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Der Fall Jens Söring

17.724 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, Kino, Gefängnis, Messer, Karten, Sohn, Doppelmord, Unschuldig, Richter, Schuldig, Briefe + 24 weitere
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Jens Söring

Der Fall Jens Söring

16.05.2016 um 23:00
Polizeijogi schrieb:Die Freundin wars, vermutlich nicht allein.
Wenn dir die Beweise und Indizien gegenüber JS nicht ausreichen, scheinst du ja strenge Maßstäbe anzulegen. Ich bin auf die Beweise und Indizien gespannt, die für eine Täterschaft von EH (und Mister X) sprechen. Vielleicht kannst du im Zuge deiner Beweisführung herausarbeiten, warum weder Polizei noch JS mit seinen finanziellen Mitteln (Anwälte, Privatdedektive, diverse Erfüllungsgehilfen) es nicht vermocht haben, auch nur ansatzweise die Existenz von Mister X nachzuweisen.

@Hesse18

Auch ich würde gerne mal wieder von @Ashford 1986 hören, vielleicht beehrt er uns alsbald. Ich fand seine Beiträge sehr bereichernd.


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Polizeijogi
ehemaliges Mitglied

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Der Fall Jens Söring

16.05.2016 um 23:48
@ElvisP

Wie gesagt, ich bin nicht ganz sattelfest in dem Fall.
Ich musste mein Wissen auch aus Dokus beziehen und die sind ja oftmals sehr einseitig.
Aber die Klarheit, wie in anderen Fällen, die hier behandelt werden, konnte ich nicht erkennen.

Ein Sympathisant bin ich gewiss nicht. ;)
Dieser Mensch und das was er äußert bereiten mir Kopfweh.
Das heißt aber nicht, dass er unschuldig hinter Gittern sterben soll.
Ich kann mir kein Urteil erlauben.
Nach den mir vorliegenden Informationen ging ich bisher davon aus, dass er von EH ausgenutzt wurde und diese die Tat mit einem anderen Mann begangen hat. Vielleicht auch ein subjektiver Eindruck, weil die beiden nun so gar nicht zueinander passten.


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Ashford1986
ehemaliges Mitglied

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Der Fall Jens Söring

17.05.2016 um 00:37
@hesse & @ Elvis

Herzlichen Dank für das Interesse. Ich meine, JS hat mir seinerzeit viel erzählt. Seine Situation war frisch eingetreten. Gleichwohl versuche ich durchaus Fantasie und Realität zu trennen. Nach meiner Empfindung war JS schwer geschockt, nachdem man ihn in London urplötzlich mit seiner Vergangenheit einholte.
Ich meine, er berichtete mir, er rechne damit niemals wieder die Freiheit zu sehen. Dies mag möglicherweise inzwischen die realistische Perspektive geworden zu sein.

Ich habe nicht die geringsten Zweifel an seiner Schuld. Ich halte JS für sehr gefährlich. Seine hohe Intelligenz entzieht sich jedweden therapeutischem Zugriff, schätze ich ein.

Ich habe das Wesentliche zu JS aus eigener Erfahrung mitgeteilt, daher entzog ich mich der weiteren Diskussion. Nach 30 Jahren Haft, so denke ich, wird es in der Freiheit keine Chance mehr für JS geben um persönliches Glück erfahren und empfinden zu können.


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Marina1112
ehemaliges Mitglied

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Der Fall Jens Söring

17.05.2016 um 08:05
@Ashford1986
Mit großem Interesse habe ich Deine Beiträge gelesen und empfinde sie in diesem Thread auch sehr bereichernd.
Haben die Häftlinge eigentlich die Möglichkeit eine Psychotherapie zu beantragen, oder ist das abhängig von einem psychologischen Gutachten?
Weißt du, ob J.S. jemals eine Therapie absolviert hat?


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Ashford1986
ehemaliges Mitglied

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Der Fall Jens Söring

17.05.2016 um 11:32
@Marina1112

Es liegen mir keine Infos vor, wie es sich in JS Situation verhält hinsichtlich therapeutischer Angebote. Therapie ist im Strafvollzug Aufarbeitung mit dem Ziel des Bewusstseinwerdungsprozesses für das Erkennen der Ursachen für das strafbare Handeln.
Dazu bedarf es absoluter Offenheit im Therapeuten- Klientenbezug. Durch das Ableugnen der Straftaten ist und bleibt ihm eine solche Chance mangels konstruktiven Vertrauensverhältnisses versperrt. Ich kann es daher mir nicht vorstellen, das er jemals während der Gesamthaftzeit therapeutischen Zugriff hatte.

Ich glaube aber, dass JS "stützende psychologische Gespräche" wahrnimmt. Diese werden für Langzeithäftlinge, soviel ich weiß, auch - nach Bedarf und personeller sowie finanzieller Ausstattung - angeboten aus rein humanitären Gründen. Diese umfassen aber vielmehr soziale Gesichtspunkte, jedoch keinen Therapieansatz. Es wird in der Psychologie auch mit "das nichtprofessionelle psychologische Beratungsgespräch" bezeichnet. Für Tatleugner gibt es aus praktischen Gründen daher zumeist überhaupt kein Therapieangebot.

Psychologisch und psychiatrische Gutachten liegen - nach meinem Kenntnisstand - zumindest von drei englischen Gutachtern vor. Seitdem scheint sich, außer dem bei JS schleichend eintretenden Alterungsprozess intrinsisch nichts verändert zu haben. Deutlich wird mir sein Alterungsprozess an der zunehmenden Abgestumpftheit seiner Erwartungshaltungen gegenüber der deutschen Regierung (der erwartet tatsächlich -wie aus einem seiner jüngsten Newsletter hervorgeht - Handelssanktionen gegenüber dem Bundesstaat Virginia). Alles nicht mehr ganz ernst zu nehmen,oder?


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Der Fall Jens Söring

17.05.2016 um 11:37
Allerdings ganz interessant. Ich muss gestehen, dass ich erst vor ein paar Wochen hier das erste mal reingeschaut habe.
Kannst Du deinen damaligen Kontakt beweisen?


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Ashford1986
ehemaliges Mitglied

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Der Fall Jens Söring

17.05.2016 um 11:43
@luminol

Diesen Beweis hatte ich bereits gegenüber den Moderatoren zu erbringen, da ich unmittelbar nach meinem ersten Beitrag redaktionell gemeldet wurde und daraufhin zunächst hier im Forum für einige Tage gelöscht und gesperrt wurde.


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Marina1112
ehemaliges Mitglied

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Der Fall Jens Söring

17.05.2016 um 22:08
@Ashford1986
Danke, für Deine interessante ausführliche Antwort.
Merkwürdig finde ich, dass es für Tatleugner keine therapeutischen Angebote gibt, denn gerade sie hätten es meiner Meinung nach nötig.
Vielleicht würden sie durch die Therapie irgendwann doch offen zu ihrer Tat stehen und könnten daran "arbeiten".
Was verstehst Du darunter, dass es aus "praktischen Gründen" keine Therapieangebote für Tatleugner gibt?

Anscheinend hat J.S. noch relativ viele Unterstützer, wie schafft er das?


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Der Fall Jens Söring

18.05.2016 um 02:54
Marina1112 schrieb:Was verstehst Du darunter, dass es aus "praktischen Gründen" keine Therapieangebote für Tatleugner gibt?
Das ist schon recht kompliziert: es gibt ja zwei Möglichkeiten, warum jemand die Tat leugnet: a) er ist wirklich unschuldig b) er ist schuldig und will es sich und dem Rest der Welt nicht eingestehen.

Eine Therapie, die zum Ziel hat, dass er mit der Tat lernt umzugehen kann ja höchstens im Fall b) irgendwie erfolgreich sein, im Fall a) dagegen kann sie fatale Folgen haben, bis hin zur "Gehirnwäsche" dass von aussen versucht wird, ihn dazu zu bringen, eine Tat zu gestehen, die er nicht begangen hat.

Da man aber eben nicht unterscheiden kann, ob ein Verurteilter zur Gruppe a) oder b) gehört kann eigentlich nur gelten, dass es für ihn eben kein Therapieangebot gibt, bis er sich selbst outet und bekennt, dass der die Tat begangen hat.


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Marina1112
ehemaliges Mitglied

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Der Fall Jens Söring

18.05.2016 um 07:05
@Rick_Blaine
Okay, ich verstehe.
Doch ich denke, Gruppe a) ist verschwindend gering und Gruppe b) hat eine Therapie dringend nötig.
Ob Gruppe a) wirklich verschwindend gering ist, das ist nur meine persönliche Meinung und ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen...

Doch jetzt würde mich noch das interessieren:
Marina1112 schrieb:Anscheinend hat J.S. noch relativ viele Unterstützer, wie schafft er das?


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Der Fall Jens Söring

18.05.2016 um 08:48
@Marina1112

JS hat relativ viele Unterstützer, weil kaum jemand dieser Leute sich die Mühe macht, die Aussagen von JS zu hinterfragen. Seine Thesen werden als Fakten hingenommen. Zudem kennen diese Leute, wir können sie auch Opfer nennen, nur die FB Seite und die Homepage von JS. So ensteht in deren Hirn natürlich ein verzerrtes Bild der tatsächlichen Gegebenheiten. Bei einigen Unterstützern kommt noch ein psychologischer Aspekt hinzu (Beschützer Instinkt), das macht sich JS naturlich zu Nutze.


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Der Fall Jens Söring

18.05.2016 um 16:40
Dann melde ich mich mal als "Opfer" zu Wort. Ich kann nur für mich sprechen, nicht für andere, die ebenfalls Jens unterstützen. Mein Interesse an dem Fall Jens Söring begann im Januar 2007, als ich einen Artikel von Karin Steinberger in der Süddeutschen Zeitung las. Nicht lange danach sah ich eine Fernsehdoku aus der Reihe "37 Grad" und die Sendung mit Johannes B. Kerner, wo Kerner Söring im US-Knast besuchte. Ich muss dazu sagen, dass ich mich auch mit anderen Fällen beschäftigt hatte, bei denen es um unschuldig Verurteilte in USA ging. Daher weiß ich, dass Fehlurteile im US-Justizsystem leider immer wieder vorkommen.

Einige Jahre später schaute ich mal wieder im Internet nach, um zu erfahren, was inzwischen aus Söring geworden war. Das war 2010, nachdem der neue republikanische Gouverneur von Virginia die Entscheidung seines Amtsvorgängers zur Haftüberstellung von Jens Söring nach Deutschland rückgängig machte. Mich empörte diese Willkürmaßnahme so sehr, dass ich anfing, mich wieder für den Fall zu interessieren. Von nun an las ich regelmäßig Jens' Blogbeiträge, von denen ich einige sehr interessant fand. Irgendwann fing ich an, mit Jens zu korrespondieren und lernte ihn als einen Menschen schätzen, der über hohe intellektuelle Fähigkeiten verfügt.

Wie schon eingangs gesagt, kann ich nur für mich sprechen, was meine Motivation angeht, Jens zu unterstützen. Ungeachtet seiner tatsächlichen Schuld oder Unschuld (persönlich bin ich der Meinung, dass sich weder das eine noch das andere eindeutig beweisen lässt) finde ich, dass er unbedingt eine neue Chance in Freiheit verdient. Gesetzt den Fall, dass er es wirklich war, so hat er die Tat nur begangen, weil Elizabeth ihn dazu angestiftet hatte und er ihr damals hörig war. Entscheidend ist für mich jetzt nach all den Jahren die Frage: Besteht die Gefahr, dass er wieder einen Mord begehen würde, wenn man ihn aus der Haft entließe? Diese Frage kann ich mit einiger Überzeugung mit Nein beantworten. Ich sehe also rational keinen Sinn darin, diesen Mann, sollte er die Tat wirklich begangen haben, weiterhin hinter Gittern verrotten zu lassen. Unter dem Strich bringt so eine pedantische und fanatische "tough-on-crime"-Mentalität niemandem etwas - nicht den Mordopfern und auch nicht der Gesellschaft. Daher meine Überzeugung, dass Jens unbedingt freigelassen werden und eine Chance zu einem produktiven Leben in Freiheit bekommen sollte.


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Der Fall Jens Söring

18.05.2016 um 17:55
@Tecolote
man kann es sich sehr leicht machen, die Schuld anderen in die Schuhe zu schieben. Ist es nicht häufig die schwere Kindheit, der falsche Umgang, ein psychisches Problem, Drogen oder was auch immer, was häufig als Entschuldigung herhalten muss?

Wie EH vor Gericht aussagte: Er hatte die Wahl die Eltern zu töten oder nicht. Er fuhr mehrere Stunden von Washington nach Bedford und in dieser Zeit konnte er darüber nachdenken, es sich anders überlegen. Das tat es aber nicht. Es gibt überhaupt KEINE Entschuldigung dafür, egal wie jung oder alt, reich oder arm, gebildet oder ungebildet jemanden bestialisch abzuschlachten.

Warum sollte er die Chance bekommen, hatten seine Opfer eine Chance gehabt? Hätte er bei dir eine Chance bekommen, wenn es deine Eltern gewesen wären? Oder ist es so, weil du die Opfer nicht kennst, ist es dir schlichtweg egal? Schade, dass darauf nie eine Antwort kommt....


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Der Fall Jens Söring

18.05.2016 um 18:09
@Venice2009
Hätte jemand einen mir nahe stehenden Menschen umgebracht, so hätte ich bestimmt erst einmal sehr emotional reagiert und eine drastische Strafe gefordert ... oder gleich ohne Rücksicht auf die Konsequenzen Selbstjustiz verübt, wenn sich die Gelegenheit dazu geboten hätte. Allerdings glaube ich, dass nach einer gewissen Anzahl von Jahren meine anfängliche Wut einer pragmatischen und rationalen Einstellung gewichen wäre. Es wie du toll zu finden, dass Jens lebenslang unter noch dazu inhumanen Bedingungen (keine Klimaanlage im brutal feuchtheißen Sommer der südöstlichen USA, unzureichende und schlechte Verpflegung, gefährliches Knastmilieu etc.) im Gefängnis dahinvegetieren muss, zeugt von einer alttestamentarischen Rechtsauffassung, die ich nicht zeitgemäß finde. Ich frage mich ganz pragmatisch: Was bringt es konkret, wenn Jens im Knast sitzt? Was bringt es dir persönlich? Welche Nachteile ergäben sich für dich persönlich, wenn Jens frei käme?


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Der Fall Jens Söring

18.05.2016 um 18:45
Ich sehe das sogar noch pragmatischer, wenn ich in Indonesien Drogen schmuggel (oder Thailand, oder, oder) dann weiß ich welche Strafe mich erwartet und ih habe die Wahl es zu tun oder zu lassen! JS wusste welche Strafe ihm in den USA blüht. Und er hat gestanden, zweimal! (Und meiner Meinung die Tat auch ausgeführt, aber das nur am Rande) ich meine mal ehrlich, der Typ hatte ein Hochbegabten Stipendium so weit kann ja sogar ich mit meinem Hauptschulabschluss denken! Nicht besonders intelligent, so oder so!


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Der Fall Jens Söring

18.05.2016 um 19:14
@Luna2510
Eine ähnliche Argumentation habe ich schon öfter von Apologeten des DDR-Regimes gehört. So nach der Art: Wer dort wegen versuchter Republikflucht im Knast landete oder an der Grenze erschossen wurde, war selbst daran schuld, denn er wusste ja, dass nach DDR-Gesetz das unerlaubte Verlassen des Landes verboten war. Formaljuristisch mag das so sein ... aber moralisch muss jeder denkende Mensch das Vorgehen des SED-Regimes verurteilen und den Opfern dieses Unrechtsstaates uneingeschränkte Sympathie zukommen lassen. Aber das gehört nicht zum Thema dieses Threads.


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Der Fall Jens Söring

18.05.2016 um 19:17
mit Verlaub ein Gefängnis ist keine Wellnessanlage, mein Mitleid hält sich bezüglich der Klimaanlage sehr in Grenzen!
Außerdem gehören die USA sicherlich zu den Staaten in denen es geordneter zugeht. Wenn man z. B. an den asiatischen Raum denkt.

Außerdem finde ich es unverfroren, mir zu unterstellen, ich fände es toll, dass er im Gefängnis sitzt und nicht frei kommt. Diese latente Aggression ist übrigens bei allen JS-Anhängern zu beobachten, so am Rande.

Er sitzt in dem Land in dem er die Straftat begangen hat, seine Haftstrafe ab. Wie alle anderen amerikanischen Gefangenen auch. Das hat was von Gerechtigkeit, oder warum sollte JS eine Sonderbehandlung bekommen? Er ist Deutscher auf dem Papier, er fühlt sich Deutschland nicht sonderlich verbunden. Oder wie soll man die ständige Anrede Ihr Deutschen anders verstehen?!?


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