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Der Fall Jens Söring

29.217 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Kino, Gefängnis ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Jens Söring

Der Fall Jens Söring

03.05.2017 um 13:44
Zitat von trailhamstertrailhamster schrieb:Dann nahmen zum einen Elizabeth Haysom und Jens Söring regelmäßig Drogen ein, zum anderen haben beide eine Persönlichkeitsstörung, Haysom läuft unter Borderline, Söring hat wohl eine psychopathische Störung.
Kannst Du die Behauptungen bitte belegen -
die da wären 
- JS nahm Drogen
- psychopathische Störung...

Dankeschön.


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Der Fall Jens Söring

03.05.2017 um 14:10
@Bluelle


Jens Söring ist meiner Meinung nach der Prototyp eines Psychopathen. Dafür sprechen die Tat, seine Biographie vor der Tat, die Beziehung zu Elizabeth Roxanne Haysom, die Briefe der Beiden, das Verhalten nach der Tat und  auch der Eindruck, den er bei den Interviews hinterlässt.

Haysom und Söring hatten eine äußerst intensive, wenn auch eher wenig sexuelle Beziehung (pathologischer Natur). Haysom war zu diesem Zeitpunkt bekennende intensive Nutzerin psychotroper Substanzen. Söring wird während dessen kaum Kirschkerntee getrunken haben.

Es gibt ein gutes Essay zum Fall. Ich weiss nicht, ob das hier schon verlinkt wurde:

http://www.newyorker.com/magazine/2015/11/09/blood-ties

Söring wurde letztendlich das zum Verhängnis, was den meisten psychopathischen Straftätern irgendwann zum Verhängnis wird: sie glauben, dass sie schlauer seien als der Rest der Welt, insbesondere die Ermittlungsbehörden.

Dass er nicht ganz so schlau ist, wie er meint, zeigte sich z.B. in seinen inkohärenten Aussagen nach der Verhaftung, in dem Finanzbetrug auf der Flucht (elaboriertes, aber absehbar irgendwann zum Scheitern verurteiltes Schema) und in der Art seiner in Haft geschriebenen Bücher.

Aber Jens Söring ist ein Believer-Fall. Für die, die glauben wollen, wird er immer der arme, sensible, von der Hexe manipulierte Junge sein, der aus blinder Liebe unschuldig in den Knast geriet.

Für Psychopathen ist übrigens typisch, dass sie bei den Menschen, mit denen sie "in Kontakt" treten, zu enormer Polarisierung führen.

Also, bitteschön. ;-)


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Der Fall Jens Söring

03.05.2017 um 14:14
@yasumi
@Venice2009

Ich schließe mich der Meinung von @Venice2009 an. Das scheinbare Geständnis von EH an JS in Washington nach ihrer vermeintlichen Rückkehr aus Bedford macht doch überhaupt keinen Sinn. Jeder normale Mensch - selbst in der innigsten langjährigen Ehe - hätte doch wohl Angst, zumal in einer erst wenige Wochen währenden Beziehung -, dass der Partner sich sofort abwendet und das Geständnis sofort der Polizei meldet, schon um den Eindruck einer möglichen Komplizenschaft zu vermeiden und sich selbst zu entlasten. Dann würde es - neben möglichen hinterlassenen Beweisen für eine Tatbeteiliung am Tatort - gleich auch noch einen unabhängigen Zeugen geben, dem gestanden wurde, damit wäre das Todesurteil für sie doch schon fast perfekt gewesen, wenn JS damit zur Polizei gegangen wäre. Es geht schließlich um einen Doppelmord! Das von JS verwendete Liebesmotiv ("Ich wollte sie vor dem elektrischen Stuhl retten") glauben doch nur hoffungslose Romantiker, die sich von Fakten oder einem gesunden Menschenverstand nicht beeindrucken lassen - zumal doch zu diesem Zeitpunkt EH noch überhaupt keine Anklage drohte, schließlich war der Tatort wie in einem perfekten Verbrechen hinterlassen. Meiner Meinung nach ist die Berichterstattung von JS über die Abläufe in Washington unglaubwürdig und auch völlig unplausibel, er wäre damit wohl nur durchgekommen, wenn er nicht ein mehrfaches Geständnis abgelegt hätte.

EH hätte auch gar keinen Grund gehabt, sich JS zu offenbaren. Es hätte ja gereicht, ihn als Alibi für die ominöse Drogenfahrt zu verwenden, da die Polizei in dem Mordfall noch gar nicht ermittelte und sie daher keinen Anlass gehabt hätte, sich ihm schon zu einem so frühen Zeitpunkt nach der Tat zu offenbaren. Schließlich haben der/die Täter doch den Tatort in Bedford so hinterlassen (Spuren beseitigt, Blut verwischt etc.), dass sie davon ausgehen konnten, nicht als Täter ermittelt zu werden.

Meine These ist, dass JS diese Washington-Version deswegen gewählt hat, weil EH schon mit ihrem geständigen Wissenstatus in ihrem Prozess - also dass JS ihre Eltern möglicherweise tötet oder auch nicht - zu 90 Jahren Haft verurteilt wurde, obwohl sie selbst nicht an der Tatausführung direkt beteiligt war.


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Der Fall Jens Söring

03.05.2017 um 14:15
Updike im Gerichtszahl zu den Geschworenen:

Dort ist Blutgruppe 0  seine Blutgruppe. Es ist nicht Nancy, es ist nicht Dereks. Nancy hat Typ AB, Derek bekam Typ A. Es ist nicht Elizabeth Haysom, Elizabeth hat Typ B. Nun woher kam das Typ O Blut? Dieses Blut wurde zum Zeitpunkt der Tötung dort hinterlassen, und die Person, die es dort abgelegt hat, wurde im Laufe der Tötungen verletzt"Tr. Transkript pg. 82.

"JS sagt, als er ging, wischte er sich von der Tür ab; Wir haben wieder Typ O, nicht wahr? Sehen Sie den Türgriff, 6 und das Foto ist hier drüben, man kann eigentlich noch auf der Tür sehen sich die kleine rote Färbung. Wenn man rauskommst und berührt diesen Türgriff, wird etwas darauf bleiben. "Tr. Transkript pgs.83-84.
Und diese Blutanhaftungen wurden nun auf DNA untersucht und als nicht ihm zugehörig bestimmt.

Mit anderen Worten, Updike hat die Geschworenen nicht nur manipuliert (klar er wusste es nicht besser zu dieser Zeit und er ist nun mal Staatsanwalt), sondern nach den heutigen Erkenntnissen gelogen.

Dies kommt aus dem Link von

http://ftpcontent.worldnow.com/wvir/documents/letter-to-governor-mcauliffe.pdf (Archiv-Version vom 26.11.2019)

Ein Sheriff, der einiges auf dem Kasten hat und einen Brief an McAuliffe.
Ich bin noch nicht ganz durch.


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Der Fall Jens Söring

03.05.2017 um 14:19
Zitat von BluelleBluelle schrieb:Mit anderen Worten, Updike hat die Geschworenen nicht nur manipuliert (klar er wusste es nicht besser zu dieser Zeit und er ist nun mal Staatsanwalt), sondern nach den heutigen Erkenntnissen gelogen.
Selten so viele Widersprüche in einem Satz gelesen^^.

Der Link, nebst den Ungereimtheiten die er beinhaltet, wurde bereits um 10:46 Uhr hier eingestellt.


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Der Fall Jens Söring

03.05.2017 um 14:20
Zitat von trailhamstertrailhamster schrieb:Für Psychopathen ist übrigens typisch, dass sie bei den Menschen, mit denen sie "in Kontakt" treten, zu enormer Polarisierung führen.

Also, bitteschön. ;-)
Du hast noch keinen Nachweis (Link, Quellen) gebracht, das JS Drogen konsumiert hat und ein Psychopath ist.
Da ich davon ausgehe, dass Du kein Psychiater bist und Ferndiagnosen sowieso reiner Humbug, bitte ich nochmals Deine Behauptungen mit Link oder Quellen zu belegen.


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Der Fall Jens Söring

03.05.2017 um 14:23
Zitat von ElvisPElvisP schrieb:Selten so viele Widersprüche in einem Satz gelesen^^.

Der Link, nebst den Ungereimtheiten die er beinhaltet, wurde bereits um 10:46 Uhr hier eingestellt.
Das sind keine Widersprüche und ich hatte diesen Link auch schon von Dir gelesen.
Natürlich kann er nicht gelogen haben, wenn er es nicht wusste, aber ich denke man weiß was ich damit sagen wollte.

Die ganze Gerichtsverhandlung kann man in der Pfeife rauchen.


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Der Fall Jens Söring

03.05.2017 um 14:30
@ElvisP
so ganz verstehe ich den Satz auch nicht. Mary Jane war doch die Schwiegertochter gewesen. Also weiblich. Daher verstehe ich nicht so ganz, warum sie mit einbezogen werden sollte? 


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Der Fall Jens Söring

03.05.2017 um 14:32
Zitat von BluelleBluelle schrieb:Die ganze Gerichtsverhandlung kann man in der Pfeife rauchen.
Danke für diesen äußerst Differenzierten Beitrag!

Jetzt kannst du uns noch erklären, warum Updike deiner Meinung nach gelogen hat, wenn er, wie du ja selber schreibst, zum Zeitpunkt der Gerichtsverhandlung diese Informationen noch nicht hatte. Wenn man der obigen Argumentation folgt, hat er einen Fehler gemacht. Das ist aber keine Lüge. (Das gilt auch für die unbegründeten Manipulationsvorwürfe). Bitte etwas sachlicher. Danke.


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Der Fall Jens Söring

03.05.2017 um 14:39
@Venice2009

Mary Jane Burton war die Wissenschaftlerin, die den Tatortbericht von 1985 verfasst hat oder zumindest den Teil der Blutproben. Dem Sheriff Bericht zufolge hat sie irgendeinen (gravierenden) Fehler gemacht oder eben nicht. Schwere Materie. Call for Andy. :-) 


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Der Fall Jens Söring

03.05.2017 um 14:49
@Venice2009
oh danke. Ich hatte mich auch gewundert, denn die Schwägerin von EH hieß genauso, zumindest mit dem Vornamen :). Ja, vielleicht kann uns @Rick_Blaine weiter helfen. 


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Der Fall Jens Söring

03.05.2017 um 15:08
Ich probiers mal:

Ausgangssituation: An Proben der Blutgruppe '0' und Blutgruppe 'A' gab es DNA einer männlichen Person (“originated from a common male contributor.”)

Neue Behauptung: Es ist nicht erwiesen, dass es sich um die gleiche männliche Person handelt, da zu wenig DNA-Vergleichspunkte (loci/alleles) vorhanden sind:
"The  DFS certificate shows many loci as identical, but scientifically, there are not enough alleles to say they are from the same person. When the DFS reports consistency with a single male contributor it  is  misleading  since  consistency  improperly  suggests  identical  or  the  same.  There  is  no scientific  reason  for  calling  something  consistent  with  so  few  alleles."
Bisher war eines der Argumente: Da in beiden Blustspuren (mit unterschiedlicher Blutgruppe) ein und dieselbe DNA gefunden wurde, muss davon ausgegangen werden, dass die DNA gar nicht vom Blut sondern von was anderem kommt (Hautschuppen etc).

Jetzt das Argument: Die DNA ist gar nicht gleich, weswegen man sehr wohl sagen kann, die Blutspuren stammen von unterschiedlichen männlichen Personen.

--> Es gab zwei männliche Spuren, einmal mit Blutgruppe '0', dann mit Blutgruppe 'A', mit unterschiedlicher DNA. Keiner der beiden Spuren stammt von Söring.
"It must be concluded, that absent evidence to the contrary, not only was Soering not a contributor of blood found at the crime scene, but two men left blood at the scene."
So hab ich das verstanden.


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Der Fall Jens Söring

03.05.2017 um 15:32
Ich wollte übrigens@ElvisP ansprechen, nicht mich selber. Irgendwie stehe ich mit meinem Handy auf Kriegsfuß ;)


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Der Fall Jens Söring

03.05.2017 um 16:31
Die Anhänger von Söring verdrehen Fakten und geben Fakten selektiv wider.


Festzuhalten bleibt

1) die neuen DNA-Untersuchungen beweisen keinesfalls Sörings Unschuld (auch wenn er das selber so verkauft).

2) die Verurteilung erfolgte keineswegs nur auf der Basis der damaligen Blutuntersuchungen. 


Letztendlich war es eine Kombination von Sörings eigenem Geständnis (wenig glaubhaft widerufen, nachdem er bemerkte, dass seine selbst gefühlt geniale Strategie gegen die Wand fuhr) und einer großen Menge von Indizien, die zur Verurteilung führten.

Söring ist ein Paradebeispiel dafür, wie es Psychopathen schaffen, eine große Gemeinde von Anhängern für die eigene Sache kämpfen zu lassen (an Geld mangelt es dabei aufgrund seiner Familie auch nicht).

Das hat dazu geführt, dass Berichte in deutschen Medien über den Fall den Eindruck erwecken, sie wären von seinem Verteidiger und ihm verfasst worden.

Unten zwei Links, die das Thema DNA / Haysom-Murders weiter ausführen:

http://www.richmond.com/news/local/crime/ex-girlfriend-jens-soering-killed-her-parents-because-mom-had/article_5b0a3614-33fa-5304-af0c-381fc5640a61.html

http://www.trusted-blogs.com/magazin/preview/306749


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Der Fall Jens Söring

03.05.2017 um 16:57
Zitat von yasumiyasumi schrieb:Neue Behauptung: Es ist nicht erwiesen, dass es sich um die gleiche männliche Person handelt, da zu wenig DNA-Vergleichspunkte (loci/alleles) vorhanden sind:
Zitat von yasumiyasumi schrieb:Jetzt das Argument: Die DNA ist gar nicht gleich, weswegen man sehr wohl sagen kann, die Blutspuren stammen von unterschiedlichen männlichen Personen.
@yasumi

Danke für die Ausführungen. Aber muss man aus dem ersten Zitat ("Es ist nicht erwiesen...") nicht schließen, dass quasi beide Möglichkeiten zutreffen? Es handelt sich um dieselbe Person/ nicht um dieselbe Person.

Womit die Schlussfolgerung des zweiten Zitats ("Die DNA ist gar nicht gleich"/ "Die unterschiedlichen Blutproben stammen von unterschiedlichen Männern") nicht zutrifft. Wäre hier nicht auch die Möglichkeitsform zutreffender?   

@all:

Mir ist noch eine Sache aufgefallen. Der Sheriff schreibt:

"1) E. Haysom’s type B blood was found near her mother’s Body."

Das stimmt nicht mit den beiden Berichten von 1985/ 2009 überein. Demnach gibt es Typ B nur an einem Kleidungsstück, dass in der Waschmaschine war (Küche)

Was soll das?
Zitat von trailhamstertrailhamster schrieb:1) die neuen DNA-Untersuchungen beweisen keinesfalls Sörings Unschuld (auch wenn er das selber so verkauft).2) die Verurteilung erfolgte keineswegs nur auf der Basis der damaligen Blutuntersuchungen.
Zitat von trailhamstertrailhamster schrieb:2) die Verurteilung erfolgte keineswegs nur auf der Basis der damaligen Blutuntersuchungen.
@trailhamster

Das stimmt unbedingt und kann nicht oft genug wiederholt werden. Zumal ein DNA Beweis ja nie Bestandteil der Beweisführung war. Die Indizienkette war ja auch so schlüssig. Zumal es ja immer noch Spuren von dem Blut der Blutgruppe von JS gibt, die nicht untersucht werden können. Was hat sich also geändert?


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Der Fall Jens Söring

03.05.2017 um 17:01
Zitat von trailhamstertrailhamster schrieb:Festzuhalten bleibt

1) die neuen DNA-Untersuchungen beweisen keinesfalls Sörings Unschuld (auch wenn er das selber so verkauft).
Im Grunde schon.
Nenne mir einen tatsächlichen Mörder, der total darauf erpicht ist, dass DNA ausgewertet würde.
Der sitzt seit 30 Jahren im Knast, hat wahrscheinlich weniger Ahnung wie wir hier über DNA, also
kann er nicht sicher sein, dass nichts gefunden wird.
Einerseits soll er sich beim Messerkampf geschnitten haben (allein das könnte ausreichen um DNA von ihm zu finden- hat man aber nicht)
anderseits soll er keine Angst gehabt haben, dass doch DNA gefunden wird.
So dumm kann kein Mörder sein.
Man stelle sich vor man hätte die Blutgruppe 0 mit seiner DNA direkt bei den Leichen gefunden.

Das Argument, er würde sich rausreden mit - er war ja schon dort - zählt in diesem Fall für mich nicht.
Zu was dann überhaupt DNA- Tests ?
Was wäre der reale Grund, wenn er der Mörder wäre. Das hätte doch für ihn gar keinen Vorteil.

Weiß jemand, wann die Beerdigung der Haysoms war, also das Datum?


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Der Fall Jens Söring

03.05.2017 um 17:13
@ElvisP
Das resultiert wahrscheinlich daher, weil die Leiche der Mutter in der Küche lag.

War es ein Kleidungsstück oder ein Waschlappen? Ich hatte letzteres gelesen. Es sollte sich dabei um einen feuchten Waschlappen gehandelt haben. 


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Der Fall Jens Söring

03.05.2017 um 17:25
@Bluelle
Zitat von BluelleBluelle schrieb:Im Grunde schon.
Nenne mir einen tatsächlichen Mörder, der total darauf erpicht ist, dass DNA ausgewertet würde.
Der sitzt seit 30 Jahren im Knast, hat wahrscheinlich weniger Ahnung wie wir hier über DNA, also
kann er nicht sicher sein, dass nichts gefunden wird.
Einerseits soll er sich beim Messerkampf geschnitten haben (allein das könnte ausreichen um DNA von ihm zu finden- hat man aber nicht)
anderseits soll er keine Angst gehabt haben, dass doch DNA gefunden wird
Wenn er der Täter war, wovon ich überzeugt bin, kann er in etwa abchecken, ob er verwertbare Spuren hinterlassen hat oder nicht u. vielleicht sind die Blutlachen nicht nur aufgrund von Fussabdrücken verwischt worden.

Wusste der Mörder, das man sein Blut, was möglicherweise auf dem Boden tropfte, so nicht eindeutig zuordnen kann?

Das Blut wurde ja schon mal auf DNA untersucht? Also keine eindeutige Zuordnung der Spuren von Söring. Doch wie hier schon hier oftmals berichtet wurde, ist das keine Entlastung für ihn.

Keine Blutspuren vom Täter, also unschuldig? Finde ich unlogisch.

Immerhin war er dumm genug, sich auf Elisabeth einzulassen, für sie zu lügen usw. usw. usw.


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Der Fall Jens Söring

03.05.2017 um 17:33
Zitat von BluelleBluelle schrieb:Das Argument, er würde sich rausreden mit - er war ja schon dort - zählt in diesem Fall für mich nicht.
Zu was dann überhaupt DNA- Tests ?
Was wäre der reale Grund, wenn er der Mörder wäre. Das hätte doch für ihn gar keinen Vorteil.
Wenn dem so ist, warum hat er dann immer noch keinen Lügendetektortest gemacht?

DAS wäre doch für ihn von Vorteil, wenn nicht vor dem Parole Board, dann doch wenigstens in der öffentlichen Wahrnehmung.


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Der Fall Jens Söring

03.05.2017 um 18:03
Zitat von ElvisPElvisP schrieb:Aber muss man aus dem ersten Zitat ("Es ist nicht erwiesen...") nicht schließen, dass quasi beide Möglichkeiten zutreffen? Es handelt sich um dieselbe Person/ nicht um dieselbe Person.

Womit die Schlussfolgerung des zweiten Zitats ("Die DNA ist gar nicht gleich"/ "Die unterschiedlichen Blutproben stammen von unterschiedlichen Männern") nicht zutrifft. Wäre hier nicht auch die Möglichkeitsform zutreffender?  
Ich hab nur versucht, die grobe Argumentation, so wie ich sie verstehe, wiederzugeben. Wie zwingend diese Argumentation ist, kann ich nicht beurteilen.

Entscheidend wird wohl sein, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass zwei Personen genau diese gefundenen DNA-Merkmale aufweisen. Also die Frage, wieviel Prozent der amerikanischen Bevölkerung diese identischen Merkmale besitzen. Wenn es heißt, nur einer von einer Millionen hat diese DNA-Merkmale, dann ist es was anderes, als wenn jeder Hundertste diese Merkmale aufweist (nur als Beispiel).

Wenn ich das recht verstehe, dann wurden die Spuren auf 30 DNA-"Merkmale" untersucht (verzeiht mein Laien-Vokabular).
Bei der Blutgruppe-'A'-Spur "35K" konnten 17 davon bestimmt werden.
Bei der Blutgruppe-'0'-Spur "6FE" konnten 7 davon bestimmt werden, die aber identisch mit denen der Blutgruppe-'A'-Spur sind (falls ich da nichts übersehen habe).

Man wird vermutlich nicht sagen können, dass die eine Spur identisch ist mit der anderen. Aber die Spuren widersprechen sich - soweit ich das erkennen kann - erstmal auch nicht.


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