Nightrider64 schrieb:Ja Gut, aber der Sinn solch einer Inzenierung mit all den Spuren, die ja dann so gelegt sein müssten macht keinen erkennbaren Sinn.
Wenn jemand eine Leiche hat, die er verschwinden lassen will, warum dann so ein kompliziertes Szenario aufbauen?
Das macht auf jeden Fall Sinn. Tatort und Tatzeit zu verlegen in einen räumlichen und zeitlichen Bereich, für den man ein Alibi hat, sind typische Versuche von Tätern, sich aus der Affäre zu ziehen.
Ob das jetzt in diesem Fall wahrscheinlich ist, steht auf einem anderen Blatt. Wenn es jedenfalls wirklich so war, dann hatte der Täter auf jeden Fall ein ziemliches Selbstbewusstsein, das man wohl eher Selbstüberschätzung nennen sollte, da er dann wohl der Meinung war, die Polizei in die Irre führen zu können.
Denn klar ist, auch bei solchen Versuchen entstehen Spuren. Erwähnt wurde der kreisrunde Blutfleck, der nicht bei jedem Szenario so entstehen würde. Dann würde sich ein wie auch immer geartetes Kampfgeschehen auch auf dem Schotter widerspiegeln, ebenso sehr wahrscheinlich ein Fall (Abrieb von Kleidung), usw. Auch wurde erwähnt, dass die angelehnte Harke, aber das unverschlossene Auto wenig schlüssig erscheint für ein plausibles Ablaufgeschehen.
Kurzum: Unmöglich für einen Täter, das alles von A bis Z zu bedenken, egal wie man nun zu der Frage steht, ob es nun inszeniert war oder nicht.
Diese ganzen Gedanken in die Richtung, sie hätte einen Unfall, wurde dann zum Arzt gebracht, verstarb aber auf dem Weg und wurde dann irgendwo eingebuddelt, kann man komplett abhaken. Man kann diesen Gedanken allenfalls bescheinigen, phantasiereich zu sein, was ja nichts Negatives ist. Nur mit der Realität hat das eben nichts zu tun, meiner Ansicht nach. Zu weit weg von der Lebenswirklichkeit und zu weit hergeholt.