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Der Fall Jens Söring

17.724 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, Kino, Gefängnis, Messer, Karten, Sohn, Doppelmord, Unschuldig, Richter, Schuldig, Briefe + 24 weitere
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Jens Söring

Der Fall Jens Söring

07.03.2015 um 14:58
Jessica- schrieb:Der Grund dafür daß er nicht für ein besseres Alibi gesorgt hat, war die Tatsache, daß er, wenn man davon ausgeht, daß er unschuldig ist, doch garnicht wissen konnte, daß Elizabeth vorhat ihre Eltern zu ermorden.
@Jessica- das Alibi sollte ursprünglich für die Eltern von EH sein... zumindest lt. Aussage von JS. Also hatte er sehr wohl Zeit gehabt, ein angemessenes Alibi für die beiden zu beschaffen. Er konnte aber kein plausibleres Alibi liefern, aus dem Grunde, weil er zu besagtem Zeitpunkt gar nicht in Washington gewesen ist.


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Der Fall Jens Söring

07.03.2015 um 15:24
hier ein Foto von Chuck Read http://m.newsadvance.com/news/local/bedford-county-sheriff-s-race-is-a-rematch/article_1f399dd7-eabb-555a-bcc4-9162597ef...

Das in dem Trailer ist Watson, die Stelle ist etwas ungünstig, oder gewollt ungünstig geschnitten worden.


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07.03.2015 um 15:38
Ich hatte mir den Trailer jetzt noch einmal angesehen. Er antwortet zwar, dass er es sich nicht vorstellen konnte dass der Junge das getan haben sollte. Aber im Trailer wird nur die Antwort gezeigt. Wäre interessant zu wissen, wie die Frage gewesen ist.

Dass sie die Tat den beiden nicht zugetraut haben, kann ich sogar nachvollziehen. Daher sind sie auch erst ein halbes Jahr später überhaupt ins Visier der Polizei geraten. Denn niemand geht davon aus, dass das eigene Kind seine Eltern tötet oder die Tötung in Auftrag gibt. Selbst abgebrühte Ermittler, wie Gardner und Co. gingen nicht davon aus. Daran sieht man nur, dass es sich um keine Unmenschen handelt, denen es nur um die Verurteilung von irgend jemandem gegangen ist. Sonst hätten sie die beiden schon viel früher ins Visier genommen.


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Der Fall Jens Söring

07.03.2015 um 15:45
Warum macht JS eigentlich keinen LDT @Jessica-. Ich weiß ja nicht, inwieweit du Kontakt zu ihm/seinen Unterstützern hast. Das z. B. wäre ein Beweis für seine Unschuld, sofern der Test negativ ausfallen würde.
Er versucht angeblich alles um zu beweisen, dass er unschuldig ist. Und da lässt er so eine Möglichkeit aus? Warum?

Die Frage kam hier ja schon einmal auf, aber leider wurde sie bisher nicht beantwortet. Was eigentlich Antwort genug ist.


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07.03.2015 um 15:54
@Venice2009
Wenn er es war ist es klar warum nicht.. war er es nicht, befürchtet er vielleicht ein falsches Ergebnis (wie bei Jane) und dass er keine Option auf einen zweiten Test hat.
Ist auch die Frage, wie viel eine LDT zur Glaubwürdigkeit beiträgt. Wenn ich mich richtig erinnere, hatte Dieter Baumann damals einen machen lassen (um seine Unschuld bezüglich Doping zu beweisen). Er bestand den Test, aber für die öffentliche Meinung über seine Schuld hat es kaum eine Rolle gespielt.


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07.03.2015 um 16:03
J
Venice2009 schrieb:Daran sieht man nur, dass es sich um keine Unmenschen handelt, denen es nur um die Verurteilung von irgend jemandem gegangen ist. Sonst hätten sie die beiden schon viel früher ins Visier genommen.
Auf den ersten Blick wirken die Haysoms auch wie eine sehr aufgeräumte Familie - insgesamt sechs Kinder, alles Akademiker oder auf dem Weg dahin. NH Kinder müssen ein sehr liebevolles Verhältnis zu DH gehabt haben, zumindest trifft das auf Howard zu, der ja seinen ältesten Sohn nach ihm benannt hat. Die Tochter akademische Preisträgerin, mal etwas auf Abwege geraten, nun aber wieder in der Spur. Allesamt auch räumlich in großer Distanz ... das bot am Anfang eben auch wenig Ermittlungspunkte, da kann man ihnen wenig Vorwürfe machen.

Die haben zuerst nach außen ermittelt ... was eigentlich aufgrund der Lage auch logisch war. Erst dann nach innen. Wäre EH souveräner gewesen - und überzeugender in ihrer Trauer ... das wäre heute ein ungeklärter Mord.


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Jessica-
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07.03.2015 um 17:09
@missmary

...nur noch kurz zu deinem letzten posting.

Die Ermittler haben von Anfang an von innen heraus ermittelt, u.a. wurden routinemäßig auch die Fußabdrücke der beiden Söhne von Nancy Haysom genommen.

Und es stimmt auch nicht, daß es bis heute ein ungeklärter Mord gewesen wäre, da Elizabeth von Anfang an im Visier des damaligen Ermittlers Chuck Raid stand und nicht nur aufgrund des FBI täterprofils, daß er persönlich damals in Auftrag gegeben hatte, sondern auch aufgrund der Tatortbefunde.

Wir kennen den Inhalt des damaligen Täterprofils nicht, aber ich denke, daß daraus einiges hervorging, was bereits damals auf Elizabeth gedeutet hat.

Du hast ja das Buch "nicht schuldig" gelesen und dort steht u.a. auch, daß bereits ganz zu Beginn der Ermittlungen einer der Halbbrüder von Elizabeth eine Familienkonferenz in einem Hotel einberufen hat, wo er dann verkündet hat, daß die Ermittler, also Chuck Raid und sein Ermittlerteam von Elizabeth als "Hauptverdächtiger" ausgingen.

Daraufhin hat der Hallbruder von Elizabeth einen prominenten Anwalt beauftragt, der im Auftrag der Haysomsöhne die Ermittler dahingehend unter Druck gesetzt hat, Elizabeth nicht weiter zu behelligen.

Und in einer Kleinstadt wie Bedford, wo die Haysoms zur Lokalaristokratie gehört haben war es halt damals möglich die Ermittler mit Hilfe eines prominenten Anwalts einzuschüchtern.

Da kam dann später (mit seinem zunächst falschen Geständnis) ein Sündenbock aus Deutschland, dem man die Sache anhängen konnte gerade recht, um den Ruf von Elizabeth, als Sprößling einer der berühmtesten Familien von Lynburg nicht beschmutzen zu müssen, wenn diese als Mörderin in die Schlagzeilen geraten wäre.

Man sagt nicht ohne Grund "Small town USA" - also die "Seilschaften" in solchen Kleinstädten mit Lokalaristokratie, die sogar die Macht haben, Behörden einzuschüchtern.

Und der spätere Ermittler Gardner war in seinem Ehrgeiz gerade der richtige.


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Der Fall Jens Söring

07.03.2015 um 17:38
Jessica- schrieb:Und es stimmt auch nicht, daß es bis heute ein ungeklärter Mord gewesen wäre, da Elizabeth von Anfang an im Visier des damaligen Ermittlers Chuck Raid stand und nicht nur aufgrund des FBI täterprofils, daß er persönlich damals in Auftrag gegeben hatte, sondern auch aufgrund der Tatortbefunde.
Welche Tatortbefunde sprechen denn für EHs Anwesenheit am Tatort?
Du hast ja das Buch "nicht schuldig" gelesen und dort steht u.a. auch, daß bereits ganz zu Beginn der Ermittlungen einer der Halbbrüder von Elizabeth eine Familienkonferenz in einem Hotel einberufen hat, wo er dann verkündet hat, daß die Ermittler, also Chuck Raid und sein Ermittlerteam von Elizabeth als Täterin ausgingen.
Sorry, aber für mich ist das Buch keine zuverlässige Quelle. Es war doch eher so, dass der Bruder sowie die Freundin der Mutter und dieser Familienfreund, der auch Journalist ist (komme nicht auf den Namen) sich gleichermaßen über das Verhalten von EH wunderten. Und diese Verwunderung an die Polizei weitergaben.

EH wurde verhört - und lenkte den Verdacht auf Jane. Diese hatte ein Motiv, kein Alibi, hatte wenige Tage vor der Tat jemandem Messer mitgegeben, da sie sich zu einem Mord hingerissen sah ... und bestand den Lügendetektortest nicht. Das schien die heiße Spur zu sein. Die zerschlug sich aber wieder ....

So sah man EH und ihr Umfeld erneut an, eventuell, weil man ab da schon von der zwei Täter Theorie ausging .... Und stieß auf JS, der zunächst gar nicht bei der Polizei erschien und sich dadurch verdächtig machte. Und dann seine Proben verweigerte. Da erhärtete sich der Verdacht.
Jessica- schrieb: Und in einer Kleinstadt wie Bedford, wo die Haysoms zur Lokalaristokratie gehört haben war es halt damals möglich die Ermittler mit Hilfe eines prominenten Anwalts einzuschüchtern.
Wo waren die Ermittler denn eingeschüchert? Sie haben ja nicht von Elizabeth abgelassen, vielmehr gerieten EH und JS in den Fokus der Ermittler.
Jessica- schrieb: Und in einer Kleinstadt wie Bedford, wo die Haysoms zur Lokalaristokratie gehört haben war es halt damals möglich die Ermittler mit Hilfe eines prominenten Anwalts einzuschüchtern.
DH war Südafrikaner, er hatte keinerlei Wurzeln nach Virginia. Seine erste Frau war Kanadiern, soweit ich weiß. Nancy Haysom wuchs in Lynchburg auf, gut 50km von Bedford County, wo sie sich zur Ruhe setzten. Fahrzeit ca. 45 Minuten. Die Haysoms waren vermutlich gar nicht so sehr in Bedford County verwurzelt, weil:

(1) sie relativ spät dorthin zogen
(2) NH große Teile ihrer Jugend gar nicht dort verbrachte
(3) Sie erst hinzogen,als DH in Rente ging
(4) Sie es z.B.vorzogen, sich am Samstagabend zu bester Zeit zu Hause zu betrinken, statt irgendwo hinzugehen
(5) Die Leichen erst nach einem Anruf von EH gefunden wurden - niemand scheint sie vermisst zu haben, auch wenn es andere Darstellungen gibt, dass sie wohl die wöchentliche Bridge Runde verpasst haben
(6) Es auch den ländlichen Nachbarn nicht auffiel, dass das "porch light" über Tage brannte - und die teilten ja
die Auffahrt mit jemandem
Beautiful as well as intelligent and adventuresome, Nancy Astor Benedict Haysom was raised in Lynchburg among privileged family. She had been all over the world with her father, a geologist, before marrying Derek Haysom in South Africa in 1960.
http://murderpedia.org/female.H/h/haysom-elizabeth.htm

Es meldet sich auch "nur" der Freund der Haysoms zu Wort, der Journalist. Und der Bruder von NH. Der Rest schweigt ....
Da kam dann später (mit seinem später zurückgenommenen falschen Geständnis) ein Sündenbock aus Deutschland, dem man die Sache anhängen konnte gerade recht, um den Ruf von Elizabeth, als Sprößling einer der berühmtesten Familien von Lynburg gerade recht, nicht beschmutzen zu müssen, wenn diese als Mörderin in die Schlagzeilen geraten wäre.
JS ist nicht der "Sündenbock" - es gibt Tatortspuren, die in seine Richtung weisen. Es gibt eben das Geständnis mit Täterwissen. Er selbst hat auch einen Haufen Indizien produziert (die Briefe, Tagebücher, die Flucht) ... aber das hatten wir ja schon zu Genüge. Du hörst einfach nicht gerne, dass JS nicht das Opfer ist. Er hat sich selbst ans Messer geliefert. Heute ärgert ihn das maßlos, da die Indizienlage viel dünner war, als er bei seinem Geständnis vermutete.
Jessica- schrieb:Man sagt nicht ohne Grund "Small town USA" - also die Seilschaften in solchen Kleinstädten mit Lokalaristokratie, die sogar die Macht haben, Behörden einzuschüchtern. Und der spätere Ermittler Gardner war in seinem Ehrgeiz gerade der richtige.
EH ist zu 90 (!) Jahren verurteilt und sitzt 29 Jahre später auch immer noch. Erklär mir doch mal, wo da die Justiz nicht richtig funktioniert hat? Sie ist nicht mal wegen Mord verurteilt, sondern wegen Beihilfe.

Und erkläre doch bitte mal, wie Gardner "Karriere auf Kosten von JS machte". Als er in den Fall einstieg, war JS bereits geflüchtet, die Polizei in England hatte ihn bereits wegen systematischer Scheckbetrügerei verhaftet und festgesetzt und bei einer routinemäßigen Untersuchung Tagebucheinträge und Briefe gefunden, die gut zu seiner Darstellung (die er freiwillig und fünfmal von sich gab) passten. Dabei war Täterwissen (Socke, Licht). Im Haus fanden sich Spuren, die auch in seine Richtung deuteten. Er hatte kein sicheres Alibi, aber einen Mietwagen gemietet, auf dem genau die Kilometer Differenz fehlte, die man brauchte und keine Erklärung "habe mich acht Stunden lang verfahren ....". Wenn das keine erdrückenden Beweise sind ... was sonst?


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Der Fall Jens Söring

07.03.2015 um 18:18
@Jessica- ich kann verstehen, dass man Bedenken hat, dass jemand unschuldig im Gefängnis für etwas einsitzt, was er nicht begangen hat. Das passiert leider auch, das steht außer Frage.
Hier in diesem Fall, sprechen aber viele Indizien + Geständnis + Aussage von EH dagegen. Hattest du dir die Fußabdrücke und den Sockenabdruck im Vergleich mal angeschaut? Wäre prima, wenn du mir die Frage beantworten würdest. Da sieht man nämlich, dass der Fuß von EH gar nicht so gut passen kann!

Ich weiß nicht, ob du ein persönliches Interesse daran hast, dass JS auf jeden Fall unschuldig sein muss. Ansonsten verstehe ich nicht, warum man all die anderen hier angeführten Dinge komplett ausblendet. Es haben hier noch andere User mitdiskutiert, die JS nicht zwangsläufig für schuldig hielten. Aber auch sie fanden viele Dinge widersprüchlich.

Es gibt in dem Fall nur 3 Möglichkeiten, wer der Täter sein könnte. JS als alleiniger Täter, EH als alleinige Täterin oder beide waren an der Tat gemeinschaftlich beteiligt.

Am Tatort wurden aber mehr Beweise gefunden die gegen JS sprechen, als gegen EH.

Auch wenn es hier schon oft erwähnt wurde, er gestand die Tat und das detalliert. Er hatte Täterwissen, obwohl er selber ausgesagt hatte, dass EH (laut seiner ursprünglichen Variante die Schuld nur auf sich genommen habe um sie zu schützen) über die Tatnacht nichts erzählt hatte. Also woher konnte er das Täterwissen gehabt haben? Seine Aussagen sind doch voller Widersprüche und das ist meistens der Fall, wenn man lügt.


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Der Fall Jens Söring

07.03.2015 um 18:43
Meine Gedanken zu dem Fall:
Was spricht dafür, dass Jens Söring NICHT der Mörder von Derek und Nancy Haysom ist:

- So wie die Morde begannen wurden, wie die Opfer zugerichtet waren und wie der Tatort aussah, muss es eine Beziehungstat gewesen sein. Die Opfer wurden regelrecht abgeschlachtet, ihnen wurden die Kehlen durchtrennt und es wurde dutzende Male mit einem Messer auf sie eingestochen. Der Boden des Raumes war mit Blut verschmiert. Das war eine Tat aus Leidenschaft. Der Täter muss in einen regelrechten Blutrausch geraten sein. Er ist vollkommen ausgerastet (auch wenn die Tat vielleicht geplant war) und war von starken Gefühlen (bestimmt nicht nur Zorn und Hass) überwältigt in Raserei auf die Opfer losgegangen. Zu so einer Tat ist nur ein Mensch fähig, der in einer engen, sehr problematische Beziehung zu Derek und Nancy Haysom stand. Das war ja fast ein Overkill. Der Täter war den Opfern sehr nahe gekommen -soll heißen, er stach auf sie ein. (Art des Tötens).
Es wurde nicht in die Wohnung eingebrochen, sondern der Täter saß vor der Tat mit den betrunkenen Haysoms am Tisch. Drei Stühle waren bewegt.
Das alleine lässt für mich den Schluss zu, dass nur Elizabeth Haysom die Täterin gewesen sein kann. Sie hatte ein sehr schwieriges Verhältnis zu ihren Eltern, sagte, sie sei sexuell missbraucht worden von ihrer Mutter und ihr Vater wusste das. Sie hatte ihren Eltern den Tod gewünscht und sie liebte sie und hasste sie.
Laut dem psychiatrischen Gutachten ist sie eine pathologische Lügnerin und eine Borderline-Schizophrene.
(Vielleicht drogeninduzierte Psychose)
Wäre sie zu so einer Tat fähig, von ihrer psychischen Verfassung her? Ja.
Passt sie ins Täterprofil, wenn man sich ansieht wie der Tatort und die Leichen aussahen? Ja.
- Könnte jemand wie Söring, der neutral zu Derek und Nancy Haysom stand und sie nur einmal zum Abendessen traf, so eine Tat begehen, so starken Hass aufbringen, um in der Folge dem Ehepaar die Kehlen aufzuschlitzen, sie fast zu enthaupten und im Blutrausch dutzende Male auf die Opfer einzustechen? Ihnen so nahe zu kommen, sie so "persönlich" zu töten? Meiner Meinung nach nicht. Wenn Elizabeth Jens tatsächlich zum Doppelmord angestiftet hätte, hätte der junge Mann nicht anders getötet, anstatt so eine Schweinerei am Tatort zu hinterlassen? Vielleicht die betrunkenen Haysoms vergiftet oder sich eine Waffe (mit Schalldämpfer) besorgt und sie erschossen? Und anschließend einen Einbruch und Raubüberfall vorgetäuscht, um die Ermittlungen auf eine falsche Spur zu lenken? Anstatt blutverschmiert vom Tatort flüchten zu müssen? Gut, ein Messer ist leicht zu besorgen. Aber andererseits, ein Doppelmord muss gut vorbereitet sein. Warum sich also nicht länger Zeit lassen mit der Planung und weniger blutrünstig vorgehen?
- Sörings Aussage, er wollte seine Freundin vor dem elektrischen Stuhl bewahren und gestand deshalb die Tat, auch weil er fälschlicherweise annahm, er würde im Fall einer Verurteilung nach Deutschland überstellt werden, halte ich für glaubwürdig. Nun könnte man sich fragen: Wie kann jemand mit einer so hohen Intelligenz so irrational dumm handeln und aus Liebe eine Tat gestehen, die er nicht begangen hat? Ich zitiere Daniel Goleman in seinem Buch "Emotionale Intelligenz": "Die akademische Intelligenz hat mit dem Gefühlsleben kaum etwas zu tun. Die Begabtesten unter uns können an den Klippen ungezügelter Leidenschaften und ungestümer Impulse scheitern; Menschen mit einem hohen IQ kommen in ihrem Privatleben erstaunlich schlecht zurecht."
Was ist wahrscheinlicher: Dass ein junger Mann aus Liebe zu seiner Freundin deren Eltern im Blutrausch abschlachtet? Oder, dass ein junger Mann aus Liebe zu seiner Freundin einen Doppelmord gesteht, den er nicht begangen hat? Meiner Meinung nach letzteres.

Ich persönlich bin sicher, dass Elizabeth Haysom den Doppelmord begangen hat. Inwieweit Söring Mittäter war und sich am Tatort aufhielt, bin ich unschlüssig.


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07.03.2015 um 18:51
@antidepressant
das wurde hier schon diskutiert. NH wurde nicht so zugerichtet wie DH. Das könnte daran liegen, dass es gar nicht so einfach war, DH mit einem Messer zu töten. Und es deswegen zu diesem Overkill gekommen ist. Dass es gar nichts mit Wut auf die Person zu tun hatte, sondern verzweifelt drauf eingestochen wurde, weil DH sich immer wieder und weiter wehrte. Er hatte relativ viele Abwehrverletzungen.

Am Tatort wurde die Blutgruppe 0 eines männlichen Täters gefunden. Das passt also schon mal gar nicht dazu, dass EH die alleinige Täterin sein kann. Also kann es nur entweder JS alleine oder beide zusammen begangen haben. Eine andere Möglichkeit gibt es gar nicht.


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Der Fall Jens Söring

07.03.2015 um 19:00
@Venice2009

Was soll das heißen, NH wurde nicht so zugerichtet wie DH? Wurde ihr die Kehle durchgeschnitten und etliche Male auf sie eingestochen, oder nicht?
So wie die Tat begannen wurde, ist - na ja lies einfach noch einmal nach, was ich schrieb.


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Jessica-
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Der Fall Jens Söring

07.03.2015 um 19:04
@Venice2009

Nochmal kurz zu deinem posting von heute, 14.43 Uhr, wo es um die Aussage des damaligen Ermittlers Chuck Raid in dem von dir gestern, um 14.00 Uhr verlinkten Trailer ging.

Du hast in deinem posting von heute, 14.43 Uhr behauptet, daß meine Äußerung, daß der damals zuständige Ermittler Chuck Raid Jens sowohl damals als auch heute für unschuldig hielt, nicht richtig sei, da es deiner Meinung nach in Wahrheit der Privatdetektiv Herr Watson gewesen sei, der in dem von dir verlinkten Trailer diese Äußerung gemacht hat.

Sieh dir doch den von dir gestern, um 14.00 Uhr verlinkten Trailer nochmal genau an.

Dann siehst du, daß in dem Trailer ab Minute 1.42 bis Minute 1.50 es der damals zuständige Ermittler Chuck Raid und NICHT der Privatdetektiv Herr Watson war der die Aussage gemacht hat, daß er Jens sowohl damals als auch heute für unschuldig hält.


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Der Fall Jens Söring

07.03.2015 um 19:07
Wo genau hat man eigentlich die DNA von Söring gefunden bzw. die DNA mit der Blutgruppe 0?


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Jessica-
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Der Fall Jens Söring

07.03.2015 um 19:12
@antidepressant

Man hat keine DNA von Jens am Tatort gefunden und auch keine Fingerabdrücke, kein Haar, kein Blut, kein Garnichts.

Die Blutgruppe 0 haben in den USA 50 % der Bevölkerung und nur die Fingerabdrücke von Elizabeth wurden am TAtort gefunden und auch ihre seltene Blutgruppe B.

Jens hatte Kinokarten als Alibi.

Jens konnte bei der Verhandlung auch korrekte Angaben machen, wann er die einzelnen Vorstellungen besucht hatte, während sich Elizabeth dabei in Widersprüche verwickelt hat.

Der damals zuständige Ermittler Chuck Raid sah Elizabeth bereits damals als Hauptverdächtige und hält Jens damals und auch bis heute noch für unschuldig. (siehe dazu auch den gestern, um 14.00 Uhr von Venice verlinkten Trailer, dort Minute 1.42 - 1.50)

Es gab auch damals bereits ein FBI-Täterprofil, daß nur auf Elizabeth als Täterin gedeutet hat.


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Der Fall Jens Söring

07.03.2015 um 19:13
@antidepressant Interessante Aspekte:

Zum Thema "Blutrausch" - NH wurde mit sieben Messerstichen hingerichtet und die waren nicht mal tief. Und ihre Kehle wurde durchtrennt.

DH hatte tatsächlich 37 Messerstiche und sein Kopf hing nur noch ziemlich lose am Rumpf. Das könnte in der Tat ein Overkill sein ... muss aber nicht. EH sagte aus, dass JS ihr berichtet habe, dass DH sich gewehrt habe wie ein Löwe und "einfach nicht sterben wollte". Dafür spricht auch der immense Blutverlust am Tatort und die vielen Abwehrspuren. Da ist jemand nicht einfach so gestorben - und das, obwohl er sehr betrunken war. Der Mann hat sich massiv gewehrt.

Es ist wohl so, dass du, wenn du jemanden erstichst, meistens nicht beim ersten Stich tötest. Herz etc. sind ja gut durch Rippen geschützt, da musst du erst mal durchtreffen, v.a., wenn sich das Opfer wehrt. Es ist für das Opfer schwierig, multiple tiefe Stichverletzungen zu überleben, einfach auch, weil das Blut in den Bauchraum läuft und dort üble Infektionen auslösen kann. Aber es ist nicht ungewöhnlich, dass das Opfer einige Minuten lebt und für den Täter sehr unverletzt aussieht. Es wäre ein Gedanke, dass der Täter immer wieder zusticht, nur um sicherzugehen, dass er wirklich tot ist.
antidepressant schrieb: Das alleine lässt für mich den Schluss zu, dass nur Elizabeth Haysom die Täterin gewesen sein kann. Sie hatte ein sehr schwieriges Verhältnis zu ihren Eltern, sagte, sie sei sexuell missbraucht worden von ihrer Mutter und ihr Vater wusste das. Sie hatte ihren Eltern den Tod gewünscht und sie liebte sie und hasste sie.
Das Motiv war da, klar. Aber wenn die Mutter für die sexuellen Übergriffe verantwortlich war und es ein "Overkill" war, warum kam sie dann so "glimpflich" davon?
antidepressant schrieb:Das alleine lässt für mich den Schluss zu, dass nur Elizabeth Haysom die Täterin gewesen sein kann.
Am Tatort wurde eine eindeutig männliche Blutspur gefunden (an fünf verschiedenen Orten), die nicht Derek Haysom zuzuordnen war. Sie hatte die Blutgruppe 0. Derek Haysom hatte die Blutgruppe A. Zu ihm gehören die 20+ Blutspuren, die ausgewertet wurden. EH hat die Blutgruppe AB. Ihre Mutter hat B. JS hat auch die Blutgruppe 0. Leider war keine DNA Extraktion dieser fünf Blutproben möglich. JS wertet das (warum auch immer) für sich.
antidepressant schrieb:Laut dem psychiatrischen Gutachten ist sie eine pathologische Lügnerin und eine Borderline-Schizophrene.
(Vielleicht drogeninduzierte Psychose) Wäre sie zu so einer Tat fähig, von ihrer psychischen Verfassung her? Ja.
JS hat auch eine Diagnose, von zwei unterschiedlichen Gerichtspsychiatern. Nur geht er damit nicht hausieren. Sie bescheinigen ihm, dass er "Co Psychotisch" war und die Denkmuster von EH übernommen hat.
antidepressant schrieb:Warum sich also nicht länger Zeit lassen mit der Planung und weniger blutrünstig vorgehen?
Die Tat war insgesamt nicht so schlau geplant (Mietwagen, maudriges Alibi, ...) JS ging davon aus, dass die diplomatische Immunität ihn schützt ....
antidepressant schrieb:Wenn Elizabeth Jens tatsächlich zum Doppelmord angestiftet hätte, hätte der junge Mann nicht anders getötet, anstatt so eine Schweinerei am Tatort zu hinterlassen?
Das ist eine berechtigte Frage. Eine Waffe hätte er vermutlich nicht bekommen, ohne sie zu registrieren. An Gift kommt man auch nicht einfach so ran. V.a. war ja der Plan, mit den Haysoms zu reden und davon zu überzeugen, dass er EH liebt. Als sie ablehnend reagierten, fing das Morden an. Das musste dann schnell gehen.
antidepressant schrieb:Sörings Aussage, er wollte seine Freundin vor dem elektrischen Stuhl bewahren und gestand deshalb die Tat, auch weil er fälschlicherweise annahm, er würde im Fall einer Verurteilung nach Deutschland überstellt werden, halte ich für glaubwürdig
Warum ist er aber geflüchtet, als die Polizei seine Hand- und Fußabdrücke wollte? Die von EH hatte die Polizei schon längst. Warum gibt es Spuren am Tatort (Sockenabdruck, Blutgruppe 0), die auf ihn weisen? Warum hatte er viel Täterwissen in seinem Geständnis?

Es war ein Mann mit Blutgruppe 0 und Schuhgröße 42 am Tatort. Soweit die Spurenlage. Das würde alles auf JS hinweisen.


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07.03.2015 um 19:14
@antidepressant
NH wurde mit 7 Messerstichen umgebracht. Bei DH waren es um die 30 gewesen.

Die Blutgruppe 0 einer männlichen Person wurde im Badezimmer und an der Türklinke gefunden.


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Jessica-
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Der Fall Jens Söring

07.03.2015 um 19:24
@antidepressant

Wenn du magst lies dir doch mal den link des users Vegani vom 20.02.15, dort 19.33 Uhr durch.

Dort geht es um den von Vegani verlinkten Untersuchungsbericht des Herrn Watson, der sich in seinem Untersuchungsbericht unter Ziffer 6 auch zu der Falschaussage und der Verlogenheit der Elizabeth Haysom im Prozeß geäußert hat.

Unglaublich aber wahr : Elizabeth war damals die Kronzeugin der Anklage im Prozeß gegen Söring, obwohl sie bereits in ihrem eigenen Prozeß ständig gelogen hat und der Staatsanwalt sie sogar dazu aufgefordert hatte, ihre Verlogenheit zuzugeben.

Watson belegt in seinem Untersuchungsbericht bezüglich Elizabeth Haysom alles mit genauen Quellenangaben.


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07.03.2015 um 19:26
@Jessica-
dass er ihn für unschuldig hält, geht daraus nicht hervor. Sondern dass er ein 18jähriger Junge gewesen ist und er nicht davon ausging, dass er jemandem so einen Schaden zugefügt haben könnte.

Daher sind sie beiden ja auch nicht sofort ins Licht der Ermittlungen gerückt, sondern erst, als es begründete Zweifel an ihrer Unschuld gab. Leider wird nur diese Antwort in dem Trailer gezeigt und der ganze Zusammenhang fehlt.


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Der Fall Jens Söring

07.03.2015 um 19:27
@Jessica- du verdrehst leider die Tatsachen.
Jessica- schrieb: Dann siehst du, daß in dem Trailer ab Minute 1.42 bis Minute 1.50 es der damals zuständige Ermittler Chuck Raid und NICHT der Privatdetektiv Herr Watson war der die Aussage gemacht hat, daß er Jens sowohl damals als auch heute für unschuldig hält.
Ich habe die Aussage heute wörtlich aus dem Trailer rausgeschrieben und gezeigt, dass sich Herr Watson auf das gleiche Interview bezieht. Es stimmt einfach nicht, dass Chuck Re[!]id JS für unschuldig hält. Er wurde unglücklich zitiert. Es bezieht sich auf die zwei Täter Theorie. Ich hoffe auf @Tiptap und seine Google Kenntnisse, dass er das ganze Interview findet.
Jessica- schrieb:Man hat keine DNA von Jens am Tatort gefunden und auch keine Fingerabdrücke, kein Haar, kein Blut, kein Garnichts.
Man fand eine fünffache männliche Blutspur der Blutgruppe 0. Die DNA dieser Blutspur konnte leider nicht bestimmt werden, dazu war die Probe zu alt. Demnach fand man überhaupt keine Täter DNA am Tatort.
Jessica- schrieb: Die Blutgruppe 0 haben in den USA 50 % der Bevölkerung und nur die Fingerabdrücke von Elizabeth wurden am TAtort gefunden und auch ihre seltene Blutgruppe B.
Wenn du hier schaust .... 40% haben die Blutgruppe 0. Wikipedia: Blood_type_distribution_by_country Jetzt sollte man eine Wahrscheinlichkeitsrechnung durchführen, wie viele Bürger dieser 40% auch noch Schuhgröße 42 haben.

Die Fingerabdrücke von EH wurden auf einer Vodkaflasche im Küchenschrank gefunden ... auffällig deshalb, weil die Flasche sonst saubergewischt war. Die Opfer tranken an dem Abend Gin und Bourbon. EH lebte da.

Die einzige Blutspur die EH (zumindest einem Menschen ihrer seltenen Blutgruppe) zuzuordnen ist, wurde auf einem feuchten Lappen in der Waschmaschine gefunden. Sonst nirgends. Wäre sie so doof gewesen, diesen Lappen dort nach der Tat hineinzuwerfen, nachdem alle Spuren so gut wie möglich verwischt wurden?
Jessica- schrieb:Jens hatte Kinokarten als Alibi. Jens konnte bei der Verhandlung auch korrekte Angaben machen, wann er die einzelnen Vorstellungen besucht hatte, während sich Elizabeth dabei in Widersprüche verwickelt hat.
Siehe mein früheres Posting heute. Wie wahrscheinlich ist es, dass JS um Mitternacht noch die 101 Minuten dauernde Rocky Horror Picture Show besucht hätte, wenn die Drogenkurierfahrt, für die er das Alibi bereitstellen sollte, theoretisch spätestens um 22 Uhr geendet hätte? Er hatte Kinokarten ... er hat keinen Menschen, der sich an ihn erinnert, auch wenn er gerne so tut ... (siehe Interview).
Jessica- schrieb:Der damals zuständige Ermittler Chuck Raid sah Elizabeth bereits damals als hauptverdächtige und hält Jens damals und auch bis heute noch für unschuldig.
Nein. Nein. Und nochmals nein. Das stimmt nicht. Siehe dazu mein Posting, wo ich die Stelle aus dem Trailer herausschreibe. Oder liefere eine belegbare Quelle für diese Behauptung. Das stimmt so nicht.

@antidepressant Behalte beim Lesen des Watsonberichtes im Hinterkopf, dass der Mann von JS dafür bezahlt wurde, seine Unschuld festzustellen. Das ist kein unabhängiger Bericht.


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