Kriminalfälle
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

517 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Italien, Eingesperrt, Achtjährige ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

04.05.2026 um 11:47
Hier gibt es Informationen zur Urteilsverkündung. Demnach soll diese um 15 Uhr erfolgen und die Urteilsbegründung nicht-öffentlich sein:
Am Landgericht Siegen wird am Montag, 4. Mai, das Urteil im Verfahren um ein über Jahre eingesperrtes Mädchen aus Attendorn erwartet. Unsere Redaktion berichtet ab Montagmittag im Live-Ticker; die Kammer will ihre Entscheidung gegen 15 Uhr verkünden. Danach soll der Sitzungssaal nach Gerichtsangaben wieder geräumt werden, die Urteilsbegründung erfolgt nicht-öffentlich.
Quelle: https://www.waz.de/lokales/article411890944/attendorn-maedchen-jahrelang-von-mutter-eingesperrt-jetzt-gibt-es-das-urteil.html


melden
emz Diskussionsleiter
Profil von emz
beschäftigt
dabei seit 2013

Profil anzeigen
Private Nachricht
Link kopieren
Lesezeichen setzen

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

04.05.2026 um 12:04
Attendorn: Mädchen jahrelang von Mutter eingesperrt - jetzt gibt es das Urteil
Attendorn/Siegen. Mehr als sieben Jahre lang soll eine Mutter im Sauerland ihre Tochter im Haus eingesperrt haben - mit drastischen Folgen. Wir berichten live von der Urteilsverkündung am Montag.
Von Daniel Berg und Flemming Krause
03.05.2026, 19:59 Uhr
Diese Ankündigung stammt von gestern Abend.

Ich verlasse mich da lieber auf die Veröffentlichung vom LG, die aktuell 9:30 angiebt.
Letzte Aktualisierung: 04.05.2026, 09:55 Uhr
https://www.lg-siegen.nrw.de/behoerde/sitzungstermine/index.php?&termsPerPage=0#sitzungsTermineDates



melden

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

04.05.2026 um 12:18
Ich habe jetzt auf der Seite des Landgerichts noch weitere Infos gefunden. Unter Pressemitteilungen findet man monatsweise Übersichten zu den aktuell an dem Gericht verhandelten Strafsachen, in der auch mit ein oder zwei Stichworten benannt ist, worum es geht und wer die Angeklagten sind.

https://www.lg-siegen.nrw.de/behoerde/presse/zt_presse/Verhandlungen-Straf/index.php

Wenn man sich die Übersicht für März oder auch April anschaut, kann man den Fall leicht identifizeren, weil es der einzige ist, bei dem Freiheitsberaubung verhandelt wird und es sind auch die drei Angeklagten aufgeführt. Der Fall wird vor der 2. großen Strafkammer als Jugendgericht verhandelt.

Das Aktenzeichen lautet 55 KLs 32/24 und das ist das Verfahren, in in der Übersicht der für heute anberaumten Sitzungstermine ein Termin um 15.00 Uhr angesetzt ist:

https://www.lg-siegen.nrw.de/behoerde/sitzungstermine/index.php?&termsPerPage=0#sitzungsTermineDates

Interessant ist dabei, dass eigentlich der nächste Verhandlungstermin wohl für den 14.4. geplant war und dass für den April ursprünglich zusätzlich zu diesem Termin noch 4 weitere Termine terminiert waren. Das Gericht scheint also deutlich früher zu einem Urteil gekommen zu sein und weniger Verhandlungstage gebraut zu haben, als ursprünglich angenommen war.


1x zitiertmelden

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

04.05.2026 um 13:23
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Interessant ist dabei, dass eigentlich der nächste Verhandlungstermin wohl für den 14.4. geplant war und dass für den April ursprünglich zusätzlich zu diesem Termin noch 4 weitere Termine terminiert waren. Das Gericht scheint also deutlich früher zu einem Urteil gekommen zu sein und weniger Verhandlungstage gebraut zu haben, als ursprünglich angenommen war.
Ah, sorry, ich bin irgendwie durcheinander geraten!
Die Übersicht die ich angeschaut hatte war ja für April, wir haben ja aber schon Mai. Es ist also nicht so, dass Verhandlungstage weggefallen sind und das Urteil früher als geplant gefallen ist.
Tut mir leid, das Aktenzeichen stimmt aber.


melden

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

04.05.2026 um 15:33
Hier das Urteil
Urteile im Prozess um eingesperrtes Mädchen in Attendorn
Kind wurde sieben Jahre lang isoliert
Mutter zu fünf Jahren Haft verurteilt
Bewährungsstrafen für Großeltern
Gericht: Mädchen wurde um seine Kindheit gebracht
https://www1.wdr.de/nrw/sauerland-siegerland/kreis-siegen-wittgenstein/haftstrafen-im-prozess-um-eingesperrtes-maedchen-in-attendorn-100.html


melden

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

04.05.2026 um 15:38
: Mädchen wurde um seine Kindheit gebracht
Und mehr: gesundheitlich (psychisch wie physisch) auch fuer sein späteres Leben schwer geschädigt...


melden

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

04.05.2026 um 17:44
Die Bewährungsstrafen für die Großeltern sind ein Witz und die 5 Jahre für die Mutter auch. Wir entwickeln uns zu einem Land mit Wattebäuschenurteilen. Ätzend.


1x zitiertmelden
emz Diskussionsleiter
Profil von emz
beschäftigt
dabei seit 2013

Profil anzeigen
Private Nachricht
Link kopieren
Lesezeichen setzen

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

04.05.2026 um 17:46
https://www.soester-anzeiger.de/nordrhein-westfalen/prozess-um-eigesperrtes-maedchen-in-attendorn-urteil-verkuendet-94291037.html

So ganz ohne Urteilsbegründung verlief der heutige Tag dann doch nicht.
Viele Monate hat sich das Siegener Landgericht mit dem Fall des jahrelang eingesperrten Mädchens aus Attendorn befasst. Nun wurde das Strafmaß verkündet.

... Die Mutter erhält eine fünf Jahre lange Freiheitsstrafe. Die Großeltern bekamen eine Freiheitsstrafe auf Bewährung: Die Großmutter wurde für zwei Jahre verurteilt. Ein Jahr und drei Monate Freiheitsstrafe erhob das Gericht für den Großvater.

Verurteilt wurden die angeklagte Mutter und die Großmutter wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen und Freiheitsberaubung. Der Großvater wurde wegen Beihilfe zur Misshandlung von Schutzbefohlenen und Freiheitsberaubung verurteilt.

Im Prozess hatten unter anderem die Pflegemutter und das betroffene Mädchen selbst umfänglich ausgesagt.

Während der Untersuchung des Falls habe sich das Gericht ein umfassendes Bild der Situation machen können. Die Frage nach dem Warum konnte sich dabei klären. ... Richterin Metz-Horst erklärte, dass das Leben der Angeklagten bis zum Beginn der Schwangerschaft zurückverfolgt wurde. Sie sei keine „Monstermutter“ gewesen, doch sie habe das Mädchen um ihre Kindheit gebracht. Die heutige Zwölfjährige müsse mit den Auswirkungen der sozialen Isolation leben. Auch die Mutter habe den gesamten Zeitraum über in sozialer Isolation gelebt.

Körperlich misshandelt worden sei das eingesperrte Mädchen nicht. Ostern, Weihnachten und Geburtstage seien dennoch gefeiert worden. Sie sei in schulischen Dingen gefördert worden und ihre Großmutter habe mit ihr gespielt. Doch das Haus durfte sie nie verlassen. ... Die Richterin betonte, die Angeklagte habe „aus eigensüchtigen Motiven“ ihre Pflicht als Mutter, dem Kind eine eigenständige Lebensweise zu ermöglichen, vernachlässigt. Nun müssen Mutter und Großeltern entsprechende Konsequenzen tragen.
Es scheint, dass eine Schuldunfähigkeit vom Tisch ist.
Noch ist das Urteil nicht rechtskräftig, evtl. könnte Revision eingelegt werden.
Fünf Jahre bedeutet, dass die Mutter im günstigsten Fall nach Ableistung von zwei Drittel wieder rauskommen kann.


3x zitiertmelden

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

04.05.2026 um 20:54
Zitat von emzemz schrieb:Fünf Jahre bedeutet, dass die Mutter im günstigsten Fall nach Ableistung von zwei Drittel wieder rauskommen kann
Ein unverständliches Urteil für mich.


2x zitiertmelden

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

04.05.2026 um 21:08
Laut Staatsanwaltschaft hatte die Mutter ihr Kind versteckt, um es dem getrennt lebenden Vater vorzuenthalten.
Quelle: https://www1.wdr.de/nrw/sauerland-siegerland/kreis-siegen-wittgenstein/haftstrafen-im-prozess-um-eingesperrtes-maedchen-in-attendorn-100.html

Ein erbärmlicher Grund, deshalb ein Kind einzusperren.


melden

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

04.05.2026 um 21:57
Zitat von emzemz schrieb:Fünf Jahre bedeutet, dass die Mutter im günstigsten Fall nach Ableistung von zwei Drittel wieder rauskommen kann.
Alleine, wenn ich an die körperlichen Schäden des Kindes denke - und die entwickeln sich doch ueber die Zeit.
Und Mutter, Grossmutter und Großvater haben einfach nur zugeschaut.

Und die Auswirkungen auf das Sozialverhalten des Kindes.

Und der Vater, der ausgeschlossen wurde.
Zitat von sunrise2008sunrise2008 schrieb:Ein unverständliches Urteil für mich.
Unverständlich geringes Strafmaß - ja.


melden

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

04.05.2026 um 21:58
Zitat von PaterBrownPaterBrown schrieb:Die Bewährungsstrafen für die Großeltern sind ein Witz und die 5 Jahre für die Mutter auch. Wir entwickeln uns zu einem Land mit Wattebäuschenurteilen. Ätzend.
Ich finde das auch unerträglich. Für "ein Kind 7 Jahre lang einsperren", damit der Vater keinen Kontakt zu ihm haben kann, gibt es also 5 Jahre Haft, nach 3,5 bis max. 4 Jahren sollte das für die Mutter also ausgesessen sein.

Für ein bisschen rumplärren, man fühle sich als "Monstermutter" von der Presse vorverurteilt, gibt es dann einen Ausschluss der Öffentlichkeit.

Und dafür, der eigenen Tochter das zu ermöglichen gibt es ein paar Monate auf Bewährung.

Was bekommt denn jemand, der sein Kind ins Ausland verschleppt, um es dem anderen Elternteil zu entziehen? Da darf das Kind dann ja in der Regel immerhin ein Sozialleben führen, die Schule besuchen und sich an der frischen Luft bewegen.

Das Mädchen hat massive bleibende physische und psychische Schäden, an dem was die Mutter und die Großeltern ihr angetan haben wird sie noch lange zu tragen haben. Ihr wurde fast die gesamte bewusst erlebt Kindheit gestohlen. Der Kontakt zum Vater noch dazu, auf den Trennungskinder ein Anrecht haben.

Und noch dazu hält man es nicht mal für nötig, zur Verhandlung zu erscheinen und kichert dann rum, wenn das Urteil verlesen wird. Ist ja nicht so tragisch, die Öffentlichkeit wird ja gleich eh wieder rausfliegen....
Körperlich misshandelt worden sei das eingesperrte Mädchen nicht. Ostern, Weihnachten und Geburtstage seien dennoch gefeiert worden. Sie sei in schulischen Dingen gefördert worden und ihre Großmutter habe mit ihr gespielt. Doch das Haus durfte sie nie verlassen.
Ich sehe es nicht so, dass sie nicht körperlich misshandelt wurde. Bei der Entdeckung konnte sie keine Treppenstufen gehen und hatte durch den Sonnen- und damit Vitamin-D-Mangel rachitisch deformierte Knochen, was sich auch nicht wieder auswachsen wird. Wenn das keine körperliche Misshandlung ist, zuzusehen, wie das eigene Kind verkrppelt und nichts zu unternehmen, weiß ich es auch nicht!
Aber Hauptsache Ostern, Weihnachten und zum Geburtstag gab es eine kleine Party: das Kind und die drei einzigen Bezugspersonen in seinem Leben haben um einen Tisch gesessen und Kuchen gemampft.
Die Richterin betonte, die Angeklagte habe „aus eigensüchtigen Motiven“ ihre Pflicht als Mutter, dem Kind eine eigenständige Lebensweise zu ermöglichen, vernachlässigt. Nun müssen Mutter und Großeltern entsprechende Konsequenzen tragen.
Ich sehe es nicht so, dass die Konsequenzen "entsprechend" sind. Sie entsprechen bei weitem nicht dem, was ich bei so einer Tat als die passenden zu tragenden Konseuquenzen ansehe!

Von geminderter Schuldfühigkeit ist auch keine Rede mehr. Sie Frau wusste genau, was sie tat und dass das, was sie tat falsch war!


melden

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

04.05.2026 um 21:58
Zitat von sunrise2008sunrise2008 schrieb:Ein unverständliches Urteil für mich.
Für mich auch, auch die Bewährung für die Omma, trotz Verurteilung als Mittäterin. Und es ärgert mich immer noch, dass soviel Rücksicht auf die Befindlichkeiten der Mutter genommen wurde.

Es ist absolut verständlich, dass die Aussage der Kleinen unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand, aber der komplette Prozess?

Ich nehme der Mutter bis heute nicht ab, dass der "Suizidversuch" ernstgemeint war. Für mich war das Theater. Diese Frau hat immer nur so gehandelt, wie sie es wollte, ohne Rücksicht auf Verluste.
Zitat von emzemz schrieb:scheint, dass eine Schuldunfähigkeit vom Tisch ist.
Bestärkt mich nur noch in meinem og Denken.


melden

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

05.05.2026 um 08:32
Recht niedrig das Urteil. Wurde bekannt was die Staatsanwaltschaft für eine Strafe gefordert hatte?


melden

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

05.05.2026 um 10:33
Mir ist auch vollkommen unverständlich, warum massive körperliche Folgen als "körperlich nicht musshandelt" durchgehen. Das ist unfassbar.

Wird irgendwo ansatzweise erwähnt, warum die Mutter dem Vater das Kind mit allen Mitteln vorenthalten wollte, Schäden beim Kind bewusst in Kauf nehmend? Gab es Gründe die man wenigstens "ansatzweise nachvollziehen" könnte wie massive (ggf gar sexuelle) Gewalt oder die Androhung dieser? Oder war es ein reines "Kind ist ein Gegenstand den ich ihm vorenthalte weil er mich nicht mehr will" o.ä.?

So oder so, vollkommen unverständliches Urteil (für alle drei) aus meinem Gefühl heraus. Es hätte diverse andere Möglichkeiten gegeben, die die Entwicklung des Kindes nicht so massiv beeinträchtigt hätten. Keine davon wurde ergriffen.


1x zitiertmelden
emz Diskussionsleiter
Profil von emz
beschäftigt
dabei seit 2013

Profil anzeigen
Private Nachricht
Link kopieren
Lesezeichen setzen

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

05.05.2026 um 10:57
Zitat von IslandbeeIslandbee schrieb:Es hätte diverse andere Möglichkeiten gegeben, die die Entwicklung des Kindes nicht so massiv beeinträchtigt hätten. Keine davon wurde ergriffen.
Und welche Möglichkeiten wären das gewesen?
Nicht, dass ich die Familie verteidige, aber mich interessiert, was hätte anders laufen können und müssen, dass beide Seiten zufrieden gewesen wären.


melden

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

05.05.2026 um 12:13
@emz Damit meinte ich nicht unbedingt nur legale Lösungen. Es hat ja anscheinend die zumindest theoretische Möglichkeit gegeben, sich ohne Zustimmung des Vaters nach Italien zu Verwandten abzusetzen (nach allem was ich gelesen habe, hat der Vater das ja auch angenommen und juristisch nicht verfolgt). Das wäre vermutlich eine Lösung gewesen bei der das Kind wesentlich normaler hätte aufwachsen können. So falsch wahrscheinlich auch diese Lösung gewesen wäre.

Ich weiß ansonsten viel zu wenig über die Hintergründe, einen Sorgerechtsstreit und eben wie gesagt auch nur die Richtung der Begründungder Mutter. Aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass diese illegalen Lösungen die einzigen gewesen sein sollen.


1x zitiertmelden
emz Diskussionsleiter
Profil von emz
beschäftigt
dabei seit 2013

Profil anzeigen
Private Nachricht
Link kopieren
Lesezeichen setzen

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

05.05.2026 um 13:47
Zitat von IslandbeeIslandbee schrieb:Damit meinte ich nicht unbedingt nur legale Lösungen. Es hat ja anscheinend die zumindest theoretische Möglichkeit gegeben, sich ohne Zustimmung des Vaters nach Italien zu Verwandten abzusetzen (nach allem was ich gelesen habe, hat der Vater das ja auch angenommen und juristisch nicht verfolgt). Das wäre vermutlich eine Lösung gewesen bei der das Kind wesentlich normaler hätte aufwachsen können. So falsch wahrscheinlich auch diese Lösung gewesen wäre.
Diese Lösung hätte aber auch nur in der Theorie funktionieren können.
Hier Beitrag von emz (Seite 1) hatte ich seinerzeit einige Punkte zusammengetragen und werde nun versuchen, eine knappe Chronologie darzustellen.

- Die Kindseltern hatten sich noch vor der Geburt des Mädchens 2013 getrennt.
- Beide haben das gemeinsame Sorgerecht.
- Ab 2015 zahlt der Kindsvater angeblich Unterhalt für Mutter und Kind.
- Sommer 2015 meldet sich die Mutter aus Attendorn ab.
- Die Mutter will das alleinige Sorgerecht. Warum ist nicht bekannt.
- Das Familiengericht bekräftigt 2016 das Sorgerecht für beide Elternteile

Während die Mutter in Attendorn ein Dach überm Kopf, Eltern und einen Bruder hatte, die sie und das Kind ver- und umsorgten, würde ich nicht unbedingt davon ausgehen, dass sie in Italien bei der Verwandtschaft die annähernd gleichen Bedingungen angetroffen hätte. Sie hatte keinerlei Einkommen.

Sie konnte wohl davon ausgehen, dass der Vater nicht weiter sein Sorgerecht in Anspruch nehmen würde, müsste er dazu nach Italien reisen. So wichtig war ihm das dann doch nicht, wie sich ja auch gezeigt hat. Aber so würde ihre Lüge nicht auffliegen und sie wurde ihn los.

Nicht, dass das falsch verstanden wird, ich entschuldige keinesfalls das Wegsperren des Mädchens und die Schäden, die es dabei erlitten hat.


melden

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

05.05.2026 um 13:48
Dass nicht alle Eltern ausreichend für Kinder sorgen können, manche sie auch misshandeln, traumatisieren oder sonst etwas, wird sich wohl leider nie 100% vermeiden lassen.
Was ich in diesem Fall noch schockierender finde ist allerdings die Tatsache, dass es von verschiedenen Seiten an zuständige Stellen eigentlich wohl ernstzunehmende Hinweise gab und es trotzdem fast ein Jahrzehnt, praktisch das gesamte bisherige Leben des Kindes, gebraucht hat, um die Sache aufzuklären. Das dürfte eigentlicht sein. Entweder man hat es sich einfach gemacht oder die Befugnisse und Gesetze reichen nicht, dann müssen diese geändert werden.


1x zitiertmelden
emz Diskussionsleiter
Profil von emz
beschäftigt
dabei seit 2013

Profil anzeigen
Private Nachricht
Link kopieren
Lesezeichen setzen

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

05.05.2026 um 14:19
Zitat von megavoltmegavolt schrieb:Entweder man hat es sich einfach gemacht oder die Befugnisse und Gesetze reichen nicht, dann müssen diese geändert werden.
Dass man auf bloße anonyme Hinweise hin keine Hausdurchsuchung veranstalten kann, diese Gesetze wollen wir besser nicht ändern.


1x zitiertmelden