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Der Fall Jens Söring

17.724 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, Kino, Gefängnis, Messer, Karten, Sohn, Doppelmord, Unschuldig, Richter, Schuldig, Briefe + 24 weitere
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Jens Söring

Der Fall Jens Söring

09.02.2015 um 23:29
@Ernello
Ich denke eher, es gab "nur" Plan B. Und dazu die Frage: Mit oder ohne JS.


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Der Fall Jens Söring

09.02.2015 um 23:34
@Beks
Üblicherweise wird ein Mietwagen zur Benutzung nur durch eine bestimmte Person vermietet. Eine weitere Person ist i.d.R. nur zusätzlich und gegen extra Kosten als Fahrer zulässig. Wenn ich also ein paar hundert km durch´s Land fahre, würde ich bei einer möglichen Routinekontrolle ungern ohne gültige Fahrzeugpapiere angehalten werden. Meine Vermutung: nur JS wird als Fahrer eingetragen gewesen sein.


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Der Fall Jens Söring

09.02.2015 um 23:46
@Ernello
Ist leider immer noch ne offene Frage. Wer hat angemietet bzw. wie Du schon schreibst, wer wurde als Fahrer eingetragen. Leider, und für mich komplett unverständlich, gibt auch JS Unterstützer-Homepage keinerlei Info's her. Im Gegenteil, das Ganze ist äusserst Oberflächlich und ohne jegliche Detailinformationen. Für mich nicht nachvollziehbar, zumal die "Unterstützer" sich sonst ja durchaus Mühe geben.
Wenn EH angemietet und sich als Fahrer hat eintragen lassen, macht's JS nicht unschuldig, aber es würde eben einen kleinen "Baustein" zusammenfügen,...in Hinsicht, wer das Ganze geplant hat.


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Der Fall Jens Söring

09.02.2015 um 23:52
@Beks
Ja, Du hast recht - so eine Information müsste offen von den Unterstützern dargestellt werden. Aber wahrscheinlich würde Userin Jessica sagen, man müsse nach Bedford ins Gericht, um diese Information einzusehen. Die Geschworenen hatten diese Information wohl relativ sicher... Ich denke, die Anmietung wird durch JS erfolgt sein - er hatte schließlich doch auch wohl eine Kreditkarte von seinem Vater (irgendwo hatte ich mal gelesen, dass damit das Hotel in Washington bezahlt wurde). Einen Mietwagen bekommt man nur gegen Kreditkarte oder Hinterlegung einer Bargeldsumme als Kaution für den Wagen - Mietwagen buchen eigentlich daher schon immer nur mit Kreditkarte...


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Der Fall Jens Söring

10.02.2015 um 00:02
@Ernello
Wenn dem so wäre, dass er derjenige war der angemietet hat,....und gleichzeitig sagt, dass der Trip nach Washington im Vorfeld für ihn gefühlt wie Mini-Ferien waren, dann würde ich erwarten, dass er Stellung bezieht (ob in einen der zahlreichen Interview's, auf Facebook, auf seiner page oder wo auch immer), warum er einen Mietwagen nimmt, wenn er doch nen eigenen PKW hat.
Von diesen Fragen gibt's reichlich. Und auch, wenn er nur noch auf politischem Wege freikommen kann, sollte man schon irgendwie zusehen, dass möglichst vieles deutlicher wird,...und auf seine mögliche Unschuld deutet. Aber klar: man kann natürlich, wie von J. geäussert, immer wiederauf nen Flug nach Virginia hindeuten, um sich vor Ort ein Bild zu machen ;-)


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Der Fall Jens Söring

10.02.2015 um 00:09
@Beks
Ich denke, Dein Beitrag beleuchtet die Sache mal vom Kern her. Alles, was JS sagt (das ominöse Versprechen, die Schuld für EH auf sich zu nehmen) macht im Grunde überhaupt keinen Sinn. Dagegen sind all die Dinge, die hier zusammengetragen wurden, einfach perfekt stimmig. Ein Zufall, ok, zwei auch, vor mir aus auch drei. Aber angefangen vom mehrfachen Geständnis bis zu seinem Verhalten nach dem Verbrechen - das lässt für objektive Betrachter wohl nur den Schluss zu, zu dem auch die Geschworenen einstimmig gekommen sind. Und ob er das Geständnis zurückgezogen hat oder nicht, ist ohnehin irrelevant. Wieviele Verbrecher sind also geständig verurteilt (...EH ist hier wohl eine seltene Ausnahme, wer kann mit so einer Sünde auch leben, für den Mord der eigenen Eltern ursächlich zu sein...)? Wohl nur ein Bruchteil, die meisten Gefängnisinsassen sind selbstredend - jedenfalls ihrer Ansicht nach - unschuldig verurteilt worden.


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Der Fall Jens Söring

10.02.2015 um 00:14
@Ernello
Vielleicht stehen ja mehr Details in seinen Büchern,...das kann ich nicht einschätzen. Aber es wirft kein gutes Licht auf ihn, viele Dinge aus der Zeit rund um die Tat umkommentiert zu lassen bzw. gar nicht erst zu erwähnen.

Nun gut,....vielleicht klärt sich hier noch das ein oder andere. Ich halt zumindest die Augen auf. Gute Nacht!


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Der Fall Jens Söring

10.02.2015 um 08:05
Was mich bei dem "erzwungenen Geständnis" so stutzig macht - er sagt in dem Interview, dass er 3,5 Tage lang nichts gesagt hat, weil er erst seinen Anwalt konsultieren wollte, ob er diplomatische Immunität hat. Da war der Mord schon passiert. Ganz im Ernst - checkt man das nicht vorher ab? Wäre auch interessant gewesen, was passiert wäre, wenn er in den ersten fünf Minuten einen Anwalt hätte konsultieren können. Der hätte gesagt "ja nichts sagen, keine Immunität." Und dann ... wie wäre seine Geschichte weitergegangen? Dann hätte er die Frau, die er angeblich so liebte, ans Messer geliefert? Weil "ein paar Jahre" okay waren, aber nicht Virginia und die Todesstrafe?

Ich glaube, der Fall wäre für ihn nicht anders ausgegangen, wenn er in London nichts gesagt hätte. Das Kind war mit der Flucht (die ja praktisch ein Schuldeingeständnis von ihm ist) in den Brunnen gefallen. Wir haben ja schon gesagt - Elizabeth hatte eigentlich gar keinen Grund zu flüchten.
Sie wäre vermutlich auf jeden Fall ausgeliefert worden (obwohl sie kanadische Staatsbürgerin ist, weiß nicht, wie die Rechtslage ist, aber sie hat sich gegen eine Auslieferung nie gewehrt). Sie hatte ihre Hand- und Fußabdrücke bereits abgegeben. Alles zeigt ... mal wieder auf JS ...

Zum Mietwagen: Wenn er wirklich mit der Kreditkarte bezahlt hat, dann hätte es weitaus mehr Sinn gemacht, sein eigenes Auto zu benutzen. Dann hätte man nämlich die zurückgelegten Kilometer nicht nachweisen können. Die beiden haben sowieso riesiges Glück gehabt (oder wer auch immer im Haus war, ich gehe von einer gemeinschaftlich begangenen Tat aus) - das ist ja eine ländliche Gegend, da sind die Nachbarn wachsam.

Ich glaube, dass dieses Zitat, dass er sich selbst überzeugt hat, dass er unschuldig ist, der Wahrheit am nächsten ist.

Witzig finde ich ja in dem Interview seine Reaktion, als er seine vielen Fehler im Geständnis anbringt und das als Entlastungsbeweis für sich selbst deutet. Dann fragt ihn die Reporterin, ob er das nicht mit Absicht gemacht hat - da kippt er fast für eine Sekunde und antwortet dann, nö, dann hätte er eben nichts gesagt.

Das mit dem "nichts sagen" war gar nicht so einfach. Wenn ein Mord passiert und man selbst ist unschuldig, dann kooperiert man doch mit der Polizei. Die nehmen jemanden fest, der kein Alibi hat, geflüchtet ist, als sich die Ermittlungen in seine Richtung drehten. Wenn er nun nichts sagt, dann erhärtet das ja den Verdacht. Ich denke, dass er gestanden hat, in der Hoffnung, das noch irgendwie steuern zu können (und sich als Opfer präsentieren zu können). Als Hintertür (weil ja beides doof war - gestehen und nicht gestehen) baute er die offensichtlichen Fehler ein - und das zu offensichtlich!

Zum Jugendstrafrecht: Ich bin mir nicht so sicher, ob JS davon profitiert hätte. Es gibt wenig Jugendliche, die aus minderen Motiven einen Doppelmord begehen - das ist schon noch mal eine andere Nummer, als sie Freundin nach Untreue im Affekt zu erschlagen. Das war ja eine geplante Tat - mit dem Versuch, das zu verschleiern.


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Der Fall Jens Söring

10.02.2015 um 09:20
@missmary
@Beks
@Ernello

zunächst mal ist es schön, dass hier dank der Zwangsbeurlaubung einiger Mitschreiber wieder eine Diskussion aufkommt......


Folgende Punkte möchte ich ansprechen, nachdem ich die letzten Seiten gelesen habe:

* Alibi Kinobesuche:
Habe es mehrfach durchdacht, aber ich finde einfach keinerlei Sinn darin, EH ein Alibi gegenüber ihrer Familie zu verschaffen bzgl. irgendwelcher Drogengeschäfte. Kann sich da jemand einen Reim drauf machen? Für mich sieht es aus wie ein nachträglicher Versuch, noch für BEIDE ein Alibi zu finden und eher nicht wie ein vorher abgesprochener Plan.

* Die "Drogenfahrt" von EH:
EH und JS haben bereits vor der Tat darüber gesprochen die Eltern zu töten und auch nach der Tat hat EH ja kein Problem, es JS zu gestehen. Sie durfte also (zurecht) davon ausgehen, dass er zu ihr halten würde. Warum erzählt sie ihm dann die Story mit der Drogenfahrt? Warum schenkt sie ihm nicht gleich reinen Wein ein?

* "Dritttäter":
siehe letzter Punkt, EH hatte den perfekten Tatgehilfen in JS, wieso sollte sie sich dem Risiko aussetzen, noch jemand ins Boot zu holen? Und aus welchem Grund sollte dieser mitmachen?

* Tatbegehung:
Einige User hier schrieben, aufgrund seiner Persönlichkeit hätte JS eher zur Pistole gegriffen.
Aber auch in den schießwütigen USA muss man so eine erst einmal haben und damit umgehen können. In den meisten Staaten wird schon registriert, wer eine Waffe kauft.
Und Übung ist auch nötig, so einfach wie im TV-Krimi ist das auch nicht.
Zum ersten mal mit einer Schusswaffe in so einer Ausnahmesituation bei zwei Opfern die flüchten und sich wehren und dazu die eigene Partnerin im Zimmer, das ist russisch Roulett....


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Der Fall Jens Söring

10.02.2015 um 09:24
@stupormundi
stupormundi schrieb:Habe es mehrfach durchdacht, aber ich finde einfach keinerlei Sinn darin, EH ein Alibi gegenüber ihrer Familie zu verschaffen bzgl. irgendwelcher Drogengeschäfte. Kann sich da jemand einen Reim drauf machen? Für mich sieht es aus wie ein nachträglicher Versuch, noch für BEIDE ein Alibi zu finden und eher nicht wie ein vorher abgesprochener Plan.
Empfinde ich genauso. Ich hätte den beiden auf jeden Fall zugetraut, dass sie ein besseres Alibi konstruieren, wenn der Eltern-Mord geplant gewesen wäre.

Ich habe nochmal eine allgemeine Frage... Wann zog JS sein Geständnis zurück?

War dies zu dem Zeitpunkt, als er realisierte, dass er nicht nach Dtl. ausgeliefert werden würde?
Oder war dies, weil er während der Verhandlung bemerkte, dass EH kein gutes Wort an ihm ließ (obwohl sie ja auch nichts anderes erzählte, als er bei seinem Geständnis)?


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Der Fall Jens Söring

10.02.2015 um 10:48
Zum Mietwagen:

Ich meine in seinem Blog zum Tattag schrieb er, EH bezahlte (was ungewöhnlich war) den Mietwagen und er sicherte nur die Kaution per Kreditkarte ab.....


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Der Fall Jens Söring

10.02.2015 um 11:04
missmary schrieb:er sagt in dem Interview, dass er 3,5 Tage lang nichts gesagt hat, weil er erst seinen Anwalt konsultieren wollte, ob er diplomatische Immunität hat. Da war der Mord schon passiert. Ganz im Ernst - checkt man das nicht vorher ab?
Eigentlich schon. Bis zur Verhaftung hatten JS und EH ja massig Zeit sich abzusprechen. Natürlich denkt man in so einer Situation immer, jede Minute könnte die Polizei auftauchen und Fragen stellen. Aber ich würde in der Zeit soviel wie möglich abhandeln, absprechen, abgleichen- JS kam der Plan ja angeblich sofort in den Sinn mit dem falschen Geständnis. Im Kerner-Interview mein ich, schildert er doch den Ablauf im Hotel und sagt er hätte EH nie zu Details der Tat befragt. Das finde ich unlogisch.
stupormundi schrieb:Habe es mehrfach durchdacht, aber ich finde einfach keinerlei Sinn darin, EH ein Alibi gegenüber ihrer Familie zu verschaffen bzgl. irgendwelcher Drogengeschäfte.
Nein, aber da würde mich die genaue Erklärung interessieren. Schlauer wäre da die Aussage, dass man ein vorsorgliches Alibi wegen dem Drogendeal an sich haben will.
missmary schrieb:Witzig finde ich ja in dem Interview seine Reaktion, als er seine vielen Fehler im Geständnis anbringt und das als Entlastungsbeweis für sich selbst deutet. Dann fragt ihn die Reporterin, ob er das nicht mit Absicht gemacht hat - da kippt er fast für eine Sekunde und antwortet dann, nö, dann hätte er eben nichts gesagt.
Welches Interview war das?

Und habe ich es richtig verstanden, EH hat von Anfang an immer dieselbe Version erzählt, sie habe JS angestiftet, von Anfang an? Und hat sie gesagt, ob sie am Tatort war? Nie etwas geändert in den Aussagen?


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Der Fall Jens Söring

10.02.2015 um 13:40
@missmary wovon ich zuerst ausgegangen bin ist, dass der Mord nicht geplant war.
Der Abend ist durch ein Streitgespräch ausgeufert und die beiden töteten die Eltern von EH. Dagegen spricht aber der Wochenendtrip und der Mietwagen. Das macht keinen Sinn.

Wobei man nicht vergessen sollte, dass die beiden sehr jung waren. Und das der Grund dafür sein könnte, dass alles so wenig durchdacht war. Das hat in erster Linie nichts mit der Intelligenz zu tun. Wenn es z. B. eine Spontantat war. Kurzfristig beschlossen und keine Wochen vorher geplant.

Wenn man bedenkt, warum die beiden aufgeflogen sind, würde es passen. EH hat am Tatort ihren Fußabdruck mit dem blutigen Sockenabdruck verglichen und erst daraufhin sind sie ins Visier der Ermittlungen gerückt. Ich glaube, wenn sie das nicht getan hätte, wäre wahrscheinlich niemand davon ausgegangen, dass sie dahinter steckt. Grundsätzlich geht man nicht davon aus, dass die eigenen Kinder ihre Eltern töten.


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Der Fall Jens Söring

10.02.2015 um 13:45
Dziuny schrieb:Und habe ich es richtig verstanden, EH hat von Anfang an immer dieselbe Version erzählt, sie habe JS angestiftet, von Anfang an? Und hat sie gesagt, ob sie am Tatort war? Nie etwas geändert in den Aussagen?
lt. JS hat sie bei einem Verhör in England gesagt sie hätte es alleine getan und wäre darauf abgefahren. Sie hat es aber sofort wieder zurückgenommen weil es zynisch gemeint war.

Aus einer anderen Quelle, der Artikel ist glaube ich auch auf JS HP verlinkt steht, dass sie die Doppelmorde nie gestanden hat.


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Der Fall Jens Söring

10.02.2015 um 13:58
Interessanter Aspekt, wieso denn überhaupt ein Mietwagen - mit zusätzlichen Kosten - angemietet wurde. Beim Verlassen der Staaten hat Söring ja sein Auto einfach am Flughafen stehen lassen. Es wäre wichtig, ihre Aussagen darüber der Polizei gegenüber zu kennen. Vielleicht hat Gardner daraufhin ja auch erst die vollständigen Mietwagenunterlagen angefordert, weil es ihm selbst komisch vorkam, dass Söring - obwohl er über ein Kfz verfügte - einen Wagen für einen Wochenendtripp anmietete. Ich habe bei google gesehen, dass Gardner über eine email-Adresse verfügt. Er würde bestimmt Informationen aus 1. Hand liefern, die wir leider sonst nicht erhalten würden - es sei denn, jemand fliegt nach Bedford und checkt die Gerichtsakten (...wobei ich jede Wette halten würde, die würde man ohne richterlichen Beschluss nicht mal auch nur kurz zu Gesicht bekommen). Irgendwie bin ich mir fast sicher, dass Gardner auf Anfragen antworten würde - natürlich würden es die JS-Unterstützer wie JS sehen: Alles nur aufgebauscht bzw. Lüge, denn schließlich habe Gardner seine tolle Karriere nur JS zu verdanken.


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Der Fall Jens Söring

10.02.2015 um 14:11
Und noch ein wichtiger Aspekt, der bereits oben erwähnt wurde. In den 80ger Jahren im prüden Amerika ein Wochenende mit einer erst wenige Monate alten "Bekanntschaft" gemeinsam im Hotelzimmer zu verbringen: Ich kann mir nicht vorstellen, dass das auf das Wohlgefallen der EH Eltern getroffen ist. Die Fantasie der EH-Eltern wäre sicher soweit gegangen, dass es sich dabei nicht nur um eine Sight-Seeing-Tour gehandelt hätte...

Könnte mir eher vorstellen, dass speziell der EH-Vater total ausgerastet ist, wenn er das erfahren hat/hätte. Anlass dazu hätte es am Schicksalsabend ja gegeben. Wer schickt seine Tochter sonst auch nach England auf ein teures elitäres Mädcheninternat und holt es dann mit erheblichen Ressourcen (Privatdetektiv etc.) nach einer mehrmonatigen "amourösen" Drogenreise durch halb Europa wieder zurück, wenn sie einem egal ist? Ich denke, die EH-Eltern haben ihre Tochter sehr geliebt und nur das beste für sie gewollt. Vielleicht haben sie schon früher bemerkt, dass z.B. psychisch mit ihrer Tochter nicht alles zum Besten steht und haben deshalb nur die beste Ausbildung für sie in Europa gewollt. Die hat sie auch bekommen, auch bis zum noblen britischen Akzent der Oberschicht, der sogar Gardner wohl beeindruckt hat.


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Der Fall Jens Söring

10.02.2015 um 14:27
@Ernello ich glaube auch, dass die Eltern es gut meinten. Was natürlich nicht heisst, dass Elizabeth es genauso empfunden hat. Man bedenke auch den Generationskonflikt, der Vater war über 50 Jahre alt als sie zur Welt kam.


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Der Fall Jens Söring

10.02.2015 um 14:27
Noch eine kleine Ergänzung zu dem Hotelzimmer: Wenn anzunehmen ist, dass die Eltern das nicht gewollt hätten (quasi ein amouröses WE), ihnen dann auch noch ein "Alibi" mittels Kinokarten zu belegen. Hallo????!!!! Ich denke, das wäre der Gipfel an Unverschähmtheiten gewesen, die ein Kind seinen Eltern so zumuten kann.

Ich denke, wenn die Eltern auch nur eine minimale Ahnung gehabt hätten, dass das mit den Drogen wieder akut wäre, wäre sie sofort von der Uni genommen worden. Der Vater hatte alte englische Traditionen verinnerlicht, er hätte bestimmt einen Alternativplan gehabt bzw. diesen sogar schon seiner Tochter "vorgestellt", so dass für JS es durchaus realistisch war, dass er nach dessen Umsetzung EH niemals wieder gesehen hätte. Der Vater war ein Macher, hat in vielen Ländern gearbeitet, so einen Mann hätte keiner aufgehalten.


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Der Fall Jens Söring

10.02.2015 um 14:44
Wie ich geschrieben hatte, schätze ich den Vater als Macher ein, die mussten wohl sogar mal aus dem damaligen Rhodesien nach einem Umsturz fliehen. Was ich aus Sicht der Angehörigen von EH besonders niederträchtig finde, dass noch nach fast 30 Jahren immer wieder mit vermeintlichem Kindesmissbrauch durch die EH Eltern argumentiert wird und die Eltern außerdem als Gewohnheitstrinker/Alkoholiker hingestellt werden. Also ob das ein Motiv oder gar eine Entschuldigung wäre, die eigenen Eltern abzuschlachten. Schlimm, schlimm, schlimm - und JS wiederholt das sogar in einer kurzen Passage in dem neuen Film "Das Versprechen", die als Vorschau im Internet einsehbar ist (EH hätte ja soooooo gelitten). Ich fand diese Stelle allein so niederträchtig, dass ich mir den Film niemals anschauen würde - das ist in meinen Augen ABSTOSSEND UND NICHT OHNE BRECHREIZ AUSZUHALTEN. Soweit ich den Lebenslauf der Eltern verfolgen kann, handelt es sich meiner Einschätzung nach bei diesen um höchstreputable Menschen, auf deren Vermächtnis auch nach fast 30 Jahren nach ihrem grausamen Tod quasi weiter unablässig herumgetrampelt wird.


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10.02.2015 um 15:07
Sorry wenn ich mich einmische.

Verfolge den Fall auch schon sehr lange.

Bei einem Interview mit einem deutschen Anwalt (den damals JS auch die Tat gestanden hat). Meint er: Er durfte das Geständnis erst in Amerika widerrufen, sonst hätten sie JS sofort ausgeliefert und er würde die Todesstrafe bekommen.

Ich weiß nicht ob JS schuldig ist, vieles paßt nicht zusammen.

Aber eins ist klar: EH konnte mit ihm machen was sie wollte... er war ihr hörig.

Eins geht mir nicht aus dem Kopf:

Angenommen jemand wickelt mich so um den Finger (ich bin schwer verliebt, nehme ein Geständis auf mich - weil ich diese Person so liebe.)

Wir werden getrennt, mein Kopf wird klarer, ich sehe: Die Person versucht alles vor Gericht, damit ich bestraft werde.

Denke ich dann nicht: Dieses Miststück, hat mich ausgenutzt, wegen ihr hab ich mein Leben kaputt gemacht? Die armen Eltern usw.?!

Aber er grinst immer uns sagt: Es war auf einer Seite richtig, denn EH ist nicht auf den elektrischen Stuhl gelandet.

Das verstehe ich irgenwie nicht, ich würde haß empfinden... wenn ich es nicht wäre.

Bei seinem grinsen, da komme ich nie weiter.


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