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Der Fall Friedrich F. (Doppelmörder auf der Flucht)

36 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: 2017, Flucht, Doppelmord ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der Fall Friedrich F. (Doppelmörder auf der Flucht)

20.11.2017 um 20:56
Hallo Freunde, heute hab ich mal wieder einen Fall aus Österreich für euch, und ich verspreche er hat es in sich, mich hat gewundert dass es hierzu noch keinen Thread auf Allmy gibt, schließlich haben wir hier einen Fall und vor allem einen Tatverdächtigen, der jede Menge Freiraum für Diskussionen, Spekulationen, Analysen und Vermutungen hergibt.

Ich versuche, nichts auszulassen, will den Startpost aber auch nicht all zu extrem aufblähen sonst liest es ja keiner.

Friedrich F. ist 66 Jahre alt und lebt in Stiwoll, Bezirk Graz-Umgegung, Bundesland Steiermark, Österreich. Nur wenige Kilometer von meiner Heimatstadt Graz entfernt, ebenfalls nur wenige Kilometer entfernt von meinem aktuellen Wohnort. Das aber nur am Rande.

Friedrich F. ist ein schwieriger Mensch, ein streitbarer und problematischer Charakter. Er lässt nichts aus, liefert sich seit Jahren unzählige Scharmützel mit Behörden, der Justiz im allgemeinen, einzelnen Richtern, Anwälten, Ämtern und mit einer Fülle an Privatpersonen in seinem Umfeld. Friedrich F. trägt seine Dispute öffentlich aus. Einmal bringt Friedrich F. seine eigene Zeitung heraus, die unter dem Namen "Volks Blatt" zwei mal im Jahr mit einer Auflage von 15.000 Stück erscheint und lässt sie per Post an zahlreiche Haushalte schicken. Hier eine 12-seitige Leseprobe (Archiv-Version vom 02.11.2017).

Später entdeckt er das Internet für sich. Facebook, YouTube - und eine eigene Homepage dienen dazu, jene Personen die er für sich zum Feind ernannt hat, anzuprangern. Friedrich F. wirft der Grazer Justiz NS-Methoden vor, vergleicht Richter mit Nazi-Richtern, um dies zu demonstrieren bringt er ein Plakat an der Heckscheibe seines Autos an. "H**L H****R - oder wie oder was?" steht darauf geschrieben. Damit fährt er quer durch Graz und die Steiermark. Einmal fährt er mit einem Traktor herum, auf dem Werbetafeln und Plakete für die (damals) parteilose Präsidentschaftskandidatin Irmgard Griss befestigt sind.

Friedrich F.s Aktivitäten im Internet sind schwer nachvollziehbar. Man sieht es und rätselt, ob man es mit Satire oder geistiger Verwirrung zu tun hat. Ja, Friedrich F. wirkt verwirrt, dann wieder klar, man versucht zu verstehen, was ist ernst gemeint und was nicht. Sein Verhältnis zu seinen Mitmenschen ist problematisch. Lediglich mit seiner Frau gibt es dem Anschein nach ein gutes Auskommen, seine Kinder sind nicht gut auf ihn zu sprechen, wie auch so ziemlich alle anderen Personen im Umfeld - denn Friedrich F. legt sich mit jedem an. Einmal hat er versucht, seinen Bruder -der ebenfalls zu den Feinden des Friedrich F. zählt- mit einer Schaufel zu erschlagen. 2011 schreibt Friedrich F. ein E-Mail an das Justizministerium in dem er mit Waffengewalt droht. Er gilt als unzurechnungsfähig, einsperren kann man ihn nicht.

Bis zum 29. Oktober 2017. Personen aus dem Umfeld von Friedrich F. sahen es kommen, eines Tages wird es eskalieren. An diesem Tag schiesst Friedrich F. im Rahmen einer Aussprache unter Nachbarn auf 3 Menschen. 2 sterben, ein drittes Opfer überlebt.

Ein seit 9 Jahren existenter Disput um einen Zufahrtsweg, der auch seit längerer Zeit die Gerichte beschäftigt, eskaliert auf bittere Art und Weise.

Friedrich F. wird seit diesem Tag gesucht und wurde seither nicht mehr gesehen. Sein Fluchtfahrzeug wurde nach kurzer Zeit im benachbarten Ort Södingberg gefunden, vom Tatverdächtigen fehlt jede Spur. Seit 3 Wochen findet eine der spektakulärsten und aufwändigsten Fahndungen der jüngeren österreichischen Geschichte statt, überall wo es Hinweise gibt, noch so vage, rücken Polizei, Kripo, COBRA mit einem Großaufgebot an und drehen alles auf links. Die Gegend in und um Stiwoll wurde und wird dauerüberwacht, die Wälder in der Umgebung regelmäßig abgegrast, ein Freilichtmuseum wurde durchsucht, alles ohne Erfolg. Friedrich F. ist vermutlich ohne Papiere (Reisepass), Verpflegung und Geld - dafür aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bewaffnet unterwegs, ein Suizid liegt ebenfalls im Bereich des denkbaren, obgleich seitens der Polizei vor etwa 1-2 Wochen noch verlautbart wurde dass man ihn in diesem Fall bereits gefunden hätte.

Friedrich F. wurde aufgrund der drohenden Gefahr unmittelbar auf die Liste der "Most Wanted", der am dringendsten gesuchten Straftäter Österreichs gesetzt. Jene Liste auf der davor lediglich eine einzige Person stand, nämlich der seit Jahren flüchtige Tibor Foco (Thread existiert im Allmy, ich glaub den hab auch ich erstellt). Mittlerweile steht er auch auf der europäischen Most Wanted Liste.


Ich möchte euch den Tatverdächtigen etwas näher bringen und bin sehr gespannt auf eure Einschätzungen. Hierfür benötigt ihr natürlich ein paar weitere Informationen, ich hoffe nichts von dem von mir geposteten verstößt gegen die Forenregeln.

Das ist Friedrich F.:

IMG 3421 1510835646937397 v0 h

Fahndungsseite auf der Homepage des BMI (Bundesministerium für Inneres)

Die beiden folgenden Links sind jene, die am "interessantesten" bzw am wichtigsten sind, um zumindest den Versuch zu wagen, die Person Friedrich F. zu analysieren, um zu verstehen wie er tickt und warum.

Seine Homepage http://www.justiz-gewalt.at/ hat er bereits seit über 5 Jahren, verfasst dort einen Blog der denke ich, tief blicken lässt.

Im Spoiler eine Leseprobe:

Spoiler

64. Ein Rechtsstaat wie in Uganda

Veröffentlicht am 30. August 2016 von Friedrich Felzmann

Ein Rechtsstaat wie in Uganda RS Pock-Dach 8342 Gnas Klage RA Dr. Ogris Pock Dach 8342 Gnas Pater als Lügner Richter Staatsanwälte schreien Grundlos Haltlos wie Natzi Richter Roland Freisler. Sie dürfen sich nicht Verteidigen und Beweise führen. Für sie tun wir gar nichts!? Massiver Schwerster Gesetzesmissbrauch durch Richter und Staatsanwälte. Bis zu Rauschgiftvermittlung durch Richter mit Übergabe.
Jede Rechtshilfe wird verweigert. Sogar bei Lebensgefahr.
Widerholte Prozessanstiftung durch die SPÖ, SPÖ-Anwälte, SPÖ-Richter und Staatsanwälte
Prozessanstiftung durch Richter und Anwälte. Somit Klagen ohne Klagegrund.
Klage Vollmacht- Fälschungen durch Richter und Anwälte. Somit Klagen von Verstorbenen und Klagen wo diese Kläger entschieden bestreiten geklagt zu haben. Und auch nicht bei Gericht erscheinen. Trotzdem werden Aussage-Protokolle durch Richter erfunden – gefälscht.
Immer wieder werden Kläger geführt. Kläger die überhaupt nicht wissen dass sie Kläger sind.
Jeder Vergleich nach ZPO wird durch Richter verweigert. Oder Falsch Protokolliert. Der Beklage war zu keinen Vergleich bereit.
Ein Verfahren von 11 Jahren und die Beklagte hat sich nie Verteidigen dürfen und wird verurteilt = ein Verbrechen dieser Richter.
Doppelklagen: Wenn das erste Verfahren verloren wird. Wird in der gleichen Sache ein zweites Verfahren eröffnet und geführt.
Sachverständigen Gutachten werden auf Anordnung durch Richter gefälscht.
Den Restlichen Teil vom Gutachten dessen Preisabschlag, lässt dieser Richter Brauchart im Urteil überhaupt verschwinden.
Brutalste Verweigerung der Verteidigung durch diverse Richter
Kläger und Zeugen werden zu Schriftlichen und Mündlichen Falschaussagen genötigt
Beweise Urkunden lässt man bei Gericht verschwinden.
Aussage Protokoll, Feststellungen, und Urteile werden Brutalste von Richtern gefälscht. Mit Schwerstem Gesetzesmissbrauch.
Rechtsanwälte werden von Richtern beeinflusst uns nicht zu verteidigen. Schein Verteidigungen!




Ebenso tief blicken lässt sein Youtube-Kanal.

Ich stelle 2 Videos hier ein, alle anderen könnt ihr über den Link ansehen.

https://www.youtube.com/watch?v=R8kUv9AfnWM

Hier filmt Friedrich F. Arbeiter in einem Wald, vermutlich um sie wegen Schwarzarbeit zu verpfeifen (?), daraus entstand eine verbale Auseinandersetzung.

In einem weiteren Video symbolisiert er, wie er von der Rechtsantwaltskammer "bis auf die Unterhosen" ausgezogen wurde, sinnbildlich und in diesem Fall auch wortwörtlich:

https://www.youtube.com/watch?v=0Q4qYLYjLDw


Das Fahrzeug von Friedrich F., fotografiert bereits lange vor der Tat, da er unter anderem aufgrund der Aufschrift auf der Heckscheibe längst kein unbeschriebenes Blatt mehr war:

unbenannt-2.5673115Original anzeigen (0,3 MB)


Besonders wichtig, Chronologie und Überblick der Ereignisse, (C) Kleine Zeitung:
2017-WEB-Stiwoll 1510855293121262Original anzeigen (1,6 MB)

Weitere Medienberichte und eine zweite Chronologie gibt es hier: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/chronik/5321697/Stiwoll_Tag-19-der-Suche_So-koennte-Felzmann-jetzt-aussehen

Ein Bericht über seine Vorstrafen: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/chronik/5315029/Nach-Doppelmord-in-Stiwoll_Die-lange-Gerichtsakte-des






Wir haben es hier mit einem sehr speziellen Tatverdächtigen zu tun, der eine schier unglaubliche Vorgeschichte aufweist. Ich denke, Hobby-Psychologen, Profiler, oder allgemein Kriminalrätsler haben hier viel Stoff, viele Diskussionsansätze.


Ich persönlich - und ich bezeichne mich ebenfalls als Hobby-Profiler, tue mir sehr schwer diese Person einzuschätzen. Werde zu einem späteren Zeitpunkt noch genauere Einschätzungen zu seiner Person abgeben.

Was sagt die Allmy-Community dazu?


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Der Fall Friedrich F. (Doppelmörder auf der Flucht)

21.11.2017 um 09:39
Über was willst du diskutieren? Eigentlich stellst du nur das Verhalten eines Doppelmörders ein. Zur Tat selbst sind die Informationen sehr dürftig.


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Der Fall Friedrich F. (Doppelmörder auf der Flucht)

21.11.2017 um 10:31
@schluesselbund

Primär über die Psyche bzw allgemein das Persönlichkeitsbild und Verhalten.

Über die Tat selbst sind - auch in den Medien - nur wenige Informationen verfügbar, vor allem dadurch bedingt dass es keine direkten Augenzeugen gibt, es gibt im Prinzip eine Vorgeschichte die ich etwas beschrieben habe (Nachbarschaftsstreit über einen Zufahrtsweg), viel mehr gibt es nicht dazu.


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Der Fall Friedrich F. (Doppelmörder auf der Flucht)

21.11.2017 um 13:10
Zitat von Cptn.WankalotCptn.Wankalot schrieb:Primär über die Psyche bzw allgemein das Persönlichkeitsbild und Verhalten.
Habe ich mir auch gedacht. Da bist du eher beim falschen Blog angelangt.

Trotzdem ein paar Gedanken.
Sein Verhalten mag ja auffällige Formen Besitzen, welch nicht mal so selten anzutreffen sind. Mindestens dem Gedankengut nach. Vieles wird da halt unter den Tisch gewischt. Oder eben todgeschwiegen. Gerad wenn es um das Verhalten von Behörden geht. Und Gerichtsentscheide sind halt auch nicht makellos. Gerade was im zivilrechtlichen oder im gesellschaftlichen politischen Bereich von Bedeutung ist. Da könnte ich auch ein paar Geschichten einstellen.

Die frage stellt sich doch eher wer übernimmt die Verantwortung für solche psychischen Erkrankungen.


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Der Fall Friedrich F. (Doppelmörder auf der Flucht)

21.11.2017 um 21:18
So wie sein Verhalten geschildert wird, könnte es sich um eine paranoide Persönlichkeitsstörung handeln. Aber Menschen mit einer solchen Störung sind meist nicht unzurechnungsfähig. Würde mich interessieren, weshalb man ihn für seine vorhergehenden Taten nicht belangt hat.


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Der Fall Friedrich F. (Doppelmörder auf der Flucht)

22.11.2017 um 00:31
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Die frage stellt sich doch eher wer übernimmt die Verantwortung für solche psychischen Erkrankungen.
Ich vermute mal wie so oft niemand?

Laut Medienberichten hätte es für eine Einweisung eine Anlasstat gebraucht. Eine solche, die unter normalen Umständen mit einer Haftstrafe von mindestens einem Jahr sanktioniert wird. Eine solche gab es vor diesem Mord nicht, dass aber eine psychische Erkrankung o.ä. vorliegt muss bekannt gewesen sein, da er ja für seine Straftaten im Vorhinein nie belangt werden konnte.

Scheinbar war nicht einmal die Drohung ans Justizministerium, in der er Waffengewalt androhte, ausreichend um diese tickende Zeitbombe zu entschärfen.

In Österreich gab es mit "nicht schuldfähigen" Personen bereits mehrmals Probleme, eine Dame hat in Graz mit ihrem Schlüssel tausende Autos zerkratzt, wurde mehrmals dabei erwischt, konnte nicht belangt werden - das Gesetz hatte keine andere Alternative parat als die Frau einfach weiterhin Autos zerkratzen zu lassen.

Und hierbei ging es "nur" um Autos. Jetzt haben wir einen Fall in dem Menschen zu Tode kamen.
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Sein Verhalten mag ja auffällige Formen Besitzen, welch nicht mal so selten anzutreffen sind. Mindestens dem Gedankengut nach. Vieles wird da halt unter den Tisch gewischt. Oder eben todgeschwiegen. Gerad wenn es um das Verhalten von Behörden geht. Und Gerichtsentscheide sind halt auch nicht makellos. Gerade was im zivilrechtlichen oder im gesellschaftlichen politischen Bereich von Bedeutung ist. Da könnte ich auch ein paar Geschichten einstellen.
Ich versuche zu differenzieren, Friedrich F. ging ja einige Schritte weiter - hat selbst eine Zeitung produziert, eine Homepage geschalten, Dispute öffentlich ausgetragen - ich denke in dieser Ausprägung ist das viel mehr Ausnahme als Regel. Was wirklich passiert ist in seinen Prozessen etc ist unklar, selbst seine Blogeinträge lassen keine wirklichen Schlüsse zu.

Was aber bekannt ist, ist dass viele Personen nicht gerade überrascht waren, dass es derart eskaliert.
Zitat von ayslynnayslynn schrieb:So wie sein Verhalten geschildert wird, könnte es sich um eine paranoide Persönlichkeitsstörung handeln. Aber Menschen mit einer solchen Störung sind meist nicht unzurechnungsfähig. Würde mich interessieren, weshalb man ihn für seine vorhergehenden Taten nicht belangt hat.
Soweit ich weiß wurden diese Informationen nicht näher preisgegeben. Er hatte mit Gutachtern zu tun, das geht aus den Blogeinträgen hervor. Er behauptete auch dass ihm angedroht wurde ihn für "verrückt" zu erklären. Zu lesen war auch dass seine Familie ihn entmündigen wollte.


Ich frage mich ja ob er überhaupt noch lebt, btw.


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Der Fall Friedrich F. (Doppelmörder auf der Flucht)

22.11.2017 um 06:38
Zitat von Cptn.WankalotCptn.Wankalot schrieb:Ich versuche zu differenzieren, Friedrich F. ging ja einige Schritte weiter - hat selbst eine Zeitung produziert, eine Homepage geschalten,
Aber das selbst ist kein Straftatbestand.
Zitat von Cptn.WankalotCptn.Wankalot schrieb:selbst seine Blogeinträge lassen keine wirklichen Schlüsse zu.
Genau da fängt was an, dass sich in den Amtsstuben irgend was ereignet hat was mit anderem verhalten auch hätte geregelt werden können. Ohne irgend eine Gesetzesübertretung. Man nennt es in Volksmund auch der Amtsschimmel hat gewirrt.
Zitat von Cptn.WankalotCptn.Wankalot schrieb:Dispute öffentlich ausgetragen - ich denke in dieser Ausprägung ist das viel mehr Ausnahme als Regel.
Das mag sein. Das ist ja auch der Grund, warum jemand der sich so verhält in weiten teilen der Bevölkerung als Spinner abgetan wird. Und beruht darauf:
Zitat von Cptn.WankalotCptn.Wankalot schrieb: Was wirklich passiert ist in seinen Prozessen etc ist unklar,
Zitat von Cptn.WankalotCptn.Wankalot schrieb:Scheinbar war nicht einmal die Drohung ans Justizministerium, in der er Waffengewalt androhte, ausreichend um diese tickende Zeitbombe zu entschärfen.
Und dann soll das Zutreffend sein.
Zitat von Cptn.WankalotCptn.Wankalot schrieb:Laut Medienberichten hätte es für eine Einweisung eine Anlasstat gebraucht. Eine solche, die unter normalen Umständen mit einer Haftstrafe von mindestens einem Jahr sanktioniert wird.
Glaubt ja wohl keiner. Die Anlasstat scheint ja mit der Drohung gegeben zu sein. Und dann soll noch zuerst ein Gerichtverfahren eingeleitet werden. Welches dann zum Schluss kommen muss, dass eine Haftstrafe von einen Jahr fällig wird.

Nun ich bin nicht Schriftgelehrter. Um es kurz zu sagen, ich halte solche Medienberichte für Schmarren.


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Der Fall Friedrich F. (Doppelmörder auf der Flucht)

22.11.2017 um 06:57
@Cptn.Wankalot

Also ich finde den Fall wie jeder andere Fall eines Spinners -den versprochenen Freiraum für "Diskussionen, Spekulationen, Analysen und Vermutungen" sucht man hier vergeblich. Man könnte genau so die Geschichte eines jeden deutschen Reichsbürgers erzählen -und man hätte ungefähr die gleiche Ausgangssituation.....

P.S. Verwirrte Menschen soll man therapieren, einsperren wenn sie zu Gefahr werden....aber was will man über sie diskutieren...?


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Der Fall Friedrich F. (Doppelmörder auf der Flucht)

23.11.2017 um 12:55
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Aber das selbst ist kein Straftatbestand.
Natürlich nicht, so meinte ich es ja auch nicht. Auf deine Aussage hin, dass diese Verhaltensweisen nicht all zu selten anzutreffen sind, wollte ich primär entgegnen dass es Dispute dieser Art sicher nicht selten gibt - sehrwohl ist es aber selten wenn ein Betroffener sich mit Zeitung, Homepage, YouTube, Plaketen am Auto etc. in die Öffentlichkeit stellt, ich finde hier ist das Verhalten deutlich ausgeprägter als in anderen, mehr oder weniger vergleichbaren Fällen.

Im Nachhinein lässt sich natürlich leicht reden, aber mit der Vorgeschichte war es vielleicht vorauszusehen dass da einmal etwas passieren könnte, dann hätte man vielleicht Möglichkeiten gehabt das zu verhindern.
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Nun ich bin nicht Schriftgelehrter. Um es kurz zu sagen, ich halte solche Medienberichte für Schmarren.
Die Medienberichte basieren ja lediglich auf den vorhandenen Informationen die von den entsprechenden Behörden hinaus gegeben werden. Eventuelle Verfehlungen von dieser Seite werden - so es sie gibt - natürlich nicht zu der Art von Information zählen, die man an die Presse weitergibt.

Das Strafgesetzbuch sagt folgendes:
§ 107 StGB Gefährliche Drohung

(1) Wer einen anderen gefährlich bedroht, um ihn in Furcht und Unruhe zu versetzen, ist mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bis zu 720 Tagessätzen zu bestrafen.

(2) Wer eine gefährliche Drohung begeht, indem er mit dem Tod, mit einer erheblichen Verstümmelung oder einer auffallenden Verunstaltung, mit einer Entführung, mit einer Brandstiftung, mit einer Gefährdung durch Kernenergie, ionisierende Strahlen oder Sprengmittel oder mit der Vernichtung der wirtschaftlichen Existenz oder gesellschaftlichen Stellung droht oder den Bedrohten oder einen anderen, gegen den sich die Gewalt oder gefährliche Drohung richtet, durch diese Mittel längere Zeit hindurch in einen qualvollen Zustand versetzt, ist mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren zu bestrafen.

(3) In den im § 106 Abs. 2 genannten Fällen ist die dort vorgesehene Strafe zu verhängen.

(Anm.:Abs. 4 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 56/2006)
https://www.jusline.at/gesetz/stgb/paragraf/107

Da Absatz 2 wohl mit dem Satz "ansonsten sehe ich mich gezwungen zur Waffe zur greifen" nicht zweifelsfrei gegeben ist, wäre in der Tat dieser Bestand nicht ausreichend für eine Einweisung, da lediglich mit einer Freiheitsstrafe BIS ZU einem Jahr zu belangen ist.

Aber ich bin kein Rechtsexperte.
Zitat von SuinxSuinx schrieb:Also ich finde den Fall wie jeder andere Fall eines Spinners -den versprochenen Freiraum für "Diskussionen, Spekulationen, Analysen und Vermutungen" sucht man hier vergeblich. Man könnte genau so die Geschichte eines jeden deutschen Reichsbürgers erzählen -und man hätte ungefähr die gleiche Ausgangssituation.....

P.S. Verwirrte Menschen soll man therapieren, einsperren wenn sie zu Gefahr werden....aber was will man über sie diskutieren...?
Möglich dass ich mir den Freiraum einbilde, in einem anderen Thread zu einem Mordfall wurde 4 Seiten lang nur über einen Hund der nur am Rande mit dem Thema zu tun hatte diskutiert, daher womöglich meine Fehleinschätzung, die auf meiner subjektiven Einschätzung beruht vergleichsweise mit anderen Fällen zu denen ich hier Threads erstellt habe oder in denen ich mich regelmäßig aufgehalten habe. Möglich ist auch dass mein persönliches Interesse aufgrund der örtlichen Nähe größer ist als das der Allgemeinheit. ;)

In Österreich dominiert dieser Fall seit Wochen die Medien, daher dachte ich mir hätte er sich hier einen Thread verdient, in der Vergangenheit hat mich dieses Gefühl noch nie getäuscht, sollte es hier so sein möge man es mir nachsehen ;)  

Der Vergleich mit Reichsbürgern ist mMn nicht wirklich passend, da völlig anders gelagert. Der Reichsbürger lehnt ja den Staat aus Prinzip ab, einer meiner Nachbarn ist auch ein solcher und ich habe am Rande die Inhaftierung mitbekommen. Das ist bei diesem Tatverdächtigen nicht so, der hat sogar Werbung für eine Präsidentschaftskandidatin gemacht, ein Reichsbürger würde so etwas niemals in Betracht ziehen.

Zum PS: Siehe oben - das österreichische Gesetz in seiner jetzigen Form (die eigentlich schon lange nicht mehr haltbar wäre...) sieht das leider nicht so. Vielleicht liegt auch genau hier ein Diskussionsansatz.


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Der Fall Friedrich F. (Doppelmörder auf der Flucht)

23.11.2017 um 14:29
Zitat von Cptn.WankalotCptn.Wankalot schrieb:Die Medienberichte basieren ja lediglich auf den vorhandenen Informationen die von den entsprechenden Behörden hinaus gegeben werden.
Oder eben nicht. Die Presse hat hier einfach was draufgesetzt ohne entsprechende Behörden Informationen. Die wollten doch FF auf Grund seines Verhaltens als Idioten abtun.
Zitat von Cptn.WankalotCptn.Wankalot schrieb:wohl mit dem Satz "ansonsten sehe ich mich gezwungen zur Waffe zur greifen"  
Dazu benutzten sie dann den zitierten Satz.
Zitat von Cptn.WankalotCptn.Wankalot schrieb:(1) Wer einen anderen gefährlich bedroht, um ihn in Furcht und Unruhe zu versetzen,
Genau das ist in keiner Weise geschehen. Da ein solches Verhalten ein Inhaftierung Rechtfertigt. Die Bestrafung ist was ganz anderes.
Zitat von Cptn.WankalotCptn.Wankalot schrieb:nicht zweifelsfrei gegeben ist, wäre in der Tat dieser Bestand nicht ausreichend für eine Einweisung,
Oder denkst du ein Justizministerium gelange an die Presse mit der Bitte um Veröffentlichung was keinen Bestand hat.

Wäre dem so, so ist in der Tat dies Zutreffend
Zitat von Cptn.WankalotCptn.Wankalot schrieb:. Eventuelle Verfehlungen von dieser Seite werden - so es sie gibt - natürlich nicht zu der Art von Information zählen, die man an die Presse weitergibt.



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Der Fall Friedrich F. (Doppelmörder auf der Flucht)

23.11.2017 um 15:59
@schluesselbund

Glaube ehrlich gesagt ja nicht dass man bei einem Doppelmörder medial noch was draufsetzen muss. Im Vergleich dazu sind irgendwelche Droh-Mails ja nicht mal der Rede wert.

Wenn überhaupt (und in der Tat bin ich bei sehr vielen Fällen der Meinung dass die Rolle der Medien keine ehrenhafte ist) dann sehe ich die Tendenzen eher in die Richtung gehend dass Dinge aufgezeigt werden anhand derer die Behörden womöglich früher hätten eingreifen müssen.

Die Information der Drohung gilt als bestätigt, nicht aber jene Geschichte bei der er versucht haben soll den Bruder mit einer Schaufel zu erschlagen, gerade hier sehe ich schon auch einen Widerspruch in den öffentlichen Versionen, was eine Anlasstat betrifft.


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Der Fall Friedrich F. (Doppelmörder auf der Flucht)

23.11.2017 um 17:19
Zitat von Cptn.WankalotCptn.Wankalot schrieb:Glaube ehrlich gesagt ja nicht dass man bei einem Doppelmörder medial noch was draufsetzen muss.
Ja Moment mal, falls da Drohungen gegenüber Behörden überhaupt vorhanden waren, so geschahen dies vor den Morden. Dass sein Verhalten mediale Aufmerksamkeit erlang, scheint auch klar. Und da wird dann gerne was draufgesetzt.
Zitat von Cptn.WankalotCptn.Wankalot schrieb:Im Vergleich dazu sind irgendwelche Droh-Mails ja nicht mal der Rede wert.
Zitat von Cptn.WankalotCptn.Wankalot schrieb:Die Information der Drohung gilt als bestätigt
Siehst du, dass ist eben ein Ausdrucksweise deren ich nicht folgen mag. Weil genau das zutrifft:
Zitat von Cptn.WankalotCptn.Wankalot schrieb:nicht aber jene Geschichte bei der er versucht haben soll den Bruder mit einer Schaufel zu erschlagen,
Dass ich da zum Schlussgelange und solche Pressberichte als Schmarren bezeichne anbei ich auch der Auffassung bin:
Zitat von Cptn.WankalotCptn.Wankalot schrieb:(und in der Tat bin ich bei sehr vielen Fällen der Meinung dass die Rolle der Medien keine ehrenhafte ist)
dies nicht nur im Fall FF dürfte zutreffen. Bedauerlich finde ich, dass die Wahrheit so nie an die Öffentlichkeit gelangt. Das aber wäre die Aufgabe der Presse. Nennt sich auch Hintergrundberichte.


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Der Fall Friedrich F. (Doppelmörder auf der Flucht)

23.11.2017 um 21:48
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:dies nicht nur im Fall FF dürfte zutreffen. Bedauerlich finde ich, dass die Wahrheit so nie an die Öffentlichkeit gelangt. Das aber wäre die Aufgabe der Presse. Nennt sich auch Hintergrundberichte.
Das ist leider ein allgemeines Medienproblem, ich kann da jetzt nur für Österreich sprechen aber bei uns haben wir definitiv ein Medienproblem, einen eklatanten Mangel an Qualität im Journalismus gepaart mit sehr schwierigen Charakteren in der Branche, auch in punkto Politik, Sport etc.
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Ja Moment mal, falls da Drohungen gegenüber Behörden überhaupt vorhanden waren, so geschahen dies vor den Morden. Dass sein Verhalten mediale Aufmerksamkeit erlang, scheint auch klar. Und da wird dann gerne was draufgesetzt.
Verstehe deinen Punkt durchaus - bekannt wurden die Drohungen erst nach den Morden, daher denke ich bei so einer Tat, müsste man eigentlich nichts erfinden und unter normalen Umständen hätte es vom Justizministerium (das ja von der Drohung betroffen war) ein Dementi gegeben, wäre diese Information falsch. Die werden sicher nicht den Eindruck erwecken lassen dass eine solche Tat quasi "angekündigt" wurde ohne dass jemand eingegriffen hat.


Aber grundsätzlich bin ich großteils eh bei dir auch wenn es nicht den Eindruck erweckt: Wie gesagt die Tat dominiert seit Wochen die österreichische Presse, jede Zeitung berichtet quasi täglich darüber, anfangs waren es auf den Websites mancher Zeitungen sogar 5-10 Artikel PRO TAG, und hierbei wollen sie sich natürlich gegenseitig mit Informationsgehalt, vor allem aber mit Schlagzeilen und reisserischen Passagen übertrumpfen, da wird aus jeder noch so kleinen Spekulation ein Riesen-Artikel gemacht, da wird mit Ängsten und Schicksalsschlägen jongliert um Kohle zu machen - ekelhaft.


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Der Fall Friedrich F. (Doppelmörder auf der Flucht)

24.11.2017 um 22:50
Ich finde den Fall schon spannend da FF einfach verschwunden ist und sollte er noch Leben und wieder auftauchen es erst richtig interessant wird da man ihm dann besser einschätzen wird können. Und es gibt bestimmt viele Fälle wo die Leute ausgerastet sind und gemordet haben aber eben von so einen Aktiven Spinner habe ich noch nie gehört. Typisch Österreich halt.


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Der Fall Friedrich F. (Doppelmörder auf der Flucht)

25.11.2017 um 10:50
Zitat von Tomi.TFHTomi.TFH schrieb:Und es gibt bestimmt viele Fälle wo die Leute ausgerastet sind und gemordet haben aber eben von so einen Aktiven Spinner habe ich noch nie gehört.
Führst du die Tat auf den Behördenkrach des FF zurück?


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Der Fall Friedrich F. (Doppelmörder auf der Flucht)

25.11.2017 um 14:52
Zitat von Tomi.TFHTomi.TFH schrieb:Typisch Österreich halt.
naja :D

Ich hab ja keine Statistik zur Hand, ob wir mehr oder weniger Spinner haben als etwa Deutschland, Russland oder die USA. Aber - von Adolf Hitler mal ganz abgesehen, das ist ein eigenes Kapitel..... - hatten wir durchaus schon Fälle die weltweit Beachtung fanden, wenn ich etwa an Unterweger oder Fritzl denke...

So ein Aumaß hat dieser Fall nicht, aber wer weiß, was dieser noch bereit hält....


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Der Fall Friedrich F. (Doppelmörder auf der Flucht)

25.11.2017 um 15:56
ich finde es doch bemerkenswert, dass er immer noch „auf der flucht“ ist. er könnte bereits tot sein, dies denke ich aber nicht.
ich will nicht sagen, dass er unintelligent ist, aber ein genie dürfte er nicht sein. außerdem war die tat laut experten nicht geplant, die flucht deshalb spontan. dennoch ist er bis heute nicht gefunden worden.
ich weiß nicht woran es liegt? was meint ihr? schlechte polizeiarbeit? falsche expertenrinschätzung? ff = böses supergenie? ein großes helfernetz?


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Der Fall Friedrich F. (Doppelmörder auf der Flucht)

25.11.2017 um 17:44
Ich muss sagen das Die Hunde nicht angeschlagen haben obwohl das Täterfahrzeug dort gestanden ist schon merkwürdig daraus kann man schließen das FF Techniken zur geruchsvermeidung kennt.
Sieht noch wer so.


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Der Fall Friedrich F. (Doppelmörder auf der Flucht)

25.11.2017 um 22:57
Seine Zeitung strotzt nur so vor Rechtschreib- und Grammatikfehlern. Das erinnert mich an Rundbriefe oder Webseiten von Behinderten/Verwirrten, die von sich behaupten, verfolgt zu werden.


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Der Fall Friedrich F. (Doppelmörder auf der Flucht)

25.11.2017 um 23:19
@osttimor
Ich könnte mir vorstellen,dass er Helfer hatte. Es rennen hier ziemlich viele geniale Spinner rum, die so einen Menschen bestimmt gerne mit ihrem know how unterstützen. Auch , oder gerade wenn die Zeit knapp ist.  Genug Aufsehen hat er ja erregt.


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