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Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

486 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Italien, Eingesperrt, Achtjährige ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

06.04.2026 um 14:06
Das Urteil soll noch im April gesprochen werden.
Weitere fünf Verhandlungstage sind für den Prozess im April angesetzt. Am 23. April möchte das Gericht in dieser Sache zum letzten Mal zusammenkommen. Für diesen Tag wird auch das Urteil gegen die Mutter und gegen die Großeltern erwartet. Die Mutter ist wegen Freiheitsberaubung angeklagt, die Großeltern wegen Beihilfe.
https://www.sauerlandkurier.de/kreis-olpe/attendorn/prozess-um-eingesperrtes-maedchen-aus-attendorn-urteil-wird-bald-erwartet-94247882.html


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Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

08.04.2026 um 13:37
Es ist ungewöhnlich, dass das komplette Verfahren - ausgenommen Anklageverlesung und Urteilsverkündung - unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet. Soweit es sich um die Aussagen des Mädchens handelt, haben diese selbstverständlich ohne Publikum stattzufinden. Hier geht es aber nicht um den Schutz eines Kindes, sondern um den Schutz der Hauptangeklagten, von dem auch ihre beiden mitangeklagten Elternteile profitieren.

Schon einmal war der Großvater des Mädchens der Verlesung der Anklage unentschuldigt ferngebieben, er will krank gewesen sein. Ein neuer Termin wird anberaumt, das Gericht wartet, aber alle drei Angeklagten bleiben zuhause, die Großeltern in ihrer Wohnung, die Mutter des Kindes zieht sich zurück, zündet den Grill, und alle warten auf die Polizei, von der sie wissen, dass sie gleich eintreffen wird, um sie abzuholen.

Was ich befürchte, ist, dass von diesem Prozess eine Signalwirkung ausgeht. Es genügt ein Suizidversuch und schon findet das Verfahren hinter verschlossenen Türen statt. Ich bezweifel nicht, dass es für die Angeklagte eine extreme Belastung darstellt, in den Medien als Monster dargestellt zu werden. Aber dann muss sie eben vor sich selbst geschützt werden, wenn die Gefahr eines wiederholten Suizidversuchs besteht.

Was die Großeltern anbelangt, so stelle ich mir gerade die Frage, ob aus der Dauer des Verfahrens geschlossen werden kann, ob sie auf den "Deal" eingegangen sind, Bewährung bei völliger Offenlegung der Geschehnisse. Wäre dann nicht schon längst ein Urteil gesprochen worden? Ohne ihre Unterstützung wäre es nicht möglich gewesen, das Mädchen all die Jahre gefangen zu halten. Ich persönlich sehe bei ihnen einen größeren Anteil an Schuld, als bei der Mutter, bei der möglicherweise psychische Defizite eine Rolle gespielt haben könnten, wie in den Medien schon mal angedeutet wurde. Aber das gilt es abzuwarten.


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Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

08.04.2026 um 16:09
Zitat von emzemz schrieb:Ich persönlich sehe bei ihnen einen größeren Anteil an Schuld, als bei der Mutter, bei der möglicherweise psychische Defizite eine Rolle gespielt haben könnten, wie in den Medien schon mal angedeutet wurde. Aber das gilt es abzuwarten.
Wir wissen ja auch nicht, unter welchen Bedingungen die Mutter aufgewachsen ist. Evtl hat sie ähnliches erlebt.


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Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

08.04.2026 um 16:13
Zitat von emzemz schrieb:Was ich befürchte, ist, dass von diesem Prozess eine Signalwirkung ausgeht. Es genügt ein Suizidversuch und schon findet das Verfahren hinter verschlossenen Türen statt
Ich kann deinen Gedankengang gut nachvollziehen, mache mir da hingehend aber weniger Sorgen.
Ich denke nicht dass zukünftig ein Suizidversuch reicht um ein Verfahren aus der Öffentlichkeit zu nehmen. Man wird sich die Angeklagte sicherlich sehr genau angeschaut haben und offenbar ist das Risiko eines weiteren Suizidversuchs überdurchschnittlich hoch eingeschätzt worden. Es geht in diesem Verfahren nicht nur darum die Mutter zu schützen sondern vor allem auch das Kind zu schützen. Wenn die Mutter sich im laufenden Verfahren suizidieren würde wäre das eine absolute Katastrophe für das Kind. Über viele Jahre hinaus. Ich gehe davon aus dass man auch das verhindern will.
Der Fall ist in vielerlei Hinsicht besonders und hoffentlich einzigartig. Ich gehe daher im Moment nicht davon aus, dass das Schule macht, obgleich ich auch sehr überrascht war dass der gesamte Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet.


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Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

12.04.2026 um 12:15
Mir fehlen die Worte dazu, dass dieser Fall wohl nicht der einzige seiner Art war.
PARIS (AP) — A 9-year-old boy has been rescued after living locked in his father’s utility van in eastern France since 2024, according to the local prosecutor. The child has been hospitalized, and his father detained.

Police were alerted by a neighbor to the “sounds of a child’’ coming from a van on Monday in the village of Hagenbach, near the borders with Switzerland and Germany, according to a statement on Saturday from prosecutor Nicolas Heitz.
Quelle: https://apnews.com/article/france-boy-trapped-van-father-charged-hagenbach-0888b35ffb0f1f4b298270905e9e0a2d

PARIS (AP) – Ein 9-jähriger Junge wurde gerettet, nachdem er seit 2024 im Osten Frankreichs in dem Lieferwagen seines Vaters eingesperrt gelebt hatte, wie die örtliche Staatsanwaltschaft mitteilte. Das Kind wurde ins Krankenhaus gebracht, sein Vater festgenommen.

Die Polizei wurde am Montag im Dorf Hagenbach nahe der Grenze zur Schweiz und zu Deutschland von einem Nachbarn auf „Kinderstimmen“ aufmerksam gemacht, die aus einem Transporter drangen, wie Staatsanwalt Nicolas Heitz am Samstag in einer Erklärung mitteilte.

Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)


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Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

12.04.2026 um 21:38
Zitat von emzemz schrieb am 08.04.2026:Es ist ungewöhnlich, dass das komplette Verfahren - ausgenommen Anklageverlesung und Urteilsverkündung - unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet.
Der Prozess zum bewegenden Fall zum Tod von Martje Der Fall Martje B. - tot aufgefunden in einem Wald bei Niebüll (Beitrag von Carola70)

hat auch unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden.


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Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

12.04.2026 um 22:13
Zitat von LanzaLanza schrieb:Der Prozess zum bewegenden Fall zum Tod von Martje Der Fall Martje B. - tot aufgefunden in einem Wald bei Niebüll (Beitrag von Carola70)

hat auch unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden.
In dem von dir angeführten Fall war es erst gar nicht zu einem Strafprozess gekommen, von dem man die Öffentlichkeit überhaupt hätte ausschießen können.
Zitat von mjk-17mjk-17 schrieb am 31.01.2025:Im Endeffekt wird bei einem Sicherungsverfahren schon im voraus von einer Schuldunfähigkeit ausgegangen.
Heißt es wird nicht über ein Strafmaß diskutiert, sondern nur über die Unterbringung in einer psychiatrischen Anstalt.



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Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

12.04.2026 um 22:20
Zitat von emzemz schrieb:In dem von dir angeführten Fall war es erst gar nicht zu einem Strafprozess gekommen, von dem man die Öffentlichkeit überhaupt hätte ausschießen können.
Selbstverständlich gab es da eine Anklage und einen Strafprozess.


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Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

12.04.2026 um 22:44
Zitat von LanzaLanza schrieb:hat auch unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden.
Weil es ein Sicherungsverfahren war.
Zitat von LanzaLanza schrieb:Selbstverständlich gab es da eine Anklage und einen Strafprozess.
Es gab ein Sicherungsverfahren, das ist von einem normalen Strafprozess abzugrenzen.
Sicherungsverfahren im Strafrecht
Im Strafrecht bezeichnet das Sicherungsverfahren ein besonderes gerichtliches Verfahren, das auf Schutzmaßnahmen ausgerichtet ist, wenn eine Strafe nicht in Betracht kommt oder (noch) keine umfassende Hauptverhandlung stattfinden kann. Im Vordergrund steht der Schutz der Allgemeinheit und die Behandlung der betroffenen Person.
Quelle: https://www.mtrlegal.com/wiki/sicherungsverfahren/


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Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

13.04.2026 um 17:21
https://www.spiegel.de/panorama/justiz/augsburg-neunjaehrige-muss-vor-gericht-ueber-mord-an-ihrer-mutter-aussagen-a-3e425092-a28b-4717-843c-b10f9743b988

Hier „musste“ ein neunjähriges Mädchen aussagen und die Öffentlichkeit konnte nicht ausgeschlossen werden.

Empfinde ich als wirklich tragisch und auch wenn sich das sicherlich gut begründen lässt, menschlich ist es für mich total unverständlich.


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Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

13.04.2026 um 21:55
@ichhier

Ich verstehe nicht, worauf du hinauswillst, wenn du diesen Augsburger Mordprozess hier einbringst, ich sehe da keinerlei Parallelen der beiden Fälle.

Im Attendorner Verfahren wurde die Öffentlichkeit ausgeschlossen, um die Hauptangeklagte vor der Berichterstattung der Medien zu "schützen". Es geht nicht um die Zeugenaussage eines Kindes.
Ein neun Jahre altes Mädchen hat vor dem Landgericht Augsburg in öffentlicher Verhandlung über den Mord an ihrer Mutter sprechen müssen. Das Kind wurde per Video aus einem Nebenraum in den Sitzungssaal zugeschaltet, Zuschauer wurden dafür nicht ausgeschlossen.
Sie konnten die Neunjährige zwar nicht sehen, aber hören, wie sie beeindruckend ruhig die letzten Stunden mit ihrer Mutter schilderte.
...
Dass die Öffentlichkeit für die Vernehmung der Neunjährigen dennoch nicht ausgeschlossen wurde, erklärte die Nebenklage-Anwältin damit, dass das Mädchen rechtlich nicht als Geschädigte gilt. Ein Ausschluss sei daher nicht möglich gewesen. »Das hast Du wirklich ganz toll gemacht«, sagt der Vorsitzende Richter dem Mädchen nach der Vernehmung. »Ganz vielen Dank.«

https://www.spiegel.de/panorama/justiz/augsburg-neunjaehrige-muss-vor-gericht-ueber-mord-an-ihrer-mutter-aussagen-a-3e425092-a28b-4717-843c-b10f9743b988



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Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

14.04.2026 um 15:30
https://www.zeit.de/news/2026-04/14/jahrelang-weggesperrtes-kind-urteil-fuer-anfang-mai-geplant
Jahrelang weggesperrtes Kind - Urteil für Anfang Mai geplant
14. April 2026, 13:33 Uhr
Quelle: dpa Nordrhein-Westfalen

DIE ZEIT hat diese Meldung redaktionell nicht bearbeitet. Sie wurde automatisch von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) übernommen.

Im Prozess um ein jahrelang eingesperrtes Mädchen in Attendorn im Sauerland soll gegen die angeklagte Mutter und die Großeltern des Kindes in rund drei Wochen das Urteil verkündet werden. Das Landgericht Siegen kündigte an, am 4. Mai sei in dem Strafverfahren mit einem Abschluss zu rechnen. ...

Die Mutter ist unter anderem wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen, Körperverletzung, Verletzung von Fürsorge- und Erziehungspflichten und Freiheitsberaubung angeklagt.

Sie habe ihr Kind mit «böswilliger Vernachlässigung» schwer geschädigt, sagte Staatsanwältin Christina Lukas bei der Anklageverlesung Anfang Februar. Die Großeltern mütterlicherseits sind wegen Beihilfe angeklagt. Das Mädchen war nach seiner Befreiung mehrere Monate bis Mai 2023 in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie behandelt worden und ist aktuell in ambulanter Therapie.

... Nach der Anklageverlesung war die Öffentlichkeit ausgeschlossen worden. Das Gericht hatte das vor allem mit einem Suizidversuch der Anklagten begründet.

© dpa-infocom, dpa:260414-930-943232/1
Ich darf diesen Satz aufgreifen:
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb am 08.04.2026:Es geht in diesem Verfahren nicht nur darum die Mutter zu schützen sondern vor allem auch das Kind zu schützen.
und ergänzen:

Es geht in diesem Verfahren nicht allein darum, die Mutter zu bestrafen, sondern einen Weg zu finden, dass dem Kind nicht auch noch die Mutter "weggenommen" wird, zu der es nach wie vor einen engeren Kontakt zu haben scheint. Möge dem Gericht ein salomonisches Urteil gelingen.


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