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Der Fall Jens Söring

29.217 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Kino, Gefängnis ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Jens Söring

Der Fall Jens Söring

22.01.2017 um 12:03
@Venice2009

Er wird die Quelle nicht nennen, weil es die nicht gibt. Alternativ hat er "keine Zeit" dafür.^^

@Rick_Blaine

Er schreibt dass mit dem Verteidiger weil er suggerieren will, das JS mit einem guten Verteidiger selbstverständlich frei gesprochen worden wäre (*hüstel*). Übrigens auch wieder Copy & Paste von der Homepage von JS. Der ist jahrelang mit dieser Geschichte hausieren gegangen (Schuld sind immer die anderen: die Dorfbullen, der pöse Richter, sein Anwalt usw....).
Allerdings hat JS zumindest eingeräumt, dass er den Anwalt selber ausgesucht hat und es keinesfalls ein Pflichtverteidiger war. Er soll sogar einen sehr guten Ruf gehabt haben.
Mit deiner These, dass auch beide am Tatort gewesen sein können hast du natürlich recht. Das wurde ja hier auch schon diskutiert. MMn ist das die letzte ungeklärte Frage dieses Falls: war EH dabei, als JS ihre Eltern abgeschlachtet hat?

@hopkirk

Das JS ein glasklares Motiv hatte, bestreiten nur die vollkommen verblendeten JS Jünger.^^


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Der Fall Jens Söring

22.01.2017 um 12:08
@ElvisP
Das ist mir klar. Trotzdem kann man das nicht unkommentiert stehen lassen, obwohl es nervt, wenn immer wieder die gleichen Fakten heruntergebetet werden müssen. Nicht, dass jemand neu in den Thread einsteigt und am Ende für bare Münze nimmt, wenn unkommentiert stehen bleibt, Söring hätte kein Motiv gehabt.


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Der Fall Jens Söring

22.01.2017 um 12:40
Zitat von Friedhelm65Friedhelm65 schrieb:Die Jury hatte offensichtlich so große Zweifel an seiner Schuld, daß sie ihn ohne diesen Sockenabdruck nicht einstimmig verurteilt hätten, denn am Anfang der Beratungen stand es sogar 6 : 6.
@Rick_Blaine
Werden solche Zwischenergebnisse veröffentlicht?


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Der Fall Jens Söring

22.01.2017 um 13:24
@FF

Ein Mitglied der Jury hat das nach dem Prozess so ausgesagt. Allerdings ist unklar, ob es stimmt. Es gab also keine offizielle Verlautbarung des Gerichtes. Auch ist unklar, wie es weitergegangen wäre in der Diskussion. Also ohne den Sockenabdruck.

Letztlich war es nur ein Zwischenstand und somit vollkommen unbedeutend. Alles andere ist mal wieder pure Spekulation.


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Der Fall Jens Söring

22.01.2017 um 14:46
@FF

Ein Mitlgied der Jury hat dies in einer eidesstattliche Versicherung später so angegeben, die auch auf der Website von JS - im Orginal - verlinkt wurde.

Das Jurymitglied hätte sich somit strafbar gemacht, wenn es eine falsche eidesstattliche Versicherung abgegeben hätte, denn es wäre leicht herauszufinden gewesen, wenn das Jurymitglied sich mit Hilfe der eidesstattlichen Versicherung durch eine falsche Aussage strafbar gemacht hätte, denn man hätte dies leicht durch Befragung anderer Jurymitglieder herausfinden können.

Also kann man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, daß das Jurymitglied sich wahrheitsgemäß geäußert hat.

P.S.

Auch dem Zeugen Tony Buchanan wird ja hier "gerne mal" unterstellt, daß er gelogen hätte.

Aber auch der Zeuge Buchanan hat seine Aussage beeidet und auf Video aufgezeichnet abgegeben und man kann seine Aussage, die auf Video aufgezeichnet und von ihm beeidet wurde im Englischen Orginal anhören (ebenso verlinkt auf der Website von JS)

Auch der Zeuge Buchanan hatte, ebenso wie das o.g. Jurymitglied, keinerlei persönliche Beziehungen zu JS und EH und hatte somit keinen Grund eine falsche Aussage zu machen.


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Der Fall Jens Söring

22.01.2017 um 14:53
Oh, sind wir mal wieder an dem Punkt dass nur der pöse, pöse Sockenabdruck ...
Klar, es ist auch völlig normal:

(a) dass der Mietwagen genau so viele Kilometer mehr hat, wie die doppelte Strecke Washington - Wohnort der Haysoms beträgt
(b) JS wusste, dass das Wochenende in Washington dienen sollte, ein Alibi zu schaffen
(c) EH ihm das Innere des Kinos, in dem er angeblich (mit Unterbrechung) von 17.00 - 1.00 saß (weiß die genau Zeit nicht mehr) während sie angeblich weg war, schriftlich detailliert beschrieben hat
(d) es einen Briefwechsel gibt (den JS niemals erwähnt, da er ihn derart belastet, dass die englischen Polizisten nach der Lektüre schlossen, die Eltern sind tot), der den Mord plant
(e) JS sein Stipendium und Studiengang verließ, um als Kleinkrimimineller durch Europa zu tingeln.
(f) es eine doppelt abgesicherte Diagnose zwei unabhängiger Psychiater gibt, die beide feststellten, dass er EH völlig (bis zum Wahnsinn) verfallen war
(g) das Außenlicht der Haysoms brannte und JS dies in diesem Geständnis erklärte (was auch den Sockenabdruck erklärte)
(h) JS auch mit dabei war, als man versuchte, "Jane" als wahre Mörderin hinzustellen und zu verheizen
(i) JS mehrfach mit Täterwissen gestand.


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Der Fall Jens Söring

22.01.2017 um 15:55
1.Übrigens Zum Mietwagen:Der Wagen hatte 669 Meilen mehr, als bei der ersten Übergabe.Für den WE Trip, nach Washington brauchten sie ca. 230 Meilen, hin und zurück.Für die zusätliche Fahrt, nach Lynchburg und zurück ,sind es 640 Meilen, mit ein paar Spazierfahrten, durch Washington, kommt man gut auf die 669 Meilen.

2.Auch wenn viele das Alibi für schlecht halten, ich finde das das Alibi reicht, ohne die zusätlichen Meilen, wären sie, nie auf ihn gekommen, da hat Gardner gut ermittelt.

3.Auch wenn EH, ihn erzält hätte, das das Licht an war, als sie das Haus verlassen hat, kann ich mir nicht vorstellen, das einer auf so einer perfekten Lüge kommt, mit Lichtschalter nicht finden, und wieder mit Socken ins Haus, das Geständnis war der Anfang vom Ende für ihn.


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Der Fall Jens Söring

22.01.2017 um 16:28
@MissMary

Daran merkt man wie verzweifelt einige sind 😃.

Und wo ist jetzt die Quelle die ich angefordert hatte? 😃😃


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Der Fall Jens Söring

22.01.2017 um 16:39
ich finde es müssig, dass immer wieder von einer bestimmten Person Dinge gebetsmühlenartig runtergebetet werden. So, als ob es sich um Fakten handeln würde.

Ich glaube kaum, dass die Jury JS nur wegen dem Sockenabdruck schuldig gesprochen hat. Das wurde hier bereits mehrfach thematisiert und immer wieder kommt Friedhelm wie ferngesteuert damit an. Mehr als spekulieren kann man da nicht. Es hätte u. U. länger gedauert um zu einem Ergebnis zu kommen, aber zu behaupten, er wäre auf jeden Fall freigesprochen worden ist einfach nur lächerlich. Aber genau das wird immer wieder gemacht. Irgendwelche Behauptungen aufgestellt, wie z. B. der liebe Friedhelm behauptet hat, dass Nancy Haysom JS nie im Hauskleid die Tür geöffnet hätte. Ich habe da immer den Eindruck, als ob Friedhelm höchst persönlich die Haysoms kannte, ansonsten kann ich nicht verstehen, wie man zu so einem Schluß kommen kann. Wenn man mal weglässt, dass JS das behauptet hat.

Außerdem gibt es hier sogar ein Mitglied, dass JS höchst persönlich kannte und wenig erfreuliches von ihm zu erzählen hat. Ganz im Gegenteil zu @Friedhelm65. Oder verbreitet @Ashford1986 auch Lügen über JS. Muss man ja schon fast von ausgehen, denn kennen tut JS anscheinend nur @Friedhelm65 am besten, daher kann er als einziger behaupten wer die Wahrheit sagt (Gail Marshall, Chuck Reid, Tony Buchanan sowie seine bezahlten Anwälte) und wer unrecht hat (Gardner, die Jury, Der Richter, der Staatsanwalt, EH, aller Richter der jeweiligen Instanzen, das Berufungsgericht was die Berufung immer wieder ablehnte, die Gouverneure (das sind ja viel mehr Personen als auf der Gegenseite). Sorry, aber ich finde es langsam nur noch lächerlich, dass jemand ohne nachzudenken immer wieder copy und paste drückt).

@Friedhelm65
erkläre mal bitte den Brief von JS an EH von dem geplanten Dinner. Oder war das auch schon wieder Zufall, dass JS an EH geschrieben hat, das Dinner sei vorbereitet, in Bezug auf ihre Eltern und sie werden bei einem Dinner getötet? Oder gibt es dafür auch eine harmlose Erklärung. Wenn dann müsstest du es genau wissen, so dicke wie du mit JS zu sein scheinst.
Außerdem, warum kann man das Geständnis von JS im Orginal sowie das Urteil nirgendwo nachlesen? Nicht auf seiner HP? Das müsste doch eigentlich entlastend sein? Warum also weigert ihr Euch Unterstützer dieses dort, wo man es erwarten würde, zu veröffentlichen?


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Der Fall Jens Söring

22.01.2017 um 19:07
Was hat js eigentlich studiert?


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Der Fall Jens Söring

22.01.2017 um 19:11
Das einzigste, was wirklich seltsam ist, ist warum FBI profiler Ed Sulzbach von einer weiblichen Täterin ausgeht.
Also die Begründung würde ich gerne lesen.
Sheriff Wells, einer der ersten Ermittler im Fall, geht von einem Mörder aus, da eine Mörderin einfach nicht stark genug wäre.

@ElvisP @Venice2009
Wenn Friedhelm65, wenigstens ein paar echte Indizien, für JS Unschuld liefern würde, und nicht irgendwelche Spekulation, dann würde es sich sogar lohnen mit ihm zu diskutieren.


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Der Fall Jens Söring

22.01.2017 um 23:01
@Mr.Mystery1990

Das ist ein sehr guter Punkt. Ich habe mich das auch schon oft gefragt. Wie passt diese Urgewalt und dieser Zorn ausgerechnet zu einer Frau?
Und wie passt diese seltsame Theorie zu der mehr-Täter- Theorie? Ich Nachhinein soll es ja angeblich eine ganze Gang gewesen sein, die sich ausgetobt hat. Das ergibt doch mal wieder überhaupt keinen Sinn!


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Der Fall Jens Söring

23.01.2017 um 04:39
@FF

Nein, offiziell wird da nichts veröffentlicht, aber es kommt immer mal vor, dass Mitglieder der Jury nach dem Verfahren vom Verlauf der Beratungen berichten. Das ist auch nicht illegal.

Von daher ist es schon möglich, dass der Sockenabdruck den entscheidenden Ausschlag für die Jury gab.

Nur: im Nachhinein das nun zu bereuen ist zu spät. Offensichtlich hat nichts im Verfahren auf die Jury soviel Eindruck gemacht, dass sie trotz Sockenabdruck ihn freigesprochen haben - oder mit anderen Worten gesagt: die Verteidigung hat zur Entlastung auch nichts wirklich Überzeugendes gebracht. Das muss sie freilich nicht, aber muss dann auch mit der Entscheidung der Jury leben.

Kann sich eine Jury irren? Absolut. Allerdings muss man, wenn man das juristisch nutzen will, sehr gute Indizien beibringen, dass sich die Jury hier wirklich geirrt hat. Der Masstab ist vom Gesetz festgelegt: ein Urteil wird dann aufgehoben, wenn bewiesen werden kann, dass keine (!) vernünftige Jury bei Kenntniss aller Dinge den Angeklagten schuldig gesprochen hätte.

Und diese Hürde hat JS in keinem der zahlreichen Revisionsverfahren geschafft.


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Der Fall Jens Söring

24.01.2017 um 13:52
Wie ihr ja wisst, hat @Friedhelm65, ein anerkannter Experte im Fall JS (*hüstel*), kürzlich zwei interessante Statements abgegeben. Sehen wir uns das doch einmal genauer an:
Zitat von Friedhelm65Friedhelm65 schrieb:Jens Vater war auch nur ein einfacher Beamter im mittleren oder unteren Dienst am Konsulat und konnte sich auch keinen teuren Anwalt leisten...
Was sagt eigentlich sein Super- Jens zu diesem Thema? JS schreibt in seinem Buch "Nicht Schuldig":

"Er war einer der Besten seines Ausbildungsjahrganges an der Diplomatenschule gewesen und in den Fünfziger- und Sechziger Jahren kurz hintereinander mehrmals befördert worden."

Der Vater war also Beamter im mittleren oder unteren Dienst? Klingt für mich anders... zumal sich der arme mittellose Diplomat, wie ihr gleich sehen werdet, gleich zwei Anwälte für seinen Bengel leisten konnte. *Lach*
Zitat von Friedhelm65Friedhelm65 schrieb:...denn JS erster Anwalt war ein Pflichtverteidiger, denn in den USA gehen Anwaltskosten gleich in gewaltige Höhen, nicht vergleichbar mit den Anwaltskosten in Deutschland.
Mal sehen, wie es tatsächlich war:

"Soering`s father hired a lawyer from Detroid, Richard A. Neaton, to the lead the local counsel"

Quelle: "Blood Ties", Nathan Heller

"I felt like [Soering] got a fair trial," said Gardner, the Bedford sheriff's investigator. "He had two lawyers, two real good lawyers," referring to Neaton and Roanoke attorney William Cleaveland.

Quelle: "Trial and Error", Ian Zack


Na, @Friedhelm65, was sagst du jetzt? Vermutlich gar nichts, wie es so deine Art ist, wenn es peinlich wird. Ich hoffe nur, dass du zukünftig bei der Wahrheit bleibst.

Halten wir die Ergebnisse doch noch einmal fest:

1. JS hatte keinen Pflichtverteidiger, sondern sein Vater bezahlte ihm gleich zwei Anwälte. Einen lokalen und einen Experten, den er sogar aus einem anderen Bundesstaat einfliegen lies.

2. Der Vater war kein "einfacher Beamter im mittleren oder unteren Dienst", sondern ein Karrierediplomat, der augenscheinlich über nicht eben wenig finanzielle Mittel verfügte.


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Der Fall Jens Söring

24.01.2017 um 19:41
@ElvisP
Ein Konsulatsangestellter ist nicht gerade ein Karrierediplomat. Möglicherweise hatte Söring da bei der Biografie seines Vaters übertrieben, oder der Vater mit der Selbstdarstellung.
Wenn man jemandem das eine nicht glauben will, ist es immer schwierig, ihn für das andere als Quelle zu nennen. ;)

Die Bücher widersprechen einander auch ganz offensichtlich, denn in dem einen ist von einem, in dem anderen von zwei Rechtsanwälten die Rede.


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Der Fall Jens Söring

24.01.2017 um 20:15
@maik.teissen

Ich weiß nicht, was JS studiert hatte in Virginia. Er hatte aber ein Hochbegabtenstipendium. Vielleicht weiß ja jemand anderes hier, was er studiert hat bzw. die EH.


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Der Fall Jens Söring

24.01.2017 um 20:42
Jens hat meines Wissens Psychologie studiert. Bei Elisabeth bin ich mir nicht sicher. Ursprünglich wollte sie wohl Geschichte studieren, dann hat sie sich aber schwerpunktmäßig mit Literatur befasst.


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Der Fall Jens Söring

24.01.2017 um 21:50
Das ist ja interessant. Für solch einen Studiengang braucht man auch in Deutschland in der Regel ein 1,X Abitur. So hat er seine Kenntnisse wie man Menschen manipuliert wohl untermauern wollen. Er hält sich ja für unschuldig und alle anderen sind böse außer seine Unterstützer/innen und manchmal stellt er wirre Forderungen wie ein deutscher Wirtschaftsboykott für Virginia, aber selbst Aufseher/innen bestechen und ein illegales Kredithaisystem betreiben im Knast. In ein paar Tagen werden wir wissen wie das Parole Board entschieden hat.


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Der Fall Jens Söring

25.01.2017 um 01:06
Der Papa von Jens Söring war doch Vizekonsul in Detroit. So steht es zumindest auf der Seite von 'Das Versprechen' und in diversen Zeitungsartikeln. Ich kann hier leider keinen Link setzen, nach 'Klaus Söring vice consul' googeln, sollte aber die entsprechenden Ergebnisse bringen.


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Der Fall Jens Söring

25.01.2017 um 06:56
Um dieses leidige Thema einmal zu beenden: Wenn JS Vater Angestellter des Konsulats und Karrierediplomat war, dann heisst das nicht, dass er ausserordentlich wohlhabend gewesen ist. Je nach Grösse des Konsulats verdient ein Generalkonsul, das ist der Chef, ein Gehalt nach Bundesbesoldungsgruppe A 15 oder A 16. Sein(e) Stellvertreter, z.B. der Kanzler (nicht der Bundeskanzler) liegen meist eine Gruppe darunter, das wäre A 14. Das entspricht der Besoldungsgruppe eines Oberstudienrates, also eines Gymnasiallehrers nach 10 Dienstjahren.

Dazu gibt es dann Auslandszuschlag und Familienzuschlag und dies und das, also ein angenehmes Gehalt, aber kein aussergewöhnliches.

Es gibt aber durchaus auch Dienstposten in einem deutschen Konsulat mit weitaus geringerer Besoldungsgruppe, also können wir feststellen, dass sein Vater maximal A 15 verdient haben wird, vermutlich eher A 14 oder gar weniger.

Leisten kann man sich damit einen privaten Rechtsanwalt in den USA schon, es ist ja immer eine Frage, worauf man sonst verzichten will.

Heute kann man Verteidigungskosten für einen solchen Mordprozess in Höhe von mindestens $ 50,000 ansetzen, auch das Doppelte wäre eher gewöhnlich. Nehmen wir mal an, die Familie hat damals nicht daran sparen wollen, dann wäre in heutigen Zahlen $ 100,000 notwendig gewesen. Das entspräche ungefähr 14-15 heutige Monatsgehältern eines leitenden Beamten im konsularischen Dienst. Wenn man will, kann man sich das leisten, soviel kostet oft schon ein entsprechender Oberklasse PKW.

Dennoch muss ich sagen darf man nicht den Fehler machen und glauben, dass die teuersten Anwälte auch die besten sind oder Pflichtverteidiger schlecht sind. Oft ist es gar so, dass die Qualität der Anwälte gar nicht so unterschiedlich ist. Was man sich mit dem vielen Geld kaufen kann sind eher teure Experten, weitere Untersuchungen und Gutachten usw. Man kann für so einen Mordprozess natürlich auch eine Million Dollar ausgeben oder mehr (O.J. Simpson: zwischen 3 und 6 Millionen Dollar) aber das bedeutet nicht, dass man sich freikaufen kann.


Sehr viel ernster zu nehmen sind die Vorwürfe gegenüber dem Anwalt Richard Neaton, der irgendwann im Verfahren einmal JS vertreten hat.

Hier gehen die Informationen etwas auseinander. Fakt zu sein scheint, dass Neaton JS in einem Wiederaufnahmeverfahren vertreten sollte (habeas corpus) und da nicht nur Gelder von JS veruntreut hat, sondern auch einige andere schwerwiegende Fehler gemacht haben soll. Allerdings muss man hier extrem genau die Quellen lesen:

Auf seiner webseite sagt JS dass dieser Anwalt der Hauptverteidiger in der Tatsacheninstanz gewesen ist. Da er nur in Michigan zugelassen war, kann er tatsächlich kein Pflichtverteidiger gewesen sein, denn um in Virginia zu dem Prozess zugelassen zu werden musste er einen gesonderten Antrag stellen und mit einem lokal zugelassenen Anwalt zusammenarbeiten ("pro hac vice").

JS behauptet dann, dieser Anwalt habe im Wiederaufnahmeverfahren (habeas corpus) diese Fehler gemacht. Tatsächlich ist dem Anwalt in Michigan die Zulassung deswegen als Rechtsanwalt entzogen worden (siehe http://www.finra.org/sites/default/files/NACDecision/p122870.pdf Seite 4).

Aber nun muss man noch einmal genau hinschauen: JS selbst macht keine Vorwürfe, dass der Anwalt während dem eigentlichen Tatsachenprozess Fehler gemacht hat, sondern im habeas corpus Verfahren. Und auch das Standesgericht hat nur das dem Anwalt vorgeworfen.

Wie es in solchen Fällen üblich ist, kann ein Verurteilter daraufhin geltend machen, er sei in seinen Rechten durch Unfähigkeit seines Anwalts verletzt worden und eine Neuaufnahme des Verfahrens beantragen: "inadequate counsel." Das hat JS auch getan, aber der oberste Gerichtshof hat festgestellt, dass dem nicht so gewesen ist.

Masstab ist dabei die Frage, ob das Verhalten des Anwalts so falsch gewesen ist, dass bei einem anderen Anwalt, der sich nach den Regeln der Kunst verhalten hätte, zwingend ein anderes Ergebnis des Verfahrens entstanden wäre. Das hat der oberste Gerichtshof verneint.

(siehe JS eigene webseite: http://www.jenssoering.com/lawyer_suspended)

Und damit ist auch das Thema im Prinzip abgehakt.


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