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Der Fall Jens Söring

17.724 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, Kino, Gefängnis, Messer, Karten, Sohn, Doppelmord, Unschuldig, Richter, Schuldig, 1985 + 24 weitere
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Jens Söring

Der Fall Jens Söring

22.06.2015 um 20:42
@Gristar
Es ist schon ein Unterschied ob man einmal oder fünfmal gesteht. Lügt man, gibt es doch gravierende Abweichungen und es ist feststellbar. Eine erfundene Geschichte kann man nicht so präzise wiedergeben wie eine die man selber erlebt hat.

Ohne Sachverständiger zu sein, passen die Fußabdrücke von JS sehr genau über den gefundenen Sockenabdruck im Haus. Der von EH ist kleiner. Hier in dem Thread gibt es ein Vergleichbild von dem Fußabdruck von JS, EH und dem gefundenen Sockenabdruck.

Außerdem war dieser auch Thema in einem Autopsie-Beitrag. Da kann man sehr gut erkennen, wie genau JS Fußabdruck über den gefunden Sockenabdruck passt. Ich glaube nicht, dass tatsächlich der komplette Sockenabdruck, die Zehenstellung, bei einem anderen Fußabdruck genauso perfekt übereinander passen würde wir der von JS. Kannst du dir anschauen, der Filmbeitrag ist hier im Thread eingestellt. Dieser Sockenabdruck war weder verwischst noch unvollständig o. ä.. Das ist der einzige Grund, warum Sockenabdrücke nicht aussagekräftig sind.


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Der Fall Jens Söring

22.06.2015 um 21:01
@Gristar
schade, aber den Zeitungsartikel kann man leider nicht ganz lesen, da der letzte Teil fehlt. Es ging auf jeden Fall um Geld, und er hatte JS belogen, bezüglich was, kann man leider nicht nachlesen.

Wenn man mit der anwaltlichen Leistung nicht zufrieden ist, kann man sich einen anderen Anwalt nehmen. Wieso JS das nicht tat, ist schon sehr fraglich. Wieso er sich auch nicht vehement gegen den Fußabdruck wehrte, ebenfalls. Spätestens da, hätte er den Verteidiger wechseln müssen, wenn er gegen so einen gravierenden Beweis nicht vorgeht, obwohl man unschuldig ist. Schon sehr fraglich alles.

Genauso wie die Briefe, in denen die beiden schon viel früher damit gerechnet haben, geschnappt zu werden. Aber letztendlich began die Flucht ja erst dann, als die Abdrücke von JS gefordert wurden. EH hatte ihre ja bereitwillig abgegeben. Auch nur Zufall, warum JS ausgerechnet zu der Zeit so nervös wurde, ein halbes Jahr nach der Tat?


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Der Fall Jens Söring

22.06.2015 um 21:22
Venice2009 schrieb:schade, aber den Zeitungsartikel kann man leider nicht ganz lesen, da der letzte Teil fehlt. Es ging auf jeden Fall um Geld, und er hatte JS belogen, bezüglich was, kann man leider nicht nachlesen.
Da steht noch: Er hat Soering über mögliche Entlastungszeugen angelogen. Außerdem hat er sich geweigert, die Akten rauszugeben, als Soering sich einen neuen Verteidiger nahm.

Du kannst übrigens mit dem Cursor die Seite nach oben und unten, und nach rechts und links bewegen. Dann kannst du auch den gesamten Artikel lesen. ;)
Bei meinem Browser geht das jedenfalls.


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Der Fall Jens Söring

22.06.2015 um 21:50
Das die Verteidigung von JS damals keinen eigenen Abdruck-Experten aufgerufen hat, ist eine weitere Sache in dem Fall, über die man sich nur wundern kann.

Scheinbar sind weder JS selbst noch seine Verteidiger (er hatte ja - neben Rick Neaton - soweit ich weiß noch einen weiteren Anwalt im Prozess) auf die Idee gekommen, die Aussage des Abdruck-Experten der Staatsanwalt zu widerlegen oder so in Zweifel zu ziehen, dass die Jury den Abdruck als Beweis ausschliessen würde. Ich frage mich immer, warum kommen intelligente Leute nicht auf die Idee, den Hauptbelastungsbeweis zu widerlegen?


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Der Fall Jens Söring

22.06.2015 um 22:09
@Gristar
ja am Rechner klappt es, beim Smartphone hat es nicht hingehauen.

Was mich noch stutzig macht ist, wieso der Vater als Diplomat nicht einfach einen anderen Anwalt eingeschaltet hat. Ich kann es tatsächlich nicht nachvollziehen, warum man bei einem Anwalt bleibt, der einen schlecht bis gar nicht verteidigt wenn man unschuldig ist.

Ermittlungsakten usw. hätte der neue Anwalt doch bekommen, da wäre er nicht auf den alten Anwalt angewiesen gewesen. Das kann doch nicht ein Grund dafür sein, sich keinen neuen Anwalt zu nehmen.


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Der Fall Jens Söring

24.06.2015 um 18:26
Venice2009 schrieb:Was mich noch stutzig macht ist, wieso der Vater als Diplomat nicht einfach einen anderen Anwalt eingeschaltet hat. Ich kann es tatsächlich nicht nachvollziehen, warum man bei einem Anwalt bleibt, der einen schlecht bis gar nicht verteidigt wenn man unschuldig ist.
Das stellst du dir wohl ein bisschen zu einfach vor. Das war ein Pflichtverteidiger. Den kann man nicht einfach so austauschen. Außerdem ist es auch kaum möglich mitten im Prozess den Verteidiger zu wechseln. Der neue müsste sich doch erst wochenlang mit dem Fall vertraut machen.
Venice2009 schrieb:Ermittlungsakten usw. hätte der neue Anwalt doch bekommen, da wäre er nicht auf den alten Anwalt angewiesen gewesen. Das kann doch nicht ein Grund dafür sein, sich keinen neuen Anwalt zu nehmen.
Das war auch nicht der Grund, denn die Weigerung der Herausgabe der Akten passierte nachdem er gefeuert wurde. Es ging auch nicht um irgendwelche Ermittlungsakten, sondern um Akten, die von der Verteidigung erstellt wurden. Gutachten, die von der Verteidigung in Auftrag gegeben wurden, Verteidigungsstrategien usw. Alles das, was die Verteidigung zur Entlastung zusammengetragen hat. Dinge, die der neue Verteidiger braucht, um nicht bei Null anfangen zu müssen.


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Der Fall Jens Söring

24.06.2015 um 18:50
@Gristar
er kam ja nicht aus einem einfachen Haus. Die Oma z. B. war recht wohlhabend, ich nehme einmal an, sein Vater als Diplomat hat auch nicht am Hungertuch genagt. Daher finde ich es schon fraglich, warum man da nicht mehr investiert hat, wenn der Sohn doch unschuldig war? Sofern seine Familie ihm glauben geschenkt hat, was nicht wirklich eindeutig ist. Denn dazu hat er sich nie geäußert und seine Familie hat sich ja auch von ihm abgewendet.


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Der Fall Jens Söring

25.06.2015 um 00:00
Der Vater stand zu dieser Zeit hinter ihm und war auch beim Prozess. Eine Verteidigung aus eigener Tasche hätte Hunderttausende gekostet. Und warum der Vater sich Jahre später von ihm abwandte, ist reine Spekulation deinerseits und spielt auch keine Rolle, wenn es um die Verteidigung beim Prozess von 1990 geht.


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Der Fall Jens Söring

25.06.2015 um 00:48
na jah, die familie hätte schon mehr möglichkeiten gehabt, eine bessere verteidigung zu organisieren, als z.b. ein us amerikaner aus dem mittleren westen, der in einem wohnwagen wohnt, und kein geld für zahnersatz hat.


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Der Fall Jens Söring

25.06.2015 um 09:08
@Gristar
Wo habe ich spekuliert?

Nur weil der Vater bei der Verhandlung anwesend war, heisst es schließlich nicht, dass er JS für unschuldig hielt. Du magst es kaum glauben, aber es gibt Eltern, die trotz erwiesener Schuld weiterhin zu ihren Kindern stehen, sie begleiten und für sie da sind. Vielleicht aber irgendwann einfach nicht mehr die Kraft dazu haben.

Wenn man den Fall Milke nimmt. Die Mutter hielt ihre Tochter zuerst für schuldig, änderte ihre Meinung und kämpfte bis zuletzt mit ihr zusammen. All die vielen Jahre lang.


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Der Fall Jens Söring

25.06.2015 um 22:12
Nun mal etwas ganz anderes zu dem Thema. Glaubt ihr, dass JS jemals in absehbarer Zeit aus dem Gefängnis herauskommen wird?


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25.06.2015 um 22:19
@Venice2009
Dass die Mutter debbie anfangs für schuldig hielt ist mir neu.
Klär mich bitte auf!


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Der Fall Jens Söring

25.06.2015 um 23:01
@Kermit12
ich weiß nicht, ob man das in diesem Thread darf... aber zu Anfang hielt Debbie´s Mutter sie für schuldig. Erst nachdem sie schriftlichen Kontakt zu ihr aufnahm, überzeugte Debbie sie von ihrer Unschuld. Genug OT ;). Kannst du auch gerne googlen.


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Der Fall Jens Söring

29.06.2015 um 10:46
Stand hier doch schon oft: Nach JS haben immer die anderen die Schuld. Er selber hält sich nicht nur für unfehlbar, sondern auch für super schlau. Einfach mal einen Blick in den neusten Newsletter werfen. Dort werden die Deutschen (ganz pauschal) mal wieder als Deppen dargestellt und JS erklärt uns die Welt.
Ich kapiere nicht, dass er dafür (und seine wirren Thesen zu politischen Themen) auch noch Applaus bekommt.


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Der Fall Jens Söring

29.06.2015 um 12:19
Es spielt für die hier diskutierte Täterfrage nur eine nebensächliche bis gar keine Rolle, ob jemand nach 29 Jahren Haft, davon 4 Jahre mit Aussicht auf die Todesstrafe und 25 Jahre in Gewissheit "Lebenslang" in einem Newsletter aus Verzweiflung über die Welt Dinge schreibt, die sehr merkwürdig sind.

Jens gehörte zu den letzten Lebenslänglichen, die noch das Recht auf Parole haben. Danach wurde es abgeschafft. Die theoretische Chance macht es aber für ihn nicht einfacher, da die anderen Lebenslänglichen sich auf Haft bis zum Tod einstellen können, er aber sich in einer emotionalen Achterbahn befindet. Die Zusage von McKaine hinsichtlich einer Haftüberstellung und die Rücknahme durch den Nachfolger ist an Tragik nicht zu überbieten und hinsichtlich der psychischen Auswirkungen nicht zu überbieten.

Ich habe mir über das ganze Wochenende die 123 Seiten durchgelesen und bin nun auch - anders als früher - der Meinung, dass die Indizien eine Verurteilung gerechtfertigt haben. Das wird nichts daran ändern, dass ich weiter überall die Geschichte von Jens Söring weitererzählen und für eine Überstellung nach Deutschland mit dem Argument 30 Jahre sind genug - werben werde.

Jeanette sollte sich überlegen, dass sie mit der Diskussion und vor allem der Art, wie die Diskussion von ihr in den ersten zwei Wochen geführt wurde (in Virginia leben fast nur ... und ihr seid ...) einen Streisand-Effekt ausgelöst und mE Jens Söring schwer geschadet hat. Jetzt findet man mit ein bißchen Internet-Recherche plötzlich hier Infos in deutscher Sprache mit erläuternden Verweisen auf US-Quellen. Das gab es vorher noch nicht.
Die Quellenrecherche wäre im Februar und März mE nie so in die Tiefe gegangen, wenn nicht maßgeblich Jeanette immer wieder dieselben weitgehend oder völlig unbelegten Behauptungen aufgestellt hätte und diese wurden dann von ein paar Usern hier für mich eindrucksvoll widerlegt. Ich möchte aber genau an diese User (und deren Fans) appellieren, dass man trotz der Wortwahl von Jeanette nicht mit Spott und Häme anfängt oder weitermacht.

Der Freundeskreis von Jens war und ist für ihn eine unerläßliche Stütze. Die investieren sehr viel Zeit und vor allem auch offenkundig Geld. Und haltet Euch bitte mit Kritik an seiner ehemaligem Verteidigerin Gail Marshall zurück. In einem hier im Februar zitierten Schreiben an den damaligen Gouvernor erwähnte sie, dass sie pro bono arbeitet.


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Der Fall Jens Söring

29.06.2015 um 12:20
Soweit hier ein angeblicher Deal EH mit der Staatsanwaltschaft hinsichtlich einer vorzeitigen Entlassung nach 45 Jahren angesprochen wurde, so gilt dafür mE das, was ich im Posting vorher geschrieben habe. Es zählt die Gesetzeslage bei der Verurteilung und eine nachträgliche Verschärfung kann daher nichts ändern.


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Der Fall Jens Söring

29.06.2015 um 15:49
@Flusspanther
danke für deinen Beitrag, du hast es gut in Worte gefasst. Der Thread wäre sicherlich nicht so ausgiebig diskutiert worden, hätte es Jessica- bei ihrer Version belassen ohne immer wieder in die Diskussion einzusteigen und die gleichen Dinge, ohne auf Rückfragen einzugehen, zu verfassen.

Ich denke, das hat vielen erst recht den Anreiz gegeben, die Dinge zu widerlegen. Auch wenn Jessica-´s Intention eine ganz andere gewesen ist.

Ansonsten ist dem nichts Entgegenzusetzen, bezüglich der Meinung, er hätte lange genug gesühnt und unterstützt ihn auf diesem Wege. Das ist eine persönliche Einstellungssache, die jeder mit sich selber ausmacht.


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Der Fall Jens Söring

29.06.2015 um 17:01
Venice2009 schrieb: danke für deinen Beitrag, du hast es gut in Worte gefasst. Der Thread wäre sicherlich nicht so ausgiebig diskutiert worden, hätte es Jessica- bei ihrer Version belassen ohne immer wieder in die Diskussion einzusteigen und die gleichen Dinge, ohne auf Rückfragen einzugehen, zu verfassen.
Wobei ich es sehr gut und wichtig finde, dass hier im Thread einige der angeblich entlastenden Beweise einfach wieder widerlegt wurden.

Ich persönlich finde es leichter, jemanden nach 30 Jahren auf freien Fuß zu setzen, der seine (zumindest) Mitschuld einräumt, als jemand, der per Mittelsmänner (Freundeskreis) nur zensierte Fakten präsentiert, die mit der Realität gar nichts zu tun haben.

Wir haben hier gezeigt - nach eingehender Prüfung der vorliegenden Fakten ist es nicht möglich, ihm eine Version der Geschichte abzunehmen. Und das finde ich wichtig, dass das irgendwo steht.


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Der Fall Jens Söring

29.06.2015 um 17:32
Ich persönlich bin nicht der Meinung, dass an ihn frei lassen sollte. Zum einem hat er die grausame Tat in einem land verübt, wo es sogar die Todesstrafe dafür gegeben hätte und er hat da schon Zugeständnisse bekommen und sollte dort gleich behandelt werden, wie alle anderen und zum anderen könnte man davon ausgehen, dass er in Deutschland auch weiterhin einsitzen würde, denn Täter, die nicht geständig sind, haben sich nicht mit der Tat auseinandergesetzt, was für eine gute Prognose, die gestellt werden müsste, sehr ungünstig ist. Auch hier sitzen solch Täter heute noch.

Vielleicht würde er hier zu seiner Tat stehen, so wie er es Anfangs auch tat und sich zunehmend damit auseinander setzen, dann würde ich es anders sehen.


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Der Fall Jens Söring

29.06.2015 um 17:38
Ja und Nein, MissMary. Die Faktendoku hier macht die Chancen auf Bewährung oder eine Haftentlassung bestimmt nicht größer. Das ist die andere Seite der Medaille und ich kann gut nachvollziehen, dass ein Geständnis für die Aussetzung einer Strafe zur Bewährung wichtig sein sollte. Aber nach 30 Jahren immer noch? Ein 18Jähriger kommt ins Gefängnis und ist mit 48 Jahren psychisch zerbrochen und man kann selbst bei einer Haftentlassung nur noch Scherben kitten.

Ich bin zu dem Ergebnis gelangt, dass das Verhalten mancher Leute aus dem Freundekreis nur so erklärbar ist, dass sie Jens Söring als ein Familienmitglied und so ein bißchen den Kampf einer Löwenmutter kämpfen bzw. sich selbst eingeredt haben, dass mein Sohn so etwas nicht begangen haben kann und wenn man ihn nicht freilässt dann liegt das an dem mangelnden Intelligenzquotienten der Menschen in Virginia. Letzteres hat Bernadette selbst geschrieben.

Aus Verzweiflung heraus werden dann Dinge gemacht, die kontraproduktiv sind, wie der Aufruf zu einem Tourismusboykott. Die lachen sich in Virginia darüber tot und denken sich, dass man auf ein paar verrückte Deutsche ohnehin keinen Wert legt. Ich habe da mit mehreren Menschen darüber gesprochen, welche die Mentalität dort ganz gut einschätzen können.


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