Kriminalfälle
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Mordfall Bernhard Benz (2000)

71 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Cold Case ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mordfall Bernhard Benz (2000)

gestern um 23:00
Ich würde gerne den für mich interessanten Mordfall Bernhard Benz diskutieren.


Bernhard Benz war im Januar 2000 gerade Vater geworden und frisch verheiratet. Auch beruflich kletterte er als Assistenzarzt der
Anästhesie im Herzklinikum Lahr die Karriereleiter empor. Ein Arbeitsumfeld allerdings mit einer besonderen Dynamik, in dem viele verschiedene Interessen
und Ansprüche konkurrieren.
Die Ermittlungen der Kripo ergaben, dass Bernhard Benz am Freitagabend, den 21. Januar 2000, schon bei der Klinik auf seinen späteren Mörder getroffen sein dürfte. Wahrscheinlich stieg er gegen 19:30 Uhr auf einem zur Klinik gehörenden Parkplatz östlich der Notaufnahme in den Wagen des Täters ein. Vermutlich hatte dieser ihm eine Mitfahrgelegenheit zum Bahnhof in Lahr offeriert, von wo aus Bernhard Benz gegen 20:07 Uhr mit dem Zug nach Hause fahren wollte.

Doch wie es scheint, kam es vorher auf dem gegenüberliegenden Parkplatz zum Streit. Dieser eskalierte und der Täter erwürgte Bernhard Benz noch im Auto. Anschließend fuhr der Täter Richtung Römerstraße, fernab der Wohngebiete, und lud Benz in Fahrtrichtung rechts im Grünstreifen neben der Straße ab. Kurz darauf, gegen 20 Uhr, fanden Passantinnen die Leiche.

Quelle: https://www.zdfheute.de/panorama/kriminalitaet/aktenzeichen-xy-mai-2026-mord-assistenzarzt-100.html

In XY wurde das ja sehr ausführlich dargestellt. Es ging offenbar um einen Konflikt im Zusammenhang mit Poolbeteiligung, für die sich das spätere Opfer engagierte.

Oder kann noch was anderes dahinterstecken und ist der Täter definitiv im Klinikumfeld zu suchen oder doch nur ein Zufallsopfer?


1x zitiertmelden

Mordfall Bernhard Benz (2000)

gestern um 23:05
@kittyka
Ich fand die Aussagen bei XY etwas widersprüchlich: zum einen wird gesagt dass es Verdächtige gibt, zum anderen dass DNA vorhanden ist. Warum gleicht man die Verdächtigen nicht einfach ab?


1x zitiertmelden

Mordfall Bernhard Benz (2000)

gestern um 23:12
532357748-w-980


Hier übrigens noch die Auffindesituation. Für mich sieht das so aus, als sei er hinter dem Zaun abgelegt worden.


melden

Mordfall Bernhard Benz (2000)

gestern um 23:17
Interessant fand ich in der Darstellung auch, die spontane Abordnung während er noch am Operieren war und von der er offenbar überrascht war.
Wer hatte das angeordnet? Also die Ablösung. Ich sehe das durchaus im Zusammenhang mit der Tat.
Vielleicht wollte der Täter sichergehen, auch zusammen mit Benz Feierabend zu haben?


melden

Mordfall Bernhard Benz (2000)

gestern um 23:25
Ein sehr spannender Fall. Aussagen aus dem Studiogespräch: "Es hat sich EIN Verdacht ergeben. Es stehen MEHRERE PERSONEN aus dem beruflichen Umfeld des Opfers im Fokus." "Sie haben Fragen dazu?" "Vielmehr geht es darum, wie können wir den Verdacht nun erhärten. Hier wären Zeugenaussagen wichtig."
Zuerst dachte ich aufgrund der Formulierung, dass für sie der Täter klar ist, aber der Verdacht scheint wohl doch eher zu den Hintergründen zu sein, wenn mehrere Personen im Fokus stehen, da von einem Einzeltäter ausgegangen wird. Auch sehr interessant ist, dass eine DNA-Spur bei einer neuen Analyse gefunden wurde, die zum Täter oder seiner Familie gehören könnte. Hier wundert mich etwas, dass bei einem scheinbar doch recht klaren Verdacht gegen eine eher kleine Personengruppe kein DNA-Abgleich durchgeführt wurde. Dieser Fall hinterlässt bei mir Fragezeichen, wie viel die Ermittler wirklich wissen. Dennoch sehe ich gute Chancen, gerade in Bezug auf die am Ende erwähnten veränderten Abhängigkeits-Verhältnisse.

Was muss es für eine beschissene Situation sein, zu wissen, dass ein Mörder (wohl eher Totschläger) unter einem ist, eventuell einen Verdacht zu haben. Andere haben vielleicht einen anderen Verdacht, es wird entweder getuschelt oder komplett geschwiegen. Vielleicht wird man auch selber unberechtigt von jemandem unausgesprochen für den Täter gehalten. Was muss das für eine miese Arbeitsumgebung sein, wo niemand dem anderen wirklich vertrauen kann, alle aus Karrieregründen unkalkulierbar sind und doch eine Wand des Schweigens als vermeintliche Sicherheit bilden? Wenn ich daran denke, ist es nur zu gut vorstellbar, dass jemand, sobald er aus dem Umfeld raus ist, plaudern möchte.


1x zitiertmelden

Mordfall Bernhard Benz (2000)

gestern um 23:26
Zitat von kittykakittyka schrieb:Oder kann noch was anderes dahinterstecken und ist der Täter definitiv im Klinikumfeld zu suchen oder doch nur ein Zufallsopfer?
Es gibt noch ein weiteres Motiv, das angedeutet wurde, nämlich Neid/Missgunst:
Herr B. sollte trotz fehlender Facharztprüfung zum Oberarzt befördert werden und wäre min. einem anderen Kollegen vorgezogen worden. Laut FF gab es grundsätzlich noch weitere und teils bessere Kollegen, die eher dran gewesen wären mit der Beförderung. Gegen Ende des FF wird ja die Ehefrau eines Kollegen vernommen und nach dem Alibi ihres Mannes befragt.
Im Studiointerview betonte der leitende Ermittler ja, dass man die tatverdächtige Person im Klinikumfeld vermutet. Und auf Nachfrage erläuterte der Ermittler, dass die Kollegen damals auch vernommen wurden. Er wollte aber nicht weiter ins Detail gehen. Man erhofft sich jetzt - weil das Ganze so lange her ist - Hinweise aus dem Klinikumfeld. Zumal Mitwissende wohl nicht mehr strafrechtlich belangt werden können - wenn ich das richtig verstanden habe. Wie sagte Rudi Cerne noch "Beziehungen können sich verändern".


1x zitiertmelden

Mordfall Bernhard Benz (2000)

gestern um 23:31
Ist eigentlich indirekt deutlich geworden im FF, wer der Kollege war, dessen Ehefrau verhört wurde? (Vielleicht habe ich nur nicht genug aufgepasst.) Es scheint ja, dass die Ermittler 'wissen', wer es war, aber keinen Beweis haben. Vielleicht aufgrund eines Alibis.


1x zitiertmelden

Mordfall Bernhard Benz (2000)

gestern um 23:37
Zitat von MeaMea schrieb:Gegen Ende des FF wird ja die Ehefrau eines Kollegen vernommen und nach dem Alibi ihres Mannes befragt.
Zitat von redsherlockredsherlock schrieb:Ist eigentlich indirekt deutlich geworden im FF, wer der Kollege war, dessen Ehefrau verhört wurde?
Es war "Frau Konstantin", also die Frau des Chefs des Herrn Dr. Benz.


melden

Mordfall Bernhard Benz (2000)

gestern um 23:43
Zitat von sdksdk schrieb:Was muss es für eine beschissene Situation sein, zu wissen, dass ein Mörder (wohl eher Totschläger) unter einem ist, eventuell einen Verdacht zu haben. Andere haben vielleicht einen anderen Verdacht, es wird entweder getuschelt oder komplett geschwiegen.
Genau und da setzen die Ermittlungen jetzt wieder an. Das Ganze ist lange her, 26 Jahre. Die Stimmung wird sich nach dem Mord in der gesamten Belegschaft negativ verändert haben. Grauenvolle Situation für alle und die Trauer um den Kollegen kommt dazu. Womöglich beobachteten sich auch alle gegenseitig bei der Trauerbearbeitung mit dem Gedanken: Einer von uns war es.
Und diejenigen, die damals etwas beobachtet haben im Kollegenkreis, die sollen sich melden. Wenn es jemand aus der Belegschaft war, wird die Person sich ja nach der Tat im Verhalten verändert haben. Wenn es ein Arzt aus dem Kollegenkreis war, dann hat er noch das zusätzliche Problem, gegen seinen Berufsethos und -eid gehandelt zu haben. Vielleicht gibt es ja - vielleicht auch ehemalige - Klinik-Beschäftigte und/oder deren Angehörige, die damals etwas mibekommen haben, was denen jetzt wieder einfällt. Darum geht es.

Mir tut es vor allem für die Ehefrau und die Tochter, die ohne Vater aufwachsen musste, sehr leid. Denn zu dem Leid um den verstorbenen Mann kommt ja auch die plötzliche massive Veränderung der eigenen Lebenssituation hinzu, auch in materieller Hinsicht. Konkret: Die Frau musste mit einem Schlag selbst für ihren und den Lebensunterhalt der Tochter aufkommen. Und bis heute wissen beide nicht, warum es passierte und wer es war. Sie verdienen Antworten.


melden

Mordfall Bernhard Benz (2000)

gestern um 23:45
@Mea: Genau. Ich empfand es etwa 50:50 oder 60:40 zwischen den beiden Bereichen Pool-Bezahlung und Oberarzt-Stelle. Beides wurde durchgehend immer wieder aufgegriffen. Hierbei ist auch wichtig, dass es sich um eine sehr spezielle Klinik handelte. Einerseits Privatklinik und andererseits im Bereich Herzen. Also dürfte die Klinik nicht außerordentlich groß sein wie ein Vollversorger und andererseits auch sehr speziell, was den Karriereweg angeht. Wenn das Ziel Karriere im Bereich Herzchirurgie und am besten noch in einer Privatklinik war, wird es in der Region wohl kaum viele Alternativen gegeben haben, sodass das Schweigen umso logischer wirkt.

@redsherlock: Diese Szene ist mir auch aufgefallen, ich wusste nur nicht, wie sehr das den Krimiregeln entspricht. Es war schon sehr auffällig, wie ihr die Fotos vorgelegt wurden und auf die Belehrung hingewiesen wurde. Spontan war mein Gedanke, dass Name vermutlich nicht stimmt, aber vielleicht ähnlich ist mit einem echten Kollegen, sodass Mitwisser anhand der Szene wissen, um wen es geht. Dann aber wiederum bleibt die große Frage: wieso nutzt man die DNA-Spur nicht?


1x zitiertmelden

Mordfall Bernhard Benz (2000)

gestern um 23:52
Zitat von sdksdk schrieb:Dann aber wiederum bleibt die große Frage: wieso nutzt man die DNA-Spur nicht?
Ich vermute, dass man schon sehr dicht dran ist an der Lösung des Falls, aber jetzt zusätzliche Beweise sammelt. Um bei einem möglichen Indizienprozess genügend Beweise zu haben. Ich hoffe aber, dass der/die Tatverdächtige, wenn es soweit ist, die Tat einfach gesteht und das Motiv erklärt.


melden

Mordfall Bernhard Benz (2000)

gestern um 23:56
Oder der Täter lebt nicht mehr. Das Opfer wäre heute auch schon über 60. Aber würde man dann so aktiv an einer "Klärung" arbeiten, die es ohne Gerichtsprozess eh nicht final geben könnte?


melden

Mordfall Bernhard Benz (2000)

um 03:01
zwei punkte sind hier interessant. erstens für mich klingt dieses tötungsdelikt nach einem wöchentlichen fall einer krimiserie. also ein mord im ärztemilieu wahrscheinlich wegen geld oder neid fühlt sich nach einem 0815 drehbuch fürs tv an.
zweitens ist das zeitliche fenster sehr spannend.
von „mist ich muss noch in den op, komme erst später heim“,
über „ich löse dich ab, du kannst jetzt nach hause“
und „fährst du mich zum bahnhof? ich möchte nicht noch eine halbe stunde warten“
bis „eine männliche leiche wird etwa 4 minuten vom krankemhaus entfernt gefunden“
vergeht vl eine stunde. wie konnte es im wahrsten sinne des wortes so dermaßen eskalieren.
beide punkte werden von folgende „kuriosität“ umfasst: höchstwahrscheinlich wurde für xy nicht an den originalschauplätzen gedreht, aber die schilderung der anrainerin über diesen streit von 2 personen in dem auto (auf offener straße, zwar im winter aber dennoch vor 20 uhr) und der vermeintlichen tötung und der anschließend leichenentledigung direkt am straßenrand binnen so kurzer zeit wirkt ebenfalls wie aus einem schlechten krimi.

ich denke, dass die dna vorliegt (vl auch von dem oder den verdächtigen), aber eben derzeit noch ein alibi besteht bzw die ermittler wollen mit ergänzenden (belastenden) zeugenaussagen auf der sicheren seite sein (deswegen die bitte an alle bekannten und unbekannten zeugen ihre aussage nochmal zu überdenken).


melden

Mordfall Bernhard Benz (2000)

um 04:57
Spannender Fall. Ich denke auch die Polizei ist näher dran als es im Film und Studiogespräch dargestellt wird und sucht jetzt nur noch die extra Beweise damit der Prozess erfolgreich wird. Mit einer DNA Spur ist es ja sehr leicht herauszufinden wer der Täter war wenn es einer seiner Kollegen oder Chefs war.

Es könnte auch sein das innerhalb von 25 Jahren die Lebenssituation der Verdächtigen sich verändert hat z.b. durch Scheidung oder Trennung und damit eine Person die noch ein Alibi gegeben hat jetzt vielleicht bereit ist dieses zu Wiederrufen. Falschaussage wird ja verjährt sein :)
Auch denke ich das viele Menschen wenn sie älter werden eher Gewissensbisse bekommen und mit dem Leben was aufräumen wollen, das gilt für den Täter aber auch für die Personen die den Täter schützen. Das wird ja ziemlich deutlich im Film so angedeutet.

Es wird auch kein Zufall sein das XY extra die Szene zeigt wo er im OP abgelöst wird und überrascht ist.

Ich hoffe für die Ehefrau und erwachsene Tochter das dieser Fall endlich geklärt wird.

Das könnte so ein Fall werden wo die neue DNA Technik den entscheidenden Hinweis wieder gibt wie einige Fälle die letzten 2-3 Jahre. Selbst wenn der Täter schon tot ist könnte man es über lebende Angehörige auch herausfinden.


melden

Mordfall Bernhard Benz (2000)

um 05:45
Beim erneuten Schauen ist mir aufgefallen, dass der Chef unbedingt weg muss, weil er seinen Sohn vom Training abholen muss. Er erzählt es mit Nachdruck, als sei es sehr wichtig. Die Frau sagt dann aber aus, sie habe den Sohn gefahren, ihr Mann habe auf der Couch gelegen.

Ich habe aber auch noch mal über die Herangehensweise der Logik des Ablaufs nachgedacht. Wer hat was angewiesen? Wer wusste vom Feierabend? Diese Fragen mögen gar nicht so relevant sein, denn scheinbar hat eine ganze Reihe von Zufällen zum Ablauf geführt. So hätte das Opfer am Empfang oder auf dem Weg zum späteren Täter ja auch eine andere Mitfahrgelegenheit finden können. Also einen tiefgehenden Plan, ich gebe ihm Feierabend, damit er in mein Auto steigt, sehe ich so nicht unbedingt, vor allem, da ja auch von einer Eskalation ausgegangen wird, die nicht geplant war. Sollte der Täter wirklich vorab geplant haben, das Opfer zum Bahnhof zu fahren, hätte er auch einfach vor dem OP oder beim Empfang direkt warten können, denn er hatte ja sicher nicht im Kopf, dass er ihn gleich umbringen wird, daher wären Zeugen egal gewesen. Interessant wäre die Länge der Zeitspanne zwischen dem Gespräch mit der Sekretärin und dem vorzeitigen Gehen aus der OP. Grundsätzlich halte ich das Geschehen aber für ungeplant, da zu viele Zufälle für das Ergebnis nötig waren.
Der Faustschlag wirkt irgendwie, als wäre noch eine persönlich-emotionale Ebene zu der beruflichen dazugekommen. Vielleicht schaukelte sich der berufliche Streit hoch und es gab eine Beleidigung unter der Gürtellinie oder eine persönliche Aussage, die verletzte. Der Schlag mag dann der point-of-no-return gewesen sein, denn das alleine hätte sicher schwere berufliche Konsequenzen nach sich gezogen, wenn das Opfer das angezeigt hätte.


2x zitiertmelden

Mordfall Bernhard Benz (2000)

um 07:49
Wenn man das Motiv in Eifersucht auf die Beförderung sieht, dann wird es wohl eher nicht der Chef gewesen sein, der ihn befördert hat.
Im Allgemeinen kenne ich leider aus der Medizin eher hardcore Mobbing in solchen Situationen. Mord nur wegen der Beförderung ist schon außergewöhnlich. Kann ich mir als einziges Motiv fast nicht vorstellen.
Habe aber auch noch nie erlebt, dass ein Assistenzarzt Oberarzt wurde. Ist braucht man Facharzt, meist setzen die Chefs auch Dr Titel und mindestens 1-2 Zusatzqualifikationen voraus. Zumindest an größeren Kliniken.


1x zitiertmelden

Mordfall Bernhard Benz (2000)

um 07:54
Zitat von MissMedicMissMedic schrieb:Kann ich mir als einziges Motiv fast nicht vorstellen.
Es gab doch noch die Poolgeldgeschichte. Also ein Tötungsdelikt aus finanziellen Motiven?
Die Unterlagen darüber waren ja wohl auch verschwunden.


melden

Mordfall Bernhard Benz (2000)

um 07:56
So richtig habe ich das Poolgeldkonzept nicht verstanden. Wurde gesagt, wie das gedacht war? Erscheint mir auch recht unüblich. Aber vielleicht war das vor 25 Jahren noch anders


1x zitiertmelden

Mordfall Bernhard Benz (2000)

um 07:58
Zitat von MissMedicMissMedic schrieb:So richtig habe ich das Poolgeldkonzept nicht verstanden. Wurde gesagt, wie das gedacht war? Erscheint mir auch recht unüblich. Aber vielleicht war das vor 25 Jahren noch anders
Die Poolbeteiligung ist die Aufteilung von Einnahmen aus der Privatliquidation des Chefarztes auf nachgeordnete Ärzte (Ober- und Assistenzärzte) in Krankenhäusern. Diese Einnahmen fließen in einen „Pool“ und werden nach festgelegten Schlüsseln verteilt, oft basierend auf Position, Leistung oder Erfahrung. Rechtsansprüche ergeben sich meist aus Poolvereinbarungen, nicht aus dem Gesetz.
Quelle: Wikipedia: Poolbeteiligung#:~:text=Poolbeteiligung ist eine in deutschen,seiner Liquidation bei den Privatpatienten.


melden

Mordfall Bernhard Benz (2000)

um 08:20
@MissMedic: Die Oberarztstelle umso merkwürdiger macht, dass in dem oben eingefügten Zeitungsbericht steht, dass er erst seit Kurzem dort (als Anästhesist) arbeitete. Der Chef, der von sich aus die aus der Sicht anderer für Benz überqualifizierte Stelle anbot, war der gleiche, mit dem er über das Poolgeld stritt. Es schien im Beitrag sowieso so, als ob es Benz nicht unbedingt um die Karriere an sich geht im Sinne höchste Position, sondern um ein optimales Verhältnis aus Geld im Verhältnis zur Position. Er haderte ja sogar mit der Oberarztstelle, weil er Zeit für die Familie wollte, zugleich war ihm Geld aber wichtig. Nur halt nicht unbedingt durch mehr Arbeit und Verantwortung, sondern durch das Poolgeld.


1x zitiertmelden