen immer die Unsicherheit. Insbesondere bei solchen Strafmaßen kann das wirklich fatal sein. Auch im Horchheim-Prozess gab es keinen Beweis gegen die Schwiegertochter des ermordeten Ehepaars. Das Urteil wurde ebenfalls auf Grundlage von Indizien gefällt.


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Der Fall Jens Söring

22.06.2015 um 11:43
Ich habe mir das Kerner Videos nochmal angeguckt.
Sie gesteht ihm die tat, er will sie auf sich nehmen da sie Angst vor dem elektr, Stuhl hat, er beruht sich auf Diplomaten Status etc.
Sie schmieden den Tathergang wie es gewesen sein könnte so JS.
Und er will nicht von ihr wissen wie sie es wirklich getan hat???? Sorry aber das spricht für sich..


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Der Fall Jens Söring

22.06.2015 um 11:46
was mich so allgemein interessieren würde, wenn es also keine aussagekräftigen Beweise gibt, sollte ein grausames Verbrechen lieber ungesühnt bleiben, weil z. B. eine 2 %ige Chance besteht einen falschen Täter einzubuchten? Obwohl es sehr viele Indizien gibt. Die sollte man dann lieber außer Acht lassen?

Ob man so auch darüber denken würde, wenn man persönlich, z. B. die eigenen Eltern, Kinder, Geschwister betroffen wären?


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Der Fall Jens Söring

22.06.2015 um 11:48
@Venice2009
Und dabei wäre interessant, wie das statistisch aussieht. Also, wie viele der Urteile wirklich Beweise vorliegen haben und wie viele auf Indizien beruhen.


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Der Fall Jens Söring

22.06.2015 um 11:49
@Kermit12
Ja, seltsam. Um überzeugend zu sein (und das müsste zu dem Zeitpunkt seine Intention gewesen sein), müsste er doch alles erfragen..


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Der Fall Jens Söring

22.06.2015 um 11:50
Sehe ich absolut genauso. Dann dürfte keiner mehr im Gefängnis sitzen denn schließlich war keiner der zu urteilenden dabei. vor allem bei einer solchen indizienkette.


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Der Fall Jens Söring

22.06.2015 um 11:51
Intelligente in dem Fall ein hochintelligenter Mensch hat die Angewohnheit alles zu hinterfragen.
Und hier wird eine Ausnahme gemacht?


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Der Fall Jens Söring

22.06.2015 um 12:01
@Lesende
ich könnte mir vorstellen, dass es früher erheblich mehr Indizienprozesse gab. Dank DNA wird das sicherlich heute weniger geworden sein.

In JS Fall reiht sich ein Indiz ans andere. Das kann nicht einfach nur mit, unfähigen Ermittlern, befangenem Richter, schlechtem Vertreidiger erklärt werden. Wenn man will, findet man immer etwas was nicht passt.

Wenn man bedenkt, dass zuerst überhaupt gar nicht in die Richtung der beiden ermittelt wurde, sondern sie unbehelligt noch fast ein halbes Jahr ihr Leben genießen konnten. Es war also nicht so, dass sich da jemand gleich auf JS das German Monster festgebissen hatte. Sondern erst mit den laufenden Ermittlungen gerieten die beiden immer mehr ins Visier der Polizei.


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22.06.2015 um 19:52
Venice2009 schrieb:inwieweit der Verteidiger geisteskrank war, kann man wohl kaum beurteilen, oder weißt du, wie schwerwiegend seine Erkrankung damals schon gewesen ist? Psychisch krank heisst ja nicht grundsätzlich, dass man nicht mehr in der Lage ist, seinen Job vernünftig auszuüben. Dass es Jahre später so kam, spricht für mich, dass die Erkrankung erst später sehr akut wurde.
Das spricht für deine Fantasie, dass du dir das so zusammenreimst. Es entspricht aber nicht den Tatsachen. Seine Krankheit war während des Söring-Falls akut. Der Verteidiger gab an, zwischen 1989 und 1992 wegen psychischen Störungen beeinträchtig gewesen zu sein. Also in der Zeit, in der er Söring vertrat. In den Jahren 1993 und 1996 wurde ihm zweimal zeitweise die Lizenz entzogen, im Jahr 2001 dann dauerhaft. Die vierjährige Suspendierung im Jahr 1996 steht im direkten Zusammenhang mit dem Söring-Fall: Ihm wurden fünffaches Fehlverhalten im Söring-Fall nachgewiesen.
Der Verteidiger hat viele Fehler gemacht. Der größte war, dass er keinen Gegenexperten für den Sockenabdruck geladen hat. Wie Gail Marshall ja sagte, hätte man dieses Indiz innerhalb von Minuten "zerstören" können.
Soering's lead trial attorney, Richard Neaton, admitted in bar disciplinary proceedings that his "ability to practice law was materially impaired by an emotional or mental disability" during the time he represented Soering.
http://hamptonroads.com/2007/02/no-hope-jens-soering-prisoners-story-shows-how-survive
https://news.google.com/newspapers?nid=1298&dat=19960725&id=YOkyAAAAIBAJ&sjid=xwcGAAAAIBAJ&pg=7052,4490577&hl=de
Venice2009 schrieb:er hat 5 mal bei 5 verschiedenen Gelegenheiten gestanden, ich denke, das ist kaum vergleichbar mit EINEM falschen Geständnis.
Ob er nun ein-, fünf-, oder achtmal gestanden hat, was spielt das denn für eine Rolle? Das lese ich hier schon zum hundertsten Male und verstehe es einfach nicht. Wer einmal ein falsches Geständnis ablegt, ist unschuldig, wer es dreimal tut, war es vielleicht und wer es fünfmal tut, war es ganz bestimmt. Ist es das? So liest sich das nämlich.

Wen es nach der Anzahl geht, könnte man ja auch sagen: "Er hat seit 1990 5000 Mal seine Unschuld beteuert, also war er es nicht."

Es ist doch nicht so, dass er fünfmal eine Pressekonferenz einberufen hat und dann gestanden hätte. Er hat gestanden und wurde danach noch weitere Male verhört, wo er dann sein Geständnis wiederholt hat. Hätte man ihm nach dem ersten Geständnis nicht mehr verhöhrt, gäbe es jetzt nur ein Geständnis.

Wenn sich jemand entschließt, ein falsches Geständnis abzulegen, kann es doch nicht verwundern, wenn er bei dieser Version erstmal bleibt. Als ob die Anzahl irgendetwas aussagen würde. Man kann 1000 Mal ein Geständnis abgelegt haben und trotzdem unschuldig sein.


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