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Der Fall Jens Söring

17.720 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, Kino, Gefängnis, Messer, Karten, Sohn, Doppelmord, Unschuldig, Richter, Schuldig, Briefe + 24 weitere
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Jens Söring

Der Fall Jens Söring

14.02.2015 um 23:39
@Ernello Ich stimme dir voll zu - und ich glaube, dass das einzige Mal in seinem Leben, wo er nicht verstandgesteuert war, war die Geschichte mit EH - die im Doppelmord endete. Deine Einschätzung mit den Soziopathen teile ich.

Und ich glaube, das wurde ihm auch zum Verhängnis. Wenn er eine "mainstream Persönlichkeit" gehabt hätte, dann hätte er auch einschätzen können, dass kein "boyfriend" dieser Welt brav zehn Stunden in einem Kino auf seine Freundin wartet, während diese das romantische Wochenende in Washington mal eben unterbricht, um mit einem anderen Typen (oder auch alleine) Richtung Heimat zu brettern, um dort Drogen abzuliefern. Dann hätte er gewusst, dass er diese Geschichte gar nicht aufzutischen braucht, aber ich denke, das ist sein Schwachpunkt - ihm fehlt es völlig an intakten zwischenmenschlichen Beziehungen und der Sensibilität dafür, was im Rahmen des Möglichen und "Normalen" liegt und was nicht.

Daher konnte er die Beziehung zu Vater/ Bruder/ Mutter etc. nicht aufrechterhalten. Ich denke, es ist in dem Fall völlig normal, dass Vater und Bruder JS zunächst bedingungslos unterstützen. Da muss ich an die Szene bei den Fred West Morden denken - die Ermittler gruben im Garten nach der verschwundenen Schwester und die Kinder tranken innen Tee und sahen aus dem Fenster und fanden es furchtbar lustig - weil es für sie nicht im Rahmen der Möglichkeiten lag, dass ihre Schwester tatsächlich unter der Veranda begraben war. So wird es hier auch so.

Wie jemand auf der von dir verlinkten Seite schreibt - es wird immer Unterstützer für Massenmörder geben.Er führt ja den großen Unterstützerkreis von Ted Bundy an. Jack Unterweger hatte ja auch viele Fürsprecher. Das gilt vermutlich für jeden Massenmörder. Ich wäre per sé gar nicht dagegen, dass er nach dieser Zeit begnadigt wird, aber ich bin dagegeben, jemanden zu begnadigen, der das Verbrechen noch immer so vehement abstreitet.

Wäre er "normaler" gewesen, wäre er entweder an der Schuld zerbrochen oder aber hätte so überzeugend gelogen, dass ihn heute keiner kennen würde und die Haysom Morde noch immer ungelöst wären.


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Der Fall Jens Söring

14.02.2015 um 23:47
@missmary
Hervorragende Beurteilung und umfassende Gesamtwürdigung des Falls von Dir! :-)))

Ich könnte mir gut vorstellen, dass JS in seinem Innersten das genauso sieht.


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Der Fall Jens Söring

14.02.2015 um 23:51
missmary schrieb:Ihm bleibt also nur die Begnadigung als Hoffung auf ein Leben in Freiheit. Hierfür muss er sich als "unschuldig einsitzend" präsentieren, sonst ist er in den USA (wo das Strafmaß, das er erhalten hat, ja eher "milde" ist) einfach erledigt - der gouverneur wird sich schon von der öffentlichen Meinung beeinflussen lassen.
missmary schrieb:Ich wäre per sé gar nicht dagegen, dass er nach dieser Zeit begnadigt wird, aber ich bin dagegeben, jemanden zu begnadigen, der das Verbrechen noch immer so vehement abstreitet.
Was soll JS also tun?


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Der Fall Jens Söring

14.02.2015 um 23:59
@muscaria
JS kann nichts mehr tun, als seine Anhänger bei Laune zu halten - auf dass sie ihn regelmäßig unterhalten, besuchen, telefonieren und Geld schicken, damit er sein Knastleben komfortabel gestalten kann. In US Gefängissen kann man sich sogar dafür Personal kaufen, das die Wäsche macht, putzt etc. Bei Facebook hatte einer geschrieben, JS habe als lebender Berichterstatter aus dem Gefängnis in den USA möglicherweise seine Paraderolle für sein Leben gefunden. Seine Berichte im Newsletter sind ganz unterhaltsam - wenn er nicht auf seinen Fall zu sprechen kommt, das ödet an, da immer die gleiche Leier.

Als einzige Hoffnung bleibt aus meiner Sicht nur die mögliche Begnadigung durch einen US-Präsidenten. Üblicherweise spricht ein US-Präsident unpopuläre Begnadigungen kurz vor Ende seiner Amtszeit am letzten Tag im Amt aus. Realistisch ist das nicht. Die Begnadigung wirkt unmittelbar/umfassend/unwiderruflich und Söring wäre sofort ein freier Mann mit allen Rechten, könnte sogar in den USA bleiben. Kalkuliere mal die Wahrscheinlichkeit, dass ein US-Präsident das machen würde? Ich denke, würde z.B. Obama das machen, würden seine Gegner ihm gerne die US-Staatsbürgerschaft entziehen bzw. nach Guantanamo wünschen, er wäre nach einer solchen Entscheidung sozial in den USA ein Paria.


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Der Fall Jens Söring

15.02.2015 um 00:04
@muscaria
Und nun noch ein Szenario, das JS Söring aus meiner Sicht machen sollte, was er aber vsl. niemals machen wird: Er sollte mit den Lügen aufhören, reinen Tische machen, seinen Frieden mit Gott machen (das hatte er ja schon mal, war aber auch nur eine kurze Laune von ein paar Jahren, als die Begnadigung nicht funktionierte). Denn danach könnten die Anhörigen auf allen Seiten auch ihren Frieden abschließend mit dieser Tragödie machen, denn ändern lässt sich ohnhin nichts mehr.


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Der Fall Jens Söring

15.02.2015 um 00:07
@muscaria Ich glaube, was er versucht, ist, seine Anhängerschaft in Deutschland zu rekrutieren und versuchen, hier so viel politischen Druck aufzubauen, dass er doch freikommt. Er kann nicht auf einmal sagen "okay, ich wars, lasst mich trotzdem frei". Er fährt genau die Nummer weiter- "ich war's nicht, ich habe mich für Elizabeth geopfert" - und wenn ihm nur 10% der Leute glauben, reicht das für eine Lobby.

In den USA schafft er es nicht, genug Sympathisanten zu finden. Daher ist vermutlich eine einzige Hoffnung auf Begnadigung (wenn überhaupt), wenn politisch ordentlich Druck aus der BRD kommt.


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Der Fall Jens Söring

15.02.2015 um 00:11
@missmary
Ich denke, er weiß, dass er nicht mehr lebend aus dem Gefängnis kommen wird. Er hatte Anfang letzten Jahres geschrieben, dass nur noch ein Filmprojekt ihm Lebensmut geben würde, sonst könnte er auch sterben. Nur ein Selbstmord in einem US-Gefängnis ist fast unmöglich (er hatte mal irgendwo geschrieben, dass er Angst hätte, bei einem Versuch zu scheitern, soweit ich mich erinnere). Bei einem Hungerstreik wird man zwangsernährt, etc. Er muss sich mit der Tatsache abfinden, dass sein Leben immer so bleibt wie es die letzten 30 Jahre war.


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15.02.2015 um 09:53
@missmary
missmary schrieb:Ich glaube, das JS an dem Abend hoffte, die Haysoms argumentativ für sich zu gewinnen (wie es auch ausgesagt wurde). Er ist ja genauso manipulativ, wie er es EH nachsagt. Er wurde durchschaut. Der Vater war schon sehr betrunken und reagierte vermutlich viel impulsiver, als er das normalerweise getan hätte - die Situation eskalierte und JS und EH folgten dem Plan, den sie vielleicht wirklich nicht umsetzen wollten. Grund für die Explosion war diese pathologisch innige Verbindung die die beiden hatten - plus etwas, was JS narzistisches Ego triggerte.
Ich kann nicht glauben, dass an dem Abend eine Aussprache geplant war. Der offizielle Plan war ja ein WE zu zweit zu verbringen, da kommt man doch nicht auf die Idee, hey ich fahr mal eben zu deinen Eltern und versuch mich mit denen gut zu stellen. Meiner Meinung nach war der Doppelmord von Anfang so geplant, ohne vorher noch Gespräche zu führen. Für ein Alibi haben sie gesorgt oder es versucht, für nichts anderes sollte der Ausflug dienen.


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15.02.2015 um 09:58
Generell würde es mich interessieren, ob er in Deutschland tatsächlich schon frei wäre, das ist ja auch das Thema, wo immer verglichen wird. Ein wenig zweifle ich daran, denn er ist ja nach wie vor nicht geständig, zeigt keine Reue und ist empathielos der ganzen Tat gegenüber und allen Beteiligten. Als sozialisiert kann ich das nicht ansehen. In Deutschland würde man ja immer wieder prüfen, ob er raus dürfte, unter den Voraussetzungen wohl auch hier schwierig.


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15.02.2015 um 10:19
@obskur ich denke, dass er in Deutschland wieder frei wäre. Er ist in Virgina ein Mustersträfling, was er in Deutschland fortgeführt hätte.
Ich glaube, dass man ihm die Geschichte abgenommen hätte. Der Beweis mit dem Sockenabdruck z. B. war nicht wirklich koscher gewesen. Er hätte diesbezüglich sein Umfeld manipuliert und auf die ganzen Ungereimtheiten hingewiesen, auf die bösen Amis gezeigt, die keinen weiteren Prozess zugelassen haben, und die 21 Tages Regel verwiesen. Jemand, der sich mit der Materie nicht auseinandergesetzt hat, würde ihm die Geschichte abnehmen. Ich gehe nicht davon aus, dass ein Psychiater wochenlang selber recherchiert sondern sich auf die jeweilige Akte verlässt. JS hätte insoweit alles entkräftigen können und die ganze Geschichte, wie er es letztendlich auch getan hat, EH in die Schuhe geschoben und sich als armes Opfer dargestellt.

Wobei häufig erwähnt wurde, dass EH die Manipulative von den beiden war. Ich bin da mittlerweile anderer Meinung. EH hatte ausgesagt, dass die beiden Hass, Wut ect. empfunden haben. Wer weiß, von wem die beiden Morde letzendlich wirklich ausgegangen sind.


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Der Fall Jens Söring

15.02.2015 um 10:57
@Venice2009
Ich meinte es auch eher so, wenn er in Deutschland verurteilt würde für die selbe Tat und Revision sowie Wiederaufnahme gescheitert wären. Ich denke nicht, dass er in Deutschland anders davon gekommen wäre, wie in Virginia. Auch wenn er es so darstellt als sei er unschuldig und könne alles entkräften, es sprechen doch zu viele Indizien gegen ihn, die auch deutsche Gerichte so werten würden.

Glaubst du, dass er hier dann trotzdem schon frei wäre, weil er ein "Musterhäftling" ist? Ich bin nicht sicher, dazu gehört ja in erster Linie die Einsicht und Reue.


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Der Fall Jens Söring

15.02.2015 um 11:01
obskur schrieb:Glaubst du, dass er hier dann trotzdem schon frei wäre, weil er ein "Musterhäftling" ist? Ich bin nicht sicher, dazu gehört ja in erster Linie die Einsicht und Reue.
Guten Morgen allerseits!

Ich glaube, dass aufgrund des Verhaltens in der Öffentlichkeit hier ein Gutachten angefordert würde. Ob das positiv für ihn ausginge kann ich mir nur schwer vorstellen....

Hier gibt es ja auch noch den kleinen nicht unbedeutenden Punkt Sicherungsverwahrung, allerdings weiß ich nicht, welche Punkte hierfür erfüllt sein müssen!


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menevado
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Der Fall Jens Söring

15.02.2015 um 11:08
Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass er alleine gehandelt hatte. Wie haette er ins Haus kommen sollen ohne E.H.?, wie haette er alleine 2 Personen ueberwaeltingen koennen?

Im uebringen gehe ich davon aus, dass die Eltern von E.H. erstmal in Sicherheit gewogen wurden und dass man sie dann einen gewissen Alkoholpegel erreichen liess, als der erreicht schien wurde "losgeschlagen".


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Der Fall Jens Söring

15.02.2015 um 11:09
@Luna2510
Für Sicherheitsverwahrung war er mit 18 sicher noch zu jung, bin nicht sicher, ob man das im Jugendstrafrecht auch anwendet.


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Der Fall Jens Söring

15.02.2015 um 11:10
@menevado
Ich glaube, dass sie vorgegangen ist und den Abend Anfangs allein mit den Eltern verbracht hat, der Tisch war wohl auch nur für 3 gedeckt und später hat sie Söring ins Haus gelassen.


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Der Fall Jens Söring

15.02.2015 um 11:16
ich glaube, dass es so gewesen ist, wie er gestanden hat. Dass er um eine Aussprache gebeten hatte. Als er merkte, dass der Vater ihm wenig zugewandt war hat er zugestochen und ihn dabei schwer verletzt. NH versuchte Hilfe zu holen. Das Telefon stand in der Küche, daher ist sie dorthin gerannt. Er ist ihr hinterher und hat sie niedergestochen und ist wieder zurück zu DH und hat die Tat vollendet.


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Der Fall Jens Söring

15.02.2015 um 11:19
@Venice2009
Aber warum die Aussprache ausgerechnet an dem Wochenende, an dem sie vereist sind, das ergibt irgendwie kein Sinn.


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Der Fall Jens Söring

15.02.2015 um 11:24
@obskur in irgendeinem Link stand, dass die Eltern den kompletten Sommer mit EH verbringen wollten. Das hieße, dass sie die Zeit von JS getrennt gewesen wäre. Vielleicht wollte er sie umstimmen und hat versucht sie von sich selber zu überzeugen. Als er merkte, dass sie sich darauf nicht einließen, wohlmöglich hat ihn der Vater sogar bedroht, eskalierte die Situation und Plan B kam zum Einsatz.


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15.02.2015 um 11:41
@obskur noch einmal zu der Frage, ob er, wenn er in Deutschland verurteilt worden wäre, wieder frei wäre. Ich glaube schon. Im deutschen Recht geht es um Resozialierung. Er war nicht vorbestraft, 18 Jahre jung gewesen, und hätte sich im deutschen Gefängnis wahrscheinlch ähnlich gut wie im jetztigen Gefängnis verhalten. Ich bin mir sicher, dass man ihm eine zweite Chance gegeben hätte. Selbst, wenn er gestanden und nicht widerrufen hätte.


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Tibetdog
ehemaliges Mitglied

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Der Fall Jens Söring

15.02.2015 um 11:47
@missmary
Und @Ernello
Ich möchte mich nur für Eure Beiträge bedanken und dem nichts mehr hinzuzufügen.
Ich denke, die Darstellung trifft es genau.
Der Overkill am Vater kommt durch die Rolle in der Familie zustande, durch das was dem was er von sich gab, von JS beigemessen wurde.
Von ihm nicht akzeptiert zu werden hat zu einer narzisstischen Kränkung geführt bei jemandem mit mangelndem Selbstwertgefühl, der insgeheim nach Anerkennung und Liebe lechzte.

EH als Borderlinerin fütterte sicherlich noch sein gekränktes Ego mit zusätzlichem Hass durch ihre Darstellung und Sichtweise der Dinge,


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