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Der rätselhafte Tod des Waldemar Danilkin

42 Beiträge, Schlüsselwörter: Kassel, Verkehrsunfall, Geldquelle, Postamt, Nidda

Der rätselhafte Tod des Waldemar Danilkin

19.03.2015 um 12:23
@Dobie
Kannst Du Dich evtl. noch an die ungefähren Öffnungszeiten der Hauptpost erinnern bzw. wie lange die da zugange waren?
Die war samstags ja auch offen und unter der Woche kam erst ab 17/18 Uhr die ganzen Einzelhändler bzw. Firmen und haben dort ihre Geschäftspost abgegeben.
Aber wie samstags offen war, weiß ich nicht mehr und gefunden wurde er ja sonntags gegen 6 Uhr morgens.
Ich kann mich aber auch noch entsinnen, daß ich nie gesehen habe, daß das Tor zur Tiefgarage verschlossen war, allerdings habe ich auch nie bewusst darauf geachtet, nur mal im vorbeischauen.

Ich kann Dir aber nur zustimmen: der junge Mann hatte wirklich unheimliches Pech mit seiner Wohnung genau dort, denke mal, angelockt durch die Mietpreise :( .
In der Straba war ich immer froh, wenn ich Kollegen neben mir hatte, wenn die Bahn dort hielt und mit dem PKW habe ich alles verriegelt, sobald es dämmerig wurde. Das mache ich auch bis heute so.


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Mauro
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Der rätselhafte Tod des Waldemar Danilkin

19.03.2015 um 13:25
@ARWEN1976

Ich erlaube mir, Deinen ersten Link einzugeben, für die User, welche keinen Link öffnen können, kam immer wieder vor:

>>>Immer noch unklar, wie Leiche an Fundort gelang
Fall wird neu untersucht: Opfer lag im Innenhof der Post
23.02.2015 - 12:16

Polizei ermittelt jetzt wieder wegen des Verdachts des Totschlags: Die Leiche von Waldemar Danilkin wurde Anfang 1998 im Innenhof der Neuen Hauptpost an der Gießbergstraße gefunden. Auf dem Foto haben wir den Fundort eingezeichnet. Die Tore zur Hauptpost waren damals geschlossen.
© Fotomontage: Koch/Foto: Polizei
Kassel. „Einen Suizid schließen wir mittlerweile aus“, sagt Kriminaloberkommissar Horst Cäsa, Leiter der „AG Post“, über den Tod von Waldemar Danilkin.
Die Leiche des 20-jährigen Spätaussiedlers war am 11. Januar 1998, an einem frühen Sonntagmorgen gegen 6 Uhr, von einem Wachmann im Innenhof der Hauptpost an der Gießbergstraße entdeckt worden. Um 4 Uhr in der Nacht, als der Wachmann seine Runde drehte, habe dort noch niemand gelegen.
Die Ermittler gehen nicht davon aus, dass Waldemar Danilkin von dem rund 17 Meter hohen Dach in den Innenhof der Post gesprungen ist. Vermutlich wäre dann der Körper auf dem Vordach aufgeschlagen. Auch die Spuren am Fundort - nirgends war Blut zu finden - sprächen dagegen.
Schuhe verschwunden

Waldemar Danilkin
Zudem fehlte von den Schuhen des jungen Mannes jede Spur. Warum hätte er dieseausziehen sollen, wenn er den Plan gehabt hätte, sich vom Dach der Hauptpost in den Tod zu stürzen? Die Kasseler Kripo geht davon aus, dass der Russlanddeutsche bereits tot war, als seine Leiche in den Innenhof gelegt wurde. Da die Rolltore zu waren, ist bis heute unklar, wie das geschehen konnte. Ein Rechtsmediziner aus Marburg kam damals aufgrund von „unfalltypischen Verletzungen“ zu dem Ergebnis, dass der junge Mann Opfer eines Verkehrsunfalls geworden war. Die Unfallfluchtgruppe der Polizei übernahm zunächst die Ermittlungen.
Kleidung ohne Spuren

Verschwunden: Solche Schuhe soll Waldemar Danilkin getragen haben, bevor er starb.
Allerdings seien an der Kleidung, die Waldemar Danilkin trug, keinerlei Spuren eines Unfalls gewesen, sagt der Erste Kriminalhauptkommissar Helmut Wetzel, Leiter des K 11. Er kann sich nur schwer vorstellen, dass jemand das Opfer nach einem möglichen Unfall aus- und wieder angezogen hat. „Es ist unheimlich schwierig, eine Leiche zu entkleiden und wieder anzuziehen.“ Zudem habe es ein weiteres Gutachten gegeben, das von Verletzungsmustern sprach, die nicht zu einem Verkehrsunfall passten, sagt Wetzel, den der Fall über all die Jahre immer wieder beschäftigt hatte. Im K 11 werden die Akten von ungeklärten Fällen immer wieder aus den Schubladen geholt, um sie auf neue Ermittlungsansätze zu prüfen.
Bei solch einer routinemäßigen Überprüfung fiel Wetzel im vergangenen Jahr auf, dass im Umfeld des Leichenfundortes Zigarettenkippen fotografiert worden waren. Diese Kippen wurden vor 17 Jahren asserviert, aber noch nicht auf DNA-Spuren untersucht, da dies damals noch nicht möglich gewesen sei.
Bei der nachträglichen Untersuchung vor wenigen Monaten sei die DNA von zwei verschiedenen Personen festgestellt worden. Eine Zeugin sei ermittelt worden, habe aber keine Angaben machen können. Die andere Person ist unbekannt.
Zeugen gesucht
Die Ermittler hoffen, dass sich Zeugen vielleicht jetzt nach 17 Jahren melden. Da das Umfeld an der Hauptpost - unweit des illegalen Straßenstrichs - ein Treffpunkt für Drogenabhängige ist, hätten sich potenzielle Zeugen damals vielleicht nicht getraut, sich an die Polizei zu wenden. Mögliche Straftaten von Zeugen seien mittlerweile aber verjährt, sagt Cäsa.
Nicht aber ein Totschlag, der möglicherweise vor 17 Jahren an Waldemar Danilkin begangen wurde. Totschlag verjährt erst nach 20 Jahren.
Zeugenhinweise in dem Fall nimmt die Kasseler Kriminalpolizei unter Tel. 05 61/9100 entgegen.<<<

Dank für die Einstellung, sehr aufschlussreich! Nach wie vor ist die Ablage im Innenhof nicht nachvollziehbar.


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19.03.2015 um 13:57
117641,1426769825,Allmy Waldemar Danilkin 01@Mauro
Danke, Mauro.

Ich sehe gerade, daß der Wachmann ihn ja entdeckt hat und um 4 Uhr noch keiner dort lag. Das hatte ich total überlesen :(
Dadurch ist aber meine Überlegung zu dem Zeitraum hinfällig, denn der ist ja klar. Zumindest die 2 Stunden, in denen das Opfer dort abgelegt wurde, wann und wie er tatsächlich zu Tode kam, bleibt ja weiterhin erstmal ungewiss.

Irgendwie komisch. Da ist eigentlich oft Verkehr, so richtig alleine haben wir nachts nie an der Ampel gestanden, wenn wir von der Disko heim sind. Die Nachtschwärmer-Busse sind zu der Zeit eigentlich auch noch gefahren, wenn ich mich recht entsinne. Und der (Auto)Strich ist auch nicht so weit weg...
Also: mir fällt es schwer, zu glauben, daß da jemand großartig mit dem leblosen Jungen durch die Gegend gelatscht ist.. Eher mit dem Auto transportiert, schnell ausgeladen und weg. Oder er ist noch selbst zu Fuß in den Innenhof...
Ich hab mal ein maps-Foto kopiert und die Hauptpost mit einem roten Punkt markiert. Das Wohnhaus hat die google-Markierung "Wolfhager Str. 2".

Ich google gerade mal nach den Zeitungen unten im Vogelsbergkreis, ob da etwas drinnen steht. Bisher aber auch nur das üblich wegen der Fernsehausstrahlung.
Mich würde halt interessieren, ob schon exhumiert wurde (sollte ja Anfang März irgendwann passieren), aber ich finde nirgends etwas dazu :(


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Der rätselhafte Tod des Waldemar Danilkin

19.03.2015 um 14:18
Schon wieder da.
Ich hab in der gedruckten Ausgabe noch gefunden, daß sich der "vage Verdacht" gegen den damals verhafteten 18jährigen "in Luft aufgelöst hatte". Das hätte man 1998 ja mal kurz erwähnen können, auch, wenn der junge Mann bestimmt nicht ganz ohne war...

Es steht auch noch, daß Waldemar einen Mitbewohner hatte, aber man bis heute nicht sagen kann, was Waldemar an dem Samstag unternommen hatte und wo er war, mit wem er sich getroffen hat ect.
Er hatte auch noch Geld einstecken, scheinbar wurde also nichts geklaut.
In seiner Freizeit hat er geboxt, der Verein war damals am Hauptbahnhof KS angesiedelt, die Sprachschule am Königstor.

Irgendwie voll traurig. Als hätte es den jungen nicht gegeben. Kein Hinweis auf Freunde, scheinbar sein Mitbewohner völlig ahnungslos und nicht nachvollziehbar, was der junge Mann an dem Samstag getan hat. Nicht einmal, ob er daheim geblieben war, oder sonstwas :( Dabei muß er doch aktiv gewesen sein und durchaus Leute gekannt haben, wenn er in diesem Boxverein war. Und er war bestimmt nicht der einzige Russlanddeutsche, der einen Sprachkurs gemacht hat, sowas verbindet doch?
Mir tut das sehr leid für die Familie. Denke, für die ist es nicht einfach gewesen all die Jahre.


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Mauro
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Der rätselhafte Tod des Waldemar Danilkin

19.03.2015 um 14:40
@ARWEN1976

Danke!

Er hatte einen Mitbewohner….vermute, dass dieser mehr Wissen hatte, jedoch keine Veranlassung etwas preis zu geben. Ist oftmals reiner Selbstschutz, daher verständlich.

Doch nach so langer Zeit nochmal nachzuforschen und zu befragen, macht eventuell Sinn.

Bekannte im Box-Verein hätten sicher auch etwas berichten können…

Natürlich habe ich eine Vermutung…doch die kann ich nicht mitteilen, das geht gegen die Regel!

Vielleicht gibt es doch noch einen aussagekräftigen Hinweis zu diesem Fall.


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19.03.2015 um 18:21
@ARWEN1976
Du warst auch mal in Kassel? In den 90ern, womöglich zum Studieren? Dann würdest Du Dich im Viertel um die Hauptpost sofort wieder an diese Zeit erinnert fühlen, weil sich dort nämlich fast nichts verändert hat, lediglich die Stimmung und die Bevölkerung sind noch etwas schlimmer geworden (bzw. in der Jägerstraße und rund um die angrenzende Schule sehr viel schlimmer - deshalb wird der ganze Bereich ja auch seit Jahren mit Kameras überwacht, die gut geschützt an bzw. in den oberen Stockwerken der dortigen Wohnhäuser angebracht wurden). In der Gießbergstraße inkl. Spielplatz und kaum einsehbarem Fußweg neben der Post ist z.B. heute der Drogenstrich; für eine Weile waren dort auch Container für die Profialkoholiker aufgestellt, um ihrer Beschäftigung nachgehen zu können, ohne die Schulkinder zu belästigen, was freilich nicht funktioniert hat. Ein großer Teil des Viertels ist inzwischen muslimisch geprägt, und ja, das ist tatsächlich ein deutlich erkennbares Problem, politische Einstellung und zwischenmenschlicher Idealismus hin oder her. Rund um die Hauptpost findet man allerorten zerschlagene Flaschen, Erbrochenes und oft auch Exkremente, aber das war ja damals schon so und hat natürlich nichts mit Religion zu tun.
Die Hauptpost selbst wird seit vielen Jahren größtenteils anderweitig genutzt, es gibt dort allerdings noch eine Post- und eine Paketannahmestelle, sowie eine Großannahme für Firmen in der Tiefgarage. Dort geben wir jeden Abend unsere Firmenpost ab; das Tor zur Einfahrt ist Tag und Nacht stets offen. Die Post selbst hat heute nur noch bis 18 Uhr geöffnet, Samstag bis 13 Uhr; die gesammelte Brief- und Paketabfertigung findet schon lange an zwei anderen Orten im Waldauer Industriegebiet statt.

Aber zum Thema. Wenn ich mich recht erinnere, hatte die Hauptpost damals bis 20 Uhr auf, am Samstag war dort zumindest auch noch bis zum Abend Betrieb, weil das damals ja einer der Hauptumschlagplätze für Briefe und Pakete war und dort auch ein Großteil der "kleinen Postlaster" stationiert war (Vorgänger bzw. erste Generation Sprinter). Sonntags war natürlich nichts, aber ich meine mich zu erinnern, dass auch damals schon andere Firmen im Gebäude ansässig waren, u.a. eine Versicherungsgesellschaft.
Auf der Rückseite gibt es ein nicht besonders hohes Schiebe-Gittertor vor den Laderampen (durch die man ggf. auch nach innen gelangen könnte, sofern offen) und ein Segmenttor zum Innenhof, dessen Nachteil man aber sogar im verlinkten Video und auf dem Foto der regionalen Tageszeitung klar erkennen kann, siehe hier:
http://www.hna.de/bilder/2015/02/22/4756846/800683801-9508405a-93c2-45af-9746-0e23cf8983d2-56X28mLNef.jpg
Das Segmenttor verschließt nur die eigentliche Einfahrt, nicht aber die beiden halbhohen Stahltore rechts und links davon. Sie sind sicher nicht schwierig zu überwinden, zumindest ohne Leiche nicht; mit einer solchen braucht es aber einen Helfer.

Am liebsten würde ich ja gleich mal hingehen und Fotos machen, aber dann bin ich womöglich der nächste, den man dort findet. Nee, lieber nicht.


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19.03.2015 um 18:31
Ach ja, eine Anmerkung noch zum Thema "Autounfall", für die Nicht-Kasseler. Der gesamte Bereich um den "Holländischen Platz", an dem die Hauptpost und das Haus, in dem Waldemar wohnte, liegen, ist durch Fußgängertunnel verbunden. Reguläre, oberirdische Fußgängerampeln sind erst in den 2000er Jahren hinzugekommen.
Direkt vor dem Wohnhaus verschwinden zwei dieser Tunnel im Boden; von einer unterirdischen "Fußgängerkreuzung" aus gelangt man dann in jeweils beide Richtungen aller angrenzenden Straßenzüge sowie zur Straßenbahnhaltestelle. Demnach erscheint es mir schwer erklärbar, dass dort jemand ggf. beim Überqueren der Straße angefahren wurde, die ja von den Bürgersteigen und Tunneln auch noch durch Geländer getrennt war/ist. Die Tunnel selbst waren natürlich ein weiterer Brennpunkt, vor allem nachts. Das hat sich heute ein wenig verändert.


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Der rätselhafte Tod des Waldemar Danilkin

19.03.2015 um 18:41
@Dobie
Ich hab in Kassel gelernt und gearbeitet (Holländische) und war auf der PJv-Reuterschule bis ´96, aber das war damals schon übel, sobald man das Schulgelände verlassen hat. Wir sind auch nie alleine gegangen, immer mindestens 2 Schulfreunde zusammen und am Stern sind wir nie in die Straba gestiegen, sondern Richtung Königsplatz oder hoch zum Hbf gelaufen.
Abends und nachts sind wir dort immer gequert oder queren, wenn wir in´s MT gefahren sind/fahren, aber ab Ende der 90er hat sich dort das Publikum auch massivst geändert, was ja dann bitter bereut wurde und wieder zurückgerudert wurde.
Wir sind da manchmal sogar in einer Gruppe (aber nie weniger als 5 Leute) vom MT runter zum Spot gelaufen oder mit dem Nachtschwärmer gefahren (die sind doch eingestellt worden vor etlichen Jahren, gell?), aber eins bleibt mir in Erinnerung: es waren, egal zu welcher Nachtzeit, immer Leute unterwegs.
Das mit der Drogenverlagerung habe ich mitbekommen und nie verstanden, warum sie damals das Nautilus verlegt haben? Und dann diesen Alk-Treffpunkt, das muß sehr übel für die Anwohner sein, wie ich letztens gelesen habe und hatte auch den Eindruck, daß es schlimmer geworden ist.
Genau dahin, wo eh schon immer Brennpunkt war und absehbar war, daß es schlimmer wird...

Aber: auf der Ecke der Hauptpost war doch früher auch der Kinderstrich, oder? Das muß um die Zeit der 90er-2000er herum gewesen sein? Irgendwo zwischen Hauptpost und Reuterschule.

Stimmt, die Unterführungen habe ich vergessen!! Die gab es ja damals noch!!! Hast Recht!!!

Das Wohnhaus: das ist das Gebäude, wo früher auch der Copyshop und die anderen Geschäfte im Erdgeschoß waren/sind, oder irre ich mich?


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19.03.2015 um 18:55
Richtig, unten im Wohnhaus war früher der Copy-Blitz. Die Unterführungen gibt es größtenteils noch, nur werden sie nicht mehr so stark genutzt.
Bevölkert ist diese Ecke nach wie vor auch immer, aber da fällt man nachts als normaler Mensch wirklich schon auf. Tagsüber vermischt sich das mit den Heerscharen der Studenten. Der Drogenstrich ist direkt in der Gießbergstraße und "halb um die Post", da stehen Damen und Herren in allen denkbaren Verfallszuständen und Lebensaltern auch tagsüber ganz offen rum. Kinderstrich, weiß nicht. Ist mir nie wirklich aufgefallen.
Ob es noch Nachtschwärmerbusse gibt, weiß ich nicht, weil ich Busse und Bahnen sowieso fast nie genutzt habe; ich mag die "Öffentlichen" einfach nicht. War also immer zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Auto unterwegs. Zu Fuß vom MT zum Spot finde ich aber schon heftig, weil das ja auch dauert. Hmm... Wir könnten uns durchaus begegnet sein, damals. Also, eigentlich muss es sogar so gewesen sein. Lustig.


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19.03.2015 um 19:12
@Dobie
Ja, das war schon heftig damals und wir sind immer in Gruppen gegangen. Ich glaube, zum Spot sind wir vom MT um die 45/60 Minuten gelaufen, haben danach aber doch die Nachtschwärmer vorgezogen.
Bestimmt sind wir uns mal begegnet :D

Also, ich kann mich erinnern, daß damals hinter der Reuter auch schon Strich war und dann muß da obendrein irgendwo der Babystrich gewesen sein, das weiß ich noch, aber mir wird ganz anders, wenn ich lese, was Du schreibst.

Hast Du denn noch irgendetwas finden können? Ich finde absolut nichts mehr, auch nicht über die Exhumierung und nur ein einziger Artikel im Vogelsbergkreis, der sich auf die Ausstrahlung im hr bezieht.
Und irgendwie will ich nicht glauben, daß so gar keiner etwas gesehen haben will. Um die Zeit ist es eigentlich viel zu umtriebig dort und ich glaube, dieser Dönerladen damals unten am Stern, gegenüber des Zoogeschäfts, war auch immer bis spät abends geöffnet bzw. auch die Salzburger Stuben etwas weiter unten, ehe sie mit Wienerwald getauscht haben.


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19.03.2015 um 19:31
Der Dönerladen hatte eigentlich offen, bis kein Kunde mehr kam; da war ich auch schon mal morgens gegen drei. Das Zoogeschäft und die Salzburger Stuben in der alten Location habe ich aber gerade gar nicht mehr auf dem Schirm.

Nee, sonst finde ich auch nix mehr. Eigentlich hatte ich ja erwartet, dass die Polizei schneller nachlegt, wenn sie den Fall schon so öffentlich wieder aufnimmt.


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Mauro
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20.03.2015 um 10:17
@Dobie
Dobie schrieb:Nee, sonst finde ich auch nix mehr. Eigentlich hatte ich ja erwartet, dass die Polizei schneller nachlegt, wenn sie den Fall schon so öffentlich wieder aufnimmt.
Exakt, da müsste schon mehr an Infos von den aktuell Ermittelnden rüberkommen.

Toller Austausch mit @ARWEN1976…auch für nicht Beteiligte informativ.


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Mauro
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20.03.2015 um 10:17
@ARWEN1976

Es war also möglich, einen Leichnam im Innenhof der Hauptpost abzulegen. Vielleicht hatte er sich innerhalb dieser Zone noch dort „hinschleppen“ können. Ohne „Mitwisser“, welche sich mitteilen…schwierig. Gibt es noch eine „Belohnung“? Vormals DM 8000,-

Eine nochmaliger Anreiz diesbezüglich wäre von Vorteil!


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21.03.2015 um 10:44
Hm. Verkehrsunfall mit Todesfolge und dann die Leiche in den Innenhof der Post verfrachten? Warum würde jemand das tun? Das ist extrem unwahrscheinlich, denn ein "normaler" Unfallflüchtiger, meistens ja besoffen, sucht einfach so schnell wie möglich das Weite.

Es scheint ja nicht unmöglich in den Innenhof zu gelangen, aber eine Leiche oder einen Schwerverletzten über diverse Zäune etc. zu schleppen, ist allein fast unmöglich und würde zu zweit oder dritt doch leicht auffallen.

Ergo: wenn es sich tatsächlich bei der Todesursache um typische Verkehrsunfallspuren handelt, und jemand diesen Aufwand betrieben hat, das Opfer in den Innenhof zu schleppen, dann glaube ich nicht, dass es sich um einen gewöhnlichen Unfall handelt, sondern dann vermute ich ein Verbrechen: ein Tötungsdelikt, wobei die Tatwaffe eben ein Fahrzeug war.

Selbst dann ist die Sache noch relativ mysteriös, denn es gab vermutlich schon durchaus bequemere Ecken, wo man das Opfer loswerden konnte, bzw. ist zu fragen, warum man es überhaupt vom Tatort weggebracht hat, denn der Innenhof der Post verzögert ja die Auffindung recht unerheblich.

Frage also: Konnte der Täter davon ausgehen, dass die Polizei hier einen Suizid annehmen würde? Dann war die Tat sehr gut geplant und vorbereitet. Oder hatte der Täter bisher nur grosses Glück?

Wenn es ein Glücksfall war, dann immer noch die Frage: warum die Post? Ich vermute dann, dass der eigentliche Tatort in unmittelbarer Nähe gewesen sein muss. Das würde auch zum nahen Wohnort des Opfers passen. Und dann wiederum die Frage: eine Beziehungstat? Wurde dem Opfer auf dem Heimweg aufgelauert? Oder kam es auf dem Heimweg zu einem schweren Streit unter Bekannten?

Ob man heute noch Antworten auf all diese Fragen finden wird, ist zwar zu bezweifeln, aber ich denke, in diese Richtungen muss man erst einmal ermitteln.

Damals war es übrigens nicht ungewöhnlich, dass Russlanddeutsche in Konflikte gerieten, sowohl als Opfer, als auch als Täter. Die Polizei war oft überfordert, da sie so gut wie nie in das Milieu eindrang und erhebliche Sprachprobleme bestanden.


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21.03.2015 um 11:20
@Rick_Blaine
Nun ja - ich habe im betreffenden Stadtteil schon erlebt, wie besoffene "Penner" halbnackt vor der Schule rumhängen, oft in Rudeln, und Kinder wie Lehrer anpöbeln. Fällt nicht auf, interessiert auch keinen. Wie echte Drogenwracks tagsüber in aller Öffentlichkeit ihren Körper anbieten und gelegentlich auch an den Mann bringen können, mal im Gebüsch um die Ecke, mal in der ehemaligen Posteinfahrt, meistens aber im Auto des Kunden. Fällt nicht auf, interessiert auch keinen. Wie Dealer ihre Waren anbieten bzw. Päckchen gegen Umschläge tauschen und wie Junkies "voll drauf" irgendwo neben der Post hocken; wie sich ortsansässige Jugendliche am Postgebäude erleichtern, wie islamische "Geschäftsleute" bzw. Anwohner simple Passanten am Passieren hindern wollen, mal mit Schlägerei, mal gerade so eben noch ohne. Wie nächtliche Passanten bedroht werden, um sie auszurauben, was freilich nicht oft funktioniert, weil sie fast immer schneller laufen können, als die "Druffies". Fällt nicht auf, interessiert auch keinen, obwohl die Polizei an der nahegelegenen Moschee stets präsent ist. Schießerei mit Todesfolge? Neulich erst wieder passiert.
Auf der Vorderseite der Post ist es zumindest tagsüber und in den frühen Abendstunden entspannter, weil dort stets Massen von Studenten anwesend sind und das im Postgebäude ansässige Fitnessstudio auch gut besucht wird, da fällt der Dreck nicht so auf und wird auch nicht so aktiv. Jägerstraße und Gießbergstraße meidet man aber auch tagsüber lieber, bzw. verriegelt auf jeden Fall sein Auto bei der Durchfahrt.
Von daher möchte ich wetten, dass ich dort mit einem Helfer eine weitere Person weitgehend unbeachtet und unbehelligt in den Innenhof bugsieren könnte, werde es aber gewiss nicht ausprobieren.

Wie Waldemar in den Innenhof gelangt ist, wird wohl ein Rätsel bleiben.
Mag sein, dass jemand, der Gebäudeschlüssel besitzt oder sogar im Gebäude war, in den Fall verwickelt ist.
Mag sein, dass Waldemar in der Gießbergstraße angefahren oder totgeschlagen und auf kürzestem Wege möglichst schnell beiseite geschafft wurde. Ob das seltsam aussieht ist, interessiert dort kaum jemanden.
Mag sein, dass er sich im Hof der Post erst mit jemandem getroffen hat, was dann aus dem Ruder gelaufen ist. Dagegen sprechen zwar die Darstellungen der Polizei, aber das war mein erster Gedanke bei der ganzen Sache.


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21.03.2015 um 11:26
Ich kenne die Gegend auch, es war 1998 nicht ganz so schlimm wie heute, aber auch damals schon eine recht uncoole Gegend.
Dobie schrieb:Von daher möchte ich wetten, dass ich dort mit einem Helfer eine weitere Person weitgehend unbeachtet und unbehelligt in den Innenhof bugsieren könnte, werde es aber gewiss nicht ausprobieren.
Dem stimme ich zu, betone aber "unbeachtet" im Gegensatz zu "unbeobachtet." Und da es eine recht hohe Belohnung gab, wäre es nicht unwahrscheinlich gewesen, dass aus dem "unbeachtet" doch irgendwann mal ein Hinweis an die Polizei geworden wäre. Insofern war ein solches Unterfangen in dieser Gegend schon ein Risiko für die Täter.


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21.03.2015 um 11:27
Echt, Du warst auch mal in Kassel?
Haha, das wird ja immer mehr zum "Klassentreffen" hier! Erzähl mal!


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21.03.2015 um 11:30
Oh ja, ich kenne die Stadt ganz gut, meine Schwester lebt dort und ich habe dort einige Zeit verbracht, als ich in Göttingen studiert habe.


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21.03.2015 um 11:36
Ah, okay. Ich dachte gerade, wir könnten/müssten uns im Nachtleben auch begegnet sein...

Mal für die Nicht-Kasseler, damit hier kein falscher Eindruck entsteht:
Diese Stadt hat durchaus auch sehr schöne Seiten und rundherum sehr viel Natur. Einige andere Brennpunkte sind im Lauf der Jahre sogar mehr oder weniger verschwunden.


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Mauro
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Der rätselhafte Tod des Waldemar Danilkin

21.03.2015 um 21:57
@Dobie

Ich bin Nicht-Kasseler....ich kenne die Stadt nur von ihren schönen Seiten, Veranstaltungen, etc.

Nachtleben , keine Thema, auch das erfolgreich abgeleistet....

Kannst du evtl. noch einen Hinweis oder eine Theorie zum Tod es 20 j. Waldemar D. einbringen?

Wäre evtl. hilfreich!


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