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Der Fall Jens Söring

17.724 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, Kino, Gefängnis, Messer, Karten, Sohn, Doppelmord, Unschuldig, Richter, Schuldig, Briefe + 24 weitere
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Jens Söring

Der Fall Jens Söring

21.02.2015 um 19:27
@obskur
das könnte daran liegen, dass hier keinerlei Fakten akzeptiert werden. Der Watson Bericht wird als Unfug abgetan, das FBI Gutachten ist erfunden, die Blutspur am Lappen von EH ist falsch und alle Fürsprecher sind gekauft oder verblendet.

Das ist wirklich eine sehr sachliche Grundlage, eine Diskussion zu führen.

Es gibt unzählige Fakten, die eher für die Unschuld Herrn Sörings sprechen als für die Schuld.

Zum Beispiel, dass keinerlei Fingerabdrücke von ihm dort gefunden wurden. Nirgends.
Obwohl er sich dort sogar gewaschen haben soll.

Seine Verletzung bei der Beerdigung konnte NIEMAND bestätigen, außer der eine Zeuge 1 Jahr nach den Morden.

Was ist mit der DNA , die am Tatort gefunden wurde, und niemandem zugeordnet werden konnte?

Wem gehörte das Haar im Waschbecken, das "vergessen" wurde mit EH abzugleichen? Den Haysoms und JS gehörte es nicht.

Wem gehörten die Fingerabdrücke am Schnapsglas, die keinem zugeordnet werden konnten?
Wem gehörte der Fersenabdruck im Badezimmer, der viel schmaler was als der von JS?

Und nochmal: Ich bin keineswegs zur Gänze von der Unschuld Herrn Sörings überzeugt, ich schließe aber nicht aus, dass er es ist. So wie ihr.


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Der Fall Jens Söring

21.02.2015 um 19:46
Das bezweifelt ich, wenn ich mir ein paar Indizienprozesse ansehe, wo sogar ohne Leiche, ohne Anhaltspunkte einer Straftat, verurteilt wird. Da kannst du jede Menge Indizienprozesse aus Deutschland zu Rate ziehen, glaub mir da reicht weitaus weniger aus.
Text
Diese Aussage kommt von mehreren unabhängigen Juristen. Aber wenn du das bezweifelst, müssen die sicher gekauft sein.
Es gibt in jedem Land Fehlurteile, da ist selbst Deutschland nicht außen vor, die Pauschalisierung finde ich fehl am Platz. Und irgendwie, wie bei allen anderen bisher, die Söring für unschuldig halten, hast auch du kein Diskussionspotenzial, in erster Linie kannst du nur beleidigen und wirkliche Fakten bringst du nicht.
Text
Es ist in den USA keine Seltenheit, dass haarsträubende Gerichtsurteile gefällt werden. Dort herrscht Willkür und absolute Korruption.
Dieter Riechmann wurde ein falsches Geständnis entlockt, er sitzt seit mehr als 20 Jahren in der Todeszelle, obwohl bewiesen ist, dass er unschuldig ist. In einer Reportage hat der Mörder gestanden. Es interessiert aber niemanden, das gesamte Rechtssystem ist krank.
Ich rede nicht von Fehlurteilen, sondern von gezielter Schädigung einiger Angeklagten, durch unfaire Behandlung aus verschiedensten niederen Beweggründen, die die Grundprinzipien eines Rechtsstaates mit Füßen treten.


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21.02.2015 um 20:35
@vegani
du vergisst immer wieder die 5 Geständnisse. Ich finde, dass ist ein sehr gewichtiger Grund FÜR seine Schuld. Mehr als alle anderen Indizien. Es mag ja sein, dass du ihm die Geschichte abnimmst, dass er sich aufopfern wollte, ich tue es nicht!

Es wurde nur sehr wenig Blut auf dem Waschlappen mit der Blutgruppe B gefunden. EH lebte in dem Haus, wie schnell hat man sich z. B. mal gekratzt o. ä. Es waren nur sehr geringe Mengen Blut. Sie hatte ansonsten keine sichtbaren Verletzungen gehabt, die auf einen Kampf hätten schliessen lassen. Sie wird physisch JS unterlegen gewesen sein, also höchst unwahrscheinlich, dass sie alleine 2 Menschen mit einem Messer tötet, und selber dabei komplett unverletzt bleibt.

Die DNA am Tatort konnte deswegen nicht zugeordnet werden, weil keine DNA von den Haysoms gesichert wurde. Man geht davon aus, dass es sich um die DNA der Eltern handelt.

Stell bitte den Link mit dem Haar und dem Fersenabdruck ein, der im Badezimmer gefunden wurde. Aber bitte von einer seriösen und unabhängigen Seite. Selbst Watson hat davon in seinem Bericht nichts erwähnt... seltsam, denn das wäre ja entlastend für JS gewesen.

Was sagst du zu der Sockenabdruckanalyse von 1995? Die bestätigt, dass es sich um JS Fußabdruck handelt. Die wird übrigens auch in Watsons Bericht erwähnt, außer natürlich das Ergebnis.


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Der Fall Jens Söring

21.02.2015 um 21:02
@vegani zu den Fingerabdrücken, es wurden viele Spuren verwischt. Er hat höchstwahscheinlich vermieden, zu viele Dinge anzufassen und bei denen, die er angefasst hat, hat er mit einem Tuch drüber gewischt. In den Blutlachen sieht man auch Wischspuren, also wurden auf jeden Fall Spuren verwischt.

Von einem Fingerabdruck am Schnapsglas, weiß ich nichts, nur auf der Vodkaflasche. Die wurde in der Küche gefunden. Da war der Fingerabdruck von EH drauf. Da sie dort aber wohnte, ist es wahrscheinlich, dass der Fingerabdruck auch schon älter gewesen sein könnte.


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21.02.2015 um 22:03
Hallo,

hab leider zu dem Fall im Moment nicht so viel Zeit, wie ich gern gehabt hätte, das wird sich hoffentlich bald wieder ändern, dann kann ich mich ausführlicher damit beschäftigen.

Eine Frage hab ich aber im Kopf an euch. War es nun wirklich ein Overkill am Vater oder nicht? Wenn ja, warum dann am Vater? An der Mutter hätt ich es verstanden, wenn das mit dem sex. Missbrauch stimmen söllte, aber am Vater kann ich nicht verstehen. Was denkt ihr?


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21.02.2015 um 22:06
vegani schrieb:das könnte daran liegen, dass hier keinerlei Fakten akzeptiert werden
Sorry, aber ist das ein Witz? Welche Fakten hast du denn akzeptiert bzw. präsentiert?
vegani schrieb:die Blutspur am Lappen von EH ist falsch
Im Testbericht steht, dass der Befund falsch sein könnte. Die Frau lebte in dem Haus. Sie war eine Woche vorher zu Besuch. Es kann auch sein, dass sie in der Nacht des Mordes dort war - die Frage ist, ob sie wirklich einen Lappen, mit dem ihr Blut weggewischt wurde, in eine Waschmaschine geworfen hätte ... eher unwahrscheinlich ...
vegani schrieb:Der Watson Bericht wird als Unfug abgetan, das FBI Gutachten ist erfunden
Welche Aspekte des Berichtes/ Gutachten hättest du denn gerne diskutiert?
vegani schrieb:Zum Beispiel, dass keinerlei Fingerabdrücke von ihm dort gefunden wurden. Nirgends.
Obwohl er sich dort sogar gewaschen haben soll.
Du weißt, dass es einen Tagebucheintrag gibt, in dem EH spekuliert, dass JS einen Abdruck vergessen hat? Er kam zur Tür rein, saß kurz an dem Tisch und dann begann der Angriff - so viele Chancen, brauchbare Abdrücke zu hinterlassen, hatte er gar nicht - er kam ja schon in der Absicht, zu morden (siehe Tagebuch) - viele Abdrücke waren einfach weggewischt.
vegani schrieb:Seine Verletzung bei der Beerdigung konnte NIEMAND bestätigen, außer der eine Zeuge 1 Jahr nach den Morden.
Jemand mit der Blutgruppe 0 (männlich) - geht aus dem Gutachten hervor - war an diesem Abend im Haus verletzt und hinterließ insgesamt fünf Blutspuren, die typisiert werden konnten (Blutgruppe). JS hat Blutgruppe 0. Das kann nun Zufall sein ...
vegani schrieb:Was ist mit der DNA , die am Tatort gefunden wurde, und niemandem zugeordnet werden konnte?
Als die Haysoms beigesetzt wurde, gab es noch keine DNA Technik, daher gibt es nun auch keine verlässlichen Vergleichsproben - aller Wahrscheinlichkeit nach gehören die Proben den Haysoms.
vegani schrieb:Wem gehörte das Haar im Waschbecken, das "vergessen" wurde mit EH abzugleichen? Den Haysoms und JS gehörte es nicht.
Sie lebte in dem Haus. Sie war am WE zuvor zu Besuch. Was sollte das Haar nun beweisen?
vegani schrieb:Wem gehörten die Fingerabdrücke am Schnapsglas, die keinem zugeordnet werden konnten?
Hierzu hätte ich gerne einen Link. Es gibt einen Fingerabdruck von EH auf einer Wodkaflasche, die im Küchenregal mit den anderen Alkohol stand.
vegani schrieb: Wem gehörte der Fersenabdruck im Badezimmer, der viel schmaler was als der von JS?
Bitte hierzu eine verlässliche Quelle.
vegani schrieb:Es ist in den USA keine Seltenheit, dass haarsträubende Gerichtsurteile gefällt werden. Dort herrscht Willkür und absolute Korruption.
Was findest du am JS Urteil haarsträubend? Er hatte ein Motiv, er verweigerte die Kooperation mit der Polizei (inklusive Hand- und Fußabdrücke und Blutproben), hat fünfmal gestanden, es fand sich eine Fußspur, er hatte Täterwissen (Täter war auf Socken unterwegs, Außenlicht), er hatte kein Alibi, er gab zu, dass der Mietwagen seiner Freundin in der Nacht in Bedford County war, es gab Tagebuchaufzeichnungen, die beide so sehr belasteten, dass die Polizei in England sofort von einem Mord ausging, obwohl sie den Fall nicht kannten, er flüchtete, ...


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21.02.2015 um 22:09
@AngelEyes01
ein Overkill in dem Sinne, dass der Kopf fast abgeschnitten wurde. Wobei es sich hierbei auch, um eine Überreaktion seitens des Täters handeln könnte. DH war kein einfaches Opfer und wehrte sich dementsprechend stark. Es könnte also sein, dass der Täter auf Nummer sicher gehen wollte, dass er wirklich tot ist. Und es somit gar nicht mit Wut auf das Opfer zusammenhing.


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Der Fall Jens Söring

21.02.2015 um 22:17
vegani schrieb:Es gibt ja immer noch dieses ominöse zweite Auto, welches zu Tony Buchanan in die Werkstatt geschleppt wurde.
Als Tony Buchanan EH angeblich in seiner Werkstatt gesehen hat, war sie bereits auf der Flucht und hatte das Land verlassen. Sie hat dort mit Kreditkarte bezahlt ... das wäre leicht nachzuweisen, wenn sie es gewesen wäre (was aber nicht sein kann, da sie physisch gar nicht mehr in den USA war). Mal abgesehen davon, dass die Geschichte an sich sehr unglaubwürdig ist.
vegani schrieb:So gründlich kann man sich doch nicht in der Hektik waschen, dass die Spurensicherung nichts mehr findet. Nicht den kleinsten Rückstand.
Bist du mit den Schemmermorden vertraut? Dort fand man im Auto auch nichts. Die Kleidung wird ja das meiste abbekommen hat. Wenn du das Luminolwaschbecken betrachtest, siehst du, dass der Täter jede Menge Blut abgewaschen hat. Eventuell hat er im Mietauto unter sich noch eine Decke gelegt. Das Mietauto wurde ja erst Monate nach der Tat untersucht - er wird nicht bluttriefend in das Auto gestiegen sein, sonst gäbe es am Waschbecken oben keine Spuren.
vegani schrieb:Haben die Gerichtsmediziner eindeutig nachgewiesen, dass es die gesamten 37 Messerstiche gebraucht hat, um ihn zu töten? Waren die alle prämortal?
Wenn du auf eine Leiche einstichst, dann blutet da nicht mehr viel - wenn du die Tatortphotos siehst und diese Blutlachen um DH, müsste eigentlich auch so klar sein, dass die meisten Wunden prämortal entstanden sind (siehe auch die beachtlichen Mengen an Abwehrverletzungen).
vegani schrieb:Ich habe mich sehr gut im Griff. Bei einigen Beiträgen hier fällt es mir aber teilweise schwer , halbwegs die Contenance zu wahren.
Es gelingt dir nicht. Dann wirst du beleidigend und sehr unsachlich.
vegani schrieb: Es haben mehrere Anwälte bestätigt, dass er bei dieser Beweislage niemals hätte verurteilt werden dürfen. In Deutschland wäre er damit nicht mal angeklagt worden.
Erneut: Schau dir mal die Verurteilung im Schemmerprozess an. Da gab es noch weniger Beweise. Der Mann wäre deiner Ansicht nach (oder der von "mehreren Anwälten") in D freigekommen? Man darf auch die kleinen Begleitumstände (vorsätzlicher vielfacher Scheckbetrug, Fahrerflucht, etc. nicht vergessen). Ich glaube nicht, dass ein Doppelmörder, auch nach dem Jugendstrafrecht verurteilt, so einfach freikommt.
vegani schrieb:Dass den Amerikanern ein Menschenleben scheißegal ist, sieht man ja an Fällen wie Dieter Riechmann. Hauptsache sie haben einen an der Angel, sie gehen über Leichen.
JS hat fein ins Bild gepasst und sich auch noch völlig daneben benommen.
Das war sein größtes Problem.
Die USA hat ein anderes Rechtsverständnis, das andere Probleme mit sich bringt. Den FAll Dieter Riechmann kenne ich nicht. Sie "gehen nicht über Leichen" - dort bedeutet lebenslänglich eben lebenslänglich. In D hätte EH auch keine 90 Jahre Haft als Strafe bekommen. Ich persönlich finde es in Ordnung, dass jemand, der zwei Menschen so eiskalt ausgelöscht hat, keine Reue zeigt, direkt nach der Tat im Alltag wieder perfekt funktioniert hat aus dem Verkehr gezogen wird - auch dauerhaft. Da darfst du gerne anderer Meinung sein.


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21.02.2015 um 22:22
@AngelEyes01
AngelEyes01 schrieb:hab leider zu dem Fall im Moment nicht so viel Zeit, wie ich gern gehabt hätte, das wird sich hoffentlich bald wieder ändern, dann kann ich mich ausführlicher damit beschäftigen.

Eine Frage hab ich aber im Kopf an euch. War es nun wirklich ein Overkill am Vater oder nicht? Wenn ja, warum dann am Vater? An der Mutter hätt ich es verstanden, wenn das mit dem sex. Missbrauch stimmen söllte, aber am Vater kann ich nicht verstehen. Was denkt ihr?
EH (die ja als Zeugin nur bedingt glaubwürdig ist) gab zu Protokoll, dass JS ihr sagte, dass ihr Vater nicht sterben wollte. Tatsächlich wurde er mit 37 Messerstichen und einer durchschnittenen Kehle aufgefunden.

Man weiß nicht, ob es ein Overkill war, oder der Täter einfach in Panik geriet. Die ersten Stiche waren nicht tötlich (das sieht man an den zahlreichen Abwehrverletzungen), DH hat sich massiv über längere Zeit gewehrt und auch noch ziemlich lange gelebt (sonst wäre nicht so viel Blut ausgetreten). Es ist, wie Venice2009 schreibt - man weiß nicht, ob der Täter aus Angst so oft zustach und dann die Kehle durchschnitt, weil DH sehr lange lebte oder ob es ein persönliches Rachemotiv war.

Fest steht, dass sich die Mutter sehr viel weniger wehrte - sie war auch kleiner, zierlicher und konnte dem Täter nicht so viel entgegensetzen. Dazu kam noch, dass sie über 2 Promille Alkohol im Blut hatte (hatte der Vater auch).

Ich persönlich denke, dass es sich der Täter weitaus einfacher vorgestellt hat, die beiden zu erstechen und er dann einfach in eine Panik geraten ist ... Oder (ich habe mich noch nicht ganz von der Idee der doppelten Täterschaft verabschiedet) dass einfach zwei Täter zwei Morde begingen - auf ihre unterschiedlichen Weisen. Wenn EH mit im Haus war, würde es Sinn machen, dass JS den Vater angreift und sie die Mutter.


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Der Fall Jens Söring

21.02.2015 um 22:40
Gibt es eigentlich ausser den Kinokarten noch einen Beweis, dass entweder JS oder EH an dem Tatabend zur Tatzeit alleine in Washington D.C. gewesen ist?

(die Kinokarten sind ja zweifelhaft als Beweis bzw. man kann ja immer sagen, dass diese erst im nachhinein beschafft wurden).


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21.02.2015 um 22:44
@Misuteri
der Zimmerservice wurde angeblich noch gerufen. Allerdings fehlte die Rechnung.

Ich bin mir jetzt nicht 100 %ig sicher, aber EH soll Freunde während des Aufenthalts in Washington angerufen und so getan haben, als ob JS bei ihr sei.


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Der Fall Jens Söring

21.02.2015 um 22:45
Okay danke, also weiß man es nicht eindeutig. Wie ihr darlegt, ist es ja ein Unterschied, ob das Opfer viele Verletzungen hat, weil er sich gewehrt hat und erst nicht getötet wurden konnte oder ob mehr Verletzungen waren als notwendig und schon vorherige Verletzungen zum Tode führten. Letzteres wäre ja der klassische Overkill, der auf Wut und Hass deuten lässt. Aber wenn das nicht klar ist, dann erübrigen sich ja meine Fragen.

Aber ist auch ein Unterschied, ob x (32?) Verletzungen oder Stiche. Ich denke es sind weniger Stiche und viele Verletzungen durch die Abwehr des Opfers.


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21.02.2015 um 22:48
@missmary
Ich denke nicht, dass man durch die Verletzungen auf 2 Täter schließen kann. Die Mutter wehrte sich nicht so sehr, der Messerstich traf richtig. Der Vater als Mann wehrt sich ganz anders, sodass es weitaus schwerer ist ein "Todesstich" zu setzen. Blöd ausgedrückt aber du verstehst bestimmt.


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21.02.2015 um 23:04
@Misuteri Jain. :D

JS behauptet, er hätte in der Zeit, in der er auf EH wartete, eine Scheck eingelöst. Der Scheck fand sich auch. Da das aber alles nach der Flucht ermittelt wurde, konnte sich in dem Hotel niemand mehr erinnern, wann und von wem der Scheck eingelöst wurde (ich glaube mich düster zu erinnern, dass EH mal sagte, sie hätte ihn eingelöst, um JS ein Alibi zu verschaffen).

Wie @Venice2009 schon sagte - die Kinokarten waren für 17.00, 22.15 und 24.00 (leg mich nicht auf die Minute fest, aber die groben Zeiten stimmen). Nach der 17.00 Vorstellung nahm JS angeblich ein Taxi, fuhr ins Hotel, löste den Scheck ein und bestellte den Zimmerservice für zwei - es gibt aber keine Rechnung und da das erst nach der Flucht ermittelt wurde, keine Aufzeichnungen mehr von Seiten des Hotels.

JS ist die Frage in dem Interview mal selbst gestellt worden und er hat behauptet, dass es einen Zeugen gibt (Kino oder Hotel, er blieb vage), der allerdings erst nach der 21 Tage Regel gefunden wurde - er driftete dann aber gleich ab und der Interviewer fragte dann auch nicht nach. Mir kommt das komisch vor. Ich persönlich denke, wenn es einen konkreten Entlastungszeugen gäbe, dann würde der völlig anders präsentiert werden (mit ihm könnte man ja auch Druck aufbauen und beweisen, dass es doch nicht so war, die bei der Verurteilung angenommen) - das bleibt aber aus.


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21.02.2015 um 23:13
@AngelEyes01 - ich schwanke selbst zwischen der 2 Täter und der 1 Täter Theorie. Das FBI Profil (habe es selbst nicht gelesen, kenne es nur vom Hörensagen) - geht von zwei Tätern aus, von denen ein weiblicher ein emotionales Verhältnis zu den Ermordeten habe.

Die Spurenlage zeigt recht eindeutig, dass ein männlicher Täter im Haus geblutet hat - es ist nur bekannt, dass er Blutguppe 0 hatte. Dann gibt es noch den Fußabdruck, der ziemlich genau auf JSs Abdruck passt - also eher ein Männerabdruck ist.

Für EH Anwesenheit spricht:
(1) Das eher lausige Alibi
(2) eventuell ein Haar im oberen Waschbecken (wurde ihr aber nie zugeordnet, könnte natürlich auch weiß der Geier woher kommen)
(3) ihre Hassphantasien, die dann ja erfüllt worden wären
(4) Das Blut der Gruppe B, das auf einem Lappen in der Waschmaschine gefunden wurde (allerdings auch hier - sie lebte da, die Täter versuchten, Spuren zu beseitigen, es macht eigentlich keinen Sinn, dann das eigene Blut in die Waschmaschine zu werfen.
(5) Das FBI Profil
(6) Es wurden zwei Messer bei der Tat verwendet


Gegen EH Anwesenheit spricht:
(1) Das Verandalicht brannte (nur EH wusste, wo es ausging)
(2) Es gibt keine konkreten Spuren von ihr (es sei denn, der Fersenabdruck, von dem Vegani sprach, existiert reel). Es gibt einige Spuren, aber die kann man nicht auf die Tatnacht eingrenzen
(3) Im Tagebuch gibt es wohl einen konkreten Tatablauf und sie macht sich Sorgen, dass JS der Tat überführt werden würde. Um sich selbst bzw. um von ihr hinterlassene Spuren sorgt sie sich nicht.
(4) Sie gab bereitwillig ihre Hand- und Fußabdrücke und ihre Blutprobe


Die Liste ist nicht vollständig, vielleicht möchte sie noch jemand ergänzen.


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21.02.2015 um 23:15
@Venice2009
@missmary

Danke für die Antworten.

Also kann man mit Sicherheit davon ausgehen, dass einer der beiden zur Tatzeit im Hotel war?
Oder beruht die Sache mit dem Essen zur Tatzeit nur auf der Erzählung von einem der beiden?
Zumindest JS schreibt ja in seinem Buch ausführlich über das Abendessen im Hotel.

Hat das die Polizei damals überprüft oder hat man sich auf die blossen Aussagen verlassen?

Ein Essen im Hotel hat ja auch in die Theorie der Polizei gepasst (die Polizei ging ja davon aus, dass EH alleine im Hotel war).


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Der Fall Jens Söring

21.02.2015 um 23:23
@@missmary
für EH Anwesenheit: sie soll die Tat in England mit einem Satz gestanden haben. Allerdings habe ich in einem anderen Artikel gelesen, dass sie nie gestanden hat. Daher ist die Aussage von JS mit Vorsicht zu genießen. Sie soll ausgesagt haben, dass sie es alleine getan hat und darauf abgefahren ist. Wobei ich mir das nicht wirklich vorstellen kann (ich weiß Spekulation), dass sie das wirklich so gesagt haben soll. Gerade der zweite Teil in dieser prekären Lage. Sie wusste schließlich was ihr droht, wenn sie wegen Doppelmordes verurteilt wird. Da würde man glatt an ihrer Intelligenz zweifeln. Unter Drogen wird sie zu der Zeit nicht gestanden haben.


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21.02.2015 um 23:24
@Misuteri
nein. Beide hätten mit dem Mietwagen zu den Haysoms fahren können. Es gibt weder für sie noch für ihn ein stichhaltiges Alibi.

Das mit dem von mir erwähnten Anruf, wurde kurz mal in einem Link erwähnt. Allerdings weiß ich nicht, ob es nur zwischen den beidne so abgesprochen war, oder sie tatsächlich einen Freund aus Washington vom Hotelzimmer aus angerufen hat. Das hätte man ja nachverfolgen können.


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21.02.2015 um 23:30
@Misuteri

Soweit ich weiß, war die Polizei zunächst einmal ratlos, was das Motiv und den Grund des Verbrechens anging. Man dachte zunächst an einen missglückten Einbruch (es gab aber keine Spuren) an eine Kulthandlung (DHs Leichte hatte ein V eingeritzt und beide Leichen lagen nach Norden).

Dann vernahm man die Familienangehörigen. Bei EH war auffällig, dass sie sich recht normal verhielt und den Verdacht auf Jane lenkte - einer der ehemaligen Verlobten ihrer Halbbrüder. Jane hasste die Haysoms, weil sie glaubte, dass diese für das Ende ihrer Beziehung verantwortlich waren. Sie war psychisch labil und hatte jemand wohl eine Sammlung an Küchenmessern übergeben und gebeten, diese für sie zu verwaren, weil sie für nichts garantieren könnte. Das alles machte "Jane" die perfekte Verdächtige. Sie bestand den ersten Lügendedektortest nicht.

Dann war es aber so, dass sich Jane aktiv darum bemühte, den Verdacht aus dem Weg zu räumen. Sie machte freiwillig einen zweiten Lügendedektortest (den sie bestand), gab alle gewünschten Abdrücke und eine Blutprobe und hatte wohl ein zweifelhaftes Alibi.

EH hingegen verglich ihren Fußabdruck mit dem Abdruck im Haus und bestand darauf, das Haus selbst reinigen zu dürfen ... die Verwandten fanden ihr Verhalten seltsam. Sie machte wieder eine Aussage und gab freiwillig Hand-, Fuß- und Blutproben. So kam man dann auch auf JS (es waren Wochen ins Land gegangen). Dieser war erst nicht kooperativ, gab dann keine Proben ab - und flüchtete dann mit EH.

Erst nach der Flucht wurde wieder ermittelt - im Kino und Hotel konnte sich Monate später niemand mehr an die beiden erinnern. Daher weiß man nicht, ob wirklich einer in Washington war. Das Alibi ist eben sehr lückenhaft. Es gibt keine Zeugen und keine konkreten Beweise. Es können auch beide in Virginia gewesen sein.


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21.02.2015 um 23:32
Venice2009 schrieb:für EH Anwesenheit: sie soll die Tat in England mit einem Satz gestanden haben. Allerdings habe ich in einem anderen Artikel gelesen, dass sie nie gestanden hat. Daher ist die Aussage von JS mit Vorsicht zu genießen. Sie soll ausgesagt haben, dass sie es alleine getan hat und darauf abgefahren ist. Wobei ich mir das nicht wirklich vorstellen kann (ich weiß Spekulation), dass sie das wirklich so gesagt haben soll. Gerade der zweite Teil in dieser prekären Lage. Sie wusste schließlich was ihr droht, wenn sie wegen Doppelmordes verurteilt wird. Da würde man glatt an ihrer Intelligenz zweifeln. Unter Drogen wird sie zu der Zeit nicht gestanden haben.
Ich habe das auch schon gelesen - sie soll das ironisch gemeint haben. Ich denke nicht, dass sie wirklich gestanden hätte - für sie ging es ja um die Todesstrafe. Sie hat ja in den USA gestanden, dass sie ihn angestiftet hat ... daher hat sie auch keinen Prozess mit einer Jury bekommen. Das Urteil (90 Jahre) hat sie auch nie angefochten und sich nie mehr zu dem Fall geäußert (außer, als sie als Kronzeugin gegen JS ausgesagt hat).


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