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Soko Ariane - Überprüfung möglicher Tatbeteiligungen von Nordahl L.

76 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Frankreich, Serienmörder, Lelandais ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Soko Ariane - Überprüfung möglicher Tatbeteiligungen von Nordahl L.

12.04.2022 um 20:48
Zitat von NuxeNuxe schrieb:Den Gedanken hatte ich auch schon. Ich frage mich, ob Nordahl stets alleine und zum eigenen Vergnügen seine Taten begangen hat.
Ich stelle mir diese Frage auch immer wieder. Anfangs nach der Entführung von Maëlys war mir das Zeitfenster für einen Einzeltäter einfach zu klein. Ich dachte, dass er Maëlys nach der Entführung jemandem übergeben hat, und dann zur Feier zurückgekommen ist. Den Gedanken, dass sie gefesselt im Kofferraum oder irgendwo liegt, habe ich erfolgreich verscheuchen können. Dann kam Arthur dazu, und das passt dann nicht mehr in mein Denkmuster.

Ein Mann, der in seinem Leben nichts zustande gebracht hat, passte auch nicht in das Bild eines äußerst strategisch denkenden und berechnenden Menschen. Aber warum eigentlich nicht? Hätte er nicht die Schule abschließen können? Er ist sicherlich nicht Mr. Brain, aber für einen Abschluss hätte es gereicht. Eine Ausbildung hätte er auch machen können, wenn er nicht so viel kriminelle Energie gehabt hätte. Er hat es einfach nicht getan, aber er hätte es tun können.

Als Lieferant wäre er ideal gewesen. Er konnte gut mit Kindern umgehen. Er machte seine Faxen, und sie hatten ihren Spaß mit ihm. Die weitere Familie war froh, wenn er auf die Kinder aufpasste. Man vertraute ihm. Und selbst Maëlys, die äußerst vorsichtig war, vertraute ihm auch.

Ich glaube auch die Geschichte mit dem dritten Handy nicht. Wenn das tatsächlich ein gestohlenes iPhone war, welches ein anderer nicht anschalten konnte, und welches darüber hinaus auch noch kaputt war, warum hat er es dann mit sich rumgeschleppt? Ich habe nie von einem Rucksack gelesen. Während er verhört wurde, wurde in Domessin die Bude auf den Kopf gestellt. Er muss es also dabei gehabt haben. Aber nur ein kompletter Idiot würde ein nicht funktionsfähiges Smartphone mit zu der Vernehmung nehmen und es anschließend entsorgen. Ich glaube, dass das eine Smartphone für die Onkel-Nono-Kontakte war, das zweite für seine Drogengeschäfte und das dritte für seine ganz dunkle Seite. Dieses dritte Handy wurde meiner Meinung nach auch nicht in den See geworfen, sondern anders entsorgt, denn im See wurde es nicht gefunden.


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Soko Ariane - Überprüfung möglicher Tatbeteiligungen von Nordahl L.

10.05.2022 um 15:27
Ein neues Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet.

In einem Bezahlartikel der Wochenzeitschrift Marianne wurde ein möglicher weiterer Fall von Nordahl Lelandais enthüllt. Die Staatsanwaltschaft Grenoble hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Le Figaro und France Bleu sowie TF1 berichten nun ebenfalls.

Ich kopiere die relevanten Passagen der Artikel im Original und verwurste dann alles zu einem zusammenhängen Text, den ich sowohl bei Arthur/Maëlys als auch bei Ariane poste.
Une lettre anonyme troublante
La personne qui l'a écrite -dont on ne peut savoir si c'est un homme ou une femme- explique qu'elle a rencontré Nordahl Lelandais, "Nono" comme elle le surnomme, entre 2012 et 2017, par l'intermédiaire des chiens. Lui en a un, Lelandais, en a deux, deux malinois, qu'il chérit par dessus tout.

Ensemble, ils allaient les entraîner en Chartreuse, peut-on lire dans la lettre. En septembre 2012, alors qu'ils roulent en direction du plateau des Petites Roches, ils croisent un homme qui marche, un peu bizarrement, au bord de la route. Il pourrait s'agir de Loïc, 43 ans et autiste, qui réside à la ferme de Bellechambre, à Sainte-Marie-du-Mont, en Isère. Lelandais s'arrête et l'insulte. L'homme prend peur et s'enfuit en direction des bois. Selon l'auteur de la lettre anonyme, Lelandais aurait ensuite lâché ses chiens sur l'homme qui n'aurait pas réapparu. Et pour cause.
Quelle: https://www.francebleu.fr/infos/faits-divers-justice/vers-une-nouvelle-affaire-nordahl-lelandais-une-lettre-anonyme-provoque-l-ouverture-d-une-enquete-1651763805
«Bonjour, je souhaite vous dire que j’ai connu Nordahl Lelandais à Chambéry en 2012. Et que nous sommes devenus copains car nous avions des chiens. On s’est entraînés de partout dans la région (sic)», commence l’auteur de cette missive. Il explique ensuite que Lelandais et lui ont eu un jour - sans préciser la date - un «problème avec un gars bizarre qui était au milieu de la route à Sainte-Marie-du-Mont, vers un foyer de handicapés» alors qu’ils étaient en route vers «un site abandonné à Saint-Hilaire-du-Touvet» où ils se rendaient souvent pour «fumer, boire et grimper avec les chiens». Selon l’auteur, «Nono s’est arrêté, est descendu de la voiture en l’insultant et le gars est parti en courant dans la forêt. Nono a lâché les trois chiens, qui sont partis après le gars. Ils sont revenus un bon moment après et on a pas revu le gars (sic)».
Quelle: https://www.lefigaro.fr/actualite-france/une-nouvelle-enquete-ouverte-contre-nordahl-lelandais-20220505

ARPD (Assistance et Recherche de Personnes disparue) [Hilfsorganisation für vermisste Personen] erhielt im Februar 2022 einen anonymen, auf einem Computer geschriebenen und in Grenoble abgeschickten Brief. Der Brief voller Rechtschreibfehler, aber auch präziser Fakten, ist verstörend.

Man weiß nicht, ob der Absender ein Mann oder eine Frau ist. Der Absender erklärt, „Nono“ 2012 über die Hunde kennengelernt zu haben und bis 2017 mit ihm befreundet gewesen zu sein. Er selbst hat einen Hund, Lelandais hat zwei, zwei Malinois, die er über alles schätzt.

„Hallo, ich möchte Ihnen sagen, dass ich Nordahl Lelandais 2012 in Chambéry kennengelernt habe. Und dass wir uns über die Hunde angefreudet haben. Wir haben gemeinsam trainiert“, beginnt der Autor dieses Schreibens. Er erklärt dann, dass er und Lelandais eines Tages – ohne Angabe des Datums – ein „Problem mit einem seltsamen Typen hatten, der mitten auf der Straße in Sainte-Marie-du-Mont war, in Richtung eines Behindertenheims“, als sie auf dem Weg zu „einem verlassenen Ort in Saint-Hilaire-du-Touvet“ waren, wo sie oft „mit den Hunden waren, rauchten, tranken und kletterten“. Laut dem Autor „hielt Nono an, stieg aus dem Auto und beleidigte den Fußgänger, der erschrak und in den Wald rannte. Nono ließ die drei Hunde frei, die den Mann verfolgten. Sie kamen eine gute Weile später zurück, von dem Mann keine Spur.

ARPD begann mit Nachforschungen und stieß auf die Geschichte von Loïc G. „Es ist natürlich nur eine Hypothese, aber viele Elemente stimmen überein“, betont ARPD. Im September 2012 verschwand dieser 43-jährige Autist aus dem Behindertenheim, in dem er lebte, in Sainte-Marie-du-Mont, etwa sechzig Kilometer vom Haus von Nordahl Lelandais entfernt. Er wurde damals als „jemand, der wenig spricht, sich nicht meldet“ beschrieben.

Loïc wurde am 22. September 2012 als vermisst gemeldet. Seine Leiche wurde einen Monat später, am 13. Oktober von Jägern am Fuße eines Felsvorsprungs im Chartreuse-Massiv gefunden. Die Untersuchung ließ einen Unfall vermuten.

Die Ermittler in Grenoble versuchen nun, den Verfasser des dieses anonymen Schreibens zu identifizieren. Die Frage, die sich heute stellt, ist, ob Lelandais Loïc in den Tod getrieben hat, indem er die Hunde auf ihn hetzte. Daher ist es wichtig, den Autor zu identifizieren, um ihn zu dieser Akte anzuhören.

Von Le Figaro kontaktiert, lehnte M. Alain Jakubowicz, der Anwalt von Nordahl Lelandais, eine Stellungnahme ab.

TF1 berichtet ergänzend:
Dans la lettre anonyme, l'individu écrit avoir "repensé" à cette histoire en voyant "les articles dans le journal" concernant son ancien ami, alors jugé aux assises de l'Isère. Il ajoute : "Nono n'est pas un mauvais gars, mais se met en colère vite. Et je l'ai plus revu depuis 2017."
Quelle: https://www.tf1info.fr/justice-faits-divers/nordahl-lelandais-une-lettre-anonyme-met-en-cause-le-meurtrier-de-la-petite-maelys-apres-la-mort-d-un-homme-2218790.html

Der Absender habe sich an das Ereignis erinnert, als er die Zeitungsartikel über seinen alten Freund gelesen habe. Nono sei kein schlechter Kerl, werde nur schnell wütend. Er habe ihn seit 2017 nicht mehr gesehen.

Man muss abwarten, was dabei herauskommt. Vielleicht hat sich jemand einen Scherz erlaubt, aber dafür sind mir die Übereinstimmungen im Fall von Loïc eigentlich zu viele.

Nono ist natürlich kein schlechter Kerl, er ist der gute Junge, wie uns die Mutter schon erzählte. Er wird halt schnell wütend und droht dann auch mal Nachbarn, ihnen die Schädel einzuschlagen, wenn sie ihn wegen Tierquälerei anzeigen, er erschlägt einen jungen Mann, der zu tief ins Glas geschaut hatte, und einfach nur noch eine Mütze Schlaf vor Dienstbeginn haben wollte, er erschleicht sich das Vertrauen eines kleinen Mädchens, um dieses zu entführen, vermutlich zu vergewaltigen und dann zu erschlagen.


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Soko Ariane - Überprüfung möglicher Tatbeteiligungen von Nordahl L.

10.05.2022 um 18:08
Seltsam ist es auf jeden Fall, und dieses Verhalten würde auch zu Nordahl passen.
Schade das der anonyme Schreiber nicht mitteilte was es denn für ein Problem gab das sie mit dem seltsamen Typen hatten?
Nur weil er mitten auf der Straße lief?
Naja sowas kann den lieben Nono schon sehr wütend machen, auch wenn er sonst natürlich immer die Sanftmut in Person ist


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10.05.2022 um 18:22
Ich muss noch etwas ergänzen:
Le témoin affirme alors que Nordahl Lelandais, accompagné de ses trois chiens, pourchasse l'homme. "Ils (Nordahl et les chiens) sont revenus un bon moment après et l'individu n'a pas été revu", affirme-t-il.

Selon Marianne, la victime pourrait être un homme, Loïc Guérin, atteint d'autisme et âgé de 42 ans, disparu de son foyer dont le corps avait été retrouvé quelques jours plus tard au pied d’une barre rocheuse. Le dossier de cette disparition avait alors été classé en "mort accidentelle".
Quelle: https://www.midilibre.fr/2022/05/04/nordhal-lelandais-une-lettre-anonyme-laccuse-dun-troisieme-meurtre-les-enqueteurs-rouvrent-laffaire-loic-guerin-10275440.php?fr=operanews&fbclid=IwAR3LYgg7r4vJ4h-faE5IhIwbQRCgj_6kS91C4youESkyYFVbAukKAr7Yfh0

Ich habe es leider eben erst auf Midi Libre gelesen.

Der anonyme Schreiber versichert, dass Nordahl Lelandais zusammen mit den drei Hunden den Mann gejagt hat. „Sie (Nordahl und die Hunde) kamen eine Weile später zurück und die Person wurde nicht wieder gesehen“, sagte er.

Laut Marianne könnte das Opfer ein 42-jähriger Mann namens Loïc Guérin sein, ein Autist, der aus seiner Einrichtung verschwand und dessen Leiche einige Tage später am Fuße eines Felsvorsprungs gefunden wurde. Der Tod sei damals als „Unfalltod“ eingestuft worden.


Ich habe mich nämlich gefragt, ob Nordahl und der Freund rauchend am Auto gelehnt und auf die Rückkehr der Hunde gewartet haben. Aber nein, Nordahl jagt nach dieser Darstellung einen behinderten Menschen zusammen mit drei Hunden!
Zitat von RetsiemfohRetsiemfoh schrieb:Schade das der anonyme Schreiber nicht mitteilte was es denn für ein Problem gab das sie mit dem seltsamen Typen hatten?
Nur weil er mitten auf der Straße lief?
Wahrscheinlich hat das schon ausgereicht, dass der Mann mitten auf der Straße lief. In einer solchen Gegend muss man ständig mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen rechnen. Die Straßen sind eng. Wie kann man sich so über einen Menschen aufregen, der auf der Straße läuft?

Es ist schon ziemlich übel, einen Menschen anzupöpeln, weil er auf der Straße läuft. Aber einen Behinderten, der ganz offensichtlich Angst hat, mit drei Hunden zu hetzen, verschlägt mir die Sprache!


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10.05.2022 um 22:41
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb:Es ist schon ziemlich übel, einen Menschen anzupöpeln, weil er auf der Straße läuft. Aber einen Behinderten, der ganz offensichtlich Angst hat, mit drei Hunden zu hetzen, verschlägt mir die Sprache!
Dem kann ich nur zustimmen. Da fehlen einem absolut die Worte.
Dieser abartige Typ ist anscheinend ständig bis in die Haarspitzen auf Krawall gebürstet, und ich werde das dumpfe Gefühl nicht los das da noch so einige Schandtaten von ihm ans Tageslicht kommen könnten.


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11.05.2022 um 08:35
Damit steht also jetzt das im Raum, was ich schon lange vermutet habe. Nämlich, dass er die Hunde für seine Zwecke benutzte. Die wurden für die Armee abgerichtet. Entsprechende Videos dazu kann man googeln.

Was Loic Guerin betrifft, vermute ich, dass er wohl die Fahrbahn versperrte. Das kann schon mal den einen oder anderen Autofahrer verärgern.
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb:Der Absender habe sich an das Ereignis erinnert, als er die Zeitungsartikel über seinen alten Freund gelesen habe.
Vielleicht kam ihm das Erlebnis aber auch schon damals, 2012, merkwürdig vor?


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11.05.2022 um 17:17
Zitat von MollyMillMollyMill schrieb:Vielleicht kam ihm das Erlebnis aber auch schon damals, 2012, merkwürdig vor?
Ähm, das hoffe ich doch sehr!
Wobei: falls nicht, würde mich das auch nicht wundern. Es ist doch nicht unselten, dass das Umfeld bei Tätern dieses Kalibers gekonnt übersehen / genauso Dreck am Stecken haben / herunterspielen...


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11.05.2022 um 18:06
Zitat von RetsiemfohRetsiemfoh schrieb:Dieser abartige Typ ist anscheinend ständig bis in die Haarspitzen auf Krawall gebürstet, und ich werde das dumpfe Gefühl nicht los das da noch so einige Schandtaten von ihm ans Tageslicht kommen könnten.
Ich auch nicht. Er rastet wegen nichts und wieder nichts aus, sucht sich niemals einen Gegner auf Augenhöhe, sondern arbeitet sich an wehrlosen Menschen ab.

Es gibt unter den Ariane Fällen mindestens zwei Frauen, die auch im Chartreuse Massiv verschwanden, was mir jetzt aus dem Stand einfällt. Eine Spaziergängerin und eine alte Dame, die Blaubeeren sammeln wollte.
Zitat von MollyMillMollyMill schrieb:Damit steht also jetzt das im Raum, was ich schon lange vermutet habe. Nämlich, dass er die Hunde für seine Zwecke benutzte. Die wurden für die Armee abgerichtet. Entsprechende Videos dazu kann man googeln.

Was Loic Guerin betrifft, vermute ich, dass er wohl die Fahrbahn versperrte. Das kann schon mal den einen oder anderen Autofahrer verärgern.
Seine Hunde hatte er nicht von der Armee. Der Hund, den er seinerzeit ausbilden sollte, war Eigentum der Armee und blieb (zum Glück) auch dort. Nordahl hat das immer anders hingestellt, vermutlich um das besondere Verhältnis zwischen ihm und dem Hund zu demonstrieren. Das arme Tier quälte er so, dass es mehrere Disziplinarverfahren gab. Zum Beispiel hängte er den Hund an dem Würgehalsband auf, so dass das Tier das Bewusstsein verlor.

Nordahl legte sich später die beiden Malinois zu. Ich glaube, sein Onkel züchtete diese Rasse für das Militär. Ob er die Hunde von dem Onkel bekam, entzieht sich meiner Kenntnis. Jedenfalls wusste Nordahl, wie man Hunde abrichtet.

Ich habe mir eben mal auf der Landkarte die Gegend angeschaut. Da gibt es tatsächlich nur kurvenreiche enge Straßen. Es ist sehr ländlich. Es kann einem also auch passieren, dass man hinter einem Mähdrescher hängt und nicht überholen kann. Die beiden Männer hatten keinen dringenden Termin zu einem Vorstellungsgespräch o.ä. Sie wollten abhängen in der Pampa, rauchen, Alkohol trinken und ein wenig klettern. Vielleicht nervt es, wenn jemand mitten auf der Straße läuft, aber eine Schafherde, die über die Straße getrieben wird, würde dann auch nerven. Ein kurzes Hupen hätte vielleicht gereicht, um den Mann auf die Gefahr aufmerksam zu machen.
Zitat von MollyMillMollyMill schrieb:Vielleicht kam ihm das Erlebnis aber auch schon damals, 2012, merkwürdig vor?
Möglicherweise. Zumindest seinen Hund hätte er zurückpfeifen können. Vielleicht hatte er auch Angst vor dem Zorn des "lieben Kerls", und hat die Klappe gehalten, weil er tatenlos zugesehen hat.
Zitat von ringelnatzringelnatz schrieb:Wobei: falls nicht, würde mich das auch nicht wundern. Es ist doch nicht unselten, dass das Umfeld bei Tätern dieses Kalibers gekonnt übersehen / genauso Dreck am Stecken haben / herunterspielen...
Die sind oft aus einem Holz geschnitzt. Das dachte ich auch.


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12.05.2022 um 23:03
Ergänzend dazu ein Artikel aus 2012 zum Fund des Toten, in dem es heißt:
Der Mann rutschte vermutlich auf einem Waldweg aus und stürzte mehr als fünfzig Meter ins Leere. Eine Hypothese, die durch die gestern durchgeführte Autopsie bestätigt wurde.
Quelle: https://www.vivrefm.com/posts/2012/10/loic-guerin-l-autiste-disparu-depuis-trois-semaines-a-ete-retrouve-mort/
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb:Vielleicht hatte er auch Angst vor dem Zorn des "lieben Kerls", und hat die Klappe gehalten, weil er tatenlos zugesehen hat.
Gut möglich. Und da ihn das schlechte Gewissen plagte, schrieb er den Brief. Ich hoffe, man kann den Briefeschreiber ermitteln.
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb:Seine Hunde hatte er nicht von der Armee.
Danke für die Aufklärung, das wusste ich nicht.


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13.05.2022 um 07:21
Zitat von MollyMillMollyMill schrieb:Ergänzend dazu ein Artikel aus 2012 zum Fund des Toten, in dem es heißt:
Der Mann rutschte vermutlich auf einem Waldweg aus und stürzte mehr als fünfzig Meter ins Leere. Eine Hypothese, die durch die gestern durchgeführte Autopsie bestätigt wurde.
Quelle: https://www.vivrefm.com/posts/2012/10/loic-guerin-l-autiste-disparu-depuis-trois-semaines-a-ete-retrouve-mort/
Danke für den Hinweis.

Ich würde gerne wissen, wie weit dieser Ort von der Straße entfernt ist. Die Ermittler werden das sicherlich schon überprüft haben, und auch, ob man von der Straße aus einen Schrei gehört haben könnte.
Zitat von MollyMillMollyMill schrieb:Gut möglich. Und da ihn das schlechte Gewissen plagte, schrieb er den Brief. Ich hoffe, man kann den Briefeschreiber ermitteln.
Vielleicht hängt der Zeitpunkt des Hinweises auch mit Verjährungsfristen zusammen. Über vier Jahre lang wurden ausschließlich unfassbare Details von Nordahl über die Medien bekannt. Aber es dauert vier Jahre, bis der Freund sein Gewissen erleichtern möchte. Die zehn Jahre zwischen dem "Vorfall" und dem Brief stechen mir ins Auge.

Der Mann dürfte schnell zu ermitteln sein. Vielleicht wäre es sinnvoll, gerade in diesem speziellen Fall Zeugen/Mitwissern die Möglichkeit einer anonymen Aussage zu geben.


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19.05.2022 um 19:46
Hier ein weiterer Artikel aus France Info bezüglich des Todes von Loïc Guérin.

(...)
L’auteur de la lettre se présente comme un ami de Nordahl Lelandais. En 2012, ils avaient l'habitude de promener leurs chiens ensemble dans la forêt de la Chartreuse. Un après-midi de septembre, alors qu’ils étaient en voiture, un homme "bizarre" se dresse devant eux sur la route. Nordahl Lelandais l’insulte puis lâche ses trois chiens à sa poursuite. Le témoin anonyme écrit ne plus avoir revu l’homme ensuite. Le 13 octobre 2012, un corps a été découvert au pied d’une falaise. Il s’agit de Loïc Guérin, 43 ans, autiste. L’enquête conclue à un accident. Mais cette lettre pourrait changer les choses étant donné des éléments troublants.
(...)

Quelle: https://www.francetvinfo.fr/faits-divers/disparition-de-la-petite-maelys/nordahl-lelandais/enquete-nordahl-lelandais-au-coeur-dune-nouvelle-affaire_5146039.html

Der Autor des Briefes stellt sich als Freund von Nordahl Lelandais vor. 2012 gingen sie oft mit ihren Hunden im Wald von Chartreuse spazieren. An einem Nachmittag im September steht ihnen während der Fahrt ein „seltsamer“ Mann auf der Straße gegenüber. Nordahl Lelandais beleidigt ihn und lässt dann seine drei Hunde los, um ihn zu verfolgen. [Es waren seine beiden Hunde und der Hund des Freundes] Der anonyme Zeuge schreibt, er habe den Mann nie wieder gesehen. Am 13. Oktober 2012 wurde am Fuß einer Klippe eine Leiche entdeckt. Es ist Loïc Guérin, 43, Autist. Die Untersuchungen gehen von einem Unfall aus. Aber dieser Brief könnte die Dinge angesichts beunruhigender Elemente ändern.

Letztlich nichts Neues. In dem Artikel gibt es einen Link zu einem Video. Der Inhalt ist bekannt, allerdings sieht man Aufnahmen von Loïc Guérin und der Landschaft, so dass man sich alles etwas besser vorstellen kann.

In den Kommentaren wundern sich einige darüber, dass der anonyme Adressat 10 Jahre brauchte, um sich zu offenbaren. Ich will niemandem etwas unterstellen, aber vielleicht geht es um Verjährungsfristen.


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20.05.2022 um 00:54
Den anonymen Briefschreiber muß das ja jahrelang beschäftigt haben. Sollte er Angst vor seinen ehemaligen Freund gehabt haben, dann hätte er den Vorfall mit den Hunden spätestens dann melden können als Nordahl wegen dem Mord an Arthur N. in Haft war. Hat er aber nicht.
Deswegen könnte es wie @JamesRockford schon schrieb etwas mit Verjährungsfristen zu tun haben.


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20.05.2022 um 15:33
Zitat von RetsiemfohRetsiemfoh schrieb:Den anonymen Briefschreiber muß das ja jahrelang beschäftigt haben. Sollte er Angst vor seinen ehemaligen Freund gehabt haben, dann hätte er den Vorfall mit den Hunden spätestens dann melden können als Nordahl wegen dem Mord an Arthur N. in Haft war. Hat er aber nicht.
Genau das habe ich auch gedacht. Er hätte schon 2017 damit rausrücken können, wenn er schon so lange warten muss. ich habe versucht, etwas über Verjährungsfristen rauszubekommen, bin aber nicht so wirklich fündig geworden. Vielleicht kann @RickBlaine helfen?

Ich gehe davon aus, dass man den Briefeschreiber schnell finden wird. Nordahl war auf FB ziemlich aktiv. Einen Hundebesitzer, der gerne an entlegenen Orten abhängt, raucht und trinkt und klettert, wird man schnell ausfindig machen.


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20.05.2022 um 15:54
Sieben Ermittlungsverfahren zu Cold Cases wurden in Frankreich eröffnet, hundert weitere Fälle werden in Nanterre analysiert, von denen mehrere Wiederholungstäter betreffen, wie Michel Fourniret oder … Nordahl Lelandais

Unter den 7 Fällen ist auch der Sexualmord an Hemma Davy-Greedharry, die 1987 in Malakoff (Hauts-de-Seine) entführt wurde, und das Verschwinden des 43-jährigen Loïc Guérin, der im Oktober 2012 tot am Fuß einer Klippe aufgefunden wurde.

Den Fall Hemma Davy-Greedharry werde ich gleich separat einstellen. Die Tat scheint Teil einer ganzen Serie von Sexualmorden zu sein.

Das Ermittlungsverfahren im Fall von Loïc Guérin begann mit einem anonymen Brief an den Leiter von ARPD. Darin erregte ein Satz die besondere Aufmerksamkeit des Empfängers und später der Ermittler. „Zum ersten Mal erhielten wir einen Brief, in dem die Aktivitäten von Nordahl Lelandais und seinen Hunden mit dem Verschwinden einer Person in Verbindung gebracht wurden“, erklärt Bernard Valezy.
Car les juges saisis doivent réétudier l’ensemble des dossiers « avec leur propre regard », a expliqué la présidente du tribunal de Nanterre Catherine Pautrat lors d’une conférence de presse. Ils s’appuieront sur des techniques d’enquête innovantes comme « la carte mentale », « une projection physique à l’échelle du temps de l’affaire criminelle ». La tête du pôle, Sabine Khéris, a déjà travaillé avec les services américains du FBI, qui utilisent notamment des « technicités » permettant de repérer d’éventuels cadavres « sous la terre », illustre aussi la présidente.
Quelle: https://www.sudouest.fr/justice/une-nouvelle-affaire-lelandais-une-lettre-anonyme-relance-son-implication-possible-dans-une-disparition-10984347.php

Die Richter müssen alle Akten "mit eigenen Augen" noch einmal studieren, erklärte die Präsidentin des Gerichts von Nanterre, Catherine Pautrat, während einer Pressekonferenz. Sie werden sich auf innovative Ermittlungstechniken wie „die mentale Karte“, „eine physische Projektion auf die Zeitskala des Kriminalfalls“ stützen. Die Leiterin der Cold Case Einheit, Sabine Khéris, habe bereits mit den amerikanischen Diensten des FBI zusammengearbeitet, die sich insbesondere "technischer Mittel" bedienen, um mögliche Leichen "unter der Erde" zu lokalisieren, erläutert auch der Präsident.

Ich habe den Artikel über das Auffinden von aus dem Jahr 2012 gefunden:
Ce quadragénaire autiste, disparu depuis le 22 septembre, est probablement décédé par accident en chutant dans une falaise (nos éditions d’hier).

D’importants moyens avaient été engagés dans le secteur pendant plusieurs jours pour tenter de retrouver le malheureux.
Quelle: https://www.ledauphine.com/isere-sud/2012/10/15/le-corps-de-loic-guerin-identifie

Der seit dem 22. September vermisste Autist starb wahrscheinlich durch einen Unfall, als er eine Klippe hinunterstürzte (unsere Ausgaben von gestern).

Mehrere Tage lang waren in der Gegend große Suchtrupps eingesetzt worden, um den Mann wiederzufinden.

Furchtbar, wenn sich das tatsächlich so zugetragen hat, wie der Schreiber darstellt.

Seitens der Ermittler wird betont, dass mit dem Brief erstmals ein Zusammenhang zu Nordahls Hunden dokumentiert ist. @MollyMill hat ja mehrfach darauf hingewiesen und auch auf die (mich) verstörenden Videos über das Abrichten dieser Rasse zu militärischen Zwecken aufmerksam gemacht.


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28.09.2022 um 18:51
Ein neues Cold Case Team hat sich 193 ungelösten Fällen angenommen. Gegenstand gerichtlicher Untersuchung sind zur Zeit 35, bei denen die Serientäter Lelandais, Alègre und Van Coppernolle, Gegenstand einer gerichtlichen Untersuchung eine Rolle spielen könnten.
Nordahl Lelandais, 39, wurde im vergangenen Februar wegen Mordes an dem kleinen Maëlys im August 2017 zu lebenslanger Haft verurteilt. Zudem wurde er im Mai 2021 wegen Mordes an dem Unteroffizier Arthur Noyer zu 20 Jahren Haft verurteilt. Er gehört auch zu den Verdächtigen in einem Fall des Verschwindens eines Vierzigjährigen, der 2012 tot am Fuße einer Klippe im Chartreuse-Massiv in Isère gefunden wurde [Loïc Guérin, siehe oben.
Patrice Alègre wurde 2002 wegen fünffachen Mordes, eines versuchten Mordes und sechs Vergewaltigungen, die zwischen 1989 und 1997 begangen wurden, zu lebenslanger Haft verurteilt. Der 54-jährige aus Toulouse, der seine 22-jährige Sicherheitszeit verbüßt hat, hatte 2019 eine Anpassung der Strafe beantragt, einen Antrag, den er 2021 nach einem ungünstigen psychiatrischen Gutachten zurückzog.

Willy Van Coppernolle, heute 79, wurde in Belgien wegen sexueller Übergriffe in den 80er und 90er Jahren verurteilt. Er wurde 1995 in Frankreich zu lebenslanger Haft verurteilt, weil er 1993 einen 11-jährigen Jungen in Remoulins, einer Gemeinde im Département Gard, ermordet hatte.
Quelle: https://www.leprogres.fr/faits-divers-justice/2022/09/17/trois-tueurs-celebres-dont-nordahl-lelandais-vises-par-de-nouvelles-enquetes-judiciaires


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Soko Ariane - Überprüfung möglicher Tatbeteiligungen von Nordahl L.

28.09.2022 um 20:41
Ich finde es immer wieder sehr gruselig, wie viele Täter sich unter uns frei bewegen und agieren können. Das sind ja nur 3 Beispiele mit evtl. noch unbekannten Opfern.
Aber wie viele unerkannte Täter (und nein, ich werde nie gendern) aktiv sind und waren, lässt sich nur erahnen und schaudern.


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