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Der mysteriöse Tod des Jens Henrik Bleck

527 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, Unfall, Ertrinken

Der mysteriöse Tod des Jens Henrik Bleck

20.10.2014 um 17:06
Ich bin im Internet auf einen doch sehr mysteriösen Fall gestossen denn
es hier noch nicht gibt.
Deswegen würde ich gerne darüber diskutieren

Der mysteriöse Tod des 19-jährigen Jens Henrik Bleck

Von Wolfgang Kaes
Seit elf Monaten suchen die verzweifelten Eltern vergebens nach Antworten. Der Bad Godesberger Jura-Student starb nach dem Besuch einer Diskothek in Bad Honnef. Die bruchstückhafte Rekonstruktion einer Geburtstagsfeier
Die Kleidung auf dem Foto trug Jens Henrik Bleck auch am 8./9. November 2013 in Bad Honnef. Wenige Wochen später, am 19. Dezember 2013, wäre der Bad Godesberger Jura-Student 20 Jahre alt geworden. Foto: Bleck Zoom
Die Kleidung auf dem Foto trug Jens Henrik Bleck auch am 8./9. November 2013 in Bad Honnef. Wenige Wochen später, am 19. Dezember 2013, wäre der Bad Godesberger Jura-Student 20 Jahre alt geworden. Foto: Bleck

Das eigene Kind. Tot. Für Eltern die größtmögliche Katastrophe. Unvorstellbar. So lange unvorstellbar, bis sie eintritt und die Welt aus den Angeln hebt.

Jens Henrik Bleck aus Bad Godesberg war 19, als er starb. Seine Eltern, der in einem Bonner Ministerium tätige Bundesbeamte Torsten Bleck (52) und seine Frau Alma (47), wissen nicht, warum ihr Sohn starb. Sie wissen nicht einmal, wann genau und wo genau er starb. Und sie leben seit elf Monaten mit dem quälenden Gedanken, es vielleicht nie zu erfahren.
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Die Eltern sahen ihren Sohn zum letzten Mal lebend, als sie Jens am Abend des 8. November 2013 gegen 20 Uhr in Mehlem absetzten. Dort wohnte ein früherer Schulfreund, der hatte Geburtstag und wollte daheim mit den alten Freunden des Abiturjahrgangs ein bisschen feiern.

Später fuhr die zehnköpfige Geburtstagsgesellschaft mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Bad Honnef, um in der Diskothek "Rheinsubstanz" in unmittelbarer Nähe der Endhaltestelle der Stadtbahnlinie 66 weiter zu feiern.

16 Tage später, am Abend des 24. November 2013, teilte die Polizei den Eltern mit, dass die Leiche ihres Sohnes im Rhein gefunden wurde. Gut 50 Kilometer flussabwärts, in Stammheim im Nordosten Kölns.
Welche Ermittlungsbehörde ist zuständig?

Bis vor wenigen Wochen wussten die Eltern nicht einmal, welche Ermittlungsbehörde für den mysteriösen Tod ihres Sohnes zuständig ist. Die Staatsanwaltschaft Bonn versicherte Alma und Torsten Bleck noch im Juli, Köln sei zuständig, aber dort habe man die Ermittlungen eingestellt.

Die Kölner Staatsanwaltschaft behauptete standhaft das Gegenteil: Man habe gar nicht einstellen können, weil man für die Ermittlungen gar nicht zuständig sei. In Köln sei lediglich die Rechtsmedizin wegen des Fundortes mit der Obduktion befasst gewesen. Bonn sei zuständig, man habe in Köln gar keine Akte.

Fast neun Monate nach dem Tod des 19-Jährigen konnte zumindest dies aufgeklärt werden: Bonn ist zuständig. Und die Eltern fragen sich: Wenn es für die Klärung dieser Frage neun Monate benötigte - mit welcher Intensität wurde wohl in der Zwischenzeit ermittelt?

Und sie fragen sich: Wird überhaupt noch ermittelt? Wird elf Monate nach dem Tod ihres Sohnes noch Personal und Zeit investiert, um zu erfahren, was dem 19-jährigen Jurastudenten in jener Novembernacht widerfahren ist?

Die Nacht zum 9. November 2013
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02.03 Uhr:
Alma Blecks Handy klingelt erneut. Wieder ihr Sohn. "Hallo, hier ist Jens Bleck und ich stehe vor der Tür der Rheinsubstanz." Alma Bleck entgegnet: "Jens? Was ist los?" Jens antwortet: "Ach so, entschuldigen Sie bitte." Alma Bleck: "Jens, ich bin es doch, deine Mutter. Wo bist du?" Jens: "In Bad Honnef." Dann bricht die Verbindung schlagartig ab. Die Eltern versuchen mehrmals, ihren Sohn zurückzurufen. Ohne Erfolg. Torsten Bleck schreibt seinem Sohn eine SMS: "Bitte melde dich." Doch die erreicht den Empfänger nicht, weiß der Vater: Das Handy ist so eingestellt, dass eine Bestätigung einginge, wäre das Handy des Jura-Studenten empfangsbereit.

Natürlich machen sich die Eltern Sorgen. Aber sie beruhigen sich damit, dass die Stimme ihres Sohnes trotz des merkwürdigen Inhalts ruhig und klar klang; dass er ja nicht allein, sondern mit seinen Freunden unterwegs ist; dass er wohl in die Diskothek zurückgekehrt ist und dort keinen Empfang hat.

Was die Eltern nicht wissen, nicht ahnen können: In der folgenden Dreiviertelstunde wird ihr Sohn von seinen Freunden isoliert sein, von Todesangst getrieben, vergebens die Taxifahrer draußen vor der Diskothek um Hilfe bitten, sich in seiner Not an zwei Polizeibeamte wenden, auch dort keine Hilfe finden - und wenig später tot sein.

Im Rhein ertrunken
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02.46 Uhr:
Unter der alten Steinbrücke, die unweit der Diskothek das Festland mit der Insel Grafenwerth verbindet, treibt ein Mensch im eiskalten Wasser zwischen den Brückenpfeilern hindurch und ruft um Hilfe. Gewöhnlich ist dies ein stilles Gewässer, dafür sorgt flussaufwärts ein aufgeschütteter Damm zwischen Festland und Insel. Doch in dieser Nacht herrscht Hochwasser, der Damm ist längst überspült, der Nebenarm fließt so schnell wie der gesamte Rhein: bei Hochwasser zehn Stundenkilometer schnell.


In Bad Honnef sagen Polizeibeamte dem Vater, man gehe davon aus, dass der Jura-Student von der alten Grafenwerther Steinbrücke in den Rhein gesprungen sei. Allerdings bestätigen sie die Erzählung der Schulfreunde, Jens' Geldbörse sei nicht am Rheinufer gefunden worden. Vielmehr habe sie in der Nacht tatsächlich der Kollege einer Streifenwagenbesatzung eingesteckt, die wegen eines Autounfalls gerufen worden war.

Der Beamte nennt dem Vater den Namen des Kollegen: ein Polizeihauptkommissar der Wache Ramersdorf. Dies und weitere Begebenheiten lassen die erheblichen Zweifel der Eltern an der Suizid-Theorie weiter wachsen: "Polizeibeamte unterhielten sich vor Ort über ein Mädchen, das ebenfalls Gast in der Diskothek war, dort nachts notärztlich behandelt und von einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht wurde. Ferner klagte einer von Jens' Freunden über einen mehr als einstündigen Filmriss. Uns drängte sich sofort der Gedanke an K.o.-Tropfen auf. Hat man Jens etwas ins Glas getan?"

Prozessauftakt im Fall Trudel Ulmen
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Im Fall der 1996 spurlos verschwundenen Rheinbacher Arzthelferin Trudel Ulmen, der sich erst 2012 als Tötungsdelikt entpuppte, war den Familienangehörigen vorgehalten worden, sie hätten sich 16 Jahre zuvor nicht genügend um die Vermisstensache gekümmert, die Hypothese der Polizei vom freiwilligen Verschwinden nicht nachdrücklich genug in Zweifel gezogen und nicht ausreichend Druck auf die Behörden ausgeübt. Ein Vorwurf, den man Torsten Bleck und seiner Frau Alma wohl nicht machen kann.

Die verzweifelten Eltern standen den Behörden ständig auf den Füßen, stellten selbst Nachforschungen an, sprachen mit Dutzenden möglicher Zeugen. Das führte nicht eben zu einem entspannten Verhältnis zwischen dem Godesberger Ehepaar und der Bonner Polizei.

Mutter Alma: "Auf meine Frage in den ersten Tagen, ob denn überhaupt noch nach meinem Sohn gesucht werde, schleuderte mir ein Kriminalbeamten entgegen: Seien Sie froh, wenn er überhaupt noch gefunden wird. Manche rutschen auch gleich bis in die Nordsee durch."

Als die Eltern zur Wache Ramersdorf fuhren und sich nach dem Beamten durchfragten, dem ihr Sohn in der Nacht seine Geldbörse gegeben hatte, nahm der Reißaus und weigerte sich, mit den Eltern zu sprechen.

Keineswegs verurteilen die Eltern die Polizei in Bausch und Bogen. Vielmehr fühlten sie sich von mehreren Polizisten ernst genommen und anständig behandelt: von den Beamten der Kriminalwache, die für die ersten Ermittlungen in der Nacht zuständig waren, von dem freundlichen Polizisten, der dem Vater am nächsten Morgen vor Ort den Namen des Kollegen mit der Geldbörse nannte, ferner vom Leiter der Wache Ramersdorf, der den Eltern den Kontakt zu den Opferschutzbeauftragten des Präsidiums bahnte, von einer Beamtin, die den Eltern psychotherapeutische Hilfe vermittelte, und nicht zuletzt vom jüngeren der beiden für den Fall zuständigen Kriminalbeamten.

Szenen aus der Überwachungskamera:
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01.52 Uhr:
Jens erscheint im Kassenbereich, telefoniert kurz und geht zurück in die Diskothek.


Jens klopft kurz darauf an die Seitenscheibe eines Taxis. Auf den Fahrer macht er einen gehetzten und panischen Eindruck.

"Können Sie mir bitte helfen? Ich habe Angst. Die sind hinter mir her. Die wollen mich töten. Können Sie mich bitte nach Hause fahren? Ich habe nicht mehr genug Geld, aber eine EC-Karte. Wenn Sie kurz am nächsten Bankautomaten halten, kann ich Sie bezahlen."

Der Taxifahrer lehnt ab. Er und seine Kollegen haben schon zu oft schlechte Erfahrungen mit jungen Leuten gemacht, die an der roten Ampel aus dem Wagen springen, ohne zu zahlen. Gefahren wird grundsätzlich nur gegen Vorkasse. "Junge, wenn du Probleme hast: Da hinten steht doch die Polizei."

Jens geht zu dem etwa zehn Meter entfernten Streifenwagen. Die Beamten nehmen einen Autounfall auf. Sachschaden, Fahrerflucht. Der Taxifahrer beobachtet, wie der junge Mann die Polizisten anspricht und einer der Beamten verärgert entgegnet, man habe zu tun und er solle aus dem Weg gehen.
Angst in den Augen

Jens kehrt zu den Taxifahrern zurück. Angst in den Augen. Einer der jüngeren Fahrer erklärt sich bereit, ihn zu fahren. Da schaltet sich ein älterer Kollege ein: "Nix da. Nur gegen Vorkasse!" Jens läuft erneut zu den Polizisten.

Die Taxifahrer beobachten, wie der 19-Jährige seine Geldbörse zückt, einer der Beamten sie einsteckt, den jungen Mann anraunzt, er stehe im Spurenbild, und ihn beiseite schiebt (Die Taxifahrer sagen später, Jens sei weder getorkelt noch habe er undeutlich gesprochen. Er habe keinen betrunkenen Eindruck gemacht).

Zwei junge Männer erscheinen laut Zeugenaussagen auf dem Vorplatz. Sie gehören nicht zu Jens' Clique. Sie nehmen Jens in die Mitte, legen den Arm um ihn und sagen: "Wir kümmern uns um den." Wenig später sieht einer der Taxifahrer, dass Jens aus der Nase blutet.

Zehn Tage später wird nach diesen beiden Männern erstmals auch öffentlich gefahndet. Ohne Erfolg. Den Eltern wird auf Nachfrage mitgeteilt, eine Verbindung zum Tod ihres Sohnes sei aber ohnehin auszuschließen.

Taxifahrer beobachten, wie Jens in Richtung DB-Bahnhof davonrennt, aber urplötzlich abbiegt und zurück in die Diskothek läuft.

Jens kehrt in die Diskothek zurück
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02.42 Uhr:
Die Überwachungskamera zeigt, wie Jens durch den Kassenbereich in die Diskothek eilt. Die Türsteher sind nicht zu sehen.


02.46 Uhr: Von der Steinbrücke zur Insel hallen die Schreie einer Frau. Die Polizisten eilen zur Brücke. Dort kommen den Beamten drei junge Menschen entgegen; zwei Männer und eine Frau (wie sich später herausstellt, die Freundin des Mädchens, das in der Diskothek notärztlich versorgt werden muss).

Sie schildern den Beamten, eine Person treibe im Wasser unter der Brücke durch, rudere wild mit den Armen und rufe um Hilfe. Doch in der Dunkelheit und bei der Fließgeschwindigkeit können die Beamten schon nichts mehr sehen.

In den folgenden Tagen versuchte die Polizei das Ehepaar Bleck immer wieder und mit Nachdruck davon zu überzeugen, ihr Sohn Jens habe sich freiwillig das Leben genommen, indem er von der Brücke sprang, und suchten nach Anzeichen von Depressionen oder Suizidgefährdung in der Vita des 19-Jährigen.

Die Eltern halten das nach wie vor für blanken Unsinn: "Jens war ein fröhlicher, lebensbejahender Mensch. Und er hatte Pläne. Er wollte in den Diplomatischen Dienst. Er war so glücklich, als einer von 30 Auserwählten dem Studiengang Deutsch-Französisches Recht an der Kölner Universität anzugehören, und er freute sich darauf, bald auch in Paris studieren zu dürfen. Er hatte schon alle Vorbereitungen für den Umzug in diesem Herbst getroffen."

Die Einschätzung der Eltern deckt sich mit jener aus Jens' sozialem Umfeld. Iris Grote, damals, vor ihrer Pensionierung, Jahrgangsstufenleiterin am Friedrich-Ebert-Gymnasium: "Unter keinen Umständen habe ich verstanden, was da über Jens in die Medien getragen wurde."
"Suizid schließe ich definitiv aus"

Jens' Französischlehrerin Hildegard Wöller ergänzt: "Ich konnte ihn nicht nur im Unterricht, sondern auch bei zwei Studienreisen beobachten. Er war höflich, intelligent, strebsam, immer aufmerksam bei der Sache und stets zu Späßen aufgelegt. Suizid schließe ich definitiv aus." Ferner kann Jens weder von der alten Steinbrücke gesprungen noch gefallen sein, wenn die Aussagen der drei Zeugen auf der Brücke zutreffen.

Dennoch seien die Eltern immer wieder abgekanzelt worden, als glaube man ihnen kein Wort, erinnern sie sich: "Man sagte uns, man habe schließlich hinreichend Erfahrung mit jungen Leuten, die seien alle gleich, Alkohol, Drogen, am Ende sähen sie für ihre Probleme nur noch den einen Ausweg."

Der Sohn eines Bad Honnefer Taxiunternehmers war nur 14 Tage zuvor an der Endhaltestelle der Bahn von mehreren Jugendlichen überfallen worden. Der Junge konnte flüchten, wurde aber bis zum Firmengebäude der Eltern verfolgt.

Torsten Bleck meldete dies der Bonner Kripo: "Ich bat darum, den Vorfall in die Ermittlungen einzubeziehen. Der Beamte entgegnete aber auf der Stelle, er sehe keinen Zusammenhang. Das sei ja tagsüber geschehen und nicht nachts. Ich könne nicht einfach junge Leute beschuldigen, die mal eine Dummheit begangen hätten."

Am Freitag, 15. November, übergeben zwei Beamte den Eltern die Geldbörse ihres Sohnes. EC-Karte, Studentenausweis, Krankenkassenkarte - kein Personalausweis. Auch kein Bargeld. Nicht ein Cent. Nur der Glücksbringer des jungen Mannes im Münzfach. Ein Zahn. "Der Glücksbringer konnte Jens kein Glück bringen, weil sich die Geldbörse in der Uniformtasche eines Polizisten befand", sagt die Mutter. In der Akte wird die Übergabe nicht auf den 15., sondern auf den 11. November datiert.

Was geschah in der Nacht zum 9. November?
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Hier wurde der Jura-Student Jens Henrik Bleck zum letzten Mal lebend gesehen: Der Vorplatz der Diskothek "Rheinsubstanz" in Bad Honnef. Foto: Volker Lannert


Am Sonntag, 24. November, erscheint der jüngere (und deutlich mitfühlendere) der beiden Kriminalbeamten in Begleitung von zwei Seelsorgern und teilt den Eltern mit einfühlsamen Worten mit, ihr Sohn sei in Köln-Stammheim tot aus dem Rhein gezogen worden.

Jens trug seinen Trenchcoat, den er auch trug, als ihn die Eltern am frühen Abend des 8. November in Mehlem abgesetzt hatten. Er trug auch noch das Armbändchen am Handgelenk, das jeder Disko-Besucher am Eingang erhielt, als Nachweis, das die 15 Euro Eintrittspauschale bezahlt wurden.

Ferner hatte er vier Euro Münzgeld in der Tasche. Und seinen Personalausweis, den er gewöhnlich immer in der Geldbörse aufbewahrt hatte.

Später wird im Gutachten der Kölner Rechtsmedizin stehen: keine Hinweise auf Fremdverschulden (Hämatome o.ä.), ferner keine Hinweise auf toxikologische Substanzen (Drogen oder K.o.-Tropfen) - aber ein Alkoholwert von 2,06 Promille.
Ein tragischer Unfall?

Die Suizid-Theorie wird aufgegeben, stattdessen eine neue These aufgestellt: Jens Henrik Bleck war also betrunken, hat sich in der Disko daneben benommen, wurde deshalb rausgeworfen - und stürzte dann, nicht mehr Herr seiner Sinne und seiner Bewegungsmotorik, in den Rhein und ertrank. Ein Unfall.

Das Gutachten ist medizinisch nicht anzuzweifeln. Aber in der Interpretation vielleicht zu ergänzen. Erstens: Gammahydroxybuttersäure (GHB), in Nutzerkreisen auch Liquid Ecstasy und im Volksmund K.o.-Tropfen genannt, ist geruchlos, geschmacklos, bei Überdosierung mitunter tödlich und vor allem schon nach wenigen Stunden nicht mehr im Organismus nachzuweisen.

Die Nachweis-Problematik beschrieb neben anderen Professor Burkhard Madea, Leiter der Bonner Rechtsmedizin, 2009 in einem Aufsatz im Deutschen Ärzteblatt.

Zweitens: Der gemessene Alkoholgehalt muss nicht zwangsläufig von Trinkalkohol herrühren. Bei fortschreitender Verwesung entsteht postmortal "Fäulnisalkohol", der sich von prämortal konsumiertem Trinkalkohol nicht mehr unterscheiden lässt, wie eine Studie der Berliner Charité an 493 Leichen im Zeitraum September 2005 bis Juli 2006 ergab. Fachleute nennen das Ethanolneogenese.

Dem Bild vom betrunkenen Randalierer widersprechen die Menschen aus dem sozialen Umfeld. Zum Beispiel Jens' Professorin Barbara Dauner-Lieb, Inhaberin des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht an der Universität zu Köln, Richterin am Verfassungsgerichtshof Nordrhein-Westfalen und Programmbeauftragte des Deutsch-Französischen Studiengangs Rechtswissenschaften der Universitäten Köln und Paris-Sorbonne.

"Als Programmbeauftragte kenne ich die Studierenden dieser Gruppe genauer als das sonst an einer großen Uni möglich ist. Jens galt allseits als sehr besonnen - und eben nicht als Vertreter heftiger Partys. Was auch immer anschließend öffentlich über Jens spekuliert wurde - es passt überhaupt nicht."
"Jens hat sich nie verbogen"

Alexander Lüdecke war stellvertretender Vorsitzender der Bonner Jusos, als Jens in der Nachwuchsorganisation der Sozialdemokraten aktiv war und sich im Frühjahr 2012 als Wahlkampfhelfer für Ministerpräsidentin Hannelore Kraft sowie für die beiden Bonner SPD-Landtagsabgeordneten Renate Hendricks und Bernhard von Grünberg engagierte.

Lüdecke erinnert sich: "Jens war ein netter und fröhlicher Typ, aufgeschlossen und aufrichtig, mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitsempfinden. Jens hat sich nie verbogen, hat seine Meinung gesagt, hat nie anderen Leuten nach dem Mund geredet."

Vielleicht wäre das eine Spur. Worüber wollte er sich in jener Nacht bei der Geschäftsleitung beschweren? Was lief möglicherweise seinem ausgeprägten Gerechtigkeitsempfinden zuwider? Was hat tatsächlich zu seinem Rauswurf geführt, durch Türsteher, die der Bonner "Bruderschaft Fist Fighter" angehören und von der Polizei der Unterstützer-Szene der "Hells Angels" zugerechnet werden?
Warum wurde er aus der Diskothek geworfen?

Aus der Ermittlungsakte lässt sich der wahre Grund für den Rauswurf nicht erkennen. Geschäftsführerin Silvia Schmitz versichert auf GA-Anfrage: "Leider war ich an dem Abend nicht selbst anwesend. Und die beiden Türsteher sind nicht mehr für uns tätig. Manche Eltern würden ihre Kinder hier nicht mehr wiedererkennen." Und noch etwas sagt sie: "Freitrinken gegen eine Eintrittspauschale? Nein, das gibt es gar nicht bei uns. Hat es auch noch nie gegeben. Auch nicht am 8. November 2013. Schon mal Sonderangebote, Wodka-Energy für 99 Cent. Aber kein Flatrate-Saufen."

In der Ermittlungsakte steht allerdings etwas anderes, bestätigt Oberstaatsanwältin Monika Volkhausen, Sprecherin der Bonner Behörde, auf GA-Anfrage: Freie Getränke gegen Zahlung einer Pauschale von 15 Euro am Eingang.

Und zum Nachweis das Armbändchen. Allerdings erinnert sich einer der Schulfreunde an ein denkbar ungünstiges Verhältnis von Thekenpersonal und Zahl der Gäste, so dass es in der kurzen Zeit unmöglich gewesen sei, mehr als ein oder zwei Getränke zu ordern.

Über einen Anwalt erwirkten die Eltern Akteneinsicht. Torsten Bleck: "Die Videos der Überwachungskameras wurden zehn Tage nach der Nacht ausgewertet. In der Ermittlungsakte befinden sich Beschreibungen zu 20 Fotos - aber nur sieben Fotos. Und in nur drei Fällen stimmen die Beschreibungen mit den Fotos überein."

Die Polizei möchte derzeit nichts zu dem Fall sagen und verweist auf die Bonner Staatsanwaltschaft als Herrin des Verfahrens.

Ein Fall, der Fragen über Fragen aufwirft. Bis heute gibt es keine schlüssigen Antworten.

Artikel vom 20.10.2014

Quelle :
http://www.general-anzeiger-bonn.de/region/rhein-sieg-kreis/bad-honnef/Der-mysterioese-Tod-des-19-jaehrigen-Jens-Henrik-...

Zuallererst würde mich hier sehr interessieren wie ihr über die Vorgehensweise der Polizei denkt
wegen der Zuständigkeit.
Weiss jemand ob hier schon mehr bekannt ist, evtl. jemand aus der Nähe des Ortes der Geschehnisse?

Hier noch einige alte Links
http://www.express.de/bonn/jens-henrik-bleck--19--das-protokoll-der-letzten-stunde--bevor-er-verschwand,2860,25079224.ht...

http://www.rundschau-online.de/bonn/19-jaehriger-verschwunden-immer-noch-keine-spur-von-henrik-bleck,15185502,25078450.h...


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Der mysteriöse Tod des Jens Henrik Bleck

20.10.2014 um 17:44
Eine sehr verworrene Geschichte, die ich trotz mehrmaligen Lesens in der zeitlichen Abfolge noch nicht so richtig auf die Reihe kriege.
Es kommen mir mehrere Fragen in den Sinn:
1. Was war mit dem merkwürdigen Anruf bei seinen Eltern, bei dem er sich so merkwürdig meldete. Wollte er mglw. Jemanden anderes anrufen und hatte sich verwählt?
2. Warum rief er nicht seine Eltern an und bat um Abholung, als die Polizei ihn abwies?
3. Wo waren eigentlich seine Freunde. Warum haben die scheinbar nichts mitgekriegt? oder hatte er mit ihnen Ärger bekommen.


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KonradTönz1
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Der mysteriöse Tod des Jens Henrik Bleck

20.10.2014 um 17:49
Danke für diesen Fall - ein bisschen viel Informationen auf einmal, das macht es schwer die Reihenfolge der Ereignisse beim Lesen zu erfassen. Aber mit dem mitgelieferten Zeitungslink geht es -:-)

Klingt auf den ersten Blick mysteriös, auf den zweiten Blick ist es ein Fall wie viele die hier behandelt werden:

Alkohol/Drogen, Gewässer, Tod.


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20.10.2014 um 17:59
keintäter schrieb: Worüber wollte er sich in jener Nacht bei der Geschäftsleitung beschweren? Was lief möglicherweise seinem ausgeprägten Gerechtigkeitsempfinden zuwider?
Und von alledem haben seine Freunde nicht mitbekommen? Das hat er nicht irgendwie mit seinen Freunden besprochen, bevor er zur Geschäftsleitung ging? Da weiß ich nicht, wie ich das einordnen soll!


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20.10.2014 um 18:05
@keintäter
Ich habe den Artikel auch gerade im Generalanzeiger gelesen.

1. Ergänzung:
Jens kehrt in die Diskothek zurück (Seite 2)

02.43 Uhr:
Die Kamera im Innenraum zeigt, wie Jens auf der Treppe zur Galerie von der Schichtleiterin und zwei Türstehern abgefangen wird. Die kräftigen Männer packen ihn am Arm und im Nacken und schieben ihn aus dem Gebäude. Er sperrt sich und versucht vergeblich, sich an der Tür festzuhalten. Einer der Schulfreunde beobachtet zufällig die Szenerie. Er sagt später, er habe bei Jens noch nie einen so starren, leeren Blick wahrgenommen. Er eilt zurück und berichtet einigen der Schulfreunde. Aber niemand folgt Jens. (Einer der Schulfreunde gibt später zu Protokoll, dann hätte man ja anschließend das Eintrittsgeld in Höhe von 15 Euro neu entrichten müssen).
http://www.general-anzeiger-bonn.de/region/rhein-sieg-kreis/bad-honnef/Der-mysterioese-Tod-des-19-jaehrigen-Jens-Henrik-...

Weiter unten wird dann aber beschrieben, dass man mit dem Bändchen nicht noch mal Eintritt bezahlen muss. Ausrede von dem Freund, weil er keine Lust hatte, Jens zu folgen?
keintäter schrieb:Jens trug seinen Trenchcoat, den er auch trug, als ihn die Eltern am frühen Abend des 8. November in Mehlem abgesetzt hatten. Er trug auch noch das Armbändchen am Handgelenk, das jeder Disko-Besucher am Eingang erhielt, als Nachweis, das die 15 Euro Eintrittspauschale bezahlt wurden.
2. Welchen Grund kann der Polizist gehabt haben, um die Geldbörse an sich zu nehmen und nachher noch zu behaupten, sie hätte am Ufer gelegen? Oder wurde das falsch ins Protokoll aufgenommen?


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KonradTönz1
ehemaliges Mitglied

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20.10.2014 um 18:08
keintäter schrieb:
Worüber wollte er sich in jener Nacht bei der Geschäftsleitung beschweren? Was lief möglicherweise seinem ausgeprägten Gerechtigkeitsempfinden zuwider?
Und von alledem haben seine Freunde nicht mitbekommen? Das hat er nicht irgendwie mit seinen Freunden besprochen, bevor er zur Geschäftsleitung ging? Da weiß ich nicht, wie ich das einordnen soll!
Auch der komische Anruf bei seiner Mutter. so redet doch niemand der bei Sinnen ist - der muss da irgendwas eingenommen haben. Klar, er war der brävste, liebste, vernünftigste usw. den man sich vorstellen kann. Darüber hinaus wahrscheinlich Sportler, der nie Drogen genommen hätte.
Es muss wirklich nicht so gewesen sein - was mich stört ist allerdings, dass soetwas im Nachhinein von Verwandten und Bekannten aus Pietätsgründen immer kategorisch ausgeschlossen wird. so wars auch im Fall Grassmann, bei dem sich nachher rausgestellt hat, dass er Pilze eingenommen hatte.

Auch der Rauswurf aus der Disko: Kann natürlich alles ungerechtfertigt gewesen sein. aber es könnte auch gerechtfertigt gewesen sein, weil er gepöbelt oder diskutiert hat. Vielleicht hat er sich ein wenig zu grade gemacht?

Ich will mit meinem Überlegungen wirklich keinen Verstorbenen verunglimpfen. Was mich allerdings stört ist, wenn man aus falscher Pietät von vorneherein bestimmte Möglichkeiten ausschließen will.


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20.10.2014 um 18:15
Habe eigentlich nur ich den merkwürdigen Eindruck, dass sich die Freunde da etwas von J.H.B. distanziert hatten?


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KonradTönz1
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20.10.2014 um 18:19
Seefahrer schrieb:Habe eigentlich nur ich den merkwürdigen Eindruck, dass sich die Freunde da etwas von J.H.B. distanziert hatten?
Vielleicht hat sich auch er von ihnen distanziert? Klar klingt das merkwürdig, wenn die ihm nicht folgen weil sie fürchten nicht mehr eingelassen zu werden. Diese bescheuerte Ausrede ist aber vlt. einfach dem Rechtfertigungszwang geschuldet, der sich durch den tragischen Ausgang des Falles ergibt. In Wirklichkeit hatten sie vielleicht einfach keinen Bock mir ihrem delirierenden Freund gesehen zu werden, oder wollten nicht auch noch rausfliegen, oder waren mit anderen Dingen beschäftigt...
Auch die Aussage des Freundes mit dem Filmriss kann man verschiedentlich deuten - es kommt ja doch eher selten vor, dass Männern was ins Glas gemischt wird. Die werden halt zusammen was eingenommen haben.


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Der mysteriöse Tod des Jens Henrik Bleck

20.10.2014 um 18:30
keintäter schrieb:Das Gutachten ist medizinisch nicht anzuzweifeln. Aber in der Interpretation vielleicht zu ergänzen. Erstens: Gammahydroxybuttersäure (GHB), in Nutzerkreisen auch Liquid Ecstasy und im Volksmund K.o.-Tropfen genannt, ist geruchlos, geschmacklos, bei Überdosierung mitunter tödlich und vor allem schon nach wenigen Stunden nicht mehr im Organismus nachzuweisen.
Erwirken KO-Tropfen Paranoias? Das würde den merkwürdigen Anruf an die Mutter und die ausgesagte Todesangst an den Taxi-Fahrer erklären.

Vll war Jens in der Disko an ne Frau interessiert und jemand anderes, der ebenfalls ein Auge auf sie geworfen hat, hat vll mit KO-Tropfen versucht seinen Nebenbuhler loszuwerden.

Warum der Polizist seine Geldbörse eingesteckt hat, kann ich mir auch net erklären. Vll wollte man, dass er in der Nähe bleibt und dann ihnen sein Problem schildert, sobald sie den aktuellen Fall abgeschlossen haben?


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20.10.2014 um 18:30
@keintäter
keintäter schrieb:Jens trug seinen Trenchcoat, den er auch trug, als ihn die Eltern am frühen Abend des 8. November in Mehlem abgesetzt hatten.
Das bedeutet doch, dass er die Disco nicht fluchtartig, sondern 'geordnet' und ungefährdet verlassen hatte.
Irgendwie passt das alles nicht zueinander.


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20.10.2014 um 18:38
@Ocelot
Ocelot schrieb:Erwirken KO-Tropfen Paranoias?
Ich glaube, das kann man ausschließen. Ich habe unter mal einen Ausschnitt aus dem entsprechenden Wikipedia-Artikel zitiert. Wichtig ist, dass die Wirkstoffe z.T. therapeutisch auch als Schlaf- und Beruhigungsmittel Verwendung finden.
K.-o.-Tropfen oder Knockout-Tropfen (auch: Date-Rape-Drogen) sind Zubereitungen aus narkotisierend wirkenden Stoffen, die im Rahmen von Straftaten wie Sexual- (Drug-Facilitated Sexual Assault, DFSA) oder Eigentumsdelikten (Drug-Facilitated Crimes, DFC) genutzt werden, um die Opfer zu betäuben und damit wehrlos zu machen. Sie werden den Opfern unbemerkt in ihre Nahrung oder Getränke gemischt. Nach Erwachen können sich die Opfer häufig aufgrund von Gedächtnislücken für die Wirkungszeit nicht mehr an die Tat oder den Tathergang erinnern.
Die entsprechenden Wirkstoffe werden zum Teil normalerweise therapeutisch als Schlaf- oder Beruhigungsmittel genutzt.
Wikipedia: K.-o.-Tropfen


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Der mysteriöse Tod des Jens Henrik Bleck

20.10.2014 um 18:41
Kleine Ergänzung, als K.O.-Tropfen wird meist GBL (http://de.m.wikipedia.org/wiki/Γ-Butyrolacton) verwandt, da es im Gegensatz zu GHB nicht illegal und recht einfach zu beschaffen ist.
Da GBL allerdings im Körper zu GHB umgesetzt wird, welches letztendlich die Wirkung verursacht, macht es de facto keinen Unterschied.

Zum Fall: Zeugen sahen und hörten J.H.B. wie, er unter der Brücke durchtrieb.
Ist es sicher, dass er bereits oberhalb der Brücke ins Wasser geriet?
Er könnte theoretisch von der Brücke ins Wasser gelangt sein, und sich noch an dieser festgehalten und erst losgelassen haben, als die Zeugen hinzukamen.


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Der mysteriöse Tod des Jens Henrik Bleck

20.10.2014 um 18:43
keintäter schrieb:Zwei junge Männer erscheinen laut Zeugenaussagen auf dem Vorplatz. Sie gehören nicht zu Jens' Clique. Sie nehmen Jens in die Mitte, legen den Arm um ihn und sagen: "Wir kümmern uns um den." Wenig später sieht einer der Taxifahrer, dass Jens aus der Nase blutet.
Diese aussage gepaart mit seinen Aussagen das er bedroht würde stört mich irgendwie gewaltig an dem ganzen ablauf
das deutet doch eher auf eine reale Bedrohung hin. Die sogar real zu werden schien.


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Der mysteriöse Tod des Jens Henrik Bleck

20.10.2014 um 18:51
Wie nahe war denn der Taxifahrer, dass er Nasenbluten erkennen konnte? Es war ja Nacht und künstliche bläuliche (?) Beleuchtung!
Und warum hat J.H.B. dann nicht um Hilfe gerufen?
Außerdem: Wenn ich mit Freunden irgendwo bin und ich fühle mich dann aus irgendeinem Grund bedroht, suche ich doch die Nähe dieser Freunde und bitte sie um Unterstützung.
Irgendwie passt das alles nicht zusammen.


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Der mysteriöse Tod des Jens Henrik Bleck

20.10.2014 um 18:55
Vll wollten die 2 Unbekannten nur helfen und haben bis heute von dem Fall nichts mitbekommen. Falls sie vorher ihn bedroht haben, wäre es auch für mich merkwürdig warum er nicht dann um Hilfe rief.


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Der mysteriöse Tod des Jens Henrik Bleck

20.10.2014 um 19:04
keintäter schrieb:Am Freitag, 15. November, übergeben zwei Beamte den Eltern die Geldbörse ihres Sohnes. EC-Karte, Studentenausweis, Krankenkassenkarte - kein Personalausweis. Auch kein Bargeld. Nicht ein Cent. Nur der Glücksbringer des jungen Mannes im Münzfach. Ein Zahn.
keintäter schrieb:Ferner hatte er vier Euro Münzgeld in der Tasche. Und seinen Personalausweis, den er gewöhnlich immer in der Geldbörse aufbewahrt hatte.
Über diese Info bin ich beim ersten Lesen u.a. gestolpert. Wieso hatte er den Perso lose in der Tasche? Könnte die Folge einer Identitätsfeststellung gewesen sein, aber diese müsste ja normalerweise aktenkundig sein.


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Der mysteriöse Tod des Jens Henrik Bleck

20.10.2014 um 19:10
@X-Aequitas
Ja das gab mir auch schon zu denken. Aber die geldbörse wurde einbehalten....


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Der mysteriöse Tod des Jens Henrik Bleck

20.10.2014 um 19:14
Von dem Vorfall habe ich bewusst noch gar nichts gehört obwohl ich aus
der näheren Umgebung bin.

Mir stösst das Verhalten der Polizisten sauer auf.
Wieso nehmen sie die Gefahr nicht wahr und wieso nimmt der eine die Geldbörse an sich?

Ich muss mir zu Hause noch mal ein paar Infos zu dem Fall zusammen suchen.


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Der mysteriöse Tod des Jens Henrik Bleck

20.10.2014 um 19:15
Ist eigendlich schon mal aufgefallen dad hier sehr viele Infos und ermittlungs erkenntnisse bekannt sind seitens des artikelverfassers. Liest sich fast wie die ermittlungsakte. Das ist schon sehr selten und verwunderlich. Auch hat der verfasser sehr viel recherschiert.


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Der mysteriöse Tod des Jens Henrik Bleck

20.10.2014 um 19:16
Ich habe schon letztes Jahr über die Presse von dem Fall erfahren, bin aber davon ausgegangen, dass er geklärt ist (weil man auch in der örtlichen Presse nichts mehr davon gehört hat).

Das Ding mit der einbehaltenen Geldbörse verstehe ich auch überhaupt nicht.
Im Gegenteil, ich finde es sogar echt unlogisch.


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