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Mark Herbert aus Offenbach brutal zusammengeschlagen (2012)

Mark Herbert aus Offenbach brutal zusammengeschlagen (2012)

13.08.2015 um 15:58
Ich wollte auch einen für mich sehr ungewöhnliuchen Fall hier aus Offenbch vorstellen der gestern auch in Aktenzeichen XY behandelt wurde.

"In der ZDF Sendung Aktenzeichen XY geht es am Abend um eine folgenschwere Schlägerei in Offenbach. Ein bislang unbekannter Täter hatte vor rund drei Jahren den damals 23jährigen Mark Herbert brutal zusammengeschlagen. Die Polizei hofft durch Aktenzeichen XY endlich den Täter zu finden. Es ist der 25. August 2012: Der damals 23 jährige Fan von Kickers Offenbach ist Abends auf dem Aussichtsturmfest im Stadtteil Bieber unterwegs. Ohne Vorwarnung wird er plötzlich von einem Unbekannten zu Boden geprügelt. Mark Herbert wird durch Schläge und Tritte lebensgefährlich verletzt - seit der Attacke ist der Offenbacher vom Hals abwärts gelähmt. Der Täter flieht unbemerkt. Die Hintergründe der Attacke sind auch nach drei Jahren weiter unklar. Selbst Fahndungsaufrufe und Videobotschaften über die Stadionanzeigetafel von Kickers Offenbach blieben ohne Erfolg."

http://www.zdf.de/aktenzeichen-xy-...-ungeloest/brutaler-schlaeger-gesucht-opfer-nach-attacke-querschnittsgelaehmt-39625...

oder die Sendung ab 42:00min

https://www.youtube.com/watch?v=P5OxHSsX10g

https://www.op-online.de/offenbach/aktenzeichen-xy-fall-offenbach-bieber-versuchte-toetung-aussichtsturmfest-5327640.htm...

https://www.facebook.com/pages/Mark-Herbert-OFC-Fans-stehen-hinter-dir/758442950841400

wobei der Täter wohl eben nicht unbekannt sondern bekannt ist - es nur nicht für eine Anklage reicht weil kein Zeuge sich traut offiziell auszusagen.

mir ist der Fall schon länger bekannt ich wusste aber nicht das der Täter wohl eigentlich identifiziert ist. Jetzt meine Hauptfrage an Meschen die sich auskennen :) Ist denn nicht möglich Auszusagen aber den Namen des Zeuge aus den Ermittlungsakten rauszuhalten bis zum Prozess? Ich denke die Hauptangst ist das jemand aussagt und der Typ wegen festem Wohnsitz blabla nicht in U-Haft kommt bzw. vielleicht auch noch Freunde hat.


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Mark Herbert aus Offenbach brutal zusammengeschlagen (2012)

13.08.2015 um 16:11
Der Komissar gestern meinte, dass man leider die Namen von Zeugen nicht verheimlichen kann oder das ein Zeuge anonym bleiben kann. Wenn man eine Aussage macht und es kommt zur Verhandlung, muss der Name genannt werden. Ich glaube, Zeugennamen stehen sogar schon auf der Vorladung vom Gericht.

Ich hatte mal einen Kamikaze-Autofahrer angezeigt. Auf seiner Einladung zur Gerichtsverhandlung stand mein Name. Ich fand das in diesem vergleichsweise unbedeuteten Fall schon sehr komisch für mich. Ich hatte ein unbehagliches Gefühl und dies wurde darin bestätigt, dass mich seine Frau bereits auf dem Parkplatz namentlich sehr asozial ansprach und beschimpfte.


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Mark Herbert aus Offenbach brutal zusammengeschlagen (2012)

13.08.2015 um 16:19
ich meine ich arbeite ja hier in Offenbach quasi "am Berg" und kenne auch sehr viele OFC fans (auch wenn ich ganz sicher nicht dazu gehöre^^)

Ich denke so richtig gibt es hier nur 2 Kickers Kneipen und ich vermute das ich auch Leute kenne die den Täter kennen (soo viele Kickers Fan gibt es auch nicht ;) )

Es muss halt wirklich ein schwerer Junge sein - nach dem Bericht - und von daher kann ich die Angst auch verstehen. Es muss doch aber möglich sein die Zeugen zu schützen ohne sie gleich in ein Schutzprogramm zu nehmen.
Ich finde das wirklich gruselig gerade...


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aero
ehemaliges Mitglied

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Mark Herbert aus Offenbach brutal zusammengeschlagen (2012)

13.08.2015 um 17:02
Ich finde das auch sehr bedenklich das es unserer justiz, respektive politik, offenbar nicht möglich ist, wichtigen zeugen den nötigen schutz zu bieten den sie benötigen damit die gerechtigkeit ihren weg finden kann.

Als absoluter BRD-patriot und demokrat muß ich mir hier die nachteile unserer demokratie eingestehen.
Trotzdem ist es eine un-situation die revediert gehört. Auch wenn ich weiß das dies die quadratur des kreises ist.

Wenn ich mir aber vor augen halte, im positiven sinne, wie sensibilisierung im umgang mit schützenswerten bürgern in entsprechenden fällen möglich ist (zeugenaussage per vid etc.), muß es nicht ein ding der unmöglichkeit sein.

DENN.....wenn solch ein strolch diese demokratie der auch er untersteht, so brutal rücksichtslos mißbraucht und ausnützt muß es möglich sein, auch auf solche art der gerechtigkeit ihren weg zu ebnen.
Zum beispiel das ein wichtiger zeuge vor dem prozeß eine aussage machen kann ohne das diese art von täter den namen des zeugen im nachhinein erfährt.

Es darf einem zeugen, und das gilt auch für ähnlich gelagerte fälle (wie mit der chinesin im ersten fall), nicht zum nachteil im nachhinein werden, wenn er der von unserem staat und demokratie geforderten verpflichtung zur zivilcourage nachkommt.


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Mark Herbert aus Offenbach brutal zusammengeschlagen (2012)

13.08.2015 um 17:21
Da finde ich es dann merkwürdig, dass im Fall des vermissten Armin Lauter sogar eine Seite für anonyme Mitteilungen geschaltet wurde. Es geht also, wenn man will.

Ab ca 41:35 im Video zu hören.


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Mark Herbert aus Offenbach brutal zusammengeschlagen (2012)

13.08.2015 um 17:28
Soweit ich das verstanden habe, wollen die Zeugen insbesondere im Prozess nicht als Zeugen aussagen. Ich vermute, dass dieser Irre genug "Freunde" hat und die Zeugen das wissen. Dann nutzt auch nichts, wenn die Namen der Zeugen bis Prozessbeginn unter Verschluss gehalten werden.


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KonradTönz1
ehemaliges Mitglied

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Mark Herbert aus Offenbach brutal zusammengeschlagen (2012)

13.08.2015 um 17:29
Hätte nie gedacht, dass es unter solchen Umständen nicht möglich ist eine Aussage so zu machen, dass der Verdächtige nicht mitbekommt von wem sie stammt (und zwar auch vor Gericht). Es dürfte doch eine absolute Standardsituation sein, dass Zeugen durch Angeklagte und deren Familienmitglieder bedroht werden.
Und ganz klar: Ich hätte vor dem Typ auch Schiss. Der wird selbst für eine derartig schwere Körperverletzung nicht länger als 5 Jahre einfahren, davon sitzt er vlt. 3 ab, kommt dann raus und hat überhaupt nichts mehr zu verlieren.


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Mark Herbert aus Offenbach brutal zusammengeschlagen (2012)

13.08.2015 um 17:32
@KonradTönz
Da gebe ich Dir absolut Recht.


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Mark Herbert aus Offenbach brutal zusammengeschlagen (2012)

13.08.2015 um 17:44
Ja, traurig, wer weiß, wieviele Verbrechen noch aufgeklärt werden könnten, wenn die Möglichkeit bestünde, anonym auszusagen. Es geht ja nicht darum, dass die Polizei nicht weiß, wer der Zeuge ist, aber warum muss der Angeklagte Namen und Adressen von Zeugen erfahren, die nur das Pech hatten, zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein und ihn bei seiner Straftat zu beobachten? Das muss m.E. möglich gemacht werden, dass solche Leute dann ihre Aussagen so machen können, dass ihre Identität geschützt wird. Es ergibt für mich keinen Sinn, warum das nicht möglich sein soll? Wer möchte sich schon den Unmut so eines gewaltbereiten Menschen zuziehen, indem man ihn belastet vor Gericht und weiß, der hat meine Adresse wenn er wieder rauskommt? Eine Aussage wird ja nicht unglaubwürdiger dadurch, dass man dem Angeklagten die Identität des Zeugen nicht offenlegt.


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Mark Herbert aus Offenbach brutal zusammengeschlagen (2012)

13.08.2015 um 17:50
Verstehe die Justiz nicht aber auch die von XY, denn sie ermuntern ja stets (XY-Preis und blabla) die Leute sich zu melden, der Polizei zu helfen und oft sogar in einer Fremdsprache. Und nun soll das plötzlich nicht mehr gehen? Wenn die schon Vertraulichkeit garantieren, dann versteht sich das für mich von selbst, dass damit auch verwertbare Aussagen gedeckt werden. Aber wie in diesem Fall ist doch also alles Quatsch. Und ich rede nicht mal von Zeugenschutzprogrammen o.ä., sondern dass einem Rechtsstaat nicht möglich ist, einen Zeugen verpixelt über eine Fernschaltung aussagen zu lassen und damit seine Identität zu schützen. Es gibt technisch sooo viele Möglichkeiten auszusagen, ohne erkannt zu werden. Was soll also der ganze Zirkus?

P.S. An die Leute aus der Region: Wer ist denn überhaupt dieser Typ, denn "alle" kennen aber Angst vor einer Aussage haben? Das hört sich ja alles nach Al Capone in den 30ern. In Chicago und nicht in Offenbach....


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Mark Herbert aus Offenbach brutal zusammengeschlagen (2012)

13.08.2015 um 17:53
Ich dachte auch bis gestern, dass man sich anonym melden kann, um Hinweise zu geben. Oft genug wird dies bei XY ja betont. Aber die Erklärung gestern hat mich nachdenklich gemacht. Wenn es hart auf hart kommt, muss man also seine Identität öffentlich machen, damit es zu einer sinnvollen Verhandlung bzw. Verurteilung kommt.


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Mark Herbert aus Offenbach brutal zusammengeschlagen (2012)

13.08.2015 um 17:54
Im Film wurde ja auch von dem einen Zeugen gesagt das der Typ in der Kneipe noch jemanden zusammen geschlagen hat. Das der sogar beide Beine gebrochen hatte aber nicht zur Polizei gegangen ist. Ich weiß nicht was da vor sich geht, aber da sollte schleunigst was passieren. Der Typ ist doch ne tickende Zeitbombe.


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Mark Herbert aus Offenbach brutal zusammengeschlagen (2012)

13.08.2015 um 17:58
Vorallem finde ich es suspekt, dass der Polizei der Name bekannt ist und sie nicht in der Lage ist, ihn zu überführen. Er dürfte ja überprüft worden sein. Wenn er kein Alibi hat, dann müsste die Polizei doch eigentlich an ihm dran bleiben. Somit gehe ich davon aus, dass einer seiner "Freunde" ihm ein Alibi verschafft hat. Aber das ist lügen. Hat man bei der Polizei dann nicht die Möglichkeit, diesen falschen Alibi-Geber so unter Druck zu setzen, dass er schwach wird und zugibt, dass der Täter zum Tatzeitpunkt nicht bei ihm war? Ich kann dieses ganze Ausmaß nicht wirklich fassen.


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Mark Herbert aus Offenbach brutal zusammengeschlagen (2012)

13.08.2015 um 17:59
@Feelee

Eben! Und deshalb sind wohl die ganzen Zusagen seitens der Polizei ein Witz! Überlegt mal Leute, hier geht es um Deutsche in Deutschland und aus einer Nichtigkeit entstandener Streit. Wie wollen die also Zeugen für die organisierte internationale Kriminalität schützen, wo die Zeugen meist aus den Herkunftsländern kommen? Die öffentliche Ansage von gestern ist doch absurd!


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Mark Herbert aus Offenbach brutal zusammengeschlagen (2012)

13.08.2015 um 18:04
Und vor allem frage icH mich wie es im Jahr 2015 möglich sein kann allein schon an Hand von DNA Spuren jemand NICHT überführen zu können....?


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Mark Herbert aus Offenbach brutal zusammengeschlagen (2012)

13.08.2015 um 18:05
Das ganze Problem ist ja das das Zeugennamen niedergeschrieben werden und auch der
Anwalt des Angeklagten Akteneinsicht hat. Zeugennamen kann man nie geheim halten.
Ich denke auch das der Typ seine Leute die beteiligt waren unter Druck gesetzt hat um sich evtl. ein Alibi zu verschaffen.


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Mark Herbert aus Offenbach brutal zusammengeschlagen (2012)

13.08.2015 um 18:08
DA passt einiges nicht. @Suinx

Ich bekomme bei dem Gedanken schon Gänsehaut, bei Deiner Beschreibung, wie es bei der organisierten Kriminalität ist. Dann dürften es sich da ja überhaupt keine Zeugen finden. Das kann doch alles nicht wahr sein.

Im Falle der toten Madeleine, die von ihrem Stiefvater ermordet wurde, war es ja auch so, dass man ihre Anschrift auf gar keinen Fall dem Angeklagten bekannt geben durfte. Sie war wohl auch in einer Art Schutzprogramm. Und was passierte: der Name mit Anschrift wurde in einem Schreiben erwähnt und das war wohl ihr Todesurteil.

Somit kann ich schon verstehen, dass man sich als Zeuge solche Aussagen dreimal überlegt. Vorallem wenn man evtl. auch Familie hat. Aber es kann doch nicht sein, dass ein einzelner Mann, eine solche Macht hat.


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Mark Herbert aus Offenbach brutal zusammengeschlagen (2012)

13.08.2015 um 18:11
@Keintäter

Und wie soll das dann im Zeugenschutzprogramm gehen? Bei Zeugenschutzprogramm denken wohl die meisten an Umzug, neue Identität und eventuell äußerliche Verànderungen. Aber fängt nicht Zeugen-Schutz schon bei Geheimhaltung des Namens an?


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Mark Herbert aus Offenbach brutal zusammengeschlagen (2012)

13.08.2015 um 18:16
In Österreich scheint das etwas anders zu laufen, da sind wohl unter bestimmten Voraussetzungen anonyme Aussagen möglich. Das ist doch eine Anregung für die deutsche Justiz.

http://justizinfo.justiz.gv.at/straf/html/index.php?id=700_4202
Grundsätzlich müssen Sie bei der Vernehmung auch Angaben zu Ihrer Person machen.
Das Vernehmungsprotokoll wird daraufhin in den Akt aufgenommen, in welchen der Beschuldigte Einsicht nehmen kann.
Zu Ihrem Schutz sind jedoch spezielle Maßnahmen vorgesehen, die stark einzelfallbezogen gestaltet sind.
Ihre Durchführung hängt von den konkreten Umständen des Einzelfalles ab.
Informieren Sie daher so bald wie möglich die Kriminalpolizei oder die Staatsanwaltschaft von einer möglichen Gefährdung, damit notwendige Schutzmaßnahmen ergriffen werden können.
Soweit Sie sich oder eine andere Person einer ernsten Gefahr für Leben, Gesundheit, körperliche Unversehrtheit oder Freiheit aussetzen würden, ist es zulässig, personenbezogene Daten und andere Umstände, die Rückschlüsse auf die Identität der gefährdeten Person zulassen, von der Akteneinsicht auszunehmen.
Wenn dadurch die Gefahr beseitigt werden kann, so werden die entsprechenden Passagen unkenntlich gemacht und es werden "zensierte" Kopien ausgefolgt.

Bei der sogenannten anonymen Aussage bleiben Sie auch gegenüber der Kriminalpolizei, der Staatsanwaltschaft und dem Gericht anonym, da Sie ausnahmsweise Ihren Namen und andere personenbezogene Angaben nicht mitteilen müssen.
Die anonyme Aussage ist nur in Ausnahmefällen zulässig. Da dabei die Angaben zur Person ganz unterbleiben, scheinen die persönlichen Daten in keinem Akt auf.


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Mark Herbert aus Offenbach brutal zusammengeschlagen (2012)

13.08.2015 um 18:24
@Suinx
Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis
Gesetz zur Harmonisierung des Schutzes gefährdeter Zeugen (Zeugenschutz-Harmonisierungsgesetz - ZSHG)
§ 10 Zeugenschutz in justizförmigen Verfahren

(1) Eine zu schützende Person, die in einem anderen gerichtlichen Verfahren als einem Strafverfahren oder in einem Verfahren vor einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss vernommen werden soll, ist berechtigt, abweichend von den Bestimmungen der jeweiligen Verfahrensordnung, Angaben zur Person nur über eine frühere Identität zu machen und unter Hinweis auf den Zeugenschutz Angaben, die Rückschlüsse auf die gegenwärtigen Personalien sowie den Wohn- und Aufenthaltsort erlauben, zu verweigern. An Stelle des Wohn- und Aufenthaltsorts ist die zuständige Zeugenschutzdienststelle zu benennen.
(2) Urkunden und sonstige Unterlagen, die Rückschlüsse auf eine Tarnidentität oder den Wohn- oder Aufenthaltsort einer geschützten Person zulassen, sind nur insoweit zu den Verfahrensakten zu nehmen, als Zwecke des Zeugenschutzes dem nicht entgegenstehen.
(3) Für das Strafverfahren bleibt es bei den Vorschriften der §§ 68, 110b Abs. 3 der Strafprozessordnung.
http://www.gesetze-im-internet.de/zshg/index.html

Ich vermute mal das es hier steht das im ZSP die neue Identität nicht preiszugeben ist bei einer Aussage


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