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Der Fall Jens Söring

28.986 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Kino, Gefängnis ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Jens Söring

Der Fall Jens Söring

23.11.2020 um 19:23
Zitat von TeepusterTeepuster schrieb:Denkst du, dass jeder einzelne Punkt den er contra JS bringt, anzuzweifeln ist?
Ich käme nicht auf die Idee alles zu glauben, was da steht nur weil der Verfasser angeblich ein gewisser Terry W. (bestätigt nur über dritte des Lagers Hay.) sein soll, der als Ermittler in London 4 Tage bei den Befragungen und in den Prozessen 87/90 als Zeuge anwesend war. TW meinte am Ende einer Doku so etwas wie "I don't believe that Sering is not guilty for even one minute..." oder so ähnlich.
Das heisst seine persönliche Einstellung ist klar und er ist laut dem Podcast so etwas wie noch ein ermittelnder Hausfreund des Lagers Hay.s, das den Ruf von EH entsprechend dem Urteil und der vorgetragenen Sühne von Hay. bewahren soll.
Damit ist der gesamte Bericht nicht objektiv, sondern voreingenommen. Ja gar mit einer Mission.
Des Weiteren wäre Terry W. jemand, der nach Sörings Version auf ein Falschgeständnis reingefallen wäre. Das ist für einen Ermittler so ziemlich das Unehrenhafteste, was es zu vermelden gibt.
Zuzüglich die Tatsache, dass das Lager Hay. zusammen kooperiert und die Strategie Söring als Lügner darzustellen klar abgesteckt ist, ist doch bei allen Ham., Nigel, W. eine ganz klare bewusste Überzeichnung zu erlesen.

Wenn man dann auf Theorien trifft, die sich im Zusammenhang von Fakten genauso gut anders herleiten lassen, oder gar falsch sind (z.B. es wurde nicht geduscht) oder bewusst falsche Eindrücke über Fakten vermitteln sollen (@sf008 "der Roomservice-Beleg mit Sörings Unterschrift liegt in der Aservatenkammer"), weiss man, was das Prozessprotokoll (inklusive kompletter Mitschrift der Verhöre) faktisch wert ist.


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Der Fall Jens Söring

23.11.2020 um 20:22
@Mrs.Melody
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:weil der Verfasser angeblich ein gewisser Terry W. ist
Was zweifelst du an? Dass W. W. ist, oder ist er
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:ein ermittelnder Hausfreund des Lagers Hay.s
?


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Der Fall Jens Söring

23.11.2020 um 20:24
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:Im Interview mit dem dt. Staatsanwalt auch kein Voodoo und Distanzierung darüber was er den Polizisten im
Juni 86 über Mrs Massie (?) erzählt hätte
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:Laut Prozessprotokoll, lagen Sörings Verteigern zu diesem Zeitpunkt schon Autopsiebericht, und Fotokopien von Fotos vor.
Die Massie story erscheint inhaltlich im Kontext von Strafzumessung, was nachweislich Soerings Hauptsorge zu Beginn der Verhöre war. Darum ging es die ganze Zeit.

Für die Verhängung der Todesstrafe braucht es zu einem Mord noch mindestens 1 von mehreren straferschwerenden Tatumständen, besondere Grausamkeit ist eine davon, wie im Urteil des Eugh nachzulesen ist. Das war gegeben.

Deshalb war er vielleicht so auf ein "Splitting" bedacht, er hatte ja juristisches Halbwissen.

Als seine Anwälte dann den Autopsie Bericht bekamen, hat er Geschichte schnell wieder fallengelassen, weil daraus vermutlich hervorging, dass es keine post-mortem Verletzungen gab +das ganze keinen Sinn mehr machte.

Die ganze story könnte hilfloser, anfänglicher Versuch gewesen sein zu manövrieren, der aber zu Soerings späterem Verhaltensmuster der Anschuldigungen passt: Erst Massie, dann J. Farmer, dann "2 unknown men",....

(Als ich Killing for Love im Frühjahr /Sommer 2019 zum 1.Mal sah, wusste ich nichts vom Whright Bericht. Aber mir war damals Soerings nervöse Körpersprache im Film extrem aufgefallen, als Massie in Zeugenstand trat, und ich fragte mich damals warum)


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Der Fall Jens Söring

23.11.2020 um 20:50
Zitat von SilentobserverSilentobserver schrieb:Die Massie story erscheint inhaltlich im Kontext von Strafzumessung, was nachweislich Soerings Hauptsorge zu Beginn der Verhöre war. Darum ging es die ganze Zeit.
Sicherlich, das sagt er auch 1990 so aus. Er wollte genau wissen was ihm wo warum blüht. In einem Brief an Hay. schrieb er ja, dass er mehrer taktische Pläne ausgearbeitet hätte.
Das Post mortem Brain juristisch oder naiv perspektivisch ist ganz klar Söring, aber was davon Vorbildung, angelesen oder fehlgedacht war, lässt sich so gut wie gar nicht einschätzen.
Fakt ist, dass wenn er die Mordtat auf sich genommen haben sollte, wäre er umsomehr an einem geringsten Strafmass interessiert, zumal er ja mit seiner Hay. schnell wieder in Freiheit leben wollte.
Zitat von SilentobserverSilentobserver schrieb:Als seine Anwälte dann den Autopsie Bericht bekamen, hat er Geschichte schnell wieder fallengelassen, weil daraus vermutlich hervorging, dass es keine post-mortem Verletzungen gab +das ganze keinen Sinn mehr machte.
Dazu kann ich nur sagen, die Autopsieberichte unterscheiden überhaupt gar nicht nach fatal oder post mortem slash wounds. Das V ins Kinn wird sich DH nicht freiwillig geritzt lassen haben.
Zitat von SilentobserverSilentobserver schrieb:passt: Erst Massie, dann J. Farmer, dann "2 unknown men",....
Massie als Hexe. Das hat doch weder Hand noch Fuss.
Zum Rest kann man nur sagen dass es noch nachvollziehbar wäre zumal die drifters sogar in der Nachermittlung durch den Podcast sich wirklich verdächtig gemacht hatten. Allerdings wurden ihre Fingerabdrücke bereits '85 mit denen am Tatort verglichern. Insofern waren die im Appeal ein ziemlicher Fehlschuss. Es sei denn der/die Täter trug(en) Handschuhe und alle am Tatort gefundenen und nicht identifizierten Fingerabdrücke/teilwrise Handflächenabdrücke kamen von Unbeteiligten.
Zitat von SilentobserverSilentobserver schrieb:Aber mir war damals Soerings nervöse Körpersprache im Film extrem aufgefallen, als Massie in Zeugenstand trat, und ich fragte mich damals warum)
Interessant, kannst du diese Auffälligkeit bitte mal präzisieren?


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Der Fall Jens Söring

23.11.2020 um 22:38
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:Interessant, kannst du diese Auffälligkeit bitte mal präzisieren
Ich habe Bemerkung in Klammer gesetzt, weil das natürlich subjektiv ist + gar nichts beweist.
ZDF Info/ Mediathek/ Die Alibis/ 14.40/ Szene, als Massie durch Neaton vereidigt wird +noch im Gang steht, kurzer Kameraschwenk auf ihn.

Mit damaligen Wissen, wirkte es auf mich, als ob ihm Begegnung an sich aus irgendeinem Grund Angst macht, es war ihm extrem unangenehm noch bevor sie anfing zu reden.
Jetzt wie ein Schüler, der sich ertappt fühlt.

Ansonsten schrieb Whright mehrmals in dem Bericht, dass Soering seiner Einschätzung nach wirklich an die Massie story glaubte zum damaligen Zeitpunkt, Soerings habe sich selbst davon überzeugt, dass dies so war. Finde ich für Whright erstaunliche Aussage, auch wenn das Thema nur eine von Soerings vielen Nebelkerzen. Letztlich ist die einzige offene Frage nur, ob Hay. mit am Tatort war oder nicht.


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Der Fall Jens Söring

23.11.2020 um 23:07
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:Söring bestreitet das: Einbruch und Voodoo gab es nicht.
Das Thema Voodoo taucht ja auch in seinem Diary von Ende 1984 auf. So (oder so ähnlich):
Voodoo, et cetera is possible. In a real sense we are the victims.
Dazu erklärt Söring vor Gericht am 18. Juni 1990, er habe damit keine "plot" für Elizabeth entworfen, die Eltern zu töten. Sondern nur das Phänomen gemeint, dass Opfer, die vom Voodoo-Zauber erfahren, durch Selbstsuggestion krank werden und sterben.

Mir kommt das ziemlich plausibel vor.
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:Zuzüglich die Tatsache, dass das Lager Hay. zusammen kooperiert und die Strategie Söring als Lügner darzustellen klar abgesteckt ist, ist doch bei allen Ham., Nigel, W. eine ganz klare bewusste Überzeichnung zu erlesen.
W. ist meiner Ansicht nach ein Strohmann, der seinen guten Namen zur Verfügung gestellt hat, weil er das Ergebnis teilt. Der Inhalt passt einfach nicht, nichts ums Verrecken, zu einem Polizisten. Und mir fehlt auch das Motiv, sich eine Arbeit zu machen, die sich über Monate hinzieht. Nein, er hatte Hilfe, d.h. die Hilfe hat die Arbeit gemacht.
Zitat von SilentobserverSilentobserver schrieb:Die Massie story erscheint inhaltlich im Kontext von Strafzumessung, was nachweislich Soerings Hauptsorge zu Beginn der Verhöre war. Darum ging es die ganze Zeit.
Möglich, aber unwahrscheinlich. Schon deshalb - wie Du zu Recht sagst - weil keine Voodoo-Spuren offensichtlich waren. Keine post mortem-Verletzungen, sondern Kampf- und Übertötungsverletzungen. Das wussten auch die Vernehmer. Ich glaube, man sieht es an der Zeugenbefragung Sörings (s.o.), die Briefe waren der Auslöser, gepaart mit den vielen Stichen bei Derek Hay..

Da kamen die Vernehmer auf den Voodoo-Trip. Und Söring, herablassend und noch vermeintlich alles kontrollierend, kitzelte sie damit. Vielleicht ironisch. Und schon ist Mrs. Massie im Boot und die Ermittler sind scharf auf Voodoo. Letztlich hat sich Söring damit selbst eine Falle gestellt, weil er von der Schauergeschichte nicht mehr so einfach runter kam. Er konnte erzählen was er wollte, die Büchse der Pandora war geöffnet. Und das Publikum liebt solche Geschichten...


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Der Fall Jens Söring

24.11.2020 um 17:52
Zitat von monstramonstra schrieb:. Schon deshalb - wie Du zu Recht sagst - weil keine Voodoo-Spuren offensichtlich waren. Keine post mortem-Verletzungen, sondern Kampf- und Übertötungsverletzungen
"He called the injuries to the Hay.s the" atrocities " +separated them from the murders.
(WB, p. 173)

Vodoo/atrocities werden von S. im ganzen Massie Kapitel (Engl: p. 159-181) synonym mit Übertötungsverletzungen genannt. Vodoo Symbolik als solche kommt nicht vor.

" S. asked us straight out, if the atrocities, which he said were caused by s. o. else, would make a difference to his sentence." (p. 173)
Er kommt immer wieder darauf zurück +versucht, diesbezüglich Infos aus Ermittlern zu leiern.
Whright hat entsprechende Stellen im Verhör Protokoll gelb markiert +geht wiederholt darauf ein.

Whright hebt Hay.s Aussage ihm gegenüber hervor, wonach S. lange vor Festnahmen, auch zu ihr gesagt haben soll, dass er sich am Tatort beobachtet gefühlt habe + etwas nach Tat nicht gemacht haben will.


Oben im Post, meinte ich eigentlich nur , dass hier Übertötungsverletzungen das Zusatzkriterium für die Todesstrafe erfüllen, laut Auslegung EugH im S. Urteil.
Zitat von monstramonstra schrieb:noch vermeintlich alles kontrollierend, kitzelte sie damit
Stimmt auch. S. hält dem deutschen Staatsanwaltschaft im Dezember Verhör mit der Fußabdrucks story ein Stückchen hin, aber dieser geht gar nicht erst darauf ein.


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Der Fall Jens Söring

24.11.2020 um 18:00
PS: A. Ham. hat 1 year anniversary post (nach S. Freilassung) veröffentlicht.


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Der Fall Jens Söring

24.11.2020 um 18:06
@Silentobserver
Gibt es dafür einen Link auf deutsch


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Der Fall Jens Söring

24.11.2020 um 18:11
Zitat von SilentobserverSilentobserver schrieb:S. asked us straight out, if the atrocities, which he said were caused by s. o. else, would make a difference to his sentence." (p. 173)
Er kommt immer wieder darauf zurück +versucht, diesbezüglich Infos aus Ermittlern zu leiern.
Würde aber genauso zu Sörings Geschichte passen:

Er weiß zwar, dass die Opfer übel zugerichtet waren, weiß aber nicht genau, worum es sich handelt, was wirklich passiert ist und von den Ermittlern rekonstruiert wurde. Er weiß nicht, dass Mr. und Mrs. Hay. unterschiedlich intensiv verletzt waren, die Verletzungen weder Folter waren noch Leichenschändung, Sondern Teil des Tötungsvorgangs. Das sind keine "Gräultaten" (wenn, ist das die ganze Tat), sondern Abwehrverletzungen.

Fürchtet, darauf steht die Todesstrafe. Wovor er Hay. mit seinem Geständnis retten will. Dafür muss er aber wissen, was er gestehen soll. Mit Hay. hat er offenbar über diese Einzelheiten nie gesprochen.

Warum sonst diese Fragen?

Im Falle Schemmer in Koblenz (auch Doppelmord, auch Beziehungstat, auch zwei ältere Opfer, Täterin eine Frau) liest sich das Verletzungsbild nicht unähnlich (v.a. Kehle und Herz) im Vergleich zu den Hay.s:
Wie von der Angeklagten beabsichtigt, wurde ... ... von dem Zusammentreffen mit der Angeklagten völlig überrascht und hatte daher keine Möglichkeit sich gegen den nun folgenden Angriff zu schützen, den die Angeklagte nunmehr sofort – um das Überraschungsmoment auszunutzen – mit einem von ihr mitgeführten Messer begann. Die Angeklagte führte damit, um ihn zu töten, in rascher Folge mehrere Stiche oder Hiebe gegen ... ... aus, die zu folgenden Verletzungen führten: Eine ca. 9 cm hoch zur rechten Schulterhöhe sondierbare, 4,5 cm breite Stichverletzung an der Oberarmaußenseite rechts; ein 16 cm langer, tief am linksseitigen Übergang des Halses zur Schulter ansetzender und oberhalb des Schlüsselbeines nach vorne bis zur Mittellinie ziehender, bis zu 4 cm breit klaffender Halsschnitt mit Durchtrennung der linken, inneren Drosselvene sowie des linken Kopfwenders, des linken Brustbein-Zungenbeinmuskels und des linken Schildknorpel-Zungenbeinmuskels mit ca. 3 cm langer Schnittverletzung der linken Schildknorpelplatte (korrespondierend hierzu eine fetzigrandige Textilbeschädigung des linksseitigen Nachthemdkragens); eine oberflächliche, nicht erkennbar eingeblutete, ins Unterhautfettgewebe reichende, 3,5 cm lange Schnittverletzung der rechten Brustwand in schräger Verlängerung des Halsschnittes; eine 8,4 cm lange, längs gestellte, auf Nabelhöhe gering versetzte Bauchwanddurchtrennung rechts der Mittellinie mit Vorfall von verletzten Dickdarmschlingen, vier schlitzförmigen Dickdarmwanddurchtrennungen im quer verlaufenden Dickdarm; eine Beinahedurchtrennung sowie zwei kurzstreckige Darmwanddurchtrennungen sowie eine am Beginn des aufsteigenden Dickdarms; fleckige Einblutungen in das zerfetzte große Netz und Einblutungen hinter das rückwärtige Bauchfell.

Als die Angeklagte erkannte, dass ... ... schwer verletzt zu Boden fiel, wandte sich die Angeklagte zu ... ... um, die durch die Geräusche des Angriffs auf ... ... erwacht war und sich im Bett aufgesetzt hatte. Die Angeklagte führte wieder in Tötungsabsicht und in rascher Folge mehrere Stiche und Schnitte gegen ihre Schwiegermutter, wodurch diese folgende Verletzungen und Verletzungsfolgen erlitt: Ein Stich von der linken Schulterrückseite bis in das Weichgewebe der Halsvorderseite über mindestens 5 cm Tiefe; an der rechten Halsvorderseite zwei Stichverletzungen, von denen die obere schräg in den rechten Kopfwender ging, die untere die rechte Halsschlagadervorderseite im unteren Viertel 2 mm lang eröffnete und auf dieser Höhe die Zwischenwirbelscheibe zwischen dem 6. und 7. Halswirbelkörper vorderseitig anschnitt; eine Stichverletzung rechts in den oberen Brustkorb an der Schlüsselbeinunterseite; ein Stich in den seitlichen Brustkorb rechts mit 6 mm langem, knöchernen Einschnitt des Oberrandes der 5. Rippe am hinteren Wundwinkel, keilförmigem Durchstich des Unterrandes des rechten Lungenoberlappens und bis zu 9 cm tiefem Einstich in den Lungenunterlappen; ein Stich in den unteren rechten Brustkorb vorderseitig nahe des Rippenwinkels mit Eröffnung der Brusthöhle und Eröffnung des Herzbeutels mit einer 3,5 cm großen Eröffnung der rechten Herzkammer, 50 ml Blut im Herzbeutel, 500 ml Blut in der rechten Brusthöhle; zwei tief reichende, bis zu 20 cm lange Schnitte am linken Ober- und Unterarm bis tief in die Muskulatur reichend; zwei oberflächliche Schnittverletzungen der rechten Schulter; drei schnittförmige Abwehrverletzungen der rechten Hand; eine kurzstreckige Schnittverletzung im Sinne einer Abwehrverletzung des linken Mittelfingers beugeseitig; zwei tiefgreifende Halsschnitte: links im oberen Drittel, rechts im mittleren Drittel, dabei Durchtrennung beider Halsschlagadern, rechts auf Kehlkopfhöhe, links in mittlerer Höhe; eine fetzige Durchtrennung beider innerer Drosselvenen; die Kappung des rechten Schilddrüsenoberpoles; eine tiefgreifende, V-förmige Schnittverletzung der linken Seite des Kehlkopfes mit Einschnitt in den Kehldeckel und Beinaheabschnitt des Kehldeckels vom Kehlkopf sowie die Kappung des Oberrandes des linken Schildknorpels und des linken Kehlkopfoberhornes; eine knöcherne Kerbenbildung an der Unterseite des linken Querfortsatzes des 5. Halswirbelkörpers; eine ausgedehnte Bluteinatmung bis ins Lungengewebe mit akuter Überblähung beider Lungen.

Infolge dieser Verletzungen trat alsbald der Tod durch ein Verbluten nach innen und außen ein, wobei aber auch der Herzstich für sich genommen schon tödlich gewesen wäre.
Quelle: https://openjur.de/u/841958.html


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Der Fall Jens Söring

24.11.2020 um 18:13
Zitat von peterleepeterlee schrieb:Gibt es dafür einen Link auf deutsch
Sorry, blöd ausgedrückt von mir, habe einfach Überschrift übernommen.
Ham. Post ist auf Deutsch, unter A. Ham. translations oder auf Twitter unter A. Ham..
Den Whright Bericht gibt es unter soering guilty as charged auch auf Deutsch, Software Übersetzung brauchbar, wenn auch an einigen Stellen holprig.


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Der Fall Jens Söring

24.11.2020 um 21:07
Zitat von SilentobserverSilentobserver schrieb:natürlich subjektiv ist + gar nichts beweist.
ZDF Info/ Mediathek/ Die Alibis/ 14.40/ Szene, als Massie durch Neaton vereidigt wird +noch im Gang steht, kurzer Kameraschwenk auf ihn.
Ich sehe bei diesem Schwenk nur, dass er seine Hand im Gesicht hat und den Kopf leicht bewegt was in der Tat gar nichts beweist. Nervöser wirkt er als Massie noch gar nicht im Raum ist und er sich umdreht. Aber dann kommt ein Schnitt und man weiss gar nicht wozu die Szene gehört. Immerhin hätte er doch bei der "Hexe", die er angeblich an den Tatort zur Verstümmelung zitiert, im Haus gewohnt. Wie die Story darum aussieht, die in London erzählt wurde, wissen nur Söring und die Ermittler, und solange nichts im Gericht davon wiederholt wird, hat das für mich keine Aussagekraft.
Nebenbei, dass Söring in seinem Mordprozess nervöser sein wird als in einem Bewerbungsgespräch, ist bestimmt selbstverständlich.
Zitat von SilentobserverSilentobserver schrieb:Vodoo/atrocities werden von S. im ganzen Massie Kapitel (Engl: p. 159-181) synonym mit Übertötungsverletzungen genannt. Vodoo Symbolik als solche kommt nicht vor.
Ja diese Übertötungen sind auch nun mal da. Und da sie idR. immer auf eine persönliche Beziehung zu den Opfern hindeutet, Sörings Motiv sehr schwach ist, und der Gewaltinput von einer Hay. in ihren Anschuldigen befeuert wurde "blow their heads off" müsste Söring die Lust am Töten quasi während der Tat entwickelt haben.
Das Lager Hay. hat natürlich eine umso grössere Motivation von der Norm von Übertötung abzulenken und dafür ist ja auch Blut 0 da.
Zitat von SilentobserverSilentobserver schrieb:Silentobserver
um 18:00
PS: A. Ham. hat 1 year anniversary post (nach S. Freilassung) veröffentlicht.
Darin benennt er eine seiner Quellen Nigel M. auch zum Anwaltskollegen. Ich schliesse mich der Meinung von @monstra an.
W. ist ein Strohmann, der seinen Namen für das Machwerk gab und Anwälte Nigel und Ham. als routinierte Blogschreiber hatten die perfekte Basis zum Ghostwriter. Das passt zur amerikanisch/englischen Schreibweise, die im Podcast benannt wurde (Nigel ist Engländer), sowie auch zur Aufmachung (Jura Waage) und Formulierung (zwei Verteidiger setzen sich auf den Richterstuhl).
Ein Richter wüsste zumindest, dass er beim Richten keinen doppelten Standard anwenden darf (DNA-Ausschlüsse Söring und Verdächtigte).
Aber wenn Söring sich zurückzieht braucht Ham. halt seine Aufhänger zum Schreiben.


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Der Fall Jens Söring

24.11.2020 um 21:56
Woher kommt die Verbindung Nigel M. +E. Hay., warum setzt er sich mit guilty as charged für sie so ein? Weiß man da Genaueres? Wie kommt er zu dem ganzen Thema?

Ansonsten, ob Whright oder Ham. - ich lese erstmal alles...


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Der Fall Jens Söring

24.11.2020 um 22:29
Zitat von SilentobserverSilentobserver schrieb:Wie kommt er zu dem ganzen Thema?
Wahrscheinlich aus den gleichen Gründen, die auch Mr. Ham. vorbringt: Idealismus. Gerechtigkeit. Wahrheit.


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Der Fall Jens Söring

24.11.2020 um 22:42
Zitat von SilentobserverSilentobserver schrieb:Woher kommt die Verbindung Nigel M. +E. Hay., warum setzt er sich mit guilty as charged für sie so ein? Weiß man da Genaueres? Wie kommt er zu dem ganzen Thema?
Das kann man nur vermuten. Aber das die Cousine von Hay. im Podcast erzählt, dass da beinahe regelmässig enger Austausch besteht sagt doch viel. Das ist bestimmt eine Mischung aus Freundschaft, Überzeugung, vielleicht auch Auftrag.


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Der Fall Jens Söring

25.11.2020 um 11:56
@Mrs.Melody @monstra

Danke für Antwort

@monstra

Danke für Schemmer Link. Kannte Fall nicht + habe mir Urteil ganz durchgelesen + in diese SWR Doku reingeschaut. Krass.

Ja, Verletzungsmuster erinnert an Soering Fall.
S. betonte in einem Dokument (Gutachten oder Verhör deut. Staatsanwalt), dass er einen Mord viel organisierter angegangen wäre +allein Chaos am Tatort gegen ihn spreche. Ich sehe da schon systematische Planung, die allerdings schieflief.
Schemmer Fall zeigt "idealen Tatverlauf".
Zitat von monstramonstra schrieb:Er weiß zwar, dass die Opfer übel zugerichtet waren, weiß aber nicht genau, worum es sich handelt, was wirklich passiert ist und
Im Gegensatz zu E. Hay. scheint H. Schemmer aber relativ groß zu sein, gerade im Vergleich mit Opfer.
Sieht man zu Beginn Doku. Diese Doku zeigt, dass man mit bisschen gutem Willen jeden als Justiz Opfer inszenieren kann.


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Der Fall Jens Söring

25.11.2020 um 12:26
Zitat von SilentobserverSilentobserver schrieb:Diese Doku zeigt, dass man mit bisschen gutem Willen jeden als Justiz Opfer inszenieren kann.
Zumindest in den Fällen, in denen der/die Verurteilte die Tat nachhaltig bestreitet.

Ansonsten ist Sörings Argument, er hätte das alles viel ordentlicher durchgeführt, nicht unglaubhaft - aber von geringem Wert. Ja, hätte er eine solche Tat geplant, vorbereitet und rational und cool durchgezogen, vermutlich. Es hätte auch kein rationales Argument gegeben, dafür ein Messer zu verwenden. Sondern eine Feuerwaffe wäre wohl sicherer und sauberer gewesen. Sofern vorhanden.

Aber die Tat war eben nicht ordentlich geplant, zumindest wenn es nach Sörings Geständnissen und der Situation am Tatort geht. Sondern da hat er angeblich - beleidigt und gedemütigt vom Ehepaar Hay. - durchgedreht und in wilder Raserei zugestochen.

Und wenn er es nicht war, sondern jemand anderes, dann war es ähnlich. Außer, der Täter wollte von vorneherein ein Messer verwenden, weil er es sich in seiner Fantasie schon x-Mal vorgestellt hat, weil er sich rächen wollte, ganz archaisch. Oder die Täterin eben. Denn ob die Manipulationskünste von Ms. Hay. so weit gingen (fiktiv): "Komm Jens, lass uns dieses Messer kaufen! Ich möchte, dass Du es damit machst! Blut muss fließen für meine, für unsere Freiheit, der böse Zauber muss vernichtet werden!"? Für Anhänger von Schauergeschichten ja. Für mich eher nein.

Die Tatortspuren im Fall Schemmer zeigen jedenfalls, dass es generell eine ziemliche Sauerei ist, jemanden mit einem Messer zu töten. Auch wenn die Täterin kalkuliert und planmäßig vorgeht wie das in Koblenz der Fall war. Dieses Töten traut sich kein "Tatort" zu zeigen.


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Der Fall Jens Söring

25.11.2020 um 12:37
Zitat von monstramonstra schrieb:Ansonsten ist Sörings Argument, er hätte das alles viel ordentlicher durchgeführt, nicht unglaubhaft
Beeindruckt mich gar nicht.
Er meint es wohl so, das es hinterher nichts gibt, was ihn belastet ;)

Warum dann ist er geflohen, als er seine Abdrücke abgeben sollte, hat Scheckbetrug begangen, warum hat er die Briefe nicht vernichtet usw., tja.. war dumm. Und nicht "sauber" durchgeführt.

Ist wohl der "große Unbekannte" schuld dran, nur er mal wieder nicht.


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Der Fall Jens Söring

25.11.2020 um 18:59
Zitat von SilentobserverSilentobserver schrieb:S. betonte in einem Dokument (Gutachten oder Verhör deut. Staatsanwalt), dass er einen Mord viel organisierter angegangen wäre +allein Chaos am Tatort gegen ihn spreche.
Angesichts seiner dokumentierten, überdurchschnittlichen Intelligenz und immer wieder beeindruckenden Eloquenz sind solche Argumente bei der ersten, oberflächlichen Wahrnehmung regelmäßig von ziemlicher Gewichtigkeit. Lässt man allerdings Revue passieren, wie Jens Söring sein bisheriges, schon über 50 Jahre andauerndes Leben "organisiert" hat, so ist auch dieses Argument wieder ein riesiger Bullsh....

Von wirren Erzählungen bei ersten Befragungen, über die "Organisation" von recht bald auffliegenden Betrügereien, einer sorgfältigen Aufbewahrung schriftlicher Hinweise auf eigene Mordabsichten im Zusammenhang mit einem nicht begangenen Mord, dem Beschaffen eines Auslieferungsgrundes mittels eines voreiligen Geständnisses, dem taktischen Festhalten an einem falschen Geständnis zur Verhinderung einer Auslieferung, der spontanen und unauthentischen Selbstdarstellung über soziale Medien nach seiner Rückkehr nach Deutschland, bis hin zur plötzlichen und brachialen Kappung sämtlicher Accounts.

Auch wenn er den nicht begangenen Mord "viel organisierter angegangen wäre". Beim Mord-Nachverhalten ist ihm ein "organisiertes" Vorgehen sicher nicht zu attestieren.

Interessant, dass eine so gestrickte Persönlichkeit über das Selbstbild eines besonders organisierten Menschen verfügt. Noch interessanter, dass so ein Argument geeignet ist, bei zahlreichen seiner Mitmenschen noch immer zu verfangen.


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Der Fall Jens Söring

25.11.2020 um 19:17
Zitat von silentlistenersilentlistener schrieb:Auch wenn er den nicht begangenen Mord "viel organisierter angegangen wäre". Beim Mord-Nachverhalten ist ihm ein "organisiertes" Vorgehen sicher nicht zu attestieren.

Interessant, dass eine so gestrickte Persönlichkeit über das Selbstbild eines besonders organisierten Menschen verfügt. Noch interessanter, dass so ein Argument geeignet ist, bei zahlreichen seiner Mitmenschen noch immer zu verfangen.
Das ganze Intelligenzimponiergehabe ist letztlich nichts anderes als bei anderen Zeitgenossen die zur Schau gestellten Muckis, die tiefer gelegten und grell lackierten PS, oder die mittels High Heels höher gelegte barbieblonde Partnerin (je nach Geschmack auch in dunkel- oder rothaarig erhältlich, dazu unterschiedliche Augen- und Hautfarben wählbar).

Besonders intelligent ist die permanente Betonung und gebetsmühlenartige Wiederholung der eigenen Intelligenz jedenfalls nicht. Als Beweis - oder auch nur Indiz - für die eigene Unschuld taugt sie sowieso nicht. Sie ist vielmehr ein plumper wie verzweifelter Versuch die eigene Unschuld zu "untermauern" wo es sonst kein Fundament für irgendwelche Unschuldsvermutungen gibt. Im Juristendeutsch: Eine Schutzbehauptung!

Hoher IQ und deppertes Verhalten schließen einander aber nicht aus. Bester Beweis: JS! Trotzdem lassen sich schlichtere Gemüter schnell mal von der Söring'schen Formel beindrucken. Eine Milchmädchenrechnung eben, bzw. ein Bubenstreich!


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