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Der Fall Jens Söring

17.724 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, Kino, Gefängnis, Messer, Karten, Sohn, Doppelmord, Unschuldig, Richter, Schuldig, Briefe + 24 weitere
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Jens Söring

Der Fall Jens Söring

15.02.2015 um 22:00
@Waldeck
Deine Topf und Deckeltheorie finde ich spannend - auch die Theorie, die daraus entwickelt wurde, dass es eventuell keinen Mord gegeben hätte, wenn sie sich nicht begegnet wären.

Ich würde das sogar noch weiterführen. Wenn man mal schaut, haben sie von Anfang an viele Gemeinsamkeiten (hatte das kürzlich schon mal gepostet, werde es aber noch erweitern).

(a) beide stammen aus priviligierten Elternhäusern
(b) beide Elternhäuser sind sehr wohlhabend
(c) EH und JS sind sehr intelligent und können diese Intelligenz auch nutzen (Cambridge/
Jefferson Stipendium)
(d) beide zumindest ein Elternteil mit Alkoholproblemen (die Promillezahl der Haysoms deutet ja
auch darauf hin, dass sie öfters mal getrunken haben). Bei JS war es die Mutter. Alle Eltern nehmen dennoch "normal" am gesellschaftlichen Leben teil.
(e) beide werden nicht im Heimatland geboren und wechseln oft den Wohnort
(f) JS hat eine starke Bindung an Deutschland, obwohl er nur 3,5 Jahre hier lebte, NH an Großbritannien, obwohl sie selbst Amerikanerin war
(g) beide sprechen Englisch mit deutlichem Akzent (EH British, JS Deutsch). Das finde ich besonders
seltam, dass EH anders spricht als ihre Eltern und Halbgeschwister
(h) beide nicht das beste Verhältnis zu ihren Eltern (tippe ich mal, wenn JS Vater den Kontakt abbricht)

Die beiden haben für Jugendliche ihres Alters ja schon sehr schräge Biographien und ich glaube, dass sie sich ineinander wiedererkannten.

Während Elizabeth schon früher "explodiert" war (Flucht und Drogen) war JS konform gewesen. Er war auch konform, weil ihm die Mutter Leid tat (und der Vater scheint hier der dominante Part gewesen zu sein).

Mir kam schon der Gedanke, ob es nicht auch eine Art "Stellvertretermord" war - JS brachte den Vater von EH um, sozusagen ein "Tyrannenmord" - und bereinigte sich dabei von Gefühlen, die er in seiner eigenen unglücklichen Kindheit und Jugend hatte. (Ist nur meine eigene Spinnerei)
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Der Fall Jens Söring

15.02.2015 um 22:00
@missmary
Die Mehrmeilen erklärten beide bei Sheriff Gardner damit, dass sie sich auf dem Weg nach Washington mehrfach verfahren hätten. Gardner kam ja selbst darauf, dass die gefahrenen Meilen genau für Uni - Washintgon und zurück mit Abstecher nach Bedford von Washington gereicht hätten. Bis zu ihrer Flucht haben sie (klugerweise) nicht zugegeben, dass sie nach Bedford gefahren sind. Das wäre ja ein direkter Tatverdacht gewesen, sie hatten doch groß zu Protokoll gegeben, dass sie in Washington die ganze Zeit Kinofilme angeschaut hätten.


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Der Fall Jens Söring

15.02.2015 um 22:02
@Ernello - das "Verfahren" dauerte ja ca. 8 Stunden. So lange verfährt sich kein Mensch und ist auch der schwache Part der Geschichte.

Einige Punkte der Washingtongeschichte sind so unausgegoren. Ich wüsste gerne, was denn der Trigger war, den Mord genau von Washington aus zu begehen. Ich bin mir nicht sicher, ob das fehlende Lebenserfahrung war, dass sie diese Punkte nicht bedachten.


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Der Fall Jens Söring

15.02.2015 um 22:12
@missmary
deswegen spricht es für mich auch eher für eine Spontantat. Für eine präzise geplante Tat, sind ihnen zu viele Fehler unterlaufen, die keinen Sinn machen. Der Angriff mit dem Messer spricht für eine Menge Wut. Die gut dazu passen würde, dass ein Gespräch nicht so verlief, wie erwartet.

Leichter wäre es gewesen, bei einer geplanten Tat, die beiden zu erschießen. JS meinte in einem Interview, dass es zu der damaligen Zeit einfach gewesen wäre, an eine Waffe zu kommen, was ich mir gut vorstellen könnte.


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Der Fall Jens Söring

15.02.2015 um 22:14
@missmary
Wenn ich darüber nachdenke, speziell dass Howard Haysom meinte, EH hätte an der Tat beteiligt sein müssen, da die Eltern ihn sonst nicht ins Haus gelassen hätten, gehe ich nunmehr fast davon aus, dass JS als Alleintäter gehandelt hat und EH in ihrem Prozess tatsächlich alle Karten auf den Tisch gelegt hat.

JS kannte den Weg zu den Eltern durch die vorherigen Besuche und konnte durch den Schlüssel ohne Anklopfen ins Haus kommen, hat den Überraschungseffekt genutzt und die Haysoms ermordet. Danach hat er den Tatort gesäubert. Das Außenlicht konnte er nicht löschen, da er nicht wusste, wo der Schalter war - er kam nach seiner Aussage wegen diesem Licht selbst zum Tatort später nochmals zurück, konnte den Schalter dafür aber nicht finden, da er im Schlafzimmer war. EH hätte den Schalter 100%ig gekannt und das Licht sofort ausmachen können.

EH sagte im Prozess, dass sie in gewisser Beziehung sogar noch mehr schuldig als JS sei. Aber er hätte die Wahl gehabt ("He had a choice"): Auf der 4stündigen Fahrt nach Bedford hätte er es sich genau überlegen können, ob der die Tat vollbringen wolle.

Die Sache mit den mindestens 2 Tätern und des ja so komplexen Abschlachtens zweier wehrloser älterer Menschen mit einem Messer glaube ich jetzt nicht mehr so richtig. Er hätte das ohne Probleme allein machen können, er behauptet ja auch, dass es EH alleine gewesen sein müsste, danach kam die Drogendealerkomplizen-Geschichte. Sogar zwei Landstreicher hätten EH dabei helfen können. Bullshit.

Ich denke, so wie die Urteile ausgefallen sind, waren sie absolut korrekt.


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Tibetdog
ehemaliges Mitglied

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Der Fall Jens Söring

15.02.2015 um 22:14
@Venice2009
Ich denke auch, dass da ein Abend aus dem Ruder gelaufen ist....


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Der Fall Jens Söring

15.02.2015 um 22:23
War denn eigentlich an dem Geschirr Fingerabdrücke zu finden, die nicht den Eltern gehörten?

Es könnte natürlich sein, dass Söring das 3. Gedeck selber hingestellt hat, um von sich abzulenken.

Andererseits wurde auf einer Schnapsflasche Spuren von EH gefunden, die teilweise verwischt waren, da muss man sich fragen, warum wurde überhaupt eine Flasche abgewischt, das muss bekannt gewesen sein, dass die Flasche benutzt wurde, sonst hätte man sie sicher nicht abgewischt. Sprich wenn Söring allein da war und später alles gereinigt hat, warum dann die Flasche? Ich denk doch eher sie waren beide da, sie voran und hat mit den Eltern gegessen und er kam später dazu, hat draußen gewartet.


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Der Fall Jens Söring

15.02.2015 um 22:29
aber warum dann so umständlich? Wenn der Mord tatsächlich geplant gewesen war, kommt die Frage auf, warum mit einem Messer. Und warum wurden keine falschen Spuren gelegt.

Für mich sieht es eher danach aus, als ob jemand in Panik geraten ist. Zwar sind einige Spuren verwischt worden, aber im Eifer des Gefechts wurde auch Vieles übersehen, wie z. B. der Socken- und Turnschuhabdruck. Über die Flasche wurde zwar gewischt, aber nicht gründlich usw.


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15.02.2015 um 22:31
@Venice2009
Venice2009 schrieb:Leichter wäre es gewesen, bei einer geplanten Tat, die beiden zu erschießen. JS meinte in einem Interview, dass es zu der damaligen Zeit einfach gewesen wäre, an eine Waffe zu kommen, was ich mir gut vorstellen könnte.
Das ist wohl auch so eine Erfindung von JS, er wäre ja so planvoll, hätte bei einer solchen Tat eine Schusswaffe benutzt. Erstmal macht das Abfeuern enorm Krach, könnte Zeugen selbst bei dem abgelegenen Haus auf sich gezogen haben. Und aus Erfahrung kann ich sagen, dass es für ungeübte Schützen einfacher ist, mit der Pistole auf das gewünschte Ziel zu werfen bzw. dieses damit zu "erschlagen" - als einen Schuss platziert zu setzen. Eine Pistole verreißt durch den Rückstoß beim Abdrücken enorm, das setzt schon wirklich Übung voraus, tödliche Schüsse zielgenau zu bewirken - und nicht erst mal das ganze Magazin mit Fehlschlüssen zu verbrauchen.
Nein, ich denke, ein scharfes Jagmesser war die Waffe der Wahl für eine solche Tat. Anonymer Kauf, anonyme Anwendung (keine Projektile zurückverfolgbar etc.), sehr schnell trainierbar, extrem tödlich.


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Der Fall Jens Söring

15.02.2015 um 22:33
Zu dem 3. Gedeck ... ich habe irgendwo gelesen (kann mich dummerweise nicht mehr an die Quelle erinnern - vielleicht kann jemand helfen?), dass zwei Plätze komplett gedeckt waren (mit Teller etc.) und auf dem dritten nur ein Platzset lag.

Eventuell ließen die Eltern das einfach liegen, wenn Elizabeth zu Besuch kam und es war für niemanden gedeckt?


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Der Fall Jens Söring

15.02.2015 um 22:36
@Ernello
sie hätten sie z. B. im Schlaf erschießen können. Soweit ich mich nicht irre, haben die Haysoms ziemlich abgelegen gewohnt. Die Nachbarn hätten nicht so schnell reagieren können, sofern sie die Schüsse überhaupt gehört hätten.


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Der Fall Jens Söring

15.02.2015 um 22:38
@Venice2009
Naja man darf nicht vergessen, sie waren sehr jung und haben eine extreme Situation hinter sich gebracht, wahrscheinlich standen sie selber mehr oder weniger unter Schock, dass das tatsächlich alles passiert ist. Da bekommt man sicher auch Panik und will nur noch weg.

In Deutschland wird sehr selten erschossen, in USA ist es zwar anders auf Grund der Waffengesetze, wer weis warum sie keine Waffe genommen haben. Zu laut in der Nacht oder keine Erfahrung im Umgang oder sorge dass durch den Waffenkauf sie als Täter entlarvt werden.


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Der Fall Jens Söring

15.02.2015 um 22:38
@missmary
soweit ich es noch richtig in Erinnerung habe, hieß es, die Haysoms hätten mit ihrem Mörder zusammen gegessen.


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15.02.2015 um 22:39
@Ernello Sie-deren-Namen-ich-nicht-mehr-nennen-darf/soll sprach doch mal von einem FBI Gutachten, das von einer weiblichen Täterin und Komplizen ausging, da es zwei verschiedene Messer gegeben hätte. Man weiß ja nun nicht, ob das aus der JS Reinwaschfraktion stammt oder nicht.

Was für EH am Tatort spricht ist die Tatsache, dass dort Blut der Gruppe B gefunden wurde - das haben nur 10% der US Amerikaner (EH is eine davon).

Ich persönlich denke, dass beide dort waren und nach der Tat einfach total geflasht waren. Sie haben noch das nötigste gemacht und dann fluchtartig den Tatort verlassen und das Licht etc. einfach vergessen. Sie werden ja nicht so abgebrüht gewesen sein, dass ihnen die Tat nach der Tat nichts ausmachte.

In dem Buch (ich habe es echt vor Jahren gelesen) stand ja beispielsweise auch drin, dass EH darauf bestanden hat, den Tatort selbst zu reinigen, während die Geschwister eine Reinigungsfirma beauftragt haben (vielleicht kann jemand was dazu sagen, der das Buch erst kürzlich gelesen hat). Es arbeitete also in ihr.


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Der Fall Jens Söring

15.02.2015 um 22:40
@Venice2009
Wieso so umständlich mit der Pistole, mit dem Messer hat doch bestens geklappt. Pistole kaufen hätte auch Zeugen oder Fotos vom Kauf hinterlassen können, Übung mit der Waffe hätte Mitwisser schaffen können etc. JS war nicht in der Armee, also, wie gesagt, von Schusswaffen besser die Hände lassen, wenn man sich nicht damit auskennt, der Mordplan wurde ja auch innerhalb von 3 Monaten geplant, dafür ist die Zeit für das Waffentraining und die Beschaffungslogistik auch zu kurz. Deshalb haben sie aus ihrer damaligen Sicht wohl für das Messer optiert. Das Ergebnis hätte ihnen auch fast Recht gegeben.


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Der Fall Jens Söring

15.02.2015 um 22:42
@missmary
wobei das mit der Blutgruppe B auch nur auf der Seite von JS steht. Ansonsten verstehe ich nicht, wie das untergehen konnte und sie nur als Anstifterin verurteilt wurde.


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Der Fall Jens Söring

15.02.2015 um 22:43
Ich glaube, eine Waffe hätte zu viele Probleme mit sich gebracht.

(a) Erstmal muss das Ding gekauft werden und du musst auch in den USA dafür registriert werden.

(b) Verkaufen die Waffen an unter 21 Jährige? Da bin ich mir nicht sicher.

(c) Wie schon jemand sagte - du brauchst viel Übung und musst ggf. nachladen.

(d) Bei einer Waffe können alle möglichen Komplikationen auftauchen (Ladehemmung, etc.)

(e) Die Waffe hinterlässt Kugeln, die auf die Waffe zurückzuführen sind. Das Messer ist da
anonymer. "Ein Messer" - man kann es noch ein wenig eingrenzen. Das Messer bekommst du
ggf. in jedem Supermarkt - und keiner erinnert sich hinterher dran.

(f) Mit der Waffe musst du treffen - aus einiger Entfernung

(g) Derek Haysom wurde mit 37 Messerstichen getötet und er wurde noch fast enthauptet. Da hat
jemand seine Wut abgearbeitet. Wenn er nach dem ersten Schuss tot gewesen wäre ... da
wäre noch jede Menge aufgestaute Wut übrig.


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Der Fall Jens Söring

15.02.2015 um 22:44
@Ernello
ja das macht schon Sinn.
Ich persönlich stelle es mir einfacher vor, jemanden zu erschießen, gerade bei einer geplanten Tat,als mit einem Messer niederzumetzeln. Daher meine Gedanken zur Schußwaffe.


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15.02.2015 um 22:45
@missmary
Nur komisch, dass er das mit dem Außenlicht in seiner Aussage beschrieben hat, ja sogar nochmals mit negativem Ergebnis zurückgekommen zu sein. Ach ja, und er kam auf Socken nochmals ins Haus, daher auch der gefundenen Sockenabdruck. Passt alle, oder? Ich denke, bei den Geständnissen in GB hat er korrekt ausgesagt und alles auf den Tisch gelegt.


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15.02.2015 um 22:47
@Venice2009

Irgendwer hat doch kürzlich das DNA Ergebnis gepostet, da stand das drin mit den Blutgruppen.

Söring argumentiert, dass man seine Blutgruppe als Beweis herangezogen hat, obwohl sie 40% der Bevölkerung hat - die Blutgruppe von Elizabeth nicht, obwohl die auch gefunden wurde und nur bei 10% der Bevölkerung verbreitet ist. Da hatte er wohl den gründlicheren Staatsanwalt.

Ich denke, das Problem war auch, dass EH in dem Haus lebte, d.h. das Blut hätte durch was weiß ich für Umstände dorthin kommen können (wenngleich auch ungewöhnlich).


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