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Der Fall Jens Söring

29.217 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Kino, Gefängnis ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Jens Söring

Der Fall Jens Söring

10.06.2017 um 11:56
Kritik an Indizienprozessen verstehe ich. Nur weil etwas so wirkt als ob, muss nicht alles in einem Zusammenhang stehen und auf eine Tatbeteiligung hindeuten. Da Ermittlungen auch auf Hinweise aus dem Umfeld der Geschädigten angewiesen sind, können Ermittlungen sich schnell auf eine Person einschießen, und wenn dass dann irgenwie zu passen scheint, können Ermittler auch zu falschen Schlüssen kommen.

Der Mord an den Haysoms ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich Ermittler von Person zu Person hangeln: Der eine Sohn deutet auf die Ex-Verlobte seines Bruders, dann zeigt er mit den Finger auf Elizabeth, die dann Söring ins Spiel bringt. Die meisten Personen, die sich die Ermittler genauer anschauten, wurden zuvor von andren als mögliche Täter genannt.

Die Ex-Verlobte des einen Bruders passte gut, und wenn dieser Bruder nicht ein unumstößliches Alibi gehabt hätte, hätten die Ermittler sich vielleicht ihn noch genauer angeschaut, denn die Spuren am Tatort haben ihn nicht als Täter ausschließen können. Wer weiß, was dann noch alles gefunden worden wäre, was scheinbar gepasst hätte.

Aber hier ist es dennoch anders, denn hier ist unstrittig, dass sowohl Elizabeth Haysom als auch Jens Söring wussten, dass Derek und Nancy Haysom tot waren, noch bevor ihre Leichen entdeckt wurden. Unstrittig ist auch, dass der von ihnen gemietete Mietwagen, während sie in Washington waren, zurück zu den Haysoms gefahren wurde. Unstrittig ist also, dass zumindest einer von ihnen die Tat begangen haben muss. So sehen das auch die beiden Verurteilten.

Unklar ist vielleicht noch, wer von beiden, wie und warum das Verbrechen beging.

Ich denke, eine Anklage hat immer dann Schwierigkeiten, wenn zwei Personen zusammen eine Tat begangen haben und dann jeweils den anderen beschuldigen. Wenn es ansonsten keine eindeutigen Beweise gibt, besteht vermutlich immer auch die Gefahr, niemanden verurteilen zu können (zumindest diesen Eindruck habe ich, wenn Taten aus einer Gruppen heraus begangen werden, und keinem die Tat eindeutig zugeordnet und deshalb auch niemand verurteilt werden kann).

In diesem Fall hat es die Anklage insofern geschickt gelöst, dass sie erst mit Elizabeth Haysom einen Deal machte, um dann mit ihrer Hilfe Söring verurteilen zu können. Auf der Strecke blieb vielleicht die "ganze Wahrheit", eine genauere Rekonstruktion der Tat, so dass viel Fragezeichen übrig blieben - Fragezeichen, die Söring jetzt in Zweifel an seine Tatbeteiligung zu verwandeln versucht.


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Der Fall Jens Söring

10.06.2017 um 12:11
@yasumi
du vergisst das Geständnis bei der Sache. JS ist kein Opfer dem man die Schuld in die Schuhe geschoben hat, er hat von sich aus, zwanglos gestanden. Welche Gründe letztendlich dafür ausschlaggebend waren, werden wir nie erfahren. Es müssen nicht zwangsläufig die Gründe sein, die er im Nachhinein angegeben hat.

Übrigens funktioniert es nur so, wie es im Fall JS ablief. Die Ermittler sind auf Zeugen angewiesen, anders wäre es kaum möglich, bzw. früher erst recht nicht Verbrechen aufzuklären. Es ist doch nicht so, dass gleich beim ersten Verdacht, derjenige gleich ins Gefängnis wandert.

Hier haben wir viele Indizien die auf ihn deuten plus sein Geständnis. Das kann man nicht einfach wegwischen, meiner Meinung nach.


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Der Fall Jens Söring

10.06.2017 um 12:17
Zitat von yasumiyasumi schrieb:Unklar ist vielleicht noch, wer von beiden, wie und warum das Verbrechen beging.
Klar scheint, das Söring das Verbrechen begangen hat.

Der Mord lässt sich nicht restlos und mit sämtlichen unklaren Details, aufklären.

Für die Verurteilung der Täter ist oder war das nicht unbedingt relevant.

Aber klar, es bleiben viele Fragen unbeantwortet.


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Der Fall Jens Söring

10.06.2017 um 12:44
Zitat von Venice2009Venice2009 schrieb:du vergisst das Geständnis bei der Sache. JS ist kein Opfer dem man die Schuld in die Schuhe geschoben hat, er hat von sich aus, zwanglos gestanden. Welche Gründe letztendlich dafür ausschlaggebend waren, werden wir nie erfahren. Es müssen nicht zwangsläufig die Gründe sein, die er im Nachhinein angegeben hat.
Durch das Geständnis wurde seine Verurteilung zu einer sicheren Sache: seine eigenen Worte + die Worte der Belastungszeugin + Spuren, die ihn (vermutlich) zum Zeitpunkt der Tat mit dem Tatort in Verbindung bringen.

Aber das Geständnis war - meines Erachtens - gar nicht unbedingt nötig. Das Geständnis hat vielleicht dazu geführt, dass Elizabeth Haysom "auspackte", dass sie zur Zeugin der Anklage wurde. Aber um die beiden mit der Tat in Verbindung bringen zu können, reichte meines Erachtens schon aus, dass sie dem jeweils anderen die Tat in die Schuhe schoben. Damit gaben sie ja auch zu, in die Sache eingeweiht gewesen zu sein, noch bevor irgendjemand anderes davon wusste.

Ich kann mir schon auch vorstellen, dass er die Tat nur zugegeben hat, um sein Standing im Gefängnis zu erhöhen. Aber das ändert nichts daran, dass er mit der Tat zu tun haben muss. Vielleicht ist die Diskussion um das Geständnis nur ein Nebenschauplatz.


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Der Fall Jens Söring

10.06.2017 um 17:34
Zitat von BluelleBluelle schrieb:NEIN, aber wenn man den Brief liest, kann man Zweifel daran bekommen, hört sich das schlüssig an....und NEIN ich gehöre nicht zu den Unterstützern, trage kein T-Shirt und bin ansonsten vollkommen sexuell zufrieden .
Wir habe niemals geschrieben, das du ein Fan bist, deshalb musst du nicht Infos preisgeben, die wir gar nicht wissen wollen.

@Tecolote
Ich gebe dir ja Recht, das die persönlichen Angriffe auf Jens Söring nichts mit der Schuldfrage zu tun haben.
Nur hat in den letzten Seiten, auch niemand Jens Söring angegriffen.

Vielleicht möchtest du, @Kältezeit und bellady die Liste wiederlegen oder eine Liste schreiben was für JS spricht.
Zitat von ErnelloErnello schrieb am 17.02.2015:17.02.2015 um 20:52
Ich habe nochmals eine Auflistung der Punkte vorgenommen, die für eine Täterschaft von JS sprechen.

Würde um Ergänzungen bzw. Diskussion bitten, so dass wir die Liste ggf. erweitern können.

Was belastet JS:

1. Briefwechsel EH mit JS mit mehr oder weniger konkreten Äußerungen, dass die Eltern aus dem Leben von EH verschwinden sollten. Söring schrieb sogar, dass es in der Gegend der Eltern von EH ja in letzter Zeit mehrfach Überfälle gegeben hätte, dieses Mal könnte es ja auch die Hausherren selbst treffen.

2. Flucht aus den USA, als er Finger- und Fußabdrücke geben soll. Abbruch des Studium, Verzicht auf Stipendiatsgelder.

3. Kriminelle Karriere in Asien und Europa mit Pass- und Scheckfälschungen, dabei sogar verkleidet/mit falschem Bart

4. Kleinbetrügereien (z.B. Unfall mit Mietwagen)

5. Rechtfertigung der Tat von EH immer mit ihrer Lügenkarriere/Borderliner. Seine einschlägigen psychiatrischen Diagnosen aus GB erwähnt er selten bzw. nicht (z.B. psychische Abhängigkeit von EH, Psychose, ...).

6. Mehrfache Geständnisse in GB gegenüber GB-Polizisten und auch gegenüber Gardner/Updike aus den USA, Geständnisse auch gegenüber den Psychiatern, die ihn ärztlich untersuchten und entsprechende Diagnosen stellten

7. Wird als Täter der Tötungen in den Urteilen des Europ. Gerichtshof für Menschenrechte in 1989 genannt, obwohl EH schon 1987 verurteilt wurde, daher sein ominiöse Versprechen, sie vor dem elektr. Stuhl zu bewahren, erfüllt war. Spätestens nach ihrem Urteil hätte er widerrufen müssen, um glaubhaft zu bleiben.

8. EH hat ihn als Täter in ihrem Prozess und später auch in seinem Prozess belastet, sie hat sich nicht gegen die Auslieferung gewehrt und im Verfahren von vornherein für schuldig bekannt. "First come - first choice", damit ist sie objektiv glaubhafter. EH sitzt auch immer noch im Gefängnis, hat daher für die Aussage gegen ihn in seinem Prozess kein Agreement mit der Staatsanwaltschaft getroffen, die ihr eine frühere Entlassung ermöglichten.

9. Tatort war quasi perfekt sauber gemacht, obwohl die Polizei mit allen Möglichkeiten und sogar technischen Innovationen gearbeitet hat. In dem geführten Indizienprozess war das allerdings für ihn nicht von Vorteil, da durch sein Geständnis alles gegen ihn sprach, aber keine Indizien für seine Abwesenheit unmittelbar dafür sprachen, dass er nicht am Tatort war. Der gefundene Fingerabdruck von EH auf der Wodkaflasche kann alt sein, die Eltern tranken Gin und Scotch. Ein Fingeradruck auf dem Glas von DH kann daher kommen, dass das Glas nicht ordentlich gespült war, das Haar im Waschbecken kann von sonst wem stammen, danach waren auch etliche Leute am Tatort (Vermutung von Englade, dass Geld gestohlen wurde, bevor die Polizei verständigt wurde).

10. Präsentation des Sockenabdrucks: Soweit dieser Beweis überraschend vorgelegt wurde, geht der Punkt an die Staatsanwaltschaft durch den Überrumpelungsmoment. Jedoch ist auch im Gutachten, das JS für seine Revision anfertigen ließ, nicht von Manipulation der Folien die rede. Vielmehr erweckt es den ersten Eindruck, dass das gut passen könnte. Wenn seine Anwälte von dem Beweismittel schon früher wussten, ist auch ihm die schlechte Verhandlungsführung der Anwälte zuzurechnen - da hätte er darauf bestehen können/müssen. Sein Anwalt Neaton hat die Bedeutung des Sockenabdrucks in seinen Ausführungen nach der Sockenabdruckpräsentation und in seinem Schlussplädoyer allerdings gewürdigt bzw. dessen Beweiswert bestritten. Für ein Sachverständigengutachten fehlte ggf. Geld oder die Einsicht, dass das unbedingt gemacht werden müsste, möglicherweise wurde die Bedeutung im Prozess von Söring und seinen Anwälten nicht erkannt. Eine Anfechtung erst im Revisionsverfahren war daher von vornherein aussichtslos.

11. Schlechtes Alibi in Washington ohne Zeugen. Wenn es wenigstens noch ein Museum/Restaurant/öffentlicher Ort o.ä. gewesen wäre, es hätte auch schon gereicht, wenn er seine vorhandene Kreditkarte irgendwo für eine Anschaffung genutzt hätte, dann wäre mit dem Beleg das Alibi wasserdicht gewesen

12. Umschwenken nach der Auslieferung nach Virginia darauf, dass vsl. EH bzw. EH mit Komplizen bzw. gar nicht EH, sondern die bereits erwähnten beiden Landstreicher die Eltern getötet hätten. 2 Täter Hypothese, obwohl er in den Vernehmung doch sogar eine mögliche Notwehrsituation als Einzeltäter genannt hatte. Eltern hatten >2 Promille Alkohl, waren schon älter, daher sehr gut denkbare Möglichkeit, dass die Tat von nur 1 Täter durchgeführt wurde

13. Unzutreffendes Argument, dass die Eltern ihn nicht ins Haus gelassen hätten, er als Täter ausscheide. Dafür hatte er den Hausschlüssel von EH bekommen können, da er mit ihr bereits 2x in Abwesenheit der Eltern ein WE dort verbracht hatte

14. Äußerung gegenüber Gardner, nochmals auf Socken zum Haus zurückgekommen zu sein (kongruent mit dem gefundenen Sockenabdruck, es wurde noch ein halb verwischter Schuhabdruck gefunden). Wieso sollte der/die Täter nach der Tat ihre Schuhe ausziehen und wenn doch, warum sollten sie diese ungewöhnliche Vorgehensweise auch noch der Polizei schildern, da diese Aussage selbst bei einer später behaupteten Falschaussage ein starkes Indiz ist, dass man tatsächlich doch an der Tat beteiligt war.

15. JS hat den Außenlichtschalter im Master Bedroom bei seiner Rückkehr nicht gefunden, obwohl er das Licht ausmachen wollte (das schreibt Gardner an den Gouvernei McDonnel, Sörings Anwälte bestreiten allerdings in ihrer Antwort auf den Brief, dass Söring das damals so ausgesagt hätte, er wäre mit der Haustechnik durch den 2maligen Besuch vertraut gewesen).

16. Bisher Verweigerung eines Lügendetektortests.



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Der Fall Jens Söring

10.06.2017 um 18:08
Zitat von Mr.Mystery1990Mr.Mystery1990 schrieb:Wir habe niemals geschrieben, das du ein Fan bist, deshalb musst du nicht Infos preisgeben, die wir gar nicht wissen wollen.
Warst Du nicht derjenige, der den Brief von EH eingestellt hat ( mit Aussage, dass er ein guter Liebhaber sei)
mir dem Einzeiler, dass Du nun weisst warum Frauen ihn für unschuldig halten?
Ich wollte nur einer Unterstellung vorbeugen.

Übrigens halte ich ihn inzwischen für unschuldig ohne Fan zu sein, denn
Fan bedeutet ja wortwörtlich..
laut Wikepedia:
Ein Fan ist ein Mensch, der längerfristig eine leidenschaftliche Beziehung zu einem für ihn externen, öffentlichen, entweder personalen, kollektiven, gegenständlichen, abstrakten oder sportlichen Fanobjekt hat und in die emotionale Beziehung zu diesem Objekt Ressourcen wie Zeit und/oder Geld investiert
Kannst Du mir bitte sagen, was der Punkt 11 für ein Indiz sein soll? (ein Gegenstand, der etwas beweist und der in einer Gerichtsverhandlung den Angeklagten belasten oder entlasten kann.)

Ein schlechtes Alibi ist also für Dich ein Indiz, dass ein Täter schuldig ist..
Sei mir nicht böse, aber da muss ich echt schmunzeln, denn man kann das ganze auch herumdrehen, ein Unschuldiger braucht kein Alibi.
12. Umschwenken nach der Auslieferung nach Virginia darauf, dass vsl. EH bzw. EH mit Komplizen bzw. gar nicht EH, sondern die bereits erwähnten beiden Landstreicher die Eltern getötet hätten. 2 Täter Hypothese, obwohl er in den Vernehmung doch sogar eine mögliche Notwehrsituation als Einzeltäter genannt hatte. Eltern hatten >2 Promille Alkohl, waren schon älter, daher sehr gut denkbare Möglichkeit, dass die Tat von nur 1 Täter durchgeführt wurde
Bitte auch hier Deine persönliche Meinung, weil es ja kein Fakt ist den man belegen kann und nur eine eigene Meinung erlaubt ist,
wieso das ein Indiz ist?


Punkt 8
EH hat ihn als Täter in ihrem Prozess und später auch in seinem Prozess belastet,
Du meinst also dass die Aussage einer Mittäterin (Borderlinerin), die sogar anscheinend das ganze noch initiiert hat
ein tolles Indiz für seine Schuld ist?


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Der Fall Jens Söring

10.06.2017 um 18:39
Zitat von BluelleBluelle schrieb:Du meinst also dass die Aussage einer Mittäterin (Borderlinerin), die sogar anscheinend das ganze noch initiiert hat ein tolles Indiz für seine Schuld ist?
könntest du bitte belegen, dass Borderliner sich so verhalten? Das ist jetzt nicht provokant gemeint, aber mich würde es interessieren, dass das Verhalten so typisch für Borderliner ist. Ich habe nämlich ganz andere Sachen gelesen. Du schreibst das aber immer so als seien Menschen mit einer Borderline Erkrankung furchtbar bösartige, durchtriebende, manipulierende Menschen. Da müsste es ganz klar so sein, dass der arme JS unschuldig ist, weil er ja mit einer Borderlinerin zusammen war.


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Der Fall Jens Söring

10.06.2017 um 19:52
Zitat von BluelleBluelle schrieb:Warst Du nicht derjenige, der den Brief von EH eingestellt hat ( mit Aussage, dass er ein guter Liebhaber sei)
mir dem Einzeiler, dass Du nun weisst warum Frauen ihn für unschuldig halten?
Falsch. Ich schrieb leicht scherzhaft
Zitat von Mr.Mystery1990Mr.Mystery1990 schrieb:Jetzt werden mir auch einige Dinge klarer, warum JS so viele weibliche Fans hat.
Zitat von BluelleBluelle schrieb:Kannst Du mir bitte sagen, was der Punkt 11 für ein Indiz sein soll?
Liebe bluelle,

Danke für die Frage, die ich dir wie folgt beantworten möchte.
Also ich habe die Liste nicht erstellt, kann aber nachvollziehen das Ernello dies als Indiz wertet,
denn JS hat einfach kein Alibi für den vermeintlichen Tatzeitpunkt. Wie gesagt es ist kein starkes Indiz für JS Schuld.
Zitat von BluelleBluelle schrieb:Bitte auch hier Deine persönliche Meinung, weil es ja kein Fakt ist den man belegen kann und nur eine eigene Meinung erlaubt ist,
wieso das ein Indiz ist?
Dies würde ich auch nicht als Indiz werten.
Zitat von BluelleBluelle schrieb:Du meinst also dass die Aussage einer Mittäterin (Borderlinerin), die sogar anscheinend das ganze noch initiiert hat
ein tolles Indiz für seine Schuld ist?
Dies würde ich auch nicht als Indiz werten.

Ist doch super, du hasst 2 Indizien entkräftet. Vielleicht schreibe ich noch ein paar rein.
Fehlen nur noch 14.
Wer möchte ?


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Der Fall Jens Söring

10.06.2017 um 21:31
Zwar wurden einige Beiträge, die unter anderem das Thema aufgriffen gelöscht, es ist jedoch vollkommen richtig, dass Ferndiagnosen weiterhin nicht gelten. Weder für Söring, noch für E.H.. Noch weniger ist es sinnvoll, aus diesen dann eine Erklärung für deren Verhalten abzuleiten.
Sollte also eine psychische Anomalie vorliegen, bitte die Quelle verlinken. Und dabei bedenken, dass nur psychologische Gutachten eine zugelassene Quelle wären.

Weitere Metadiskussion und Kritik an Forenteilnehmern hat hier ebenso wenig zu suchen!


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Der Fall Jens Söring

11.06.2017 um 08:52
Zitat von Venice2009Venice2009 schrieb:könntest du bitte belegen, dass Borderliner sich so verhalten? Das ist jetzt nicht provokant gemeint, aber mich würde es interessieren, dass das Verhalten so typisch für Borderliner ist. Ic
Das bezog sich nicht auf das was in Klammern stand , sondern allein die Tatsache einer Mittäterschaft.
Es ist richtig dass die Borderlineerkrankung kein Stempel ist, der impliziert, dass man lügt und manipuliert und dennoch würde ich
- da es eben eine diagnostizierte psychische Krankheit ist- vorsichtig sein, bei Aussagen, die gemacht werden, auch noch die feste Partnerin des Angeklagten ist (das ist in dem Zusammenhang das Ausschlaggebende, denn die Erkrankung macht eben Beziehungen oftmals schwierig).
Mir geht es hier weniger um lügen und manipulieren, sondern mit der Krankheit einhergehende Symptomen, bzw. die innere Zerrissenheit, die da wären.
Also jemand, der zwischen Hass und Liebe schwankt, sich weder auf Nähe einlassen kann, jedoch den Wunsch danach hat ist für mich ein zerissener Mensch, vor Gericht als Hauptzeugin gegen ihren Beziehungsmenschen (gewesenen) wäre das eben für mich (persönliche Meinung) nicht tragbar.

http://borderline-plattform.de/index.php/borderline
Borderline
- bedeutet für mich, dass ich mich nie auf mich verlassen kann.

- bedeutet für mich Gefühle wie in einer ungewollten/erzwungenen Fahrt in der Seilbahn.
- ist der ständige Kampf zwischen Wollen und Nicht-Wollen, Müssen und Nicht-Müssen.
- ist der Kampf zwischen Rationalität und Irrationalität.
- ist der Kampf der Gefühle gegen die Realität.
- ist Himmel und Hölle zusammen.
- bedeutet für mich ein irrsinniges Gefühlschaos zwischen Liebe und Hass, Idealisierung und Abwertung, in einer schwarz-weissen Welt, ohne Grenzen.
- ist wie eine ständig wieder tickende, sich selbsterneuernde Zeitbombe, man spürt sie, weiß aber nie, wann sie explodiert!
- ist ein stimmungsschwankendes, selbstzerstörerisches, süchtiges Monster !
- ist eine gespaltene, unsichere Seele, die kein "Entweder-oder" kennt!
- ist, wenn man innen langsam stirbt und sich trotzdem viel zu lebendig fühlt für diese tote Welt.



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Der Fall Jens Söring

11.06.2017 um 09:03
@Bluelle
du weißt doch überhaupt nicht in welcher Ausprägung die Borderline Erkrankung bei EH gewesen ist. Wurde sie bereits vor den Morden diagnostiziert? Oder nach den Morden? Wurde lediglich ein Gespräch geführt und die Diagnose gestellt? Ist es möglich so eine Diagnose in kurzer Zeit zu stellen? Du gehst mal wieder davon aus, dass es sich um Tatsachen handelt. Das wundert mich ein wenig, weil du bei JS immer so kritisch zu sein scheinst.


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Der Fall Jens Söring

11.06.2017 um 09:17
Gibt es eigentlich eine öffentlich zugängliche Diagnose bzgl. der psychischen Erkrankungen von EH und JS?


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Der Fall Jens Söring

11.06.2017 um 09:17
Das weiß ich nicht und kann ich nicht beurteilen aber hier sind die Namen der Psychiater, die die Diagnose gestellt haben.
Die psychiatrischen Gutachten zu ihrer Person. i. 1986, vor ihrer Überstellung nach Virginia, diagnostizierten die britischen gerichtsmedizinischen Psychiater Dr. John Hamilton und Dr. Henrietta Bullard bei Elizabeth (Haysom) eine Borderline-Schizophrenie und pathologisches Lügen. (Für Borderline-Schizophrenie wird heute der Begriff BorderlinePersönlichkeitsstörung verwendet. Sie wird in enge Verbindung mit sexuellem Missbrauch gebracht.) 1987 wurde die Diagnose durch den vom Gericht in Virginia bestellten Psychiater Dr. C. Showalter im Wesentlichen bestätigt. Siehe IV.B.2.c.
Also in England und auch dann noch in Virginia wurde diese Diagnose gestellt.

Über das Gutachten beider steht hier:

http://www.eugrz.info/PDF/EGMR4/EGMR04-27.pdf


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Der Fall Jens Söring

11.06.2017 um 09:22
sind diese Gutachten irgendwo zugänglich?


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Der Fall Jens Söring

11.06.2017 um 09:25
@Dreams


Ich gehe davon aus, dass in solch einem Schrieb nicht gelogen wird :)
Soering gegen Vereinigtes Königreich
Zusammensetzung des Gerichtshofs (Plenum): die Richter Ryssdal, Präsident
(Norweger), Cremona (Malteser), Thór Vilhjálmsson (Isländer), Gölcüklü (Türke),
Matscher (Österreicher), Pettiti (Franzose), Walsh (Ire), Sir Vincent Evans
(Brite), Macdonald (Kanadier, gewählt auf Vorschlag Liechtensteins), Russo (Italiener),
Bernhardt (Deutscher), Spielmann (Luxemburger), De Meyer (Belgier),
Carrillo Salcedo (Spanier), Valticos (Grieche), Martens (Niederländer), Palm
(Schwedin), Foighel (Däne); Kanzler: Eissen (Franzose); Vize-Kanzler: Petzold
(Deutscher)
Sondervotum: Zustimmendes Sondervotum des Richters De Meyer.
Urteil vom 7. Juli 1989 (Plenum) Auszug:
In dem Gutachten heißt es:
„Zur Tatzeit litt Jens Soering nach meiner Überzeugung an einer endogen
verursachten geistigen Anomalie, die seine Verantwortlichkeit für seine
Handlungen wesentlich vermindert hat. (…) Der Grad der Gestörtheit
von Frl. Haysom grenzt an Psychose, und sie war im Laufe vieler Monate
fähig, Soering zu überzeugen, dass er ihre Eltern töten müsse, damit sie
und er als Paar überleben könnten (…). Fräulein Haysom hatte eine verwirrende
und hypnotisierende Wirkung auf Soering, die zu einem abnormen
psychischen Zustand führte, in dem er unfähig war, klar zu denken
7.7.1989 Soering 379
© N.P. Engel Verlag · EGMR-E 4 · Text · Seite 379 · 31.12.2010
oder die Absurdität der Sicht auf ihr Leben und auf den Einfluss ihrer Eltern
in Frage zu stellen.“



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Der Fall Jens Söring

11.06.2017 um 09:29
das ist mir auch bekannt, das Gutachten ist allerdings nicht online gestellt.

Ich bin mir nicht sicher, ob man eine derartige Diagnose nach 1 oder 2 Sitzungen stellen kann. Daher auch meine Frage, wie es überhaupt du der Diagnose gekommen ist, bzw. die Begründung.

Ich weiß, dass es verschiedene Formen und Ausprägungen von psychischen Erkrankungen gibt und einige psychische Erkrankungen sich nicht wesentlich unterscheiden.

Bei JS wurde im Grunde genommen eine vorübergehende Störung diagnostiziert, das ist aber keine bleibende Erkrankung?


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Der Fall Jens Söring

11.06.2017 um 09:30
@Bluelle

Danke. Was JS angeht, ist es mE durch den EUGH eindeutig belegt.

Bei EH hingegen habe ich bisher keine richtige Quelle gefunden. Im Urteil des EUGH steht zwar was von Psychose, aber nix Genaues.


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Der Fall Jens Söring

11.06.2017 um 09:36
Mehr kann ich auch nicht liefern, da die Original - Dokumente wahrscheinlich unter Verschluss sind.

Ich gehe davon aus, dass die Anwälte, JS und auch EH diese haben, was ja eigentlich auch richtig ist, so etwas
wird auch unter Persönlichkeitsrechten angesiedelt sein.


Och @Venice2009

das hatten wir schon zig mal hier im Strang. Suchfunktion einschalten, bitte, da steht ziemlich viel über diese Folie.....
Bei JS wurde im Grunde genommen eine vorübergehende Störung diagnostiziert, das ist aber keine bleibende Erkrankung?
Für mich ist das Thema jetzt auch durch.


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Der Fall Jens Söring

11.06.2017 um 09:42
@Bluelle
aus dem Grunde kann man nur spekulieren inwieweit die Ausprägung bei EH gewesen ist. Denn auch sie war mit ihren 20 Jahren sehr jung  gewesen.

Ich weiß z. B. dass man heutzutage mit Diagnosen vorsichtiger ist, um niemanden vorzeitig einen Stempel zu verpassen. Ich weiß nicht, wie das damals gewesen ist. Daher ist es schwierig das von hier aus nachzuvollziehen. Man kann sich also nur auf  die Aussagen von JS berufen.

Zu Lügen ist ja ansich keine Erkrankung. Die meisten von uns lügen mehr oder weniger, trotzdem lügt jeder von uns. In welchem Rahmen das krankhaft wird, kann ich natürlich nicht beurteilen. Ich hatte mal gelesen, dass wir uns täglich Notlügen bedienen. https://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article106292192/Die-ganze-Wahrheit-ueber-das-Luegen.html habe ich mal auf die schnelle gefunden.


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Der Fall Jens Söring

11.06.2017 um 09:46
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass wir hier nicht wissen können, was für eine psychische Erkrankung EH genau hatte, weil es keine öffentlich zugängliche Diagnose gibt.


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