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Der Fall Jens Söring

27.112 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, Kino, Gefängnis, Messer, Karten, Sohn, Doppelmord, Unschuldig, Richter, Schuldig, 1985 + 24 weitere
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Jens Söring

Der Fall Jens Söring

22.05.2020 um 18:55
orenoa schrieb:Am Ende probieren im Moment doch alle egal ob Hammel, Wright, Söring und wer auch immer aus der Story Kapital oder Bekanntheit zu erlangen. Zumindest kann ich niemanden erkennen der wirklich unparteiisch und objektiv da herangeht.
Desinformation in Reinform, exemplarisch vorgeführt. So untergraben Profis klare Gedankenfolgen und relativieren längst festgestellte klare Ergebnisse


Behauptung 1: Alle versuchten derzeit aus der "Story"(!) Kapital oder Bekanntheit zu erlangen.
Beleg: Fehlanzeige. Reine Unterstellung.

Egal.

Feststellung: "Zumindest kann ich niemanden erkennen..."
Geschickte Immunisierung durch kokett- bescheidene Einschränkung und Rückzug auf die eigene Unzulänglichkeit.

"...der wirklich unparteiisch und objektiv da herangeht" -
Die höchstmögliche Messlatte (wirklich objektiv!) macht alle Beteiligten - sogar Jens Söring! - zu mehr oder weniger glücklichen Wahrheitssuchern. Da möge sich doch bitte keiner über den anderen erheben!
Das ist natürlich komplett lächerlich, weil es zumindest JS niemals um Wahrheit geht, sondern ausschliesslich um pubertäre Selbstrechtfertigung durch Schuldverschiebung.

Dass daneben andere durchaus das Interesse verfolgen, den tatsächlichen Geschehnissen auf die Spur zu kommen, dafür sehr viel Zeit und Energie investieren, liegt moralisch betrachtet auf einer ganz anderen Skala.

Ja das böse Geld... Ob ich Knete mache, indem ich als Mörder nachträglich einen auf Justizopfer mache und die Opfer verhöhne
oder ob ich Knete mache, indem ich die Verwandten der Opfer dieses Narzisten vor weiteren Übergriffen schütze -
das liegt moralisch betrachtet beides Klassen auseinander.

Aber nein, das alles kann hier jemand "nicht erkennen"... ein Schelm, wer...

Erzielter Effekt: Alle sind wieder auf dieselbe moralische Stufe gestellt, Alles auf Anfang!

Ein kleines Meisterstück der versuchten Zersetzung. Chapeau!


PS: Die selbstverständliche Verwendung des Wortes "Story" für den Blutrausch des Doppelmörders Söring, lässt mich ahnen, aus welcher Ecke dieses Verdummungs-Interesse kommt. Mir jedenfalls graust vor der Vorstellung, dass ein JS seine sadstischen Gewaltfantasien ein weiteres Mal ausleben kann, tausendfach in den Hirnen nicht durch Altersbeschränkung geschützter Gehirne. Aber mit dieser Story lässt sich bei hinreichender Gewissenlosigkeit Kapital schlagen


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22.05.2020 um 19:10
Die psychologische Seite der Fakten würde ich nicht als Aufhänger für die Schuldfrage anführen.
Ich bräuchte weitere Zeugen von 1985 die Herrn Söring eine Verletzung an der Hand bestätigen könnten, das wäre das stärkste Indiz für die Schuldfrage, die ich gefunden habe bis jetzt!


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Der Fall Jens Söring

22.05.2020 um 19:18
Wiederholung machts doch nicht besser?

Die Indizien, die zur Verurteilung von Jens Söring als Doppelmörder geführt haben, waren und sind völlig ausreichend zum eindeutigen Beleg seiner Schuld. Es gibt keinerlei begründeten Anlass, das auch nur in Zweifel zu ziehen.


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Der Fall Jens Söring

22.05.2020 um 19:33
@Trimalchio

Leicht offtopic, aber Du weisst schon, dass Du mal eben so im Vorübergehen die Denkmechanismen von Verschwörungshanseln, Lügenpresse-Schreiern und "Das ist aber meine Meinung"-Deppen offengelegt hast? Chapeau.

Die Gleichstellung der zwangsläufig und zugestanden parteiischen Lügenmärchen Sörings (denn dass der gelogen hat, dass sich die Balken biegen, dürften nichtmal seine treuesten Anhänger in Frage stellen, er selber gibt das ja zu) mit rechtsstaatlichen Gerichtsentscheidungen und mit Journalisten, die im Gegensatz zu anderen Kollegen einfach ihren Job machen, ist eine moralische Bankrotterklärung.

By the way: Die Story eines Unschuldigen, der von den fiesen bösen Amis im Knast verrotten gelassen wurde, verkauft sich human interest mässig tausendmal besser als alles, was der Wahrheit dann doch ein bisschen näher kommt. Alleine schon deshalb, weil diese Position viel komplexer ist als "Der is schuldig!"


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22.05.2020 um 20:48
niik schrieb:In Ermangelung anderer Journalisten bisher fällt ihm wohl diese Rolle zu, wäre schon wenn es auch andere gäbe.

Die Stephen King Thematik sagt mir nix, kannst du dies weiter erläutern?
Nu ja die da gibt's aber genug die sich mit der Thematik eingehenden beschäftigt haben. Alle jetzt aufzuzählen sprengt glaub ich den Rahmen.

Stephen King schrieb seinen Roman inspiriert durch die Arbeit der Warren Komission bzw. lesen des "Warren Reports" welche sich mit den Kennedy Attentat befasst hat bzw. Gerald Posner’s Case Closed. Da es aber in der Causa Söring keine Komission oder der gleichen gab und dazu noch wie oben geschrieben die FAZ ein Statement wollte wurde zusammen mit Terry Wright (dem Scotland Yard Beamte der JS in UK vernahm und späteren Verbindungsoffizier beim FBI) der "Wright Report" kreiert. Es ist schon recht umfangreich recherchiert aber ob er mit dem Thema jetzt den Pulitzer Preis gewinnt oder an Stephen King's Bestseller rankommt mag ich bezweifeln.
Trimalchio schrieb:Behauptung 1: Alle versuchten derzeit aus der "Story"(!) Kapital oder Bekanntheit zu erlangen.
Beleg: Fehlanzeige. Reine Unterstellung.
Welche Belege brauchst Du?
Söring selbst wird früher oder später seinen Lebensunterhalt finanzieren müssen. Einen "normalen" Job wird er nicht bekommen...ergo bleibt als naheliegendstes die Schreiberei oder Rechte zu verkaufen.
Hammel? siehe oben...dieser schreibt selbst was seine Motivation ist in seinen Blog's
Lanz? lebt von Einschaltquoten
usw.
Trimalchio schrieb:Dass daneben andere durchaus das Interesse verfolgen, den tatsächlichen Geschehnissen auf die Spur zu kommen, dafür sehr viel Zeit und Energie investieren, liegt moralisch betrachtet auf einer ganz anderen Skala.
Aktuell sehe ich halt niemanden der unvoreingenommen ohne Partei zu ergreifen auf Wahrheitssuche ist. Nur zwei Parteien die eine schreit "schuldig" die andere "nicht schuldig" aber quasi sowas wie einen unabhängien Untersuchungsausschuss etc. hat es meines Wissens nie gegeben.

Schei... ich vergass, demnächst kommt ja die Serie auf Netflix. Das wird natürlich die Wahrheitsfindung in Reinform.
BoobSinclar schrieb:Die Gleichstellung der zwangsläufig und zugestanden parteiischen Lügenmärchen Sörings (denn dass der gelogen hat, dass sich die Balken biegen, dürften nichtmal seine treuesten Anhänger in Frage stellen, er selber gibt das ja zu) mit rechtsstaatlichen Gerichtsentscheidungen und mit Journalisten, die im Gegensatz zu anderen Kollegen einfach ihren Job machen, ist eine moralische Bankrotterklärung.
Moralisch vielleicht...nur als Angeklagter/Beschuldigter ist es letztendlich sein gutes Recht und er ist auch nicht verpflichtet, wahrheitsgemäß zu antworten.

Um es vorweg zu nehmen und bevor das nächste Geschrei startet...ich denke er ist in jedenfall schuldig aber eben nicht im Sinne der Anklage bzw. nachdem was wir Stand heute wissen es wohl kaum zu einer Veruteilung reicht.


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22.05.2020 um 20:54
orenoa schrieb:Aktuell sehe ich halt niemanden der unvoreingenommen ohne Partei zu ergreifen auf Wahrheitssuche ist. Nur zwei Parteien die eine schreit "schuldig" die andere "nicht schuldig" aber quasi sowas wie einen unabhängien Untersuchungsausschuss etc. hat es meines Wissens nie gegeben.
naja das Parole Board hat sich des Falls angenommen. Sie waren in dem Haus der Haysoms gewesen. Inwiefern noch weiter in dem Fall recherchiert wurde, weiß ich nicht. Trotzdem sind sie zu dem Schluß gekommen, dass JS zurecht schuldig gesprochen worden ist und haben ihm ein Pardon verwehrt. Ist das unabhängig genug gewesen?


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22.05.2020 um 22:16
orenoa schrieb:niik schrieb:
In Ermangelung anderer Journalisten bisher fällt ihm wohl diese Rolle zu, wäre schon wenn es auch andere gäbe.

Die Stephen King Thematik sagt mir nix, kannst du dies weiter erläutern?
Nu ja die da gibt's aber genug die sich mit der Thematik eingehenden beschäftigt haben. Alle jetzt aufzuzählen sprengt glaub ich den Rahmen.

Stephen King schrieb seinen Roman inspiriert durch die Arbeit der Warren Komission bzw. lesen des "Warren Reports" welche sich mit den Kennedy Attentat befasst hat bzw. Gerald Posner’s Case Closed. Da es aber in der Causa Söring keine Komission oder der gleichen gab und dazu noch wie oben geschrieben die FAZ ein Statement wollte wurde zusammen mit Terry Wright (dem Scotland Yard Beamte der JS in UK vernahm und späteren Verbindungsoffizier beim FBI) der "Wright Report" kreiert. Es ist schon recht umfangreich recherchiert aber ob er mit dem Thema jetzt den Pulitzer Preis gewinnt oder an Stephen King's Bestseller rankommt mag ich bezweifeln.
Zwei, drei Namen der Journalisten würden reichen, damit ich ungefähr weiß, wen du da im Blick hast.

Danke für die Info. Nein, der Report wird weder einen Journalistenpreis gewinnen, noch ein Bestseller werden. Es ist der nüchterne Bericht eines ehemaligen Scotland Yard Beamten.


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22.05.2020 um 22:22
Rinderwahnsinn schrieb:bring mir Indizien die mich überzeugen(Zeugen der Verletzung an Hand und Kopf während der Beerdigung)
Ernsthaft? Du bräuchtest bei einer derartig langen, geschlossenen Indizienkette weitere Zeugen für den Kratzer an der Hand, damit du überzeugt bist? Sorry, aber diese eine Aussage über den Handverband auf der Beerdigung ist quasi nur ein kleiner Nebenkriegsschauplatz, dessen Fehlen so gut wie nicht ins Gewicht fallen würde.


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22.05.2020 um 22:23
niik schrieb:Danke für die Info. Nein, der Report wird weder einen Journalistenpreis gewinnen, noch ein Bestseller werden. Es ist der nüchterne Bericht eines ehemaligen Scotland Yard Beamten.
Nicht so nüchtern aber recht anschaulich: https://hammeltranslations.com/2020/05/22/warum-die-jury-jens-soring-nicht-geglaubt-hat/


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Der Fall Jens Söring

22.05.2020 um 22:36
orenoa schrieb:Stephen King schrieb seinen Roman inspiriert durch die Arbeit der Warren Komission bzw. lesen des "Warren Reports" welche sich mit den Kennedy Attentat befasst hat bzw. Gerald Posner’s Case Closed. Da es aber in der Causa Söring keine Komission oder der gleichen gab und dazu noch wie oben geschrieben die FAZ ein Statement wollte wurde zusammen mit Terry Wright (dem Scotland Yard Beamte der JS in UK vernahm und späteren Verbindungsoffizier beim FBI) der "Wright Report" kreiert. Es ist schon recht umfangreich recherchiert aber ob er mit dem Thema jetzt den Pulitzer Preis gewinnt oder an Stephen King's Bestseller rankommt mag ich bezweifeln.
Mit Verlaub, aber das ist der größte Blödsinn, den ich hier seit langem lesen durfte. Stephen King ist hier reichlich off-topic, Kennedy ebenso, der Vergleich der beiden mit unseren Protagonisten reichlich schräg,

Aber den Höhepunkt bildet die Abqualifizierung des Wright-Reports. Dieser Bericht ist auf über 400 Seiten sehr detailliert ausgearbeitet. So einen Bericht schüttelt man nicht eben so aus dem Ärmel. Jeder, der schon einmal ein kleineres Werk verfasst hat, und sei es "nur" eine 100-seitige Diplomarbeit, der weiss das gar zu gut. Dieser Bericht wurde nicht "kreiert" als nachträgliche Rechtfertigung von Hammels Artikel, wie Du uns das bereits zum zweiten Mal suggerieren willst. Im Gegenteil -- er wurde lange im Vorfeld für das Parole-Board erarbeitet und gehörte zur Quellenbasis für den Guilty-Blog und zumindest für Hammels spätere Artikel. Wie man so die Tatsachen verdrehen kann, bleibt mir schleierhaft.
niik schrieb:Nein, der Report wird weder einen Journalistenpreis gewinnen, noch ein Bestseller werden.
Einen Preis zu gewinnen, war wohl auch nie der Anspruch des Reports. Wenn man sieht, für was Karin Steinberger ihren Preis gewonnen hat, dann ist es eine Ehre, in der Cause Söring nicht zu den "Gewinnern" zu gehören.


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Der Fall Jens Söring

23.05.2020 um 00:10
Venice2009 schrieb:naja das Parole Board hat sich des Falls angenommen. Sie waren in dem Haus der Haysoms gewesen. Inwiefern noch weiter in dem Fall recherchiert wurde, weiß ich nicht.
Das Parole Board übernimmt doch keine Wahrheitsfindung oder eine Strafzumessung bzw. können diese ja nicht entscheiden ob das bestehende Urteil nun seine Richtigkeit hat. Es wird ja nur entschieden ob Bewährung oder nicht...so habe ich es jedenfalls verstanden. Meiner Meinung nach wäre eine Wiederaufnahme der bessere Weg gewesen.
Mr.Stielz schrieb:Stephen King ist hier reichlich off-topic, Kennedy ebenso, der Vergleich der beiden mit unseren Protagonisten reichlich schräg,
Nu ja, auch nicht schräger wenn man bedenkt das ein Amerikaner in Zeit von Trump den deutschen Journalismus oder unser Rechtssystem kritisiert. Aber egal, ist ja hier nicht das Literatur oder Jura Forum.

Der Protagonist schreibt dazu selbst:
How did you get interested in this case? I don’t know anyone involved in the case, and have zero personal connection to it. The way I got interested was somewhat roundabout. For some light reading, I picked up Stephen King’s book about the Kennedy assassination, 11/22/1963. I’ve long been a mild Kennedy assassination buff. King describes how he became convinced that the Warren Commission was right, and that Lee Harvey Oswald, acting alone, killed President Kennedy. As a major factor he cited the American investigative journalist Gerald Posner’s book Case Closed: Lee Harvey Oswald and the Assassination of JFK."
sowie
The first big story you published in German for the FAZ came out on November 25th, the same day Söring was released from prison. Was that a coincidence? Yes...
Natürlich!" und später
"I wrote a brief article for the FAZ on the day Jens Söring landed in Germany, December 17th. But I realized I had to not only address the issues in the letters to the editor, but also give some idea of the Wright report. So I spent weeks feverishly writing a 17,000-word article."
"The letters were sharp in tone, and critiqued me earlier piece on many points. The FAZ took note of this, as was entirely proper. They asked me to prepare a response, which I was happy to do.
To help prepare the response, I reached out to a contact. The contact put me in touch with Terry Wright. I soon learned that Terry Wright, a retired Scotland Yard detective"


Quelle: https://hammeltranslations.com/

Also zweimal "zufällig" einen exakten Treffer zum Medien Ereigniss des Tages und jetzt das komische Gehabe mit der Sendung von Lanz...das grenzt doch schon an Stalking.


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23.05.2020 um 00:21
Rinderwahnsinn schrieb:Weitere Zeugen für die Verletzung an der Hand und auch am Kopf wären ein starkes Indiz dafür, dass JS Geständnis damals wahr war, aber kein Beweis.
Interessant ist in diesem Zusammenhang doch, dass es bei Elizabeth Haysom keinerlei Hinweise auf eine Verletzung irgend einer Art gegeben hat, bei Tötungen mit einem Messer sind solche Verletzungen aber sehr wahrscheinlich. Es ist auch davon auszugehen, dass Elzabeth nach den Morden viel mehr Aufmerksamkeit entgegengebracht wurde, von ihren Geschwistern, von den Besuchern der Beerdigung, keiner hat wohl von auffälligen Kratzern bei ihr berichtet.
Es herrscht aber die ziemlich einhellige Meinung sowohl bei den Söring-Unterstützern als auch bei denen, die ihn für unschuldig halten, dass mindestens einer der beiden am Tatort war.


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23.05.2020 um 01:26
dundee10 schrieb:Es herrscht aber die ziemlich einhellige Meinung sowohl bei den Söring-Unterstützern als auch bei denen, die ihn für unschuldig halten, dass mindestens einer der beiden am Tatort war.
Ich denk, Söring war alleine am Tatort, denn er gab an, das er auf Socken ins Haus zurückgekehrt ist, um das Außenlicht zu löschen, er aber den Lichtschalter nicht finden konnte.

Wäre Elizabeth mit am Tatort gewesen, hätte sie den Schalter, der sich im Schlafzimmer der Eltern befand, betätigen oder Söring mitteilen können, wo er sich befand.

Hätte er das so ausgesagt, wenn sie mit am Tatort gewesen wäre?


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Der Fall Jens Söring

23.05.2020 um 08:46
Wenn er nicht am Tatort war - wie kam dann der perfekt passende Sockenabdruck dort hin? 🤔


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23.05.2020 um 09:33
orenoa schrieb:Das Parole Board übernimmt doch keine Wahrheitsfindung oder eine Strafzumessung bzw. können diese ja nicht entscheiden ob das bestehende Urteil nun seine Richtigkeit hat. Es wird ja nur entschieden ob Bewährung oder nicht...so habe ich es jedenfalls verstanden. Meiner Meinung nach wäre eine Wiederaufnahme der bessere Weg gewesen.
Das stimmt so ja nicht. Der Gouverneur hat die Entscheidung über ein Pardon an das Parole Board weiter gegeben. Und diese haben entschieden, dass es keine Erkenntnisse gibt, dass er zu Unrecht verurteilt worden ist.

Aufgrund dessen was dir bekannt ist, würdest du eine Wiederaufnahme bewilligen? hast du dir mal die veröffentlichten Dokumente zu dem FAll angesehen? z. B. dass JS gar kein Anwalt verwehrt worden ist? Dass er an dem Geständnis fest hielt, obwohl EH nicht hingerichtet worden ist?
Da kann ja JEDER Verurteilte hinterher damit kommen, es sei so nicht gewesen und präsentiert eine völlig andere Geschichte. Und das soll dann immer überprüft werden? Wie stellst du dir das vor? Wer trägt die Kosten für diese umfassenden neuen Untersuchungen? Wir? Weil ein Mörder sich damit nicht abfinden kann, dass er überführt worden ist?

Wo gibt es denn Zweifel für dich, dass er es nicht gewesen ist? Wo siehst du jemand völlig anderen der die Morde begangen hat? Denn den muss es ja geben. Welche Beweise bzw. Indizien gibt es denn für diese Person? Die stärker wiegen als die gegen JS?


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Der Fall Jens Söring

23.05.2020 um 11:03
Wright untermauert sehr gut JS Schuld, Gardener weicht natürlich auch nicht von seiner Theorie ab, genau dasselbe tut die Gegenseite.
Die Ermittler haben einen nicht leichten Job, sie machten Vieles richtig, aber eben nicht alles, sonst gäbe es heute keine Disskussion mehr darüber.
Einer schrieb wer zuerst unter dem Baum liegt, bekommt den meisten Schatten ab , das war EH, darauf bauten die Ermittler auf gegen Söring.
Vieles, vieles spricht für die Schuld von JS, dennoch bleiben Zweifel, sonst würde nicht mehr darüber diskutert werden.
Jeder der JS kannte sollte scharf darüber nachdenken, ob er damals 1985 verletzt war an Hand und Kopf.
Ich weiss Einzelgänger haben weder Hand noch Kopf.... dann möchte ich gerne wissen bezüglich des Zeugen der unter Eid ausgesagt hat JS mit einem Verband gesehen zu haben wann und wo das war und wann er die Zeugenaussage gemacht hat und warum die Polizei nicht weitere dazu gefunden hat.


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23.05.2020 um 11:08
@Rinderwahnsinn
Hand und Kopf hat er wohl. Aber null Empathie. Das erkennt der aufmerksame Bürger auch. Seine Versuche, Emphatie vorzutäuschen, entlarven ihn.
Die Sache mit den Verletzungen an dem Händen wären tatsächlich interessant.


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23.05.2020 um 11:52
Jamegumb schrieb:Hand und Kopf hat er wohl. Aber null Empathie. Das erkennt der aufmerksame Bürger auch. Seine Versuche, Emphatie vorzutäuschen, entlarven ihn.
Die Sache mit den Verletzungen an dem Händen wären tatsächlich interessant.
Das ist genau wieder der Punkt, wo ein Urteilstext auf gesunden Menschenverstand trifft.
Der Zeuge mit Hang zur Opferfamilie bekundet unter Eid, was er gesehen haben soll/will/hat.

Alle anderen Augenzeugen (Opferangehörige/Freunde) aus Sörings Umfeld, nehmen nichts dergleichen wahr. Ausser Belastungszeuge Haysom in London.

Wie geht das?
Venice2009 schrieb:Wo gibt es denn Zweifel für dich, dass er es nicht gewesen ist? Wo siehst du jemand völlig anderen der die Morde begangen hat? Denn den muss es ja geben. Welche Beweise bzw. Indizien gibt es denn für diese Person? Die stärker wiegen als die gegen JS?
Das ist in dem Fall ein nicht optimaler Ausgangspunkt. Für den Fall müsste man in der Lage sein Perspektivwechsel für den Tathergang, den Ermittlungen dazu usw. zu ermöglichen.

Das ist hier anscheinend gar nicht mehr möglich, weil ja nur ein messerführender Söring oder eine messerführende Haysom dabei für beide Argumentationslager herausspringen.

Yasumi hat hier geschrieben, dass Söring mit seinem Geständnis die ideale Vorlage (wie ein Drehbuch) für Updike bzw. den Prozess gelegt hätte.
Das stimmt natürlich schon rein faktisch verbunden mit den dazu passenden Indizien.

Hier findet sich das beispielsweise an solch Indizien wie Wunde, Lichtschalter wieder und endet bei Söring habe doch nie über Details in der Mordnacht gesprochen.

Narrative, die sich gebetsmühlenartig hier eingemahlen haben.

So wird man die Tatnacht nicht rekonstruieren und Andrew Hammel ist für mich eher verbissen als objektiv. Das lässt sich vor allem in seinem jüngsten Tweet herauslesen, in dem er von einer Truth Offensive mit Trademark gefen Söring spricht. Das ist nicht mehr seriös investigativ, sondern doch schon ein wenig arg drüber.

Kennt vielleicht jemand eine Stellungnahme von dem Verfasser Terry Wright seit Erstellung des Berichts?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich ein in den Fall einbezogener Ermittler die Mühe macht über 400 Seiten als Einzelperson fallspezifisch verfassen, um dies dann wortlos einem inaktivem in Deutschland lebenen US Anwalt für dessen "ausgerufenen Wahrheitskampf" zu überlassen??!!


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Der Fall Jens Söring

23.05.2020 um 11:56
borabora schrieb:Ich denk, Söring war alleine am Tatort, denn er gab an, das er auf Socken ins Haus zurückgekehrt ist, um das Außenlicht zu löschen, er aber den Lichtschalter nicht finden konnte.
Denke inzwischen auch, dass JS alleine am Tatort war. Von ihr wurden keine Spuren am Tatort gefunden. Ich finde, dass sollten auch die "pro-Söring Anhänger" akzeptieren. EH hat ihren Anteil an Schuld gestanden und ihre Strafe abgesessen. Sie ist jetzt frei und niemand sollte mit falschen Anschuldigungen ihren Einstieg in ein neues Leben behindern.
Jamegumb schrieb:Hand und Kopf hat er wohl. Aber null Empathie. Das erkennt der aufmerksame Bürger auch. Seine Versuche, Emphatie vorzutäuschen, entlarven ihn.
Es scheint ihm auch an Scham und Schuldgefühle zu fehlen. Seine Anschuldigungen gegenüber EH haben keine Substanz und er müsste es eigentlich am besten wissen wie schwer es ist, im fortgeschrittenem Alter nochmal ein Leben aufbauen zu müssen.
Rinderwahnsinn schrieb:Wright untermauert sehr gut JS Schuld, Gardener weicht natürlich auch nicht von seiner Theorie ab, genau dasselbe tut die Gegenseite.
Die Ermittler haben einen nicht leichten Job, sie machten Vieles richtig, aber eben nicht alles, sonst gäbe es heute keine Disskussion mehr darüber.
Es war doch sein Täterwissen in Verbindung mit passendem Sockenabdruck und passender Blutgruppe, dass ihn überführt hat.


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23.05.2020 um 12:04
Rinderwahnsinn schrieb:Einer schrieb wer zuerst unter dem Baum liegt, bekommt den meisten Schatten ab , das war EH, darauf bauten die Ermittler auf gegen Söring.
Das mag daran liegen, dass eine EH mit Blutgruppe B einfach nicht die Blutgruppe 0 am Tatort hinterlassen haben konnte. Es ist ja nicht wirklich so schwer, EH als alleinige Täterin auszuschließen. Da fragt man sich einfach nur, wer sollte an der Stelle von JS gemordet haben und warum ist sie nicht mit dem wahren Täter geflohen sondern mit JS? Ihr Ziel konnte ja nicht gewesen sein, die Eltern zu töten und dafür lebenlänglich zu bekommen. Aber das gab es ja letztlich mit JS, er war ja nicht bereit gewesen, die komplette Schuld auf sich zu laden. Wofür sollte er somit nützlich gewesen sein, nützlicher als jemand anderer? Als eben dafür, die Eltern für sie zu töten.
durant12 schrieb:Für den Fall müsste man in der Lage sein Perspektivwechsel für den Tathergang, den Ermittlungen dazu usw. zu ermöglichen.
Das gestaltet sich schwierig, wenn es nur 2 Personen gibt, die beide bis zum Hals in der Sache stecken. Warum z. B. verwischt jemand der unschuldig ist seine Fingerabdrücke in SEINER Wohnung und SEINEM Auto? Das kann man doch nicht alles immer herunterspielen und verharmlosen. Er verhielt sich wie der Täter, er gestand die Tat, ganz ehrlich einen so klaren Fall gibt es kaum. Er wird künstlich aufgebläht, mehr ist es nicht.


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