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Der Fall Jens Söring

17.720 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, Kino, Gefängnis, Messer, Karten, Sohn, Doppelmord, Unschuldig, Richter, Schuldig, Briefe + 24 weitere
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Jens Söring

Der Fall Jens Söring

07.03.2015 um 08:11
Sorry... Schreibe vom Handy ... Schutzfunktion des diplomatischen Status überschätzt hat.

Vermutlich hat ihm dann auch ein Anwalt Bescheid gestoßen und ihm die Konsequenzen seines Handelns klargemacht... Und dann versuchte er durch den Widerruf und Coverstory zu retten, was zu retten war.


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Der Fall Jens Söring

07.03.2015 um 08:43
@Jessica-
Jessica- schrieb:Das hatten wir hier doch schon alles etliche male...
Genau. Und es wird auch bei der 500sten Wiederholung nicht anders werden. Eine Jury aus ganz normalen Menschen haben sich stundenlang alles angehört, was Staatsanwaltschaft und Verteidigung zu sagen hatten, sogar den Angeklagten -die Opfer konnten ja leider nicht mehr aussagen- und diese ganz normalen Menschen mit mehr Einblick in den Fall als alle allmy user zusammen haben dann ein Urteil gefällt.

Und dieses Urteil wurde auf alle möglichen Rechtsfehler von zig Gerichten untersucht und wurde jedes Mal bestätigt.

Und daran wird auch das gebetsmühlenartige Wiederholen der Behauptung, er sei unschuldig nichts ändern. Und das ist gut so.

Also auf zu den nächsten 91 Seiten Wiederholungen.


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Jessica-
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Der Fall Jens Söring

07.03.2015 um 08:47
@Rick_Blaine

Falsch, die Sache wurde nicht von mehreren Gerichten auf Rechtsfehler untersucht, dann liefer doch mal Belegen und Qullen dafür, daß Herr Söring auch nur ein einziges Wiederaufnahmeverfahren hatte.

Herr Söring hat lediglich Anträge auf Wiederaufnahme gestellt und er hatte nur eine einzige Anhörung bei Richter Sweeny.

Und aufgrund der 21 Tage regel in Virginia hatte er auch rechtlich keine Möglichkeit neue Beweise vor eine neue Jury zu bringen.

Aber an deinen postings zu der Sache merkt man perse IMMER WIEDER, daß du dich in diesen Fall ncith mal rudimentär eingearbeitet hast, sonst wüßtest du daß nie ein Wiederaufnahmeverfahren stattgefunden hat, sondern nur eine einzige Anhörung bei dem gleichen Richter, der bereits den 1. Prozeß geleitet hat.

Und ohne Wiederaufnahmeverfahren hatte Herr Söring auch keine Möglichkeit seinen STandpunkt neu prüfen zu lassen, deshalb geht dein o.g. posting völlig ins Leere.

Du kennst noch nicht mal die 21 Rage regel in Virginia, die es verbietet neue Beweise für einen neuen Prozeß nach Ablauf dieser Frist vorzulegen.

Schon aufgrund der Rechtsfehler seines 1. Anwalts sind auch die diversen Anträge des Herrn Söring auf Prüfung etwaiger REchtsfehler gescheitert und abgewiesen worden, da die Fehler seines 1. Anwalts auch dazu geführt haben, daß er keine Verfassungsbeschwerde mit ERfolg einreichen konnte, da seine Verfassungsbeschwerde noch nicht mal rechtlich geprüft wurde, sondern schon aus formaljuristischen Gründen zurückgewiesen wurde etc..etc...


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Der Fall Jens Söring

07.03.2015 um 08:54
@Jessica-

Ich weiss, dass du, wann immer du nicht weiter weisst, persönlich ausfallend wirst, aber ich werde da nicht anbeissen. Du kannst diesen Unsinn also ruhig noch hundertmal posten. Wenn du glaubst, dass du die einzige bist, die diesen Fall kennt und sich auskennt, warum diskutierst du dann nicht mit dir selbst?


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Der Fall Jens Söring

07.03.2015 um 09:00
@Jessica- anders herum gefragt, wieso fällt der eine Satz von EH für dich mehr ins Gewicht als Geständnis als die 5 Geständnisse von JS? Kannst du mir das erklären? Übrigens hat sie diesen ja auch zurück genommen. Sie meinte es wäre zynsisch gewesen. Wieso also schenkst du JS da mehr glauben?

Zu den Beweisen, die ihn entlasten, da gibt es nichts.

Tony Buchanan, der angeblich nach all den Jahren EH in der Werkstatt gesehen haben will. Es ist erwiesen, dass sie sich zu dem genannten Zeitpunkt, bereits auf der Flucht befunden haben. Ist also unglaubwürdig.

Die DNA- Analyse die nicht auswertbar war, aber auf einen männlichen Täter schließen lässt. Auch das entlastet JS nicht. Denn er ist männlich und hat die Blutgruppe 0.

Das ominöse Täterprofil, das nicht zutreffen kann, weil die Blutgruppe 0 einer männlichen Person am Tatort gefunden wurde. Also ist diese Täterprofil hinfällig.

Es gibt daher rein gar nichts, was 100 % darauf schließen lässt, dass JS die Tat nicht begangen hat.


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Der Fall Jens Söring

07.03.2015 um 09:06
@Jessica- und dass dieser Satz von EH so gefallen ist, liest man übrigens auch nur auf der HP von JS. Auf unabhängigen Seiten steht, sie selber hätte nie gestanden.


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Der Fall Jens Söring

07.03.2015 um 09:40
@Venice2009 Danke für den Trailer. Konnte ihn mit dem Handy nicht abrufen.Der Trailer ist na ja ... medientechnisch gut gemacht und vielschichtig. Einerseits verdeutlicht er, wie lange das alles zurückliegt, andererseits wird der narzistische JS gleich ins Weltgeschehen gebeamt. Was mich an dem Trailer extrem stört ist die Verwendung des Bildes des toten DH. Ich empfinde das als Störung seiner Totenwürde. Es muss ja für DHs Angehörige ein extremer Schlag sein, den eigenen Vater bzw. Bruder nochmals in diesem Zustand zu sehen. Als Angehöriger würde ich hier einschreiten und die Verbreitung gerichtlich verbieten lassen (falls möglich). Hier ist meiner Meinung nach der Opferschutz nicht gegeben.
Jessica- schrieb:Das hatten wir hier doch schon alles etliche male, sein Geständnis ist nichts wert, ebensowenig wie sein, ihm von Elizabeth mitgeteiltes Täterwissen.
Warum hältst du fünf (!) Geständnisse für wertlose, einen ironischen Halbsatz von EH jedoch für glaubhaft? Falls dieser jemals so fiel ... Die einz
Jessica- schrieb:Und eine Verurteilung durch eine Jury, die nicht (!) selbständig ermitteln konnte, sondern nur Zuschauer war, ist kein Beweis für die Schuld.
Eine Verurteilung in jedem demokratischen Rechtssystem fusst darauf, dass eine oder mehrere Personen, die berechtigt sind, ein Urteil zu fällen, dieses auch tun. Da ermittelt niemand selbst. JS hatte ja einen Verteidiger, der alle Entlastungspunkte einbringen konnte. Auch ein
Jessica- schrieb:neutraler Richter hierzulande
ermittelt nicht selbstständig. Er bekommt Fakten von Staatsanwaltschaft und Verteidigung präsentiert. Die Jury hätte duchaus die Möglichkeit gehabt zu sagen "sorry, auf dieser Grundlage können wir keinen Schuldspruch fällen". Da reicht in Virginia schon einer von zwölf, da das Urteil einstimmig sein muss. Das ist aber nicht passiert. Die zwölf waren nach sehr kurzer Zeit (vier Stunden) davon überzeugt, dass hier eindeutlich eine Schuld vorlag.
Jessica- schrieb:...wieso ist für dich die Anzahl der Geständnisse wichtig - das hat er doch zich mal erklärt, warum er in England gestehen mußte und zwar mehrfach, auch nochmal gegenüber einem deutschen Staatsanwalt.
Das ist leider nicht korrekt. Er hat sich durch die Geständnisse in einen Rechtsraum begeben, wo er, als die Auslieferung lief, das Geständnis nicht einfach zurückziehen konnte, da er sich sonst in aktuer Lebensgefahr befunden hätte. Das ist korrekt. Nicht korrekt ist jedoch, dass er überhaupt gestehen musste. Er hätte die Möglichkeit gehabt:

(1) Nichts zu sagen und es auf einen Indizienprozess ankommen lassen. Es lagen jedoch so viele Indizien gegen ihn
vor (Fußspur, Blutspur, kein Alibi, Meilen auf dem Mietauto, Belügen der Polizei, Weigerung der Abgabe von Vergleichsabdrücken, Flucht, Hinterlassung eigener schriftlicher Unterlagen wie Tagebücher und Briefe) - dass er vermutlich sowieso ausgeliefert worden wäre - gemeinsam mit EH. Das war ihm klar.

(2) Zu gestehen.

Aus dem Tagebucheintrag von EH geht ja hervor, dass die beiden davon ausgingen, dass er anhand von Spuren am Tatort ohnehin überführt wurde.

Zum Zeitpunkt des Geständnisses ging er davon aus
(1) dass er diplomatische Immunität habe
(2) nach Deutschland ausgeliefert werden würde und dort schlimmstenfalls nach Jugendstrafe verurteilt werden würde
(3) EH ihn dauerhaft liebte und die Beziehung die kurze Haftstrafe überleben würde.

Würde er nicht gestehen, dann wäre die Möglichkeit gegeben:
(1) dass er nach Deutschland kommt und dort eine kurze Haftstrafe erhält
(2) EH jedoch in die USA ausgeliefert wird und für das gleiche Verbrechen die Todesstrafe erhält.

Das wollte er verhindern, sein Ziel war ja ein Leben mit EH, nicht ohne. Für sie hatte er ja schon sein gesamtes bürgerliches Leben geopfert. Also beschließt er einen Schritt weiterzugehen und gesteht freiwillig.

Dann passiert aber das, mit dem er nicht gerechnet hat
(1) Er hat gar keinen diplomatischen Schutzstatus - zwar hat ihm der Diplomatenpass auf der Flucht geholfen, aber nun ist dieser Schutzstatus versiegt
(2) EH zeigt Reue (echt oder gespielt) und beendet die Beziehung

Und er erkennt, dass er nun die Megaarschkarte hat. Deshalb widerruft er .... als geklärt ist, dass er nicht der Todesstrafe ausgesetzt ist. Denn mit dem Geständnis + allen Indizien wäre er ein guter Todesstrafekandidat gewesen.
Jessica- schrieb: Hinzu kommt noch, daß er in seinem falschen Geständnis etliche Fehler gemacht hat, die der wahre Täter nicht gemacht hätte, da der wahre Täter die Tatortbefunde kannte und keine Fehler in einem Geständnis gemacht hätte.
Er machte sieben Fehler. In zwei Stunden. Er kannte viele Details. Er machte z.T. sehr grobe Fehler (z.B. Kleidung der Mutter). Das kann neben "er hat die Tat gar nicht verübt" jedoch noch andere Gründe haben:
(1) Er hat die Tat wirklich nicht verübt
(2) Er wusste, dass er in einer nahezu ausweglosen Situation ist und wusste selbst nicht, ob Schweigen oder
Gestehen richtig ist. Daher baute er "das Hintertürchen" ein
(3) Er hat sich das einfach nicht gemerkt. Er war (z.B. was die Kleidung anging) ein normaler 18 Jähriger Junge.
Was eine 52 Jährige beim Mord trug, war ihm vielleicht auch einfach egal.
Jessica- schrieb: Auch der Spruch der Jury auf den du immer herumreitest beweist nicht seine Schuld, da die Jury nur das bewerten kann, was ihr als Zuschauer im Prozeß vorgelegt wird.
Nein, das ist falsch. Die Jury bewertet, was die Verteidigung und die Staatsanwaltschaft vorlegt. Im vorliegenden Fall hatte die Staatsanwaltschaft ein Geständnis + Indizien. Der Anwalt von JS hatte eine Räubergeschichte, warum das Geständnis nun doch nicht gilt und leider überhaupt keine Entlastungszeugen. Niemand der 100.000 Menschen, der in Washington lebt, konnte sich an JS an dem Abend im Kino erinnern. Daher ist das einfach ein voides Alibi. Du kannst auch in einem Kino dafür Sorgen, dass sich Leute an dich erinnern, beispielsweise kippst du deinem Nachbarn einfach eine Cola über die Jacke, entschuldigst dich 1000 Male, gibst ihm Geld und tauscht wegen der Haftpflicht Adressen aus. Es gibt 1.000nde Möglichkeiten. JS nutzte davon ... keine ....
Jessica- schrieb:In Deutschland ist die Jury ein neutraler Richter, der selbständig ermittelt und sich nicht auf die Angaben der Staatsanwaltschaft verläßt.
Ehh ... in Deutschland verlässt der Richter - mal abgesehen von Ortsterminen, das Gerichtsgebäude auch nicht. Es ermittelt (auch zum 1.000 Mal) die Polizei. Der Staatsanwalt erhebt Anklage. Der Verteidiger bringt entlastende Punkte. Einziger Unterschied ... hier entscheidet der Richter. Oder ggf. Richter und Schöffen. In den USA die Jury.
Jessica- schrieb: In den USA ermittelt kein Richter und auch keine Jury, sondern lediglich der Staatsanwalt, der natürlich im Gegensatz zu einem Richter nicht neutral ist und da auch tief in die Trickkiste greift, nur um einen Schuldigen präsentieren zu können und den Fall abschließen zu können, damit er Karriere machen kann und wieder gewählt wird.
Es wird dadurch nicht wahrer, dass man es gebetsmühlenartig wiederholt. Nein. Und Nein. Und nochmals Nein. Antwort siehe oben. Der Staatsanwalt handelt im Namen des Staates und der Opfer. NH und DH waren ja tot und konnten nicht mehr klagen.
In den USA werden Staatsanwälte gewählt und stehen viel mehr unter ERfolgsdruck irgendjemanden als Schuldigen präsentieren zu können.e
. Hier musste niemand "präsentiert" werden. JS hatte sich durch Handlungen, Geständnisse und Indizien selbst zweifelsfrei als Täter präsentiert. Wo siehst du denn das Verschulden des Staatsanwaltes?
Jessica- schrieb: Da in den USA kein neutraler Richter, der wirklich neutral ermittelt und ein neutrales Interesse daran hat, nicht nur irgendjemanden als Sündenbock, sondern den wahren Täter zu präsentieren,
Wann verstehst du, dass die Jury jemanden schuldig spricht und nicht der Richter? Wenn die 12 Mitglieder der Jury JS als unschuldig gesehen hätten, hätte der Richter nichts tun können. Wo siehst du das Verschulden des Richters? Er war ein Schulfreund von NHs Bruder - warum war er denn sonst nicht geeignet?
Jessica- schrieb: ist in den USA das einzige Gegenmittel in einem STrafprozeß ein fähiger Verteidiger gewesen, den Jens aber nicht hatte, was sein Verteidiger später selber zugegeben hat, da er unter einer psychischen Störung litt und ihn garnicht hätte vertreten dürfen.
So schlecht war die Verteidigung gar nicht ... der Anwalt hatte einfach die Arschkarte .... das Kind war schon vor seiner Verpflichtung in den Brunnen gefallen. Glaubhafte Geständnisse zu widerrufen klappt vor Gericht selten ;-), v.a., wenn die Indizienlage gut passt und der Angeklagte kein Alibi hat.
Jessica- schrieb:Alle Experten, die sich mit seinem Fall befaßt haben und die im Gegensatz zu den usern hier, auf ALLE Gerichtsakten, Protokolle, Expertengutachten, Beweismittel, Zeugenaussagen etc...etc.... Zugriff haben, sind der Überzeugung, daß er unschuldig ist.
Nenn doch mal "alle Experten" namentlich, auf die das zutrifft - die NICHT auf JS Paylist stehen. Der Richter, der Staatsanwalt, die Polizei und die Jury sind in dem Fall auch Experten. die waren aber anderer Meinung. Daher ist diese Aussage einfach irreführend. Alle Berufungsanträge wurden von weiteren Experten abgelehnt.
Jessica- schrieb:und auf alle sonstigen Unterlagen hatten und sich ein neutrales Bild über die Sache machen konnten, anhand von Unterlage, auf die hier kein user Zugriff hat.
Nenn doch mal bitte einen Journalisten, der von seiner Unschuld überzeugt ist. Meine ausgiebige Googlesuche hat nicht einen (!) Artikel zutage gebracht, der für JS spricht. Es gibt also jede Menge Journalisten, die neutral waren, aber glauben, dass er schuldig ist.
Jessica- schrieb:die Fakten werden ignoriert und nur weil eine Jury ihn damals verurteilt hat, ist er natürlich schuldig.
Alle Fakten, die für JS als Täter sprechen, werden von den JS Supportern auch großzügig ignoriert. Da kommt dann immer pauschal ... "wenn du die Fakten kennen würdest".


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Der Fall Jens Söring

07.03.2015 um 09:42
@Jessica- hast du dir das in diesem Thread verlinkte Foto von dem Sockenabdruck und die beiden Fußabddrücke zum Abgleich von JS und EH angesehen? Wenn man ganz objektiv ist, sieht man schon anhand der Größe, dass der Abdruck von EH nicht passen kann.

Du weisst ja warum JS sich im Gefängnis befindet. Du hast dir die Bilder vom Tatort sicherlich angeschaut, nehme ich mal an?

Übrigens habe ich gestern noch einen Zeitungsartikel über Friends of Jens gelesen. Leider finde ich den Link auf die Schnelle nicht.

Die beiden haben auch in in alle Richtungen ermittlelt. Sie sprechen aber nicht von seiner Unschuld. Sondern lediglich davon, dass er nach so langer Zeit genug gesühnt hat. Denn auch wenn er die Tat begangen hat, hätte er nun eine zweite Chance verdient. Das hört sich für mich zumindest so danach an, als ob sie nicht ganz von der Unschuld überzeugt sind.

Denn wenn man ganz objektiv ist kann man das auch gar nicht. Da wurden 2 Menschen regelrecht abgeschlachtet und da gesteht ein psychisch gesunder 18 Jähriger einfach so mir nichts dir nichts diesen grausamen Doppelmord in allen Details. Wie krank muss denn die Liebe gewesen sein, dass man sich von seinem Partner, der so ein Verbrechen verübt hat und es gesteht, nicht abwendet liebe Jessica-? Selbst seine Version spricht dafür, dass man nicht von einem psychisch gesunden Menschen ausgehen kann... für ihn war es sofort klar ihr zu helfen, nachdem sie ihm gestanden hat ihre Eltern bestialisch abgeschlachtet zu haben. Das ist auch genau das, was einem nach so einem brutalen Verbrechen zu aller erst einfällt. Den Täter, der so etwas begangen hat, sofort schützen zu wollen. Was auch sonst. Du empfindest sein Verhalten also als natürlich? Oder passten die beiden einfach nur perfekt zusammen.


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Der Fall Jens Söring

07.03.2015 um 09:52
@Venice2009
Venice2009 schrieb:Denn wenn man ganz objektiv ist kann man das auch gar nicht. Da wurden 2 Menschen regelrecht abgeschlachtet und da gesteht ein psychisch gesunder 18 Jähriger einfach so mir nichts dir nichts diesen grausamen Doppelmord in allen Details
Und sagt hinterher (noch 29 Jahre später) "ich wollte ein Held sein". Ein Held ist man, wenn man sich uneigennützig für eine gute Sache opfert. Selbst wenn EH Alleintäterin gewesen wäre ... es ist doch keinen Heldentat, dieses Gemetzel zu decken, die Tat zu verschleiern und dann abzuhauen? Das ist krank! Dass er das nun, 29 Jahre später, noch immer nicht sieht, was für ein gequirlter Schwachsinn es war, ist mehr als bedenklich.


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Der Fall Jens Söring

07.03.2015 um 09:59
@missmary
genauso ist es. Ein psychisch gesunder Mensch, würde so etwas nie decken können. Bei aller Verliebtheit und jugendlichem Leichtsinn, wäre da bei jedem gesunden Menschen eine Schwelle überschritten. Aber wir reden hier nicht von 2 gesunden jungen Menschen.

Jetzt etwas OT aber, der Fall Homolka und Bernardo erinnern mich auch ein wenig an die beiden. Das war auch so eine krankhafte Liebe.

Und auch Bernardo hat vor kurzem eine Frau gefunden, die tatsächlich behautet, dass er unschuldig im Gefängnis sitzt, obwohl es sogar Videoaufnahmen gibt, die ihn aktiv bei der Ausführung der Tat zeigen. Da sieht man aber, wie der Mensch tickt, wenn er etwas einfach nicht wahrhaben möchte.


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Der Fall Jens Söring

07.03.2015 um 10:21
So dumm das nun klingt, ich glaube, im Gefängnis hat er viel darüber gelernt, wie "normale" Leute so ticken. Wobei man natürlich sagen muss, dass er da natürlich auch von einem nichtrepräsentativen Ausschnitt der Bevölkerung umgeben ist. Aber er musste sich mal mit einer Umwelt auseinandersetzen.

Sein Problem vor EH war, dass er immer "außerhalb des Zirkels" war. Ich mache das an diesen Punkten fest:

(1) Ich weiß, ich reite darauf rum, aber ... der fehlende US Akzent. Er hat doch den Großteil seiner Kindheit/ Jugend
verbracht und sprach bestimmt mindestens genauso viel Englisch wie Deutsch. Dennoch scheint es, als ob er in den US Kultur nie so richtig angekommen ist.

(2) Ich kann mir gut vorstellen, dass er in der US Highschool Popularkultur einfach total unterging. Ich kann ihn mir nicht vorstellen, wie er bei Footballspielen das Team anfeuert oder selbst Football spielt, oder Spaß an einem Homecoming Ball hat oder so ....

(3) Dass er ja sehr viel gelernt haben muss, um seine Leistungen zu haben. Auch das kommt bei Jugendlichen leider nicht immer gut an.

(4) die andere Staatsangehörigkeit + das Herumreiten auf dem Status des Vaters, da ist schon auch Dünkel dabei.

(5) Völlig fehlende Empathie für andere. Ich weiß, ich habe das Beispiel schon oft gebracht. Er schreibt das in dem Onlinebuch - in den ersten Collegetagen trifft er EHs Zimmergenossin, die sich auch für ein Jeffersonstipendium beworben hatte. Sie schaffte die erste Auswahl, wo die möglichen Kandidaten von über 1000 auf 100 gesiebt werden. Die zweite Auswahl, wo von 100 noch 16 übrig bleiben, schafft sie nicht. Die Arroganz, mit der er darüber berichtet, fand ich wirklich abstoßend.

EH ist eines der "hippen, angesagten" Mädchen an der Uni. So ein anziehendes Bad Girl. Vielschichtig, clever, etwas verrucht. Dadurch, dass sie JS cool findet, ändert sich sein Status komplett und er auf einmal "in". Ich glaube ihm, dass er EH liebte, ich glaube aber auch, dass er diesen neuen Status liebte - er ist nun kein Nobody mehr, Leute gehen anders mit ihm um als auf der Highschool, wo er einfach der Nerd ist, mit dem keiner was zu tun haben will.

Daher denke ich, die Liebe geht über EH als Freundin hinaus. Denn EH macht aus ihm das, was er dann ist - ein einigermaßen populärer Erstsemester. Und diesen Status, der ihm zuerst mal das Gefühl der Normalität gibt, den er davor nicht hatte, wird für ihn auch extrem wichtig gewesen sein.


@Venice2009 Das stimmt - da sind Parallelen zu Homolka und Bernando da - nur dass die Morde nicht sexuell, sondern persönlich motiviert sind. Gleiches gilt für Ian Brady und Myra Hindley.


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Der Fall Jens Söring

07.03.2015 um 11:50
Zitat von JS http://www.jenssoering.de/trial___error

"Meine erste Reaktion war Entsetzen, Schock, Schrecken und Angst", sagte Söring. "Ich wollte nicht, dass sie hingerichtet wird." Und er fügte hinzu: "Ich betrachtete mich als schuldig, weil ich in Washington geblieben war und für ein Alibi gesorgt hatte"

Das waren seine ersten Gedanken, als er von EH erfuhr,dass sie, lt. seiner Aussage, ihre Eltern getötet hatte.

Selbst da gewinnt man den Eindruck, dass er von der bloßen Tat ansich nicht angeekelt, abgestoßen oder geschockt gewesen war. Sondern lediglich davon, dass seine Freundin nun für die grausame Tat hätte büßen müsse, obwohl das genauso richtig gewesen wäre. Wenn man seiner Geschichte glauben schenkt. Selbst da sieht man, dass er emotional eigenartig reagiert. z. B. keinerlei Empathie, wie @missmary schon schilderte, gegenüber den Opfern empfand, sondern seine ganzen Gedanken der angeblichen Mörderin galten.


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Der Fall Jens Söring

07.03.2015 um 13:06
@Venice2009 Genau... allerdings sind wir dann wieder bei der Alibigeschichte, die wieder hinten und vorne hakt.

Lass uns dir doch mal - nach JS Version - nochmals analysieren. Das Paar bzw. EH mietet einen Wagen, um von Freitag - Sonntag nach Washington DC zu fahren. Lass uns davon ausgehen, dass freitags noch Vorlesungen etc. waren. Sie fuhren also wahrscheinlich nach dem Mittagessen los, brauchten ca. vier Stunden und waren so gegen 17.00 dort.

Am nächsten Tag "typisches Touriprogramm" und Essen in dem "Zuglokal". Da eröffnet ihm EH, dass sie nochmals nach Charlottesville müsse. Und er müsse für ein Alibi sorgen. Lass uns sagen, das war zur "Lunchzeit", gegen 12 Uhr.
Kaum 24 Stunden später wären sie sowieso wieder in die Richtung gefahren. Jetzt das, was dagegen spricht.


(1) JS lässt die Frau, die er so liebt, alleine fahren. Selbst wenn sie keinen direkten Kontakt zum Drogenboss wollte -
sie hätte ihn ja auch an Treffpunkt X aufgabeln können und kurz vor der Übergabe wieder absetzen können. Nö, sie fährt (angeblich) alleine


(2) Er muss für ein Alibi gegenüber den Eltern sorgen. Das haben wir ja schon diskutiert
A1) Die Eltern machen einen sehr konservativen Eindruck ... dass sich die Tochter übers WE mit dem missbilligten Freund in einem Hotelzimmer in Washington tummelt, das hätte sicher Probleme für EH gegeben.
A2) Die Kinokarten sind sowieso kein tolles Alibi
A3) Wer sollte die Eltern darüber informieren, dass EH am Samstagabend in Charlottesville gesehen wurde? Das Mädchen studierte da und lebte da. Niemand würde die Eltern darüber informieren


(3) Bei uns in der Gegend werden Samstagnacht Autofahrer (va. jugendliche Autofahrer) strengstens kontrolliert. Das Riskio, da bei einer Drogenfahrt erwischt zu werden, ist weitaus größer als Sonntagabend, wo Millionen Collegestudenten weltweit wieder in ihre Bude fahren.


(4) JS geht ins Kino - und zwar um 17.15, um 22.00 und um 24.00. Das macht meiner Meinung nach überhaupt keinen Sinn ... Wenn EH gegen 13 Uhr aufbricht, braucht sie vier Stunden. Drogen vorher abholen nochmals 30 Minuten. Übergabe 30 Minuten. Rückfahrt 4 Stunden. Da wäre sie um 22 Uhr wieder da gewesen, eher früher. Google Maps geht von 3.30 Stunden Fahrzeit aus. Warum geht er dann zu Zeiten ins Kino, wo er seine Freundin zurückerwartet? Und nicht zu Zeiten, wo er das Alibi beschaffen soll. Viel wahrscheinlicher ist doch, dass es nur noch für diese Zeiten Kinokarten im Müll gab ... weil an diesem Abend keiner der beiden im Kino war (auch wenn EH Aufzeichnungen hat, wie es in dem Kino aussieht). Zwischendurch fährt er angeblich mit dem Taxi ins Hotel und bestellt den Zimmerservice.

Für mich viel logischer wäre so ein Ablauf ... geht um 13.00 ins Museum oder so. Löst meinetwegen zwei Eintrittskarten. Damit zeigt er seinen Schwiegereltern gleich, was für ein gebildeter junger Mann er so ist. Sophisticated wäre da das englische Wort. Geht dann in ein belebtes Kaffee und bestellt einfach zwei kleine Snacks und zwei Getränke ... da weiß hinterher die Bedienung nicht mehr, ob es ein oder zwei Leute waren, die da gegessen haben. Die Rechnung sieht nach zwei aus. Dann geht er meintwegen ins Kino in die 20.00 Vorstellung. Und dann auf dem schnellsten Weg heim. Denn EH könnte ja wieder auftauchen. Dieses "Alibi" macht gar keinen Sinn".


(5) Jetzt kommt EH - vier Stunden später als erwartet .... Gegen 2 Uhr. Hier auch wieder ein Einwand. JS sagt selbst, er war um Mitternacht in der Rocky Horror Picture Show. Kino beginnt um 00.00 - mit Werbung und Trallala geht der Film frühstens um 0.15 los. Der Film geht 101 Minuten! Also ist er um 1.55 zu Ende. Nun muss er aber noch ein Taxi ins Hotel organisieren. Weiß ja nicht, wie lange das dauert ... aber er kann nicht vor 2.10 oder so im Hotel gewesen sein ... was total unlogisch ist, da EH ja bereits um 22 Uhr hätte da sein können!!!


(6) Es kommt zu dem Geständnis. Vor ihm steht eine (nach seinen eigenen Aussagen) blutverschmierte Doppelmörderin. Und er macht sich Sorgen, dass sie stirbt ... Äh ... nee. Sie fahren zurück nach Charlottesville und finden zunächst in ihren ganz normalen Studentenalltag zurück.

EH fällt ja dadurch auf, dass sie emotional völlig unberüht ist, nach Englades Darstellung das Mordhaus selbst putzt (wobei wir ja schon rausgefunden haben, dass sie Story mit dem Fußabdruckvergleich nicht stimmen kann) und macht sich durchs Verhalten so auffällig, das nach dem Standardverhör noch eins folgt .... im Standardverhör lenkt sie die Aufmerksamkeit auf Jane. Wäre Jane an dem Abend im Kino gewesen oder einfach zu Hause in der Badewanne, hätte sie kein Alibi gehabt ... hätte das für sie auch böse ausgehen können.

Jetzt fällt der Verdacht auf JS - und nun beginnt er erst, sich Sorgen zu machen ... erst um sich und seinen Vater. Dann entzieht er sich der Probennahme. Auch da macht seine Coverstory "Flucht war geplant" keinen Sinn. Wenn ich wo aussagen muss und unschuldig bin, dann ist es mir doch sowas von egal, welche Proben genommen werden.
Ich gebe die Proben ab und ziehe meinen Hals aus der Schlinge.

Die Sache mit der Flucht und seiner Coverstory macht auch von daher keinen Sinn ... hätte er Proben abgegeben und wäre er entlastet worden (was weiß ich, hätte er Schuhgöße 47 gehabt und Blutgruppe A) und wäre er voll kooperativ gewesen (mit glaubhaftem Alibi) - ich bin mir nicht sicher, ob er überhaupt bei der "Flucht" zur Fahndung ausgeschrieben worden wäre. Eher ja nicht und er war 18 und erwachsen, durfte seinen Aufenthaltsort selbst bestimmen. Man hätte dann mit Hochdruck an EHs Auffindung gearbeitet (hätte sie den Mord begangen) - um sie zu finden, hätte man JS Fingerabdrücke ja gar nicht gebraucht, weil man die von EH schon hatte.

Diese ganzen JS Erklärbärversuche stinken zum Himmel ...


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Der Fall Jens Söring

07.03.2015 um 13:29
missmary schrieb:Genau... allerdings sind wir dann wieder bei der Alibigeschichte, die wieder hinten und vorne hakt.
so sieht es aus. Selbst das muss einem normal denkendem Menschen bewusst sein, dass die Geschichte, so wie er sie beschreibt, gar nicht abgelaufen sein kann.

Das Zitat von seiner HP sollte verdeutlichen, dass ihm gar nicht bewusst war, wie er hätte sich Verhalten müssen, um die Story halbwegs glaubhaft darzustellen. Wie du es so schön beschrieben hast, gab es mehrere Möglichkeiten, sofern er tatsächlich in Washington geblieben ist um auf sich Aufmerksam zu machen, damit sich im Nachhinein jemand an ihn erinnert.

Sich den ganzen Abend/Nacht ins dunkle Kino zu verkrümeln und läppische 6 Eintrittskarten aufzubewahren, sieht nach einem unglücklichen Versuch aus, sich ein Alibi zu verschaffen, aber keinesfalls eins was glaubhaft ist.


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Der Fall Jens Söring

07.03.2015 um 13:33
@Venice2009 - Der Typ ist ein narzistischer Soziopath. Vermutlich das einzige Mal in seinem Leben, als er jemanden wirklich in sein Leben ließ und Liebe spürte, ging das so schief, dass er im Verlauf einen Doppelmord beging.

Und dann feststelle, dass er einer narzistischen Soziopathin aufgesessen waren, deren bipolare Borderlinestörung sie dahingehend beeinflusste, dass sie ihn dann gar nicht mehr liebte.

Daher kann er Gefühle auch so schlecht beschreiben ... wenn es nicht um ihn geht, hat er nämlich keine - außer abgrundtiefen Haß für EH.


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Jessica-
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Der Fall Jens Söring

07.03.2015 um 13:37
@missmary

du schreibst in deinem posting von 13.06 Uhr, dort im vorletzten Absatz, Zitat: "...jetzt fällt der Verdacht auf JS"

Hast du den von Venice verlinkten Trailer gesehen - dort erwähnt der damals zuständige Ermittler von Bedford County mit Namen Chuck Raid, daß er Jens nicht in Verdacht hatte und auch heute noch der Überzeugung ist, daß er unschuldig ist.

Also stimmt deine o.g. Aussage, daß "Jetzt der Verdacht auf JS fällt" schon mal nicht.

Der spätere Ermittler Ricky Gardner, der seine gesamte Karriere auf den Fall JS aufgebaut hat, war nämlich damals noch garnicht für den Fall zuständig, sondern noch sein Vorgänger Chuck Raid.

Ricky Gardner tauchte in dieser Angelegenheit erstmals (!) in England bei der Vernehmung von JS auf - vorher war immer nur Chuck Raid für den FAll zuständig, dem auch das damalige FBI täterprofil vorlag und der viel zeitnaher (!!!) an der ganzen Sache dran war, als NACH VIELEN Jahren der spätere Ermittler Ricky Gardner.

Du hast recht, das Alibi, daß JS mit den Kinokarten präsentiert hat, war nicht sehr berauschend und du wunderst dich, warum er nicht für ein besseres Alibi gesorgt hat.

Der Grund dafür daß er nicht für ein besseres Alibi gesorgt hat, war die Tatsache, daß er, wenn man davon ausgeht, daß er unschuldig ist, doch garnicht wissen konnte, daß Elizabeth vorhat ihre Eltern zu ermorden.

Wenn er dies vorher gewußt hätte und wenn er ihr für die TAtzeit ein Alibi hätte besorgen müssen, dann wäre es wohl tatsählcih so gewesen, daß er seinem Nachbarn im Kino die von dir oben erwähnte Cola über die Jacke gekippt hätte, um später einen Zeugen für den Kinobesuch zu haben, wenn du verstehst was ich meine.


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menevado
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Der Fall Jens Söring

07.03.2015 um 14:11
@missmary
missmary schrieb: Wäre Jane an dem Abend im Kino gewesen oder einfach zu Hause in der Badewanne, hätte sie kein Alibi gehabt ... hätte das für sie auch böse ausgehen können.
Jane konnte ihren Kopf nur durch einen Luegendetektortest aus der Schlinge ziehen, da sie tatsaechlich kein Alibi hatte. Sie hatte zwei Tests gemacht, beim ersten ist sie durchgefallen. -Wurde wohl der Aufregung zugeschrieben-. Den zweiten hat sie dann mit Bravour bestanden.

Dass ab diesem Zeitpunkt die Ermittler ihre Aufmerksamkeit dann E.H zuwenden, ist fuer mich nur eine logische Konsequenz. Schliesslich wunderten sich die Ermittler warum denn E.H. so geschickt Jane in Szene setzte.

Hier sieht man, dass E.H. beinahe ihre Story geglueckt waere.

J.S. war es anscheinend so wichtig, jeden Schaden von seiner Familie -besonders wg. dem Vater- abzuwenden. Deshalb wollte er keine Probenabgaben machen, er hatte aber spaeter keinerlei Probleme damit, sich der Angelegenheit mittels Flucht zu entziehen und seine 5 Unterschriebenen Gestaendnisse abzugeben. Da war es dann ploetzlich nicht mehr so wichitg, was mit seiner Familie, insbesondere mit seinem Vater ist.

Btw, J.S. haette ja auch jederzeit einen LDT machen koennen, ist ihm aber bei aller Vehemenz seiner UNSCHULD, bis heute nicht in den Sinn gekommen.

Nur am Rade erwaehnt, haeufig ist es bei der Polizei Usus, dass gerade die Leute, die ein wasserfestes Alibi haben, besonders ins Visier geraten.


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Der Fall Jens Söring

07.03.2015 um 14:23
@Jessica-
Jessica- schrieb:Hast du den von Venice verlinkten Trailer gesehen - dort erwähnt der damals zuständige Ermittler von Bedford County mit Namen Chuck Raid, daß er Jens nicht in Verdacht hatte und auch heute noch der Überzeugung ist, daß er unschuldig ist.
Wo sagt Chuck Reid [mit e!] das? Er sagt in dem Trailer:

{I] "July 17th 2013 the time is 18.35 this interview takes place in Bedford, Virginia. Being interviewed in Chuck Reid. "I was a criminal investigator at Bedford Sheriff's office. No way that little boy could have done that kind of damage to somebody. He was like a little rosy cheeked 18 year old kid." [/I] Mehr sagt er in dem Trailer nicht. Oder schaue ich den falschen Trailer an? CR ist jedoch von JS Schuld überzeugt. Vermutlich sagt er das, um klarzustellen, warum man nicht gleich ihn im Verdacht hatte. Jedoch nicht, weil er von seiner Unschuld überzeugt ist.

Wenn du den Watson Report liest http://j.b5z.net/i/u/2108258/f/Parole2012/report_on_investigation_-_PI_D.C.Watson_-_Sept._10__2012.pdf dann stellst du fest, dass Chuck Reid in dem Interview das von dir immer vorgeholte Täterprofil ins Spiel gebracht hat. Es ist also anzunehmen, dass Chuck Reid in der Interviewpassage seine Zwei Täter Theorie (mit EH als Mittäterin) verteidigt hat und nicht JS als Täter ausschloss.

Wenn du nämlich hier liest:
Reid and Gardner are unflinching in their belief that they solved the crime. Gardner has been interviewed so many times over the years that he keeps a special briefcase with crime scene photos, copies of letters and newspaper clippings about the case.
http://ww2.roanoke.com/business/21202.html

Hier wird klar, dass Chuck Reid keineswegs von JS Unschuld überzeugt ist. Hoffentlich kann @Tiptap das ganze Interview irgendwo finden. Ich denke, dass er da mit zwei Sätzen unglücklich zitiert wurde und eigentlich über die 2 Tätertheorie spricht. Der Watsonreport bezieht sich ja auf das gleiche Interview und Herr Watson schreibt nirgends
Jessica- schrieb:daß er Jens nicht in Verdacht hatte und auch heute noch der Überzeugung ist, daß er unschuldig ist.
.
Gib doch hierfür mal eine detaillierte Quelle an. Es wäre völlig unlogisch, wenn Chuck Reid das im Interview (oder überhaupt) gesagt hat, dass es der Watson Report nicht aufgreift, zumal er ja über Chuck Reid und dieses Interview schreibt.

JS schreibt selbst auf seiner Homepage
In October 1985, seven months after the killings, Bedford County sheriff's investigator Chuck Reid told Soering he was "99 percent sure" Soering was not involved in the killings, according to a transcript of the interview played at Soering's trial."Why not go on and just cooperate the full 100 percent? You know you didn't do it," Reid says, adding: "You've got a good, convincing story."
Du verstehst schon, dass die das das alte Good Cop/ Bad Cop Spiel gespielt haben ... und JS dadurch in den Fokus geriet, dass er die Proben nicht abgegeben hat? "seine good convincing story" hat JS ja dann auch ins Gefängnis gebracht, da es kein Alibi gab. Die haben ihn in Sicherheit gewogen, um sich das Geraffel zu ersparen, die Proben per Gerichtsbeschluss einzuklagen. Im Normalfall haben die meisten Leute ein großes Interesse daran, mit der Polizei zu kooperieren ....
Jessica- schrieb:Der spätere Ermittler Ricky Gardner, der seine gesamte Karriere auf den Fall JS aufgebaut hat, war nämlich damals noch garnicht für den Fall zuständig, sondern noch sein Vorgänger Chuck Raid. Ricky Gardner tauchte in dieser Angelegenheit erstmals (!) in England bei der Vernehmung von JS auf - vorher war immer nur Chuck Raid für den FAll zuständig, dem auch das damalige FBI täterprofil vorlag und der viel zeitnaher (!!!) an der ganzen Sache dran war, als NACH VIELEN Jahren der spätere Ermittler Ricky Gardner.
Bisher ist doch Gardner immer für dich der Böse, der auf dem Rücken des unschuldigen JS Karriere machte. Verstehst du, dass auch Chuck Reid JS für schuldig hielt, jedoch eine Weile brauchte, um diesen Anfangsverdacht überhaupt zu haben. Zunächst wurde ja von Raubmord oder Kult ausgegangen. Diese Spuren verliefen im Sand. Dann wurden die Verwandten befragt. Die haben erst nach außen ermittelt. Dann nach innen. EH lieferte die Verdächtige - Jane - auf dem Silbertablett. Jane schien eine gute Spur zu sein ... die verlief im Sande. Dann geriet EH - auch auf Betreiben ihres Bruders in den Fokus und mit ihr JS.
Jessica- schrieb:Der Grund dafür daß er nicht für ein besseres Alibi gesorgt hat, war die Tatsache, daß er, wenn man davon ausgeht, daß er unschuldig ist, doch garnicht wissen konnte, daß Elizabeth vorhat ihre Eltern zu ermorden.
Warum konnte er das nicht wissen? Der Mord war im März. Über die Weihnachtsferien gingen zahlreiche Briefe zwischen den beiden hin und her, in denen EH schrieb "I wish they were died" und solche Sachen. Aus diesen Briefen wurde ja dann auch das Mordmotiv von der völlig unbeteiligten britischen Polizei gezogen. Mal davon abgesehen, dass die gesamte Alibigeschichte zum Himmel stinkt. Siehe Post oben.


@menevado Danke! Ich hatte voll vergessen, dass Jane kein Alibi hatte. Ansonsten stimme ich deinen beiden 'Ausführungen voll zu.


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Der Fall Jens Söring

07.03.2015 um 14:48
missmary schrieb:"No way that little boy could have done that kind of damage to somebody. He was like a little rosy cheeked 18 year old kid."
Das stimmt schon. Man kann sich diesen "Jungen" nur schwer als so brutalen Mörder vorstellen.
Aber ebenso wenig kann man ihn sich doch als rabbit oder als kriminellen Scheckbetrüger vorstellen - und trotzdem war er es.


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Der Fall Jens Söring

07.03.2015 um 14:53
Jessica- schrieb:Hast du den von Venice verlinkten Trailer gesehen - dort erwähnt der damals zuständige Ermittler von Bedford County mit Namen Chuck Raid, daß er Jens nicht in Verdacht hatte und auch heute noch der Überzeugung ist, daß er unschuldig ist.
Das ist falsch, das ist Watson, der Privatdetektiv den JS beauftragt hat, der diese Aussage getätigt hat.


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