cappucino317 schrieb am 11.01.2026:Klar ist das alles nur wilde Spekulation, aber neben den Angehörigen und Freunden, die einen großen Verlust hatten, hat durchaus die Gesellschaft eine Persönlichkeit verloren, die sich für nicht ganz einfache Themen stark gemacht hätte.
Das sehe ich tatsächlich anders, sehr anders sogar.
Ich finde nicht, dass er sich für "nicht ganz einfach Themen stark gemacht" hat, sondern eher durch seine provokantes und penetrantes Auftreten Vorurteile und Abneigung gegen "andere" geschürt hat. Ich empfand sein Verhalten, wie es in XY dargestellt wurde, als sehr übergriffig und rücksichtslos, teilweise würde ich sogar von Stalking reden. Ich sehe nicht, dass das Verhalten geeignet war, Menschen positiv auf Themen wie nicht-binäres Selbstverständnis aufmerksam zu machen; schon gar nicht in der Zeit, in der sich das ereignete, aber nicht mal heute. Nur weil er ein Opfer einer abscheulichen und natürlich durch nichts zu rechtfertigenden Tat geworden ist, muss man ihn und sein Benehmen doch nicht als "Paradiesvogel" oder "lustiger Till Eulenspiegel der immer zu einem Spaß aufgelegt war" verniedlichen.